[Tarotmittwoch] Die Kartenbedeutung und die Legeposition

Gestern habe ich an dem GMC-Chart (https://schreibkasten.wordpress.com/2014/12/08/8ter-dezember-charakter-gmc-ke-chart/) meiner weiblichen Hauptfigur gesessen und die ersten Punkte abgearbeitet (mit der Hand schreiben kann durchaus länger dauern, als eben mit dem PC 😉 ).

Und manchmal dachte ich mir, warum, bitte schön, musste ich denn jetzt genau DIESE Karte ziehen? Da ziehe ich zum Beispiel für die Motivation die Karte XIII – Der Tod. Na vielen Dank auch. Zuerst konnte ich mit der Rolle der Figur (sie ist halt keine Ärztin) das überhaupt nicht vereinbaren.

Das kann auch immer wieder passieren. Man zieht eine Karte und kann diese überhaupt nicht mit der Position vereinbaren.

Wenn ich zum Beispiel eine negative Eigenschaft gebraucht und den Tod gezogen hätte, wäre es erst einmal klar. Die Figur hat eine gewisse Todessehnsucht, ist ein bisschen Emo und so weiter.

Die Karte haben, wie ich schon bereits erwähnte, sowohl positive als auch negative Bedeutungen. Häufig überwiegt aber die eine Seite in der Bedeutung, so dass man durchaus das Gefühl haben kann, dass sie nicht mit der Position, für die man die Karte gezogen hat, nicht vereinbar ist.

Hier ist ein wenig Kreativität gefragt. Und als (angehende) Schriftsteller_innen sollten wir das doch haben, oder? 🙂

Jetzt nehmen wir mal an, Du bist auf der Position, negative Eigenschaften Deiner Figur. Und Du ziehst dann VI Die Liebenden. Sie ist durchaus eine sehr positive Karte im Tarot.

Kurze Beschreibung zur Karte:

Allgemein steht sie für Liebe, Freundschaft, positive Entscheidung …

Beruflich gesehen, zeigt die Karte, dass man vor einer Entscheidung steht, die man mit dem ganzen Herzen positiv sehen und beantworten kann. Denn am Ende steht eine bessere Position oder eine Arbeit, die man viel lieber macht.
Es kann aber auch sein, dass eine andere Person die Entscheidung für Dich trifft, weil sie weiß, dass Du damit einverstanden wärst und diese ebenfalls so getroffen hättest.

Bist Du in einer Beziehung, dann ist sie aktuell harmonisch und auch durchaus erotisch (vielleicht nur am Tag, vielleicht auch längerfristig).
Singles werden eingeladen eine Partner_inschaft aufzubauen. Denn sie werden eine Person treffen, die sie lieben und vor allem, deren Gefühle erwidert wird.

In finanziellen Dingen ist aktuell eine Glückssträhne angesagt. Es wird finanzielle Überraschungen geben, die positiv sind. Bei Geldanlagen wird sich das positiv auswirken und auch sonst gibt es finanzielle Belohnungen. Es kann auch sein, dass es den einen oder anderen kleinen Gewinn geben kann.

Mal Hand aufs Herz, mit der Karte kann man doch eigentlich nichts falsch machen, oder?

Doch, wenn man sie zieht, obwohl man die negativen Eigenschaften der Figur ausleuchten möchte. So wie in unserem Beispiel jetzt.

Bevor Du weiterliest, nimm Dir mal ein paar Minuten Zeit und lies Dir bitte noch mal den oben eingerückten Text durch. Also die Bedeutung für die Karte. Und dann versuche mal selbst eine negative Bedeutung da herauszufinden. Was könnte die Figur für eine negative Eigenschaft haben, wenn man die Liebenden für diese Position zieht?

Unabhängig der Tatsache, ob Du die Übung mal mitgemacht hast oder nicht, geht es weiter 🙂

Die Figur könnte sich als Pechkind ansehen. Egal wie gut es ihr geht, egal wie viel Glück sie bisher hatte und in welcher stabilen Umgebung sie lebt, es ist alles schlecht. Sie hat nie Geld, gibt aber sehr viel für unsinnige Sachen aus. Sie hat keine Freunde, meidet aber jeden Kontakt mit anderen. Der süße Typ, der sie angesprochen hat (oder auch ihn 😉 ) ist zwar nett, aber sicherlich hat er irgendwelche Hintergedanken. Sicherlich will er sie nur ins Bett kriegen und danach lässt er sie fallen.

Das ist eine Möglichkeit, wie Du mit der Karte arbeiten könntest. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Du Dir Stichwörter zu der Bedeutung heraussuchst (dazu gibt es genügend Internetseiten, weiterhin hat jedes Tarotdeck zumindest ein Handbüchlein mit Stichwörtern dabei) und dann überlegst, wie Du sie negativ einsetzen könntest. Also im Bezug auf die Figur und die Position.

Es kann auch sein, dass Du beim besten Willen nicht alle Bedeutungen verwenden kannst. Zum einen wäre das zu viel und zum anderen passen eben nicht alle Bedeutungen zu der Position und zu der Figur bzw. zur Geschichte. Und das ist auch völlig in Ordnung.

Lies Dir bitte trotzdem die komplette Bedeutung durch und entscheide danach, welche Punkte Du für Deine Geschichte nicht brauchst und welche doch. Und mit diesen arbeitest Du dann.

Das gleiche geht natürlich auch in die andere Richtung. Wenn Du eine negative Karte gezogen hast und Du willst diese für eine eher positive Position haben, schau Dir an, was die Karte letztendlich aussagt.

Schauen wir uns mal die Karte Zehn der Schwerter dafür kurz an:

Allgemein steht die Karte für Depression oder auch Niedergeschlagenheit.

Im Beruf steht sie für ein eher bedrückendes Gefühl auf der Arbeit. Schon eine harmlose negative Situation (vielleicht Büroklatsch oder auch eine Kritik), kann die Person nervlich richtig runterziehen. Das kann an der Tagesform liegen, aber auch an mehr.

In der Liebe kann sich hier auch der Wurm einschleichen. Es kann Streit entstehen oder jedes Wort kann missverstanden werden. Es ist daher besser, wenn man sich aus den Weg geht, bevor es zum richtigen Krach kommt.
Singles sollten damit rechnen, dass sie aktuell eine Enttäuschung nach der anderen erleben. Und das kann durchaus runterziehen.

Finanziell sieht es auch nicht gut aus. Zwar steht der große Ruin nicht vor der Tür, aber Gewinne sind auch nicht zu erwarten. Am besten hälst du den Geldbeutel geschlossen und wartest einfach ab.

Was bitte schön soll man an einer solchen Karte positiv sehen? Das kann schon eine Herausforderung sein. Aber sicherlich kennst Du Menschen, die morgen früh ins Büro kommen (oder Schule oder Uni), der Tag regnet, allesamt standet ihr stundenlang im Stau, seit durchnässt, die Arbeit stapelt sich, es gibt schlechte Noten, einen Überraschungstest und was weiß ich und trotzdem scheinen diese Menschen immer nur das positive zu sehen.

Solche Menschen gibt es und das könntest Du hier sehen. Die Figur sieht selbst in der dunkelsten Stunde immer noch etwas positives, auch wenn es schon sehr schwer ist, da etwas zu entdecken. Deine Figur findet es. Natürlich kann das auch negativ sein (also mit Zwang immer etwas positives zu entdecken), aber es kann auch eine unglaubliche Stärke sein.

Jetzt wirst Du Dich vielleicht fragen, was passiert, wenn Du wirklich mal die beiden Karten für die entsprechenden Positionen ziehst? Mir sind solche Extremen noch nie untergekommen. Gebe ich ehrlich zu. Natürlich kann das, aber komischerweise ziehe ich immer Karten, die letztendlich (wenn auch mit ein wenig Anstrengung) miteinander harmonieren. Versuche es einfach mal und vertraue auf Dein Gefühl.

Und sollte es doch mal passieren, dass Du solche extremen ziehst, dann vertraue ich darauf, dass Deine Kreativität und Deine Vorstellung von Deinem Charakter (der hier eine sehr entscheidende Rolle spielt), Dir schon helfen werden, die richtige Bedeutung zu finden.

In dem Sinne, viel Spaß dabei.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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