[Ein Jahr, ein Roman] Charakter – Bestimmungsfragen für Deine Figur

Kennst Du das? Du erstellst einen Plan und denkst, der ist gut, also ist er gegessen. Und dann schaust Du Dir Deine Unterlagen noch einmal an und denkst, ne, war doch nicht das gelbe vom Ei.

Das ist bei mir mit dem heutigen Beitrag passiert. Eigentlich gehört er mehr Richtung Anfang und nicht kurz vor dem Schluss (nächste Woche schreibe ich den letzten Beitrag rund um die Charaktere und dann geht es endlich an den Plot). Andererseits kann man sicherlich die Daten hierfür auch ruhig am Ende bearbeiten. Solltest Du aber erst jetzt mit den Arbeiten an Deinem Charakter anfangen (man weiß ja nie 😉 ), dann legen wir hiermit los.

  • Welche Rolle spielt Deine Figur in Deiner Geschichte?
  • Ist sie/er die/der HeldIn?
  • Oder eher die/der AntagonistIn?
  • Ist sie/er ein Badass (also eine … sagen wir mal … unhöfliche Person, na gut, ein Arschloch)?
  • Werden die LeserInnen Deine Figur mögen? Wenn ja, wieso? Und wie willst Du das erreichen?
  • Oder ist Deine Figur so unsympathisch, dass sie/ihn niemand leiden kann? Wieso?
  • Wie willst Du zeigen, warum Deine Figur sympathisch oder unsympathisch ist?
  • Ist die Figur eher Hauptperson, Nebenperson oder gar ein Sidekick?

Diese und weitere Fragen kannst Du in einem sogenannten Brainstorming Dich fragen. Denn es sollte spätestens kurz vor Schluss klar sein, wohin Du mit Deinen Figuren überhaupt willst. Denn wenn Du weißt, was für eine Rolle Deine Figur in Deiner Geschichte spielt, desto eher wirst Du die Richtung bestimmen können, wohin Du plotten bzw. schreiben wirst.

Je genauer Du diese Daten definierst, desto eher kannst Du Dich darauf konzentrieren, Deiner Figur eine besondere Art von Leben einzuhauchen.

Nehmen wir mal an, Du möchtest über einen Antihelden wie Dr. House schreiben. Das solltest Du durchaus während Deiner Arbeit an Deiner Figur herausfinden. Denn wenn Du weißt, dass Du ein Dr. House Charakter haben möchtest, ist es leichter die richtigen Fragen zu stellen, um die Figur in die richtige Richtung, ja sagen wir es mal so, zu treiben (wie ein Rind eben 😉 ).

Daher setz Dich einen ruhigen Nachmittag hin, schnapp Dir, mal wieder, eine Seite Druckerpapier und leg einfach mal drauf los. Schreib alles auf, was Du zu Deinem Charakter mitteilen willst und wie sie/er am Ende aussehen soll. Also ob HeldIn oder AntiheldIn.

Wenn Du schon weißt, in welche Richtung Deine Figur gehen soll, kannst Du Dir auch überlegen, wie Du diese Richtung darstellen willst. Hier darf es ruhig konkreter werden, in dem Du Dir erste Gedanken zu Szenen machst oder auch Metaphern, die Du verwenden willst. Im Grunde genommen darfst Du Dich an dieser Stelle einfach mal noch so richtig austoben, bevor es nächste Woche richtig losgeht.

Denn im Grunde genommen war es das schon fast mit der Charaktererstellung. Nächste Woche gibt es quasi noch eine Übung – wenn man es so beschreiben will – und dann hauen wir in die Tasten und versuchen uns an einen Plot.

In dem Sinne, schau Dir noch einmal alles an, was Du zu Deinem Charakter geschrieben hast, bessere notfalls noch einmal nach und überarbeite die Sachen. Und dann solltest Du einen doch durchaus runden Charakter haben 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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