Genre: Alternative Geschichte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man einen historischen Roman schreibt, sollte man sich idealerweise an die Fakten halten. Tut man das nicht, riskiert man negative Rezensionen, weil man sich eben nicht genügend Mühe bei der Recherche gemacht hat. Und das zurecht. Gibt es aber da einen Ausweg, wenn man einen historischen Roman schreiben aber nicht alle Fakten recherchieren will?

Kurze Vorgedanken

Sicherlich kennst Du den Spruch „Geschichte schreiben die Sieger“. Das bedeutet ganz klar, wer die Definitionsgewalt hat, entscheidet letztendlich, was überliefert wird. Ob es sich dabei um die Wahrheit handelt, steht auf dem anderen Blatt.

Und viele historische Dokumentationen zeigen auch klar, dass die Geschichte sich nicht immer so abgespielt hat, wie wir es kennen oder gelernt haben. Das bedeutet schon einmal, dass Du die Geschichte in Deinem Roman anpassen kannst.

Doch häufig lese oder höre ich in historischen Beiträgen, dass der Zufall den Verlauf der Geschichte beeinflusst war. Zufällig war Person X an der Stelle und hat etwas Entscheidendes gemacht. Oder hätte es nicht geregnet, wäre das und das passiert.

Wenn Du einen Roman mit einer alternativen historischen Umgebung schreiben möchtest, entscheidest Du, was diese Zufälle sind.

Was verstehe ich unter „Alternative Geschichte“

Alternative Geschichte ist das, was nicht passiert ist. Wenn Du ein Geschichtsbuch aufschlägst, findest Du dort die reale Geschichte. So wie sie eben stattgefunden hat bzw. stattgefunden haben soll.

Änderst Du kleine Fakten, befinden wir uns schon in der Welt der alternativen Geschichte. Damit meine ich, wenn sich eine Figur an einem Ort befindet, an der sie sich in der realen Geschichte nicht befand. Oder sie trifft in Deiner Geschichte auf Deine Heldin, die von Dir erfunden wurde.

Du kannst aber auch die Geschichte und Ereignisse komplett ändern oder ausfallen lassen. „The Man in the High Castle“ ist eine solche große Änderung. Um es kurz zu machen, in der Serie geht es darum, dass Deutschland und Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und somit die Welt unter sich aufteilten.

Der eigentliche historische Fakt, dass die Alliierten gewonnen haben, wird hier quasi ignoriert und anderen den Sieg zugesprochen. Und es funktioniert, solange Du weißt, was Du tust.

Die ersten Schritte zur alternativen Geschichte

Um eine alternative Geschichte zu erschaffen, finde ich es wichtig zu wissen, was in der realen Geschichte überhaupt passiert ist. Und das meine ich genauso, wie es hier steht, Recherche.

Such Dir erst einmal einen historischen Abschnitt aus, der Dich fasziniert. Und zwar so sehr, dass Du Dich länger mit diesem Teil beschäftigen möchtest. Dabei ist es völlig egal, um welche Periode der Geschichte und um welches Land es sich handelt. Hauptsache, Du bist gefesselt.

Und dann heißt es erst einmal Recherche betreiben. Wer lebte dort, welche Ereignisse fanden statt, welche historischen Charaktere waren vor Ort und so weiter.

Nehmen wir an, Du möchtest den Ersten Weltkrieg umschreiben. Und dazu willst Du das Attentat von Sarajevo ändern. Hierbei hat die Ermordung von Franz Ferdinand von Österreich und Sophie Chotek von Chotkowa über ein paar Ecken den Krieg ausgelöst.

Vielleicht sagst Du Dir, dass Du die beiden Charaktere an einer anderen Ecke der Geschichte brauchst und sie übeleben lassen willst. Das ist natürlich durchaus möglich.

Dann wäre es wichtig herauszufinden, wer die beiden sind (biografische Daten), welchen Rang sie hatten und welche Bedeutung sie für die Zukunft ihres Landes theoretisch gehabt hätten. Weiter wäre zu klären, wie es zu ihrer Ermordung kam, wer daran beteiligt war und warum es die politischen Auswirkungen gehabt hatte, die dann letztendlich zum Ersten Weltkrieg führten.

Vielleicht hört es sich viel an, aber letztendlich musst Du keine historische Abhandlung zu dem Thema schreiben. Es ist halt nur wichtig, dass Du weißt, was geschehen ist. Dann kannst Du die entsprechenden Fakten nach und nach abändern.

Noch etwas zur Recherche

Wenn Du bei der Recherche bist, empfehle ich Dir Folgendes:

Namenslisten

Du wirst über sehr viele historische Persönlichkeiten lernen, die Du vorher vermutlich noch gar nicht gekannt hast. Auch wenn Du nicht alle in Deinem Roman auftreten lässt, empfehle ich Dir, die Namen zu notieren und ein paar Eckdaten.

Dazu zähle ich, wann und wo sind sie geboren worden, wann verstarben sie, welche Rolle spielten sie in der Geschichte und wie standen sie zu den Ereignissen und Personen, über die Du eigentlich recherchierst.

Mit solch einer Liste solltest Du eine gewisse Übersicht haben, wenn Du immer wieder über diese Namen stolperst. Und wer weiß, zu was Dich diese Personen noch so alles inspirieren.

Glossar

Früher hatten einige Wörter eine völlig andere Bedeutung als heute. So bedeutete früher die „Toilette“ nicht unbedingt das stille Örtchen, sondern sich auch frisch machen. Aber Du wirst auch von Wörtern lesen, die Du vorher nicht kanntest. Gerade dann, wenn Du in anderen Kulturkreisen recherchierst (in unserem Beispiel Serbien).

Um zu wissen, was diese Wörter bedeuten, empfehle ich Dir, ein Glossar zu erstellen. Eine einfache Tabelle reicht hier völlig aus. In der einen Spalte schreibst Du das Wort, das Du nicht kennst. Und in der anderen die Bedeutung.

Wenn Du Deiner Geschichte dann ein Gefühl der entsprechenden Kulturkreise geben möchtest, kannst Du die Wörter benutzen. Und nach Deiner Recherche weißt Du auch, in welchem Kontext Du sie verwenden kannst.

Zeitlinie

Manchmal können Wochen oder Monate zwischen zwei wichtigen Ereignissen liegen, manchmal nur Tage oder gar Stunden. Um zu wissen, wann was passiert ist, kannst Du eine Zeitlinie erstellen.

Wenn alles in einem Jahr passiert, brauchst Du keine größere Einteilung, ansonsten schreibst Du auf, was in welchem Jahr als größere Ereignisse passiert ist. Oder Du trennst die Jahre einzeln auf.

Dann teilst Du das in Monaten auf und notierst Dir, was Du alles herausgefunden hast. Passiert etwas in wenigen Tagen, würde ich schauen, dass Du sie auch noch einmal einzeln aufschreibst.

Egal wie Du das machst, es ist wichtig, dass Du mit dieser Methode klarkommst.

Wir ändern die Geschichte

Wenn Du weißt, was alles passiert ist, bist Du sicherlich bereit, die Geschichte zu verändern. Natürlich könntest Du auch einfach drauf losschreiben, ohne Dir Gedanken darüber zu machen, was für Auswirkungen alles hat. Immerhin ist die Geschichte eine Ansammlung von Zufällen.

Doch auch eine alternative Geschichte sollte in sich logisch sein. Würdest Du eine unlogische historische Umgebung aufbauen, ich bin mir sicher, dass einige Leserinnen Dir das übel nehmen würden.

Überleg Dir daher, welchen historischen Aspekt Du herausnehmen würdest. Wir wollen ja unser Paar überleben lassen. Das würde bedeuten, dass der Erste Weltkrieg eigentlich nicht stattfindet.

Wenn es das ist, was Du willst, solltest Du überlegen, wie Du mit den Spannungen umgehst, die damals bestanden. Irgendwie müssen die ja kompensiert werden.

Oder, wenn Du doch den Ersten Weltkrieg haben willst, dann musst Du Dir ein anderes Ereignis überlegen, um es dazu kommen zu lassen. Und dann natürlich unser Paar mit einbeziehen. Warum sonst hättest Du sie überleben lassen sollen?

Wie könnte das Europa von 1914 bis 1918 aussehen, wenn es kein Krieg gegeben hätte. Was würde aus den Leuten werden, die an den Ereignissen beteiligt waren. Und was würde an der Stelle des Krieges dann entstehen?

Die Zusammenhänge sollten logisch sein, Du musst aber keine exakten Analysen betreiben, was tatsächlich gewesen wäre. Denn darüber kann eigentlich niemand eine Aussage machen.

Der Mensch ist nicht immer planbar. Das bedeutet, dass er in einer Situation so reagiert, weil er schlecht gelaunt ist. In der gleichen Situation kann sie oder er aber anders reagieren, wenn die Person die Nacht durchgeschlafen hat und gut gelaunt ist.

Am besten notierst Du Dir sämtliche Überlegungen, die Du Dir dazu machst. Damit hast Du auch eine sehr gute Grundlage für Deinen Plot.

Auf Änderungen dezent hinweisen

In dem Film „Watchmen – Die Wächter“ erwähnte ein Charakter ganz beiläufig, dass er für Präsident Nixon gewählt hat, ganze fünf Mal. Solche Informationen werden ganz beiläufig in den Film eingespielt, sodass wir als Zuschauerinnen wissen, was anders ist, in dieser alternativen Geschichte.

Wenn Du Deinen Leserinnen eine alternative Geschichte präsentierst, werden sie schon ahnen, dass die bekannten Daten keine Rolle spielen. Es bringt aber nichts, wenn Du die alternativen Informationen in einem Monolog präsentierst. Das ist Info Dump und interessiert niemanden.

Die alternativen Informationen sollten daher idealerweise von Dir sanft eingestreut werden. Sodass ich informiert bin, aber nicht erschlagen werde.

Abschlussgedanken

Bei der alternativen Geschichte benötigst Du durchaus ein wenig Geduld für die Recherche. Aber so bekommst Du ein Gefühl für die Welt, in der Du schreiben willst und das Setting.

Und je mehr Energie Du hier investierst, desto besser kannst Du Dir Gedanken über die alternativen machen. Das bedeutet dann am Ende, dass Du eine in sich schlüssige Geschichte schreiben kannst.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Geschichten mit alternativer Geschichte

Es gibt viele Romane und Filme mit einer alternativen Geschichte. Finde sie und lies sie durch bzw. sieh sie Dir an. Was ist dort anders und vor allem, wie werden Dir die Informationen präsentiert?

Deine eigene Geschichte

Wenn Du selbst solch eine Geschichte schreiben möchtest, fang nun an zu überlegen, in welcher Zeitperiode und in welchem Land diese spielen soll. Dann fang an zu recherchieren und den Plot zu verfassen. Und natürlich danach den Roman zu schreiben.

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Schreib, was der Markt verlangt …

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vielleicht hast Du den Satz schon einmal in irgendeiner Form gehört oder gelesen: Willst Du erfolgreich sein, musst Du nach dem Geschmack des Marktes schreiben. Diesen Satz hatte ich auch als Kommentar auf einen Beitrag. Doch stimmt der wirklich?

Kurze Vorgedanken

Fakt ist, manche und viele Autorinnen möchten vom Schreiben leben. Daher überlegen viele, wie sie das erreichen können. Natürlich, in dem sie schreiben. Und auch, indem sie veröffentlichen.

Daher bekommen sie von einigen den Hinweis, dass sie nach dem Markt schreiben sollen. Also das, was gerade gerne gelesen wird. Und es gibt sie auch, die Dauerbrenner, die Themen, die Geschichten die immer und immer wieder gerne gelesen werden. Schreibt man in diesen Genres oder mit gewissen Themen, kann man sicher sein, auf Dauer davon zu leben.

Heute möchte ich mir die Vorteile dieses Gedankenganges ansehen und auch die Nachteile.

Die Vorteile

Sicherheit

Als Sicherheit verstehe ich, dass man weiß, in welchem Rahmen man sich bewegen kann oder auch gelegentlich muss. Viele vor mir haben in einem bestimmten Genre oder in einem bestimmten Gebiet geschrieben. Und an diesen Vorgaben, die sie erschaffen haben, kann ich mich orientieren.

Immerhin haben es die anderen schon vorgemacht und damit Erfolge gefeiert. Warum sollte es daher nicht bei mir klappen? Und nein, hierbei schreibe ich nicht davon, bei den anderen abzukupfern. Es geht darum, sich von den anderen Werken inspirieren zu lassen.

Wenn ein Haufen Autorinnen über Vampire vor Dir geschrieben haben. Kannst Du sehen, was sie bisher verfasst haben und schauen, wo Deine Geschichte ihren Platz findet. In solchen Fällen befindest Du Dich in guter Gesellschaft.

Und in dieser Sicherheit kannst Du dann Deine Geschichten schreiben und Welten erfinden.

Garantierte Leserschaft

Wenn Du in einem Genre schreibst und mit Elementen, welche bereits bestehen, ist die Wahrscheinlichkeit um einiges größer, dass Du an einen festen Leserinnenstamm rankommst.

Leserinnen wollen häufig viel und schnellen Nachschub. Es mag bis zu einem Jahr dauern, bis ein Roman veröffentlicht wird (gerade wenn es sich um ein Verlagsbuch handelt, gibt es andere Laufzeiten, als im Selfpublishing). Aber es dauert gerade etwa eine Woche, in denen Vielleserinnen den Roman durchgelesen haben. Und manche sind sogar noch schneller. Daher ist es ihnen wichtig, dass sie so viel wie nur möglich aus ihrem Lieblingsbereich lesen können.

Wenn Du also diesen Markt bedienst, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du einen Fuß reinsetzen kannst. Es ist nicht garantiert, sei Dir darüber im Klaren. Aber sie ist höher, als wenn Du was ganz Neues versuchst.

Akzeptanz auf dem Markt

Was der Markt kennt, wird auch gelesen, veröffentlicht und gezeigt. Das gilt sowohl für Verlage als auch für den Buchhandel. Können sie Deine Geschichte eindeutig zuordnen, dann sind sie auch eher bereit Deine Geschichte in den Handel aufzunehmen.

Nehmen wir mal an, Du schreibst eine Geschichte mit verschiedenen Elementen, sagen wir, Fantasy mit Science-Fiction und Horror gemischt. Die Geschichte kann noch so gut sein und von Deinen Leserinnen geliebt werden. Doch in welchem Regal soll Deine Geschichte untergebracht werden?

Du magst lachen, doch das ist wichtig sowohl für den Verlag als auch für den Buchhandel. Können sie Deinen Roman nicht eindeutig zuordnen, wissen sie auch nicht, wie sie es bewerben sollen. Daher schrecken zumindest größere Verlage vor solchen Romanen eher zurück.

Bei Indieverlagen mag das anders aussehen, weil sie häufig noch mit dem Anspruch auftreten, gerade solche Geschichten zu veröffentlichen. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass Du deswegen in einem Buchladen landen wirst.

Hältst Du Dich an die Spielregeln, also trennscharfe Zuordnung zum Genre, bekannte Elemente und so weiter, ist die Wahrscheinlichkeit höher bei einem Verlag zu landen und letztendlich auch im Buchhandel.

Nachteile

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Daher gibt es auch einige Nachteile, wenn man nach dem Markt schreibt. Hier sind einige, die mir so einfallen.

Untertauchen

Wenn man, wie alle andere, im gleichen Thema schreibt, braucht man sehr viel Energie, um aufzufallen. Vor einigen Jahren war ich in einer Buchhandlung, in dem es von Vampirbüchern nur so wimmelte. Und irgendwann hab ich den Überblick verloren.

Daher liegt es an Dir, doch einige Elemente einzubauen, um Dich von den anderen eindeutig zu unterscheiden. Und natürlich musst Du, egal ob Du Verlagsautorin bist oder Selfpublisherin, sehr viel Werbung für Dich machen. Immerhin willst Du ja als Autorin wahrgenommen werden. Daher musst Du erst einmal für Aufmerksamkeit sorgen.

Man kann sagen, Du bist eine von vielen. Und daher kann es passieren, dass Du dabei auch untergehst.

Hinterherhinken

Nehmen wir an, aktuell sind die Werwölfe total angesagt. Irgendeinen Trend gibt es ja immer und die wechseln schneller, als man schauen kann. Und Du hast eine tolle Werwolfidee und willst daher hier unbedingt mitschreiben. Also legst Du los, plottest und schreibst und veröffentlichst die Geschichte (egal wie, auf die Einzelheiten will ich jetzt nicht eingehen).

Da es dauert, bis man einen Roman fertig hat, kann es sein, dass Du den Trend verpasst hast. Manchmal halten die ein paar Jahre, andere hingegen sind schneller vorbei, als man die Idee geplottet hat.

Daher kann es sein, dass Du wertvolle Schreibzeit in eine Idee gesteckt hast, die niemand lesen will. Und letztendlich verdienst Du, um es ganz hart zu schreiben, damit noch nicht einmal Geld.

Hast Du die Geschichte geschrieben, weil Du sie liebst, ist das was anderes. Doch einige leben schon von ihrer Arbeit und daher ist es für sie wichtig, dass sie so schnell wie möglich mit den Trends arbeiten.

Gelangweilt

Zwischenzeitlich melden sich immer mehr Leserinnen und Leseblogs mit einem Wunschzettel, was sie nicht mehr lesen wollen. Schreibt man nach den aktuellen Trends, landen die eigenen Bücher zwangsläufig auf solchen Listen. Denn, um es mal direkt anzusprechen, viele Leserinnen sind von den vielen Trends schlichtweg gelangweilt.

Das bedeutet, dass die Gefahr besteht, dass Du nicht gelesen wirst, weil Deine Geschichte zu den langweiligen gehört. Gerade dann, wenn Du Dich an die Haupttrends hältst, zu denen aktuell, gefühlt, jede zweite Autorin einen Roman veröffentlicht.

Vor einigen Wochen habe ich zwei Bücher entdeckt, in denen es darum geht, dass ein junger Mann eines Verbrechens beschuldigt wurde, welchen er nicht begangen hat. Daraufhin musste er das Dorf verlassen, um halt ins Abenteuer zu gehen.

Die Geschichten klangen so ähnlich, dass sie mich überhaupt nicht mehr interessiert haben. Denn allein die Ähnlichkeit hat mich schon angefangen zu langweilen.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr

Bei den eben erwähnten Büchern kann noch etwas Schlimmeres passieren, Du wirst mit einer anderen Autorin verwechselt. Wenn Du eben über einen Jungen schreibst, der für ein Verbrechen büßen soll, welches er nicht begangen hat und jemand anderes auch, dann klingt das schon im Klappentext sehr ähnlich.

Gerade dann, wenn man sich nicht näher mit dem Buch beschäftigt hat und somit mit dem Namen der Autorin. Da kann es passieren, wenn man über die zweite Geschichte stolpert, dass man zwei Mal das gleiche Buch gefunden hat. Man wird mit jemandem verwechselt, die man gar nicht ist.

Das kann bedeuten, dass man sich auch nicht abheben kann. Wie soll man eine individuelle Werbung und Positionierung erreichen, wenn man wie jemand anderes ist? Das kann schwierig sein und erfordert mehr Energie in die eigene Werbung.

Wie könnte man vorgehen?

Die oben aufgeführten Punkte sind sicherlich nicht erschöpfend. Aber ich denke, dass Du nun ein Bild davon hast, was passieren könnte, wenn Du nach dem Markt schreibst. Doch wie könnte man nun eigentlich vorgehen?

Wer bleibt in Erinnerung?

An welche Autorin erinnerst Du Dich eher? An die Autorin, welche den hundertsten Vampirroman geschrieben hat? Oder an die Autorin bzw. den Autor, welche die Vampire überhaupt salonfähig gemacht hat? Also Bram Stoker?

Oder wie sieht es mit Edgar Allen Poe aus? Er hat das Genre des Krimis begründet. Mary Shelley war die erste Autorin, welche eine Art Science-Fiction Roman geschrieben hat. Und für die meisten gilt sie als Begründerin des Steampunks.

Und das gilt für viele Bereiche. Wer erinnert sich schon an die, welche lediglich Trends nachgelaufen sind? Die tauchen unter und es kann sogar passieren, dass sie eher verschwinden. Aber die, welche Trends erschaffen oder dem Ganzen eine besondere Note geben, die bleiben in Erinnerung.

Was willst Du?

Aber die wichtigste Frage lautet nicht, was will der Markt, sondern, was willst DU?

Als die Vampire vor einigen Jahren noch so sehr gehyped wurden, hätte man Dir sicherlich geraten, schreib einen Vampirroman. Immerhin wurde das damals gelesen. Und ja, noch heute gibt es Leserinnen, die Vampirromane immer noch sehr gerne verschlingen.

Doch, was wäre, wenn Du mit Vampiren gar nichts anfangen kannst? Man wird merken, dass Du Dich viel mehr anstrengen musst, Dich in das Thema hineinzuarbeiten, als jemand, die Vampire liebt.

Vor einigen Jahren hab ich eine Diskussion miterlebt, wie eine Autorin am besten einen erotischen Roman schreiben kann. Dabei war ihr das Thema Erotik und Sex eher zuwider. Sie hatte noch nicht einmal entsprechende Romane gelesen. Aber sie wollte eine solchen Schreiben, damit sie das Geld abgreifen kann. Denn eins ist klar, mit Erotik kannst Du durchaus Geld verdienen.

Wenn Du keine Ahnung von der Thematik hast, dann wirst Du schon Schwierigkeiten haben, darüber zu schreiben. Ist Dir ein Thema dann noch zuwider, wird es besonders schwer. Dann kann das Genre noch so viel Geld abwerfen, Du wirst nicht den Erfolg haben, den Du Dir wünschst.

Setze Trends

Wenn Du mithalten willst, ist es besser, wenn Du Trends setzt, als denen hinterher zu schreiben. Du kannst dann über ein Genre, Thema, was auch immer, schreiben, was Dir wirklich am Herzen liegt. Und zudem bist Du die Erste, die in ihrem Gebiet wildern kann.

Poppy J. Anderson ist meiner Meinung nach die erste deutsche Autorin, die über American Football schreibt. Und damit hat sie eine eigene Marke gesetzt. Zwischenzeitlich hab ich einige andere Romane gesehen, die ebenfalls dieses Thema aufgreifen. Sie könnten sogar besser als das Original sein. Doch die meisten greifen zu ihren Romanen, weil sie eben den Anfang gemacht hat. Alle anderen machen eben nur nach.

Und dabei hat sie nur ein einziges Element hinzugefügt – American Football – um einzigartig zu werden. Klar, sie schreibt immer noch den klassischen Liebesroman. Aber sie hat etwas anders gemacht. Das hätte auch ein Fehler sein können. War es aber nicht.

Daher schau Dir Dein Lieblingsgenre an und überleg, welche Besonderheit Du hinzufügen kannst, um etwas Einzigartiges zu schaffen. Manchmal reichen kleine Elemente. Und manchmal muss man ein komplett neues Genre erschaffen.

Trau Dich frech zu sein

Unter frech verstehe ich, die aktuellen Regeln über Bord zu werfen und etwas völlig neues zu wagen. Natürlich, ja, es kann sein, dass niemand Deinen Roman lesen will. Oder es dauert extrem lange, bis Du Deine Leserinnen zusammenhast.

Aber damit kannst Du etwas erreichen, was alle anderen nicht schaffen, die nur Trends hinterher schreiben. Du kannst einen Trend setzen, ein Genre erschaffen und das Schreiben, was Du willst.

Abschlussgedanken

Natürlich gehört viel Mut dazu, sich von dem gewohnten wegzubewegen und zu entscheiden, etwas völlig neues zu wagen. Aber ich bin selbst der festen Überzeugung, dass es sich auf Dauer lohnt. Damit schaffen wir, dass ein frischer Wind durch die Buchlandschaft gefegt wird. Und vielleicht können wir so erreichen, dass die Verlage und der Buchhandel mutiger werden, wenn wir mutiger werden.

Lass uns gemeinsam mutig sein.

Dein Thema

Überleg und notiere Dir alles, worüber Du schreiben möchtest. Danach kannst Du planen und plotten, wie Du das in einer Geschichte unterbringen möchtest.

Recherche

Recherchiere oder denk darüber nach, an welche Autorinnen Du Dich erinnerst. Und inwiefern haben sie etwas Neues geschaffen bzw. sind sie einen Trend hinterhergelaufen. Es geht dabei um den Wiedererkennungswert ihrer Geschichten.

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Wie man einen BDSM Roman schreiben kann

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es mag sein, dass 50 Shades of Grey das Genre des BDSM ins Fokus der Literatur gerückt hat. Aber eins ist sicher, es gab schon immer Geschichten zu diesem Thema und es wird auch weiterhin Bücher dazugeben, selbst wenn niemand mehr über 50 SoG spricht. Daher möchte ich Dir heute einige Vorschläge machen, wie man solch einen Roman schreiben kann.

Kurze Vorgedanken

Auch wenn man selbst kein Bedürfnis hat, sich den Hintern versohlen zu lassen oder selbst als Fem-Dom die Peitsche zu schwingen, reizt es viele einen entsprechenden Roman zu schreiben. Und auch wenn das Praktikerinnen aus der Szene nicht gefällt, ich finde das Selbst durchaus in Ordnung.

Dabei gibt es einige einfache Dinge, die man berücksichtigen darf, kann und auch durchaus sollte, damit ein BDSM-Roman in sich schlüssig und ein Lesegenuss wird. Die Regeln eines erotischen Romans können hier befolgt und durch einige spezielle Punkte ergänzt werden.

Zu den wichtigen Grundlagen

Die Geschichte

Egal wie erotisch ein Roman sein soll, eine kleine Geschichte darf immer dabei sein. So hab ich letztes Jahr einen BDSM-Roman gelesen, bei dem es sich nur darum drehte, wie er ihr den Hintern versohlte. Eine Hauptgeschichte kam nur in den ersten zwei oder drei Kapitel und dann noch einmal in den Letzten ein oder zweien vor.

Zugegeben, ich lese gerne erotische Romane. Und von mir aus darf es auch ein wenig mehr Sex in der Geschichte vorkommen, als Verlage es vorgeben. Immerhin greife ich nicht umsonst zu einem entsprechenden Roman. Aber wenn da gar keine Geschichte existent ist oder ein Konstrukt geschaffen wird, um die beiden immer und immer wieder ins Bett (oder wohin auch immer) zu schicken, das geht sogar mir zu weit.

Daher bitte ich Dich, wenn Du einen erotischen Roman oder einen BDSM-Roman schreibst, dann erschaff bitte zuerst die Geschichte drum herum.

Vielleicht mögen sich die anderen Romane auch verkaufen, also in denen es mehr um den Sex geht, als um die Geschichte. Aber ich denke, dass es auf Dauer sinnvoller ist, wenn Du Dich auf eine Geschichte konzentrierst. Sie muss nicht komplex sein (darf es aber gerne). Hauptsache der Roman besteht nicht zu achtzig Prozent aus Sex.

Die Charaktere

Warum empfindet ein Mensch sexuelle Befriedigung daraus, dass ein anderer Mensch ihr den Hintern versohlt (ich brech das mal brachial darauf runter, unten werde ich das Thema etwas differenzierter angehen)? Das muss ja einen Grund haben. Und es ist Deine Aufgabe als Autorin das herauszufinden. Genauso, wie die Frage, warum jemand es als erregend befindet, jemand anderen Schmerzen zu zufügen.

Denn BDSM ist etwas anderes, als zum Beispiel im freien Sex zu haben. Oder sich einem Dreier hinzugeben. Hier geht es darum, dass jemand anderes die Kontrolle über eine Person übernimmt und dieser unter anderem physische Schmerzen zufügt. Und beide haben Spaß daran.

Wenn Du also einen BDSM-Roman schreiben möchtest, brauchst Du Charaktere, die eben daran Spaß haben, sich darauf einlassen und es auch wollen. Auch wenn ein Charakter noch nie gefesselt und mit einer Peitsche bearbeitet wurde, müssen beide Seiten dafür offen sein.

Müssen? Ja klar. Es gibt Menschen, die partout ablehnen, sich als Sklavin oder Fem-Dom zu sehen. Die würden sich niemals auf eine Session einlassen, um das auch nur mal auszuprobieren. Daher müssen Deine Charaktere zumindest dafür offen sein, diese Art der Sexualität zumindest auszuprobieren. Sind sie es nicht, dann wirken sie schlichtweg unglaubwürdig.

Auch wenn Deine Sklavin in diese Welt eingeführt werden muss, sollte in ihrer Art doch schon etwas zu finden sein, dass sie daran letztendlich Spaß findet. Genauso wie ihre Fem-Dom. Daher ist es wichtig, besonders hier großen Augenmerk zu legen.

Hier noch ein kleiner Hinweis zu der Kindheit Deiner Charaktere. Vor einigen Wochen hab ich einen Ausschnitt gesehen, welcher Typ Mensch sich eher für BDSM-Spielarten interessiert. Es gibt dazu noch keine offiziellen Studien. Aber es scheint eher so zu sein, dass Menschen, die eine gewaltvolle Kindheit hatten, weniger dazu neigen, sich für BDSM zu interessieren. Menschen mit einer halbwegs normalen Kindheit (also ohne Gewalt und Derartigem) sind eher bereit, sich für BDSM zu begeistern und in diese Welt einzutauchen.

Das so viel zu den Fem-Doms oder Doms, die eine grausame Kindheit hatten und aus diesem Grunde andere deswegen dominieren müssen.

Begrifflichkeiten

Wie jede Subkultur hat auch die Welt des BDSM eine eigene Sprache entwickelt. Um diese Welt realistisch darzustellen, ist es durchaus wichtig, dass Du sie kennst und richtig einsetzt.

An dieser Stelle möchte ich Dir einige Begriffe näher erläutern, um Dir den Einstieg zu erleichtern. Die restliche Recherche kannst Du dann gerne übernehmen (siehe unten die Linkliste für die weitere Arbeit).

FemDom oder Dom

Sie sind der dominante Teil in der Beziehung. Letztendlich sind sie es, welche die Session leiten, die Peitsche schwingen oder die Sub dominieren. Dabei steht FemDom für „Female Domination“ und wird für die Frau benutzt. Dom ist meistens die Bezeichnung für den Mann.

Bei FemDom heißt es zwar, dass sie den Mann dominiert. Aber es gibt auch Frauen, welche andere Frauen dominieren. Dabei ist es nicht zwangsläufig, dass sie lesbisch oder bisexuell ist. Es kann für sie einfach nur erregend sein, eine Frau zu dominieren.

Sub(missiv)

Das ist die Person, die sich dominieren lässt. Die Sub gibt sich jemanden hin und hat während der Session ihren Spaß, egal wie zart oder hart das Ganze ist. Doch wenn die Session vorbei ist, übernimmt die Sub ihr Leben und beide können ihre eigene Wege gehen.

Daher ist es gut, wenn Du eine Sub nicht mit einer Sklavin verwechselst.

Sklavin

Sie gibt sich ihrer Herrin voll und ganz hin. Denn diese bestimmt nicht nur die Session, sondern sogar den Alltag. Hier gehen beide einen Schritt weiter. Das bedeutet, dass sie bestimmen kann, was die Sklavin trägt, wo sie arbeitet und wie die Freizeit der Sklavin gestaltet wird. Zudem können beide ausmachen, dass die Sklavin 24/7 der Herrin zur Verfügung steht (also 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche).

Spanking

Das bedeutet, dass die Schläge mithilfe der Hand ausgeführt werden. Bekannteste Art ist das spanken des Gesäßes. Hier wird also mit der nackten Hand (gegebenenfalls auch mit speziellen Handschuhen) der Hintern versohlt.

Für viele ist das ein Einstieg in diese Szene und zugleich kann man hier auch lernen, die Schmerzgrenze auszuloten. Zugleich ist es auch eine Übung für die Stärke des Schlagens.

Vanila oder Vanila Sex

Diese Bezeichnung kommt von dem Geschmack Vanilie, welche wohl fast alle Menschen gerne essen. Damit wird letztendlich der gesellschaftlich akzeptierte Sex bezeichnet (also Frau und Mann, wohlmöglich in der Missionarsstellung). Alles was nicht Vanila ist, wird dann häufig als kinky bezeichnet.

Bottom

Der passive Teil einer Session.

Top

Der aktive Teil einer Session.

Session oder Szene

Das ist ein Spiel, in denen die FemDom der Sub (oder auch Sklavin) die Schmerzen zufügt. Dabei kann es direkt zur Sache gehen oder im Rahmen eines Spiels stattfinden. Das bedeutet, dass die Sub zum Beispiel erst einmal putzen muss, dann soll sie irgendwelche andere Aufgaben erledigen und dann kann es auch direkt zur Sache gehen.

Die Session sollte dabei von beiden Seiten abgesprochen werden, was gefällt und wo die Sub sagt, bis hierhin und nicht weiter. Nur so kann die Top verhindern, dass es zu einem vorzeitigen Abbruch kommt.

Von Safeword und Slowword

In manchen Romanen vermisse ich die Absprache zwischen der FemDom und der Sub bezüglich eines Safewords. Und dabei ist das ungemein wichtig. Ohne ein Safeword würden richtige FemDoms und Doms nie in eine Session gehen. Und wenn doch, ich hab gelesen, dass die BDSM-Gemeinde sehr engmaschig verstrickt ist. Solche Leute würden wohl sehr schnell vor die Tür gesetzt werden.

Doch was ist nun eigentlich was?

Das Safeword

Hierbei handelt es sich um ein Wort, mit dem man die komplette Session abbricht. Wenn es der Sub zu viel wird, sie nicht mehr kann oder nicht mehr will, dann sagt sie eben dieses Wort und die FemDom ist dann auch verpflichtet, alles sofort zu beenden.

Ohne ein Safeword sollte eine Sub niemals in eine Session oder was auch immer gespielt wird, gehen. Denn es kann immer passieren, dass sie auf einmal Panik bekommt, nicht mehr weitermachen kann und daher alles abbrechen muss, weil sie sonst einen Schaden erleidet. Das Safeword garantiert, dass das auch geschieht.

Dabei sollte das Safeword so gewählt werden, dass man es nicht verwechseln kann. Emily Bold hat ein Buch herausgebraucht „Autsch, ist ein schlechtes Passwort„. Das gilt auch für Halt, Stopp und Aua. Denn in einer Session kann es durchaus vorkommen, dass die Sub diese Wörter von sich gibt, aber gar nicht will, dass die FemDom wirklich aufhört. Es gehört teilweise dazu.

Es sollte im Idealfall also ein Wort sein, dass man nicht verwechseln kann. Sagen wir mal zum Beispiel Pfannkuchen oder von mir aus, Einhornregenbogen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man so etwas aus Versehen sagt, ist äußerst gering.

Das Safeword kann auch dann gesagt werden, wenn ein Knebel im Mund ist, man versteht immer noch halbwegs, was die Sub sagen möchte. Notfalls kann auch ein Schnippen vereinbart werden, sodass die FemDom kurz pausiert und sich anhört, was die Sub von ihr möchte.

Slowword

Das Slowword ist dafür da, dass die FemDom immer weiß, ob es der Sub gefällt und sie noch mitgeht. Meistens wird es mit dem Ampelsystem dargestellt.

Wenn die Sub also Grün sagt, dann ist alles in Ordnung und die FemDom kann gerne weiter machen. Es gefällt ihr (noch) und sie hat damit kein Problem.

Bei Gelb sieht es schon anders aus. Hier soll die FemDom langsamer machen. Noch gefällt es der Sub, nur nicht in dieser Intensität.

Sagt sie hingegen Rot, dann will sie nicht, dass die FemDom mit der Aktion, die sie gerade durchführt, weitermacht. Sagen wir mal, die FemDom kitzelt die Sub und sie mag es überhaupt nicht. Dann sagt sie Rot und die FemDom muss sich etwas anderes einfallen lassen.

Beim Slowword wird nicht die Session selbst abgebrochen, sondern nur eine Aktion. Oder eben diese bestätigt.

Innerhalb einer Beziehung

Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer Autorin, deren Freundin und der Lebensgefährte eine BDSM-Beziehung führt. Die Freundin teilte mit, dass sie überhaupt nicht daran denkt, ein Safeword zu benutzten. Warum? Nach einer gewissen Zeit innerhalb der Beziehung sollte man schon wissen, was ihrem Partner gefällt und was nicht.

Innerhalb einer Beziehung kann das auch gemacht werden. Sollte sich aber Dein Charakter jedoch einer professionellen FemDom hingeben, sieht die Geschichte etwas anders aus. Die Beziehung besteht vielleicht nur an Wochenenden oder erst seit Kurzem. Da sind Safewords wichtig. Wenn ein Paar miteinander spielt, können sie eine eigene Sprache entwickeln, damit sie ihre Wünsche äußern.

Der Sklavinnenvertrag

Zu der Spielart des BDSM kann auch gehören, dass zwischen der FemDom und der Sklavin (wobei theoretisch auch mit der Sub) ein Vertrag geschlossen wird. Hierbei wird geklärt, was die FemDom und vor allem, was die Sklavin zu tun hat. Hier werden die Regeln, Aufgaben und Verpflichtungen abgeklärt.

So zum Beispiel, dass die Sklavin jederzeit zur Verfügung zu stellen hat, wenn die FemDom nach ihr verlangt. Und die FemDom hat sich immer um das Wohlergehen der Sklavin zu kümmern. Sollte sie also dafür Sorgen, dass die Sklavin ihre Arbeit verliert, weil diese von ihr verlangte blauzumachen, dann geht es gegen das Wohlergehen.

Hier noch ein kleiner rechtlicher Hinweis: Diese Verträge sind natürlich nicht rechtlich bindend. Das bedeutet, sollte eine Seite verlangen, dass der Vertrag eingehalten wird, kann sie nicht vor das Gericht ziehen und die Einhaltung verlangen.

Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Angelegenheit, welche beide Seiten abschließen können. Mehr aber auch nicht.

Und noch ein Hinweis: Trotz der Einwilligung der Sub oder der Sklavin kann sie trotzdem die FemDom jederzeit vor Gericht wegen schwerer Körperverletzung zerren. Denn trotz der Einwilligung wird das vor Gericht als solche sicherlich nicht anerkannt werden. Und daher kann es viel Ärger geben.

Doch wo keine Klägerin, da keine Angeklagte. Sprich, solange die Sub oder die Sklavin nicht das Bedürfnis hat, ihre FemDom anzuzeigen, sind beide Seiten entsprechend sicher.

Eine Session planen

Für einen erotischen BDSM-Roman ist es natürlich auf Dauer wichtig, dass beide in Aktion treten. Daher ist es für Dich sicherlich interessant zu wissen, was die beiden überhaupt wollen.

Im Internet oder in dem Buch von Dr. Charley Ferrer gibt es einen sogenannten Neigungsbogen. Dort findest Du Fragen, was sowohl Deine FemDom, als auch Deine Sub bzw. Sklavin mag oder auch nicht mag. Ich kann Dir nur empfehlen, solche Bögen ruhig auszufüllen. Dadurch bekommst Du schon einmal Inspirationen, wohin die Session für Deine Charaktere gehen kann.

Dabei kann es von zart bis hart gehen. Zum Beispiel von Fesselspielen bis hin zu Würgespielen. Alles was Deinen Charakteren gefällt, kannst Du theoretisch anwenden.

Da wir aber einen erotischen Roman schreiben wollen, kann es natürlich sehr hart an die Grenze gehen, wenn Du Deine Charaktere auf einmal wirklich würgen lässt, bis diese fast ersticken, sie Natursekt und -kaviar essen lässt oder diese in Windeln herumlaufen.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Natürlich haben viele diese Fetische. Aber der Großteil Deiner Leserinnen wird das wohl weniger lesen wollen. Daher überleg Dir, wie weit Du da wirklich gehen möchtest.

Und dann überleg Dir in einer Extradatei, wie die Session genau ablaufen soll oder auch abläuft. In dieser Datei kannst Du wirklich alles bis ins letzte Detail beschreiben. Was sagt die FemDom, was fühlt die Sub und so weiter. Das alles musst Du dann natürlich nicht in Deinen Roman übernehmen. Aber wenn Du weißt, wo Dein Charakter gerade ist und was sie macht, dann ist das eine wertvolle Hilfe.

Übrigens: Inspirationen für Deine Szenen kannst Du Dir auch auf tumblr holen. Dort gibt es unzählige Blogs, welche erotische Bilder hochladen, genauso wie Gifs und kleine Bilder. Auch zum Thema BDSM. Natürlich solltest Du Dir diese Blogs nur dann ansehen, wenn Du über 18 bist. Und auch dann geschieht dies bitte auf eigene Gefahr. Denn ich verfolge einige solcher Blogs und es gab durchaus Bilder, die mich ein wenig verstört zurückgelassen haben. Nicht alles ist für schwache Nerven (solche Blogs entfolge ich dann auch sofort).

Und noch ein kleiner Tipp: Es gibt genügend Onlineshops, die entsprechendes Spielzeug verkaufen. Wenn Du Dir Inspirationen holen möchtest, kannst Du auch dort ein wenig stöbern. Denn wie heißt es so schön, gucken kostet nichts.

Alles zusammenfügen

Wichtig ist sicherlich erst einmal, dass Du weißt, um was es in Deiner Geschichte geht. Ohne eine grobe Struktur wüsste ich selbst nicht, worüber ich schreiben könnte. Und mir fällt es dann auch schwer die Charaktere zu „sehen“.

Dabei muss ich selbst noch nicht einmal ins Detail gehen, sondern kann erst einmal grob bleiben. Selbst ein oder zwei Sätze reichen mir schon aus, um dann weitermachen zu können.

Als Nächstes kommen für mich die Charaktere. Wer sind sie, was wollen sie. Und in diesem Fall, was erregt sie. Je mehr ich über sie weiß, desto eher kann ich sie auch ins Bett schicken. Oder in diesem Fall ins Dungeon.

Über die Charaktere komme ich dann meistens zu der Geschichte. Wenn ich diese plane, weiß ich auch schon grob, wo ich die erotischen Szenen einfügen kann. Was da genau geschieht, muss ich noch nicht wissen. Es geht erst einmal darum, dass ich weiß, wann genau die Action losgeht.

Wenn Du das alles zusammenhast, dann kannst Du auch natürlich schon loslegen. Je nachdem, wie Du es gerne handhabst, mit dem Schreiben.

Wie weit kann ich gehen?

Natürlich kannst Du so weit gehen, solange Du Dich dabei wohlfühlst. In der Sekunde, in der Du zu Dir selbst sagst, dass Dir etwas nicht gefällt und Du nicht dahinter stehen kannst, würde ich abbrechen. Es bringt nichts, wenn Du Dich zu etwas zwingst, was Du selbst einfach nicht schreiben willst.

Aber es gibt auch Sachen, über die würde ich auch so niemals schreiben, selbst wenn ich mich darin wohlfühlen würde (was ich nicht tue). So gibt es den Fetisch Sex mit Tieren zu haben. Für mich rangiert es durchaus auf einer Stufe wie Sex mit Kindern. Beide sind den sexuellen Fantasien anderer Menschen hilflos ausgeliefert, verstehen nicht, was mit ihnen passiert, und werden letztendlich missbraucht.

Daher kann ich Dir nur empfehlen, so etwas in Deinem Roman nicht zu erwähnen. Eventuell könnte es sogar sein, dass jemand das bei der Polizei meldet und Du eine Strafanzeige bekommst.

Ansonsten tob Dich einfach aus. Du wirst letztendlich schon sehen, was Dir gefällt und was gelesen wird.

Abschlussgedanken

Egal ob Du einen BDSM-Roman oder „nur“ einen erotischen Roman schreibst. Recherche ist das A und O. Du kannst Dir auch gerne Onlineshops suchen, in denen BDSM Sachen verkauft werden, um Dich inspirieren zu lassen. Hauptsache Du hast Spaß dabei und es ist realistisch.

Und lass Dich nicht davon abhalten einen BDSM-Roman zu schreiben, nur weil Du das nicht lebst. Als Autorin hast Du sicherlich genügend Fantasie, um andere Welten oder eine sexuelle Spielart zum Leben zu erwecken.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Fühlst Du Dich damit wohl?

Vielleicht spielst Du ja mit dem Gedanken, einen BDSM-Roman zu schreiben. Wie fühlst Du Dich dabei? Magst Du den Gedanken, Dich in diesem Gebiet auszutoben? Oder hemmt Dich das Gefühl, so tief in die sexuelle Spielart einzusteigen? Überleg Dir das durchaus gut, wenn Du weitergehen möchtest.

Recherche

Zwar hab ich schon einige Begrifflichkeiten aufgeführt, doch für Dich gilt, je tiefer Du einsteigen möchtest, desto mehr empfiehlt es sich, zu wissen. Daher recherchiere zu den Begriffen, zu den Möglichkeiten, die Du hier hast und was es sonst noch alles gibt. Je mehr Du weißt, desto realistischer kannst Du eine entsprechende Szene bzw. einen Roman schreiben. Das gilt übrigens für alle Genres.

Schreib eine Szene

Schreib nun eine Szene, in der es wirklich zur Sache geht. Vom Treffen, bis zum Schluss. Es geht hierbei darum zu sehen, wie weit Du für Dich gehen kannst und möchtest. Wenn Du solch eine Szene schreiben kannst, kannst Du letztendlich auch einen BDSM-Roman schreiben.

HINWEIS: Der Besuch der Seiten erfolgt auf eigene Gefahr und empfiehlt sich für Personen ab 18 Jahren.

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#Buchmagie – Eine Challenge

Hei, hallo und herzlich willkommen,

BlueSiren hat auf ihrem Blog zur Buchmagiechallenge aufgerufen. In diesem geht es darum, dass man diverse magische Fragen beantwortet. Da mache ich doch gerne mit.

Die Fragen und meine Antworten dazu

1. Was ist dein Hogwarts-Haus? Alternativ: Würdest du eine Zauberschule besuchen oder lieber selbst lernen Magie anzuwenden und warum? (z.B. über pottermore oder http://www.testedich.de/persoenlichkeit-personality-tests-Haeusertest.php?katb=0413B0)

Mein Hogwartshaus ist Hufflepuff. Und ehrlich gesagt, das finde ich durchaus gut. Und ehrlich gesagt, ich würde lieber mir selbst die Magie beibringen. Denn ich bin in manchen Dingen stur und mir macht es Spaß, mir selbst Dinge beizubringen. Andererseits wäre es besser, wenn ich einen Plan hätte, um zu lernen. Denn ich verzettele mich auch schon mal gerne.

2. Wer ist deine liebste Hexe/Magierin aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns eine Magierin aus deinem Buch vor!)

Meine liebste Hexe, Magierin, wie auch immer, ist Nynaeve al‘ Meara aus „Das Rad der Zeit“. Weniger, weil sie die mächtigste Aes Sedai ist, sondern wegen ihrer inneren Stärke und sie sich nichts sagen lässt. Nun gut, das kann manchmal anstrengend sein, aber ich finde sie toll.

Und meine Hexe, über die ich gerade schreibe, beherrscht die Luftmagie, welche sie jedoch seit einem schweren Unfall nur noch eingeschränkt beherrscht. Ihre Wirbelsäule wurde dabei schwer verletzt und dadurch hat sie die Verbindung zu ihrem Element verloren. Und zudem ist sie noch an den Rollstuhl gefesselt.

3. Deine 3 liebsten magischen Bücher? (pro Reihe nur ein Buch 😉 )

  1. „Das Rad der Zeit“ von Robert Jordan
  2. Die Scheibenweltromane von Terry Pratchett
  3. Die Blutreihe von Kim Harrison

4. Was ist dein liebstes Fabelwesen?

Eindeutig der Drache. Besonders die asiatische Form.

5. Zaubersprüche, Zauberstab oder eine innere Kraft? – Was für eine Magieform findest du am besten?   

Seit in der Romanreihe „Das Rad der Zeit“ von Robert Jordan ein Charakter gesagt hat, dass in Gegenständen keine Magie innewohnen kann, hab ich mit dem Konzept der Zauberstäbe und derartigen mein Problem. Daher wähle ich die innere Kraft.

6. Dein liebster Zauberer/Magier aus einem Buch und warum? (Für Autor*innen: Stell uns einen Magier aus deinem Buch vor!)      

Ganz klar Loki. Niemand ist genialer als er. Und da ich selbst nicht über Magier schreibe, kann ich meinen nicht vorstellen.                                                                                       

7. Welche Magiedisziplin würdest du gerne beherrschen und was würdest du damit anstellen? (z.B. Alchemie, Hellsehen, Dinge schweben lassen, Telepathie, Kräuterkunde, Fliegen, Elemente beherrschen?)

Das ist eine sehr gute Frage. Da ich mich für viele Dinge interessiere, würde ich wohl versuchen alles zu lernen, auch wenn ich dann keine Meisterinschaft darin erreichen würde. Aber das wäre wohl auf Dauer mein Ziel. Typisch Scannerin.

8. Welche Bücher mit Magie/Zaubern würdest du gerne noch lesen/befinden sich auf deinem SuB?

Da bin ich mir gar nicht so sicher, was so alles auf meinem SuB alles liegt. Denn ich hab irgendwann mal die Übersicht verloren. Aber sicherlich gibt es da einiges. Unter anderem die oben aufgeführten Bücher (meine liebsten Magiereihen). Da hab ich noch nicht alles durchgelesen. Und alles, was sich noch so anbietet.

9. Welche Rune würdest du auswählen? (z.B. https://www.magierin-damona.eu/Weisse_Magie_Schriftstuecke/runen.html )     

Schon immer hatte ich mit Berkana eine gewisse Beziehung. Daher würde ich diese Rune wählen.


10. Dein liebste/r BÖSE/R Zauberer/Hexe aus einem Buch?

Gilt auch das Comicbuch? Dann würde ich gerne wieder Loki wählen 😉 Ansonsten fällt mir gerade niemand ein, wie peinlich.

11. Was wäre dein Vertrauter bzw. dein Begleitwesen und warum? (z.B. Rabe, schwarze Katze, Kröte)

Eine Eule und eine Katze. Die Eule wäre meine Botin und die Katze meine Begleiterin.

12. Welches Kinderbuch hat deine Vorliebe für magische Dinge beflügelt?

„Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler. Zumal das auch mein allererstes Buch war, dass ich ganz allein gelesen habe.

13. Welche Tarotkarte würdest du wählen? (http://www.astrolymp.de/tarotkarten-bedeutung/)

Meine Geburtstkarte die VIII – Die Stärke. Und meine Seelenkarte XVII Der Stern.

14. Welche Cover sind einfach nur zauberhaft?

Da gibt es wenige im deutschen, bei denen ich sofort anspringe. Da gefallen mir eher die Englischsprachigen. Schau Dir mal „Swordspoint“ von Ellen Kushner an. Das sieht doch toll aus, oder?

15. Wen wünscht du dir als deine/n Zauberlehrer*in?

The Ancient One, Dr. Strange, Frigga aus dem Marveluniversum und ganz klar, Loki 😉

16. Wenn du dich in eine Buchwelt zaubern könntest, welche würdest du besuchen wollen?

Da würde ich einige besuchen. Neben der Welt von Harry Potter würde ich auch gerne als Touristin auf die Scheibenwelt. Und natürlich auch in meine eigenen Welten.

17. Welchen Edelstein würdest du wählen? (http://www.sternenschein.de/edelsteine.php)

Ganz klar, der Mondstein. Er steht für mich für das Weibliche, für den Mond und ist auch der Stein auf meinem Verlobungsring (nein, ich bin nicht mit jemand anderen verlobt).

18. Welches Magie-Klischee in Büchern findest du wirklich schaurig-schrecklich?

Wenn Frauen und Männer nur bestimmte Magie oder Elemente beherrschen können. Oder, wenn Frauen unbedingt noch jungfräulich sein müssen, um irgendetwas zu können. Als ob so ein kleines Jungfernhäutchen solch einen großen Unterschied macht.

19. Liest du lieber von guten oder von bösen Magier*innen?

Von beiden. Hier kommt es auf den Charakter an. Und natürlich von Loki.

20. Heilung, Kampfmagie oder Beschwörung? Womit würdest du/würde dein Charakter die Gruppe bei einem Abenteuer unterstützen und warum?

Entweder mit Heilung oder Beschwörungen. Ich bin nicht unbedingt die Kämpferin schlechthin. Mit diesen Fähigkeiten würde ich meine Gruppe besser unterstützen.

21. Welches Hexengebräu trinkst du am liebsten beim Lesen/Schreiben? (schwarzen Bohnensaft, Kräuteraufgüsse, Quellwasser?)

Quellwasser. Denn ich schreibe meistens abends und das hält mich nicht wach, wenn ich dann doch irgendwann ins Bett komme.

22. Welches Buch hat tolle Ideen für moderne/einzigartige Magie? Alternativ: Was für neue Ideen braucht Magie in Büchern?

Da bin ich ehrlich gesagt am Überlegen und mir fällt nichts ein. Irgendwie ähneln sich alle Systeme über kurz oder lang. Eine interessante Frage. Ich werd mal darüber sehr intensiv nachdenken. Und dann die Lösungen in meinem Roman verwenden.

23. Gibt es Momente in deinem Alltag, die dich so richtig verzaubern können?

Auf unserem Balkon (ich lebe in einer WG) brütet ein Meisenpaar. Und ich höre regelmäßig die Babys. Das verzaubert mich gerade.

24. Hast du schon ein Buch gelesen, das zwar Hexen/Zauberer behandelt, aber in dem keine Magie vorkommt? (z.B. Sachbuch, mittelalterlichen Roman zur Zeit der Inquisition)

Da ich regelmäßig auch Sachbücher lese, klar. Aber das ist in diesem Fall länger her.

25. Welcher Charakter hat dir einen Liebestrank eingeflößt und dein Herz erobert?

Muss ich dazu wirklich noch was schreiben? Ähm, ja … Loki 😉

26. Zeige uns ein Zitat, das so voller Magie oder Weisheit steckt, dass es glatt ein Zauberspruch sein könnte!

Göttin, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Es ist kein Zauberspruch, doch hilft mir momentan sehr. Und ja, die kleine Abänderung stammt von mir.

27. Hand aufs Herz! Glaubst du, dass es Magie wirklich gibt? Und wenn ja in welcher Form?

Da ich mich selbst als Hexe und Heidin bezeichne, erübrigt sich die Frage. Ja, es gibt für mich Magie.

28. Zeig uns ein magisches Buch, das leider keine Funken bei dir sprühen ließ!

Da ich noch darüber bloggen möchte, kann ich sagen: Band 1 von Naomi Noviks Drachenbücher.

29. Welche zauberhafte Buchreihe sollte jeder gelesen haben?

„Stein und Flöte und das ist noch nicht alles“ von Hans Bemmann.

30. Welcher Autor (auch nicht-magisch) hat dein Herz auf ewig verzaubert?

Zumindest kann ich hier nicht Loki schreiben, wenigstens etwas. Und ich denke mal, es war Heide Göttner-Abendroth, weil sie mein Denken verändert hat. Und das kommt dem wohl gleich. Denn seit ihren Büchern sehe ich die Welt ein wenig anders.

So, und nun bist Du dran.

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Wie schreibe ich einen Rockstar Romance?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Rockstars sind nicht nur musikalisch total angesagt, sondern auch in der Buchszene. Das bekomme sogar ich mit, obwohl meistens irgendwelche Hypes an mir vorüberziehen. Ich interessiere mich meistens dafür gar nicht.

Dann bin ich irgendwann über diesen Beitrag in dem Blog des Ullstein Verlages gestolpert. In diesem Beitrag geht es dadrum, welche Kriterien es braucht, um einen Rockstar Romance zu schreiben. Diese Grundlage habe ich selbst für diesen Beitrag genommen und meine eigene Gedanken darum gesponnen, wie ich selbst einen Rockstar Romance schreiben würde.

Was Du davon letztendlich übernimmst, das überlasse ich Dir. Hauptsache, das Endergebnis ist für Dich stimmig.

Kurze Vorgedanken

Zugegeben, normalerweise gehen an mir die ganzen Trends eher vorbei. Ich schreibe selbst, was ich am liebsten mag. Und zudem lese ich Bücher, die man nicht immer in irgendwelchen Bestsellerlisten findet. Aber wenn sogar ich mitbekomme, dass ziemlich viele Rockstarbücher auf dem Markt geworfen werden, dann muss da was im Busch sein.

Zwar bin ich der Meinung, man soll nicht dem Trend hinterher schreiben, sondern sollte lieber Trends selbst setzen. Aber zugleich habe ich dazu noch eine andere Meinung: Kenne die aktuellen Trends, um zu wissen, was sonst noch funktionieren könnte.

Damit meine ich, wenn Du weißt, wie ein Rockstar Romance Roman aufgebaut ist und letztendlich funktioniert, kannst Du dieses Wissen nutzen, um etwas Eigenes aufzubauen. Was das ist, das überlasse ich letztendlich Dir und Deiner Kreativität.

Daher fangen wir einfach mal an, die Grundlagen der Rockstar Romance auseinanderzunehmen.

Übrigens, im folgenden Beitrag werde ich durchgehend das generische Femininum verwenden, außer ich meine explizit eine reine Männergruppe. Ansonsten dürfen sich die Herren und alle anderen Menschen gerne und immer mitgemeint fühlen.

Dein Rockstar als Held

In jedem guten Liebesroman gibt es natürlich einen Helden und eine Heldin. Alternativ kann es natürlich auch zwei Heldinnen oder zwei Helden geben. Dazu möchte ich weiter unten noch was schreiben. Daher bleibe ich erst einmal bei einem Heteropaar.

Dein Held sollte irgendetwas mit der Musik zu tun haben. Er darf gerne auf der Bühne stehen und dort der Star sein. Aber es ist auch möglich, dass er hinter der Bühne die Fäden zieht. Vielleicht ist er ein Manager oder ein Roadie. Er könnte auch ein Plattenproduzent sein.

Dabei ist es wichtig, dass Deine Heldin über den Helden mit der Welt der Musik in Berührung kommt. Wobei es nicht notwendig ist, dass Dein Held unbedingt auch der Macher ist. Vielleicht ist er auch zurückhaltend und Deine Heldin eine große Klappe hat.

Sollte Dein Held auf der Bühne stehen, muss er nicht zwangsläufig eine Rampensau sein. Er kann auf der Bühne seine Show abziehen und trotzdem schüchtern und/oder introvertiert sein. In meinen Augen schließt sich beides nicht aus.

Im Hinterkopf kannst Du aber auch den Gedanken haben, dass Dein Held vielleicht sogar ein kleiner arroganter Typ ist. Häufig erleben wir in der Presse, dass Bands, die zu schnell aufgestiegen sind, diesen Erfolg zu Kopf steigen. Ich denke, das ist mehr als nur menschlich. Theoretisch könntest Du dann Deine Heldin dazu benutzen, ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen, bevor er seine Karriere kaputtmacht.

Normalerweise ist unser Held, also der Mann, der Rockstar. Das ist genauso Klischeebeladen wie in vielen anderen Untergenres. Der Held ist der Vampir oder der Gestaltenwandler und so weiter. Es mag durchaus sein, dass in der Rockmusikszene eher seltener Frauen als Sängerinnen oder weitere Bandmitglieder zu finden sind. Aber es gibt sie.

Die besten Beispiele sind Nightwish (die Sängerin), Skillet (Drums und Gesang, sowie Gitarre) oder auch The White Stripes (Drums). Dein Held darf also auch gerne eine Heldin sein, wenn Du mal ein wenig Abseits des Mainstreams schreiben möchtest.

Deine Band

Spontan fällt mir nur Jon Bon Jovi ein, der als Solokünstler im Bereich Rock halbwegs erfolgreich war. Sonst findet man SolomusikerInnen eher im Popbereich. Du kannst natürlich nur über ein Mitglied der Band schreiben. Aber im Grunde genommen spielt die Dynamik innerhalb der Gruppe doch eine Rolle.

Daher empfehle ich Dir, dass Du Dir durchaus Gedanken über die anderen Mitglieder Deiner Gruppe machst. Solltest Du eine Reihe schreiben, dann kannst Du am Ende jeden der Mitglieder irgendwie verkuppeln.

Für eine Band benötigst Du mindestens zwei Personen. Jemand sitzt an den Drums und jemand spielt die Gitarre. Meistens ist der Gitarrist (seltener die Gitarristin) auch zugleich der Sänger. Aber der Drummer bzw. die Drummerin darf durchaus auch singen. Das beweisen Skillet und Die Ärzte (Bela B.).

Für die maximale Anzahl gibt es eigentlich keine Grenze. Die Band Slipknot hat zum Beispiel neun Mitglieder. Und ich empfinde das durchaus ziemlich groß. Solange aber jedes Mitglied eine wichtige Rolle innerhalb der Band spielt, ist das letztendlich egal.

Durchschnittlich ist eine Bandstärke von vier bis fünf Mitgliedern wohl eher der Standard. Dazu gehört der Sänger (gelegentlich spielt er auch die Gitarre, seltener den Bass), ein bis zwei Gitarristen, einen Bassisten und dann einen Drummer.

Es ist auch möglich, einen Pianisten in die Band aufzunehmen. Das ist bei Guns n‘ Roses und Nightwish der Fall. Zwischenzeitlich ist es auch möglich, dass man einen DJ in die Band holt und ungewöhnliche Musikinstrumente spielt. Dazu gehört die Violine oder der Dudelsack. Hier kommt es darauf an, was für eine Band Du auf Deine Bühne stellen möchtest.

Schau Dir reale Bands an und überleg Dir, welche Dich am ehesten inspirieren. Bist Du eher für die klassische Variante (also Gitarre, Bass, Drums und Gesang)? Oder möchtest Du eine ungewöhnliche Band haben (eben mit Violine oder dem Dudelsack)?

Schreib die Instrumente auf, die Du in Deiner Band haben möchtest, und besetz sie dann mit den entsprechenden Mitgliedern. Und denk daran, es ist durchaus erlaubt, dass Du auch die eine oder andere Rolle mit einer Frau besetzen kannst. Das ist heutzutage nicht mehr unmöglich.

Die Musikrichtung

Rock ist nicht gleich Rock. Und überhaupt gibt es unzählige Musikrichtungen. Daher ist es gut, wenn Du da ein wenig recherchierst und Dir überlegst, wo Du Deine Band überhaupt einordnest (das kann auch interessant für die Musikinstrumente sein, die Du aufnehmen möchtest).

So gibt es auch die Metalmusik. Daneben Nu-Metal und keine Ahnung was noch. Alle haben ihre Eigenheiten, Besonderheiten und natürlich Fans. Zwar sind einige dieser Richtungen nicht mainstreamtauglich. Aber vielleicht ist das ja auch interessant. Deine Band könnte sich mit dieser Rolle abfinden und sagt sich, dass sie gerne eine Undergroundband sind. Und dann kommt jemand und versucht aus ihnen eine populäre Band zu machen, was sie an den Rand der Zerstörung bringt.

Deine Band könnte aber auch Countrymusik machen. Da wäre es auch möglich, mit einem Solokünstler zu arbeiten. Was alles möglich ist, das bringt sicherlich Deine Recherche hervor. Sei da ruhig mutig.

Das besondere Merkmal der Band

Dieser Punkt ist eher ein kann als ein Musspunkt. Du kannst Deiner Band ein unverwechselbares Merkmal geben, den sie eben einzigartig macht. Bei Nightwish war es früher, dass sie mit Tarja Turunen eine ausgebildete Opernsängerin als Sängerin hatten. Slipknot ist für ihre Masken bekannt.

Andere Bands hingegen tragen einfach nur ihre Klamotten und spielen ihre Musik und das war es. Beide Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile in der realen Welt.

Da wir es hier aber mit einem Roman (oder einer Romanreihe zu tun haben), darfst Du natürlich auch gerne dieses besondere Merkmal aufnehmen. Das kann auch den Reiz Deiner Geschichte ein wenig in die Höhe treiben.

Nehmen wir an, Du möchtest die Masken als besonderes Merkmal aufnehmen. Wenn Deine Bandmitglieder es richtig machen, dann weiß niemand, wer sich darunter befindet. Es ist eben das große Geheimnis. So kann sich der Held Deiner Geschichte Deiner Heldin nähern, ohne Angst zu haben, dass sie ihn nur deswegen anhimmelt, weil er eben ein Mitglied dieser Band ist.

Als kleiner Twist wäre noch der Gedanke interessant, dass sie vielleicht diese Band abgöttisch liebt oder hasst. Die Gründe darfst Du Dir überlegen. Nun muss Dein Held (es ist ja ein Liebesroman) Deine Heldin davon überzeugen, dass sie zueinander gehören und ihre Vorurteile nicht der Realität entsprechen. Aber das sind Gedankengänge, die Du übernehmen kannst, nicht musst.

Meine Empfehlung ist, übertreib es bitte nicht. Es muss nicht sein, dass Deine Band ungewöhnliche Musikinstrumente spielt, alle Masken tragen und zudem eine Opernsängerin haben. Das wäre dann einfach zu viel des Guten. Such Dir das eine oder andere Element aus und mach damit Deine Band zu etwas Besonderen.

Das Lied

Das ist kein Muss, ich persönlich finde es aber durchaus interessant. In einigen Serien, in denen eine Band eine wichtige Rolle spielt, kommt immer wieder ein oder zwei Lieder vor, die als Aushängeschild gelten.

Daher ist es durchaus eine nette Idee, ein Lied zu schreiben, welche Deine Leserinnen durch das ganze Buch begleiten. Du kannst zum Beispiel jedes Kapitel mit einer Strophe einleiten oder diese immer wieder einfügen, wenn es passt. Und als nette Geste fügst Du das komplette Lied am Ende Deines Romans ein.

Du musst keine Meisterin bzw. kein Meister im Schreiben von Songtexten sein. Solange es von Herzen kommt, ist es völlig ausreichend. Schau Dir andere Liedtexte an und lass Dich von denen inspirieren. Und ja, ich meine nur inspirieren, klauen ist natürlich nicht erlaubt.

Aber wie geschrieben, es ist eine reine Kannsache. Aber eine durchaus interessante Kannsache.

Tätowierungen

In der Tat haben viele Rock- oder auch Metalmusiker eine oder mehrere Tätowierungen. Das scheint für viele schlichtweg dazu zugehören. Daher kannst Du Dir schon gerne überlegen, ob Du Deinen Helden nicht auch das eine oder andere Tattoo gönnst.

Es gibt jedoch zwei unterschiedliche Arten von Tattoos. Die, die der Person gefallen (auch wenn wir sie als hässlich empfinden) und die, die der Person nicht gefallen. Du kannst Dir also überlegen, ob Du Deinem Helden nicht auch ein paar Missgeschicke auf die Haut stechen lässt.

Da wäre vielleicht ein sogenanntes Cover-up notwendig (also eine neue Tätowierung über diesen Albtraum) und dort könnte Deine Heldin auch ins Spiel kommen. Vielleicht ist sie die Tattookünstlerin, die Deinem Helden das Tattoo rettet. Oder sie ist zur gleichen Zeit in dem Laden und lässt sich ebenfalls was stechen.

Meistens erzählen die Tätowierungen irgendeine Geschichte. Du musst diese Geschichte nicht bis ins letzte Detail ausschreiben. Mach Dir aber ruhig ein paar Notizen dazu. Vielleicht findest Du eine passende Stelle in Deinem Roman, wo Du die Information entsprechend einbauen kannst.

Groupies und Hardcorefans

Groupies kann man als einen extremen Fan bezeichnen, der dem Star überall hinverfolgt und über sie oder ihn alles kennt, was sie glauben zu kennen. Dabei beziehen sie ihre Liebe nicht nur auf Musikerinnen, sondern auch auf Schauspielerinnen oder auch Politikerinnen.

Ihre Fanliebe kann auch in den sexuellen Bereich abdriften. Das bedeutet, dass sie zumindest versuchen, mit ihrem Star ins Bett zu kommen. Und man muss auch klar sagen, viele Stars nutzen das auch aus. Eventuell auch Mitglieder Deiner Band?

Übrigens, Groupies können durchaus Stalkingverhalten aufweisen, werden aber nicht als Stalkerinnen bezeichnet.

Hardcorefans sind hingegen Fans, die nichts und niemanden über ihren Star kommen lassen. Wenn jemand es wagt, schlecht über sie zu reden, wird die Person in Grund und Boden gestampft. Und sie unterstützen ihre Stars, solange sie so sind, wie der Fan es erwartet.

Denn diese Art von Fans wollen manchmal auch nicht, dass sich ihre Band oder ihr Star irgendwie entwickelt oder verändert. Als Metallica sich damals die Haare abschneiden ließen (in der Metalszene war es zumindest Pflicht lange Haare zu tragen, heute sieht es doch anders aus), haben viele Fans ihnen die Treue aufgekündigt. Ja, allein deswegen, weil sie sich die Haare haben abschneiden lassen (und die Konsequenz daraus, dass sie Mainstream wurden, angeblich).

Überhaupt lassen viele Fans ihre Stars im Stich, wenn sich abzeichnet, dass sie erfolgreich werden. Das war bei der Band von Rio Reiser so. Sie waren früher erfolglos und arm, hatten aber ihre Hardcorefans. Als Rio Reiser berühmt wurde (als Solokünstler), wurde er von seinen alten Fans eher gemieden.

Diese Gruppen können Pfeffer in Deine Geschichte bringen. So könnte ein Groupie hinter Deinem Helden her sein und dadurch zu Verwirrspielen sorgen, ob er nun Deiner Heldin fremdgegangen ist. Oder der Hardcorefan könnte es nicht wollen, dass Dein Held eine Beziehung anfängt (mit der Heldin oder mit einem Helden, also das er schwul oder sie lesbisch ist).

Drogen und Alkohol

Fakt ist, dass bei sehr vielen Band in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart das Thema Drogen und Alkohol eine Rolle gespielt haben oder sogar immer noch spielen. Das unter dem Teppich zu kehren und so zu tun, als gäbe es dieses Problem, finde ich problematisch.

Du kannst gerne Deine Band clean halten, das ist völlig in Ordnung, aber mach Dir trotzdem ruhig Gedanken darüber, wie sie zu diesem Thema stehen. Vielleicht hat ein Mitglied in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen damit gemacht und ist nun clean. Oder jemand rutscht ab und betrinkt sich regelmäßig oder nimmt Drogen.

Es ist durchaus in Ordnung, wenn Deine Band oder Deine Heldin mal ein Bier oder ein Korn trinkt. Sollten sie aber zu tief ins Glas gucken, dann überleg Dir bitte, warum sie das tun und ob sie ein Problem mit dem Alkohol haben. Nicht jeder, der mal betrunken ist, hat automatisch gewisse Probleme. Darüber will ich hier nicht diskutieren. Aber wir reden hier immerhin von Deiner Charakterarbeit. Und da solltest Du natürlich wissen, ob es dem so ist.

Notier Dir hier also, wie Deine Band mit dem Thema umgeht und auch, wie es Deine Heldin sieht. Vielleicht hat auch sie das Problem mit Drogen und Alkohol. Das wäre auch eine Möglichkeit.

Örtlichkeiten

Eine Band findest Du an verschiedenen Orten. Auf der Bühne, bei denen zu Hause (muss es eigentlich immer eine Villa sein?), im Tonstudio und wo auch immer. Also Orte, wo man Deinen Star antrifft. Nur wird es dort schwierig, die Frau des Lebens bzw. den Mann auf der Straße anzutreffen. Denn warum sollte sie in der Villa Deines Rockstars abhängen, außer sie wäre ein Fan, eventuell ein Groupie.

Überleg Dir also, wo überall Deine Helden zu finden sind, damit Du Dir überlegen kannst, wie er über Deine Heldin stolpern kann. Kennst Du die Orte, wo man ihn am ehesten antrifft, kannst Du Dir überlegen, wie sie überhaupt aufeinandertreffen können.

Die Bühnenshow

Sollte Deine Band in Deiner Geschichte auf die Bühne gehen, dann überlege Dir auch gerne eine Bühnenshow. Denn viele Bands haben gewisse Eigenheiten, welche sie dort zum Tragen kommen lassen.

Das geht über den Aufbau der Bühne, bis hin, wer was dort für einen Part hat. Zudem kannst Du Dir noch überlegen, wie die eigentlichen Lieder live geändert werden. Denn häufig agiert die Band mit ihren Fans, um diese zu motivieren mitzusingen oder was auch immer sie gerade wollen.

Da kann ich Dir empfehlen, mal ein Livealbum und zudem auch noch eine Bühnenshow einiger Bands anzuhören. Du wirst verstehen, was ich meine. Häufig werden gerade Gitarrensolos eingebaut, die es auf dem Studioalbum nicht zu finden sind.

Und natürlich können live auch Fehler passieren. So erzählte Farin Urlaub einmal, dass er bei einem Konzert einfach mal eine komplette Strophe vergessen hatte, er dachte, das Lied wäre zu Ende und wunderte sich, warum die restliche Band noch weiterspielt. Er war in diesem Moment völlig konfus.

Das kannst Du Dir auch überlegen, dass Deine Band auf der Bühne stolpert oder ein Lied vermasselt. Aber auch Unfälle können auf der Bühne passieren. So gab es bei Metallica mal ein Unfall mit der Pyrotechnik und James Hetfield (Gitarre und Gesang) verletzte sich dabei so schwer, dass er das Konzert abbrechen musste.

Was auch immer Du machst, einmal darf es gerne passieren.

Interviews

Aufgrund der Persönlichkeit der Bandmitglieder kannst Du Dir auch überlegen, wie die Interviews sind. Denn jedes Interview ist letztendlich anders, was halt durch die Persönlichkeit geprägt ist.

An dieser Stelle werde ich keine Namen nennen, aber in einem Interview meinte ein Rockstar über einen anderen, dass dieser in seinen Interviews andauernd jammerte. Die Reaktion des ersten Stars war, jammern auf höchstem Niveau. Das lag halt im Charakter der Person. Er jammerte halt auf höchstem Niveau.

Daher überleg Dir, wie Deine Band im Interview sich benimmt. Versprechen sie sich öfters oder sind sie unhöflich? Vielleicht sind sie auch extremst höflich? Oder sie geben gar keine Interviews?

Egal was es ist, überleg es Dir. Und vielleicht baust Du so etwas in Deiner Geschichte ein. Du kannst es aber auch als Schreibtraining benutzen, um die einzelnen Bandmitglieder besser kennenzulernen, indem Du ein Interview schreibst und schaust, wie sie sich benehmen. Ob Du es am Ende verwendest, das liegt dann an Dir.

Noch ein kleiner Hinweis, Deine Heldin oder Dein Held könnte ja auch das Interview führen. Und darüber könnten die beiden sich kennenlernen.

Nebenprojekte

Einzelne Bandmitglieder können noch nebenbei andere Musikprojekte haben. Oder überhaupt noch woanders aktiv sein. Wie wäre es, wenn sie schauspielern oder Wrestler sind (so wie Chris Jericho als Beispiel).

Wenn die Hauptband zum Beispiel Masken trägt, könnte das Mitglied in der anderen Band keine Maske tragen. Dadurch könnte der Held der Heldin näherkommen und eine schöne Verwicklungsgeschichte stehen (sie mag die Band mit den Masken zum Beispiel nicht, aber die ohne schon).

Joey Jordison von Slipknot (ehemaliger Drummer) hat eine Zeit lang bei den Murder Dolls gespielt (als Gitarrist). In solchen Projekten können die Gesichter zum Beispiel geschminkt sein. Aber es wäre auch möglich, dass Dein Mitglied offen zu seiner Identität steht.

Ich würde Dir aber zur Übersichtlichkeit empfehlen, dass Du Deiner Band nicht zu viele Nebenprojekte gibst. Theoretisch könnte natürlich ein Mitglied Musiker sein, Filmschauspieler, Wrestler, dann noch ein Onlinemagazin haben, Podcasts veröffentlichen, Buchautor sein, Künstler und keine Ahnung was noch. Aber wann soll er dann für seine Heldin noch Zeit haben? Und bei einem Mitglied ist das durchaus in Ordnung. Aber dann bitte, bitte nicht bei allen. Nicht jeder Mensch hat unendlich viele Leidenschaften, die sie alle umsetzen wollen (auch wenn ich das Selbst nicht so nachempfinden kann).

Mitglieder austauschen

Vor Jahren habe ich in einer Doku gehört, dass ZZ Top die einzige Band sind, deren Gründungsmitglieder bis heute immer noch Teil der Band sind. Und damit sind sie absolut einzigartig. Alle anderen Bands haben mindestens ein Mitglied ausgetauscht.

Das kann tragische Gründe haben, indem das Mitglied bei einem Unfall oder einer Überdosis verstorben ist. Oder es hat einfach, ich schreib es mal so, politische Gründe, und das Mitglied wurde aus der Band geworfen (siehe Metallica, Nightwish und auch Slipknot).

Alternativ kann auch ein Mitglied gesagt haben, dass es nicht mehr kann, zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen (wie bei Kamelot oder bei den Toten Hosen) oder weil sie oder er nicht mehr möchte (Peter Gabriel bei Genesis).

Wenn Deine Band danach weitermachen möchte, können sie das Mitglied entsprechend ersetzen. Dein Vorteil ist dann, dass Du über das neue Mitglied noch einen weiteren Band schreiben kannst. Ich würde Dir aber empfehlen, es nicht zu übertreiben. Ein Mitglied auszutauschen, vielleicht zwei, das reicht völlig aus. Wenn Du nach und nach alles austauschst, dürfte das bei Deinen Leserinnen nicht gut ankommen.

Solltest Du also noch die Idee für eine weitere Geschichte haben, darfst Du gerne ein oder zwei Mitglieder austauschen (wie es bei Nightwish damals der Fall war). Aber danach sollte es gut sein.

Kollaborationen

Es gibt Bands, die sich Gastsängerinnen oder Gastsänger einladen und entweder nur ein Lied oder ein komplettes Album gemeinsam einsingen. Hier kommt es darauf an, was den Personen am liebsten ist. Und auch darüber könntest Du schreiben und ein wenig mehr Pfeffer in die Geschichte streuen.

Denn hier könnten Gerüchte über Beziehungen entstehen, einzelne Bandmitglieder können Probleme mit dem Gast haben oder es funktioniert alles nicht so, wie es funktionieren sollte.

Und natürlich könntest Du so Deine Heldin und Deinen Helden zusammenbringen. Vielleicht wollten die beiden keine Zusammenarbeit und mussten es, warum auch immer. Nun müssen sie Zeit miteinander verbringen und der Rest ist dann Deine Geschichte.

Weitere Gedanken zu Deiner Rockstargeschichte

Das waren die Punkte aus dem Beitrag mit einigen weiteren, die ich selbst hatte, als ich diesen gelesen habe. Natürlich brauchst Du eine spannende Geschichte, vielschichtige Charaktere und gute Dialoge, damit Dein Roman am Ende wirklich lesbar ist.

Wie ich schon oben geschrieben habe, kannst Du natürlich auch weibliche Mitglieder in Deiner Band aufnehmen. Das würde definitiv eine andere Dynamik in die Geschichte hineinbringen. Und warum soll nicht mal eine Heldin der Rockstar sein? Und der Held kreuzt ihre Wege und taucht dann in ihre Welt hinein.

Weiterhin ist es möglich, dass Du auch eine Gay- bzw. Lesbiangeschichte schreibst. Deine Rockstarheldin könnte sich also in eine Frau verlieben. Oder Dein Rockstarheld in einen Mann. Ich könnte mir durchaus gut vorstellen, dass mit einer homosexuellen Beziehung viele Fans ihre Probleme haben, geschieht diese außerhalb des Popbereichs.

Denn für viele existieren keine Lesben (ja, diesen Spruch durfte ich wirklich mal lesen) und schwule sind ja eklig (nicht meine Ansicht, sondern die vieler anderen). Damit wären durchaus einige Ideen für Konflikte sicherlich möglich, oder?

Alternativen zu den Rockstars

Wenn Du der Überzeugung bist, dass Rockstars für Dich nichts sind, Du aber die Grundidee nicht schlecht findest, es gibt durchaus alternativen, mit denen Du Dich auseinandersetzen kannst.

Sport

Poppy J. Anderson hat es vorgemacht und eine Footballmannschaft ins Rennen geschickt. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Sportrichtungen, derer Du Dich bedienen kannst. Und hier gibt es einen klaren Vorteil.

In vielen Vereinen ist es üblich, dass Spielerinnen regelmäßig ausgetauscht werden. Daher kannst Du hier in der Tat eine sehr lange Reihe schreiben. Weiterhin gibt es die Rolle der Trainerinnen, Managerinnen, Verbandsleiterinnen, Ärztinnen und viele mehr. Die Auswahl ist beinahe unerschöpflich.

Wrestling

Wer mir auf Twitter folgt, weiß, dass ich Wrestling mag. Und warum nicht das als Grundlage für eine Romanreihe machen? Ich wüsste schon, wie mein Wrestlingteam aussehen würde.

Entscheidest Du Dich für so etwas, solltest Du Deinen eigenen Verband gründen und die ganzen Moves kennen und eigene erfinden. Besonders die Finishingmoves sind individuell zu besetzen und zu erfinden. Denn sie sind eine Art Visitenkarte im Wrestling.

Weiterhin ist es wichtig, dass Du den Unterschied von Heel und Face kennst, was ein Enzuigiri ist und wie Wrestling überhaupt funktioniert. Sowie die Fehden innerhalb des Wrestlinguniversums schreibst, die ein Teil der Show ist. Und ganz wichtig, dass alles natürlich nur Fake ist.

Auch hier ist der Vorteil, dass Du über sehr viele Wrestler und Wrestlerinnen schreiben kannst. Zudem kannst Du mehrere Formate erfinden und immer wieder neue Gesichter ins Geschehen holen und andere aus Deinem Verband werfen. Theoretisch ist diese Welt unerschöpflich.

Und zudem gibt es Wrestling auch in anderen Teilen der Welt. Besonders Japan und Südamerkike scheinen eine Wrestlinghochburg zu sein.

Universität

Du könntest aber auch in ein völlig anderes Gebiet Dich hineinwagen und eine fiktive Universität erfinden. Alternativ wäre es auch eine Schule oder College. Dort schreibst Du aus dem Leben der Lehrerinnen bzw. Professorinnen und die der Schülerinnen.

Und in der Tat sind einige Lehrkräfte selbst regelrechte Rockstars.

Ärztinnen

Entweder in einer Privatpraxis oder in einer Klinik. Muss ich eigentlich dazu noch was schreiben? 🙂

Abschlussgedanken

Zugegeben, nachdem ich diesen Beitrag überarbeitet habe, habe ich selbst Lust bekommen, einen Rockstar Roman zu schreiben. Vielleicht mache ich es auch. Oder einen Wrestlingroman. Wichtig hierbei ist, wie bei jedem Genre, dass Du richtig viel Spaß dabei hast. Wenn nicht, wird man es Dir anmerken und Deine Geschichte kommt nicht so gut an.

Also schmeiß Deine Anlage an und hab viel Spaß dabei.

Deine Welt

Wenn Du in diese Welten hineintauchen möchtest, welche möchtest Du wählen? Darf es eine Band sein? Oder doch eher ein Sportteam? Oder willst Du gar übers Wrestling schreiben? Entscheide Dich und fang schon einmal an ein wenig zu recherchieren.

Dein Plan

Du hast Dich entschieden? Dann leg los. Fang an zu planen, zu plotten und die entsprechenden Rollen zu besetzen. Und natürlich, fang gerne an zu schreiben.

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Wie könnte ich eine feministische Geschichte schreiben?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn ich die Twitterseite öffne, dann begrüßen mich immer öfters Beiträge oder Retweets zu feministischen Themen. Vielleicht liegt es daran, dass ich entsprechenden Leuten folge. Es könnte aber auch daran liegen, dass dieses Thema immer wichtiger wird. Doch wie könnte man den Feminismus in einem Roman packen?

Kurze Vorgedanken

Mir ist sehr wohl bewusst, dass bei vielen, sehr vielen Leuten der Feminismus – gelinde gesagt – ein negatives Thema ist. Viele sind der Meinung, dass wir heutzutage keinen Feminismus mehr benötigen, immerhin haben wir ja die Gleichberechtigung erreicht. Warum sollte man also noch darüber diskutieren? Oder gar eine feministische Geschichte schreiben?

Um es kurz zu machen, wir brauchen heute mehr denn je den Feminismus. Allein wenn Du Dir diese Seite anschaust, dann sollte jede und jeder klar werden, es gibt immer noch viel zu tun. Und wenn Du der Meinung bist, das ist normal, dann muss sogar noch mehr getan werden.

Daher werde ich weiterhin über das Thema bloggen, auch wenn es sicherlich einigen ein paar Bauschmerzen bereitet.

Übrigens, im folgenden Beitrag werde ich durchgehend das generische Femininum verwenden, außer ich meine explizit eine reine Männergruppe. Ansonsten dürfen sich die Herren und alle anderen Menschen gerne und immer mitgemeint fühlen.

Was ist Feminismus?

An dieser Stelle möchte ich keine Abhandlung darüber halten, was der Feminismus ist. Dazu gibt es durchaus einige Seiten im Netz, welche Dich darüber fachkundig aufklären. Daher möchte ich Dir hier meine eigene Interpretation vorstellen. Sie ist nicht vollständig und vermutlich nicht unbedingt akademisch korrekt, aber für den Anfang reicht es sicherlich aus.

Den Feminismus sehe ich als ein Konzept, dass alle Menschen zu keinem Zeitpunkt benachteiligt werden sollen. Zuerst fing es bei den Frauen an, das stimmt. Das lag aber auch daran, dass früher in erster Linie Frauen sehr viele Nachteile hatten, die es zu überwinden galt. So durften sie ohne die Erlaubnis ihres Ehemannes keiner Arbeit nachgehen. Er konnte sogar zu ihrem Arbeitgeber hingehen und kündigen, wenn er es für richtig hielt (oder Lust dazu hatte).

Weiterhin durften Frauen lange Zeit nicht wählen (während es bei Männern von vornherein feststand, dass es keine Gründe gab, die dagegen sprachen). Sie durften nicht über ihr eigenes Geld verwalten und so weiter und so weiter. Das waren einige Gründe, warum der Feminismus sich in erster Linie um die Frau gekümmert hatte. Denn sie brauchte anfänglich die Unterstützung, um in die Nähe der Rechte zu kommen, die ein Mann hatte.

Zwischenzeitlich sieht es etwas besser aus, was Frauen dürfen und was nicht. Und doch erzählte mir vor Jahren eine Kollegin, dass sie als IT-Systemkauffrau arbeiten wollte (der erste Beruf, den ich lernte). Sie wurde abgelehnt, weil sie als Frau aller höchstens Kaffee kochen könnte. Und ansonsten hätte sie in der Nähe von der Technik nichts zu suchen. Dazu sage ich mal nichts.

Zwischenzeitlich schauen auch viele Feministinnen genauer hin, wenn sich der Sexismus gegen den Mann richtet. Aber sie schauen genauer hin, wenn es um Rassismus oder Antisemitismus geht. Natürlich ist nicht jede Feministin automatisch perfekt. Und nicht alle kümmern sich um diese Themen oder sind so weit gekommen, dass sie sich auch den Mann betrachten. Aber das ist auch nicht möglich. Man kann nur schauen, wo man selbst helfen kann. Und alle anderen dann so weit unterstützen, wie man es eben schafft. Und dann den Rest den anderen überlassen.

Warum feministische Geschichten?

Natürlich könnte man jetzt sagen, es reicht, wenn man sich theoretisch mit dem Feminismus beschäftigt. Oder im Rahmen von Fachtexten oder Sachbüchern. Doch häufig fehlt uns das Feingefühl, was wirklich feministisch ist und was nicht. Manchmal denke ich, dieses Thema geht ja eigentlich in Ordnung. Und einige Zeit später stelle ich fest, dass es dem doch nicht so ist. Es ist sexistisch, rassistisch oder was auch immer.

Wenn man andauernd mit sexistischen Themen – um dabei zu bleiben – regelrecht bombardiert wird, fällt es schwer dieses als solche zu erkennen. Daher ist es durchaus wichtig, dass man darauf hingwiesen wird, wenn ein Thema eben sexistisch ist. Oder von vornherein gesunde und starke Rollenbilder präsentieren.

Denn ich bin der festen Überzeugung, wenn wir mit positiven Rollenbildern konfrontiert werden, dann sind wir eher in der Lage diese zu verinnerlichen. Ansonsten identifizieren wir uns eher mit den negativen Vorbildern. Und das halte ich persönlich für ungesund.

Lass uns eine feministische Geschichte schreiben

Vielleicht sagst Du Dir jetzt, ich möchte zumindest versuchen, eine entsprechende Geschichte zu schreiben. Daher sind hier ein paar Vorschläge, die Du dabei berücksichtigen kannst.

Die widerwillige Heldin

Sehr häufig scheinen Autorinnen zu denken, dass ihre Heldinnen gar keine Heldinnen sein wollen. Also müssen sie ihren Widerwillen brechen und dafür Sorgen, dass sie ins Abenteuer gescheucht werden.

Katniss Everdeen ist solch eine widerwillige Heldin. In „Die Tribute von Panem“ geht sie nicht freiwillig ins Abenteuer, sondern opfert sich. In diesem Fall für die Familie. Nein, es ist nichts Schlechtes daran, dass ihr die Familie so wichtig ist, dass sie für ihre kleine Schwester in den Tod geht. Aber es ist auch typisch weiblich. Eine Frau opfert sich für die Familie, um dann Teil der Geschichte zu werden.

Manchmal hab ich aber das Gefühl, dass man Frauen keine Abenteuerlust zuspricht. Meistens wird ihnen irgendeinen Grund zugesprochen, damit sie ihre gewohnte Umgebung verlassen, um ins Abenteuer zu gehen.

Hier eine sehr gute Nachricht, dies ist nicht notwendig. Es darf ab und an gerne sein, dass Deine Heldin sich opfert, um jemanden anderen das Leben zu retten. Aber sie darf auch so ins Abenteuer gehen und dort entdecken, wer sie ist und vor allem, was sie alles kann.

Weiblichkeit ist kein Problem, dafür die Misogynie

Sehr häufig wird in den Geschichten es so dargestellt, dass die Weiblichkeit per se schlecht ist. Dabei ist nicht diese das Problem, sondern die Misogynie.

Frauen werden häufig auf gewisse Themen stark reduziert. Unter anderem, dass sie zu gerne Schuhe kaufen oder Kleidung. Sie treffen sich, um zu reden, nein, natürlich tratschen sie nur. Oder haben andere Interessen, welche eben als typisch weiblich gelten.

Wenn Frauen sich mit diesen Themen beschäftigen oder gar identifizieren, wird es häufig in negativer Art und Weise getan. Und das eigentlich nur, weil es Frauen interessant finden. Das kannst Du daran erkennen, dass Männer, wenn sie sich dafür ebenfalls interessieren, häufig absurd dargestellt werden.

Doch nicht der Umgang mit diesem Dingen durch die Frau ist das Problem, es ist die Ansicht darüber. Also die Misogynie ist hier das Ärgernis. Denn es werden so gut wie alle männlichen Themen als für wichtiger erachtet, als die der Frauen. Das kannst Du daran erkennen, dass reine Männerberufe besser bezahlt werden, solange keine Frauen in diesen arbeiten. Arbeiten mehr Frauen in diesen Berufen, werden diese automatisch schlechter bezahlt.

Willst Du ein bestimmtes Frauenthema beschreiben, dann tue es gerne, aber eben neutral und respektvoll. Nur weil eine Frau gerne einkaufen geht, ist das nicht als negativ zu bezeichnen. Genauso wie das lackieren von Fingernägeln. Sobald es aber lächerlich dargestellt wird, weil Männer so etwas nie machen würden, haben wir meistens ein Problem.

Die heilige Jungfrau

Aus irgendwelchen Gründen sind Jungfrauen in Geschichten ziemlich heiß begehrt. Entweder die Frauen hatten schon Ewigkeiten keinen Sex mehr gehabt (in Geschichten für Erwachsene) oder sie sind noch echte Jungfrauen (zum Beispiel bei Young Adult Geschichten). Das macht den Wert der Frau aus, zumindest in diesen Geschichten.

Man hat das Gefühl, dass Frauen noch so doof sein können, sind sie aber Jungfrauen, sind sie mehr Wert als ihre beste Freundin. Dabei könnte sie einen IQ von 256, die Menschheit mehrere Male gerettet und ein Heilmittel gegen Krebs, Aids und Dummheit erfunden haben. Ist sie keine Jungfrau, ist sie nichts wert – auch wenn ich das überspitzt hier darstelle.

Frauen sind mehr, als ein Jungfernhäutchen und ob sie mit einem oder mehreren Kerlen geschlafen hat. Es wäre also schön, wenn man sie nicht darauf reduzieren würde. Denn es geht nicht nur um ihre Sexualität, sondern auch wie sie damit umgeht. Und das wäre schön, wenn sie es selbstbestimmt und selbstbewusst tut. Denn auch Frauen dürfen Spaß im Bett haben, ohne das sie mit Mr. Right ins Bett geht.

Frauen sind automatisch Feindinnen

Aus irgendwelchen Gründen glauben viele, zumeist Männer, wenn Frauen aufeinandertreffen, dann gibt es zwei Dinge, über die Frauen sich unterhalten:

  • über Männer
    und
  • wie Frauen sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen können.

Wenn Frauen aufeinandertreffen, dann stecken sie ihr Revier ab und überprüfen dann, wie sie die Gegnerin fertigmachen können. Das ist mir letztens auch bei Doctor Who aufgefallen. Rose Tyler traf auf eine ältere Begleiterin des Doctors. Und sofort haben sie sich angezickt. Sie mussten sich erst erinnern, dass das absolut lächerlich ist, aber das war der erste Schritt, wie prügeln uns um den Doctor.

Es wäre echt schön, wenn zwei Frauen aufeinandertreffen und sie sich respektvoll begegnen könnten. Sie streiten sich nicht um einen Mann oder sind erbitterte Feindinnen. Frauen dürfen gerne Vertraute sein, Freundinnen oder einfach nur Kameradinnen. Frauen müssen sich nicht automatisch verstehen oder automatisch ablehnen. Sie können auch einfach nebenher existieren.

Du willst feministische Geschichten schreiben? Dann sei eine Feministin!

Natürlich musst Du keine Feministin sein, um feministische Texte zu schreiben. Immerhin musst Du auch keine Mörderin sein, um einen Krimi zu verfassen. Aber in diesem Fall hat es durchaus einige Vorteile. Denn wer sich mit der Materie beschäftigt, hat einen ganz anderen Zugang dazu.

Du wirst eher sehen, welche Themen wichtig sind, wie Du sie angehen kannst und warum etwas sexistisch ist und etwas anderes nicht. Denn Du beschäftigst Dich mit der Materie und kannst dies dann auch in Deinen Geschichten entsprechend einbringen.

Zudem bekommst Du sicherlich noch die eine oder andere Idee für Deine nächste Geschichte. Denn die ganzen Probleme im Feminismus könnten Dich dazu bringen, darüber nachzudenken und aufzuzeigen, wie man es besser schreiben kann.

Abschlussgedanken

Wenn Du Dich durch meinen Blog klickst, dann wirst Du einige Beiträge zum Thema Sexismus und Rassismus finden. Auch diese kannst Du als Grundlage für Deine Geschichten nehmen, wenn Du noch weitere Inspirationen benötigst.

Du hast aber sicherlich gesehen, dass kein Vorschlag dazu führen soll, Männer zu hassen oder sie auszuschließen. Es gibt sie natürlich, die Feministinnen, die Männer hassen. Es gibt auch genügend Männer, die Frauen hassen. Und daran stören sich nicht unbedingt viele Leute.

Feministische Geschichten ermöglichen es, dass Du eine andere Form von Geschichten veröffentlichst. Und vielleicht, ja wirklich vielleicht, sind sie sogar stärker als das, was wir aktuell zu lesen bekommen.

Auf alle Fälle würde ich mich über Deine Texte freuen und wünsche Dir beim Schreiben viel Spaß.

Informieren

Informier Dich gerne über das eine oder andere Thema zum Feminismus. Was will diese Richtung, was für Arten von Feminismus gibt es (denn DEN Feminismus gibt es nicht, das vorab zur Info) und wofür stehen sie ein. Vielleicht bekommst Du dadurch schon ein paar Inspirationen für eine Geschichte.

Mach den Test

Hier gibt es einen von vielen Tests, um zu sehen, ob Du feministisch veranlagt bist. Wenn nicht, vielleicht magst Du darüber nachdenken warum und welche Aussagen solcher Tests als feministisch angesehen werden.

Und klar, solche Tests sind nicht aussagekräftig, aber inspirierend.

Eine Geschichte

Wie wäre es, wenn Du eine feministische Kurzgeschichte schreibst. Das ist mehr, als wenn man gar nicht anfängt. Und vielleicht hast Du dabei so viel Spaß, dass Du am Ende sogar einen Roman schreiben möchtest.

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Deine persönliche Schreibplanung: Quartal, Semester, Jahr

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das erste halbe Jahr ist nun vorüber. Daher kann man den heutigen Tag nutzen, um eine Auswertung vorzunehmen und zu planen. Und zwar bezüglich Deiner Schreibziele.

Kurze Vorgedanken

Irgendwann hab ich auf Twitter ein Zitat gelesen, der mir im Gedächtnis hängen blieb. Wir planen unseren Urlaub sehr genau, aber nicht unser Leben, das ist eine sinngemäße Wiedergabe. Leider weiß ich nicht mehr, wer dies gepostet hat.

Auch wenn Du eher eine Spontanurlauberin bist, wirst Du Dir schon überlegen, wohin es geht und zumindest grob recherchieren, was Du vor Ort sehen kannst. Doch häufig gilt das nicht für unser Leben.

Irgendwie dümpeln wir zwischen Erwartungen aus unserem Haushalt und groben Vorstellungen dahin und wundern uns, wenn das Leben voranschreitet und wir immer noch da sind, wo wir eigentlich nicht sein wollen.

Für die Lebensplanung bin ich nicht unbedingt die beste Ansprechpartnerin. Aber mit der Schreibplanung möchte ich Dir heute ein wenig weiterhelfen. Dabei werde ich so tun, als würdest Du ein Bullet Journal verwenden, auch wenn es dem nicht so ist.

Denn für mich ist es das idealste Werkzeug für die Planung um Umsetzung dieser Ziele. Du kannst die Tracker so gestalten, wie Du willst. Und sobald etwas erledigt ist oder sich erübrigt hat, zeichnest Du einen neuen Tracker. Das ist im Grunde genommen total ideal.

Natürlich kannst Du die Ideen auch auf Deine Art und Weise umsetzen. Nimm daher alles Folgende als Vorschlag an und setze das um, was Dir gefällt.

Deine Wunschliste

Fangen wir ganz klein an und trotzdem mit dem größten Teil in unserem Leben. Wir haben alle unsere Wünsche, die wir gerne umgesetzt sehen würden. Das kann eine Weltreise sein oder das eine unserer Geschichten in Hollywood verfilmt wird. Und nichts davon ist größenwahnsinnig genug für Deine Wunschliste.

Daher schreib bitte alles, wirklich alles auf, was Du gerne in Deinem Leben erreichen möchtest. Unrealistische Dinge wie Shakespeare zu treffen oder ohne Schutzanzug auf dem Mond spazieren zu gehen dürfen zwar fern bleiben, alles andere schreib bitte auf.

Die Bescheidenheit hat im Bezug auf Deinen Leben keinen Platz. Sei also richtig größenwahnsinnig, wenn Du das Bedürfnis danach hast. Und wenn Du es brauchst, arbeite ruhig ein paar Tage an Deiner Wunschliste. Es geht um Dich.

Daher pack alles auf die Liste, was Du theoretisch erreichen würdest, wenn Du könntest.

Deine Bucket List

Eine Bucket List ist eine Liste von Dingen, die man definitiv im Leben erreichen möchte. Zu der Wunschliste sehe ich hier einen gewissen Unterschied, bzw. ich möchte einen machen.

Die Wunschliste ist für Dein komplettes Leben gedacht. Also auch für Dein hohes Alter. Aber sie ist auch eher unbestimmt. Hier darfst Du Dich austoben und Dinge notieren, die Du vielleicht lustig fändest, aber nicht unbedingt wirklich erreichen möchtest.

Die Bucket List ist für mich etwas Konkreteres. Hier stehen Dinge drauf, die Du definitiv erreichen willst. Nimm Dir einen Zeitraum und schreib dann auf, was Du bis zu einem bestimmten Datum wirklich schaffen möchtest. Sagen wir, Du willst in den kommenden zehn Jahren zehn Dinge erreichen.

Notier Dir daher bitte die Dinge, die Du tatsächlich erreichen willst und den Zeitraum, in dem Du das alles schaffen möchtest. Sei hier bitte so ehrlich wie nötig zu Dir selbst. Wenn Du etwas wirklich erreichen willst, schreib es auf. Ist es eher nur ein Wunsch, dann überleg, ob es Dir wichtig ist.

Diese Liste würde ich immer am Anfang in Deinem Bullet Journal eintragen und es besonders schön gestalten. Dann hast Du es immer bei Dir, wenn Du Dein Journal mit Dir führst. Das soll Dich daran erinnern, immer am Ball zu bleiben und Deine Ziele zu erreichen.

Jetzt könntest Du einwenden, dass ein Bullet Journal nicht ewig hält und Du daher immer wieder diese Liste neu abschreiben möchtest. Darauf antworte ich, toll, genauso soll es sein. Mit jedem neuen Journal wirst Du daran erinnert, dass Du überhaupt eine Bucket List hast. Und zudem kannst Du jedes Mal überprüfen, ob Du Deinen Zielen nähergekommen bist.

Weiter kannst Du schauen, welche Punkte Du erreicht hast und diese dann streichen. Vielleicht möchtest Du einen neuen Punkt auf Deine Liste setzen. Zugleich kannst Du überprüfen, ob alle Punkte noch für Dich einen Wert haben. Denn manchmal ist es so, dass wir der festen Überzeugung sind, dass wir etwas Bestimmtes erreichen wollen. Doch dann werden wir älter oder haben etwas anderes erreicht und sehen, dass dieser eine Punkt nicht mehr wichtig ist. Und können ihn dann doch streichen.

Sieh das also bitte nicht als eine Art Bestrafung an, sondern als Möglichkeit. Eine Möglichkeit, zu wachsen und Dein Wachstum gebührend zu feiern.

Deine Jahresplanung

Da Du nun weißt, was Du theoretisch alles erreichen willst, brechen wir alles herunter. Wobei ich mich hier in erster Linie auf das Schreiben konzentriere. Aber letztendlich gilt das durchaus auch für alle anderen Bereiche.

Sicherlich hast Du schon Erfahrungen gemacht, was für ein Schreibpensum Du hast. Überleg Dir genau, was Du erreicht und wie Du es erreicht hast.

Wenn Du in einem Monat besonders viel oder besonders wenig geschrieben hast, dann überprüf, was so besonders an diesen Monaten war. Und schau nach, ob Du die Bedingungen dann wiederholen kannst. Gerade die erfolgreichen Monate dürfen uns gern inspirieren.

Nun überleg Dir, was für Ziele Du im kommenden Jahr erreichen möchtest. Es kann eines sein oder auch mehrere. Sei aber bitte so realistisch und versuch Dich nicht selbst zu überfordern. Du kannst nicht innerhalb eines Jahres drei Romane schreiben, einen Kurs lernen oder gar einen selbst schreiben, Deine Wohnung renovieren und eine Weltreise machen.

Du kannst in einer ruhigen Minute gerne planen, wie Du all diese Dinge erreichen möchtest, aber wichtig ist eher, was Du tatsächlich im kommenden Jahr erreichen willst. Und da ich mich hier aufs Schreiben konzentrieren möchte, dreht sich alles natürlich um Deinen nächsten Roman.

Wie viele Romane, Novellen oder auch Kurzgeschichten würdest Du in einem Jahr schaffen. Sei durchaus realistisch. Wenn Du bisher über ein Jahr gebraucht hast, um einen Roman zu schreiben, wirst Du zukünftig nicht ein Dutzend schaffen. Dem ist leider so. Es ist am besten so, dass Du Dich nach und nach da heranwagst.

Sagen wir mal, Du möchtest innerhalb eines Jahres vier Romane schreiben (nicht überarbeiten). Dann könntest Du – wie Stephen King es empfiehlt – in jeder Jahreszeit einen Roman plotten und schreiben. Wenn Du viel schreibst und täglich einige Zeit abzweigen kannst, ist das durchaus machbar.

Willst Du noch nicht so weit gehen, dann versuche es mit zwei oder einem Roman. Auch das ist schon eine ganze Menge, wenn Du das schaffst.

Wenn Du weitere Ziele in dem Jahr erreichen möchtest, solltest Du gucken, ob Du alles wirklich unter einem Hut kriegst. Bei vier Romanen und einem Studium könnte es letztendlich doch ein wenig eng werden. Daher finde ich die Planung durchaus wichtig.

Halbes Jahr: Rückblick und Ausblick

Nach einem halben Jahr empfiehlt es sich kurz innezuhalten und zu schauen, was Du bisher erreicht hast und wo es noch hapert. Wenn Du vier Romane in einem Jahr schreiben wolltest, solltest Du nach einem halben Jahr die Hälfte geschafft haben. Wenn nicht, dann wäre es Zeit zu überprüfen, woran das lag.

Hast Du aber Deine Ziele nach einem halben Jahr erreicht, dann ist es durchaus legitim, sich selbst zu feiern. Immerhin hast Du tatsächlich geschafft, sechs Monate durchzuhalten und an Dich und Deinen Träumen zu arbeiten. Wenn das nicht ein Lob verdient hat, weiß ich auch nicht.

Zugleich solltest Du dann schauen, was Du tatsächlich noch in den kommenden sechs Monaten erreichen möchtest. Vielleicht hat sich Dein Interesse schon wieder geändert oder Du siehst ein, dass Deine Ziele zu hoch gesteckt waren. Dann kannst Du jetzt noch einmal alles umschreiben.

Wenn Du ein Bullet Journal führst, kann es sich lohnen, nach sechs Monaten ein Neues anzuschaffen. Häufig reichen die Notizbücher auch nicht viel länger, wenn man viele Tracker oder auch Tagesseiten einführt. Da kannst Du auch Deine aktuellen Listen entsprechend neu eintragen.

Das Quartal

Häufig fühlt sich ein Jahr so elendig lang an. Auch ein halbes Jahr kann ziemlich lang sein. Jedoch kann man vom Gefühl her ein Quartal realistisch betrachten. Daher kannst Du in Deinen Bullet Journal eine Seite oder eine Doppelseite für jedes Quartal reservieren. Und dort schreibst Du alles auf, was Du in den jeweiligen Monaten erreichen möchtest.

Auch hier gilt, sei durchaus realistisch. Denn es kann auch sehr schnell frustrierend sein, wenn Du Dir große Ziele vorgenommen hast und diese dann nicht erreichen kannst. Immerhin ist die Zeit hier sehr übersichtlich.

Daher überprüf genau, was Du erreichen willst und wie Du es umsetzen willst. Denn hier geht es darum, den Stier bei den Hörnern zu packen und tatsächlich loszulegen. Was könntest Du also nun in den kommenden drei Monaten alles erreichen? Und ist es auch realistisch, das zu schaffen?

Schreib alles auf. Und ich würde den Tracker noch so gestalten, dass ich eintragen kann, dass ich das Ziel erreicht habe – mit einem Häkchen – und das Datum, wann ich es erreicht habe. Denn ich bewahre aktuell noch meine Bullet Journals auf und kann daher nachvollziehen, wann es denn so weit war.

Der Monat

Ein Monat teilt sich in circa 4,5 Wochen auf. Und in diesen Wochen sollst Du, wenn es nach Deinem eigenen Plan geht, einiges erreichen. Zum Beispiel den Plotplan für Deinen kommenden Roman schreiben.

Daher kannst Du Dir genau überlegen, was Du in jeder Woche erreichen willst. Und das alles dann vielleicht sogar auf einen Tag herunterbrechen. Du kannst sogenannte Stundentracker einbauen, um zu sehen, was Du wann gemacht hast. Und vor allem kannst Du die Zeiten einplanen, in denen Du an Deinen Träumen arbeitest.

Die Stundentracker teilst Du so ein, wie der Tag Stunden hat. Also von 0 bis 24 Uhr. Und dann die Zeiten, in denen Du schläfst und auf Arbeit, in der Schule, an der Uni bist. Die restlichen Stunden kannst Du theoretisch für Deine Ziele verwenden. Auch wenn wir uns allesamt sicherlich bewusst sind, dass das so leicht nicht ist.

Notier Dir zuerst die Zeiten, in denen Du an Deinen Romanen arbeiten möchtest. Oder womit Du auch immer Dich beschäftigen möchtest. Die Zeiten sind genauso wichtig wie ein Termin bei Deiner Ärztin, ein Prüfungstermin oder ein Vorstellungsgespräch. Beachte sie daher. Und die restliche Zeit geht für den Haushalt, Freundschaften, was auch immer drauf.

Du kannst den ganzen Monat gerne im Voraus verplanen, aber schau Dir trotzdem immer jeden Tag genau an. Es kann immer passieren, dass etwas Unvorhergesehenes passiert und Du alles umwerfen musst. Denn ein medizinischer Termin muss auch mal abgesagt werden. Prüfungen fallen aus und Bewerbungen werden verschoben. Selten, aber es kommt vor.

Abschlussgedanken

Wir haben aktuell Halbzeit. Also kannst Du Dich in der kommenden Woche hinsetzen und schauen, was Du alles bisher geschafft hast und Dir einen Plan für den Rest des Jahres überlegen. Theoretisch hast Du jede Woche dazu die Möglichkeit.

Lass Dich also nicht einschüchtern, nur weil eine Woche mal nicht so geklappt hat, wie Du es Dir gewünscht hast. Oder ein Monat, ein Quartal, was auch immer. Setz Dich ran und mach weiter. Dann kommen wir alle an unsere Ziele.

Dabei wünsche ich Dir viel Erfolg.

Deine Ziele

Wie oben aufgeführt ist es Zeit, Deine Ziele und Deine Wünsche aufzuschreiben. Geh in Dich und finde heraus, was Du wirklich willst. Ignoriere die kleine Stimme, welche Dir sagt, dass Du der Gesellschaft gefallen sollst. Es ist Dein Leben und Du bestimmst darüber. Hab keine Angst und leg los.

Dein System

Ob Du nun ein Bullet Journal oder ein Notizbuch oder was auch immer verwendest, schreib alles auf und verfolge Deine Ziele, wie ich es oben beschrieben habe. Find heraus, was für Dich dabei funktioniert und mach es dann einfach. Nicht stoppen, leg los.

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Plagiate – Muss das wirklich sein?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

so gut wie alle Autorinnen arbeiten hart, sehr hart an ihren Romanen und letztendlich an ihren Erfolg. Leider gibt es auch einige, die eine Abkürzung nehmen und sich einfach Teile oder ganze Romane nehmen und es als ihre eigene harte Arbeit ausgeben.

Kurze Vorgedanken

Auslöser für diesen Beitrag ist die liebe Kielfeder, die sich wunderte, warum eine Plagiatsautorin bei der letzten LoveLetter Convention gefeiert wurde. Sie wunderte sich, weil speziell diese Autorin nie öffentlich wirklich dafür entschuldigt hat, dass sie andere Autorinnen bestahl. Und letztendlich auch ihre Leserinnen. Jetzt wird so getan, als sei nie etwas passiert.

Daher möchte ich heute mal einen Rundumschlag machen, was Plagiate sind, wie man sie vermeidet und auch einen Vorschlag machen, wie man mit solchen Autorinnen umgehen könnte. Dabei möchte ich mich nicht speziell auf irgendwelche Namen einschießen. Denn Fans dieser Autorinnen behaupten gerne sofort, dass man eine Hexenjagd betreiben möchte.

An dieser Stelle möchte ich mich kritisch mit diesem Thema auseinandersetzen. Nicht mehr und nicht weniger. Und dazu gehört es auch, dass man manchmal auf den einen oder anderen Fuß tritt.

Zitat vs. Plagiat – Was ist überhaupt ein Plagiat?

Zitate sind Textstellen in Deinem Text, meistens wissenschaftlich, welche wörtlich übernommen wurden. Mit diesen Zitaten soll ein Sachverhalt näher erläutert oder auch bewiesen werden. Dabei ist es jedoch wichtig, dass das Zitat immer als solches erkenntlich ist.

Wenn Du einen wissenschaftlichen Text liest, wirst Du vermutlich sehen, dass dort Sätze in Anführungszeichen eingefügt wurden. Und meistens ist danach in einer Klammer in einer Kurzform die Urheberin genannt oder mit einer Zahl auf die Fußnote oder auf die Anlage verwiesen. Dadurch kannst Du erkennen, dass es sich hierbei um ein Zitat handelt.

Das ist immer wichtig, um die eigenen Ansichten oder auch Forschungsergebnisse von denen anderer deutlich zu unterscheiden. Jedoch werden solche Zitate genutzt, um etwas klar zu machen oder die Ergebnisse anderer zu nutzen. Man kann letztendlich sagen, warum soll ich noch einmal etwas nachforschen, wenn andere das schon erledigt haben.

Und was ist das Plagiat? Kurz geschrieben ist ein Plagiat der Diebstahl fremden geistigen Eigentums. Das bedeutet, dass jemand Zitate, Textteile, Erfindungen, wissenschaftliche Arbeiten und ähnliche geistige Ergebnisse von fremden Personen teilweise oder komplett übernimmt, die Originalquellen nicht nur nicht angibt, sondern diese als eigenes geistiges Eigentum ausgibt.

Platt ausgedrückt handelt es sich hierbei um einen klassischen Diebstahl. Die Ware ist jedoch nicht materiell (wie zum Beispiel Geld, Handy oder ein Auto), sind immateriell, eben fremde Kreativität.

Mithilfe dieser fremden Materialien wollen viele dann entweder ihre eigenen wissenschaftlichen Arbeiten aufbessern/schreiben und aufwerten (besonders in der Politik betraf das ja viele, viele Doktorinnenarbeiten). Oder man möchte damit das eigene literarische Werk lesbar machen, aufbessern und/oder geistreicher gestalten.

Man kann also sagen, während beim Zitat mit Anführungszeichen darauf hingewiesen wird, dass es sich dabei um ein Zitat handelt, wird das beim Plagiat vergessen. Und Letzteres kann daher natürlich zu einem Problem werden.

Natürlich gibt es noch weitere Plagiatsarten und weitere Gründe dafür, aber auf alle Bereiche will ich hier gar nicht eingehen. Mich interessiert natürlich das Plagiat in Form eines Romanes.

Warum ist ein Plagiat überhaupt ein Problem?

Wer ein Plagiat veröffentlicht, täuscht damit andere. Als Autorin in erster Linie Deine zahlenden Leserinnen. Sie bezahlen Dich immerhin dafür, dass Du ein Text geschrieben hast, der aus Deiner Feder stammt (wenn auch im übertragenden Sinne das gemeint ist). Und eben nicht aus denen von anderen Autorinnen.

Letztendlich stellt sich die Frage, warum sie Deinen Roman überhaupt kaufen sollen, wenn sie doch eher das Original lesen könnten? Und nur, weil es gerade nicht im Handel verfügbar ist, ist das noch lange kein Grund, diesen abzutippen und als eigenes Werk auszugeben.

Zudem erfüllt das Plagiat noch einen Straftatbestand. Immerhin handelt es sich hierbei um Diebstahl geistigen Eigentums. Mit anderen Worten, die Autorinnen können durchaus damit rechnen, dass sie am Ende vor dem Strafgericht landen und zudem auch noch vor dem Zivilgericht bezüglich der Schadensersatzforderungen.

Und spätestens dann, wenn man liest oder hört, dass es eine Straftat ist, sollte man durchaus vorsichtiger sein. Denn, was verboten ist, sollte man idealerweise nicht machen.

Es ist verboten … und wird trotzdem geschrieben?

Darüber könnte man sich nun mit einer Philosophin unterhalten, warum das letztendlich getan wird. Aber ich denke, dass viele die Abkürzung nehmen wollen. Sie sehen, dass viele Erfolge mit ihren Romanen schreiben. Und daran wollen sie teilhaben. Aber bitte so schnell wie nur möglich.

Da kann man doch nicht monatelang am Plot sitzen, den Roman schreiben und überarbeiten und all die kleinen Feinheiten berücksichtigen, die man normalerweise macht. Mal ein paar Sätze abschreiben oder gar einen ganzen Roman, seien wir mal ehrlich, das geht um einiges schneller.

Und wenn Du dann noch die richtige Werbung machst, dann bist Du noch ganz vorne dabei. Nicht nur mit den Gewinnen, sondern auch, dass man Dein Plagiat entdeckt.

Der häufige Werdegang eines Plagiats

Häufig kann man bei einem Plagiat ein Muster entdecken, wie die Geschichte abläuft. Die möchte ich hier kurz skizzieren.

Die Entscheidung

Irgendwann setzen sich die Autorinnen hin und entscheiden sich dafür, ein Plagiat zu verfassen. Wie dieser Prozess abläuft, kann ich nicht genau bestimmen, denn der dürfte sicherlich sehr individuell ablaufen. Aber die Entscheidung ist gefallen und die Autorinnen machen sich auf den Weg.

Das Schreiben

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, wird natürlich der Roman geschrieben oder abgeschrieben. Es kommt hierbei immer darauf an, was für eine Entscheidung die Autorin getroffen hat. Entweder es werden einzelne Sätze genommen und zu einem Text verarbeitet. Oder es werden Mangas als Vorlage genommen, bzw. irgendwelche alten Romane, an die sich nur noch wenige erinnern.

Die Veröffentlichung

Bis zum Schreiben ist alles noch in Ordnung. Bis hierhin kann man das noch als Fingerübung sehen, als Lernprozess, was auch immer. Doch mit der Veröffentlichung beginnt eigentlich das ganze Drama. Und letztendlich auch die Straftat.

Das Feiern

Viele lassen sich dann für ihren genialen Roman feiern. Er wird gelesen, geteilt, in Bücherrunden vorgestellt und natürlich, er wird gekauft. Und das nicht selten. Somit können durchaus auch beträchtliche Einnahmen in den Geldbeutel dieser Autorinnen fließen.

Das erste Häh?

Irgendwann findet eine Leserin es seltsam, weil ihr Teile oder eben der komplette Roman doch irgendwie seltsam bekannt vorkommt. Vielleicht traut sie sich das nicht zu sagen, daher hält sie sich noch zurück. Dann recherchiert sie und entdeckt, dass ihr seltsames Gefühl recht hatte. Sie hat einen Roman gelesen, den man als Plagiat bezeichnen kann.

Die erste Bekanntmachung

Dann kommt der Stein ins Rollen. Zuerst wird wohl eine Leserin über eine Rezension oder einen Kommentar sagen, dass die Autorin Stellen aus anderen Romanen übernommen hat. Oder sie geht gleich zu den entsprechenden Autorinnen bzw. dem Verlag, um es denen mitzuteilen. Gerade die Werke großer Namen verwendet wurden, können und greifen meistens die Verlage dahinter durch.

Andere ziehen mit

Wenn eine Person es öffentlich macht, dass mit dem Roman nicht stimmt, werden andere ebenfalls misstrauisch. Oder sie fühlen sich bestätigt und sagen ganz klar, ja, es stimmt, hier stimmt etwas nicht.

Hier werden die Stimmen immer lauter und lauter.

Die Autorin gerät in Bedrängnis

Spätestens jetzt kann die Autorin nicht mehr die Augen vor dem Problem schließen. Denn mit Sicherheit erreichen sie nicht nur die Rezensionen, sondern auch direkte Fragen. Spätestens jetzt sollte sie wissen, dass sie aufgeflogen ist.

Zeit der Ausreden

Doch anstatt sich hinzustellen und zu sagen, dass sie in der Tat gestohlen hat, kommen jetzt die peinlichen Ausreden.

  • „Ich habe nur Platzhalter verwendet.“
  • „Es handelte sich hierbei um eine Schreibübung und ich hab vergessen, dass es mein Text ist.“
  • „Aliens haben mich entführt und gezwungen diesen Text zu schreiben.“
  • „Meine Katze hat den Roman geschrieben.“

Wobei ich die Ausrede mit der Katze noch für realistisch halte.

Es wird immer enger

Meistens melden sich dann auch andere Autorinnen, die sagen, dass das nicht sein kann. Und immer mehr Fans sagen auch ganz klar, dass sie das nicht glauben. Auf der anderen Seite halten Fans immer noch treu zu ihrer Autorin, komme, was da wolle.

Häufig könnte sich auch jetzt die Anwältin des Verlages oder der Autorin einschalten. Dann ist eh Schluss im Schacht.

Es wird noch einmal peinlicher

Bisher hab ich erlebt, dass die Autorinnen sich dann noch einmal in ihren Ausreden verrennen, und versuchen sich herauszuwinden. Dabei werden ihre Erklärungen eigentlich nur eines, immer peinlicher und peinlicher. Anders kann und mag ich es nicht bezeichnen. Dabei müssten die Autorinnen doch selbst merken, dass sie sich selbst ins Abseits schießen.

Aufgabe

Irgendwann erkennen die Autorinnen dann doch, dass sie keine Chance mehr haben, und geben auf. Sie löschen häufig ihre Werke und sagen zumindest, dass sie sich mit den geschädigten Autorinnen einigen wollen. Inwiefern das auch wirklich geschieht, das ist eine andere Frage.

Untertauchen

Nachdem sie eigentlich ihren Namen ruiniert haben – zumindest bei den meisten Leserinnen – tauchen sie ab. Sie löschen häufig ihre ganze Internetidentität und melden sich dann nicht mehr. Man weiß auch erst einmal nicht, was aus ihnen geworden ist.

Rückkehr

Bis zu dem Tag, an dem die Autorin wieder zurückkehrt. Häufig zeigt sie dann auch, dass sie es eigentlich durchaus kann, also einen eigenen Roman schreiben. Und die meisten Fans verzeihen ihr sofort und jubeln, dass ihre Lieblingsautorin zurückgekehrt ist. Da heißt es vorsichtig sein, denn wehe Du sagst was gegen ihre schmutzige Vergangenheit. Dann wirst Du im Internet zerrissen.

Mit einigen Feinheiten ähnelten sich die größeren Plagiatsfälle, wie oben beschrieben. Klar gibt es immer Abweichungen. Aber ich denke, Du verstehst, wie das Ganze ablaufen kann.

Es kommt heraus

Zwischenzeitlich sollte man durchaus begriffen haben, dass die meisten Plagiate doch herauskommen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man damit durchkommt, wird immer geringer. Denn häufig hab ich schon geschrieben, dass Vielleserinnen es durchaus schaffen, durchaus bis zu zwei Romane in einer Woche zu lesen. Das bedeutet, dass sie bis zu einhundert Romane im Jahr schaffen.

So viele Romane werden wir teilweise nicht im Leben schreiben können. Wie kommen wir also darauf, die Leserinnen betrügen zu wollen? Sie haben schon gelesen, als wir noch nicht einmal gewagt haben zu träumen, einen eigenen Roman zu schreiben. Und sie kennen unglaublich viele Geschichten. Wenn nicht die eine Leserin, dann sicherlich eine andere.

Häufig bewegen sich die Autorinnen innerhalb eines Genres. Ansonsten würde sich das Stehlen nicht lohnen. Das gilt auch für die Leserinnen. Viele bleiben ihrem Genre treu und dementsprechend kennen sie sich aus. Das sollte man niemals unterschätzen.

Der Schaden, der durch Plagiate entstehen

Ich meine damit nicht unbedingt der finanzielle Schaden, der für die Verlage eventuell entstanden ist. Es geht eher um die Autorinnen und Autoren, die dabei schaden nehmen.

Der Ruf der Autorin

Solche Aktionen hinterlassen meistens einen sehr großen Schaden für den Ruf. Hast Du Dir einen Namen als tolle Autorin geschaffen, die fantastische Geschichten schreibt und für die Kreativität bekannt ist, kann der Diebstahl das alles zunichtemachen. Denn man wird sich durchaus Fragen, wenn die Werke X und Y schon gestohlen sind, wie sieht es denn mit dem Rest aus?

Und zukünftig kann es passieren, dass man alle Werke der betreffenden Personen genau betrachtet und sich fragt, ob der Inhalt auch wirklich selbst geschrieben wurde oder eben nicht. Im Falle eines gewissen Zweifels wird das Buch gegebenenfalls nicht mehr gekauft.

Die Fans werden weniger

Mit viel Glück bleiben den Autorinnen und Autoren genügend Fans, dass sie noch einmal durchstarten können. Aber sehr wahrscheinlich werden viele einen Bogen um die betreffende Person machen. Das bedeutet, dass sie keine Werbung mehr machen, keine Bücher mehr kaufen, was so gesehen noch nicht einmal das Schlimmste ist.

Denn viele werden noch gegenüber Dritten, die vielleicht von dem Vorfall gar nichts mitbekommen haben, dies erwähnen. Und das kann bedeuten, dass einige sich dafür entscheiden, es gar nicht mit der Autorin oder dem Autor zu versuchen. Ergo, es kann passieren, dass noch einmal weniger Bücher verkauft werden.

Klage, Schadensersatz, Gerichte

Über kurz oder lang werden dann wohl die Eigentümerinnen (also die wahren Autorinnen bzw. die Verlage) auf die entsprechenden Personen zukommen. Bestenfalls findet hier eine außergerichtliche Einigung statt. Das bedeutet, dass Kosten gesparrt werden. Gelingt dies nicht, bleibt nur noch der Gang vors Gericht. Da kommen neben Schadensersatzforderungen auch noch die Gerichtskosten und die Auslagen (die Kosten der Gegenseite, sagen wir mal der Anwältin eines Verlages). Das muss dann die unterliegende Partei bezahlen. Hier wären das also die Personen, die eben gestohlen haben.

Auch andere leiden darunter

Ich habe die Stellungnahme zum Plagiatsfall Januar 2016 von einer Lektorin gelesen. Sie erklärte, dass sie mit den Plagiaten der Autorin nichts zu tun hatte, und listete die Bücher auf, die sie selbst bearbeitete. Hätte sie das nicht getan und es wäre gemunkelt worden, dass sie doch mit der Autorin zusammengearbeitet hat, ihr Ruf wäre dann zumindest beschädigt. Zumal man von Lektorinnen erwartet, dass sie auch überprüfen, ob das Werk in dieser Hinsicht sauber ist – unabhängig der Tatsache, ob es tatsächlich ihre Arbeit ist.

Sowohl die Lektorin oder der Lektor als auch die Agentur (sofern eine besteht) oder der Verlag (sofern es einen gibt) leiden ebenfalls darunter. Natürlich kann man sagen, hätten die doch mal besser geprüft. Aber auch dort sitzen nur Menschen. Und auch ihnen kann mal was untergehen.

In dem Fall kann man sagen, hätte mal die Autorin nicht geklaut.

Plagiate verhindern

Es haben sich einige Leute immer wieder gefragt, ob ihr Werk ein Plagiat ist bzw. was passiert, wenn man sogar versehentlich eines schreibt? Oder was passiert, wenn man Sätze schreibt, die in anderen Romanen auch vorkommen? Oder wie sieht es mit der Idee zu einer Geschichte aus, die man von einem Film, einer Serie oder einem anderen Roman genommen hat?

Ab wann schreibt man ein Plagiat und bis wann ist es noch eine Eigenleistung? Und wo ist die Grenze?

Wenige Plottypen

Nicht alles ist ein Plagiat, was sich ähnlich anhört. Das ist schon einmal die gute Nachricht. Als Autorin wirst Du vielleicht feststellen, dass es nur wenige Plotttypen gibt. Ronald B. Tobias spricht sogar davon, dass es lediglich 20 verschiedene Plotttypen geben soll.

Es geht mir hierbei nicht um die Diskussion, ob diese Aussage stimmt. Aber wenn wir uns umsehen, dann ist es wirklich nicht gerade so viel, was es an Grundlagen für einen Plot gibt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Leserinnen nicht immer bereit sind, sich auf völlig neue Sachen einzulassen.

Ich verfolge eine Krimibuchseite auf Facebook, wo Leserinnen immer wieder fragen, ob es nicht Bücher wie von der Autorin XYZ gibt, welchen sie gelesen haben und gerne ähnliche Bücher nun weiter lesen möchten. Das schränkt ja noch einmal die Sache ein. Die Leserinnen möchten nicht immer völlig neue und völlig experimentelle Romane lesen, sondern bleiben bei dem Vertrauten (nicht immer schlecht, aber auch nicht immer gut).

Aber egal ob wir die Leserinnen und Leser zufriedenstellen, wir uns auf die 20 Plotttypen konzentrieren, auf die Heldenreise oder worauf immer, es kann nicht nur sein, sondern es kommt durchaus häufig vor, dass sich Geschichten einfach stark ähneln.

Die Autorin Kay Noa hat diese Ähnlichkeit anhand der Buchreihe „Die Tribute von Panem“ analysiert. Aber auch der zweite Link merkt an, dass es viele Ähnlichkeiten zu anderen Büchern gibt. Ist das jetzt ein Plagiat oder nur Ähnlichkeit?

Der Kartoffelsalat

Magst Du Kartoffelsalat? Wenn ja, dann wirst Du sicherlich ein ganz leckeres Rezept dazu haben. Die meisten mögen Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Ich bin es eher von meinem Elternhaus gewohnt, Salat mit Öl zu essen, dementsprechend kommen in meinem Kartoffelsalat eher Öl und Essig vor. Mayonnaise eher weniger bis gar nicht (außer auf Pommes).

Und wenn Du Dich in Deiner Umgebung umhörst, dann wirst Du sicherlich einige verschiedene Rezepte zum Thema Kartoffelsalat hören. Oder erst recht, wenn Du im Internet danach suchst. Lädst Du zu einer Party ein und bittest alle einen Kartoffelsalat mitzubringen, ich wette mit Dir, es werden so viele unterschiedliche Kartoffelsalate kommen, wie Du Gäste eingeladen hast.

Jetzt wirst Du Dich vielleicht fragen, was bitte schön hat Kartoffelsalat mit einem Plagiat zu tun? Und warum dieser unnötige Wechsel des Themas? Nein, ich habe kein Hunger, es geht mir hierbei um ein Beispiel.

Dein eigener Kartoffelsalat

Der Kartoffelsalat ist in diesem Fall ein Synonym für Deine Geschichte. Wenn Du, ich und jemand Drittes den Auftrag bekämen, eine Geschichte aufgrund einer Vorlage zu schreiben, ich bin mir sicher, es kämen am Ende drei verschiedene Versionen heraus.

Ein Beispiel wäre, dass wir drei über ein Waisenkind schreiben, dass zum mächtigsten magischen Wesen der Geschichte werden könnte. Natürlich ist hier die Rede von Harry Potter. Aber ich würde zum Beispiel aus diesem Waisenkind ein Mädchen machen. Du würdest vielleicht aus ihm einen Jungen machen, der noch bei seinen Eltern leben darf. Und unser dritter Mittstreiter schreibt eine Gay Romance.

Drei verschiedene Personen, eine Grundstruktur und drei verschiedene Geschichten. Sofern wir getrennt arbeiten. Und doch werden wir immer noch Ähnlichkeiten zu anderen Werken finden, von denen wir beeinflusst werden. So ist es nun einmal.

Kein Plagiat … solange Du etwas eigenes schreibst

Solange Du Deiner eigenen Idee folgst, ist es so gut wie unmöglich, dass Du wirklich ein Plagiat schreibst. Natürlich kann es mal passieren, dass Du eine Formulierung verfasst, die sehr nach einem anderen Text klingt. Das kann passieren. Zum einen lässt Du Dich aller Wahrscheinlichkeit von anderen Romanen durchaus beeinflussen. Und gerade bei alltäglichen Formulierungen (ich gehe zum Fluss, ich trinke eine Tasse Kaffee) lässt es sich nicht vermeiden, dass es mal dazu kommt.

Vermeide nur, dass Du ein Buch neben der Tastatur legst und Dich direkt davon inspirieren läst. Das wäre natürlich nicht so gut.

Ja, ich habe es getan

Nein, ich selbst habe kein Plagiat geschrieben oder gar veröffentlicht. Aber nehmen wir mal an, ich hätte eines geschrieben, veröffentlicht und es wäre herausgekommen. Was nun?

# 1: Die besagten Bücher löschen

Wenn ich schon den Fehler gemacht habe, muss ich dazu stehen und erst einmal alles löschen, was ich veröffentlicht habe – also natürlich nur die Sachen, wo eindeutig ist, dass es sich um ein Plagiat handelt. Alles, was wirklich von mir ist, darf auch bleiben. So fair will ich mir gegenüber immer bleiben.

# 2: Auflisten, was ich an den entsprechenden Werken verdient habe

Um keine unnötigen Schätzungen oder Spekulationen aufkommen zu lassen, würde ich so schnell wie nur möglich herausfinden, wie viel ich an den Büchern verdient habe. Dazu können meine Steuererklärungen oder sonstige Übersichten dienen. Da ich mich damit noch nicht so gut auskenne, kann ich an dieser Stelle nur spekulieren. Aber sicherlich liegen irgendwo Verkaufszahlen der einzelnen Werke vor. Daher wäre das durchaus nachvollziehbar.

# 3: Ich suche mir juristischen Beistand

Bevor ich mich an die Inhaberinnen der Texte wende, würde ich auf alle Fälle mir juristischen Beistand suchen. Auch wenn ich das Kindlein selbst in den Brunnen geworfen habe, möchte ich selbst nicht mit drei blauen Augen aus der Sache rausgehen. Zwei reichen mir völlig aus.

Mit meiner Anwältin würde ich dann das weitere Vorgehen besprechen. Vor allem, wie ich dann nach außen die Sache kommuniziere (nein, bisher habe ich dazu noch nichts im Internet geschrieben, denn erst einmal würde ich mich in Schweigen hüllen).

Vor Jahren habe ich gelernt, dass Haftpflichtversicherungen nur dann Dir den juristischen Beistand bezahlen, wenn Du unverschuldet in eine Klage reingerutscht bist. Also, wenn Du unschuldig an dem Vorgang bist.

Das kann also bedeuten, wenn Du ein Plagiat veröffentlicht hast und dann dafür verklagt wirst, dass Deine Haftpflichtversicherung nicht dafür bezahlt.

Notfalls setz Dich mit Deiner Versicherung auseinander, solltest Du Dir nicht sicher sein, was sie übernimmt und was nicht.

# 4: Peinliche Ausreden vermeiden

Was ich in den letzten Plagiatsfällen mitbekommen habe, waren meistens eher peinliche Ausreden, wie es dazu kam, dass die eigenen Geschichten mit Stellen fremder Werke geschmückt wurden. Da kam es zu Platzhalter, die man versehentlich vergessen hatte zu entfernen, weil man so aufgeregt war, bis hin zu Schreibübungen, wo man nach dreißig Jahren vergessen hatte, dass das nicht die eigenen Texte sind.

Geschichten sind keine Einkaufszettel. Ich kann mich nicht daran erinnern, was gestern auf meinem Zettel stand, aber wenn ich mit Eifer an einer Geschichte geschrieben habe, dann werde ich mich sehr wohl daran erinnern, ob sie von mir ist oder nicht. Alles andere wirkt auf mich unrealistisch.

Vor etwas mehr als zwanzig Jahren habe ich mir in einem Laden ein Briefblock gekauft und dort meine erste Geschichte geschrieben (übrigens bis heute unvollendet). Und ich kann mich immer noch an den groben Inhalt erinnern. Wenn ich sie, auch abgetippt, heute lesen würde, sie käme mir mit Sicherheit vertraut vor.

Also würde ich mich von meinem juristischen Beistand diesbezüglich beraten lassen oder einfach ehrlich sein. Auch wenn mir das persönlich sicherlich schwerfallen würde (gut, wer gibt schon zu, dass man gestohlen hat, das ist ein Thema für sich). Aber Ehrlichkeit währt, trotz allem, immer noch am längsten.

Andererseits, wäre das so, hätten wir das Plagiatsproblem wohl nicht.

# 5: Meine Strafe bezahlen

Wie auch immer mein juristischer Beistand mit mir und die andere Seite sich einigt, ich muss alles bezahlen. Damit bin ich wenigstens in dieser Hinsicht draußen. Ansonsten könnten weitere Kosten auf mich zukommen (im Sinne von Zwangsvollstreckung und weitere unschöne Dinge).

# 6: Den Arsch in die Hose packen

Was viele Leserinnen und auch Autorinnen bemängeln, ist die fehlende Entschuldigung der Plagiatsautorinnen. Bisher ist mir noch nie untergekommen, dass eine Autorin sich wirklich hingestellt und zum Beispiel Folgendes gesagt hat:

„Ja, Scheiße noch einmal, ich hab geklaut. Ich dachte, ich wäre schlau genug, um damit durchzukommen. Aber ich habe meine Leserinnen eindeutig unterschätzt. Es tut mir verdammt leid.

Natürlich macht es nicht besser, dass ich geklaut habe und entdeckt wurde. Aber ich habe meine Lektion bitter lernen müssen. Ich werde die Gelder den Autorinnen bzw. einer wohltätigen Organisation spenden, und zwar vollständig. Und mich bei den beklauten Autorinnen werde ich mich entschuldigen.

Bitte verzeiht mir. Das werde ich nie wieder machen.“

Es geht also wirklich darum, den Arsch in der Hose zu haben und zu sagen, dass man einen Fehler gemacht hat. Öffentlich und ohne peinliche Ausreden. Bisher ist das noch nie erfolgt. Und natürlich sollte man sich auch bei den beklauten Autorinnen entschuldigen, weil man immerhin auf deren harten Arbeit sich ausruhen wollte. Das verlangt durchaus der Anstand.

Aber ganz ehrlich, ich wüsste nicht, ob ich diesen Arsch in meiner Hose hätte. Daher würde ich auch kein Plagiat veröffentlichen.

Sei ehrlich – Du bist doch nur neidisch

Häufig wird den Kritikerinnen vorgeworfen, sie seien auf die Autorinnen neidisch und werfen ihnen immer und immer wieder vor, dass sie eben einmal ein Plagiat geschrieben haben.

Dazu muss ich mal ganz ehrlich was Fragen: Worauf soll ich denn bitte schön neidisch sein? Darauf, dass diese Autorinnen sich bei fremden Leuten bedient haben? Dass sie sich Ruhm und Ehre eigentlich nur erstohlen haben? Oder auf ihre peinliche Ausreden? Worauf soll ich bitte schön neidisch sein?

Das ist in meinen Augen der Versuch, die Leute mundtot zu machen. Wehe Du sagst das, ansonsten behaupte ich, dass Du neidisch bist. Damit drängen sie Dich in eine Ecke und erwarten, dass Du Dich verteidigst. Und wer sich verteidigt, kann nicht angreifen.

Aber ich kann Dir sagen, lieber veröffentliche ich eine schlechte Geschichte und werde zerrissen, als dass ich ein Plagiat veröffentliche. Mit Neid hat das definitiv nichts zu tun.

Ohne Plagiate geht es auch

Natürlich ist die Geschichte voll Plagiate. Das ist ein Fakt. Zugleich ist die Geschichte auch voller einzigartiger Werke, die es so vorher noch nie gab. Dazu kann ich nur sagen, dass Tolkien ein Wunderbares (wenn auch langatmiges) Werk geschrieben hat. Und es gab da keine Vorreiter. Er hat seine Fantasie angeschaltet und etwas geschrieben. Warum soll so etwas nicht noch einmal gelingen?

Es ist schwer, das Rad immer wieder neu zu erfinden, das ist klar. Aber man kann das Rad auch ändern. Schau Dir mal die Werke von J. R. Ward und Lara Adrian an. Die ersten Bänder ihrer Vampirbücher ähneln sich unglaublich stark. Beide haben ein Team von Vampiren, welche sich gegen einen Feind rüsten und dabei ihre Lebensgefährtinnen finden. Es war teilweise sogar so, dass der Anfang beider Geschichten sich so dermaßen ähnelte, dass ich kaum noch Lust hatte, weiter zu lesen.

Doch obwohl die ersten Bänder ihrer jeweiligen Vampirreihe sich unglaublich ähneln, hat jede Autorin ihren eigenen Stil eingebracht und am Ende kann ich als Leserin entscheiden, welches mir besser gefällt. Denn schon häufig habe ich gelesen, dass Leserinnen (ja, meistens waren es Frauen, die darüber diskutiert haben) die Bücher von J. R. Ward besser gefallen haben. Und andere finden die von Lara Adrian interessanter. Ich gehöre übrigens zu Team Lara Adrian.

Das ist für mich Inspiration. Aber Du wirst bei Lara Adrian (die wir hier als, sagen wir mal, „Diebin“ bezeichnen könnten) keine Kopie von Texten oder Figuren der anderen Autorin finden. Denn J. R. Ward hat einen Vampir dabei (um mal ein Beispiel zu nennen), der schwache Augen hat, also fast blind ist. Diesen Charaktertyp vermisst Du bei Lara Adrian. Es gibt auch keinen Ähnlichen, der zum Beispiel eine Behinderung hat oder taub ist. Und das zurecht. Es ist halt nicht ihre Welt gewesen (unabhängig der Tatsache, ob sie nicht vielleicht über solch einen Vampir vielleicht schreiben wollte).

Denn sie hat sich entschieden, dass sie einen komplett anderen Text mit anderen Figuren und einer anderen Geschichte schreibt. Das ist reine Inspiration (und ich habe von keiner juristischen Klage seitens J. R. Ward gegenüber Lara Adrian gehört, also dürfte sie das wohl akzeptiert haben oder akzeptiert haben müssen).

Daher ist es für Dich auch in Ordnung, wenn Du Dich von anderen Büchern inspirieren lässt.

Plotentlehnen oder auch Plotstehlen mag zwar nichts für Anfängerinnen sein. Aber ich will ehrlich sein. Lieber einen schlechten Plot schreiben, als ein gutes Plagiat veröffentlichen.

Abschlussgedanken

Du hast und wirst immer wieder von mir lesen, dass ich Dir empfehle, eine Szene oder auch nur einen Satz aus einem anderen Werk abzuschreiben, um davon zu lernen. Das ist auch völlig in Ordnung. Warum soll man nicht von den Großen lernen, die vor Dir veröffentlicht haben? Vielleicht haben sie eine so dichte Szene geschrieben, die Du auch gerne verfassen möchtest, dass Du lernen willst, wie das geht. Schreib die Szene ab und analysiere sie. Schreib dann, aufgrund Deiner Analysen, Deine eigene Szene.

Nie wirst Du aber von mir lesen, dass Du die abgeschriebenen Texte veröffentlichen sollst. Ich hoffe, meine beiden Texte zum Thema Plagiat haben Dir auch erklärt, weshalb. Es ist ein Verrat an Deinen Leserinnen und Lesern, es könnte Dir sogar einen Verlagsvertrag zunichtemachen (sofern Du es anstrebst), es bringt Dir aller Wahrscheinlichkeit auch noch juristischen Ärger ein und vor allem, dass ist für mich das Schwerwiegendste, Du verrätst Dich selbst. Ich bin mir sicher, Du hast das Talent eine eigene Geschichte zu schreiben. Warum also kopieren? Verrate nicht Dich und Dein Talent, sondern lebe es bitte aus. Dir selbst zuliebe.

In dem Sinne, ich wünsch Dir ein fröhliches Schreiben.

Wie siehst Du die Sache?

Wäre es für Dich in Ordnung, wenn eine Autorin was gestohlen hat und nach einigen Jahren einfach so wiederkommt? Erwartest Du eine öffentliche Entschuldigung? Oder was müsste die Plagiatsautorin machen, damit Du ihr verzeihen könntest?

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#Autorinnenzeit: Was am Ende ürig bleibt …

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in einigen Tagen ist es so weit. Dann wird leider oder zum Glück – je nach Perspektive – die Autorinnenzeit vorbei sein. Doch was kommt danach? Hier sind einige Gedanken von mir dazu.

Kurze Vorgedanken

31 Tage im Zeichen von Autorinnen, gerade also ein Monat von ganzen zwölf. Und doch schien das einigen viel zu viel zu sein. Sie beschwerten sich, dass die Aktion falsch sei und man andere Wege gehen sollte. Einige Vorschläge waren jedoch – gelinde ausgedrückt – eher schwach.

Daher hab ich mich gefragt, wie man den Gedanken der Autorinnenzeit auch über den Mai hinaus noch weiter am Leben erhalten kann. Hier sind einige meiner Ideen. Vielleicht hast Du noch welche und möchtest sie auch in die Welt tragen. Dann gerne.

Hashtag – #Autorinnenzeit

Der Hashtag #Autorinnenzeit ist nicht mit dem Monat Mai 2017 verbunden. Das bedeutet, Du kannst ihn gerne weiter benutzen. Immer dann, wenn Du eine interessante Autorin entdeckt hast oder vielleicht eine suchst, schreib einfach #Autorinnenzeit dazu. Einige werden noch das entsprechende Fenster aufhaben und somit findet Dein Beitrag eine größere Reichweite.

Mir geht es bei dieser Idee darum, dass die Idee nicht irgendwann doch in Vergessenheit gerät und dann nächstes Jahr wieder alle erst warm laufen müssen. Daher versuche ich zumindest weiterhin den Hashtag überall zu benutzen, sobald es um Autorinnen geht. Egal in welchem Zusammenhang.

Autorinnen …

… entdecken

Frag mal in Deinem Bekannten- oder Social Media Kreis herum, welche Autorinnen sie Dir empfehlen können. Vermutlich werden viele dabei sein, die Du zumindest vom Namen her kennst. Aber vielleicht ist da auch die eine oder andere Perle dabei, die Dir bisher noch nie untergelaufen ist. Sei offen für alle Vorschläge.

… lesen

Überhaupt gilt es für Dich als Leserin, wenn Du sehr eher viele männliche Autoren liest, gib doch auch den Autorinnen eine Chance. Sicherlich wird die eine oder andere auch Dein Herz erobern. Und das auch gerne in anderen Genres, als Du bisher gelesen hast. Vielleicht findest Du dort jemanden, die Dich wirklich begeistert.

… rezensieren

Da häufig Autorinnen eher unsichtbar sind, als Autoren, besonders in sogenannten männlichen Genres, wäre es schön, wenn Du jedes Buch auch rezensieren könntest. Ja, das kostet Zeit. Aber ich bin mir sicher, dass jede Autorin da draußen, Dir dankbar dafür ist.

Und das gleiche noch einmal für die Autoren

Männer machen circa fünfzig Prozent der Menschheit aus. Daher werden sie in etwa fünfzig Prozent meines Lesestoffes ausmachen. Bisher würde ich sagen, dass sie eher unterrepräsentiert sind. Das bedeutet in meinem Fall, dass sie hier ordentlich aufholen werden.

Dabei werde ich versuchen auch Autoren zu lesen, die in den sogenannten weiblichen Genres eher beheimatet sind. Wobei das natürlich schwierig ist – auch wenn das durchaus von Gegner*innen der Autorinnenzeit gefordert wurde. Warum? Kennst Du Autoren, die Paranormal Romance schreiben? Oder Romantasy? Oder was in dieser Richtung?

Erst dank der Autorinnenzeit habe ich die Horrorautorin Faye Hell kennengelernt. Vorher war das für mich auch eher ein Männergenre – vermutlich in erster Linie wegen Stephen King.

Aber so könnte ich nicht sagen, welche Autorinnen sich hinter männliche Pseudonyme verbergen. Oder Autoren hinter weibliche. Sicherlich gibt es auch das.

Autorinnenzeit Mai 2018

Ehrlich gesagt, ich mach mir jetzt schon Gedanken, welche Beiträge ich nächstes Jahr im Mai veröffentlichen möchte. Denn mir ist es egal, ob die Aktion nächstes Jahr „offiziell“ gestartet wird oder nicht, ich bin dabei.

Du musst natürlich nicht schon heute anfangen, die Beiträge zu schreiben. Aber vielleicht magst Du Dir auch schon Gedanken machen, was Du nächstes Jahr veröffentlichen möchtest. Mach Dir Notizen und wenn Du was Besseres findest, kannst Du es ja immer noch ändern.

Aber die Energie ins nächste Jahr zu tragen und dazwischen weiterzumachen finde ich persönlich wichtig.

Abschlussgedanken

Natürlich kann man sagen, dass es die klassischen Ideen sind. Legal ein Buch kaufen, es lesen, darüber sprechen oder schreiben und am Ende rezensieren. Aber manchmal muss man eben auch an die eigentlich natürlichsten Ideen erinnern. Denn Autorinnen und Autoren leben vom Kauf und von der Werbung für ihre Bücher.

Daher lies und rezensiere, wenn Dir ein Buch gefallen hat. Und wenn nicht, dann rezensiere es auch gerne. Doch sei bitte so fair und zerreiße es nicht. Bewerte es ehrlich und schreib auch genau hin, was Dir nicht gefallen hat. Das zeugt einfach von Respekt.

In dem Sinne lassen wir die Autorinnenzeit weiterleben.

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