[Tarotmittwoch] Kartenbedeutung – I Der Magier oder auch die Magierin

Hauptbedeutung:

  • Stärke
  • Selbstbewusstsein
  • schöpferische Kraft
  • Aktivität
  • der Wille zur Gestaltung

Allgemein steht die Karte für:

  • das man interessante Ideen hat
  • Die Kräfte sind klar und ausgewogen

Einige Beispielbilder zu der Karte:

Beschreibung zur Karte:

Der Magier ist die erste Karte im Tarot, welche eine Zahl innehat, die römische 1 also I. Er (gelegentlich auch eine Sie) steht für den Anfang einer Reise.

Wenn Du Dir die Karten ansiehst (die Pinterest Links enthalten eine schöne Auswahl verschiedenster Magier und auch einiger Magierinnen), dann siehst Du eine aktive Person. Der Magier hält meistens einen Stab in die Luft und vor sich ausgebreitet sind die vier Elemente. Entweder in materieller Form (Kelch, Schwert, Stab und Pentakel), gelegentlich auch als Element (also Erde, Feuer, Wasser und Luft) selbst.

Der Narr beginnt seine Reise (Die Reise des Narren, es gibt auch die Reise der Närrin) als Magier und diese endet als Die Welt (Karte XXI).

Unser Magier besitzt die vier Elemente, die ich oben aufgezählt habe. Somit kann er sich ihre Stärken zunutze machen und ihre Schwächen mit den anderen Elementen ausgleichen.

Auf den Karten ist er immer alleine. Es gibt keine weitere Personen oder Tiere. Nur Pflanzen, seine Materialien und er selbst (gut, es gibt das Vice Versa Tarot wo er vor einem Publikum seine Magie vorführt und hinter ihm verbirgt sich ein Affe). Er ist jung oder scheint zumindest alterslos zu sein. Doch obwohl er zumindest jung scheint, ist er weise. Man kann ihm nicht so schnell etwas vormachen.

Weiterhin zögert der Magier nicht. Er zieht sein Ding durch, was auch immer es ist, im Vertrauen dass er es schafft. Er vertraut seinen Fähigkeiten und zögert daher nicht. Sein Arm (zumindest im klassischen Rider Waite Smith Tarot) ist gerade nach oben gestreckt. Würde er nicht auf sich und seine Fähigkeiten vertrauen, vermutlich wäre der Arm nicht so weit nach oben, sondern eher auf Brusthöhe.

Wenn Du genau hinsiehst, dann wirst Du feststellen, dass eine Hand nach oben reicht, also Richtung Himmel. Die andere hingegen nach unten, also Richtung Erde, gelegentlich auch Richtung Unterwelt. Wie oben so unten, bedeutet diese Geste. Und früher glaubte man nicht an eine Hölle, in der wir für unsere Sünden bestraft wurden. Dort blickten wir unserer dunklen Seite direkt ins Gesicht und lernen diese Seite anzunehmen (vergleiche auch dazu die Mythen rund um die Göttin Ishtar – http://de.wikipedia.org/wiki/I%C5%A1tar).

Es ist also eine Welt der Transformation. Und ich sehe in dem Magier den Ausgang, um diesen Weg zu gehen. Mit aufrechten Gang und erhobenen Hauptes.

Bedeutung der Karte:

Vor dem Magier sind die Elemente ausgebreitet und er kann nach belieben über sie verfügen, mit ihnen arbeiten, ja sogar jonglieren, wenn er es möchte. Damit ist er Schöpfer von neuen Welten. Und wo ein Schöpfer ist, ist auch ein Zerstörer. Denn wo etwas erschaffen wurde, kann zerstört werden und wo etwas zerstört ist, kann wieder etwas neues entstehen (zum ersten Mal sehe ich bei dem Magier ein Bild der Göttin Kali, wobei ich sie eher mit dem Turm in Verbindung sehe – fasziniert mich gerade).

Doch in erster Linie ist der Magier ein Schöpfer, ein Gestalter, ein Neubeginn.

Er ist der erste Schritt, die erste Karte auf den Weg in einer neuen Welt, in ein neues Leben. Mit ihm beginnt Deine spirituelle Reise, wo am Ende die Welt (XXI) auf Dich wartet. Doch gib acht: seine Kräfte sind durchaus verlockend und der Weg hart, daher kann es sein, dass viele hier schon scheitern und beim schönen Schein bleiben.

Denn es macht Spaß über die Elemente zu herrschen und damit Dinge zu schaffen. Gerade wenn man berücksichtigt, welche Schwierigkeiten noch bevorstehen (also all die anderen Karten). Daher kann es leicht sein, schon am Anfang zu scheitern, sich aber einzureden, dass man eine Menge erreicht hat.

Es geht hier also die Frage, bleibe ich in der materiellen Welt stecken oder kann ich mich davon loslösen und die spirituelle Entwicklung in Anspruch nehmen?

Bedeutung:

Positiv:

  • Willenskraft
  • Intuition
  • Selbstbeherrschung
  • Selbstvertrauen
  • Unabhängigkeit

Negativ:

  • Gerissenheit
  • Skrupellosigkeit
  • Spitzfindigkeit

Zehn Fragen zum Charakter:

  1. Wie zeigen sich die Bedeutungen der Karte in Deiner Figur?
  2. Wie zeigt sich, dass Deine Figur ein Magier/eine Magierin ist?
  3. Deine Figur muss zusehen, wie ihre/seine Schöpfung zertstört wird – wir reagiert sie/er darauf?
  4. Deine Figur soll seiner Intuition folgen – wie sieht das aus?
  5. Die Selbstbeherrschung gehört zum Magier – was könnte diese erschüttern?
  6. Was müsste passieren, damit der Magier seine Unabhängigkeit aufgibt?
  7. Beschreibe die vier Elemente Deines Magiers (also sein Kelch, sein Schwert, sein Stab und seine Münze).
  8. Wie sieht die ideale Partnerin / der ideale Partner für Deinen Magier aus? – Beschreibe sie/ihn kurz.
  9. Wenn Dein Magier die Wahl zwischen dem Bleiben in der materiellen Welt und dem Einstieg in die spirituelle Welt hätte, wie würde er sich entscheiden und vor allem, warum trifft Dein Magier gerade diese Wahl?
  10. Beschreibe den Werdegang Deiner Figur von Narren zum Magier.

Zehn Schreibinspirationen:

Schreibe eine Szene mit folgendem Inhalt

  1. Wie Deine Figur etwas erschafft aus dem was sie/er besitzt.
  2. Wie Deine Figur aus dem Nichts etwas erschafft.
  3. Zeige, wie die Skrupellosigkeit Deiner Figur aussieht.
  4. Dein Magier trifft auf einen anderen Magier – beschreibe die Szene.
  5. Dein Magier trifft auf den Narren – beschreibe das Zusammentreffen.
  6. Beschreibe wie Dein Magier seine vier Elemente verliert und wie er darauf reagiert.
  7. Wie bekommt er seine Elemente zurück? – sofern er sie zurück erhält.
  8. Beschreibe eine Szene, wo die Selbstbeherrschung Deines Magiers erschüttert und sogar zerstört wird – wie könnte er sie wieder erlangen?
  9. Lasse Deinen Magier als negative Figur auftreten und lasse ihn eine durch und durch gute Figur treffen – schreibe die dazugehörige Szene.
  10. Lasse Deine Figur eine Nachrede über sich und sein Leben schreiben – verfasse für ihn diese Nachrede (erweiterbar mit einem Testament oder beschreibe die Beerdigung dieser Figur).
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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