[Tarotmittwoch] IX – Der Eremit

Hauptbedeutung:

  • Reife
  • Weisheit
  • der Lebensweg

Allgemein steht die Karte für:

  • sich selbst treu bleiben
  • mit sich im Einklang stehen
  • das Leben aus der Ferne betrachten
  • in der Einsamkeit die Reife erlangen

Einige Beispielbilder zu der Karte:

Beschreibung zur Karte:

Auf der Karte siehst Du zumeiste einen älteren Mann in einfachen Gewändern, sowie einen Stock, auf den er sich stützt und einer Lampe, welche ihm den Weg leuchtet. Selten findest Du einen jüngeren Mann oder gar eine Frau auf der Karte. Aber zwischenzeitlich gibt es auch diese.

Die Gewänder des Eremiten können auf die Religion des Mannes bzw. des/der KartenschöpferIn hinweisen. So kann er die Trachten der christlichen Tradition trachten (die eines Mönches) oder die Gewänder des alten Ägyptens. Jedoch sind sie meist schmucklos, bescheiden, teilweise sogar „abgeranzt“.

Entweder steht oder läuft der Eremit auf den Karten. Ich habe keine Karte gesehen, wo er sitzt oder sich ausruht. Um ihn herum ist es meistens karg, dunkel und öd. Entweder er ist in der Wüste oder in den Bergen. Nicht in Dörfern, Städten oder an sonstigen Orten, wo man Kunstbauten betrachten kann oder sonstigen Reichtum findet.

Die Karte zeigt, dass der Eremit auf der Sinnsuche ist. Das Licht soll ihm den Weg weisen, damit er den Sinn findet. Also sowohl Wissen als auch Einsicht. Und nur das, was er bei sich hat, ist sein ganzer Besitz. Kein Gold oder sonstige Reichtümer trägt er bei sich. Er ist, was er hat. Ein armer, bescheidener Mann (aber nur im materiellen Sinne ist das bitte zu verstehen).

Bedeutung der Karte:

In allen Kulturen und Religionen gibt es Geschichten und Legenden über die große Suche. Nach der Wahrheit, nach dem Licht, dem Nirwana, Göttin, Gott, nach so vielem.

Die Karte sagt Dir ganz klar, es ist Zeit dass Du die wichtigen Dinge einpackst und hinaus in die Wüste gehst. Lasse die irdische Welt hinter Dir und suche nach Deinem Sinn des Lebens, nach Deinem Gott oder Deiner Göttin.

In der Stadt ist das möglich, wo überall Lärm und Ablenkung auf Dich einstürzt. Du musst Dich davon lösen und zu Dir selbst zurück zu kehren. Nur dann wirst Du Deinen Weg finden, egal wie dieser aussehen mag. Und nur so kann eine göttliche Macht zu Dir sprechen und Dir sagen, wie es weiter gehen darf, weiter gehen soll.

Es ist eine Suche nach dem Göttlichen. Doch solange Du ehrlich und aufrichtig bist, kannst Du Dir der göttlichen Unterstützung sicher sein. Auch wenn Du sie anfänglich nicht wahr nehmen kannst.

Die Laterne symbolisiert das Wissen, Verständnis und die Weisheit, die Du benötigst, um Deinen Weg zu finden. Sie beleuchtet Dir den Weg, so dass Du diesen gehen kannst. Der Stab stellt die göttliche Kraft dar (also pure Kraft), auf die Du Dich stützen kannst, wenn Du das Gefühl hast, nicht mehr weiter zu kommen oder gehen zu können. Gleichzeitig zeigt auch der Stab Dir den richtig Weg und kann Dich sogar vor Feinden beschützen, welche Deine Wege kreuzen.

Der Eremit lässt die Zivilisation hinter sich. Er ist auf der Suche nach der Wahrheit und ist bereit für eine Selbstinitiation der Wahrheit, der Weisheit und des Verständnisses.

Bedeutung:

Positiv:

  • Weisheit
  • Stille
  • Selbstprüfung
  • Mäßigung
  • verborgene Wahrheit
  • Zurückgezogenheit
  • Einsamkeit (muss nicht immer negativ sein)
  • Vorsicht
  • Lernen durch Erfahrung
  • ein Sucher
  • vielleicht steht Dir eine Reise bevor

Negativ:

  • Täuschung
  • Lüge
  • falsche Informationen
  • Tarnung
  • eventuell Betrug
  • Bestechlichkeit
  • falsche Ideale

Zehn Fragen zum Charakter:

  1. Wohin würde Dein Charakter gerne einmal reisen – und warum hat sie/er das bisher noch nicht getan?
  2. Wie geht Deine Figur mit der Einsamkeit um – ist sie/er gerne einsam oder macht es ihr/ihm eher Angst?
  3. Wie lernt Deine Figur – eher durch Erfahrung oder doch lieber aus Büchern?
  4. Ist Deine Figur eher einE SucherIn oder ist ihr/ihm Weisheit/Wissen eher egal?
  5. Wie steht Deine Figur zum Thema Selbstprüfung?
  6. Was für Ideale hat Deine Figur? – Liste sie ruhig auf.
  7. Wie geht Deine Figur mit falschen Informationen um?
  8. Wurde Deine Figur schon mal betrogen? Wenn ja wie, durch wem und warum?
  9. Ist Deine Figur bestechlich? Wenn ja, wieso und wenn nein, welche Gründe/Ideale hat sie/er?
  10. Lügt Deine Figur schon mal? Und wenn ja, aus welchen Gründen oder ist sie/er „strunz“ ehrlich?

Zehn Schreibinspirationen:

Schreibe eine Szene mit folgendem Inhalt:

  1. Schreibe eine Szene, wo Deine Figur den Sinn des eigenen Lebens verliert. Warum geschieht dies und vor allem, was passiert danach?
  2. Deine Figur muss ein kleines Kind anlügen und zwar richtig böse – leg Dich mal ins Zeug.
  3. Aufgrund diverser Umstände ist Deine Figur gezwungen alleine in einer Blockhütte in den Bergen zu sitzen – drei oder vier Tage (aber auch wirklich alleine, es gibt erst einmal keine Rettung), schreibe die Szene und vor allem gehe in das Innenleben Deiner Figur. Was spielt sich dort ab?
  4. Deine Figur wird übelst betrogen. Beschreibe die Momente, nachdem sie/er das herausgefunden hat.
  5. Jemand will Deine Figur bestechen (und das mit etwas, was Deine Figur auch wirklich haben will – unbedingt), was geht in ihr/ihm vor. Schreibe eine komplette Szene sowohl mit dem Innenleben, als auch mit den Handlungen.
  6. Deine Figur fühlt sich gerade ziemlich einsam. Beschreibe wie sich das anfühlt und welche Gründe dazu führen, dass sie/er sich einsam fühlt. Oder glaubt sie/er nur, dass sie/er einsam ist?
  7. Deine Figur trifft sich mit jemanden den sie/er als weise bezeichnet. Was genau ist an der anderen Person so weise, was Deine Figur beeindruckt?
  8. Beschreibe, wie Deine Figur sich auf eine Reise vorbereitet.
  9. Deine Figur möchte eine Meditationsreise machen. Warum und was erhofft sie/er sich davon?
  10. Lasse Deine Figuren auf die anderen Tarotkarten treffen und schreibe zu jeder eine Szene.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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