[Samstagsgedanken] Warum häkeln mit das Schreiben rettet

Hei, hallo und herzlich willkommen,

ich hatte auf meiner Facebook Seite gefragt, was das unten stehende Video mit schreiben zu tun hat. Und heute gibt es die Antwort darauf.

Was dieses Video mit dem Schreiben zu tun hat bzw. zu tun haben kann, da kannst Du gerne die kommende Woche…

Posted by Schreibkasten on Samstag, 8. August 2015

Was soll das jetzt werden?

Anfang des Monats hatte ich meinen ersten Roman fertig geschrieben (mit 60.000 Wörtern in fünf Wochen). Und dann, an einem Dienstag war ich fertig. Ich habe über eine Stunde gepennt und danach konnte ich mich nicht aufraffen, mich an den PC setzen, um noch weiter zu schreiben.

Ich hatte mich völlig aufgerieben.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, wie man bzw. ich mit dieser Sache umgehen kann. Entweder ich mache eine Pause und verliere am Ende das Schreiben aus den Augen (und ja, genau das kann mir leider manchmal passieren). Oder ich schreibe langsam weiter und konzentriere mich auch auf etwas anderes.

Häkeln zum Beispiel.

Letztes Jahr hatte ich einige Topflappen gehäkelt (als Weihnachtsgeschenk) und daher hier noch eine Menge Wolle herumliegen. Daher habe ich einfach begonnen wieder zu häkeln. Und am letzten Freitag kaufte ich mir eine Zeitschrift mit einer Tunesischen Häkelnadel (siehe das Video oben) und seit letzter Woche kann ich sogar die Maschen häkeln.

Und seitdem fühle ich mich um einiges aktiver, wenn es um mein Schreiben geht. Mir persönlich hat das Häkeln sehr geholfen.

Soll ich jetzt etwa häkeln?

Nein!, musst Du nicht. Außer natürlich Du hast Interesse daran.

Ich will Dir nur empfehlen, dass Du Dir eine Abwechslung zum schreiben suchst. Also das, was manche ein Hobby nennen. Denn ich habe gemerkt, sich nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren, kann unglaublich anstrengend sein. Und ob das so eine gute Idee ist, ich habe die Erfahrung gemacht, dass es dem nicht so ist.

Ein Hobby (so sehe ich das Häkeln) ist eine sehr gute Sache, damit Du weiter im Schreiben kommst. Denn Dein ganzes Denken konzentriert sich nicht nur auf das Schreiben. Ich muss so und so viele Wörter heute schreiben. Wie mache ich das mit dem Plot? Wie das mit den Charakteren, wie das mit der Spannung oder den Dialogen? Wenn Du etwas anderes machst, fällt das erst einmal komplett über Bord.

Erst einmal …

Denn ich habe gemerkt, wenn ich mich auf eine immer wiederholende Tätigkeit konzentriere (und häkeln gehört dazu), dann ist mein Geist um einiges ruhiger und kann sich dann um andere Dinge Gedanken machen. Dabei finde ich Lösungen, an die ich zuvor gar nicht gedacht habe. Das betrifft allgemeine Fragen genauso, wie die mit meiner Geschichte. Und am Ende habe ich dann wieder genügend Energie, um neu zu starten und zu schreiben.

Daher kam es, dass ich Dienstagabend meinen Laptop zum rauchen gebracht habe und einfach mal so 3.000 Wörter schrieb.

Ich will aber nicht Geld für etwas ausgeben, was mir am Ende gar keinen Spaß macht

Natürlich steht die Frage im Raum, wenn Du Dich dafür entscheidest ein handwerkliches Hobby zu machen, welches Du nimmst. Wenn Du stricken oder häkeln willst, benötigst Du mindestens zwei Nadeln (stricken) oder eine Häkelnadel. Und mindestens ein Wollknäuel. Aber das alles kannst Du bereits unter zehn Euro bekommen (Du musst ja nicht gleich die Deluxevarianten kaufen).

Und mit Hilfe von diversen YouTube Videos lernst Du auch, wie Du mit diesen Dingern überhaupt klar kommen kannst. Denn mit dem oben aufgeführten Video habe ich gelernt mit der Tunesischen Häkelnadel umzugehen. Es ist einfacher als gedacht.

Aber auch andere Handarbeiten sind durchaus für wenig Geld zu bekommen und Du kannst es daher leicht testen. Aber schau Dich auch im Internet um, was es da alles gibt. Und dann überlege Dir, was Dir am besten gefallen könnte.

Ich denke nämlich schon, dass Du irgendwo weißt, was Dich fasziniert. Daher wirst Du wahrscheinlich gar nicht so lange suchen müssen. Es geht hier also darum, dass Du einfach mal anfängst und probierst. Wenn Du schon immer mal malen wolltest, dann leg einfach mal los. Ein Blatt Papier und ein Bleistift hast Du aller Wahrscheinlichkeit zu Hause. Jetzt geht es nur noch um den Mut diese Dinge zu nehmen und zu zeichnen. Mehr nicht.

Mut? Übertreibst Du nicht ein wenig?

Es gibt ja solchen Mut und solchen. Der eine Mut ist von hohen Häusern zu springen oder jemanden die Meinung zu geigen. Aber es gibt auch den Mut kreativ zu werden. Und viele Leute erlauben sich nicht kreativ zu werden.

Wer anfängt zu schreiben, braucht schon Mut. Denn es könnte ja sein, dass man was zu sagen hat. Aber wenn Du diesen Schritt schon getan hast, dann bist Du ja schon im Fluss (zumindest wünsche ich Dir das). Wenn Du aber was Neues wagst, dann musst Du wieder neu anfangen. Wieder den ersten Schritt gehen und schauen, dass Du etwas neues lernen sollst.

Bei mir ist es das Zeichnen. Mich da wirklich hinsetzen und ein Bild zu zeichnen oder zu malen, das fällt mir total schwer. Es könnte ja schlecht werden. Das liegt wohl an unserem krankhaften Perfektionismus. Oder eben an der Angst, den ersten Schritt zu gehen, nenne es, wie Du es willst.

Na gut, ich will anfangen

Dann leg los. So einfach ist das. Besorge Dir das Material, entweder über eBay oder Onlineshops und schau Dir auf YouTube an, wie es die anderen machen. Und dann leg einfach los. Denk nicht zu viel darüber nach, sondern hab auch einfach Deinen Spaß daran. Das ist letztendlich das Wichtigste.

Denn es geht hierbei nicht darum, die Beste auf diesem Gebiet zu sein. Es geht hierbei darum, sich ein wenig vom Schreiben abzulenken. Die Handarbeit soll zur geistigen Erholung dienen.

Schau morgen vorbei

Ich werde morgen um diesen Beitrag noch die Wochenübung gestalten. Daher gibt es heute keine guten Ratschläge wie Du anfangen kannst (bis auf die, die ich Dir schon gegeben habe). Also schau vorbei. Ich freue mich auf Dich 🙂

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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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