[Ein Jahr, ein Roman] Charakter – Bilderkreativität

Ich denke mal, es sollte aus vielen Beiträgen in diesem Blog klar geworden sein, ich liebe Bilder. Und daher liebe ich auch Bilderarbeiten. Daher wende ich mich heute einem kreativen Projekt zu, der durchaus nützlich sein kann.

In den vergangenen Wochen haben wir über vieles geschrieben und geredet und letztendlich unsere Charaktere (hoffentlich) Stück für Stück geformt. Dabei ging alles sehr technisch vor, schriftlich und es kann durchaus sein, dass die eine oder der andere da nicht so ganz mitkam.

Ich weiß letztendlich nicht, was für ein Schreibtyp Du bist. Es gibt manche, die haben durchaus ein klares Bild von allem vor Auge, andere hingegen brauchen einen, sagen wir es mal so, kleinen Tritt in den Allerwertesten um sich etwas vorzustellen.

Wenn Du ein Historical schreibst oder schreiben möchtest, dann kommt es durchaus darauf an, dass Du alles korrekt beschreibst. Damit meine ich die Kleidung, die Umgebung, die Verhaltensweisen der damaligen Zeit. Natürlich kannst Du vieles davon recherchieren, aber es gibt manche Sachen, die möchte ich selbst gerne ganz plastisch vor Augen haben.

Neben meinem Hauptprojekt arbeite ich aktuell an eine Novelle aus dem viktorianischen Zeitalter. Da gibt es vieles zu beachten. Dazu gehört natürlich viel über das Zeitalter zu wissen, die familiären Verbindungen, was zum Beispiel ein Earl ist. Aber da kann man durchaus einiges unter dem Tisch fallen lassen (nicht die eleganteste Lösung, aber durchaus machbar).

Ich selber tendiere lieber dazu, ein wenig mehr Recherche und dafür weniger im Buch verwenden, als ein schlecht recherchiertes Buch auf den Markt werfen. Dann solltest Du lieber wirklich Themen unter dem Tisch fallen lassen (aber bitte sehr elegant, so dass es niemand mitbekommt) oder das Thema erst gar nicht erwähnen.

Also fangen wir mal an, mit dem heutigen Thema, nachdem ich Dich jetzt so zugelabert habe.

Wenn ich schreibe, dann habe ich gerne Bilder vor mir. Und das meine ich jetzt hier wortwörtlich. Daher sind Programme wie Scapple (https://schreibkasten.wordpress.com/2014/11/10/vorstellungsrunde-scapple/) oder das klassische Papier und Klebe und Stift Programm 🙂

Suche Dir Bilder aus, die zu Deiner Geschichte, Deinem Roman passen und drucke sie aus, schneide sie aus Katalogen aus oder woher immer Du sie auch nehmen magst (Zeitschriften, Zeitungen fallen mir noch ein, und sicherlich Dir noch mehr ein).

Wenn Du das klassische Papier-Schere-Kleber Programm verwendest, ist es natürlich erforderlich, dass Du alles ausdruckst und ausschneidest. Je nachdem woher Du Deine Materialien nimmst. Dann kannst Du eine entsprechende Collage erstellen, was Deine entsprechende Figur ausmacht.

Am besten klebst Du ein Bild Deiner Figur in die Mitte (oder zumindest das, was Du am besten für Deine Figur hälst) und alles andere klebst Du und um Deine Figur auf. Wenn Du ein Onlineprogramm nutzt, findest Du ja eine Unmenge von Bildern Online im Internet. Die kannst Du auf Deine Festplatte herunterladen und dann zum Beispiel in Scapple einfügen.

Dann kannst Du alles zusammentragen, was Dir zu der Figur einfällt. Das kann die Kleidung sein, Gegenstände die ihr/ihm wichtig sind, Einrichtungsgegenstände für die Wohnung/Haus/was auch immer, Zitate, die Dir gefallen, Autos, Pferde, Umgebung und so weiter.

Tob Dich hier einfach mal so richtig aus.

Doch warum sollst Du das überhaupt machen?

Ich sehe da zwei Dinge, die diese Aufgabe interessant macht:

  1. Du hast direkt vor Augen, was Deiner Figur wichtig ist.
    Auf diese Art und Weise siehst Du, was Deine Figur ausmacht, eben die Kleidung, die Luxusartikel und so weiter. Und davon hast Du ein entsprechendes Bild und kannst jederzeit darauf zurückgreifen.
  2. Es geht auch um den Spaß.
    Wenn Du die ganze Zeit nur schreibst, nur recherchierst und nur ackerst, dann kann ein wenig Spaß haben. Und ich finde es persönlich sehr angenehm, ein wenig Spaß auf diese Art und Weise im Leben zu holen und in die Arbeit.

Überleg Dir mal, ob Du ein oder zwei Nachmittage dafür aufwenden möchtest, um ein wenig kreativ zu werden. Es geht einfach nur darum, dass Du Dein inneres Kind ein wenig belebst und am Ende kann es durchaus passieren, das Du mehr kreative Ideen bekommst und dadurch Deine Arbeiten einen neuen Schub bekommen.

Daher, lass Deinem Inneren Kind ein wenig Freiheiten und genieße den Spaß dabei.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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