2ter Dezember – Brainstorming: MindMap

Wenn Du das Programm Scapple hast (habe ich hier vorgestellt), dann kannst Du die heutige Übung damit machen. Ansonsten brauchst Du schlicht ein weißes Stück Papier (Du wirst dann wohl nicht drum herum kommen, wieder Deinen armen, armen Drucker zu plündern), ein Stift und Deine Liste von gestern.

MindMaps sind eine tolle Erfindung und die nutze ich gerne. Als ich mich mit der Katastrophe beschäftige (siehst du hier), habe ich Scapple benutzt, um ein MindMap anzulegen.

Du kannst diese Methode benutzen, wenn Du ein Wort hast und sehen möchtest, was sich alles dahinter verbergen könnte. Aber mit diesem Weg kannst Du auch gucken, welche Details Du noch benutzen kannst. Theoretisch kannst Du damit nicht nur den Plot oder die Charaktere bearbeiten, sondern auch Szene, Settings und Dialoge und was weiß ich.

Und ja, damit kannst Du auch deinen Weg als Schriftsteller_in planen und schriftlich festhalten. Es ist ein Universalwerkzeug.

Wenn Du mit einem Thema, einer Idee, einer Szene, einer Figur oder was auch immer nicht weiter kommst, kannst Du folgende Technik verwenden:

Schnapp Dir eben ein Stück Papier (wieder gilt: nicht liniert und nicht kariert). Hier lohnt es sich aber schon fast ein Blatt aus diesen riesigen Zeichenblöcke zu verwenden, welche man früher in der Schule verwendet hat (ich habe sie zumindest und nutze sie gerne dafür).

In der Mitte schreibst Du das Thema auf, worüber Du nachdenken möchtest. Kreise es ein und lege dann ordentlich los.

Schreibe dann alles auf, was Dir zum Thema einfällt. Und wenn ich alles sage, ja, dann meine ich alles. In dieser Phase ist der Zensor nicht erwünscht. Der (oder auch die) darf draußen im Garten spielen (bei mindestens minus 20 Grad Celsius).

Zu alles zähle ich Ideen, Notizen, Szenennotizen, ganze Szenen, Dialoge, Bilder (ja, drucke sie aus und klebe sie auf, wenn Du das möchtest) und noch mehr. Dafür liebe ich ja Scapple, weil ich keine Bilder ausdrucken muss, sondern sie einfach und sofort einfügen kann.

Während Du schreibst und überlegst, wirst Du sicherlich erleben, wie Dein Schreibproblem sich langsam aber sicher auflöst und Du Dich am Ende fragst, wohin mit all den Lösungen?

Ich habe in meine Datei einfach nur Stichpunkte notiert und sie miteinander verbunden, wenn ich etwas gesehen habe, was zueinander gehört. Und dann habe ich mir die Zeit genommen, meine Notizen, Fetzen und was auch immer, in einem Text zusammenzufassen.

Ja, richtig gelesen, einen ganz normalen Text. Dafür habe ich dann Scrivener benutzt. Eine neue Datei eingefügt und los ging es. Ich habe einfach alles aufgeschrieben, was ich in Scapple notierte und dann habe ich Verbindungen mit den Worten gesucht (und nicht mit Pfeilen). Geguckt, was sich mir noch offenbahrt und weitergeschrieben.

Dadurch hatte ich nicht nur die Lösung für mein schreibtechnisches Problem gehabt, sondern auch viele tolle Ideen, mit denen ich dann weiterarbeiten konnte.

Also hatte ich am Ende mehr, als ich eigentlich brauchte und wollte. Und wie immer heißt es: Aufschreiben, behalten und ein anderes mal damit arbeiten. Oder sofort loslegen.

Wenn Du mehr Ideen zum Thema MindMap brauchst, die Dummie Reihe hat dazu sogar ein Buch veröffentlicht.

Diese Methode ist gut, weil sie funktioniert. Das mag sich schlicht anhören, ist es aber nicht. Denn Deine Kreativität braucht manchmal Unterstützung. Und mit Hilfe des MindMap, kannst Du sie ihr geben.

Richard Norden hat eine ähnliche Methode in seinem Buch „Schreiben mit der Matrix“ verwendet (ich weiß gerade nicht, warum ich das Buch nicht verlinken kann, aber du findest es entweder unter den Autorennamen auf gewissen Plattformen oder unter dem Titel, sorry dafür).  Doch anstatt eines MindMaps, benutzte er hier Karteikarten. Ich kann Dir sagen, aktuell (Stand Dezember 2014) kostet das Buch 2,99 Euro. Und ja, es ist relativ dünn. Aber die 2,99 Euro lohnen sich.

Bei meinem aktullem Buchprojekt hatte ich viele krude Ideen wie ich meine Heldin mit meinen Helden ins Gespräch bringe (also wie sie überhaupt zueinander finden, damit sie gemeinsam arbeiten können, denn so gesehen, sie hatten nichts gemein). Dank der Matrixmethode von Richard Norden lagen auf einmal zwei Ideen nebeneinander, auf die ich so niemals gekommen wäre. Und jetzt weiß ich, wie sie zueinander finden ohne das es albern wirkt. Denn die Idee selbst fußt auf die Charakterisierung der Figuren.

In dem Sinne, egal welche Methode Du verwendest, lass Deine Kreativität freien Lauf. Denn wenn Du Dich einschränkst und am Ende immer im Rahmen bleibst, beschränkst Du Dich selbst. Und das ist ja letztendlich nicht das, was Du willst.

In dem Sinne, viel Spaß beim kreativ sein 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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