Hast Du schon Dein Testament geschrieben?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vielleicht hat Dich diese Frage jetzt ein wenig erschreckt, aber sie hat ihren guten Grund.

Kurze Vorgedanken

Wenn man auf einer Beerdigung war, dann ändert sich der Blick auf das eigene Leben. Und es gibt zwei Möglichkeiten, wie man damit umgeht. Entweder man macht weiter wie bisher oder man ändert etwas.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man einen anderen Blick auf das eigene Leben werfen kann. Einige Ideen sind mir schon gekommen und die möchte ich Dir hier nach und nach vorstellen.

Aber diese Methoden sind nutzlos, solange Du sie nicht anwendest und vor allem umsetzt. Gerade dann, wenn Du Dich nach einem anderen Leben sehnst, musst Du Dich dann hinsetzen und etwas daran ändern. Das ist mir selbst in den letzten Wochen bewusst geworden. Und aus diesem Grund möchte ich nach und nach genau das tun.

Daher lade ich Dich heute ein, Dein persönliches Testament zu schreiben. Aber keine Sorge, es sieht anders aus, als Du es Dir vielleicht jetzt denkst.

Was ist jetzt ein Testament?

Mit den ganzen Details möchte ich Dich an dieser Stelle nicht nerven. Aber um es kurz zu machen, ein Testament regelt alles rund um Deine materiellen Dinge, welche Du nicht der gesetzlichen Erbfolge überlassen möchtest.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch wurde festgehalten, wer erbt, wenn kein Testament vorhanden ist, eben die gesetzliche Erbfolge. Wenn Du aber willst, dass jemand alles erbt (um den Pflichtteil kommst Du nicht herum), benötigst Du eben ein Testament. Da kannst Du schreiben, dass Person XY alles bekommt und der Rest nur den Pflichtteil.

Das Testament kann handschriftlich oder notariell aufgesetzt werden. Wenn Du mehr über das notarielle Testament wissen willst, kannst Du Dich bei einer Notarin oder einem Notar Deiner Wahl erkundigen (Achtung, hier können Kosten entstehen).

Das handschriftlich muss, wie die Bezeichnung schon sagt, mit der Hand geschrieben werden. Dabei muss als Überschrift „Testament“ oder „Mein Letzter Wille“ drüberstehen. Dann kommt der Text, was Du wem vererben möchtest. Wichtig ist, dass dieser mit den Namen leserlich erst einmal gezeichnet wird und dann kommt Deine Unterschrift. Oder Du schreibst Deine Personaldaten irgendwohin. Auf alle Fälle sollte man erkennen, dass es tatsächlich von Dir stammt. Und ein Datum wäre gut. Gerade dann, wenn Du zwei Testamente hast, damit man weiß, welcher das Jüngste ist. Denn das Jüngste gilt.

Alles Weitere kannst Du dann im BGB nachlesen.

Warum ein Testament?

Wer sich Gedanken über das eigene Erbe macht, muss noch lange nicht dem Tod ins Auge sehen. Man möchte nur dafür Sorgen, dass die eigenen materiellen Dinge nach dem Ableben in guten Händen kommen. Das gilt für die besondere Sammlung oder die Verwaltung des künstlerischen Erbes zum Beispiel.

Für manche ist das enorm wichtig, damit sie danach noch einmal ordentlich das Leben genießen können. Denn sie wissen, geschieht ihnen etwas, haben sie alles geregelt. Ihr Erbe wird, sofern sie alles mit dem Testament richtig gemacht haben, so weitergegeben, wie sie es sich gewünscht haben.

Auch Du kannst Dir gerne darüber Gedanken machen, wenn Du jetzt schon klären willst, was mit Deinen materiellen Sachen passieren soll. Denn theoretisch kann es jederzeit passieren, dass uns mal ein Bus mitnimmt und dann ist nichts geklärt.

Doch mir geht es darum, dass Du Dir Gedanken machst. Gedanken darüber, was Du tatsächlich hinterlassen willst. Und zwar für Dich selbst.

 

Du nimmst nichts mit!

In dem Lied „Grabrede“ der Band Subway to Sally geht es darum, dass wir nichts mitnehmen, wenn wir dieses Leben verlassen. Das betrifft eben die materiellen Sachen, die viele meinen anhäufen zu müssen.

Daher möchte ich Dich bitten, in dem Testament, worüber ich heute blogge, keine Gedanken zu machen, was Du Materielles hinterlassen könntest. Denn darum geht es mir heute gar nicht.

Denn, was Du mitnimmst, sind wunderbare Erinnerungen, Erlebnisse und all diese Dinge, die nur Du erleben kannst. Daher geht es darum, was Du davon hinterlässt. Woran sollen sich die Menschen erinnern, wenn sie über Dich reden?

Und darum soll es in Deinem Testament gehen.

Schreib Dein Testament

Stellen wir uns vor, dass all unsere tollen Erlebnisse und Erinnerungen und Erfolge als ein Kristall entstehen, wenn wir sterben. Und diese Kristalle können wir hinterlassen. Welche Kristalle würdest Du also hinterlassen wollen?

Schreib also auf, was Du Dir wünscht zu erreichen und was Du dann hinterlassen kannst. Es geht hierbei nicht um Dein Auto, Dein Pferd oder Deine Jacht. Es geht um die Weltreise, die Du gemacht hast. Oder die tolle Lesung, die Du gehalten hast. Dass jemand auf Dich zukam und danke gesagt hat, weil Du etwas Besonderes geleistet hast. Oder auch um die Veröffentlichung Deines Romans.

Vererb also Deine tollen Erinnerungen. Es geht hierbei übrigens nicht darum, wer diese tollen Erlebnisse und Erfolge bekommt, sondern es geht darum, dass Du aufschreibst, was Du überhaupt alles erlebt hast.

Das kostet in der Tat ein wenig Zeit und Energie, um zu überlegen, was Du Dir für Dich und Dein zukünftiges Leben wünschst. Aber ich bin mir sicher, dass es sich auf Dauer lohnt. Zumal Du es nicht in einer Sitzung alles Aufschreiben musst. Mach Dir Gedanken darüber und dann schreib alles nieder.

Das Leben der Anderen

Es geht mir hierbei nicht um den Film, sondern um Dein Leben. Das Aufschreiben dieser tollen Erinnerungen ist eine Sache. Nun geht es darum, dass Du dieses Leben auch lebst. Versuch also alles, um Deine Wünsche und Träume zu erfüllen.

Denn was nützt es, wenn Du nur darüber redest bzw. schreibst, was Du erleben willst. Dein Testament soll Dir dafür nur als eine Art Kompass dienen. Dann heißt es, geh raus und erlebe das alles. Nach und nach, Stück für Stück.

Deine Grabrede

Es könnte aber auch sein, dass Dich das Testament ein wenig überfordert. Dann mach Dir vielleicht doch Gedanken darüber, was der Bestatter über Dich sagt, wenn Du von uns gegangen bist.

Eine Grabrede ist kürzer als ein Testament, zumindest kann sie es so sein. Und dort kannst Du Dir Inspirationen holen, was Du gerne über Dich hören möchtest. Sehr wahrscheinlich wird es nicht sein, dass Du immer artig in der Schule warst oder unzählige Überstunden angesammelt hast. So etwas nützt nur den Eltern oder der Chefetage. Aber Dir?

Deine Grabrede kann so kurz oder so lang werden, wie Du es möchtest. Auf reale Gegebenheiten musst Du hier keine Rücksicht nehmen. Und hei, es ist auch völlig in Ordnung, wenn Du ein wenig übertreibst. Hauptsache Du hast ein Ziel, worauf Du hinarbeiten kannst.

Abschlussgedanken

Auch wenn es bei diesem Beitrag ein wenig düster zugeht, so soll es Dich doch eher dazu ermutigen, Dein Leben aktiver anzugehen. Doch häufig wissen wir gar nicht, was wir überhaupt im Leben wollen. Daher ist eine Art Rückblick aus der Zukunft durchaus interessant.

Versuch es einfach und schau mal hin, was dabei herauskommt. Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und noch mehr Erkenntnisse.

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Planungsgedanken für meinen Blog

Heil, hallo und herzlich willkommen,

manchmal sind es diese spontanen Momente, die man umsetzen sollte. Daher fange ich heute damit an.

Kurze Vorgedanken

Seit einigen Wochen fühle ich mich erschöpft und muss mich regelrecht zwingen, etwas zu tun. Sei es die Beiträge zu schreiben oder am Roman arbeiten. Vermutlich liegt es am Mangel der Sonne. Auf alle Fälle nagt es dann an meiner Seele, wenn ich nicht das schaffe, was ich mir vorgenommen habe.

Da hatte ich heute eine spontane Idee und ich denke, dass ich sie umsetze, bis ich wieder Energie habe. Denn Ideen habe ich mehr als genug, aber eben nicht die Energie, um alles umzusetzen, wie ich es mir vornehme.

Häufig ist es so, dass sich im neuen Jahr bei mir neue Energie entwickele. Und dann werde ich sehen, was alles so kommt.

Daher möchte ich Dir nun erzählen, wie es erst einmal bis zum Ende des Jahres weitergeht. Und ganz grob, was ich für das kommende Jahr plane.

Beitragsweise

Um mehr Energie für die Beiträge zu haben, werde ich erst einmal im Oktober und November die Beitragsweise auf einmal die Woche reduzieren. Da ich schon gewisse Pläne für das kommende Jahr habe, werde ich daher immer samstags die Beiträge veröffentlichen.

Im Dezember mache ich dann Blogurlaub. Das hat einen einfachen Grund, denn ich will dann mit dem Blog umziehen. Also eigenes Webspace und so weiter. Wobei Umzug zu groß gegriffen ist. Die Beiträge auf diesem Blog bleiben hier. Im neuen Blog werde ich die besten Beiträge übernehmen und überarbeiten.

Blogumzug

Wie gerade schon geschrieben, werde ich dann im Dezember umziehen. Ab Januar soll dann der neue Blog starten, hoffentlich. Denn ich sehe mich schon, wie ich da einige Nervenzusammenbrüche kriege. Daher nehme ich mir auch die Auszeit.

Umstrukturierung

Weiterhin werde ich zukünftig die Beiträge anders aufbauen und zudem eine neue Beitragsart einfügen. Was es ist, darüber möchte ich noch schweigen. Eine kleine Überraschung muss ja auch sein.

Neuanschaffung

Sicherlich hast Du schon bemerkt, dass ich gerade die Beiträge mit alten Bildern aufhübsche. Oder mit Videos oder mit gar nichts. Das liegt daran, dass ich mein Computersystem upgegradet habe und seitdem akzeptiert er meinen über zehn Jahre alten Scanner nicht mehr.

Daher werde ich mir ein neues Gerät besorgen. Jetzt muss ich nur noch meine alten Geräte loswerden. Die funktionieren, wenn man kein zu neues Computersystem hat.

Und sonst?

Zwar habe ich schon länger einen Podcast im Kopf und auch Webinare, Kurse und was weiß ich. Aber mal sehen, was sich davon nächstes Jahr alles davon umsetzen lässt. Zumindest plane ich einiges. Und ich gebe jetzt mehr Energie, um das auch zu schaffen.

Abschlussgedanken

Letztendlich sind das erst einmal Pläne. Jetzt geht es darum, dass ich diese auch nach und nach umsetze. Also legen wir doch einfach mal los.

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Wenn man Schreiben als Hobby betrachtet

Hei, hallo und herzlich willkommen,

kann man Schreiben nur als Hobby betrachten? Oder ist es eine Berufung? Oder was ist es eigentlich?

Kurze Vorgedanken

Immer wieder lese ich von einigen Leuten, die das Schreiben als Hobby betrachten. Das bedeutet für sie, dass sie zwar ihre Geschichten schreiben und auch veröffentlichen, aber sie streben keinen Gewinn an. Oder wollen gar von ihrer Arbeit leben.

Als Konsequenz wollen sie auch kein Lektorat, Korrektorat oder ein professionelles Cover haben. Denn, sie betrachten es ja als Hobby und dementsprechend müssen sie ja auch kein Geld dafür ausgeben.

Doch ist es wirklich so einfach? Oder übersehen wir in diesem Punkt etwas? Daher möchte ich das heute ein wenig genauer betrachten.

Und es gilt weiterhin, aus leserlichen Gründen wähle ich die weibliche Anredeform. Alle Personen sind damit jederzeit mitgemeint.

Ein paar Gedanken zum Thema Hobby

An dieser Stelle werde ich nicht erklären, was ein Hobby ist. Das, so denke ich zumindest, ist sicherlich so gut wie allen klar. Dazu zählen viele auch das schreiben von Geschichten. Das ist für sie dann Entspannung nach der harten Arbeit. Genauso, wie andere zum Sport gehen, ins Kino oder ein Bild ausmalen.

Überhaupt betreiben viele irgendwelche Hobbys. Das kann der bereits erwähnte Sport sein. Ein paar Turnschuhe an und schon laufen sie einige Kilometer die Straße rauf und runter. Andere hingegen sammeln Briefmarken oder suchen regelmäßig das Kino auf. Und dann gibt es die, die vielleicht mit dem Bogen schießen oder einkaufen gehen.

Und dann gibt es eben Leute, die gerne Schreiben. Nach der Arbeit setzen sie sich die eine oder andere Stunde hin und kümmern sich um ihren nächsten Roman. Bestimmt gibt es auch einige Talente darunter. Aber ich gestehe an dieser Stelle, dass ich zumindest nicht bewusst einen solchen Hobbyroman gelesen habe. Wie soll man die auch erkennen?

Es können sich also durchaus Perlen darunter befinden. Oder auch nicht.

Schreiben als Hobby, geht das denn überhaupt?

Für Menschen, die das als Leidenschaft betrachten und ohne Schreiben nicht leben können, ist das schwer vorstellbar. Aber andererseits, es gibt auch Menschen, die gerne die Buchhaltung machen. Auch das ist für manche Menschen schwer vorstellbar.

Mit anderen Worten, klar geht das. Und dieser Beitrag will das auch in keinster Weise schmälern. Es geht eher darum, wie man mit solch einem Hobby umgehen könnte.

Auf alle Fälle sage ich ganz klar, auch wenn ich es persönlich nicht nachempfinden kann, Schreiben kann und ist ein Hobby. Und dem gehen durchaus viele Menschen nach. Das teilweise erfolgreich oder auch nicht. Dabei kommt es auf die Person an.

Schreiben ist ein Hobby

Nur wird er von vielen nicht so behandelt, wie andere ihre Hobbys behandeln. Dazu möchte ich mal ein Beispiel aufführen.

Vor einiger Zeit habe ich mir überlegt, zur Entspannung mit dem Bogen schießen anzufangen. Zumal ich das auch als sehr interessant finde. Dass ich darin nie eine Meisterin werde, ist klar, denn ich würde damit viel zu spät anfangen. Damit wäre es klar, dass ich es nur als Hobby betreiben würde.

Gerade habe ich mal einen Onlineshop aufgesucht, um mir die Preise für die Bögen anzusehen. Da ich davon keine Ahnung habe, würde ich mich sowieso beraten lassen. In dem Sinne hab ich mir ein paar Bögen angesehen, wegen den Preisen. Die kosten nämlich zwischen 100 Euro bis hin zu 1.500 Euro. Und theoretisch kann der Preis noch weiter steigen. Aber für diesen Beitrag reicht das erst einmal.

Würde ich das Bogen schießen jetzt richtig betreiben wollen, würde ich wohl in einigen Jahren tatsächlich einen teuren Bogen kaufen. Dabei wäre mir persönlich der Preis egal. Denn, wenn ich einem Hobby nachgehe, tue ich selbst das immer mit absoluter Leidenschaft. Oder eben gar nicht.

Aber man muss nicht unbedingt mehrere Tausend Euros ausgeben, um ein Hobby auszuüben. Es gibt auch kostengünstige Varianten. Lesen ist auch ein Hobby. Und manchmal bedarf es nur eine Jahresgebühr bei einer Bibliothek, um den nachzugehen.

Jedoch lese ich selbst immer wieder, dass Hobbyschreiberinnen kein Geld fürs Lektorat, Korrektorat oder ein Cover ausgeben wollen. Als Begründung geben sie an, dass sie es als Hobby betreiben. Warum sollten sie also dafür Geld ausgeben? Immerhin streben sie keine Gewinnabsichten an und daher wäre es ein finanzieller Verlust, würden sie dafür dann Geld ausgeben.

Irrige Gedanken der Reinvestition?

Aus irgendwelchen Gründen, zumindest scheint es mir so, sind viele der Meinung, dass man bei Romanen kein Geld ausgeben muss, will man keines einnehmen. Einerseits kann ich diesen Gedanken verstehen. Und gleichzeitig auch wieder nicht.

Würde ich das mit dem Bogen schießen machen, würde ich für einen guten Bogen gute 1.500 Euro ausgeben. Und ich erwähnte, dass ich es tatsächlich nur als Hobby betreiben würde, also keine Wettkämpfe und Derartiges. Wie sollte ich also die 1.500 Euro wieder einnehmen? Wenn man es so nimmt, gar nicht!

Warum also gehen viele Hobbyschreiberinnen davon aus, dass sie kein Geld ausgeben müssen, wollen sie das Schreiben eben als Hobby betreiben? In jedem anderen Hobby gebe ich Geld aus und denke nicht einmal annähernd daran, dass ich das Geld nie wieder sehe. Beim Schreiben sieht es automatisch anders aus.

Da heißt es, entweder ich betreibe es als Hobby und verdiene damit nichts. Daher gebe ich auch nichts aus. Oder es heißt, es ist eine Arbeit. Dafür gebe ich Geld aus und will damit auch etwas verdienen. Die Variante, dass es ein Hobby ist und deswegen gebe ich Geld aus, gibt es da nicht. Oder zumindest eher selten.

Zu meinen Hobbys zählt, dass ich gerne Tarotkarten sammle. Von denen habe ich hier sicherlich knapp einhundert Sets. Davon kostet jedes durchschnittlich 20 Euro. Und da gibt es definitiv keine Wettbewerbe, womit ich die Decks reinvestieren könnte.

Ehrlich gesagt habe ich mir darüber auch nie Gedanken gemacht.

Umgang mit dem Hobby Schreiben – ein Vorschlag

Natürlich kannst und sollst Du Deine Hobbys so gestalten, wie Du es für richtig hältst. Darüber möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Zumal ich Dir sowieso keine Vorschriften machen kann. Also mache ich sie auch erst gar nicht.

Aber ich würde mir wünschen, dass das Schreiben genauso behandelt wird, wie jedes andere Hobby auch. Das bedeutet, mit dem gleichen Ernst und letztendlich, ja, auch mit dem nötigen Kleingeld.

Warum sollte man als Hobby nicht auch mal einen Roman mit einem Lektorat küren? Natürlich ist das nicht leicht. Denn einen Bogen kauft man sich nur einmal, vielleicht auch ein zweites Mal. Romane schreibt man aber, im Idealfall, mehrere im Leben.

Auch wenn man nur einen einzigen Roman schreibt, kann das drum herum durchaus einige Tausend Euro kosten. Eben ein sehr teures Hobby, darüber können wir uns einig sein.

Aber gut, Du willst kein Geld für Dein Hobby ausgeben. Warum dann einnehmen? Ja, es gibt einige Hobbyautorinnen, welche ihre Geschichte dann in diversen Portalen hochladen, um damit doch den einen oder anderen Euro zu verdienen. Ist das jetzt fair?

Wenn ich kein Geld ausgebe, dann kann ich eigentlich ja auch keines einnehmen. Oder wie siehst Du das? Da beißt sich, meiner Meinung nach, die Katze gehörig in den eigenen Schwanz.

Wieso das Buch nicht entsprechend in einem entsprechenden Portal hochladen, wo man es dann als Hobbyprojekt erkennt und kostenfrei lesen kann? Das nur so als Inspiration.

Abschlussgedanken

Wie auch immer Du als Hobbyautorin mit dem Thema umgehst, meine Bitte ist einfach, geh mal in Dich und überleg Dir, wie sehr es ein Hobby ist. Denn auch für Hobbys gibt man Geld aus. Und für manche noch nicht einmal wenig.

Wie viel ist Dir also Dein Hobby wert?

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Schreibmonat: September 2017

Hei, hallo und herzlich willkommen,

mal ganz unter uns, mir vergeht gerade die Zeit zu schnell. Denn schon wieder ist ein Monat vorbei.

Kurze Vorgedanken

Zugegeben, der Monat war nicht so erfolgreich. Doch dieses Mal habe ich eine halbwegs vernünftige Erklärung, es ging mir körperlich nicht so gut. Und manchmal war es schlichtweg schmerzlich, wenn ich mich an den PC gesessen habe. Daher hab ich mich ein wenig zurückgehalten. Das werde ich im kommenden Monat anders handhaben.

Was hab ich geschafft?

Tatsächlich habe ich Kapitel 1 überarbeitet und extrem gekürzt. Von knapp 4.000 Wörter hab ich das erste Kapitel stark ergänzt auf fast 5.000 Wörter erhöht. Und dann hatte ich kurz vor dem Schlafen gehen auf einmal DIE Idee. Daher habe ich fast alles gelöscht und jetzt bin ich der Meinung einen sehr starken Anfang geschrieben zu haben.

Zudem habe ich noch eine Idee gefunden, mit der ich gut arbeiten kann. Denn manchmal ist es ja so, dass man etwas schreibt und die Idee dann regelrecht vergisst. Beim Überarbeiten hab ich diese Idee wiedergefunden und kann sie nun verwenden. Und das werde ich auch.

Zudem habe ich doch glatt sechs Bücher in diesem Monat gelesen. Das ist mehr, als ich es bisher geschafft habe. Faszinierend. Und noch faszinierender ist dabei, dass ich nur ein einziges Sachbuch gelesen habe. Sonst bin ich häufig eine Sachbuchleserin. Aber momentan überlege ich, welchen Roman ich als Nächstes lesen möchte. Und einige stehen da durchaus zur Auswahl.

Was habe ich nicht geschafft?

Da es mir momentan gesundheitlich eben nicht gut geht (es sind eher physische Schmerzen), hab ich mich manchmal regelrecht geweigert mich an den PC zu setzen. Daher habe ich natürlich Kapitel 2 nicht geschafft.

Aber immerhin hab ich auch an meinem Sachbuch angefangen zu arbeiten. Dafür hab ich sogar einen VHS-Kurs gebucht, der sich um dieses Thema dreht. Mal sehen, inwiefern mir das hilft.

Aussicht für September 2017

Da ich im kommenden Monat Urlaub habe und weg bin, werde ich eher bescheiden sein, was meine Wünsche betrifft. Also werde ich mir Folgendes vornehmen:

  • Kapitel 2 überarbeiten.
  • Die Grundstruktur für mein Sachbuch erarbeiten.
  • Die Grundidee für mein NaNoWriMo-Text fertig schreiben.
  • Vier Bücher lesen.

Sehr übersichtlich halt.

Abschlussgedanken

Der Monat war nett, aber noch nicht überragend. Also werde ich dafür Sorgen, dass ich meine Disziplin wieder finde. Und dann sehen wir weiter. Jeden Tag arbeiten und dann lege ich los. So einfach ist das … hoffentlich.

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#WirSchreibenDemokratie – Machst Du mit, wenn Du bunt magst?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

am Montag schrieb ich schon einen Beitrag zum Hashtag #WirSchreibenDemokratie. Doch noch bin ich nicht ganz zufrieden damit. Daher wage ich heute den zweiten Versuch.

Kurze Vorgedanken

Wie könnte man einen Beitrag zu einer bunten und starken Demokratie leisten? Darüber hab ich mir die ganze Woche meine Gedanken gemacht. Und erst so nach und nach sind mir einige Ideen eingefallen.

Daher möchte ich Dir eine kleine Liste anbieten, wie Du selbst aktiv werden kannst. Du musst nicht alles umsetzen. Das wäre sicherlich zu viel verlangt. Aber was Dir zusagt, kannst Du für Dich übernehmen oder entsprechend abändern, sodass Du Dich damit wohlfühlst.

Aber eins sei Dir versichert. Wenn Du Dich mit diesem Thema auseinandersetzt, es wird immer jemand kommen, die oder der Hass verteilt. Einfach nur, weil sie/er eine andere Meinung nur so ausdrücken möchte. Da kann ich Dir nur Folgendes empfehlen:

Schaff Dir ein dickes Fell an und noch ein dickeres soziales Umfeld. Auch im Internet. Gemeinsam sind wir stark. Und wenn es nur darum geht, dass wir uns gegenseitig unterstützen.

Beiträge verfassen

Der einfachste und zugleich auch schwierigste Schritt ist, einen Beitrag zu verfassen. Und zwar nicht nur irgendeinen, sondern einen, der sich um das Thema Demokratie zum Beispiel dreht. Oder um die Flüchtlingskrise und so weiter. Also über Themen, die heutzutage die Gemüter sehr erhitzt.

Denn Wissen ist Macht. Und wer falsches Wissen verteilt, nun, Du kannst Dir sicherlich denken, wohin das führt. Daher ist es durchaus ein lohnender Schritt, sich mit einer Thematik auseinanderzusetzen und darüber etwas zu schreiben.

Nur ist es im Zeitalter von Fake News und Lügenpresse sehr wichtig, dass Deine Beiträge immer sauber sind. Das bedeutet, keine Halbwahrheiten, keine unsicheren oder gar unseriösen Quellen. Alles, was Du recherchierst, sollte mehrere Male gegengeprüft werden. Und wenn Du nur eine Quelle findest, solltest Du Dir überlegen, ob Du diese überhaupt verwenden willst.

Es ist leicht, einen Blog zu starten und was zu schreiben. Aber die Arbeit dahinter kann manchmal extrem anstrengend sein.

Texte verfassen

Seien es Kurzgeschichten, Romane oder was auch immer. Wenn Du schreibst, kannst Du mit Geschichten eine Menge erreichen. Warum nicht mal eine Frau oder einen Mann als Hauptcharakter, welche nicht weiß ist? Asiat*innen sind zum Beispiel sehr unterrepräsentiert. Aber auch alle anderen Volksgruppen, die eben nicht europäischer Herkunft sind.

Sei kreativ und sei frech. Alles kann interessant sein, was uns andere und vor allem die bunte Lebensweise näher bringt. Sei kreativ und schreib drauf los, was Du schon immer schreiben wolltest. Jetzt ist die Zeit, denn wir brauchen solche Geschichten.

Bilder malen

Nicht lachen, aber ich bin dafür, dass man auch Bilder malt. Warum? Die meisten von uns sind eher visuelle Menschen. Das bedeutet, dass wir vieles über das Auge wahrnehmen. Und ich kann mich kaum an Bilder auf Pinterest (als Beispiel) erinnern, bei denen dunkelhäutige Menschen auftauchen. Daher wird mein Blick eher auf sie gerichtet, weil es von der aktuellen Norm abweicht.

Daher wäre es schön, wenn es mehr Bilder von den verschiedensten Menschen und den verschiedensten Hautfarben gäbe. Einfach der Abwechslung halber. Und wenn wir uns an diese Bilder gewöhnen, vielleicht sehen wir die Menschen auf der Straße mit anderen Augen.

Wenn Du also malen oder zeichnen kannst, ich freue mich sehr auf Deine Bilder.

An Demos teilnehmen

Wenn Du aktiver bist, dann kannst Du natürlich auch an Demos teilnehmen. Friedlich der Welt zu zeigen, was für eine Meinung Du hast, das kann gelegentlich schon einen großen Einfluss haben. Daher such Dir ein Thema aus, dass Du gerne unterstützen möchtest und dann tu genau das. Unterstütze es auf friedliche Art und Weise.

Politisch aktiv werden

Es gibt verschiedene Arten politisch aktiv zu werden. Du kannst einer bestehenden Partei beitreten. Oder Du gründest eine Neue. Du kannst auch politische Bildung anbieten, damit andere wissen, wie es in einer Demokratie abläuft (und nein, dass wissen nicht alle, wie das geht).

In dieser Hinsicht kann man einiges tun. Und jede Aktivität kann sicherlich etwas bewegen. Und wenn das nur bei einer einzigen Person geklappt hat. Dann hat sich der Aufwand sicherlich gelohnt.

Abschlussgedanken

Natürlich ist es nicht einfach, sich aktiv zu zeigen. Gerade dann, wenn man mit so viel Gegenwind rechnen dürfte, wie es zurzeit der Fall ist. Aber zu schweigen ist auch kein Mittel der Wahl. Denn so werden die Anderen gewinnen. Und ich glaube nicht, dass das wirklich etwas ist, was wir wollen.

In dem Sinne, wie möchtest Du zeigen, wie toll bunt ist?

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#WirSchreibenDemokratie – Und ich schreibe mit, weil ich bunt mag

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eigentlich ist das hier ein Blog, welche sich um das Schreiben dreht. Und nicht immer mag ich mich politisch äußern. Doch nach gestern haben wir Nornen beschlossen, dazu etwas zu sagen.

Unter Bunt verstehe ich die Vielfalt der Menschen. Nicht nur deren Herkunft oder sexuelle Ausrichtung, sondern auch ihre Ansichten, Glaubensrichtungen und Meinungen. Das macht die Welt und letztendlich auch mein Leben interessanter, aufregender und wertvoller.

Natürlich kann es anstrengend sein, sich andauernd bunt zu geben. Da bin ich ganz bei Dir. Aber andererseits fände ich es noch anstrengender, wenn wir alle die gleiche Meinung haben, die gleichen Ansichten, das gleiche Leben.

Und doch wurde gestern eine Partei gewählt, die sich gegen Bunt ausspricht. Natürlich ist das die demokratische Entscheidung des Volkes. Nur finde ich es persönlich sehr Schade, dass es überhaupt so weit kommen musste.

Doch es muss nicht so weiter gehen. Denn letztendlich sind wir es, die entscheiden können, wie sich die Zukunft verändert.

Daher ist es wichtig, dass wir jeden Tag etwas tun, um die bunte Vielfalt in unserer Welt zu erhalten und weiterzutragen. Damit die nächste Generation oder die übernächste nicht tatsächlich fragen muss, warum wir es nicht verhindert haben. Das vierte Reich, vielleicht einen dritten Weltkrieg, wer weiß, was da noch auf uns zukommen könnte.

Das bedeutet nicht, dass Du unbedingt einer Partei angehören musst (auch wenn das völlig in Ordnung ist). Aber ich finde es wichtig, dass jede Frau und jeder Mann ihren und seinen Anteil an einer besseren Gesellschaft übernimmt und umsetzt.

Manchmal reicht es aus, einen Brief zu schreiben, manchmal muss man auf die Straße gehen, einem kleinen Kind eine Geschichte vorlesen oder diese erst schreiben, damit man etwas Besonderes vorzulesen hat.

Oder lies einfach mal Bücher aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Das macht schön depressiv und zeigt auf, was passiert, wenn man die Augen verschließt (was nicht bedeutet, dass gerade DU die Augen verschließt, aber sicherlich wer in Deiner Umgebung, nicht wahr? In meiner gibt es da jemandem).

Daher werde aktiv und schau nach, was Du tun kannst, um Deine Welt bunt zu halten. Es gibt sicherlich etwas. Schließ Dich zu einer Gruppe zusammen, überlegt euch etwas und setzt es um.

Nur wenn wir etwas tun, können wir auch etwas erreichen. Allein und gemeinsam.

Dabei wünsche ich uns allen Erfolg.

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4 Möglichkeiten für externe Konflikte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

egal wie friedlebend wir in der Realität sind. Wir müssen so grausam sein und für unsere Charaktere schöne Konflikte sorgen.

Kurze Vorgedanken

Ein Roman braucht einen Konflikt. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass sich Deine Charakter alle paar Seiten mit jemandem streiten oder gar prügeln. Denn ein Streit oder Prügelei kann ein Teil eines Konfliktes sein. Aber es ist selten bis niemals der Hauptkonflikt für einen Roman.

Denn ein Charakter kann in einen Konflikt geraten und sich dabei mit allen anderen Charakteren durchaus gut verstehen. Es kommt darauf an, welchen Konflikt Du wählst und wie sehr Du dann Deinen Figuren zusetzt.

Daher stelle ich Dir heute die vier möglichen Konflikte vor, die Du verwenden kannst. Wobei es nicht allein bei vieren bleiben muss. Denn die verschiedenen Konfliktarten kannst Du auch gerne miteinander vermischen.

Und es bleibt wie gehabt, damit es beim Schreiben einfacher ist, werde ich weiterhin die weibliche Anrede verwenden. Alle anderen können sich jederzeit gerne mitgemeint fühlen, denn sie sind mitgemeint.

Warum überhaupt Konflikte?

Wenn Dir jemand eine Geschichte erzählt, wie reagierst Du darauf? Bei mir ist es so, dass ich unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Daher hasse ich es, wenn die erzählende Person abweicht oder irgendetwas den Redefluss stört.

Irgendwie sind wir darauf fixiert zu wissen, wie es weitergeht. Was geschah dann, was kam danach, wie reagierte Person sowieso? All diese Fragen können uns dann im Kopf herumschwirren, wenn wir eine Geschichte hören.

Wenn die Figuren in der Geschichte dann noch kleine oder große Schwierigkeiten zu überwinden haben, dann sind wir erst recht dabei. Denn gerade bei sympathischen Menschen wollen wir, dass sie siegreich aus der Geschichte hervorgehen. Nichts enttäuscht irgendwie mehr, wenn sie den Konflikt nicht überwunden haben.

Zudem überlege ich mir häufig, wie würde ich in dieser Situation reagieren. Wäre ich genauso, wie die Person, die mir die Geschichte erzählt? Oder hätte ich ganz anders reagiert? Das ist auch ein Vorteil eines Romans mit einem guten Konflikt. Man kann überlegen, ob man so gehandelt hätte, wie es die Heldin tat.

Interne vs. externe Konflikte

Es gibt innere Konflikte, also Konflikte, die aus dem Charakter selbst heraus entstehen. Und es gibt die Externen. Also Konflikte, die von außen an die Figur herangetragen werden.

Idealerweise hat ein Charakter beides, also einen inneren und einen externen Konflikt. Dadurch kann es noch einmal spannender werden. Zudem ist es auch so, dass durch innere Konflikte ein Charakter noch einmal um einiges lebendiger wirkt.

Denn es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass eine Figur durch eine Geschichte wandert, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was sie oder er eigentlich macht. Und vor allem, ob das alles Sinn macht.

Da es in diesem Beitrag nur um die externen Konflikte geht, also die Konflikte, denen sich Dein Charakter stellen muss, bleiben die inneren Konflikte an dieser Stelle ohne weitere Beachtung.

Die vier Haupttypen der Konflikte

Es gibt vier Grundkonflikte, mit denen Du arbeiten kannst. Und natürlich die ganzen möglichen Kombinationen, die Du damit vornehmen kannst.

1. Charakter gegen Charakter

Das bedeutet, ein Charakter, also Deine Heldin, muss sich gegen einen anderen Charakter behaupten. Zumeist handelt es sich um die antagonistische Figur (nicht gleichzusetzen mit der Bösen einer Geschichte).

Dabei gibt es noch einige Unterkonflikte von diesem Hauptkonflikt.

  • Beide Charaktere wollen das gleiche Ziel erreichen. Dabei ist es aber zwingend notwendig, dass nur einer das Ziel erreicht. Der andere Charakter hingegen stirbt (als Beispiel).
  • Beide Charaktere wollen zwei unterschiedliche Ziele erreichen, aber eine der beiden oder gar beide stehen sich dabei im Weg. Der eine Charakter möchte zum Beispiel den Weltfrieden und der andere die Welt ins Chaos stürzen.
  • Der eine Charakter möchte verhindern, dass der andere sein Ziel erreicht, zum Beispiel die Welt vernichten. Dabei ist es nicht notwendig, dass der erste Charakter versucht, den Weltfrieden zu erschaffen.
  • Der eine Charakter möchte einfach aus Hass, Boshaftigkeit oder was auch immer dem anderen Charakter schaden. Das mag vielleicht nicht die höchste Form des Konfliktes sein, aber hat trotzdem seine Wirkung.
  • Der eine Charakter möchte, was der andere hat. Das kann etwas Materielles sein, aber auch etwas Immaterielles (zum Beispiel den Status).

Der Schlüssel, um interessante Konflikte mit dieser Ausgangslage zu erschaffen, ist, wenn beide Charaktere ungefähr auf einem Niveau sind. Damit meine ich, dass nicht ein Charakter hochintelligent ist, hübsch und was weiß ich. Dagegen wirkt der andere Charakter eher wie ein Mauerblümchen.

Wenn beide aber einen ähnlichen Status haben (also entweder aus der gleichen sozialen Schicht oder gleiches Aussehen oder was auch immer), dann kann es interessant werden. Denn hier dominiert dann die Persönlichkeit.

2. Charakter gegen die Gesellschaft

Hierbei geht es darum, dass die Idee der Gesellschaft zur Gegnerin wird. Das kann die Regierung sein, ein religiöses System oder auch ein gesellschaftlicher Konsens (zum Beispiel Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und so weiter). Und was es noch alles geben kann.

Die Gesellschaft kann hier durchaus als Einzelperson auftreten. Jedoch kann die Idee auch weitergetragen werden. Zum Beispiel, wenn das Kind homosexuell ist. So könnten die Eltern es ablehnen. Das Kind läuft weg. An die Stelle der Eltern tritt dann die Kirche. Das Kind läuft erneut weg und dann kommt die Regierung. Und so weiter.

Nun kommen die inneren Stärken und auch Konflikte zum Tragen. Wenn Dein Charakter ein Ziel am Ende sieht, dann ist sie in der Lage, gegen die gesellschaftlichen Normen und Konventionen anzutreten und dagegen zu kämpfen. Daher finde ich es wichtig, dass Du ein Ziel zeigst, worauf Dein Charakter hinarbeiten kann. Warum sonst sollte man sich gegen einen übermächtigen Feind wie der Gesellschaft entgegenwerfen?

3. Charakter gegen die Natur

Eine durchaus gute Möglichkeit die Stärken Deines Charakters zu zeigen ist, wenn sie sich gegen die Natur wehren muss. Denn die Natur ist einfach nur. Sie ist weder gut, noch ist sie böse. Sie ist halt einfach nur die Natur. Und trotzdem kann sie so stark werden, dass der Mensch gegen sie gar keine Chance hat.

Tiere, das Wetter oder einfach die Umgebung können Deiner Heldin das Leben schwer machen. Und wir stellen uns die Frage, wird sie das Ganze überstehen?

Wie bei dem Konflikttyp „Charakter gegen die Gesellschaft“ können hier die inneren Konflikte eine sehr starke Rolle spielen. Kann ich gegen den Sturm gewinnen oder werde ich sterben? Auch hier kann das Aufgeben eine sehr wichtige Rolle spielen. Gibt Deine Heldin auf oder schafft sie es, das alles zu überleben?

4. Charakter gegen die Technologie

In diesem Konflikttyp geht es darum, dass Dein Charakter gegen irgendeine Art Technologie angehen muss. Häufig geht es dabei darum, einfach nur zu überleben.

Bei solchen Geschichten kann es darum gehen zu zeigen, dass der Mensch schwach ist, Fehler hat und der Technik selbst unterlegen ist. Irgendwann überwindet die Technik ihre Schöpferin und wird dann zur Herrscherin. Das ist auch die Grundlage für den Roman „Ich, der Robot“ von Isaac Asimov.

Es mag sein, dass man eher Science-Fiction Geschichten im Kopf hat, wenn man an diesen Konflikt denkt. Aber theoretisch können wir solche Geschichten auch in der heutigen Zeit erzählen. Nur nicht mit Robotern.

Die Mischung macht es

Wie oben schon geschrieben, ist es durchaus möglich, dass man die Konflikte miteinander mischt. So könnte man gegen die Natur und gegen einen anderen Charakter kämpfen. Oder man kämpft gegen die Gesellschaft und gegen die Technologie. Und so weiter.

Dass Tolle ist, dass Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Nur eines möchte ich Dich trotzdem bitten. Übertreib es nicht. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Charakter alle vier Konflikte tatsächlich schafft zu meistern. Wenn es aber mehrere sind, dann ist das wieder herum völlig in Ordnung, sie in einem Roman aufzunehmen.

Wie kriege ich meinen Konflikt in meine Geschichte?

Der Konflikt ist und bleibt das Zentrum einer guten Geschichte. Du steigst mit einem Konflikt in Deinen Roman ein. Und am Ende ist dieser (hoffentlich) aufgelöst, sodass Deine Charaktere beruhigt aus der Geschichte hinaustreten können.

Dazu kannst Du Dir einige Fragen stellen, mit denen Du dann arbeiten kannst.

  1. Was ist es, was Deine Heldin unbedingt haben möchte? Damit meine ich das Ziel der Geschichte letztendlich.
  2. Warum will sie das Ziel erreichen? Was motiviert sie also, aktiv zu werden?
  3. Wer oder was stellt sich Deinem Charakter in den Weg, damit sie nicht so leicht ihr Ziel erreichen kann?
  4. Warum stellt sich die antagonistische Kraft Deiner Heldin in den Weg?
  5. Was für Schritte werden alle Parteien in Deiner Geschichte unternehmen, damit sie ihr Ziel erreichen? Das ist besonders wichtig, wenn sie entgegengesetzte Ziele haben. Oder ihre Ziele zwar in die gleiche Richtung gehen, aber nur ein Charakter dieses Erreichen kann.
  6. Wie endet der Konflikt? Also wie ist der Höhepunkt der Geschichte, sodass diese dann langsam ausgehen kann.
  7. Welche Kräfte behalten die Oberhand? Gibt es eine klare Gewinnerin oder sogar mehrere? Gar keine?

Wenn Du die Antworten auf diese Fragen hast, hast Du schon eine sehr gute Grundlage für Deinen Roman und den dazugehörigen Konflikten. Und ich bin mir sicher, dass damit das Plotten durchaus auch leichter gehen kann.

Abschlussgedanken

Wenn Du genau hinschaust, bei Romanen oder in Filmen, wirst Du sehen, dass mindestens einer, wenn nicht sogar zwei oder in seltenen Fällen alle Konflikte auftauchen. Achte dabei auf eine ausgewogene Harmonie, sodass Du Deine Leserinnen nicht überforderst und die Geschichte nicht sinnlos überfrachtest.

Beim Konfliktfinden wünsche ich Dir viel Spaß.

Filme, Serien und Bücher

Schau mal genau hin und überprüf, welche Konflikte in den Filmen auftauchen, wie sie eingeleitet werden, ihren Höhepunkt finden und wie sie gelöst werden.

Beantworte die Fragen

Druck Dir die oben aufgeführten Fragen aus und beantworte sie für Dein aktuelles Projekt. Was kommt am Ende dabei heraus?

Dein Konflikt

Und dann überprüf, ob Dein Konflikt wirklich stichhaltig ist. Oder gibt es da noch Platz für mehr Intensität und Arbeit? Dann setz Dich noch einmal ran und arbeite mit Deinem Plot und Deinem Konflikt.

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Kill Your Darlings

Hei, hallo und herzlich willkommen,

irgendwann kommst Du an einen Punkt an, an dem Du entscheiden musst. Bleibt dieser Satz, diese Szene, dieser Charakter, oder tötest Du diesen Satz, diese Szene, diesen Charakter?

Kurze Vorgedanken

Das ist ein Beitrag, den ich gestern verfasst habe, nachdem ich fast 3.000 Wörter aus meinem ersten Kapitel gelöscht habe. In dem Moment hab ich auf einmal verstanden, was es mit dem Satz „Kill Your Darlings“ wirklich auf sich hat. Denn zuvor hab ich immer gescherzt, dass ich aus dem aktuellen Kapitel mindestens die Hälfte löschen werde.

Und dann war es bei mir eben so weit.

Daher werde ich heute ein oder zwei Erkenntnisse mit Dir teilen. Und wie Du Dich darauf vorbereiten kannst, Deine Darlings zu killen.

Und es ist wie gehabt, damit es leichter beim Schreiben und beim Lesen ist, wende ich nur eine Form des Geschlechts an, das Weibliche. Alle anderen dürfen sich jederzeit und sehr gerne mitgemeint fühlen.

Was verstehe ich unter dieser Bezeichnung?

Eigentlich handelt es sich hierbei sogar um eine etwas schmerzliche Angelegenheit. Denn immerhin ermorde ich etwas, was mir ans Herz gewachsen ist. Das bedeutet tatsächlich, dass eben ein wunderschöner Satz oder auch eine Szene nicht ins fertige Buch schaffen wird.

Vor Jahren hatte ich an einem Roman gearbeitet, der zwischenzeitlich – glücklicherweise – ins Nirgendwo verschwunden ist (die Festplatte ist defekt). Für diesen Roman hatte ich eine ganz tolle Szene im Kopf gehabt, die ich unbedingt schreiben wollte. Und das tat ich letztendlich auch.

Es stellte sich jedoch heraus, dass die Geschichte sich so dermaßen in eine andere Richtung entwickelt hatte, dass diese Szene einfach nicht passte. Und ja, ich hatte sie noch gelöscht, bevor die Festplatte kaputt ging.

In der ersten Fassung ist alles erlaubt. Das bedeutet auch, dass man Szenen schreiben darf, die schon da nicht mehr gut klingen. Es geht ja in erster Linie darum, überhaupt etwas zum Überarbeiten zu haben. Doch dann, wenn man die zweite Fassung angeht, muss man unglaublich streng sein. Und zwar zu sich selbst.

Das bedeutet, dass tatsächlich jeder Satz auf dem Prüfstand gesetzt wird. Darf dieser bleiben oder muss er gelöscht werden. Ab und an reicht es auch aus, wenn er überarbeitet wird. Aber wenn das nicht mehr geht, muss dann tatsächlich auch der Rotstift angesetzt werden.

Was könnte denn alles so gelöscht werden?

Theoretisch alles. Das geht von einzelnen Wörtern, bis hin zu Sätzen, Absätzen, ganzen Kapiteln oder gar Charaktere. Wobei das Letzte mir persönlich immer wehtut. Denn die Charaktere wachsen mir so sehr ans Herz, dass ich sie gar nicht mehr loswerden will. Aber gelegentlich ist auch das eine Notwendigkeit.

Manchmal ist das nicht notwendig. Aber gelegentlich musst Du Dich tatsächlich dazu bemühen, einen lieb gewonnenen Charakter zu streichen, weil diese Figur einfach nicht passt. Daher muss man sich hinsetzen und genau überlegen, was will ich tatsächlich erzählen?

Schlimmstenfalls kann es sogar passieren, dass man den ganzen Roman löschen muss. Auch das kann vorkommen. Ist aber, wenn man vorher richtig plant, doch eher seltener der Fall – zum Glück.

Und warum sollte ich das tun?

Natürlich musst Du nichts, aber auch rein gar nichts löschen. Nicht dass wir uns falsch verstehen. Theoretisch kannst Du Deinen Roman so lassen, wie Du ihn geschrieben hast. Ein bisschen aufpolieren, die Rechtschreibfehler raus und gut ist.

Aber ich behaupte mal, dass Du den bestmöglichsten Roman schreiben möchtest, zu dem Du aktuell in der Lage bist, oder? Daher ist es häufig nicht die beste Entscheidung, die erste Fassung einer Geschichte zu veröffentlichen.

Bei der Überarbeitung müssen wir halt unser Ego vor die Tür schicken und die Kritikerin herauslassen. Und die muss halt sehen, was man alles tun kann und auch sollte, um aus der Geschichte das Beste herauszuholen.

Das bedeutet halt, dass wir eben unseren Ego an die Leine legen und schauen, was nicht mehr zu der Geschichte passt. Um eben die beste Geschichte zu schreiben, die wir unseren Leserinnen und Lesern anbieten können.

Daher kann ich mir vorstellen, dass Du durchaus bereit bist, doch das eine oder andere Wort zu löschen.

Wie könntest Du vorgehen?

In erster Linie mach von dem Original immer eine Sicherungskopie und arbeite in dieser Kopie. Das hat zwei Vorteile.

Zum einen verringert es die Hemmungen, etwas zu löschen. Immerhin hast Du das Original und könntest jederzeit darauf zurückgreifen. Wenn Du also der Meinung bist, dass Du zu viel gelöscht hast, greifst Du auf das Original zurück und fängst von vorne an.

Der zweite Grund ist, dass Du das, was Du in Deinem aktuellen Roman nicht verwenden kannst, vielleicht in einer anderen Geschichte nutzen möchtest. Es könnte ja sein, dass die eine spezielle Szene nicht gut genug für die aktuelle Geschichte ist. Aber sie könnte für Deinen nächsten Roman eine entscheidende Rolle spielen. Daher wäre es doch schade, wenn Du sie nicht mehr hättest.

Daher erstell erst einmal eine Kopie. Und dann lies Dir Satz für Satz und Absatz für Absatz durch. Brauchst Du das wirklich alles, was Du geschrieben hast? Ist es spannend, bringt es die Handlung voran? Jetzt musst Du wie eine kleine Lektorin denken und überlegen, was wirklich passt und was nun raussollte.

Wenn Du die Spielregeln kennst, nachdem ein guter Roman funktioniert bzw. funktionieren sollte, dann weißt Du, worauf Du achten kannst. Und noch mehr, welche Regeln Du brechen kannst, sofern Du das willst.

Habe Mut und setz Dich an Deine Geschichte

In diesem Beitrag geht es ja nicht darum, wie man am besten einen Roman überarbeitet. Sondern, dass Du löschen kannst und durchaus auch solltest. Denn nur so kommst Du mit der Überarbeitung überhaupt weiter.

Denn nur wenn Du Mut hast und Dich an Deine Geschichte heranwagst, wirst Du am Ende auch etwas haben, was Du veröffentlichen kannst. Vorher ist es eher unwahrscheinlich.

Abschlussgedanken

Wie schon oben geschrieben, Du musst nichts und niemanden löschen. Aber ich selbst habe gemerkt, dass es meiner Geschichte hilft, wenn ich es doch wage, einfach mal knapp 3.000 Wörter aus einem Kapitel rauszuwerfen.

Das tat mir gut und vor allem, zumindest behaupte ich es, tat es meinem Roman gut. Daher wünsche ich Dir viel Spaß beim Überarbeiten.

Fremde Kapitel überarbeiten

Schreib aus einem fertigen Roman ein Kapitel ab und überarbeite diesen. Das soll Dir zeigen, dass jedes Kapitel, selbst wenn dieser in einem Roman veröffentlicht wurde, überarbeitet werden kann. Es kommt auf den persönlichen Geschmack an.

Frag mal nach …

Vermutlich wirst Du damit wenig Erfolg haben, aber frag mal in Deinem Bekanntenkreis von Autor*innen nach, ob sie Dir nicht ein Originalkapitel vor der Überarbeitung als Lehrmaterial überlassen. Das kannst Du dann mit der veröffentlichten Version vergleichen und sehen, was und wie viel überarbeitet wurde.

Dein Roman

Und nun bist Du dran, bzw. Deine Geschichte. Wag Dich einfach mal heran und schau nach, was Du in Deiner Geschichte verändern kannst. Lösch einfach ein paar Sachen. Wie fühlt es sich an? Traust Du Dich noch mehr zu löschen und auch etwas neu zu schreiben?

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Wie Du es schaffen kannst, (theoretisch) mehr zu lesen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Lesen ist eine wundervolle Sache. Und ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich würde am liebsten so viel wie nur möglich lesen. Doch, wie viel ist theoretisch möglich?

Kurze Vorgedanken

Vor Kurzem wanderte auf Twitter die Information umher, dass ein normaler Mensch ungefähr eintausend Bücher im ganzen Leben liest. Darüber gab es natürlich sofort Diskussionen, ob das tatsächlich bei den meisten so ist oder sogar noch mehr.

Mein erster Gedanke war, na toll, dann schaffe ich es nur die einzige Wunschliste, die ich da habe? Bei einem gewissen Bücherportal habe ich nämlich mehrere Wunschlisten. Und auf einer sind aktuell knapp eintausend Bücher. Das Problem, da gibt es noch ein paar weitere Listen, die ich habe. Neben den Büchern, die bei mir zu Hause noch darauf warten, von mir gelesen zu werden.

Daher kam sofort meine Trotzreaktion, dass ich von 2018 bis 2028 meine tausend Bücher lesen werde. Ob das klappt? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Doch wie könnte ich denn überhaupt effektiver lesen, um dieses Ziel zu schaffen?

Es war dann wohl kein Zufall, dass mir der Beitrag „Bewusst mehr lesen – geht das?“ von Lecture of Life über den Weg gelaufen ist. Viele der Ideen haben mir gefallen. Und während ich darüber nachgedacht habe, sind mir auch ein oder zwei Punkte eingefallen, die ich da selbst gerne ergänzt hätte. Also tue ich das.

Daher werde ich die Punkte aus dem Originalbeitrag übernehmen und sie mit eigenen Worten und Ideen unterfüttern. Und eigene Punkte hinzufügen, die zu mir passen.

Effektiv lesen? Geht es noch?

Jetzt wirst Du Dich vielleicht fragen, warum Du Deine Freizeit auch noch effektiv gestalten sollst. Es reicht ja schon, wenn Du das auf der Arbeit bist.

Theoretisch gebe ich Dir erst einmal recht. Aber in mir nagt gerade die Zahl, dass man tatsächlich nur tausend Bücher liest und ich das nicht einfach so akzeptieren will. Nenn das albern, vielleicht ist es das sogar.

Nur möchte ich meine Lesezeit, die ich am Tag so habe, so effektiv wie nur möglich nutzen. Wenn Du aus der folgenden Liste den einen oder anderen Punkt für Dein Lesen übernehmen möchtest, ist das in Ordnung. Genauso, wenn Du für Dich entscheidest, Dein Leseverhalten wie bisher beizubehalten.

Also legen wir einfach los.

1. Hab immer ein Buch dabei

Eigentlich sollte man meinen, dass Büchermenschen immer ein Buch dabei haben. Zumindest ist es bei mir so. Ob ich aber dann zum Lesen komme, ist etwas völlig anderes. Denn manchmal bin ich unterwegs, hab ein Buch dabei, komme aber nicht zum Lesen.

Aber soll ich Dir was sagen? Wenn ich kein Buch dabei habe, kommt definitiv eine Situation, in der ich mir wünschte, eines dabei zu haben, um die eine oder andere Seite zu lesen.

Wenn Du nicht Deinen aktuellen Wälzer mitschleppen willst, dann ist das in Ordnung. Ein dünner Roman oder Dein E-Book-Reader tut es definitiv auch. Aber hab immer ein Buch dabei, damit Du theoretisch jederzeit lesen kannst.

2. Lies mehrere Bücher gleichzeitig

Es gibt ja zwei Methoden hierzu. Die, ich lese nur ein Buch gleichzeitig und eben die, ich lese zwei bis mehrere Bücher gleichzeitig. Und ich habe beide Methoden ausprobiert. Ganz unter uns, die ein Buch Methode ist für mich persönlich absolut langweilig.

Bei mir ist es so, dass ich eine Scannerin bin. Das bedeutet, dass ich zu viele Interessen habe. Und das zeigt sich auch in meinem Leseverhalten. In dem einen Moment lese ich gerne Liebesromane und im nächsten will ich nur Hard Science-Fiction lesen.

Daher kann es passieren, dass ich ein Buch zur Seite lege und es nicht weiterlese, weil ein anderes gerade spannender ist. Aus diesem Grund passt für mich die Methode, mindestens zwei Bücher gleichzeitig zu lesen.

Dabei gehe ich wie folgt vor. Unterwegs lese ich ein Buch, zu Hause lese ich das zweite Buch. Mein erstes Buch bleibt dann im Rucksack und wird zu Hause nicht angerührt. Außer, es sind nur noch ein paar Seiten und ich möchte es auslesen. Aber das sind dann Ausnahmen.

3. Benutz unterschiedliche Medien

Selbst lese ich nur Papierbücher oder E-Books. Auf meinem Handy kommen keine Bücher rauf. Und ein Tablet habe ich nicht. Also kann ich nur zwischen diesen Medien hin- und herspringen.

Wobei ich gestehen muss, dass ich mich mit den E-Books immer noch ein wenig schwer tue. Während ich die Papierbücher wegatme, sitze ich an manch einem E-Book über mehrere Wochen. Hätte ich dieses Buch als Papierbuch dann gehabt, wäre es schon längst durchgelesen.

Aber ein E-Book-Reader ist um einiges leichter, als ein Wälzer. Daher lohnt es sich eher mitzunehmen. Gerade dann, wenn Du nicht weißt, ob Du überhaupt zum Lesen kommst.

4. Es gefällt Dir nicht? Gib ihm noch zwanzig Seiten

Im Originalbeitrag wurde empfohlen, Bücher, mit denen man nicht klarkommt, einfach abzubrechen. Dem stimme ich nur bedingt zu.

Per se stimmt es. Hier habe ich ein Buch, den ich seit gut drei Jahren versuche zu lesen. Aber ich komme einfach nicht wirklich daran. Die Welt an sich ist ganz nett. Nur die Charaktere sind absolut nervig. Gerade die Heldin. Und immer wenn ich daran denke, die Geschichte weiterzulesen, kriege ich die Krätze.

In diesem Fall habe ich aber gut die Hälfte schon gelesen und kann ahnen, dass es einfach nicht besser wird. Daher kann ich dieses Buch und die beiden Nachfolgebände (hatte ich ersteigert) wohl doch zusammenpacken und freilassen.

Aber es passiert auch, dass sehr gute Bücher einen schweren Einstieg haben. Erst vor Kurzem hab ich dazu eine Rezension gelesen. Langweiliger Anfang und tolles Ende, so war ungefähr der Tenor. Und da wäre es doch Schade, wenn Du zu früh abbrechen würdest.

Daher meine Empfehlung, wenn Du einen schweren Einstieg hast, dann überleg Dir, ob Du dem Buch nicht doch noch ein paar Seiten schenkst. Vielleicht wird es ja doch noch besser. Oder Du recherchierst im Internet, ob das Buch einen langsamen Anfang hat oder einfach nur schlecht ist. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob Du es abbrechen möchtest.

Denn eins ist sicher, das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher.

5. Medien aus

Im Originalbeitrag ging es nur um das Handy, auf dem die Autorin auch regelmäßig liest. Da ich das nicht mache, möchte ich den Punkt in eine andere Richtung lenken.

Gestern habe ich versucht, mein Buch zu lesen, während der Fernseher lief. Ehrlich gesagt, so viel hab ich da nicht mitbekommen. Entweder hab ich mich zu sehr auf das Buch konzentriert und daher nicht mitbekommen, was im TV lief. Oder ich habe mich zu sehr auf das im Fernsehen konzentriert, dass ich vom Buch nichts mitbekommen habe.

Mit Musik mag das Lesen noch funktionieren. Aber wenn Du liest, dann liest Du am besten nur. Alles andere solltest Du dabei ignorieren. Dadurch nimmst Du mehr auf, als wenn Du es nur halbherzig machst. Zudem kommst Du auch schneller weiter, weil Du nicht gezwungen bist, einen Absatz mehrere Male zu lesen.

6. Deine Lesezeit

Wenn Du gerade viel zu tun hast, dann scheint es schwierig zu sein, sich eine halbe Stunde freizuschaufeln, nur um zu lesen. Aber mir hilft es total, um ein wenig herunterzukommen. Daher kann ich nur empfehlen, dass Du Dir Deine Lesezeit einplanst.

Genauso wie ein Termin bei Deiner Ärztin / Deinem Arzt oder mit Deinen Freund*innen solltest Du diesen dann auch einhalten. Eben auch, um Stress zu reduzieren. Und nur wenn Du liest, kommst Du auch zum Ende eines Buches.

7. Statistiken führen

Es ist egal, ob Du bei den verschiedenen Bücherportalen notierst, was für Bücher Du gelesen hast, Buch darüber führst oder eine Liste auf Deinem Computer, ich selbst finde das immer interessant.

Zugleich kannst Du immer sehen, wie viele Bücher Du bisher geschafft hast und auch planen, welche Bücher Du als Nächstes lesen willst. Und zugleich kannst Du auch noch einmal nachvollziehen, warum Dir welches Buch (nicht) gefallen hat. Sowie Deine Schlüsse für Dein Schreiben daraus ziehen.

Eigentlich wollte ich mir selbst ein vorgefertigtes Buch kaufen, um meine Buchstatistik zu erstellen. Zwischenzeitlich bin ich davon abgekommen. Jetzt werde ich mir ein Eigenes erstellen, im Sinne eines Bullet Journals. Sobald ich was habe, werde ich darüber posten.

8. Setz Dir Ziele

Wie viel willst Du am Tag lesen, in der Woche, im Monat und im ganzen Jahr? Überleg es Dir und schreib Dir grob Deine Ziele nieder. Dann weißt Du auch, worauf Du hinliest. Du kannst auch alternativ Dir aufschreiben, welche Bücher Du lesen willst. Letzteres würde bei mir nicht ganz funktionieren, da ich immer wieder neue Bücher entdecke, die dann unbedingt von mir gelesen werden wollen.

Doch bei E-Books versuche ich, jeden Tag mindestens zehn Prozent zu lesen. Damit habe ich solch ein Buch also theoretisch in zehn Tagen durch. Manche lesen sich auch schneller, andere hingegen langsamer. Aber so schaffe ich es dann immer kontinuierlich zu lesen.

Was wären denn Deine Ziele?

9. Kleine Challenges

Du kannst mit Dir auch kleine Challenges erstellen, um Dein Lesen spaßiger zu gestalten. Hier hab ich ein oder zwei Ideen für Dich, damit Du weißt, worauf ich hinaus will. Sicherlich findest Du noch einige Sachen mehr, mit denen Du arbeiten kannst.

Restesonntag: Manchmal sammeln sich bei mir Bücher an, bei denen nur noch ein oder zwei Kapitel fehlen, damit das Buch fertig ist. Zwar könnte ich jedes Buch im Laufe des Monats fertig lesen. Ich könnte mich auch am letzten Sonntag im Monat hinsetzen und nach und nach alle auslesen. Je nachdem wie ich Zeit habe.

Jeden Tag eine gewisse Anzahl von Seiten oder Prozenten: Wie oben schon erwähnt, versuche ich selbst jeden Tag einen gewissen Teil des Buches zu lesen. Auf diese Art und Weise pushe ich mich dazu, wirklich zu lesen.

10. Große Challenges

Zum Anfang eines Jahres gibt es diverse Challenges, an denen man sich beteiligen kann. Dazu gehören die Bücher von bestimmten Autor*innen zu lesen. Oder bestimmte Bücher. Eine gewisse Anzahl von Büchern und was weiß ich.

Wenn Du offiziell an einer Challenge teilnehmen möchtest, empfiehlt es sich zum offiziellen Start mitzumachen. Aber es spricht nichts dagegen, wenn Du für Dich einfach so einsteigst oder Deine Eigene startest. Du musst Dich nur selbst motivieren, auch wirklich am Ball zu bleiben. Das ist alles.

11. Speed Reading

Ganz ehrlich? Ich liebe das Speed Reading. Und bis heute bin ich dankbar dafür, den Kurs Ende 2016 gemacht zu haben. Warum? Das kann ich Dir an einem einfachen Test zeigen.

Gestern habe ich von Ann Leckie „Die Mission“ weiter gelesen. Und das zwei Mal dreißig Minuten. Der erste Block im Normalmodus und der zweite Block mit den Techniken des Speed Readings.

Im Normalmodus habe ich dreißig Seiten gelesen. Das macht also sechzig Seiten in einer Stunde. Wenn ich jeden Tag eine Stunde lese, macht das also 420 Seiten pro Woche. Das ist durchaus ein Buch. Pro Monat würde das ungefähr 1.680 Seiten machen (bei vier Wochen, um genau zu sein).

Wenn man von vierhundert Seiten Bücher ausgeht, macht das ungefähr vier Bücher im Monat. Das ist schon einmal ein sehr guter Schnitt.

Eines muss ich vorneweg sagen. Zwar hab ich einen Kurs in Speed Reading besucht, war aber nicht immer konsequent im Üben. Daher hab ich das Gefühl, ein wenig eingerostet zu sein. Trotzdem habe ich in den dreißig Minuten immerhin vierzig Seiten gelesen. Das macht also pro Stunde 80 Seiten. Zwanzig mehr, als ohne Speed Reading. Wenn ich noch mehr üben würde, wäre die Zahl sogar noch höher.

Das macht also 560 Seiten pro Woche (bei 7 Stunden Lesezeit). Und bei vier Wochen immerhin 2.240 Seiten. Und immerhin 5,6 Bücher. Mit anderen Worten, das kann sich durchaus lohnen.

Jetzt wirst Du vielleicht sagen, dass Speed Reading nicht entspannt sein kann. Da muss ich ganz klar widersprechen. Bei mir ist es zumindest so, dass ich immer wieder andere Gedanken habe, wenn ich im Normalmodus lese. Dadurch verliere ich sogar häufiger den Faden. Das ist ein Fakt, den ich selbst nicht ändern kann. So bin ich halt gestrickt.

Durch das Speed Reading schaffe ich es, mich komplett auf den Text zu konzentrieren. Und dadurch kann ich besser lesen und verstehe auch mehr.

Abschlussgedanken

Stephen King hat mal – sinngemäß – gesagt, dass jede Autorin und jeder Autor lesen sollte, um selbst gut schreiben zu können. Die Liste hat Dir Möglichkeiten aufgezeigt, wie Du, hoffentlich, viel lesen kannst. Denn auch ich halte Lesen für eine wichtige Aufgabe für mich als Autorin.

Daher werde ich mir persönlich ein Book Journal anlegen und anfangen ordentlich zu lesen. Das bedeutet auch, für mich die eine oder andere Challenge erstellen und dann sehe ich weiter. Auf alle Fälle, ich bin beim Lesen dabei. Um dann zu schreiben.

Und? Wie sieht es bei Dir aus?

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