[Samstagsbeitrag] Hat wer meine Inspiration gesehen? …

Öfters habe ich schon gelesen oder gesehen, dass Leute offen bekunden, dass sie keine Inspiration haben, keine Lust aufs schreiben oder sich regelrecht zwingen müssen, wenigstens 100 Wörter zu tippen.

Man kann sagen, die Inspiration spielt im Wald und die Motivation ist hinterher gegangen, um sie zu suchen.

Im folgenden Beitrag möchte ich mir Gedanken machen, wieso die Schreibinspiration alleine im Wald spielen will und wie man sie eventuell wieder bekommen kann. Dabei gehe ich in erster Linie von meiner Gedankenwelt aus und nicht von irgendwelchen psychologischen oder gar wissenschaftlichen Studien. Denn, kurz gesagt, mir liegen keine vor 🙂

Mögliche Gründe für den Verlust der Inspiration / Motivation

Die Geschichte entwickelt sich nicht so, wie ich es will

Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber bei meinem aktuellen Projekt entwickelt sich die Geschichte in verschiedenen Richtungen. Und ich bin gerade beim Plot. Die erste Version des Plots sieht ganz anders aus, als die zweite Version, an der ich gerade arbeite.

Zu allem Überfluss weichen die beiden Versionen von meiner ursprünglichen Idee auch noch sehr ab. Aber das kann durchaus passieren, wenn man sich mit den Charakteren der Geschichte beschäftigt. Das ist ein natürlicher Prozeß.

Doch genau hier ist der arme Hase begraben. Denn viele von uns haben ein solch festes Bild von ihrer Geschichte, dass es ihnen schwer fällt die Richtung, in der es am Ende auf Papier landet (sei es virtuell oder maschinell) zu akzeptieren. Denn es ist nicht das, was wir wollen.

Und anstatt das zu akzeptieren, wird so lange herumgedoktort, bis die Geschichte wieder unseren Vorstellungen entspricht, oder wir es zumindest glauben, dass wir da angelangt sind. Dabei wäre es durchaus gut, die Geschichte und die Figuren einfach mal selbst machen zu lassen.

Das Projekt wurde (beinahe) zu Tode bearbeitet

Mein Baby, mein absoluter Lieblingsroman, meine Herzensgeschichte hat eine Bearbeitungszeit von gut fünf Jahren hinter sich. In dieser Zeit hat sich die Geschichte selbst ein gefühltes Dutzend Male geändert und verändert und wurde überarbeitet, zerschnitten und zerstückelt. Um meine Liebe zu den Figuren und auch zur der Welt zu behalten, habe ich beschlossen, mir eine Pause von dieser Geschichte zu geben.

Ich habe meine Geschichte regelrecht zu Tode bearbeitet. Dabei liebe ich alle meine Figuren, dass ich es gerne erleben will, dass sie auf dem Papier laufen, sich bewegen und reden. Sie sollen ihre Geschichte haben. Aber momentan bin ich einfach nicht in der Lage dazu.

Ich habe bereits eine Geschichte veröffentlicht, aber …

… sie hatte nicht die Resonanz, die ich mir erhoffte (sei es in den Verkäufen, in den Bewertungen oder beides).

Es kann natürlich passieren, Dein Erstlingswerk ist draußen und irgendwo ganz tief in Dir drinnen erwartest, na gut sagen wir Du hoffst darauf, dass es ein kleiner spontaner Bestseller wird. Niemals würdest Du es laut aussprechen, darüber sind wir uns beide sicherlich einige. Aber ganz tief in Dir drinnen träumst und hoffst Du es doch schon.

Nicht wahr?

Ich zumindest würde es zumindest. Und natürlich kann es passieren, dass Erstlingswerke ein Überraschungserfolg wird. Doch häufig ist der erste Erfolg mit viel, sehr viel Arbeit verbunden. Immerhin ist es empfehlenswert, wenn Du Deinen Namen zur Marke machst und darüber dann Deine Geschichten verkaufst.

Aber wenn Dein Roman ein Ladenhüter ist/wird (auch wenn das für den virtuellen Laden gilt) und sich einfach nichts tut, dass kann durchaus frustrieren. Und schlimmer wird es, wenn die Rezensionen ausbleiben (auch wenn Du ein paar Bücher verkauft hast) oder es gar nur negative gibt.

Jetzt müsste es natürlich heißen, hingefallen, kein Problem, aufstehen, Krone richten und weiterlaufen bzw. weiterschreiben. Doch genau hier hakt es ja. Wenn der Anfang Deines Veröffentlichungsweges schon negativ ist, dann tauchen diese kleinen fiesen Selbstzweifel in Dein Geist, so dass Du (oder auch ich, wenn es bei mir so wäre) keinen einzigen Satz mehr zustande bringst. Das mag einigen noch nicht einmal bewusst sein, aber das ist durchaus möglich.

Ich habe ZU viele Ideen, so dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll

AutorInnen, die zu wenige Ideen haben oder an einem Kreativmangel leiden, werden über diese Argumentation lachen. Aber zu viele Ideen haben, ist auch eine Art von Schreibblockade.

Und ich gestehe, ich habe dieses Problem. Gerade arbeite ich an einem Roman und auf meinem Laptop an einer Novelle, neben einer zweiten Novelle. Ideen habe ich aber aktuell für fünf bis sechs Geschichten und die will ich, wenn es genehm ist liebe Zeit, dieses Jahr noch allesamt schreiben. Nebenbei habe ich noch Ideen für ein oder zwei Sachbücher, für meinen Newsletter, für ein Freebie, für ein Podcast, Webinare, Onlinekurse, VHS-Kurse, Udemy-Kurse …. Du merkst, ich bin ein kreativer Vulkan. Und das kann sehr wohl anstrengend sein.

Wenn jemand ZU viele Ideen hat, dann wissen viele nicht, mit welcher sie anfangen sollen. Und dann versuchen sie es mit einem Projekt und kommen durchaus weit. Doch dann machen sie eine kleine Pause und führen ein Brainstorming für eine zweite Geschichte durch, sehen, oho, das könnte interessant werden und fangen an, mit dieser Idee zu arbeiten. Nur um festzustellen, dass eine dritte Idee noch interessanter ist – zumindest glauben sie es. Das ist ein durchaus gefährlicher Kreislauf.

Ich habe ZU wenige Ideen

Wer eine Leidenschaft fürs schreiben hat, hat auch Ideen! Nein, nicht immer. Die Leidenschaft fürs schreiben ist leider nicht immer mit einer automatischen Ideenlieferung gekoppelt. Schön wäre es.

Es gibt AutorInnen die können, haben sie erst einmal die ganze Vorarbeit geleistet, einen wunderschönen Roman schreiben. Doch bis dahin kann es durchaus anstrengend sein. Von der ersten Idee bis hin zum fertigen Plot.

Ich habe ein ganz anderes Problem … glaube ich

Es kann natürlich unheimlich viele andere Gründe geben, warum Du nicht zum schreiben kommst. Zeitmangel, zu viel Arbeit, Deine Familie respektiert Deine Schreibzeit nicht. Hier ist es durchaus wichtig, dass Du für Dich selbst eine Analyse startest.

Wie sieht Dein Alltag aus und inwiefern unterscheidet er sich von Deinem Wunschalltag. Wenn zum Beispiel Deine Familie nicht respektiert, dass Du eine Stunde für Dich haben willst, um zu schreiben, dann notiere Dir genau das. Denn solch eine Einstellung hat durchaus Auswirkungen darauf, ob wir, wenn es dann doch mal so weit ist, wirklich zum schreiben kommen. Denn manche sind durchaus geschickt, Dir ein schlechtes Gewissen einzureden, so dass Du, wenn Du wirklich dazu kommst zu schreiben, eben nicht dazu kommst, weil Du dann selbst das schlechte Gewissen entwickelst.

Oder einfacher, Du arbeitest so viel und fühlst Dich am späten Nachmittag körperlich so dermaßen ausgelaugt, dass Du nur noch vor dem Fernseher sitzen kannst, um Dich zu berieseln. Auch wenn Deine Familie Dich unterstützt, bist Du müde und fertig und es fehlt Dir an Kraft Dich zum schreiben aufzuraffen. Und am Wochenende, wenn Du eigentlich Zeit für Dich hast, lenkst Du Dich wohlmöglich mit allem möglichen Blödsinn ab, nur um nicht zu schreiben (auch eine Form von Schreibblockade). Ich sage nur … Browserspiele (ja, damit mache ich auch so meine Erfahrungen).

Daher analysiere für Dich, wie Dein idealer Schreibtag (neben Familie, Arbeit und was auch immer) aussieht und wie die Realität dagegen nun einmal ist.

Mögliche Lösungsansätze

Nimm nicht Dich sondern Deine Geschichte wichtig

Wenn sich Deine Geschichte in eine bestimmte Richtung entwickelt, die Du ursprünglich nicht vorgesehen hast, dann akzeptiere es. Aufgrund der Tatsache, dass Deine Figuren ein gewisses Eigenleben entwickeln, passt die ursprüngliche Geschichte dann wohl nicht mehr.

Ganz am Anfang hattest Du von allem nur eine grobe Idee, von der Geschichte, von der Welt und von den Figuren. Je mehr Du aber alles mit Leben füllst, desto eher verändert sie sich.

Das gleiche geschieht ja auch mit Dir. Je mehr Wissen Du hast, mehr Erfahrungen sammelst und auch Jahre auf dem Buckel sind, desto mehr veränderst Du Dich. Deine alte Persönlichkeit entwickelt sich immer weiter. Das kannst Du halt nicht ändern. Und dadurch ändert sich auch Deine persönliche Geschichte.

Beispiel:
Wenn Du Abitur hast, dann schreibst Du eine ganz andere Geschichte, als wenn Du eben kein Abitur hast. Aktuell kannst Du mit Abitur (und einem entsprechenden Notendurchschnitt) alles studieren, was Du willst. Du hast zwei bis drei Jahre länger auf der Schule verbracht und dadurch auch ein wenig länger den Schutz des Schulsystems genossen. Das mal nur so als Beispiel (drei Jahre gilt natürlich für die, die das alte Abitur gemacht haben, so wie ich).

Das gilt auch für Deine Figuren. Je mehr Du mit ihnen arbeitest, desto mehr Farbe bekommen sie. Aus diesem Grund werden sie auch andere Entscheidungen in gewissen Situationen treffen, als Du es ursprünglich geplant hast.

In meiner aktuellen Geschichte wollte ich, dass die Hauptfiguren irgendwann mal im Bett landen. Die erste Fassung beinhaltete noch nicht einmal einen flüchtigen Kuss. In der zweiten Fassung landeten sie im Bett, doch war es nicht überzeugend, zumindest für mich nicht (es wirkte total konstruiert). Und gerade bin ich dabei abzuwarten und zu sehen, wohin sich jetzt die Geschichte entwickelt und sie doch noch im Bett landen. Momentan wette ich auf ein Nein.

Aber das ist normal und ich akzeptiere es. Denn meine Idee ist nicht das goldene Ei von was weiß ich. Wenn sich die Geschichte mit meinen Figuren weiter entwickelt, freue ich mich. Denn genau so soll es am Ende sein.

Reanimationsversuche

Wenn Du, so wie ich, eine Idee beinahe zu Tode bearbeitet hast, dann kannst Du durchaus eine kleine Pause machen. Es ist viel wichtiger, dass Du Dich nicht zwingst weiter zu arbeiten, nur weil Du das Gefühl hast, dass Du es musst.

Ich habe mich entschieden, dass ich eben eine Pause einlege und erst einmal an einem anderen Projekt arbeite, ganz frisch, ganz neu, mit einem anderen Elan eben. Und ich merke, wie es mir gut tut. Denn ich bekomme immer mehr Lust mit meinen Figuren bald wieder zu arbeiten (geplant ist das fürs nächste Jahr dann).

Bist Du in einer solchen Phase? Dann probiere es mal mit einer Kurzgeschichte zur Abwechslung? Such Dir eine Ausschreibung heraus und arbeite an einer Kurzgeschichte (Du musst das Ergebnis ja nicht einreichen). Hauptsache Du lenkst Dich ein wenig davon ab und kommst am Ende wieder zu Deinem Lieblingsprojekt.

Wenn Du aber feststellst, dass Du gar keine Lust mehr auf dieses Projekt hast, sichere alle Daten und akzeptiere es. Die Geschichte hat dann, für diesen Moment, ihren Dienst getan und Du bist an ihr gewachsen. Dann ist das eben halt so. Es kann natürlich sein, dass Du in einigen Jahren doch wieder Lust darauf bekommst. Daher ist es wichtig, dass Du alles sehr gut speicherst, sicherst und archivierst. Eventuell druckst Du auch die Sachen aus oder was auch immer. Hauptsache Du hast die Sachen, wenn Du wieder an der Geschichte arbeiten willst.

Und bis dahin arbeitest Du an einem nächsten Projekt.

Akzeptiere die Vergangenheit, lerne aus ihr und schaue in die Zukunft

Wenn Dein letztes Projekt nicht ganz so erfolgreich war, wie Du Dir erhofft und gewünscht hast, dann ist das eben so. Es bringt nichts, auf eine Veröffentlichung hinzuweisen, die ein oder zwei oder fünf Jahre her ist. Sorge dafür, dass die nächste Veröffentlichung bevor steht und Du die Leute doch noch für Dich gewinnen kannst.

Natürlich ist das leichter gesagt als getan, wenn Du so wunderbar demotiviert bist. Aber es hilft nichts, akzeptiere alles und schaue nach vorne.

Wenn Du das Glück hast und ausführliche Rezensionen erhalten hast, dann schaue sie Dir bitte genau an. Warum haben sie Deine Geschichte negativ bewertet oder gar zerissen? Nicht jede negative Bewertung wird von eiversüchtigen RivalInnen geschrieben, die Dir den Erfolg nicht gönnen.

Unglaublich aber wahr!

Die meisten Rezensionen werden in der Tat von LeserInnen geschrieben, die Dein Buch wahrhaftig gelesen und sich Zeit und Mühe gemacht haben, um Dir als AutorIn zu schreiben, was ihnen (nicht) gefallen hat. Und das sind, in meinen Augen, die wertvollsten Rezensionen die Du jemals in Deinem Leben bekommen kannst. Denn an ihnen hast Du die Möglichkeit zu wachsen und besser zu werden – wenn Du das für Dich akzeptierst und daraus auch was lernen willst.

Lese Dir also in aller Ruhe die ganzen Rezensionen durch, speichere sie Dir notfalls ab und/oder drucke sie aus. Finde heraus, was den Leuten an Deiner Geschichte nicht gefallen hat und ob Du diese Kritik auch wirklich nachvollziehen kannst. Wenn ja, dann bedanke Dich bei den Leuten (sei es öffentlich oder zumindest im Geiste) und arbeite daran, dass Du in diesen Bereichen besser wirst.

Nehmen wir an, es wurde Deine oberflächliche Figurenarbeit kritisierst. Dann lerne für Dich, wie Du bessere Figuren erstellen kannst. Dazu gibt es genügend Bücher, Internetseiten, ja sogar Kurse, mit denen Du arbeiten kannst.

Kannst Du die Kritik nicht nachvollziehen, dann heißt das entweder, dass Du sie nicht akzeptierst oder für Dich in der Tat alles in Ordnung ist. Schnapp Dir eine vertrauenswürdige Person und rede mit ihr/ihm darüber. Wie sieht sie/er das und haben die Rezis nicht vielleicht doch recht (ich will Deine Geschichte nicht schlecht reden, aber wenn Du zu einem Thema immer wieder Kommentare bekommst, dass das schlecht ist, eben wie z. B. die Figurenarbeit, dann ist meistens doch was dran, sry, aber LeserInnen sind da sehr geübt drin).

Und vor allem, akzeptiere die Meinung Deiner Vertrauensperson.

Wenn Deine Geschichte jedoch gut ist, dann kann es durchaus sein, dass Du in der Werbung geschlafen hast. Bestseller können durchaus über Nacht entstehen, wenn Du gesunde Vorarbeit geleistest hast. In diesen Fällen ist es gut, wenn Du Dich mit Marketing auseinander setzt und von denen lernst, die das schon vor Dir geschafft haben. Wie kommt es, dass SelfPublisherInnen von Ihrer Arbeit gut bis sehr gut leben können? Wie schaffen es die VerlagsautorInnen und so weiter. Lerne von denen, die es vor Dir bereits geschafft haben. Und finde dann Deinen eigenen Stil.

Kopieren kann jedeR, Du bist einzigartig 🙂

Ganz ruhig und Schritt für Schritt

Wenn Du zu den AutorInnen gehörst, die mehr Ideen als Lebenszeit haben, dann kannst Du natürlich in einem Meer von angefangenen Romanen versinken. Akzeptiere, dass Du viele Ideen hast, schreibe sie alle auf und bleibe bei Deinem aktuellen Projekt!!!

Ab und an ist es gut, wenn man sich wiederholt, also tue ich das hiermit:

Bleibe bei Deinem aktuellen Projekt!!!

Schreibe Dir alles auf, was Du zu den anderen Projekten nach und nach entwickelst. Die Ideen sind sicherlich gut und toll und bringen Dich ganz weit an die Spitze. Aber nicht jetzt und nicht heute. Schreibe sie auf, notiere Dir alles, nehme Dir dafür durchaus ein paar Stunden Zeit und dann kehre zu Deinem aktuellen Projekt zurück. Denn dort spielt die Musik.

Natürlich fällt es solchen Leuten wie uns schwer, den Fokus auf einen Projekt zu halten. Aber ich garantiere Dir, es ist möglich und vor allem, es lohnt sich. Daher ist es wichtig, dass Du Dich ein wenig zusammenreißt und eben Deine aktuelle Geschichte schreibst.

Sobald Du die erste Fassung geschrieben hast, darfst Du Dich auf das nächste Projekt stürzen, versprochen. Und häufig ist es so, dass die erste heiße Leidenschaft abgekühlt ist und Du die Sache dann viel nüchterner betrachtest. Dann ist es möglich, dass Du bei Deinem aktuellen Projekt bleibst.

Also notiere Dir alles, auch wenn es Dich einen Tag Deiner Schreibzeit kosten mag (oder auch etwas länger), schließe und sichere die Datei und arbeite an Deinem aktuellen Projekt.

Putt, Putt, Puuuuuuuttttttt … bweg Dein A**** …. ich meine … komm schon her Kreativität …

Wenn Du kaum bis gar keine Ideen hast, dann wirst Du in vielen Kreativitätsbücher als Inspiration lesen, dass Du mit offenen Augen durch die Welt gehen sollst. Schaue nach, was in den Zeitungen steht, in den Nachrichten, ja auch in den Klatschmagazinen. Lese, lese viel und noch mehr. Das gilt sowohl für Zeitschriften und Zeitungen, als auch natürlich für Romane aber auch Fachbücher. Und betrachte natürlich auch Deine Umgebung, was sich dort alles so abspielt.

Ich habe in letzter Zeit sehr viele Physikbücher gelesen und wäre vor lauter Kreativität geplatzt (okay, okay, dass ist bei mir nichts neues, vergiss mich als Beispiel). Aber ich hatte so viele neue Ideen, dass ich gar nicht mehr wusste, wohin mit denen.

Daher lese ruhig Sach- und Fachbücher aus Bereichen die Dich interessieren. Sei es Kunst, sei es Musik, sei es Chemie oder was auch immer. Lese solche Bücher und lasse die Informationen auf Dich wirken. Und am Ende solltest Du durchaus mehr Ideen haben. Das wünsche ich Dir zumindest.

Oder lese die Zeitungen und spiele das „Was wäre wenn…“ Spiel. Was könntest Du aus einem Zeitungsbericht heraus alles entwickeln. Suche Dir Bilder aus dem Internet und führe ein Cluster damit durch (was das alles ist, werde ich wohl noch einmal in einem gesonderten Beitrag mal aufführen). Höre Musik, schaue interessante Sendungen (sowohl Serien als auch Beiträge rund um die Welt, Geschichtesbeiträge und so weiter und so fort).

Deine individuelle Lösung

Auf Deine individuelle Probleme gibt es natürlich nur individuelle Lösungen. Und hier ist es wichtig, dass Du Dich intensiv mit Deinem Problem auseinandersetzt. Wo drückt der Schuh und wie kannst Du dafür Sorgen, dass es eben nicht mehr so ist.

Wenn Du eben zu müde bist, um am Abend zu schreiben, dann könnte man jetzt sagen, geh früher schlafen, schreib am Morgen oder in der Mittagspaise. Andere hingegen setzen sich vor dem Fernseher hin, schnappen sich ihren Laptop und sagen sich, 1.000 Wörter schaffe ich in der nächsten Werbepause. Und schon kann es losgehen. Und wo die ersten 1.000 Wörter sind, wollen sich die nächsten gerne dazu gesellen.

Wenn Du eine gewisse Motivation brauchst, dann schließe Dich in einer Gruppe zusammen, wo ihr euch gegenseitig aufmuntert und von mir aus auch gegeneinander schreibt (wer schreibt also die meisten Wörter am Tag) und ähnliche Möglichkeiten.

Erkämpfe Dir Deinen Freiraum, wenn Deine Umgebung nicht akzeptiert, dass Du schreiben willst. Es ist Dein Recht zu schreiben, wenn Du Dich dafür entscheidest.

Versuche Dein aktuelles Idealbild eines Schreibtages Stück für Stück mit der Realität in Einklang zu bringen. Das bringt Dich nicht nur im Schreiben weiter, sondern wird Dich, über kurz oder lang, persönlich glücklicher machen.

Schlusswort

Natürlich gibt es viele Gründe, warum die Kreativität und die Inspiration und die Motivation und das „Setz-Dich-auf-Dein-Hintern“-Syndrom nicht da sind, wo sie hingehören, eben bei Dir. Aber es bringt nichts darüber zu jammern und einfach wertvolle Zeit zu verlieren. Dann ist es eben so.

Du könntest Dich auch in dieser Zeit hinsetzen und Dir Lösungen überlegen, wie Du Deine Musengruppe aus dem Wald lockst, damit ihr wieder in Harmonie (mehr oder weniger) zusammenarbeiten könntet. Sicherlich ist eine der wichtigen Lösungsansätze, dass Du Dich nicht verkrampfst und eine Schreibphase erzwingen willst. Denn über kurz oder lang bringt es nichts. Denn je mehr Du Dich zwingst, desto mehr verkrampfst Du Dich und desto weniger kommt am Ende dabei heraus.

Gelegentlich hilft es auch einfach sich hinzusetzen und drauf loszuschreiben. Kein Zwang, keine Deadline, kein gar nichts. Einfach nur drauf los schreiben. Die Ergebnisse am Ende sind manchmal richtig Goldwert. Wenn Du Dich dazu durchringen kannst und es wagst.

Hast Du weitere Inspirationen, wie Du Deine Musengruppe aus dem Wald locken kannst? Oder was blockiert Dich?

Melde Dich und lass uns gemeinsam nach einer Lösung suchen.

Bis dahin, viel Spaß beim Schreiben 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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