NaNoWriMo – 26ter Tag: Male mit den Worten

Tagesziel: 43.342 Wörter

Es geht Richtung Schluss. Heute ist Bergfest für die Arbeitswoche (zumindest für diejenigen unter uns, welche von Montag bis Freitag arbeiten) und das bedeutet, halte Dich ran 🙂

Es gibt verschiedene Arten des Schreibens.

Die kurze, bündige Art zu schreiben. Dann eine sehr blumige Art. Eine Art mit sehr vielen Adjektiven (was Tolkien zu eigen war) und noch mehr. Und vor allem, es gibt Deine Art zu schreiben.

Und das ist die mit Abstand wichtigste Art des Schreibens … für Dich.

Ich habe schon oft genug von AutorInnen gehört oder gelesen, dass sie eine bestimmte Autorin oder einen bestimmten Autor schätzen und daher schreiben möchten wie sie/er. Es stellt sich hierbei natürlich die Frage: Warum?

Warum will ich klingen wie jemand anderes?

Natürlich könnte es sein, weil eben diese Person Erfolg hat. Wenn ich schreibe wie Stephen King oder Marion Zimmer-Bradley, dann müsste ich doch zumindest ansatzweise ihren Erfolg haben. Theoretisch möglich.

Aber seien wir doch mal ehrlich. Wenn ich etwas von Marion Zimmer-Bradley oder Stephen King lesen möchte, dann greife ich doch lieber zum Original, als zu einem billigen Abklatsch. Warum sollte ich mich eben mit einer Kopie zufrieden geben, wenn ich halt das Original haben darf?

Ein Extrembeispiel, mit dem ich vor Jahren mal gechattet hatte, hatte ein ganzes Arsenal von AutorInnen, welche die Person nacheifern wollte. Da war nichts  persönliches mehr dabei. Als ob sich die Person hinter all diesen großen Namen regelrecht verstecken wollte.

Es ist daher wichtig, wenn Du irgendwann (besser früher als später) Deine eigene Stimme findest.

Und warum nicht das NaNoWriMo dafür nutzen?

Male mit Deinen Worten Dein Text.

Nimm Dir eine Szene vor, die Du als nächstes schreiben möchtest und probiere Dich einfach mal aus. Was könntest Du probieren um der Szene Deinen Pfiff zu geben. Bist Du eher jemand, die spartanisch schreiben möchte oder willst Du unzählige Adverbien nutzen (alles ist in der ersten Version erlaubt, denk daran).

Probiere Dich in allen Bereichen aus, damit Du Deine eigene Stimme findest, Deine Art des Schreibens. Damit Du unverwechselbar wirst. Denn so wirst Du eher Erfolg haben, als wenn Du wie jemand anderes klingt. Denn dieseR jemand Anderes hat den eigenen Erfolg bereits. Und damit ist diese Person unverwechselbar.

Sei also auch Du unverwechselbar. Male mit Deinen Worten.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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