[Tarotmittwoch] XV – Der Teufel

Hauptbedeutung:

  • Angst
  • Versuchung
  • Eifersucht
  • Misstrauen

Allgemein steht die Karte für:

  • Du fühlst Dich gefangen
  • den Trieben folgen
  • sich abhängig fühlen

Einige Beispielbilder zu der Karte:

Beschreibung zur Karte:

Wenn Du Dir die Beispielkarten (oben, die verlinkten Bilder) anschaust, dann siehst Du einen traditionellen Teufel, mit gehörnten Haupt, spitzen Schwanz und Hufen anstelle von Füßen. Zumeist stehen, sitzen oder hocken zu seinen Füßen eine Frau und ein Mann. Sie sind meist in irgendeiner Art angekettet.

Die Haltung des Teufels zeigt klar, dass er die Hohepriesterin parodiert. Aber in der Haltung erkennst Du auch den Magier wieder.

Der Teufel selbst kann viele Gestalten annehmen (was Du auf den verschiedenen Karten siehst). Von unglaublich wunderschön, bis unglaublich abstoßend und schrecklich ist alles dabei.

So wie der Teufel reagiert, reagieren auch seine Sklaven. Damit ist gemeint, dass seine Haltung auf sie abfärbt. Lächelt der Teufel, tun es seine Sklaven ihm nach. Runzelt er die Stirn, so runzeln auch sie die Stirn.

Er verhöhnt die Hohepriesterin, indem er ihre Machtsymbole (die erhobene Hand) parodiert und ins lächerliche zieht. Während sie an die Menschen denkt, denkt er nur an sich.

Bei seinen Sklaven ist es nicht klar, ob sie freiwillig bei ihm bleiben, aus Furcht, seine Schoßhündchen sind oder etwas ganz anderes. Doch erinnern sie durchaus an die Säule der Hohepriesterin, auch wenn sie eher klein und unbedeutend aussehen.

Bedeutung der Karte:

Der Teufel ist ein Individualist, doch das macht ihn nicht Böse. Dann wäre auch der Magier in den Reihen des Böses zu finden. Denn auch dieser sucht seinen individuellen Weg. Doch der Teufel ist die andere Seite des Lebens, in dem wir uns normalerweise aufhalten. Der Teufel will seinen Willen dem Universum aufzwingen. Nur sein Wille ist der richtige.

Somit zeigt der Teufel nicht einen individuellen Weg, den der Mensch gehen könnte. Er zielt darauf ab, die göttliche Ordnung, die Harmonie zu stören und zu zerstören. Während die Alten uns lehren, dass es eine göttliche Ordnung gibt und alles in Harmonie fließt, interessiert es den Teufel überhaupt nicht. Er will alles durcheinander bringen, stören und zerstören. Er will alles an sich reißen und dafür Sorgen, dass die Welt so läuft, wie er es sich vorstellt.

An dieser Stelle musst Du eine Entscheidung treffen. Gehst Du Deinen spirituellen Pfad weiter und entwickelst Dich damit weiter? Oder folgst Du dem Weg des „Teufels“ und brichst hier alles ab, was Du bisher gelernt hast. Du kannst durchaus die Fähigkeiten des Teufels für Dich nutzen. Doch wie weit und zu welchem Preis? Das ist hier die Frage.

Du musstest mit der Mäßigkeit noch auf die Erfüllung Deiner Wünsche warten. Nun bietet sich Dir hier an, dass sie alle erfüllt werden. Doch bist Du wirklich bereit diesen Preis zu bezahlen? Bleibe kurz stehen, überlege und entscheide dann für Dich und für Deine eigene Zukunft. Denn das ist eine durchaus sehr wichtige Entscheidung, wenn nicht sogar die wichtigste, die Du in Deinem Leben treffen wirst.

Es gibt kein leichten Weg. Das kann Dir niemand anbieten. Ab und an und sehr oft musst Du hart arbeiten um das zu erreichen, was Du Dir wünscht. Und die Figuren zu den Hufen des Teufels, seine Sklaven zeigen Dir, wie Du die Dienste des Teufels sicherlich bezahlst: mit der eigenen Freiheit.

Bedeutung:

Positiv:

  • Hass
  • Gewalt
  • Zerstörung
  • Aufruhr
  • ein Todesfall
  • ein Unglück
  • freiwillig angelegte Fesseln
  • Du überlässt freiwillig jemand anderen Deine eigene Freiheit

Negativ:

  • Kleinlichkeit
  • Schwäche
  • Blindheit
  • Eifersucht
  • Krankheit
  • ein schlechtes Schicksal
  • eine falsche Entscheidung
  • Dein Unglück nützt anderen

Zehn Fragen zum Charakter:

  1. Lebt Deine Figur ihren Hass aus, oder kann sie diese unterdrücken bzw. kompensieren?
  2. Wie geht Deine Figur mit Gewalt um? (zum Beispiel wenn sie/er angegriffen wird, mit Mobbing und ähnlichem)
  3. Zu welcher Beerdigung war Deine Figur das letzte Mal?
  4. Entscheidet Deine Figur selbst über das eigene Leben oder ist sie/er von den Entscheidung einer anderen Person abhängig? Darf sie/er über alles entscheiden?
  5. Wie geht Deine Figur damit um, wenn jemand Fremdes etwas von ihr/ihm zerstört, was der Figur wichtig ist?
  6. Ist Deine Figur kleinlich oder sieht sie/er über gewisse Dinge hinweg?
  7. Wie Eifersüchtig ist Deine Figur (gerne auch auf einer Skala aufzeigen)?
  8. Wie trifft Deine Figur ihre Entscheidungen und vor allem, wie die Falschen? (Bauchgefühl, Listen, Rat von Freunden einholen).
  9. Nutzt Deine Figur das Unglück anderer aus oder geht sie/er doch nicht so weit?
  10. Was für eine Krankheit hat Deine Figur? Oder ist sie/er einE HypochonderIn?

Zehn Schreibinspirationen:

Schreibe eine Szene mit folgendem Inhalt:

  1. Deine Figur hat einen richtigen Hass auf jemanden. Beschreibe dieses Gefühl dieser Figur und wie sie/er damit umgeht.
  2. Eine Einzelperson und eine Gruppe (also zwei verschiedene Szenen) greifen Deine Figur an. Was macht sie während des Angriffes und wie geht es ihr danach? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Angriff einer Einzelperson und der Gruppe?
  3. Deine Figur hat die Möglichkeit aufzusteigen im Beruf. Dafür muss sie/er sich aber für eine gewisse Zeit dem Chef oder der Chefin verpflichten. Wie könnte diese Verpflichtung für Deine Figur aussehen? Und wie geht sie damit um? Gibt sie freiwillig die eigene Freiheit für Macht und Geld auf?
  4. Deine Figur bekommt eine Einladung zu einer Beerdigung. Wer ist verstorben, welche Erinnerungen verbindet Deine Figur mit der/dem Verstorbenen und geht sie/er zur Beerdigung?
  5. Das Lebenswerk Deiner Figur wurde vernichtet (was war es?). Was nun?
  6. Deine Figur wird krank – stirbt sie den typischen HeldInnentot oder ignoriert sie/er die Krankheit?
  7. Sie/er muss eine wichtige Entscheidung treffen – beschreibe den Prozess bis dahin.
  8. Deiner Figur passiert ein Unglück. Wie reagiert die Umgebung darauf? Und jemand aus der Umgebung passiert ein Unglück. Was macht Deine Figur nun?
  9. Deine Figur ist in einer Beziehung und glaubt, dass sie/er fremd geht – beschreibe wie es nun weiter geht (berücksichtige hierbei Deinen eigenen Index auf der Eifersuchtsskala).
  10. Deine Figur trifft auf die anderen aus dem Tarot … beschreibe dies jeweils in einer Szene.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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