[Samstagsgedanken] Das Leben schreibt die besten Geschichten …

… oder bietet die besten Grundlagen für eine Szene, Figur, was auch immer Du willst 😉

Hei, hallo und herzlich willkommen.

Wenn Du zur Arbeit gehst, einkaufen, zur Schule oder einfach nur im Park auf der Bank sitzt, was machst Du dann? Mit dem Handy spielen? Lesen? Auf den Boden gucken??? Was auch immer davon lasse es ruhig mal einen Tag sein, Du wirst manchmal überrascht sein, was um Dich herum alles passiert. Hier die Begründung warum und wie Du es nutzen kannst, um Deinen Roman ein bisschen Pepp zu geben.

Richte Dein Fokus auf die Umwelt – Du wirst überrascht sein

Als ich am Montag zu meiner Ausbildungsstelle gegangen bin, fielen mir zwei Sachen auf. Zum einen war ein Bauzaun umgekippt. Am Sonntag hatte es hier in Berlin heftigst geregnet und dabei muss es wohl sehr windig gewesen sein (ich habe davon nichts mitbekommen). Das Ende vom Lied ist, der Zaun lag unten und ich musste teilweise auf der Straße laufen, um weiter zu kommen. Denn er lag über den kompletten Bürgersteig.

Einige Minuten später musste ich an einer roten Ampel warten. Zum Glück habe ich gewartet. Denn ein Polizist hatte wohl sehr viel Spaß bei der Arbeit. Denn eine Dame war, wie wir es ja kennen, bei Rot über die Straße gegangen. Er machte sein Funkgerät an und sagte: „Hallo!“. Ich gebe zu, ich musste schmunzeln. Sie zog nur die Schultern ein und ging schnell weiter.

Das sind zwei Geschichten, die ich erlebt habe, weil ich aufmerksam war. Wenn ich meine Nase in ein Buch stecke oder morgens in der Bahn döse, dann bekomme ich so etwas nicht mit. Aber solche Sachen können durchaus wertvoll für eine Geschichte sein.

Warum soll ich mich mit solchen Anekdoten abgeben?

Jetzt stell Dir mal die folgende Szene vor.

Eine Frau eilt zur Arbeit und hastet dem Bürgersteig entlang. Mit einem Male rast ein Ferrari an ihr vorbei. Sie flucht nur über diesen Idioten.

oder:

Eine Frau eilt zur Arbeit. Vor ihr versperrt ein Bauzaun den Bürgersteig, sodass sie nicht weitergehen kann. Sie schaut auf die Straße, ob ein Auto kommt. Mit einem Male rast ein Ferrari an ihr vorbei und sie sieht einen heißen Typen da drinnen sitzen.

Hätte ich das mit dem Bauzaun nicht erlebt, wäre mir die Idee für diese spontane Szene nicht gekommen. Und damit auch nicht die Idee, wie die Heldin und der Held aufeinander hätten treffen können. (Gut, die Szene ist nicht Oscar reif, aber darum geht es hier auch nicht.)

Oder die Sache mit dem Polizisten. Was wäre, wenn Dein Held (ein Polizist) im Streifenwagen sitzt, auf seinen Kollegen wartet und dann ebenfalls die Frau auf ihr Fehlverhalten aufmerksam macht? Es ist nur ein Absatz, aber das bleibt eher in Erinnerung, als wenn er nur da sitzt und Däumchen dreht.

Schön und gut – und nun?

Meine Empfehlung ist daher ganz klar, achte auf Deine Umgebung, wenn Du nach draußen gehst. Schau Dir die Menschen an. Was tragen sie, was machen sie, wie benehmen sie sich. Das sind alles Ideen, die Du für Deine Geschichte benutzen kannst.

Übertreibe es nicht, aber mache damit Deine Geschichte bunter. Du musst also nicht in jeder Szene so eine Anekdote bringen. Das wäre auf Dauer sicherlich zu viel (achte darauf, was Deine Geschichte verlangt, denn sie die Chefin im Ring, nicht unser Ego).

Wie gehe ich dabei am besten vor?

Wenn Du am Montag zur Arbeit fährst (oder wann auch immer Du das nächste Mal zur Arbeit „darfst“) und schaue Dich um. Mit wem fährst Du (natürlich nur dann, wenn Du nicht gerade mit dem Auto fährst, achte da natürlich auf den Verkehr). Wer sind die Menschen um Dich herum. Mache Dir Gedanken, wohin sie gehen, welcher Tätigkeit sie nachgehen und all das.

Das ist übrigens auch eine gute Methode um Charaktere zu erfinden oder auch eine Idee für den Roman entwickeln. In dem Sinne, das hat also mehrere Vorteile.

Merke es Dir und versuche es dann, wenn Du Zeit hast, alles aufzuschreiben. Dann kannst Du es jederzeit benutzen. Du vergisst es einfach nicht.

Wo einfügen?

Das wirst Du selbst wissen. Wenn Du eine Szene schreibst, wirst Du Dich aller Wahrscheinlichkeit an diese Anekdote erinnern und kannst sie dann entsprechend einbauen.

Daher ist es gut, wenn Du Deine Notizen entsprechend organisierst. Entweder auf Karteikarten oder mit einem entsprechend Programm (Scrivener zum Beispiel).

Meine Empfehlung ist, wenn Du eine Anekdote verwendet hast, dann streiche die Sache. Verwende es nicht zweimal, das würde ich nicht machen. Ansonsten heißt es am Ende, dass Du keine neuen Ideen hast.

Zusammenfassung

Gehe also ruhig regelmäßig raus und schaue Dir die Menschen an, die um Dich herum leben. Schaue auf Details, was sie besonders macht und schaue auf besondere Merkmale, an Gebäude oder sonst wo.

Notiere es und verwende diese dann in Deine nächsten Geschichten. Du wirst sicherlich überrascht sein, was am Ende dabei Besonderes herauskommt.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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