[Tarotmittwoch] V – Der Hohepriester

Hauptbedeutung:

  • Vertrauen in Gott / in eine höhere Macht
  • Güte
  • Treue
  • eine Berufung haben / der Berufung folgen

Allgemein steht die Karte für:

  • Moral haben / Moral erkennen
  • Beistand von höheren Mächten erbitten und diese bekommen
  • eine Lehrerin / einen Lehrer finden

Einige Beispielbilder zu der Karte:

Beschreibung zur Karte:

Der Hohepriester wird normalerweise von einer männlichen Person dargestellt. Bei meiner Suche nach den Karten habe ich sogar vereinzelt weibliche Darstellungen gefunden (und bin hierbei durchaus überrascht, hier bleibe ich jedoch bei der männlichen Version).

Unser Hohepriester sitzt auf einen Thron in meist religiöser Kleidung (in den traditionellen Decks sind es christlich geprägte Roben, hierbei kommt es darauf an, welches Deck Du verwendest). In einer Hand hält er einen Szepter und die andere Hand hebt er segnend.

Vor ihm knien oder verbeugen sich (auch wieder abhängig je nach Deck) zwei oder mehr Personen und erweisen ihm den Respekt, den er verdient hat. Sie huldigen ihn, erbitten Rat oder Beistand.

Wie sein weibliches Gegenstück sitzt auch der Hohepriester / Hierophant zwischen zwei Säulen.

Seine Rolle ist die der religiösen Führung. Man hat ihm diese Rolle übertragen und er ist in der Lage zu entscheiden, was getan werden muss, damit seine Schützlinge gerettet werden können.

Viele TarotnutzerInnen haben mit dem Hohepriester gewisse Probleme. Das liegt unter anderem daran, dass er für die Religionen steht, mit denen viele Schwierigkeiten haben. Gerade wenn man aus dem Schoss der großen Weltreligionen ausgetreten ist, kann gerade der Hohepriester sie daran erinnern, was sie ein Leben lang begleitet hat. Da es in den meisten Religionen keine Hohepriesterin bzw. Priesterin gibt, ist sie ein willkommenes Gegenstück für die Menschen.

Doch der Hohepriester ist unabhängig der Religionen. Er kann zwar vor ihren Karren gespannt werden, aber er selbst steht für sich und das göttlich in einer männlichen, irdischen Gestalt. Er vereint die männliche Seite der Dualität, um das Gleichgewicht zu wahren.

Bedeutung der Karte:

Der Hohepriester steht für den Kontakt zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen. Er spricht für das göttliche zu den irdischen Wesen, uns Menschen. Und er übermittelt unsere Wünsche und Gebete an das göttliche Wesen über uns (oder wohin auch immer).

Jedoch solltest Du nicht vergessen, es sind nicht die Vertreter der organisierten Religionen, die nur als Mittler zwischen dem göttlichen und irdischen auftreten. Zum Beispiel glauben die Hexen und Heiden (ich sage mal hier ganz platt Wicca, auch wenn diese Bezeichnung so nicht richtig ist), dass jeder Mensch diese Autorität hat / haben kann.

Der Hohepriester steht auch für eine Person, welche eine religiöse Autorität hat, sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt und in der Lage ist, die Geheimnisse und Mysterien des göttlichen zu deuten und umsetzen zu können.

Die negative Seite dieser Karte ist jedoch genau das, was viele vor ihr fürchten. Eben das Sinnbild für die Autorität einer religiösen Gemeinschaft. Eine Person, die bestimmt, was andere zu denken und zu tun hat. Und jemand, der über Moral und nicht Moral entscheidet und wie diese Entscheidung auf die einzelnen Menschen anzuwenden ist. Sie behauptet die Wahrheit zu kennen und das nur die AnhängerInnen sie erfahren können. Alle andere sind auf ewig verloren.

Der Hohepriester fordert Dich auf, Deine spirituelle Entscheidung zu treffen. Wohin geht Deine spirituelle Reise, welchen Weg willst Du einschlagen und welche Pfade lässt Du hinter Dir? Es ist Zeit, dass Du für deine spirituellen/religiösen Ansichten die Verantwortung übernimmst und klar entscheidest, was Du von Deinem Leben willst.

Im Gegensatz zu seinem weiblichen Gegenüber (die Hohepriesterin) nutzt der Hohepriester sein Wissen und seine Geheimnisse nicht immer, um den Menschen zu helfen. Die Karte ist also nicht immer günstig anzusehen. Sie kann auch das Wissen nutzen, um die Macht um sich herum zu scharren und andere Menschen zu zwingen, dass zu tun, was der Hohepriester will.

Es liegt an Dir die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Bedeutung:

Positiv:

  •  Gnade
  • Güte
  • ein Bündnis (zwischen mindestens zwei Menschen, eventuell eine Ehe)
  • die Suche nach Wahrheit
  • Verständnis / Inspiration
  • religiöse/spirituelle Bedürfnisse
  • den Mut und die Kraft, trotz aller Widerstände den eigenen Weg zu gehen
  • moralischer Mut

Negativ:

  • extremer Konservatismus
  • Extremismus (im religiösen/spirituellen Sinn)
  • Knechtschaft
  • übermäßige Güte (es ist also hier zu viel des Guten)
  • man will unbedingt gesellschaftlich anerkannt werden (egal mit welchen Mitteln)
  • Verlust der Autorität
  • Autorität wird nur solange akzeptiert und angenommen, wenn man andere verantwortlich machen kann, sollte was schief gehen

Zehn Fragen zum Charakter:

  1. Wie ist die spirituelle/religiöse Erziehung Deiner Figur abgelaufen (falls sie fehlt, nenne die Gründe warum).
  2. Wie ist die Beziehung Deiner Figur zu religiösen/spirituellen Dingen heute?
  3. Was hält Deine Figuren von Autoritäten (sowohl weltlichen als auch religiöse/spirituelle)?
  4. Wie sieht Deine Figur sich selbst in Bezug auf Autorität und Macht?
  5. Schiebt Deine Figur die Fehler gerne auf andere – insbesondere die eigene? Oder übernimmt sie die Verantwortung selbst?
  6. Wie ist ihre/seine Moralvorstellungen?
  7. Ist Deine Figur modern oder eher Konservativ?
  8. Wie ist der gesellschaftliche Status Deiner Figur und kommt sie/er damit klar?
  9. Ist Deine Figur verheiratet? Und wenn ja, wie lief die Zeremonie ab? Nur Standesamt oder auch Kirche? Wenn nein, wie soll die Zeremonie ablaufen?
  10. Sieht sich Deine Figur als eher frei an oder als jemand, die/der in Knechtschaft lebt?

Zehn Schreibinspirationen:

Schreibe eine Szene mit folgendem Inhalt:

  1. Beschreibe eine Situation aus der Kindheit/Jugend Deiner Figur, wo die Beziehung zur Relgion/Spiritualität deutlich wird?
  2. Deine Figur hat eine gewisse Autorität und diese wird untergraben – beschreibe die Szene aufgrund Deines Wissens zu Deiner Figur.
  3. Schreibe eine Szene, wo die Moralvorstellungen Deiner Figur auf eine sehr harte Probe gestellt wird – wie geht sie/er damit um?
  4. Stelle Deine Figur in ihrer aktuellen gesellschaftlichen Stellung vor, dass wir sehen, wo sie sich rangmäßig befindet, ohne das Du es entsprechend direkt erwähnen musst.
  5. Schreibe eine weitere Szene, wo Du zeigen kannst, wie modern oder wie konservativ Deine Figur ist.
  6. Egal ob Deine Figur religiös ist oder nicht, schicke sie in eine Kirche und beschreibe ihre/seine Gefühle, während sie sich dort aufhält.
  7. Beschreibe die Hochzeitszeremonie Deiner Figur (unabhängig ob sie verheiratet ist, bzw. ob sie überhaupt heiraten will).
  8. Schreibe eine Szene, wo Deine Figur unbedingt eine bestimmte Wahrheit erfahren will – was ist das, was für sie/ihn wichtig ist und wie geht sie/er dabei vor?
  9. Man wirft Deiner Figur viele Steine in den Weg, um sie/ihn vom Ziel abzuhalten – wie geht Deine Figur damit um?
  10. Beschreibe Szenen, wo Deine Hohepriesterfigur auf die anderen Tarotcharaktere treffen (also der Narr / die Närrin, der Magier / die Magierin, die Hohepriesterin, die Herrscherin und dem Herrscher).
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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