17ter Dezember – Noch einmal der 3 Akter

Ich habe den ganzen Abend über den heutigen Beitrag nachgedacht und mir viel immer wieder auf, mmh, das hattest du doch schon einmal. Daher habe ich gerade in meinem eigenen Blog gesucht und siehe da, ich hatte in der Tat schon einmal über den 3-Akter gebloggt (https://schreibkasten.wordpress.com/2014/12/06/arbeite-mal-mit-dem-3-akter-und-eventuell-mit-dem-tarot/). Dabei habe ich mir eine Liste erstellt, welche Beiträge ich an welchem Tag schreiben wollte. Und da muss mir doch glatt dieser Beitrag entwischen 😉

Aber es gibt trotzdem die Möglichkeit über den 3-Akter zu schreiben, ohne das ich mich ganz wiederhole (nur fast, aber nicht ganz).

  • Beginn / Akt 1
  • Plot Punkt 1
  • Mittelteil / Akt 2
  • Plot Punkt 2 / Climax
  • Ende Akt 3

Drei der fünf Punkte kennst Du nicht nur aus dem anderen Beitrag (den ich oben verlinkt habe), sondern auch aus Deiner Referatszeit. Zumindest bin ich jetzt mal dreisterweise davon überzeugt 😉

Der Beginn oder auch Akt 1 erzählt im Grunde genommen von der normalen Welt. Die Welt, aus der unser Held oder unsere Heldin kommt. Wir lernen sie / ihn und die Welt in der sich die Figur befindet kennen. Das ist besonders bei Fantasy oder auch Science Fiction Welten durchaus wichtig. Wenn ich weiß, dass ich nicht auf der Erde in der Gegenwart bin, dann folge ich leichter der Geschichte (gilt natürlich auch für alle anderen Teile, wenn ich weiß wo ich bin, bin ich glücklich).

Wenn Du mit dem Tarot arbeitest, kannst Du hier ein oder auch zwei Karten ziehen. Für jede Figur eine. Ich empfehle aber ganz klar, die Geschichte immer gesondert aus der Sicht einer der Figuren zu erzählen (nächstes Jahr mehr) und daher reicht es aus, wenn Du nur eine Karte ziehst.

Der Plot Punkt 1 ist dann der erste Wendepunkt. Irgendetwas muss geschehen, damit deine Figur aus der Welt, aus der sie kommt, verschwindet. Sie / Er muss aufstehen und sagen, jetzt ist es Zeit, dass der Roman beginnt. Also gehe ich mal.

Es ist durchaus erlaubt, dass beim ersten Wendepunkt jemand noch in den Hintern tritt und deine Figur aus der gewohnten Welt hinaus befördert. So hat Hagrid in Harry Potter und der Stein der Weisen diesen Tritt in den Hintern ermöglicht. Er überbrachte den Brief, so dass Harry nach Hogwarts gehen konnte. Und die Imperialen Streitkräften haben Luke Skywalkers Tante und Onkel getötet, so dass ihn nichts mehr in seiner Heimat hielt und er gehen konnte (um letztendlich das Abenteuer zu starten).

Im Mittelteil findet dann der Hauptteil der Geschichte statt. Alles was Du erzählen willst, findet hier seinen Platz. Du kannst die Charaktere regelrecht ausbluten lassen (übertreib es nur nicht 😉 ) und uns als LeserInnen zeigen, was so toll an Deiner Geschichte ist.

Der Wendepunkt 2 / Plot Punkt 2 oder auch der Climax (wie heißt das Ding jetzt auf Deutsch? keine Ahnung, sorry) ist der Wendepunkt zum Ende der Geschichte. DeinE HeldIn muss sich dem Bösen stellen und dieser / diesem in den Hintern treten. Während es in Ordnung war, dass beim ersten Wendepunkt unsere Figur noch Hilfe bekommen hat, ist es hier nicht mehr wünschenswert.

Früher gab es die Deus ex machina (http://de.wikipedia.org/wiki/Deus_ex_machina). Wenn der Autor oder die Autorin nicht mehr weiter wusste, kam mal eben ein Gott oder eine Göttin daher und hat den Tag gerettet. Somit waren die HeldInnen nicht in der Lage selbst die Welt zu retten, sondern es wurde von jemand anderem übernommen.

Ich bin der Meinung, dass so etwas ähnliches beim zweiten Teil der „Fantastischen Vier – Rising of the Silver Surfer“ (oder so ähnlich) geschehen ist. Die vier HeldInnen haben nicht die Welt gerettet (und sich gegebenenfalls geopfert), sondern eben der Silver Surfer. Einer der Gründe, warum ich diesen Film (und ich bin ein Fan von SuperheldInnenfilmen) überhaupt nicht leiden kann.

Daher suche einen guten Grund, wie der Übergang vom Mittelteil zum Schluss kommen kann. Welche Antriebe in Deiner Figur helfen Dir dabei (je besser Du Deine Figur kennst, desto weniger Probleme wirst Du mit diesem Teil haben).

Das Ende ist klar. Hier müssen idealerweise alle roten Fäden zusammen und somit ihr Ende finden. Die Ausnahme ist dann gegeben, wenn Du einen Mehrteiler schreibst. Für Dich bedeutet das, dass Du einen Großteil der roten Fäden zum Ende bringst (alle, die mit der Geschichte etwas zu tun haben) und ein oder zwei rote Anfänge für den nächsten und / oder übernächsten Teil offen lässt.

Wenn Du diese Punkte abarbeitest, hast Du schon einmal eine gute Grundlage dafür, Deinen Roman zu schreiben. Erarbeite die Geschichte immer aus allen Perspektiven deiner Figuren. Wenn Du drei Hauptfiguren und zwei Bösewichter hast, bedeutet das, dass Du fünf Mal aus der jeweiligen Perspektive dieser Figuren erzählst. Damit schaffst Du einen runde Geschichte zu schreiben. Denn Du weißt genau, wann sich welche Figur wo befindet und gerade tut oder nicht tu. Hast Du dieses Wissen, kannst Du es entsprechend einsetzen.

Und auch wenn die jeweilige Figur gerade nichts auf den Seiten tut, sie tut es im Hintergrund und treibt somit die Geschichte an.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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