[Montagsvorstellung] Krimi – Die Fragestellung zum Roman

Hei, hallo und herzlich willkommen,

ich gebe zu, mir hat letzte Woche der Beitrag zum Liebesroman totalen Spaß gemacht 🙂 Daher dachte ich mir, es gibt ja noch einige andere Genres, die ich mir mal näher betrachten könnte. Also schauen wir uns mal den Krimi an.

Wer mordet?

Wenn Du einen Krimi schreiben willst, dann brauchst Du natürlich ein Verbrechen. Bei Kinderkrimis mag es noch harmlos daher kommen. Doch Deine erwachsenen LeserInnen möchten natürlich Blut sehen. Also brauchst Du natürlich mindestens einen Mörder oder eine Mörderin.

Dabei solltest Du nicht nur wissen, wer da munter vor sich hinmordet, sondern vor allem auch warum. Gerade das Warum ist wichtig für Deinen Krimi. Wenn Du nicht weißt, warum jemand in die Welt hinaus tritt um ein (vermeintlich) unschuldiges Opfer tötet, dann wird es schwer sein, wirklich einen realistischen Mord zu schreiben.

Krimiserien waren und sind stark im Fernsehen (unter anderem auch im Nachmittagsprogramm) vertreten. Dort kannst Du Dir sicherlich einige Beispiele abschauen, warum die Leute morden. Zu den bekanntesten Gründen können folgende Themen gehören:

  • Liebe/Leidenschaft eventuell auch Hass
  • Geld
  • Rache

Liebe/Leidenschaft und Hass

Gefühle sind immer ein starkes Motiv. Man könnte schon fast sagen, wenn Dir nichts einfällt, dann lass Deinen Mörder das Opfer wahnsinnig geliebt haben. Das ist durchaus realistisch. Dazu musst Du nur in die Zeitung schauen. Leider wird tagtäglich aus vermeintlicher Liebe getötet.

Geld

Oder natürlich auch Macht. Der Mensch ist gierig nach finanziellen Werten. Also Geld, Gold, Schmuck und Ähnliches. Um das zu bekommen, morden schon einige. Weil sie halt gierig sind. Ergo, auch hier hast Du ein gutes Motiv. Wenn Deine Mörderin arm ist, aber in der Nachbarschaft jemand mit dem Geld prahlt, dann könnte das (wenn Du die Figur gut anlegst) ein gutes Motiv zum Morden sein.

Rache

Du hast mir etwas angetan, also tue ich Dir etwas an. Rache ist ziemlich alt. Und die Taten, die sich daraus entwickeln ebenfalls. Finde also einen Grund, warum Dein Mörder das Opfer gehasst haben könnte. Und dann leg los.

Wenn Du ein gutes Mordmotiv hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass Du schon Dein Opfer damit kennst.

Müssen es immer Serienmörder sein?

Ich weiß nicht wieso, aber in letzter Zeit nehmen Serienmörder richtig überhand. Der klassische Krim,i wo man mit rätseln kann, wer denn nun der Mörder oder die Mörderin ist, wird immer seltener (zumindest habe ich das Gefühl). Wenn ich mir was von Dir wünschen darf, dann wäre es toll, wenn Du ab und an mal einen Krimi schreibst, wo ein eventuell zwei Morde geschehen. Aber nicht Dutzende.

Vielen Dank.

Wer wird ermordet?

Wenn jemand mordet, dann muss natürlich auch jemand ermordet werden. Und auch wenn auf Seite 1 Deines Krimis Dein Mordopfer tot ist, solltest Du ihre oder seine Geschichte kennen.

Es reicht nicht aus, nur die Gründe zu kennen, warum DeinE MörderIn das Opfer eventuell gehasst haben könnte. Du solltest die Hintergründe sehr genau kennen. Wie haben sich TäterIn und Opfer kennengelernt. Haben Sie Zeit miteinander verbracht und so weiter.

Es lohnt sich durchaus so viel Arbeit in Dein Mordopfer zu investieren, wie für einen wichtigen Nebencharakter. Denn genau das ist sie oder er nämlich. Ein wichtiger, wenn nicht sogar DER Nebencharakter in Deinem Krimi. Hier darfst Du also eher klotzen als kleckern.

Wie wird gemordet?

Wir haben also jemanden der mordet und jemanden der ermordet wird. Bevor wir ermitteln können, solltest Du also wissen, wie gemordet wird.

Hier kannst Du durchaus Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Und zugleich solltest Du wissenschaftliche Arbeit leisten. Denn die Forensik ist zwischenzeitlich eine nicht zu unterschätzende Partnerin und gleichzeitig Nervfaktor von uns AutorInnen geworden.

Die Forsensik – Deine Partnerin

Dank guter Literatur kannst Du nachvollziehen, wo Du eventuell welche Beweise platzieren kannst. Wie tropft das Blut, wie schneidet ein bestimmtes Messer und so weiter und noch viel mehr. Damit kannst Du sehr realistische Szenarien entwerfen, um einen verdammt guten Krimi zu schreiben.

Die Forensik – Der Nervfaktor

Doch nicht nur Du hast Zugriff auf diese Literatur, sondern auch Deine LeserInnen. Das bedeutet, dass Du genauer arbeiten musst, als noch vor einigen Jahren. Denn jeder Fehler wird eher gefunden und kann durchaus zu negativen Rezis führen.

Doch wenn Du es richtig machst, dann werden es die meisten auch honorieren.

Der Ablaufplan

Du solltest also nicht nur die Charaktere kennen und die wissenschaftliche Grundlage. Sondern natürlich auch, wie sie sich das erste Mal getroffen haben, wie es zum Gedanken kam, dass das Opfer ermordet werden soll und natürlich auch, wie es zum Mord kommt. Hier darfst Du jedes Detail notieren und entsprechend aufschreiben.

Wenn Du willst, kannst Du sogar minutiös arbeiten. Hauptsache Du weißt am Ende, was wann und wie passiert ist. So kannst Du den dritten Baustein für Deinen Krimi auftreten lassen.

Wer ermittelt?

Der klassische Ermittler oder die klassische Ermittlerin ist immer noch jemand von der Polizei. Das können Streifenbeamte sein (eher seltener) oder auch die Kripo bzw. die amerikanischen Detectives (wenn Du Deinen Krimi in einem anderen Land spielen lässt, dann kommt hier natürlich der entsprechende Dienstgrad zum Tragen).

Natürlich können auch PrivatdetektivInnen ermitteln. Immerhin passen Sie in dieses Genre sehr gut rein.

Aber wenn wir es genau nehmen, alle können theoretisch ermitteln. ÄrztInnen, kriminalistisch begabte Menschen, Hausfrauen (und da gibt es auch eine Reihe).

Du solltest Dir natürlich überlegen, was will ich schreiben? Einen Einzeltitel oder eine Reihe? Und wer passt am besten in die Reihe oder wer zum Einzeltitel.

Schreibst Du einen Einzeltitel, dann können auch Leute ermitteln, die ansonsten nicht ein zweites Mal in einen Mord verwickelt werden. Bei einer Reihe wäre es durchaus logischer, wenn Du Leute ins Rennen schickst, wo es passt, dass sie permanent mit Leichen zu tun haben.

Statte DeinE ErmittlerIn mit entsprechenden Fertigkeiten aus, damit sie oder er den Mord wirklich auch lösen kann. Und wenn Du das alles geschafft hast, dann kann es auch schon losgehen.

Wer schreibt den Krimi?

Du brauchst nur drei Komponenten für einen Krimi:

  1. Einen Mörder oder eine Mörderin (es können auch mehr sein, aber ich würde es nicht übertreiben)
  2. Mindestens ein Opfer
  3. Mindestens eine Ermittlerin oder einen Ermittler

Wenn Du diese Elemente hast, kannst Du eine Komposition für Deinen Krimi erschaffen und schon fast loslegen. Du brauchst nur noch einen Plot (der sich durch diese Arbeit sicherlich leichter schreiben lässt) und dann kann munter gemordet und ermittelt werden.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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