[Ein Jahr, ein Roman] Plot – Schreibe eine Szene …

… oder Kurzgeschichte über die Zeit nach der Geschichte.

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das ist der letzte Beitrag zum Thema Plot (so schnell vergeht die Zeit) und es geht mal wieder etwas praktischer zu. Denn jetzt darfst Du wieder schreiben.

Letzte Woche haben wir uns ja über die Gedanken, die wir zu der Charakterentwicklung machen können, gemacht. Heute geht es darum, diese Gedanken am Ende zu schriftlich darstellen. Es geht also in erster Linie um eine Schreibübung, damit Deine Finger wieder etwas zu tun bekommen.

Beispiele

Vielleicht kennst Du die eine oder andere Geschichte aus dem vorletzten Jahrhundert, wo noch stundenlang darüber geschrieben wurde, was aus den einzelnen Figuren wurde (wenn sie nicht gerade in der Geschichte verstorben wurde). In der letzten Folge der Serie „Babylon 5“ erfahren wir ebenfalls, was alles mit den Figuren passiert. Und doch bleibt dabei vieles offen.

Warum sich darüber Gedanken machen?

Wenn Du ein offenes Ende schreiben möchtest (die Betonung liegt durchaus auf Wenn), dann ist es gut zu wissen, wie das Ende überhaupt aussieht. Wo leben also Deine Figuren, wie geht es ihnen nach der Geschichte, arbeiten sie immer noch da, wo sie zuvor gearbeitet haben und all diese Fragen, die sich viele LeserInnen stellen (wie ich zum Beispiel).

Schreibst Du eine Serie, ist es durchaus gut zu wissen, wie Deine Figuren weiter machen. Dann kannst Du die Brücke zwischen dem fertig geschriebenen Band und dem nächsten leichter schließen. Deine Figuren stolpern nicht hin und her, als ob sie nicht wüssten, was sie die letzten Wochen und Monate getan haben.

Doch ist es ein Einzeltitel oder tauchen Deine ehemaligen Hauptfiguren nur noch als Randfiguren auf, dann kannst Du schauen, was aus Ihnen wird. Wenn Du ihnen noch einmal eine Rolle gibst, weißt Du, was sie zwischenzeitlich gemacht haben. In einem Einzeltitel lohnt es sich zu schauen, wie es weiter geht. Entweder für einen Prolog oder für mystische Hinweise.

Du bist dran!

Mache Dir Notizen darüber, was aus Deinen Figuren wird, wenn die letzte Seite geschrieben wurde. Hält die Ehe wirklich ein ganzes Leben lang? (Liebesroman) Wird der Täter wirklich verurteilt? (Krimi) Und wie lange hält das Bündnis zwischen den Völkern? (Fantasy bzw. Scifi).

Schreibe alles auf, was Dir dazu einfällt, gerne auch als Stichwörter. Und dann schreib sie in einer Szene oder einer Kurzgeschichte nieder.

Zum einen trainiert es Deine Schreibfertigkeit. Das allein ist schon einmal nicht schlecht. Denn je mehr Du schreibst, desto besser wirst Du.

Heute kannst Du den bestmöglichen Roman Deines Lebens schreiben. Morgen wird er noch besser.

Zum anderen kannst Du, wenn Du etwas Schriftliches hast, sehen, ob die Richtung, in die Dein Roman gerade geht, auch wirklich zu Deinen Vorstellungen passt. Wenn es zu sehr abweicht, solltest Du schauen, warum dem so ist. Warum passt Deine Vorstellung von Deinem Romanende nicht mit dem überein, was Deine Figuren danach machen.

Sehr häufig kann das passieren, wenn wir nicht den Figuren zuhören. Wolltest Du hier nur Deine Vorstellung von Deiner Geschichte umsetzen? Oder hast Du den Figuren ihren freien Willen gelassen. Mit Letzteren klappt es nämlich besser.

Gut, die Figuren haben natürlich keinen klassischen freien Willen. Denn sie existieren ja nicht. Aber sie reagieren so, wie Du sie erschaffen hast. Und daran kannst Du dann nicht mehr rütteln.

Versuche es also gar nicht. Wenn Deine Figuren nicht so handeln wollen, wie Du es gerne hättest, akzeptiere es und lass sie machen, wie sie es für richtig halten. Anders wird es nur eine romantechnische Katastrophe.

Setz Dich also hin, mache Dir Notizen, schreibe die Szene oder die Kurzgeschichte und schau mal nach, was am Ende dabei herauskommt. Und vor allem, was Du für Deinen Roman dann wieder übernehmen kannst. Das kann durchaus interessant werden.

Zusammenfassung

In erster Linie geht es hier wieder um die Übung zum Schreiben und um Deine Geschichte. Wie geht sie zu Ende, wie benehmen sich Deine Figuren und passt alles harmonisch zueinander?

Wenn ja, ist alles im grünen Bereich. Fehlt da was oder ist etwas nicht harmonisch, dann solltest Du Dir Zeit nehmen, um zu schauen, was da hakt. Und dann kannst Du schauen, ob Dein ganzer Plot funktioniert. Denn bald geht es ja ans Schreiben.

In dem Sinne … Packen wir es an 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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