[Tarotmittwoch] XVI – Der Turm

Hauptbedeutung:

  • Umbruch
  • es kommt zu stürmischen Veränderungen
  • Auseinandersetzung
  • Unruhe

Allgemein steht die Karte für:

  • die alten Strukturen brechen zusammen
  • Befreiung
  • neue Herausfoderungen

Einige Beispielbilder zu der Karte:

Beschreibung zur Karte:

Obwohl die Bedeutung der Karte nicht unbedingt positiv ist, handelt es sich bei dieser Karte um einer meiner absoluten Lieblinge. Und das nicht nur, weil eine der von mir persönlich verehrtesten Göttinnen für sie steht (bzw. ich sie zu dieser Karte zuordne):

Kali Ma!

Die meisten Karten zeigen einen hohen Turm, der von einem Blitzschlag getroffen ist. Alternativ kann der Turm auch ein hoher Baum sein. Jedoch ragt es in die Höhe und aus einem bewölkten Himmerl kommt der Blitzschlag, welche den Turm oder Baum schwer beschädigt.

Je nach Karte können aus dem Turm zwei Personen fallen, meistens eine Frau und ein Mann. Es gibt aber auch Karten, wo der Turm alleine steht. Das ist nicht einheitlich.

Der Turm erinnert an den Turm von Babel aus der Bibel. Die Menschen wollten einen so hohen Turm bauen, damit sie Gott erreichen konnten. Dieser bestrafte die Eitelkeit der Menschen, indem er den Turm vernichtete und die Menschen in verschiedenen Zungen sprach (so entstanden, laut der Geschichte, die verschiedenen Sprachen, in der wir heute sprechen, damit wir uns nie wieder zusammentun können, um einen neuen Turm zu bauen).

Somit ist er ein Sinnbild für die Eitelkeit der Menschen.

Bedeutung der Karte:

Die erwähnte Geschichte um den Turmbau von Babel ist ein Sinnbild für diese Karte. An sich war der Turmbau nicht schlecht. Menschen verschiedenster Heimatorte haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Alle waren eine Einheit. Sie sprachen eine Sprache und arbeiteten an einem Projekt. Was kann es besseres geben?

Doch sie nutzten diese Möglichkeit nicht, um das Göttliche in sich selbst zu suchen, sondern im Äußeren, in diesem Fall im Himmel. Und das war ihr Fehler. Dadurch wurden sie bestraft und die Einheit aufgelöst.

Aber ich erwähnte bereits, dass ich hier auch Kali (wie im Motherpeace Tarot) sehe. Und auch wenn man sich nicht mit der Geschichte um diese indische Göttin auskennt, so weiß man doch, dass sie eine Vernichterin, eine Verschlingerin ist. Sie tötet ihren Gatten, um auf seiner Leiche zu tanzen, nur um ihn dann wieder zum Leben zu erwecken. Sie ist nicht nur eine Göttin des Todes, sondern auch eine Göttin der Wiedergeburt. Ohne Tod, gibt es nun einmal kein Leben.

Daher sehe ich in dieser Karte auch die Vernichtung des Gewohnten, des Alltages, der eigenen Eitelkeit. Die alte, gewohnte Welt wird vernichtet, so dass etwas neues entstehen kann.

Die Karte der Turm kommt direkt nach dem Teufel. Während wir beim Teufel noch mit der eigenen Sklaverei zu kämpfen hatten, kommen wir nun zu der (vernichteten) Eitelkeit. Wir glauben, dass wir die Möglichkeit haben, dass göttliche im Außen zu suchen und alles zu beherrschen, was uns in die Quere kommt. Doch wenn wir einen Schritt zurückgehen, werden wir sehen, dass das nicht möglich ist.

Die Karte kannst Du auch als Warnung sehen. Du wirst viele materielle Dinge verlieren, wie Macht, Geld, Einfluss und ähnliches. Weil Du halt mit Mächten spielst, die Du nicht begreifst, dann musst Du über kurz oder lang den Kürzeren ziehen.

Wenn Du, bei Deiner spirituellen Reise, bis hierhin bekommen bist, dann suche nicht die Macht im Außen. Es ist durchaus verlockend. Das stimmt. Aber das ist nicht die wahre Macht. Vergleiche Dich nicht mit anderen, zeige nicht unnötig Deine Macht, sondern sei Dir bewusst, wer Du wirklich bist und wozu Du in der Lage sein kannst. Das ist wahre Macht. Macht ohne diese (angeberisch) zu zeigen. Denn das kann Dir eben auch das Genick brechen.

Folge Deinem größeren Ziel, lasse alles andere hinter Dir und werde zu der Person, die Du sein willst und vor allem sein kannst.

Bedeutung:

Positiv:

  • eine Störung
  • ein Unglück
  • Not
  • unvorhergesehener Ruin
  • das Ende
  • persönlicher oder auch finanzieller Verlust (z. B. die Zerstörung deines Heims oder auch die Deines Geschäftes)
  • das zerbrechen einer Ehe bzw. einer Beziehung
  • Betrug
  • negative Veränderungen

Negativ:

  • sie kündigt ebenfalls von Katastrophen und Verlusten – jedoch sind sie nicht so schwerwiegend, wie die „positive“ Karte, sie stören das Leben, aber sie bedeuten nicht das Ende von allem
  • ein plötzlicher und unerwarteter Wandel
  • Unterdrückung
  • Tyrannei
  • Täuschung
  • Unglück

Zehn Fragen zum Charakter:

  1. Wie geht Deine Figur mit der plötzlichen Beendigung einer Beziehung um?
  2. Was passiert, wenn Deine Figur betrogen wurde oder ihr Betrug aufgedeckt wird? Wie geht sie/er damit um?
  3. Dein Charakter steht vor dem finanziellen Ruin – was für Schritte würde sie/er nun einleiten um das zu verhindern? Oder würde sie es gar nicht verhindern können/wollen?
  4. Welche Veränderungen würde Dein Charakter als negativ ansehen?
  5. Deine Figur verliert gerade das Haus, das Auto, das Geschäft oder die Arbeit, die Freundin/ der Freund oder auch die Ehepartnerin / der Ehepartner – was wäre für Deine Figur am Ende wirklich wichtig?
  6. Deine Figur muss sich einer Tyrannei erwehren (das kann von richtiger Tyrannei eines Regierungssystems sein, oder auch einfach „nur“ Büromobbing) – was geschieht mit Deiner Figur?
  7. Deine Figur erlebt ein Unglück, was ist der Inhalt davon?
  8. Deine Figur unterdrückt jemanden – wer ist es und warum geschieht dies?
  9. Sie/er entdeckt, dass sie/er getäuscht wurde – in was und wie fühlt sie/er sich dabei?
  10. Dein Charakter entdeckt, dass ihr/sein Weg falsch war – wie geschieht dies und was kommt danach?

Zehn Schreibinspirationen:

Schreibe eine Szene mit folgendem Inhalt:

  1. Die Freundin oder der Freund macht mit Deiner Figur Schluss – beschreibe die Szene und vor allem das Innenleben Deiner Figur.
  2. Dein Charakter muss zur Bank, um dort die Hosen wegen einem Kredit auszuziehen. Beschreibe, wie es da vor sich geht – vor allem mit Deiner Figur (diese Szene muss nicht inhaltlich korrekt sein, wenn Du vom Bankenleben keine Ahnung hast, es geht um das Beschreiben und um Deine Figur).
  3. Deine Figur sieht sich einer Veränderung gegenüber, die ihm nicht gefällt – beschreibe was das für eine Veränderung ist und wie sie/er damit umgeht.
  4. Deine Figur lebt gerade noch das perfekte Leben und in der nächsten Sekunde ist alles zerstört worden. Wie sah das perfekte Leben aus und was ist geschehen, damit alles zugrunde gegangen ist (kleine Inspiration: es muss nicht immer ein Unglück von außen sein, Deine Figur kann hier durch eine unbewusste Tat nachgeholfen haben).
  5. Deine Figur wird übelst betrogen und verliert dadurch eine Menge – wie sieht der Betrug aus und wie manövriert sich Deine Figur da heraus?
  6. Deine Figur wird die ganze Zeit gemobbt und nun beschließt sie/er sich zu wehren. Wie geht sie/er dabei vor?
  7. Beschreibe die Szene, wie Deine Figur jemand anderen unterdrückt.
  8. Beschreibe, wie Deine Figur erkennt, dass sie/er die ganze Zeit auf dem Holzwerg war/ist und wie die Kurskorrektur vorgenommen wird.
  9. Deine Figur wird gemobbt und sie/er will sehr kreativ Rache nehmen – schreibe hier eine lustige und rührende Szene.
  10. Dein Turmcharakter trifft auf die vorherigen Charakter aus dem Tarot – beschreibe eine Szene zu jeder Figur.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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