[Schreibratgeber] Nimmst Du Dein Schreiben ernst?

Jetzt muss ich Dir ein Geständnis machen, ich habe diese Woche kaum geschrieben. Und ich habe gerade in einigen Facebookgruppen und auch auf Webseiten gesehen, dass ich damit nicht die Einzige bin.

Ich könnte mich mit mehreren Sachen rausreden. Die erste Woche nach dem Urlaub auf Arbeit. Meine Zusammenstellung der Unterlagen für die HP Psych Prüfung und so weiter und so fort. Und das Problem ist, es ist alles irgendwie wahr und andererseits, ich behandele mein Schreiben nicht immer wie ein Business.

Was das jetzt bitte schön soll?

Ganz einfach: Wenn mir etwas wichtig ist, dann sollte ich es nicht nur wie ein Hobby behandeln. Es ist dann ein Teil meines Lebens, Geschäftlebens.

Ich will studieren? Dann muss ich es professionell betrachten und rangehen. Als ob ich dafür bezahlt werde. Ich will arbeiten? Dafür kriege ich Geld, manchmal nicht viel, aber trotzdem sollte ich es so betrachten, mein Bestes geben und schauen, dass es mich weiter bringt. Ich will meine Wohnung aufräumen? Auch hier gilt, man sollte es wie eine Profesion sehen und als solche behandeln.

Ansonsten nimmt man sich nur etwas vor und am Ende kommt dabei nichts heraus.

Schon öfters habe ich davon berichtet, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, um mit dem Arbeiten voranzukommen, wie Deadline erstellen, eine Veröffentlichungsliste erstellen und so weiter.

Jetzt habe ich beschlossen, bis Ende März will ich meine Charaktere fertig haben (das ist durchaus möglich, immerhin werde ich bis dahin keine Klausuren schreiben) und dann will ich in April das Expose geschrieben haben (eventuell auch früher, ich hoffe es zumindest) und dann bis August (bis zu meinem Geburtstag) dann die erste Version geschrieben haben.

Das es theoretisch möglich ist, habe ich mit dem letzten NaNoWriMo bewiesen (https://schreibkasten.wordpress.com/2014/11/30/nanowrimo-30ter-tag-da-war-auch-der-november-schon-vorbei-oder-so-ahnlich/).

Also, wie kann man es angehen, wenn man nicht täglich schreibt.

Natürlich gibt es immer wieder Tage, da werden Du und ich es nicht schaffen zu schreiben. Entweder sind wir krank, müde, haben andere Dinge im Kopf, was auch immer. Aber das sollte eher die Ausnahme sein, als die Regel.

Ich habe für mich folgende Punkte geschaffen, um mich zum schreiben zu motivieren:

  • Eine konkrete Deadline
    Es ist mein Geburtstag, den ich unbedingt einhalten will. Denn mein Vorbild in dieser Hinsicht ist Cornelia Funke, die mit 35 Jahren ihren ersten Roman veröffentlicht hat, dieses Jahr wird es definitiv, aber nächstes Jahr werde ich ebenfalls 35, es wäre also durchaus möglich
  • Eine konkrete Belohnung
    Wenn ich es geschafft habe, dann will ich mich mit etwas konkretem und durchaus etwas höherwertiges
    Ich könnte mir ein Buch aussuchen oder etwas in der Richtung, aber das würde mich selbst nicht motivieren, weil ich gerne lese und daher auch gerne mal Bücher hole. Ergo wäre das kein Anreiz mehr, da muss ich mir noch was einfallen lassen
  • Eine konkrete Bestrafung
    Wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich eben eine Vertragsstrafe bezahlen. Und es muss durchaus wehtun, weil es ansonsten nichts bringt. Wären es, zum Beispiel, nur fünf Euro, wo wäre da der Witz? Da muss schon mehr sein
  • Ein Vertrag
    Ich werde mit mir selbst einen Vertrag abschließen, um mich selbst dazu zu motivieren, wirklich dieses Ziel einzuhalten. Es mag vielleicht für einige albern klingen, aber das kann durchaus motivierend sein, wenn man etwas konkretes in der Hand hat.
  • Tages-, Wochen- und Monatsziele definieren
    Weiß ich wann ich was zu machen habe, bin ich eher in der Lage diese Ziele bzw. Microschritte einzuhalten. Je kleiner die Schritte sind, die ich zu erfüllen habe, desto eher bin ich in der Lage die Übersicht zu gewinnen und sie zu bewältigen.
    Ein Roman schreiben ist eine große Sache und man kann sich verhaspeln, stolpern und ist am Ende überfordert.
    Aber wenn ich sage, hei, erst einmal die Figuren schaffen, dann den Plot, dann den Plotplan und so weiter, wird die Aufgabe nicht mehr zu groß und sie kann durchaus bewältigt werden.

Meine Empfehlung an Dich, mache Deinen eigenen Aktionsplan. Ich habe Dir hier meinen möglichen Aktionsplan vorgestellt. An dem werde ich wohl noch etwas feilen.

In dem Sinne, hauen wir gemeinsam rein und rocken dieses Jahr mit unseren Romanen 🙂

Ein paar ältere Beiträge von mir um Dich zu inspirieren und zu motivieren:

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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