[Ein Jahr, ein Roman] – Brainstomring: Romanmaterial

Willkommen im Jahr 2015. Ich hoffe, Du hattest schöne Feiertage und nimmst Dir dieses Jahr so einiges vor es zu erreichen.

Bei mir ist es, dass ich die Zwischenprüfung halbwegs passabel schaffe, meine HP Psych Überprüfung erfolgreich bestehe und natürlich meinen Roman zu schreiben. Die nächsten 52 Wochen (also das ganze Jahr über), poste ich Woche für Woche einen Schreibratschlag, wie Du (und ich) einen Roman schreiben könnte.

Wobei ich eines vorneweg sagen möchte, es sind Vorschläge. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn Du eine andere Methode für Dich gefunden hast, was besser zu Dir passt, dann nutze Deine Methode. Aber vielleicht magst Du ja meine vorgestellten Methoden ausprobieren und findest für Dich noch etwas, was Du nutzen kannst.

Also reden wir nicht so lange darüber, sondern fangen gleich an.

Wenn ich ein Romanprojekt anfange, fange ich selbst selten bei Null an. Schon Tage oder auch Wochen vorher wusseln mir die Gedanken zu Figuren, Szenen, Handlungen, Orte, Konflikte, Gesellschaftsstrukturen, Setting und vielen mehr durch den Kopf.

Die Geschichte beginnt also bereits in meinem Kopf zu leben, zu atmen und loszuarbeiten.

Meistens sind es nur Fetzen, gelegentlich auch mehr.

Es kann auch sein, dass ich Bilder gesehen habe, welche mich ansprachen und ich daher auf die Idee zu der Geschichte kam. Oder auch ein Lied. Eine andere Geschichte.

Letztendlich gibt es bei mir viele Gründe, warum ich auf eine Romanidee komme.

Es kommt letztendlich nicht darauf an, woher Du Deine Ideen hast, sondern darum, schreib sie alle auf. Schnapp Dir entweder ein Blatt Papier, ein leeres Schreibdokument (auf Deinem Computer) oder auch ein Diktiergerät (die meisten Handys bieten zwischenzeitlich ein entsprechendes Programm an oder auch eine App). Egal welche Methode Du bevorzugst, nutze einen freien Tag (oder einige zusammenhängende Stunden am Wochenende) und notiere Dir alles, was Du zu Deinem aktuellen Projekt hast.

Es geht hierbei noch nicht um die Frage, ob Du wirklich das ganze Material gebrauchen kannst. Hierbei geht es, nichts vergessen!!! Denn auch nebensächliche Sachen könnten theoretisch interessant sein.

Und sage Dir nicht, nene, ich vergesse das schon nicht, also brauche ich es mir auch nicht aufzuschreiben. Wenn Du aus diesem Beitrag nur eine Sache mitnehmen willst, dann bitte diese: Du wirst leider sogar die besten Sachen vergessen.

Wie oft hatte ich tolle Ideen, tolle Szenen oder auch nur einen Satz. Und ich dachte mir, hei, das ist so gut, dass werde ich nicht vergessen. Ein paar Tage später hatte ich es jedoch vergessen. Nur nicht, dass ich es nicht vergessen wollte.

Mache also nicht meinen Fehler und schreibe einfach alles auf. Lade Dir eine App auf Dein Handy herunter (wenn Du ein Smartphone hast), wo Du Dir Notizen machen kannst (es gibt spezielle für SchriftstellerInnen) und notiere Dir alles, wenn Du unterwegs bist. Sobald Du eine Idee hast, aufschreiben.

Kannst Du sie gebrauchen, ist es gut. Wenn nicht, dann hast Du die Notiz und kannst sie gegebenenfalls für ein anderes Projekt, Band 2 oder auch nie verwenden. Aber wenn Du sie vergessen hast, wirst Du die Information garantiert nicht mehr verwenden können.

Wenn Du merkst, dass sich Ideen zu möglichen anderen Projekten einschleichen, dann notiere sie in einem neuen Dokument. Mir ist aufgefallen, je aktiver ich im Schreiben bin, desto mehr Ideen habe ich und desto mehr Romanprojekte habe ich am Ende des Tages.

Auch wenn das natürlich nicht so gewünscht war.

Deswegen habe ich eine Scrivenerdatei aufgemacht, wo ich nur solche Ideen aufschreibe. Also Ideen, die ich zwar habe, aber erst einmal nicht weiterverfolgen möchte. Ein Unterordner für jede Idee, die ich habe. Da kommt auch alles rein, wie ich es oben beschrieben habe. Ideen zur Geschichte, zu den Charakteren, Setting und so weiter. Wenn ich bereits Bilder habe, dann lade ich sie dort hoch und speichere sie ab.

Eventuell erweisen sich die neuen Ideen als nicht umsetzbar. Aber wenn ich das nicht tue, nisten sie sich in meinem Kopf fest und dann könnte es sein, dass ich erst einmal stunden- oder sogar tagelang an der neuen Idee schreibe und dann feststelle, ich will wieder an der aktuellen Geschichte schreiben.

Und so komme ich um dieses Kliff herum.

Am Ende hast Du viele Schnipsel, mit denen Du arbeiten kannst. Und wer weiß, wohin Dich Deine Schnippsel schon anfänglich führen können.

Also, schreib Dir die Finger wund 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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2 Antworten zu [Ein Jahr, ein Roman] – Brainstomring: Romanmaterial

  1. Adriano Eljero schreibt:

    Wie recht du einfach hast. Den Satz kenne ich nur zu gut „Ach, daran erinnere ich mich wieder, wenn ich es brauche. Ganz bestimmt.“ und dann frage ich mich Wochen später, welche grandiose idee ich gehabt hatte. <.<
    Somit habe ich auch begonnen mir die Notes-App zu holen und sofort eine Idee nieder zu schreiben und wenn es nur Stichpunkte sind, das ist oft mehr als genug, um die graue Kiste im Kopf wieder heraus zu kramen. 🙂

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    • erdkatze schreibt:

      Hallo Adriano,

      vielen Dank für Dein Kommentar. Und da sieht man es, es passiert nicht nur mir, sondern es kann theoretisch jeder / jeden passieren. Man muss nur wissen wie. Und wenn man letztendlich die Daten nicht braucht, nun gut, ich sage mir, lieber einmal zu viel aufgeschrieben als sich am Ende darüber ärgern 🙂

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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