NaNoWriMo: 2ter Tag – Na, noch dabei?

Tagesziel: 3.334 Wörter

Der zweite Tag des NaNoWriMo und wahrscheinlich bist Du, wie die meisten Schreibenden, noch dabei und hast entweder schon geschrieben und wirst heute Abend damit anfangen.

Auf alle Fälle lohnt es sich heute noch mal in die Tasten zu hauen. Es ist Sonntag, wahrscheinlich musstest Du daher heute nicht arbeiten und kannst dich daher noch einmal ordentlich in die Fluten werfen.

Hier ein wichtiger Tipp für dich, korrigiere nichts, lösche nicht, überarbeite nichts, Finger weg von deinem bisher geschriebenen Text. Der Sinn des NaNoWriMo’s ist eben, dass wir unseren inneren Kritiker oder innere Kritikerin für diesen Monat in den Wald zur Hexe schicken (die hat einen guten Tee, habe ich zumindest gehört) und du schreiben darfst.

Wenn ich mir meinen Text von gestern ansehen würde, schauderhaft sage ich Dir, er ist schrecklich. Heute habe ich schon im Geiste überlegt, was ich davon alles löschen werde. Es sind nämlich 7.002 Wörter geworden und davon kann ich mindestens 3.000 bis 4.000 Wörter löschen.

Aber darum geht es nicht. Nicht in diesem Monat, nicht im November. Lösche nicht, sondern schreibe einfach drauf los.

Das überarbeiten kannst du dann im Dezember machen, während des PlotWriMo, wie Martha Alderson ihn mal vor Jahren ausgerufen hat (im Dezember können wir dann mal gucken, wie wir unsere Texte bearbeiten können).

Hier noch ein Tipp, wie du ein paar Worte mehr schreiben kannst.

Jeder Mensch (und auch die Tiere, falls Du über sie schreibst) hat fünf Sinne:

  • sehen
  • hören
  • riechen
  • fühlen
  • schmecken

Schicke Deine Figur in eine Szene und benutze alle fünf Sinne, um die Umgebung in aller Ausführlichkeit zu beschreiben. Gehe richtig runter bis auf die Knochen und beschreibe alles, einfach alles, bis sogar Dir langweilig wird.

Sehr wahrscheinlich wird diese Szene nie in Deinem Roman vorkommen. Aber diese Übung hat trotzdem zwei mögliche Ergebnisse für Dich.

  1. Du übst das Beschreiben einer Umgebung.
    Gerade in letzter Zeit habe ich bei einigen Büchern das Gefühl, dass sich die AutorInnen nicht mehr viel Zeit nehmen, um ihre Figuren mal ganz kurz eine Verschnaufpause gönnen, damit sie ihre Umgebung sondieren können. Es wird durch die Seiten gehastet und gehetzt und ich selbst bekomme nicht immer mit, wo sie gerade sind.
    Daher kannst du das NaNoWriMo durchaus nutzen, um eben auch die Kunst des Beschreibens zu üben.
  2. Ja, wie oben schon geschrieben, so schindest Du eben ein paar Wörter.
    Und wie ich selbt bereits erwähnte, von meinem Text, den ich gestern verfasst habe, wird vielleicht die Hälfte überleben. Machen wir uns nichts vor, wer so schnell schreibt, kann keine Perle am Ende haben. Daher müssen wir ja überarbeiten.

Also nutze den Tag und schreibe Dir noch einmal einen ordentlichen Puffer. Dann kannst Du die nächsten Tag ein wenig ruhiger angehen 🙂

Viele Worte für Dich.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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