Mein NaNoWriMo Projekt für 2016

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es ist wieder sow eit, der letzte Montag im Monat. Und das bedeutet, dass ich wieder die Hosen herunterlasse. Und zudem ist es bald so weit, dass nächste NaNoWriMo steht vor der Tür.

Mit meinem aktuellen Buchprojekt komme ich relativ gut voran. Daher habe ich mir überlegt, mit was ich dieses Jahr mein NaNoWriMo bestreiten könnte (dafür reicht mein aktuelles Projekt definitiv nicht aus).

Aus diesem Grund habe ich mir dabei Hilfe auf Twitter gesucht.

Eine kleine Twitterumfrage

Gut, die Frage selbst ist nicht gerade literarisch hochwertig. Aber ich sollte auch nicht kurz vor Mitternacht solche Fragen stellen. Das ist schon einmal das Erste, was ich dabei gelernt habe.

Ansonsten haben immerhin dreißig Personen daran teilgenommen und das Ergebnis ist sehr eindeutig. 73 Prozent möchten, dass ich eine Fantasygeschichte schreibe. Oder sie mögen eher Fantasygeschichten und haben daher dafür abgestimmt.

Und immerhin 27 Prozent mögen eher Gay Romance Geschichten oder wollten, dass ich diese schreibe. Immerhin hat sich jemand aus Amerika gemeldet und meinte, er verstehe zwar die Frage nicht ganz, mag aber eher Fantasy. Aus diesem Grund hatte er dafür gestimmt.

Als ich es ihm übersetzte, meinte er nur, ich habe richtig abgestimmt. So kann man es natürlich auch machen.

Die Umfrage habe ich eine Woche laufen lassen, wobei ich, ehrlich gesagt, nach und nach gehofft habe, dass wirklich die Fantasygeschichte gewinnt. Natürlich hätte ich das Ganze auch ignorieren und am Ende doch die Geschichte schreiben können, die ich wollte. Aber wenn ich schon solch eine Umfrage starte, fühle ich mich selbst daran irgendwie schon gebunden.

Aber in diesem Fall muss ich mir keine Gedanken machen, da mein Wunschprojekt gewonnen hat.

Kann man beides nicht miteinander verbinden?

Diese Frage wurde mir in der vergangenen Woche öfters gestellt. Und ich sage ganz klar, natürlich kann man das. Das wäre vor allem interessant geworden, wenn ich gar keine Idee gehabt hätte, was ich schreibe.

Doch ich hatte für beide Richtungen jeweils eine konkrete Idee, der ich nachgehen wollte und werde. Und in diesem Fall ist eine Vermischung beider Themen überhaupt nicht möglich. Daher habe ich diese Frage immer verneint.

Zumal ich gestehen muss, dass die Gay Romance Geschichte durchaus sehr fantastische Elemente beinhaltet. Daher ist diese Frage nicht ganz korrekt gewesen. Aber letztendlich kann ich das im Nachhinein nicht mehr ändern. Und wie oben schon erwähnt, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Wie geht es jetzt weiter?

Ab dem kommenden Wochenende werde ich die Vorbereitung auf das kommende NaNoWriMo in Angriff nehmen. Wobei ich gerade so viele Ideen habe, dass mir schon schwindelig wird, dass es nicht zu viel für die Geschichte ist.

In meinem Bullet Journal habe ich schon die ersten Ideen, Namen und Gedanken zu Szenen und Derartiges notiert. Zudem habe ich für den kommenden Monat einen Tracker eingebaut, mit dem ich dann mein aktuelles Buchprojekt voranbringen kann und es dann auch für den November schon einmal üben kann.

Diesen Tracker habe ich in einer Bullet Journal Facebook-Gruppe gefunden und sie für den kommenden Monat eingezeichnet. Da der Oktober 31 Tage hat und der Tracker für den November ausgelegt ist, habe ich einige kleine Anpassungen vorgenommen. Trotzdem freue ich mich darauf, den nächsten Monat schön bunt zu machen.

Auf alle Fälle werde ich im Oktober versuchen meine Novelle fertig zu schreiben und dann sehen, wie ich die Planung für meine Fantasygeschichte vorantreiben kann.

Werde ich überhaupt im November fertig?

Wenn ich mir die ganzen Ideen ansehe, dann befürchte ich, wird das ein Mammutprojekt. Und ich kann froh sein, wenn ich den Anfang der Geschichte im November schaffe. Vielleicht wird ja doch noch ein kleiner Traum von mir wahr und ich schreibe noch meinen Roman von Tausend Seiten.

Natürlich sollte eine Geschichte so lang werden, bis sie erzählt wurde. Aber ein kleiner Teil von mir wünscht sich immer noch, eine Geschichte zu schreiben, deren Seitenzahl irgendwann vierstellig wird. Albern? Bestimmt. Aber das ist ein kleiner Traum, den ich auf alle Fälle versuche noch zu erfüllen.

Natürlich könnte ich versuchen, dass die Geschichte auch kürzer wird. Da ich aber, allein schon aufgrund der Idee, fünf Hauptfiguren habe, könnte die Einführung schon etwas länger dauern. Der Hinweis, ich könnte ja die eine oder andere Figur streichen würde sicherlich Sinn machen. Nur nicht in dieser Hinsicht. Denn ich brauche alle fünf. Und dementsprechend auch den dazugehörigen Platz.

Auch wenn ich schon eine Idee habe, wie ich wieder etwas Platz spare. Ach seien wir ehrlich, ich platze gerade vor lauter Ideen, dass ich gar nicht weiß, wohin mit denen. Aus diesem Grund habe ich mich heute auch diesem Tweet hinreißen lassen.

Denn ehrlich gesagt, ich bin total aufgeregt, endlich die Geschichte anzugehen. Und sobald ich meine Novelle fertig habe, befürchte ich, dass es kein Halten mehr geben wird. Ich werde schreiben, was das Zeug hält.

Aussichten, Einsichten, Umsichten

Wie es jetzt genau weiter geht, das kann ich gar nicht sagen. Auf alle Fälle werde ich schauen, dass ich die nächsten Ideen, die Charakterisierungen und was mir so einfällt, niederschreiben werde. Je mehr ich jetzt arbeite, desto weniger muss ich dann ab November tun, zumindest hoffe ich es.

Wobei ich dafür noch einiges recherchieren werde. Die Ergebnisse davon bekommst Du dann hier gerne präsentiert.

In dem Sinne, ich freue mich schon und hoffe, wir sehen uns während dieser Zeit.
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Merken

Veröffentlicht unter Einstellung | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

[KG-Challenge #39] Paranormal – Meermenschen mal anders

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn ich es recht bedenke, gehören Meermenschen auch zu den paranormalen Wesen. Daher dreht sich die Geschichte heute um sie.

Kurze Vorgedanken

Die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Anderson dürfte wohl die bekannteste Vertreterin der Meermenschengeschichten sein. Das bedeutet aber nicht, dass das die einzige Variation ist, die man erzählen kann.

Wenn Du bei Pinterest nach den Begriffen „mermaid merman“ suchst, wirst Du unzählige Bilder finden, die Dich sicherlich inspirieren. Allein dank der Meermenschenbilder habe ich schon für drei kurze Novellen Inspirationen.

Die Kurzgeschichte – Deine Eckdaten

Meermenschen können liebevoll und nett und eben auch grausam sein. Das kommt natürlich darauf an, wie Du sie darstellen möchtest. Für die heutige Kurzgeschichte schlage ich Dir vor, dass Du die Geschichte der kleinen Meerjungfrau als Grundlage nimmst, sie aber komplett anders erzählst.

So könnte der Prinz eine Prinzessin sein oder die Meerfrau eben ein Meermann. Oder beide sind Frauen bzw. Männer. Oder sie könnte den Prinzen töten, um sich selbst zu retten. Was auch immer Dir einfällt, um die Geschichte anders zu erzählen.

Dabei kannst Du so erwachsen oder so jugendlich vorgehen, wie es Deine Geschichte und Deine Idee verlangt.

Für diese Geschichte würde ich (wegen der Orientierung an dem Original) durchaus 30,000 Zeichen inklusive Leerzeichen vorschlagen.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Merken
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Veröffentlicht unter Kurzgeschichten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Buch vs. E-Book

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man dem Internet glauben kann, dann besteht unter den Leserinnen und Lesern, bedingt aber auch unter den Verlagen, zwei Lager. Einmal die, welche die Bücher lieben und damit die E-Books ablehnen. Und dann die andere Seite, welche sich lieber auf die E-Books stürzen und die Bücher aus dem Haushalt verbannen. Daher möchte ich heute mal den einen oder anderen Gedanken dazu niederschreiben.

Kurze Vorgedanken

Was ein Buch bzw. ein E-Book ist, werde ich nicht erklären. Ich gehe davon aus, dass Du die beiden Medien kennst und damit auch den Unterschied. Daher möchte ich auf die Vor- und Nachteile eingehen. Und dann, warum Du als Autorin bzw. als Autorin Dich mit beiden auseinandersetzen solltest. Es soll ein Plädoyer dafür sein, beide Medien niemals aus den Augen zu verlieren.

Deine Entscheidung – Beides ist gut

Egal ob Du Bücher kaufst oder diese veröffentlichen möchtest, Du hast heute die Wahl zwischen einem normalen Buch und dem E-Book. Beim Letzteren ist es nur notwendig zu wissen, in welchem Format Du das Buch brauchst. Denn nicht jeder Reader ist in der Lage alle Dateien zu lesen. Und einige Reader haben sogar ein eigenes Format.

Es gibt aber legale Portale, die werden im Bezug auf die E-Books um einiges häufiger aufgerufen, als die Konkurrenz. Und bei hartem DRM (also der Schutz, dass das E-Book nicht kopiert wird) kann es passieren, dass man das E-Book nur auf einem einzigen Reader lesen kann.

Fehlt aber das harte DRM, dann kannst Du das E-Book entsprechend formatieren und auf andere Reader lesen. Und zwischenzeitlich verzichten die meisten Autorinnen und Autoren auf das harte DRM. Denn sie wissen eines, ihre Bücher können jederzeit geknackt werden (von den Piratinnen und Piraten), wenn sich die Leute anstrengen. Und die ehrlichen Käuferinnen und Käufer werden mit dieser Methode nur bestraft.

Du als Käuferin bzw. Käufer kannst Du zwischen dem E-Book und Buch beim Kauf entscheiden, wenn Du einen entsprechenden Reader zur Verfügung hast. Bücher kannst Du natürlich jederzeit kaufen. Beim Veröffentlichen Deiner Bücher solltest Du Dir überlegen, immer auf beides zu setzen. Warum, das möchte ich Dir weiter unten erklären.

Die Vor- und Nachteile beider Medien

Die Vorteile des Buches

Das Buch hat einen Vertrauensvorteil, da es seit einigen Jahrhunderten schon existiert und wir damit auch groß geworden sind. Ich selbst habe mit einem Hardcoverbuch lesen und schreiben gelernt. Und ich behaupte jetzt, dass die meisten Leserinnen und Leser dieses Blogs das gleiche gemacht haben. Sagt Dir das Wort „Fibel“ noch etwas?

Zudem hast Du etwas Materielles in der Hand. Wenn Du in einem Buchladen gehst oder die Bücher online kaufst, dann bekommst Du ein Gegenstand in die Hand, mit dem Du aus dem Laden gehen kannst oder aus dem Paket auspackt. Da wir damit größtenteils groß geworden sind, ist bei einigen das eine gewisse Form der Beruhigung. Für mein Geld kriege ich etwas.

Weiterhin finde ich es immer ein schönes Gefühl, wenn ich sehe, wie die linke Seite des Buches zunimmt, wenn man die Seiten durchgelesen hat. Und die rechte Seite nimmt immer mehr und mehr dabei ab. Immer wenn ich aufhöre zu lesen (weil ich aus der Bahn zum Beispiel raus muss), dann schaue ich schon gerne, wo mein Lesezeichen ist und wie weit ich schon gekommen bin.

Und Du kannst immer lesen. Ein Buch hat kein Akku und kann daher nie ausgehen. Solange es halbwegs hell genug ist, kannst Du also immer lesen.

Die Nachteile des Buches

Du musst ein Medium immer mitnehmen. Egal ob das Buch dünn oder dick ist, Du musst es immer mitnehmen und letztendlich Platz in Deinem Rucksack oder Tasche haben, um es zu tragen. Gerade, wenn Du viel dabei hast, kann das am Ende ein wenig schwer werden.

Weiterhin kann es durchaus nervig sein, wenn man glaubt, dass das Buch noch über den Tag reicht und man es doch schneller ausgelesen hat. Mir ist das schon einige Male passiert, dass ich den ganzen Tag ein ausgelesenes Buch tragen musste. Oder, wenn ich gar nicht zum Lesen komme, dann muss ich trotzdem das manchmal schwere Buch mitnehmen.

Und auf Reisen kann es durchaus schwer sein, sich zu entscheiden, welches Buch man mitnimmt. Zumal sich die Frage stellt, ob man überhaupt so viel Gepäck mitnehmen kann und am Ende überhaupt zum Lesen kommt.

Wenn man da Buch ausgelesen hat und man sich definitiv sicher ist, dass man das Buch nie wieder lesen wird, hat man es im Regal. Und ich selbst weiß nie, wie ich es am besten los werde. Daher muss man sich darum kümmern. Sofern man sich überhaupt davon trennen kann.

Und wenn man in Regen kommt, dann kann das Buch kaputt gehen. Oder die Ecken werden angeknickt. Oder die Schutzfolie geht ab. Mir selbst geht das total auf die Nerven.

Die Vorteile des E-Books

Man kann, theoretisch, Hunderte von Büchern mitnehmen und hat nur einige Hundert Gramm mehr Gewicht dabei. Immerhin muss man nur den Reader tragen und hat eine ganze Bibliothek dabei. Und wenn Du einen Computer mit Internetzugang in der Nähe hast, kannst Du immer neue Bücher kaufen.

Das bedeutet auch, dass Du den Reader auch in den Urlaub mitnehmen kannst. Die oben genannten Vorteile klappen dort auch total gut. Und auch wenn Du mal nicht zum Lesen kommst, dann tut das nicht so weh. Du trägst nicht so viel Gewicht mit Dir.

Wenn Du das Buch danach nie wieder lesen möchtest, dann kannst Du es von Deinem Reader löschen. Gegebenenfalls hast Du es noch auf Deiner Festplatte oder in Deinem Onlineshop, wo Du es bei Bedarf noch einmal herunterladen kannst.

Die Nachteile des E-Books

Du hast kein Medium in der Hand, also kein Buch. Und dadurch fehlt auch der gewisse Bezug dazu. Vielen fehlt sogar so dermaßen der Bezug zum Buch, dass sie manchmal noch nicht einmal benennen können, welches Buch sie gerade lesen.

Weiterhin ist durch den fehlenden Bezug dazu auch das Problem, dass der Respekt vor diesem Medium fehlen kann. Daher kann es natürlich passieren, dass man es nicht als richtiges Buch anerkennt und daher dementsprechend nicht so wahrnimmt, wie es verdient hat.

Und natürlich der größte Gau. Wenn der Akku alle ist, trägst Du eben einen Reader mit Dir, ohne lesen zu können. Das ist genauso, als ob Du ein ausgelesenes Buch mit Dir herumträgst.

Warum sollte Dich als Autorin / Autor dieses Thema interessieren?

Vor zwei Jahren habe ich auf der LoveLetter Convention von Tina Folsom Folgendes gelernt: Deutsche lieben Bücher. Das bedeutet, dass Du für die deutschsprachigen Leserinnen und Leser immer das Taschenbuch anbieten solltest.

Jetzt stellt sich die Frage, solltest Du auch das E-Book anbieten? Ich sage ganz klar, ja. Es ist durchaus leichter und geht häufig schneller hochzuladen und zu veröffentlichen, als ein Buch.

Bei einem E-Book brauchst Du nur ein einfaches Cover. Also ein Bild und der dazugehörige Text. Und dann hat es sich. Bei einem Buch hingegen brauchst Du noch den Buchrücken und die Rückseite. Natürlich bedeutet das auch, dass Du alles so formatieren und herstellen lassen musst, damit alles passt. Es wäre tragisch, wenn das Cover zu klein für Dein Buch ist und es am Ende Probleme beim Drucken gibt.

Da aber die meisten Leserinnen und Leser gerne entscheiden möchten, solltest Du letztendlich Dir durchaus angewöhnen, beide Medien anzubieten. Am Ende wirst Du sicherlich sehen, was besser ankommt und Dich darauf konzentrieren können, was als Erstes kommen soll und was danach.

Die Preisproblematik

Sicherlich ist Dir schon aufgefallen, dass die meisten E-Books von Verlagen um den 1 Euro günstiger sind (bei den größeren). Die kleineren Verlage gehen sogar noch weiter mit dem Preis runter. Ich habe schon Preisunterschieden zwischen Buch und E-Book bis zu 50 Prozent gesehen.

Der Grund kann wohl an folgende Problematik liegen:

Vor Jahren habe ich eine Erklärung zum Kaffee in Burn Notice gesehen, die mich überrascht hat. Zumindest kann diese Kaffee-Erklärung in Amerika wohl Anwendung finden. Und zwar gibt es ja Kaffe mit und ohne Koffein. Normalerweise ist Koffein ein natürlicher Bestandteil beim Kaffee. Wenn man diesen entfernt, dann muss man dafür mehr Aufwand betreiben. Und dadurch sollte der Kaffee eigentlich teurer sein.

Da aber der Kaffee weniger hat, also eben kein Koffein, erleiden wir irgendwo einen Verlust. Und aus diesem Grund weigern sich die meisten Leute, mehr für entkoffeinierten Kaffee zu bezahlen. Da ist ja weniger drin.

Das gleiche Problem sehe ich auch bei den E-Books. Da fehlt ja das Medium Buch, wenn Du ein E-Book kaufst. Und aus diesem Grund weigern sich viele für ein E-Book das gleiche zu bezahlen, wie für ein normales Buch.

Zumal viele sich sagen, dass man dafür kein Papier braucht, keine Druckerei, keine Logistik, keine Lagerkosten und so weiter. Hier benötigt man nur einen Server, er muss einmal formatiert werden und dann noch ein funktionierendes Onlineshopsystem. Und dann kann man dieses Buch einige Millionen Male herunterladen. Das völlig ohne Verlust des Mediums.

Versuch mal ein normales Buch eine Million Mal zu verkaufen (ich schreibe hier das gleiche Buch, nicht eine Auflage). Das ist absolut nicht möglich.

Daher solltest Du Dir überlegen, Dein E-Book mindestens einen Euro günstiger zu verkaufen. Den gleichen Preis wie ein Buch oder gar mehr zu verlange, ich halte das für keine gute Idee. Außer Dir ist der E-Book-Markt egal und willst, dass Deine Leserinnen und Leser nur die Taschenbücher kaufen.

Abschlussgedanken

Wer Bücher veröffentlicht, sollte durchaus immer beide Medien im Blick haben. Mit E-Books kannst Du auch Experimente wagen. Denn es geht um einiges schneller mit dem veröffentlichen und Du kannst damit weniger Verlust machen.

Auf alle Fälle kann ich Dir nur empfehlen, mit beiden Medien zu arbeiten. Damit machst Du Deine Leserinnen und Leser auf alle Fälle glücklich. Und das ist es, was wir Autorinnen und Autoren letztendlich wollen. Oder?

Deine Bibliothek

Wenn Du einen E-Book Reader hast, macht die folgende Aufgabe Sinn. Überprüf einfach Deine Bibliothek und schau nach, von welchen Büchern Du mehr hast. Und welche Bücher kaufst Du eher als E-Book und welche als normale Taschenbücher? Was sagt das über Dich aus? Überleg das mit Dir selbst.

Dein Veröffentlichungsplan

Wie würdest bzw. wie veröffentlichst Du Deine Bücher? Veröffentlichst Du nur mit dem Medium E-Book? Oder auch als Buch? Welches Medium lohnt sich mehr? Und mit welchem Zeitabstand veröffentlichst Du? Es geht einfach um eine Analyse und wie Du Deine zukünftige Veröffentlichungsweise planen könntest.
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Veröffentlicht unter Einstellung, Veröffentlichung | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Sei mutig, träume in den Tag hinein

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Tagträume galten früher als nette Randerscheinung oder gar als gefährliche Realitätsflucht. Dabei können Tagträume durchaus nützlich sein. Dazu müssen wir uns nur gestatten, sie zuzulassen und keine Angst davor zu haben.

Kurze Vorgedanken

Tagträume werden auch als persönliches Paralleluniversum bezeichnet (mir gefällt gerade dieser Begriff, sehr inspirierend). Das bedeutet, man sieht sich selbst, wenn wir einige Dinge anders getan oder anders entschieden hätten.

Das bedeutet aber auch, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Zukunft entsprechend neu zu gestalten. Oder extrem kreativ zu werden. Zuerst möchte ich darauf eingehen, warum es in unserer Gesellschaft nicht gern gesehen wird, wenn wir Tagträumen (aus meiner Sicht) bzw. warum wir uns nicht immer trauen dem nachzukommen. Dann möchte ich darüber schreiben, warum es doch nützlich sein kann, sich damit auseinanderzusetzen.

Warum Tagträumen „gefährlich“ sein kann

Wer in den Tag hinein träumt, ist nicht produktiv. Man sitzt da, guckt Löcher in die Luft und arbeitet nicht, macht nichts aus dem Tag oder aus dem Leben. Und daher trauen sich schon einige gar nicht mehr, einfach nur dazusitzen und zu träumen.

Zwischenzeitlich sind wir so dermaßen auf Produktivität getrimmt, dass einige noch nicht einmal meditieren können, ohne damit ein Ziel zu verfolgen. Man will entspannt sein, um danach effektiver zu arbeiten. Man macht Sport nicht aus Spaß, sondern verfolgt Ziele. Lesen? Aber bitte innerhalb kürzester Zeit.

Und so weiter und so weiter.

Sich also hinsetzen und mal nichts tun, das gleicht schon fast einer Revolution. Und muss natürlich gelernt werden. Denn zwischenzeitlich ist es so, dass wir in der Grundschule schon auf Erfolg getrimmt werden. Die Noten müssen stimmen, die Hausaufgaben sollen perfekt sein. Und das alles, für das richtige Leben (was auch immer das ist).

Da ist es leider nicht mehr verwunderlich, wenn wir irgendwann einmal verlernt haben, was faul sein wirklich bedeutet. Und wenn wir es wagen in den Tag hineinzuträumen, dann nicht, um das Gehirn abzuschalten, dann nicht, um sich zu entspannen. Selbst das muss eine höhere Funktion haben.

Das ist auch der Grund, warum ich es als gefährlich bezeichne, wenn man in den Tag hineinträumt. Gefährlich für sich selbst und diesem Denken, dass man immer und zu jeder Zeit effektiv sein muss. Zumindest vom Gefühl her.

Der Nutzen vom Tagtraum

Gut, wenn ich schon in der Überschrift von Nutzen schreibe, es aber eigentlich gar kein Nutzen haben soll, weil es ja wieder produktiv ist, finde ich selbst einen gewissen Widerspruch. Aber ich belasse es trotzdem dabei.

Tagträume führen uns in ein Paralleluniversum. Das bedeutet, sie können uns zeigen, was wäre, wenn wir etwas machen, was wir uns sonst nicht trauen. Stellst Du Dir vor, ein Buch zu veröffentlichen? Und das in einem großen Verlag? Warum nicht. Träum davon und arbeite darauf zu. Nur so kannst Du Dir vorstellen, was möglich sein kann.

Es ist auch völlig in Ordnung, größenwahnsinnig zu werden. Eine Verfilmung mit Deinem Lieblingsstar? Warum nicht? Aus Träumen kann Realität werden. Und wer nicht träumt, kann nichts wagen.

Weiterhin entspannen Träume ungemein. Man wird ruhiger und sieht die Dinge gelegentlich nicht mehr ganz so ernst. Wichtig dabei ist natürlich, dass man den Blick für die Realität nicht verliert (ja, das ist mir ein oder zwei Mal schon passiert, ich gestehe).

Aber Tagträumen kann durchaus etwas Meditatives haben. Ich bin der Meinung sogar einen Beitrag gelesen zu haben, wo Tagträumen zumindest ähnliche Gehirnwellen hervorruft, wie meditieren. Daher kann es Dir durchaus gut tun, wenn Du zumindest zehn Minuten am Tag ein wenig vor Dich hinträumst.

Und natürlich kannst Du es auch für Deine nächste Geschichte verwenden. Werd in Deinem nächsten Tagtraum die Heldin oder der Held Deines Romans und erleb die Geschichte durch diese Augen. Was kann es Besseres zum Planen oder plotten als das geben?

Du träumst Dich in Deine Welt hinein und erlebst die Abenteuer, welche Du am Ende in Deinem Roman verwenden kannst. So steigerst Du Deine Kreativität (schon wieder sind wir produktiv, entschuldige bitte) und kannst sogar Dinge erwähnen, an die Du vorher vielleicht gar nicht gedacht hast.

Alles in allen sind Tagträume eine wundervolle Sache. Daher kann ich nur empfehlen, dass Du Dich täglich zehn Minuten (für den Anfang) dem Ganzen hingibst.

Abschlussgedanken

Es ist nicht immer gut, andauernd produktiv sein zu wollen. Aus diesem Grund lade ich Dich ein, nachdem Du diesen Beitrag gelesen hast, einfach aus dem Fenster zu schauen und in Dein persönliches Paralleluniversum zu wandern.

Und hei, wenn jemand fragt, was Du machst und Du nicht die Wahrheit sagen willst, Du kannst immer noch sagen, dass Du arbeitest. Wer kreativ ist, hat viele Möglichkeiten zu arbeiten.

Träum einfach vor dich hin

Heute möchte ich Dir keine Aufgabenliste aufgeben. Daher nur meine Empfehlung. Träum gleich einfach vor Dich hin. Schau aus dem Fenster, starr die Wand an, was auch immer Du möchtest, mach es einfach. Und träume einfach ein wenig.

Und wenn es Dir gefällt, kannst Du das von nun an auch täglich machen.

 

Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Merken

Veröffentlicht unter Kreativität | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

[KG-Challenge #38] Paranormal – Der Geist IN mir

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das Thema Geister hatten wir schon einmal. Aber ich würde das gerne noch einmal von einer anderen Seite beleuchten.

Kurze Vorgedanken

Was genau Geister sind und was sie können, ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. In der einen Geschichte sind sie einfach nur da und werden eventuell nur von einer Person gesehen oder gehört. In der anderen sind sie Poltergeister und in der Lage Menschen ernsthaft zu verletzen oder zu töten.

In einigen Geschichten sind Geister in der Lage den Körper der Menschen zu übernehmen. Und darum dreht sich die heutige Geschichte.

Die Kurzgeschichte – Deine Eckdaten

Deine Heldin oder Dein Held lebt ein ganz normales Leben und ist zudem noch sehr introvertiert und schüchtern. Dann wird sie oder er von einem Geist übernommen und die Charakterzüge ändern sich dadurch drastisch.

Mein Vorschlag ist, dass Dein Geist das andere Geschlecht zu Deiner Heldin bzw. Deinem Helden hat. Hier könnte auch die Liebesgeschichte aus der früheren Kurzgeschichteninspiration ein wenig Niederschlag finden.

Dein Geist ist ein Mordopfer und will die Täterinnen bzw. die Täter natürlich stellen. Dabei hält sie oder er sich nicht mehr an die Regeln der Menschen, sondern will nur noch Rache haben. Und dazu missbraucht Dein Geist den menschlichen Körper Deiner Heldin bzw. Deines Helden.

Auch wenn Deine Heldin oder Dein Held nicht mehr über den Körper bestimmt, so kann sie oder er immer noch mit dem Geist arbeiten. Und hier kommt Deine Geschichte entsprechend zum Tragen. Je nachdem, wie Du sie schreibst.

Dafür würde ich 15.000 Zeichen inklusive Leerzeichen vorschlagen.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Merken

Merken

Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Veröffentlicht unter Kurzgeschichten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Von Overwritern und Underwritern

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vor einigen Tagen habe ich einen sehr interessanten Beitrag bei Offen Schreiben entdeckt. Es ging dabei um die sogenannten Overwriter und Underwriter. Den Text fand ich sehr interessant und nach und nach kamen mir eigene Gedanken dazu. Und darum dreht sich der heutige Beitrag.

Kurze Vorgedanken

Den Beitrag teile ich in die Punkte Overwriter, Underwriter, was ich bin und was man voneinander lernen kann. In Detail gehe ich dann darauf ein, was diese beiden Schreibgruppen überhaupt sind, ihre Vor- und dann auch auf ihre Nachteile.

Zwar kannte ich die Begriffe selbst vorher nicht. Aber die Beschreibungen hingegen kamen mir sehr vertraut vor. Zum einen von einigen Gesprächen mit anderen Autorinnen und Autoren, aber auch von mir selbst.

Overwriter

Overwriter sind Autorinnen und Autoren, die sehr ausführlich schreiben. Und das schon in der ersten Version ihres Manuskripts. Vielleicht kennst Du ja diese Texte, die scheinbar nur aus Beschreibungen bestehen. Aus einem einfachen Satz, sagen wir mal „Sylvie läuft nach Hause“, wird eine Kaskade an Beschreibungen losgelassen.

Dann lesen wir von der Umgebung, von der emotionalen Lage von unserer Sylvie, wie ist die Wetterlage, warum ist Sylvie auf den Weg nach Hause, woher kommt sie und warum ist sie überhaupt dort, wo sie gerade ist und wenn Du glaubst, dass die Autorin oder der Autor fertig ist, dann legen sie erst recht los.

Overwriter haben vielleicht das Gefühl, dass sie alles bis ins letzte Detail erklären müssen, damit die Leserinnen und Leser alles verstehen, was die Overwriter mitteilen möchten. Dadurch kann es natürlich auch passieren, dass sie es ein wenig übertreiben.

Solange das alles in der ersten Version der Geschichte bleibt, ist das nicht unbedingt schlimm.

Es gibt aber auch Bücher, die leider nicht ordentlich gekürzt veröffentlicht werden. Nachdem die Heldin und ihre blühende Schönheit und der Held mit seinen Muskeln, die so groß wie Berge sind, eingeführt werden, geht es nicht immer mit der Geschichte weiter. Die Overwriter neigen manchmal dazu, sicherzugehen zu wollen. Das bedeutet, dass sie noch einmal erwähnen, wie schön und wie muskulös die Charaktere sind.

Gut, das muss natürlich nicht unbedingt eine Schwäche des Overwriters sein. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass es bei diesen Texten passiert, ist um einiges größer. Denn sie neigen dazu, sehr viel zu schreiben.

Der Vorteil für die Overwriters

Die Overwriters haben aber einen Vorteil. Wenn sie sich in der zweiten Fassung zusammenreißen und kürzen können, dann haben sie schon eine gute Grundlage für die Endfassung. Die meisten Schreibratgeber sind zudem für die Overwriter ausgerichtet. Das bedeutet, dass Du in den Büchern fürs Selbstlektorat lernen kannst, wie Du Deine Texte kürzen kannst, wenn Du zu dieser Gruppe gehörst.

Daher ist es durchaus eine gute Idee, wenn Du Dir diese Bücher gönnst, kannst Du lernen, wie Du mit Deinen Texten umgehen kannst.

Vielleicht kennst Du ja den Spruch „Kill Your Darlings“. Das ist bzw. sollte Dein Leitspruch sein, wenn Du zu den Overwritern gehörst. Vielleicht bastelst Du Dir ein schönes Bild, druckst es aus und klebst dieses an Deinem Monitor.

Der Nachteil der Overwriter

Ein sehr großer Nachteil kann sein, dass Du für die erste Fassung Deines Romans länger brauchst. Denn es ist für viele wichtig, sich auf einzelne Formulierungen zu konzentrieren, als die Geschichte zu Ende zu schreiben.

Dadurch kann es sein, dass aus einem Text, der, sagen wir Mal, 300 Seiten lang sein sollte, am Ende vielleicht 400 oder mehr Seiten lang wird. Und natürlich müssen dann die notwendigen Formulierungen gekürzt werden, wenn sie nicht zur Geschichte passen.

Und ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber es fällt vielen doch schwer, ihre Darlings wirklich zu löschen. Das bedeutet, dass das Lektorat eine Menge zu tun hat oder ein Text mit sehr vielen Beschreibungen veröffentlicht werden könnte.

Underwriter

Das genaue Gegenteil von Overwriter sind die Underwriter. Das bedeutet, dass wir es hier mit Autorinnen und Autoren zu tun haben, die das Minimalste schreiben. Bei unserem Satz von oben, schreiben die Underwriter „Sylvie geht nach Hause“. Mehr nicht.

Wenn dann noch etwas Wichtiges zu erwähnen ist, dann erwähnen sie es in einem weiteren Satz. Und dann geht es weiter, mit dem Text. Kurz und knapp eben.

So kann es passieren, dass aus unserem 300 Seiten Text gerade Mal 100 Seiten lang wird. Dadurch stehen einige Underwriter unter dem Druck, wie sie aus diesem Text was halbwegs Gutes hinkriegen. Immerhin müssten sie nicht nur ihren Text überarbeiten, sondern es müssen noch gut und gerne 200 Seiten dazu geschrieben werden.

Hier mein Ratschlag an die Underwriter. Akzeptier erst einmal, wenn Du zu wenig schreibst. Was auch immer darunter zu verstehen ist. Immerhin schaffst Du es auf diese Weise, einen Text fertig zu schreiben.

Die Vorteile der Underwriter

Wie gerade schon erwähnt, die Underwriter können durchaus schneller einen fertigen Text fertig haben. Sie müssen sich nicht um Formulierungen Gedanken machen, weil sie sich einfach auf den Text selbst konzentrieren.

Sie schreiben einfach den Text und damit hat es sich erst einmal. Und wenn sie fertig sind, dann ist es in Ordnung. Erst einmal.

Der Nachteil der Underwriter

Wenn der Text fertig ist, dann ist noch eine Menge zu tun. Und manche wissen nicht, wie sie aus dem Text etwas Volles und Rundes machen können. Wie sollen sie also Beschreibungen hinzufügen, damit es zu einem Text wird, der am Ende veröffentlicht werden kann?

Und nur vereinzelt gibt es Tipps für die Underwriter, wie sie aus ihren Texten etwas machen können. Scheinbar sind die meisten Autorinnen und Autoren eher Overwriter. Und dementsprechend konzentrieren sie sich auf diese Gruppe.

In diesem Fall gibt es keine Ratschläge wie „Kill Your Darlings“. Zumindest fällt mir nichts in dieser Hinsicht ein.

Was bin ich?

Sicherlich kannst Du Dich in einen der beiden Beschreibungen wiederfinden. Ich selbst gehöre zu beiden Gruppen. Zwar bin ich mehr eine Overwriterin, aber sehr häufig neige ich dazu den Text zu tippen, damit ich ihn erst einmal habe. Ganz klar für mich, auch eine Underwriterin. Also ein Mischling.

Damit habe ich Textstellen, die sehr viel und sehr füllig sind. Und andere Textstellen sind dagegen sehr minimalistisch. Sehr häufig weiß ich, welche Textstellen ich schon überarbeiten bzw. löschen kann, während ich diese schreibe. Jedoch überlasse ich das der zweiten Überarbeitung. Mir ist es halt wichtig, dass ich einen fertigen Text habe, mit dem ich dann am Ende arbeiten kann.

Voneinander lernen

In diesem Fall ist es nicht so, dass Overwriter und Underwriter gegeneinander arbeiten. Denn jede Autorin und jeder Autor schreibt für sich. Und wenn sie in dem ersten Text zu viel oder zu wenig schreiben, dann ist es ihnen überlassen. Hier entstehen keine Konkurrenz und keine Probleme.

Das bedeutet aber nicht, dass man nicht voneinander lernen kann. In der ersten Fassung können sich die Overwriter durchaus an die Underwriter orientieren. Das bedeutet, dass sie in der ersten Fassung nur das Notwendige schreiben.

Die besten Formulierungen kommen selten in der ersten Fassung, sondern erst, wenn der Text fertig ist. Dann weiß man, wohin die Reise geht und welche Formulierungen man verwenden möchte und passen. Natürlich ist es in Ordnung, wenn Du als Overwriter die eine oder andere Stelle stärker ausarbeitest. Aber das wäre besser, wenn das nur in Ausnahmefällen passiert.

Die Underwriter können durchaus in der ersten Fassung dabei bleiben, wie sie bisher gearbeitet haben. Warum sollten sie es anders machen? Die zweite Fassung ist was anderes. Da können beide voneinander lernen.

Die Overwriter können sich ein wenig minimalistisch verhalten. Und die Underwriter können mehr Texte einarbeiten.

Warum nicht von den Schreibratgebern lernen? In einigen wird gezeigt, wie aus einem sehr überfrachteten Text am Ende ein schöner wird. Eben, nachdem die Darlings getötet wurden.

Underwriter können sich nicht an den Ausgangstext orientieren. Das stimmt. Aber sie können sich am Ergebnis hingegen ohne Weiteres orientieren und danach arbeiten. Wenn das Ergebnis für die für die Overwriter in Ordnung ist, warum sollen sie nicht für die Underwriter funktionieren?

Ich sehe keinen Grund. Und bevor Du verzweifelst und nicht weißt, wie Du mehr Pfiff in Deine Texte zaubern kannst, kannst Du es gerne mal ausprobieren. Und sicherlich werden einige ihren Nutzen daraus ziehen.

Abschlussgedanken

Natürlich habe ich bei den Beschreibungen an einigen Stellen etwas übertrieben. Aber ich denke, Du verstehst, worauf ich hinaus will. Mich würde schon interessieren, zu welcher Gruppe Du gehörst.

Ansonsten werde ich zukünftig versuchen Tipps und Tricks für die Bearbeitung der Texte zu suchen und zu erarbeiten. Eben nicht nur für die Overwriter, sondern auch für die Underwriter.

Kein Kopf machen

Erst einmal ist es ganz wichtig, mach Dir kein Kopf. Egal ob Du zu den Overwritern oder zu den Underwritern gehörst, wichtig ist, dass Du schreibst. Egal wie und egal was am Ende dabei herauskommt.

Daher ist immer das Wichtigste, schreib Deine Geschichte.

Für die OverwriterInnen

Versuch von den UnderwriterInnen zu lernen und schreib erst einmal das Notwendigste. In der zweiten Fassung kannst Du immer noch die Textstellen aufwerten. Aber ohne ein fertiges Manuskript hast Du nichts, was Du überarbeiten kannst. Versuch Dich also etwas kürzer zu halten.

Für die UnderwriterInnen

Wenn Du in der ersten Fassung Deines Manuskripts zu wenig schreibst, ist das erst einmal in Ordnung. Es geht dann um die zweite Fassung. Lern von den OverwriterInnen. Schnapp Dir die Lektoratsbücher, schau Dir die fertigen Ergebnisse an, wenn sie diese liefern, und überleg, wie Du damit arbeiten kannst.
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Merken

Merken

Veröffentlicht unter Grundlagen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | 14 Kommentare

Die Chancen des Selfpublishing

Hei, hallo und herzlich willkommen,

gerade in den letzten Wochen hatte ich doch den einen oder anderen Beitrag geschrieben, der sich mit der Rolle der Charaktere in den Geschichten beschäftigt. Und auch wenn es öfters erwähnt wurde, gestern Abend viel irgendwie der Groschen für den heutigen Beitrag.

Kurze Vorgedanken

Zuerst möchte ich auf den Unterschied in der Veröffentlichungsweise bei Verlagen und im Selfpublishing eingehen. Wobei ich hier eher grob bleiben werde. Danach, welche Chancen sich dadurch fürs Selfpublishing ergeben. Und dann natürlich möchte ich darauf eingehen, welche Chancen das Selfpublishing bei bestimmten Themen haben kann.

Der kleine Unterschied

Die Veröffentlichungsweise

Verlage haben einen Verlagsprogramm, wonach sie sich richten. Das bedeutet, wenn Du ein Buch heute bei Deinem Wunschverlag einreichst und es sogar angenommen wird, wird es nicht sofort veröffentlicht. Verlage sagen ganz klar, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis sie Deinen Roman in ihrem Programm unterbringen können.

Wenn Du über ein Thema geschrieben hast, dass gerade superaktuell ist, dann kann es sein, dass es schneller geht. Ansonsten heißt es wirklich Geduld haben und weiter schreiben. In diesem Fall kannst Du nichts erzwingen.

Beim Selfpublishing sieht dies komplett anders aus. Wenn Du das Gefühl hast, dass Deine Geschichte fertig ist, dann kannst Du es veröffentlichen. Du musst Dich lediglich an Dein eigenes Programm halten, wenn Du eines erstellt hast.

Das bedeutet für Dich, dass Du jederzeit über ein Thema schreiben kannst, es dann überarbeitest, lektorieren lässt, ein Cover raufpackst und los geht es.

Deine Themenwahl

Dazu werde ich mich gleich noch ausführlich äußern, hier nur eine kurze Anmerkung. Aber wenn Du kein Verlag im Nacken hast, musst Du Dir keine Gedanken über das Genre machen. Nun gut, wegen der Einordnung in den Shops zumindest weniger.

Du bekommst keine Absagen für Deinen Roman, weil es nicht zum Verlag passt. Denn die meisten Verlage veröffentlichen nur bestimmte Genres, damit sie sich eindeutig positionieren können. Das macht durchaus Sinn, kann aber frustrierend sein, wenn Du ein wenig experimentiert hast.

Für viele Verlage gilt, können sie es nicht eindeutig zu einem Genre zuordnen, wird es schwierig mit dem Buchhandel. Denn wie sollen sie einen Science-Fiction-Krimi wirklich einordnen? Das ist schwierig. Und daher kann ich schon verstehen, dass sich einige Verlage gegen Experimente sträuben.

Dadurch ist es aber natürlich auch schwierig, neue Ideen oder Geschichten zu präsentieren. Denn letztendlich kann es passieren, dass ein gewisser Einheitsbrei veröffentlicht wird. Hauptsache es passt zum Programm und Hauptsache, wir können es irgendwo im Buchhandel einsortieren lassen.

Mit einem Genremix oder Themen, die jenseits von dem sind, die man allgemein kennt, wagst Du Dich in absolutes Neuland. Das kann natürlich absolut in die Hose gehen. Aber es kann auch passieren, dass Du damit eine einzigartige Positionierung für Dich findest.

Die Möglichkeiten fürs Selfpublishing

Durch die schnellere Veröffentlichungsweise (zumindest die Möglichkeit, dass Du diese hast) und der Tatsache, dass Du nur Dir und Deinen Leserinnen bzw. Leser gerecht werden kannst/möchtest/solltest (wenn überhaupt), hast Du sehr viele Freiheiten.

Du kannst entscheiden, wann und was Du veröffentlichst. Und das gilt letztendlich auf für die Themen. Wenn gerade ein bestimmtes Thema total beliebt ist, kannst Du sofort darauf reagieren (theoretisch kann man Bücher in zwei bis drei Monate schreiben und veröffentlichen).

Das bedeutet, dass Du schneller reagieren kannst, sobald Du eine interessante Idee hast. Denn häufig kann es passieren, dass innerhalb kurzer Zeit ein neues Genre, eine neue Idee, ein neuer Hype entsteht. Und wenn Du dazu selbst was schreiben möchtest, kannst Du jederzeit aufspringen. Wobei das nicht bedeutet, dass Du es machen musst.

Aber Du hast bei der Veröffentlichung und bei der Themenwahl absolut freie Wahl. Niemand kann Dir reinreden, außer Du lässt es zu.

Die Möglichkeiten bei der Themenwahl

Um endlich zu dem eigentlichen Thema dieses Beitrages zu kommen.

Öfters hatte ich hier auf dem Blog Diskussionen gehabt, zum Thema Klischeecharakter, Sexismus und Charaktere bzw. Beziehungsstrukturen, die falsch oder gar nicht dargestellt werden. Warum das gemacht wird? Ich vermute, dass es zwei Gründe gibt.

Der erste Grund ist einfach, dass man sich selbst hinterfragen muss. Was für Gedankengänge habe ich? Wie sehe ich die Welt? Und ist das, was ich denke, fühle, glaube und meine wirklich korrekt? Dazu gehört sehr viel Selbstkritik. Und ich denke, dass manche das nicht wollen, vielleicht auch nicht können.

Ein zweiter Grund könnte der sein, dass es einfach ist. Wenn ich einen männlichen Charakter erschaffe, kann ich mich anhand einer Liste bei bestimmten Verhaltensweisen und Eigenschaften bedienen (wenn ich es so einfach beschreiben kann). Mich jetzt hinzusetzen und aus dem männlichen Charakter wirklich was absolut Einzigartiges zu machen, das kostet Arbeit.

Wobei das nicht nur für Autorinnen und Autoren gehört, sondern auch für Verlage. Denn sich hinzusetzen und etwas Neues zu wagen, dazu gehört auch Mut. Das wäre dann ein dritter Grund.

Es ist halt leichter seichte Romancebücher zu schreiben, womit man garantiert Leserinnen gewinnt, anstatt über einen Transgendercharakter. Damit könnte man den Leuten durchaus vor dem Kopf stoßen und sie sagen sich, schön für die Autorin oder dem Autor, ich lese es trotzdem nicht. Und leider kann es auch passieren, dass man bei manchen Themen angefeindet wird. Das Leben ist leider nicht fair.

Trotzdem liegt hier die Stärke. Du kannst über Themen schreiben, an die sich sonst niemand heranwagt. Und damit aus dem Klischeewahn und Sexismusbücherwald hervortreten.

Denn ich erlebe es immer mehr und mehr, dass bestimmte Typen von Geschichten einfach nicht mehr gemocht werden. Zwar versuchen uns Verlage, Filmindustrie und wer auch immer weiß zu machen, dass es nicht so ist. Aber letztendlich entscheiden immer noch die Konsumentinnen und Konsumenten.

Haben sie aber keine Auswahl, wird es durchaus schwierig. Daher greifen immer wieder die Leute zu englischsprachigen Büchern, weil dort die Auswahl und der Mut in einigen Bereichen größer ist.

Schau Dir einfach mal diese Liste an. Dort findest Du auf 29 Internetseiten populäre Transgender Bücher. Zwar ist Goodreads eine englischsprachige Seite. Aber wenn ich mir jetzt die Mühe machen würde, um herauszufinden, welche Bücher davon auf Deutsch erschienen sind, ich denke, das Ergebnis wäre ernüchternd.

Dort sind gut 1.400 Bücher zu finden. Wenn nur zehn Prozent davon übersetzt wären (also vierzehn Bücher), ich behaupte, dass das viel wäre. Und das betrifft auch sehr viele andere Themen, die Dich oder andere Leserinnen und Leser interessieren könnten.

Abschlussgedanken

Auch wenn es sich vielleicht liest, es ist keine Werbung für Selfpublishing, sondern es ist eine Möglichkeit. Und die sollte man durchaus ergreifen. Heutzutage ist es möglich, auch als Hybridautorin bzw. Hybridautor zu arbeiten. Das bedeutet, Du kannst sowohl in Verlage Deine Geschichten veröffentlichen, als auch im Selfpublishing.

Daher kann ich Dir nur vorschlagen, überleg es Dir, wenn Du es nicht bereits für Dich entdeckt hast.

Dein Wunschthema

Worüber würdest Du wirklich gerne Mal schreiben, hast Dich aber bisher immer gescheut? Notiere Dir einfach alles, was dazugehört. Du musst nicht darüber schreiben, aber vielleicht kitzelt es Dich doch und beginnst mit etwas, was völlig anderes ist.

Eine Kurzgeschichte

Vielleicht möchtest Du über etwas völlig Neues eine Kurzgeschichte schreiben. Fernab der bisherigen Geschichten, die man bisher liest. Eine Kurzgeschichte benötigt weniger Zeit und Energie, als ein ganzer Roman. Und Du kannst für Dich entdecken, ob es der richtige Weg ist.
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Merken

Merken

Veröffentlicht unter Veröffentlichung | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 4 Kommentare

[KG-Challenge #37] Paranormal – Der Transgender Alpha

Hei, hallo und herzlich willkommen,

da viele (ich zugegebenermaßen auch) das Genre Paranormal automatisch mit Paranormal Romance verbinden, möchte ich an dieser Stelle ordentlich die Regeln umstellen. Mehr oder weniger.

Kurze Vorgedanken

Die Idee für die heutige Kurzgeschichteninspiration habe ich von Sascha erhalten. Denn in der Diskussion zu dem Beitrag „Beziehungsstatus: Es ist kompliziert“ ging es nicht nur um die verschiedenen Beziehungsmöglichkeiten, sondern irgendwann auch um den Status des Geschlechts. Dazu verlinkte er die wirklich wunderbare Comicseite „Assigned Male„.

So gut wie alle Paranormal Romance Romane handeln von einem heterosexuellen Paar. Gelegentlich mischt sich auch noch ein schwules Paar dazu und sehr selten ein lesbisches Paar. Das war es aber auch schon.

Daher schlage ich für heute ein kleines Experiment vor.

Die Kurzgeschichte – Deine Eckdaten

Erschaffe ein Alpha, der unter besonderen Druck steht. Er muss seinen Rudel verteidigen. Gegen welche Gefahr, das entscheidest Du selbst. Nur muss sie so groß sein, dass sein Rudel das Gefühl hat, nur mit einem wirklichen Kerl als Alphamännchen der Gefahr gewachsen zu sein.

Jedoch ist Dein Alpha ein Transgender. Das bedeutet, er ist zwar als Mann geboren, fühlt er sich eigentlich als Frau. Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Transgender ausmacht, den Wikibeitrag habe ich bereits verlinkt. Oder diese Seite könnte Dir weiterhelfen.

Zeig in Deiner Geschichte, dass Dein Alpha seine weibliche Seite ausleben möchte. Und das auch die Gegner seines Rudels dieses Geheimnis lüften. Steht danach das Rudel zu ihrem Rudelführer bzw. zu ihrer Rudelführerin oder wie geht es weiter?

Tu mir bitte noch ein Gefallen, behandele Dein Alpha mit Respekt. Denn häufig werden solche Charakteren Opfer von Spott (mehr dazu dann in Oktober). Und das wäre eindeutig nicht schön und definitiv verschenktes Potenzial.

Da es nicht gerade ein leichtes Thema ist, schlage ich hierfür 35.000 Zeichen inklusive Leerzeichen vor.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Veröffentlicht unter Kurzgeschichten | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert

Hei, hallo und herzlich willkommen,

im heutigen Beitrag möchte ich Dir ein paar Inspirationen geben, welchen Beziehungsstatus Dein Charakter überhaupt haben kann. Wenn Du jetzt sagst, ist doch klar, es gibt ja eigentlich nur die einfache Doppelbeziehung, dann möchte ich Dich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Kurze Vorgedanken

Per se kannst Du jede Figur in Deiner Geschichte in eine Beziehung stecken. Dabei ist das Genre schon fast egal. Dass es dann gelegentlich albern wirken kann, darüber möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren.

Zuerst möchte ich auf die Doppelbeziehungen eingehen, dann auf die Vielehen und zuletzt auf sonstige Konstellationen, die es geben könnte. Einige der Bezeichnungen stammen jetzt von mir und spiegeln nicht unbedingt die korrekte Beziehungsform dar. Aber ich denke, wenn Du die Beschreibungen liest, wirst Du verstehen, worauf ich hinaus möchte.

Die Doppelbeziehung

Bei einer Doppelbeziehung geht die Person lediglich mit einer anderen Person eine Partnerschaft ein. Es kann sein, dass sie von vornherein kurzfristig ist (von One-Night-Stand bis zu einer kurzen Beziehung oder Ehe) oder auf Dauer ausgelegt ist (langjährige Ehe bzw. Beziehung).

Dazu zähle ich folgende Möglichkeiten:

Heterosexuelle Beziehungen

Die wohl häufigste Beziehungsform, die man erleben kann. Eine Frau und ein Mann treten in Kontakt und bilden am Ende ein Paar. Dabei gehe ich natürlich davon aus, dass nicht jemand fremd geht.

In den meisten Geschichten kommen heterosexuelle Beziehungsformen vor. Und im absolut großen Maße natürlich in den Liebesromanen. Aufgrund der Häufigkeit, mit der uns dieser Beziehungsstatus gezeigt wird, hat man das Gefühl, das sei auch die normalste Form.

Aus diesem Grund halte ich mich hier kurz. Denn es dürfte klar sein, was sich dahinter verbirgt und wie es aufgebaut ist.

Homosexuelle Beziehungen

Eine andere Form der Doppelbeziehung ist, wenn zwei Frauen (Lesben) oder zwei Männer (Schwule) eine Beziehung führen. In der Realität werden sie immer noch diskriminiert (auch wenn ich persönlich nicht verstehen kann bzw. mag, warum). Doch in einigen Teilen der Literatur sind sie durchaus akzeptiert.

Wobei in der Literatur die schwule Beziehung eher Anerkennung findet. Zumindest habe ich das Gefühl, das dem so ist. Denn wie sollte ich es mir sonst erklären, dass um die Schwulenliteratur mehr Verlage gegründet werden, als um Lesbenliteratur?

Eine spontane Recherche hat ergeben, dass auf der ersten Seite einer bestimmten Suchmaschine sieben Verlage für schwule Literatur gibt. Aber nur einen mit lesbisch-schwuler Literatur (es findet also keine Trennung statt). Und das war eben nur der Anfang.

Immerhin behaupten einige, dass es Lesben noch nicht einmal gibt (und leider durfte ich diese Aussage sogar mal selbst in einem Chat lesen).

Ansonsten denke ich, dass auch hier klar ist, was ich damit sagen möchte.

Bisexuelle Beziehungen

Bisexuelle Menschen können in Beziehung sowohl mit dem eigenen Geschlecht als auch mit dem anderen gehen. Jedoch entscheiden sie sich meistens für einen Geschlechtspartner, wenn sie eine dauerhafte Beziehung eingehen (siehe weiter unten, wenn es nicht so ist).

Bewusst habe ich selbst noch nie eine Geschichte mit einem bisexuellen Charakter gelesen. Aber ich habe von einigen gehört, bzw. den dazugehörigen Klappentext gelesen. Zumeist betrifft es dann Frauen, die man nicht eindeutig lesbisch darstellen möchten. Gerade die Beschreibung einer Geschichte blieb mir im Kopf hängen. Alle Männer waren, mehr oder weniger, schwul. Und sie war eben bisexuell. Da habe ich mich schon gefragt, warum sie denn nicht lesbisch werden durfte.

Die Besuchsehe

Das ist etwas, was bei den Mosuo gelebt wird. Das bedeutet, dass die Frau in ihrer Familie lebt und die Kinder vom Onkel groß gezogen wird (in vielen matriarchalischen Kulturen ist man der festen Überzeugung, dass der Onkel näher mit dem Kind verwandt ist, als der Vater, daher gibt es durchaus Kulturen, bei denen die Bezeichnung für Onkel und Vater die gleiche ist).

Bei der Besuchsehe kommen die Männer nachts zu der Frau und sind dann eben die Nacht bei ihr. Neben einer gemeinsamen Zeit haben sie natürlich auch Sex. Am nächsten Tag hat der Mann dann seine Sachen zu schnappen und zu seiner Familie zurückzukehren.

Vielehen

Eine kleine Anmerkung vorneweg. Zwar schreibe ich hier von Vielehe, aber letztendlich stimmt das so nicht. Denn es ist nicht zwangsläufig, dass diese Beziehungsform in eine Ehe enden muss. Und zum anderen, zumindest auf der Erde ist in den meisten Ländern die Vielehe illegal.

Polygamie

Damit bezeichne ich die Beziehung eines Mannes mit zwei oder mehr Frauen. Das ist jedoch keine Affäre, da sämtliche Frauen von dieser Beziehung wissen und ihr sogar einwilligen. Es kann sogar passieren, dass alle Frauen in einem Haus wohnen, aber zumindest in der Nähe.

Da ein Mann zwei oder mehr Frauen ohne Weiteres gleichzeitig schwängern kann, kann es in diesem Fall passieren, dass er Vater von einem Dutzend und mehr Kindern ist. Dadurch ist natürlich eine gewisse Überbevölkerung vorprogrammiert, wenn das jeder Mann machen würde.

In einem Liebesroman würde diese Konstellation eher weniger passen. Auch wenn Serien zu diesem Thema scheinbar sehr beliebt sind (da gibt es das eine oder andere Format). Aber welche Frau möchte sich schon vorstellen, dass sie ihren Mr. Right mit einer anderen Frau teilen müsste.

Dagegen kann diese Beziehungskonstellation in anderen Genres durchaus passen. Fantasy oder auch Science-Fiction würde sehr gut dazu passen.

Polyandrie

Diese Bezeichnung habe ich von Dr. Heide Göttner-Abendroth gelernt. Das bedeutet, dass eine Frau alle Söhne einer Mutter heiratet. Das ist noch heute in Tibet gängige Praxis und eher in matriarchalischen Kulturen zu finden.

In dieser Beziehungskonstellation ist es so, dass eine Frau mindestens zwei oder mehr Männer hat. Jedoch kann sie gleichzeitig halt nur einmal schwanger werden. Ein gutes Mittel also gegen die Überbevölkerung (und wohl eine der vielen Gründe, warum das früher in matriarchalischen Gesellschaften betrieben wurde).

Alle Ehemänner kümmern sich hier um die Frau und vor allem um das Kind oder die Kinder. Dadurch hat der Nachwuchs die größtmögliche Chance zu überleben und heranzuwachsen.

Bei der Beziehung können alle Ehemänner mit der Frau zusammenleben. Es kann aber auch sein, dass nur einer bei ihr wohnt und die Anderen arbeiten (und das meistens fernab von zu Hause). Sollten alle Ehemänner in der Nähe leben, dann kann der Ehemann anzeigen, dass er gerade bei der Frau ist, indem er zum Beispiel seine Mütze vor die Tür legt. Oder etwas in der Richtung.

In Liebesromanen könnte das vielleicht sogar noch wirken. Denn seien wir doch mal ehrlich (und ich schreibe das jetzt aus der Sicht einer Frau), wie viele Leute (insbesondere Männer) gibt es, denen Du zuschmachtest. Und wäre es nicht schön, wenn man mit zwei Männern, die man toll findet, in einer Beziehung sein könnte? Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass solch eine Konstellation durchaus in der romantischen Literatur funktionieren könnte.

Aber auch die Genres Fantasy oder Science-Fiction wären der richtige Platz für diese Beziehungskonstellation.

Polyamore

Ein eher neueres Genre, das aber immer mehr Liebehaberinnen und Liebhaber finden. Ich habe darunter jetzt gelernt, dass ein homosexuelles Paar noch eine dritte Person des gleichen Geschlechts dazu holt und sie eine Ehe zu dritt führen. Und alle lieben sich gegenseitig. Also ist das etwas anderes als eine Polygamie oder eine Polyandrie.

Vor etwa einem halben Jahr habe ich ein Zeitungsbericht gelesen, dass ein australisches schwules Paar sich sogar scheiden ließ, damit sie jemand Dritten in ihre Beziehung holen können. Als ist auch diese Beziehungsform nicht rein spekulativ, sondern wird von einigen gelebt.

Der Lesemarkt dazu ist durchaus im Wachsen und wird gerne gelesen. Doch meistens findest Du hier eher Romane mit schwulen Charakteren. Bisher habe ich noch keine lesbische Polyamore Geschichte gefunden. Wird vielleicht Zeit dafür.

Die Zweigvielehe

Das bezeichne ich jetzt so, weil ich hierfür keine bessere Bezeichnung finde. Diese Beziehungskonstellation habe ich das aus der Serie Stark Trek: Enterprise gelernt.

Und zwar hat eine Person (sagen wir ein Mann) eine Ehe mit zwei Frauen (als Beispiel). Also eine klassische Polygamie. Jedoch ist es möglich, dass beide Ehefrauen ebenfalls noch einmal heiraten. Also, kommt hier eine Polyandrie zu tragen. Und theoretisch könnten die Ehemänner der Ehefrauen noch einmal heiraten.

Ehrlich gesagt, ich wüsste nicht, wie man solch eine Beziehungskonstellation in einer Geschichte unterbringen kann. Denn wann würde es enden, dass die Partnerinnen der Partner, der Partnerinnen und so weiter, nicht mehr heiraten? Am Ende wäre ja ein ganzer Planet miteinander verheiratet (wenn man es wirklich durchzieht, wäre das gar nicht einmal so abwegig).

Ich selbst sehe es als eine nette Anekdote am Rand einer Geschichte. Gerade dann, wenn Du jemanden besonders exotisch erscheinen lassen möchtest. Ansonsten müsstest Du Dir einiges überlegen, wie Du dieses Beziehungswirrwarr vernünftig darstellst. Falls Du es wagst, sag mir Bescheid, ich lese definitiv Deine Geschichte.

Afärenbeziehung

Ich denke, Du kannst Dir ohne Weiteres vorstellen, was man unter einer Affäre versteht. Meistens ist es so, dass eine Person innerhalb einer Beziehung mit jemandem anderen noch eine sexuelle Affäre hat. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

In unserer Kultur sind Affären eher verpönt, weil man die Monogamie lebt. In anderen, zumeist matriarchalischen Kulturen kann das ein wenig anders aussehen. Denn dort können beide Personen einer Beziehung durchaus eine Affäre haben. Solange diese keine Bedeutung für die Beziehung hat. Das bedeutet also, wenn die Affäre sich in die Beziehung einmischt, wird es erst dann ein Thema. Ansonsten nicht.

Sonstige Konstellationen

Nicht alles davon sind Beziehungskonstellationen. Aber wenn ich schon darüber schreibe, sollte ich auch die folgenden erwähnen, damit die Liste relativ komplett ist.

Asexuell

Asexuelle sind Personen, die gar kein Interesse an Sex haben. Sie sind nicht seltsam oder abnormal, sie haben lediglich kein Interesse an Sex. Unglaublich aber wahr. Solche Figuren kommen, meines Wissens nach, eher seltener in Romanen vor. Und in Liebesromanen würde man sie wohl „heilen“. Also ihnen das Interesse an Sex wieder geben.

Wenn man diese Charaktere mit Respekt behandeln würde, wäre es sicherlich eine interessante Geschichte mit ihnen.

Pansexuell

Das sind wieder herum Figuren, denen es theoretisch egal ist, mit wem sie ins Bett gehen. Es können also Frauen sein, Männer oder Fantasywesen, Aliens. Hauptsache beide haben Spaß daran. Ihnen ist also nicht wichtig, welches Geschlecht die andere Person hat, sondern das diese Person bereit ist, mit ihnen eine, wenn auch nur kurzfristige, Beziehung einzugehen.

Abschlussgedanken

Dieser Beitrag soll, wie schon oben geschrieben, als Inspiration dienen, damit Du auch andere Beziehungsformen in Deinen Geschichten einbringen kannst. Und vielleicht denkst Du Dir, hei, das gefällt mir, dazu könnte ich eine Geschichte schreiben.

Sicherlich habe ich noch die eine oder andere Beziehungskonstellation vergessen. Wenn Dir noch was einfällt, so freue ich mich auf Deinen Kommentar. Ansonsten werde ich den Beitrag aktuell halten, sobald ich noch etwas Neues entdecke.

Welche Beziehungskonstellationen kennst Du noch?

Kennst Du noch Beziehungskonstellationen, die ich oben nicht aufgeführt habe? Oder welche könntest Du noch erfinden? Wie sähen diese dann aus? Welche Vorteile bringen sie mit und welche Nachteile?

Deine aktuelle Geschichte

Was würde es Deiner Geschichte bringen, wenn Du den Beziehungsstatus änderst. Von dem Aktuellen auf kompliziert. Welche Dynamik würdest Du reinbringen? Welche Konflikte würden entstehen?

Spiel ruhig das Mal durch, auch wenn Deine Hauptfigur Single ist.
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Merken

Merken

Veröffentlicht unter Charakter | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , | 23 Kommentare