[Ein Jahr, ein Roman] Charakter – Beschreibe einen (Alb-) Traum

Taum und Albtraum

Wenn wir schlafen und träumen, zeigt sich durchaus unsere wahre Natur oder was uns gerade bewegt. Ich hatte schon öfters, dass ich in Träumen weggelaufen bin, Leute verprügelte oder erst vorgestern träumte ich, dass mein Katzenbesuch bei mir direkt auf der Brust schlief.

Daher schauen wir mal tief in die Seele Deiner Figur hinein. Dort, wo Hoffnungen und Ängste eng an eng existieren.

Wenn wir über die Träume und Ängste der Figuren reden, dann häufig über die, welche sie glauben zu haben. Also die Ängste und Träume, wenn sie wach sind. Sehr häufig können diese aber von der wahren Hoffnung und von der wahren Angst abweichen. Es kommt sehr häufig darauf an, in was für einer Umwelt wir groß geworden sind und wie unsere Erziehung war.

Der Film „Billy Eliot“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Billy_Elliot_%E2%80%93_I_Will_Dance) handelt zum Beispiel von einem Jungen der Tanzen will, auch wenn seine Umgebung sagt, dass ist nicht männlich genug. Jetzt können wir uns mit dem Jungen hinsetzen und herausfinden, was seine Ängste sind. Natürlich, dass er von seinem Vater und seiner Gesellschaft ausgestoßen wird, eventuell, dass er sogar verprügelt werden könnte und das er seine Träume nicht verwirklicht.

Aber ist es genau das, was in seinem Unterbewusstsein vor sich geht? Träumt er auch von diesen Ängsten?

Natürlich können die Figuren / Menschen solch eine gute Einschätzung haben, dass die Ängste bei vollem Bewusstsein, mit denen des Unterbewusstsein übereinstimmt.

Nehmen wir mal an, Du willst unbedingt Erfolg haben, sagen wir mal, als SchriftstellerIn. Aber egal, was Du tust, Du boykottierst Dich Tag und Nacht. Du kommst nicht beim schreiben weiter, Du trödelst herum, verpatzt Deine eigenen Deadlines und so weiter und so fort. Dein Traum kann sehr wohl sein, als SchriftstellerIn Erfolg zu haben. Aber tief im Unterbewusstsein hast Du genau davor Angst. Doch momentan bist Du nicht in der Lage, dies zu erkennen und zu beheben.

Und bei Deiner Figur kann das genauso sein.

Daher schauen wir heute noch einmal ganz tief in das Unterbewusstsein Deiner Figur. Und zwar in ihre Träume.

Wenn Du willst, kannst Du gerne Dein Tarotdeck nehmen und ein oder mehrere Karten (je nachdem, was sich gut für Dich anfühlt) ziehen, um mit den Bildern zu arbeiten. Wenn Du über ein Traum schreiben bzw. recherchieren möchtest, dann kannst Du positiv aussehende Karten nehmen. Soll es ein Albtraum sein, kann es auch gerne düstere Kartendecks sein.

Schaue Dir die Karten an und auch das ganze Material, was Du bisher geschrieben hast. Was sagt Dir das alles. Hast Du die richtigen Ängste und Hoffnungen erarbeitet oder geht es noch viel tiefer und dreckiger im Unterbewusstsein Deiner Figur vor sich?

Mache Dir ausführliche Notizen zu der ganzen Angelegenheit und überlege Dir genau, wovor hat meine Figur wirklich Angst. Und natürlich, was ist ihre größte Hoffnung.

Wenn Du Dir Deine Notizen gemacht hast, leg Deine Figur ins Bett und lasse sie träumen.

In den Träumen darfst Du auch schon mal ein wenig unrealistisch sein. Von mir aus, lass Deine Figur fliegen, SuperheldInnenkräfte haben und was weiß ich. Denn Träume müssen nicht logisch sein. Ja sie dürfen sogar absolut unlogisch sein.

Selbst wenn Deine sonstige Welt von Logik nur so trieft, das gilt nicht für die Träume. Also darfst Du gerne hier loslegen. Zeige Dir und Deiner Figur das wahre Gesicht ihrer Träume und Albträume. Und von mir aus, greif in die vollen, so richtig Stephen-King-mässig, wenn Du willst.

Beschreibe genau den Traum, den Deine Figur hat und auch, welche Reaktionen sie/er dabei hat. Und dann, wie reagiert Deine Figur, wenn sie aus dem Traum erwacht? Ist sie geschockt, überrascht oder geht es ihr am allerwertesten vorbei?

Das sind Reaktionen, mit denen Du dann auch in Deinem Roman arbeiten kannst. Schau Dir Deine Figur genau an und Du kannst dann verstehen wie sie/er reagiert, wenn die richtige Hoffnung oder die richtige Angst vor der Tür steht.

In dem Sinne, viel Spaß beim schreiben.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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