[Tarotmittwoch] Was ist überhaupt das Tarot?

Bevor ich richtig anfange mit dem Tarot zu arbeiten, möchte ich Dir kurz erklären was das überhaupt ist und das die Karte 13 Der Tod nichts mit dem physischen Tod zu tun hat 🙂

Um es kurz zu machen, dass Tarot ist ein Kartenspiel, welches auf 78 Karten besteht. Du kennst ein Teil davon aus den normalen Spielkarten wie dem Skat. Dort findest Du die Zahlenkarten und drei von vier Hofkarten und die Karte 0 Den Narren im Tarot oder der Joker in deinem Spielblatt.

Und ja, mit dem Skatspielblatt kannst Du auch gerne die Karten leben. Ich selbst habe mich nie damit eingehender beschäftigt, weil ich ehrlich gesagt mit dem Gedanken schon nicht klar komme. Denn ich selbst bin in dieser Hinsicht ein sehr visueller Mensch und brauche Bilder auf den Karten, um mit ihnen arbeiten zu können. Aber das gilt natürlich nicht für alle. Eventuell magst Du es ja schlicht ausprobieren?

Das Tarotdeck selbst besteht, wie schon oben erwähnt, aus 78 Karten. Diese Karten sind in die große Arkana und die kleine Arkana eingeteilt (Arkana stammt von dem lateinischen „Arcanum“ und bedeutet Geheimnis, wir reden hier also von den großen und kleinen Geheimnissen).

Die große Arkana besteht aus 22 Karten:

  • 0 Der Narr (in einigen Decks auch die Närrin)
  • I Der Magier (gelegentlich auch die Magierin, aber es gibt auch Decks, wo der Magier männlich ist, aber auf dem Bild eine Frau zu sehen ist)
  • II Die Hohepriesterin
  • III Die Herrscherin (oder auch Herrin)
  • IV Der Herrscher (oder auch Herr genannt)
  • V Der Hierophant (auch der Papst oder der Hohepriester genannt, gerade letztes als Gegenstück zur Hohepriesterin)
  • VI Die Liebenden
  • VII Der Wagen
  • VIII Kraft (in einigen Decks wird diese Karte auch mit der Karte Gerechtigkeit ausgetauscht, die ansonsten auf der Position XI auftaucht)
  • IX Der Eremit (sehr selten findest Du hier auch eine Eremitin)
  • X Das Rad (das Schicksalsrad, das Rad der Welt, je nach Deck)
  • XI Gerechtigkeit (oder eben auch die Kraft, kommt immer auf das Deck an)
  • XII Der Gehängte (selten auch DIE Gehängte, also weiblich)
  • XIII Der Tod
  • XIV Die Mäßigkeit
  • XV Der Teufel
  • XVI Der Turm
  • XVII Der Stern
  • XVIII Der Mond
  • XIX Die Sonne
  • XX Gericht (auch das jüngste Gericht)
  • XXI Die Welt

An den Kommentaren nach den Karten kannst Du sehen, dass eine einheitliche Bezeichnung für die Karten nicht mehr gibt. Das mochte in der Vergangenheit sein, doch je mehr Kartendecks auf dem Markt auftauchen, desto individueller werden die Bezeichnungen. Und es gibt sogar einige Decks, welche die traditionelle Reihenfolge (die ich oben aufgeführt habe) über den Haufen werfen und eine andere wählen. Theoretisch ist alles erlaubt, solange man am Ende mit den Karten arbeiten kann, zumindest behaupte ich das.

An den Kartennahmen kannst Du sicherlich schon erkennen, warum dieser Teil des Tarotdecks die großen Geheimnisse beinhaltet. Sie drehen sich nicht um die alltäglichen Dinge wie das aufräumen, Geschirr waschen oder zur Arbeit fahren. Sie sagen Dir eher, ob Du die Arbeit weitermachen sollst, wie es mit der Ehe aussieht und all diese Dinge.

Dabei könnte Dir vielleicht Der Tod (die Karte XIII) etwas unangenehm aufgestoßen sein. Denn wie oft haben wir in Filmen gesehen, wie eine Tarotlegung vorgenommen wurde und dann kommt die Todeskarte. Die Person erschreckt (also die, für welche die Legung vorgenommen wurde) und stirbt am Ende wirklich.

Der Tod selbst bedeutet nicht den physischen Tod, sondern eher ein, ich nenne es jetzt mal so, emotionaler Tod. Aber lass es mich erklären.

Jetzt nehmen wir mal an, Du befindest Dich in einer sehr unangenehmen Situation und suchst nach einem Ausweg. Wenn die Todeskarte kommt, dann kannst Du Dir sicher sein, dass der Ausweg sich bald zeigen wird, die aktuelle Situation wird sterben. Oder auch wenn Du fragst, wie deine Zukunft aussehen wird, dann kann Dir die Karte zeigen, dass sich etwas gravierend ändern wird.

Ich interessiere mich schon lange für die Tarotkarten (und bin bei weitem leider noch kein Profi darin) und habe nur von einer anderen Person mal gelesen, dass sie eine Legung hatte wo sie ganz klar den Tod selbst gesehen hatte. Dazu sind aber mehrere Karten notwendig und die innere Intention. Wenn Du spürst, dass wir hier von dem physischen Tod sprechen, dann prüfe genau, was damit gemeint ist. Dafür ist aber schon ein wenig Erfahrung notwendig. Und wie geschrieben, selten ist damit wirklich der physische Tod gemeint, also kannst Du Dich entspannen wenn die Karte auftaucht.

Ich gehöre sogar zu diejenigen, die sich darüber freut 🙂

Die kleine Arkana erzählt Dir von den alltäglichen Dingen, die dich umgeben und die Dein Leben beeinflussen. Es geht um Geld, Gefühle, Wissen und Leidenschaft. Je nachdem, welche Karten Du gezogen hast.

Es gibt vier „Farben“, welche nach den Elementen ausgerichtet sind:

Wasser – Kelche, Schüsseln, Schalen, alles was Wasser aufnehmen kann
Erde – Pentakel, Scheiben, München, ein Symbol für die Erde haltFeuer – meistens sind es Stäbe, weil Du diese anzünden und wie eine Fackel vor Dir tragen kannst, aber Achtung, ein Schwert kann ebenfalls im Feuer geschmiedet werden und einige Decks verbinden daher mit diesem Element das Schwert.
Luft – Eigentlich das Schwert, oder eben Stäbe, welche hoch oben im Baum zu finden sind und der Wind durch sie hindurch weht.

Wie Du siehst, auch bei der kleinen Arkana kannst Du Dir sicher sein, dass nichts sicher ist.

Die kleine Arkana kann man dann auch wiederherum in zwei Teile aufteilen (aber sie gehören alle zur Obergruppe „Kleine Arkana“): und zwar einmal in die Zahlenkarten und einmal in die Hofkarten.

Zahlenkarten:

  • Ass oder Eins – die einzige Karte wo Du ebenfalls unterschiede finden wirst
  • Zwei
  • Drei
  • Vier
  • Fünf
  • Sechs
  • Sieben
  • Acht
  • Neun
  • Zehn

Hier gibt es keine großen Überraschungen, außer bei der ersten Karte. Bei den Hofkarten sieht das wiederherum ein wenig anders aus.

  • Page, Bube oder auch Prinzessin, Tochter
  • Ritter oder auch Prinz, Sohn
  • Königin oder auch Mutter
  • König oder auch Vater

Die Hofkarten stehen durchaus für konkrete Menschen (unter anderem auch für Dich selbst) und können daher einen Hinweis auf jemanden geben, der Dich unterstützt oder Dir in den Hintern treten will (je nach Konstellation der Karten).

Es gibt grob gesehen zwei große Kartentypen: Einmal das Rider Waite Tarot und das Marseilletarot. Beim Rider Waite Tarot ist das besondere, dass es das erste Tarotdeck ist, welches voll bebildert war. Denn beim Marseilletarot findest Du nur konkrete Bilder bei den Karten der großen Arkana und den Hofkarten. Wenn Du also zum Beispiel die 2 Kelche ziehst, dann siehst Du beim Marseille Tarot auch nur zwei Kelche, mehr nicht. Erst mit dem Rider Waite Tarot wurde daraus eine Karte, wo zwei Menschen die Kelche halten und sich ihre Liebe versichern.

Wenn Du mit den Karten die Zukunft oder etwas zu Deinem Leben voraussagen möchtest bzw. erforschen willst, dann ist das Marseilletarotdeck durchaus gut zu gebrauchen. Da musst Du natürlich die Bedeutungen der Karten kennen oder jedes Mal nachschlagen.

Ich empfehle Dir aber, wenn Du mit den Karten Deinen ersten / nächsten Roman schreiben möchtest, ein voll bebildertes Deck zu erwerben. Jeden zweiten Mittwoch werde ich Dir immer wieder welche vorstellen, welche sich dafür eigenen.

Beim Kauf eines entsprechenden Tarotdecks solltest Du Dir eines nur merken: Wenn Du damit arbeiten kannst, ist es das richtige. Punkt! Es kommt natürlich darauf an, ob Du mit dem Tarotdeck NUR Deine Geschichten schreiben willst oder über kurz oder lang auch Interesse hast es zu Legungen zu verwenden.

Bei ersteres kannst Du Dir auch überlegen Dir mehrere anzuschaffen und für verschiedene Zwecke das entsprechende Deck zu verwenden. Zum Beispiel gibt es Tarotdecks, welche direkt aus dem 19ten Jahrhunderts zu kommen scheinen. Natürlich eigenen sie sich dann für Geschichten aus dieser Zeit. Steampunkdecks, muss ich dazu noch was sagen? Naturdecks gibt es auch oder auch erotische Decks.

Da ich selbst eine Sammlerin der Decks bin, kann ich nach belieben wechseln und arbeite für private oder auch spirituelle Erfahrungen mit einem oder zwei Decks (das Transparent Tarot oder auch dem Hexenkult Tarot, gerne auch mit dem Göttinnen Tarot, damit Du ein paar Namen liest 🙂 ).

Das war der erste Schritt in die Welt des Tarotschreibens. Nächste Woche werde ich Dir dann das erste Deck vorstellen und in der ersten Februarwoche hole ich einige Beiträge nach. Dann lernst Du ein wenig über die Geschichte des Tarotdecks und über die genau Struktur des Decks und was die Elemente im Deck zu bedeuten haben. Natürlich werde ich auch noch auf die Bedeutungen der einzelnen Karten eingehen, damit Du sie auch fürs schreiben dann verwenden kannst.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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