[Schreibratgeber] Kalenderübersicht für Deine Projekte

Morgen ist der 21. Juni und damit Sommeranfang und gleichzeitig auch die Sommersonnenwende. Das bedeutet, es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Mit anderen Worten? Wir bewegen uns direkt auf den Herbst zu 😉 Denn jetzt werden die Tage wieder kürzer und die Nächste länger (aber lasst uns nicht darüber reden, hüstel).

Das bedeutet auch, dass wir morgen ein wenig mehr Sonnenlicht haben (wenn die Sonne hoffentlich mit macht natürlich 😉 ) um ein wenig draußen zu sitzen, mit Menschen, die uns wichtig sind, zu reden und vor allem ein wenig zurückzublicken und voraus zuschauen.

Daher geht es heute um den Rückblick, was Du im letzten Jahr geschafft hast und um den Ausblick auf das restliche Jahr, was Du noch schaffen möchtest.

Im Grunde genommen eignet sich jeder Zeitpunkt im Jahr für die Erstellung Deines persönlichen Schlachtplanes. Okay, fast jeder Zeitpunkt. Wenn wir mitten im Dezember wären, lohnt es sich durchaus, wenn Du den Schlachtplan dann für Januar des kommenden Jahres beginnst. Aber wenn wir schon bei einem solchen Wendepunkt sind, nutzen wir doch den Tag der Sommersonnenwende und legen los.

Aber ansonsten ist der Juni (so als Halbjahrespunkt) ideal also um herauszufinden, was Du und ich den Rest des Jahres planen. Zumal ich jetzt einige konkrete Romanideen habe, die nun nach und nach verwirklicht werden wollen.

Für 2015 könntest Du Dir unter dem folgenden Link (http://www.kalenderpedia.de/kalender-2015-word-vorlagen.html) die Vorlagen für das Jahr herunterladen und entsprechend ausdrucken. Solltest Du diesen Beitrag in einem späteren Jahr lesen, ich bin mir sicher, dass es im Internet und auf der Seite entsprechende Varianten für die späteren Jahre gibt, es ist nur eines von vielen Beispielen 🙂

Drucke die Monate aus, die Du brauchst (aktuell sind die Monate Januar bis Mai bzw. sogar Juni nicht mehr interessant, also warum dafür Papier verschwenden?).

Dann trage einfach ein, von wann bis wann Du etwas planst. Knallhart und ohne Diskussion bitte schön. Ich schreibe zwar hier von Deinen Schreibprojekten. Natürlich kannst Du auch andere Projekte mit planen. Zeichenprojekte, Bastelprojekte aber auch berufliche Projekte, welche Dich fesseln (Projekte, die Du machen musst und keine Wahl haben, gehören nicht dazu, die kommen in Deinem Arbeitskalender oder wohin auch immer, hier geht es um Deine privaten Projekte).

Sagen wir mal platt, Du planst von Juli bis September die Arbeit an Deinen Figuren. Dann trage es genauso ein. Eventuell kannst Du auch in die Tiefe gehen, was willst Du an welchen Tagen oder in welchen Wochen erreichen. Damit meine ich, an dem und dem Tag willst Du die äußere Beschreibung machen, dann das GMC-Chart und so weiter und so fort.

Aber Achtung: Es kann immer sein, dass was dazwischen kommt. Ein spontaner Treff mit Freundschaften, eine Krankheit oder was auch sonst. Plane daher ruhig Pufferzeiten ein. Denn die letzte Woche war ich ein wenig verschnupft. Da hätte ich mich auch ruhig mal hinlegen sollen, um mich auszukurieren. Es wäre mit Schreiben dann nichts geworden.

Ziehe daher die Schreibzeiten oder Deine Pläne nicht ZU eng. Aber sei auch nicht ZU großzügig. Ein wenig Druck darf ruhig sein, solange Du es nicht für Dich selbst übertreibst. Es soll am Ende nicht bedeuten, dass Du Dir den Spaß am Schreiben selbst zu nichte machst.

Für die reine Schreibzeiten solltest Du im groben Wissen, wie viele Wörter Du vorhast zu schreiben, bzw. wie lang Dein Roman im groben sein darf. Ich habe für Juli und August 2015 insgesamt 100.000 Wörter geplant. Es sind 62 Tage und das macht eine Tageswortzahl von 1.613 Wörtern.

Für jeden Tag trage ich dann die Wortzahl ein, die ich insgesamt erreichen müsste. Also am ersten Tag sind 1.613 Wörter und am zweiten Tag eben 3.226 Wörter und so weiter und so fort. Das reduziert dieser erschreckenden Berg von so vielen Wörtern auf ein erträgliches Maß (1.613 Wörter am Tag sind leichter zu erreichen als diesen monströsen Berg von 100.000 Wörter).

Und wenn Du jeden Tag die Gesamtwortzahl notierst, die Du bis dahin erreicht haben solltest, dann kannst Du sehen, wie weit Du vorarbeiten musst, um eventuell Rückstände abzubauen. Oder auch um Dir mal einen freien Tag zu gönnen. Oder … Oder … Oder.

Ich mache es so, dass ich die Mindestwortzahl in rot eintrage und in grün dann die tatsächlich erreichte Wortzahl. Dann sehe ich immer auf den ersten Blick, wenn ich mein Mindestbeitrag an diesem Tag geschafft habe oder sogar darüber hinaus bin. In schwarz oder auch blau trage ich dann die Wortzahl ein, wenn ich das Tagesziel nicht geschafft habe (also wenn ich wirklich unter dem Wortbeitrag bin, den ich eigentlich schaffen wollte).

Wenn Du mehrere Projekte nebeneinander planst, solltest Du ruhig aufschreiben, welche es überhaupt sind und wie der Titel lautet (es können natürlich auch nur die Arbeitstitel sein). Und wenn Du die Planung machst, schreibst Du vorneweg die Kurzform des Arbeitstitels auf und dann, was Du dafür geplant hast. Dann kommst Du nicht mit den verschiedenen Sachen durcheinander.

Und immer wenn Du etwas von Deiner Liste geschafft hast, darfst Du es mit einem fetten Marker durchstreichen. Ich denke mal, dass gibt vielen ein Gefühl der Bestätigung. So in der Form … Tschaka … wieder etwas geschafft 😉

Am Ende siehst Du übersichtlich, woher Du kommst und was Du alles erreicht hast. Damit kannst Du Deine Pläne für die Zukunft optimieren oder sehen, ob Du auf dem richtigen Weg bist.

Fang ruhig mit einem oder zwei Projekte an, mit denen Du arbeiten willst, quasi als Vorübung. Wenn Du siehst, wie sich das ganze entwickelt, kannst Du nach und nach immer weitere Projekte aufbauen. Und immer, wenn Du eines abschließt, kannst Du das nächste beginnen.

Warum das überhaupt?

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber mir geschieht es gelegentlich schon, dass ich mich in meinen vielen Projekten verzettele. Und dann muss ich schon schauen, wie ich diese mit meinem momentanen Berufsleben unter einem Hut kriege.

Wenn ich im groben Plane, wann ich was tun will, dann habe ich eine Übersicht, wie viel Zeit ich für die jeweiligen Teilprojekte einplanen kann. Dann halte ich mich durchaus an meine eigenen gesteckten Ziele. Und diese sind auch wie kleine Tritte in meinem Allerwertesten. Es ist so etwas wie eine Deadline, der Du folgen kannst. Entweder Du hältst Dich daran oder Du kannst Dir selbst in den Hintern treten.

Und wie sieht es bei Dir aus? Wie motivierst Du Dich für Deine neuen Projekte? Oder magst Du meinen Vorschlag mal nutzen? Erzähl mir gerne in den Kommentaren oder auf Facebook davon 🙂

Ich freue mich. Und genieße den morgigen Tag.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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