[Ein Jahr, ein Roman] Setting – Fülle den Kleiderschrank auf

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nicht nur die Umgebung Deiner Figur sagt etwas über sie aus, oder wie sie sich bewegt, sondern auch, wie sie sich kleidet.

Ausgangssituation

Eine Figur bewegt sich auf eine besondere Art und Weise und lebt in einer bestimmten Umgebung. Über erstes haben wir uns bei den Charakteren Gedanken gemacht und zum letztem in den letzten Beiträgen.

Und das sagt schon eine Menge aus. Aber auch, wie sich Dein Charakter kleidet. Nehmen wir mal an, Du schreibst über den Direktor einer Bank. Welche Kleidung springt Dir da sofort in Deine Gedanken? Sicherlich jemand in einem adretten Anzug, Krawatte, schicke Schuhe und eine Aktentasche.

Was wäre aber das für ein Stilbruch, wenn er anstatt von schicken Schuhen auf einmal Badelatschen trägt? Ein Gehöriger. Und was würde dieser Stilbruch über Deine Figur aussagen? Hat er lediglich die richtigen Schuhe vergessen? Oder gehört er zu einer alternativen Gruppe? Will er seine Kündigung provozieren?

Oder was wäre, wenn Du eine „Ökolady“, so richtig mit entsprechender Kleidung und Rastalocken auf einmal in High Heels stecken würdest? Auch das wäre ein Stilbruch. Und ist erlaubt, solange Du es erklären kannst.

Du bist was Du trägst.
Von mir unbekannt

Der Kleiderschrank – ein gedanklicher Blick

Egal, mit was für einer Figur Du arbeitest, sie trägt irgendwelche Kleidung (außer Du schreibst über eine Nudistin bzw. einen Nudisten, das ist eine Ausnahme). Daher ist es gut, wenn Du Dir darüber Gedanken machst.

Öffne jetzt erst einmal in Gedanken den Kleiderschrank Deiner Figur. Wühle ruhig ein wenig zwischen den Kleidern herum. Was siehst Du dort? Hat Deine Figur mehr Anzüge oder mehr Freizeitkleidung? Oder eher kurze Röcke als Hosen? Oder was immer Du dort auch siehst.

Und stimmt das, was Du im Kleiderschrank siehst, mit dem überein, was Du über Deinen Charakter weißt?

Wenn Du der Meinung bist, dass Du mit einem typischen Anzügträger arbeitst, aber im Kleiderschrank sind nur drei Anzüge zu finden, was sagt das über Deine Figur aus? Oder greifen wir mal in die Klischeeschublade. Du hast es mit einem Mann zu tun, der auf einmal High Heels zu Hause im Schrank hat. Was sagt das über diesen Charakter aus?

Notfalls musst Du die Daten über Deine Figur anpassen, wenn Du auf einmal feststellst, dass sie sich doch anders benimmt, als Du es ursprünglich erwartet hast.

Meine Empfehlung ist, schreibe auf alle Fälle alles auf, was Du im Schrank siehst. Das kann Dir noch weiterhelfen.

Jetzt bist Du dran

Wenn Du eine grobe Idee hast, oder eine konkrete, wie die Kleiderschränke aussehen, darfst Du so richtig aktiv werden. Wenn Du eine Figur aus der gegenwärtigen Welt hast, dann ist es einfach, ihren Kleiderschrank zu füllen. Ich sage nur ein Stichwort: Kataloge.

Sicherlich hast Du einen Katalog der großen Versandkaufhausketten zu Hause. Schneide Kleidungsstücke aus, die Deiner Meinung nach zu Deinem Charakter am besten passen. Du musst sie in Deiner Geschichte nicht detailliert beschreiben. Aber so bekommst Du ein Gefühl, welche Kleidungsstücke Deine Charaktere am liebsten tragen. Und dadurch auch, was für eine Persönlichkeit sie sind.

Eine Frau, die weite Pullover und breite Hosen trägt, ist ein ganz anderer Charakter, als wenn sie enge Röcke und figurbetonte Oberteile trägt.

Arbeitest Du mit historischen Figuren oder in einer Fantasyumgebung, dann schau nach entsprechenden Vorbildern dieser Zeiten. Es gibt unzählige Seiten oder Bücher, die sich, zum Beispiel, auf das Mittelalter konzentrieren. Es gibt teilweise auch Bücher, die den Leserinnen und Lesern erklären, wie man die Kleidung originalgetreu selbst herstellt. Und natürlich auch für die Jahrhunderte später.

Hier ist aber ein wenig Arbeit notwendig. Denn nicht alle Kleider wurden zu jeder Gelegenheit getragen. Es gab durchaus Kleider, die nur für besondere Feierlichkeiten getragen wurden. Oder, wenn man zur Kirche ging. Oder und so weiter und noch viele weitere Besonderheiten.

Arbeitest Du mit Science-Fiction Charakteren, kannst Du Dich von der Kunst im Internet oder in Filmen inspirieren lassen. Was tragen die Figuren dort? Ist es denkbar, dass auch Deine Figuren das tragen? Oder eher nicht? Trage auch hier einen möglichen Kleiderschrank zusammen.

Kleine Inspiration

Vielleicht kennst Du ja die bebilderten Bücher aus der Star Wars Reihe (auf den Link bitte klicken – kein Affiliate Link – und dann auf Buchvorschau). Ich selber nutze die dort aufgeführte Idee auch für meine privaten Beschreibungen.

Das bedeutet ganz klar, ich drucke Bilder, Accessoires und was auch immer ich verwende, aus und klebe sie in einem entsprechenden Buch ein. Dann mache ich mir Notizen, was welche Bedeutung für mich und meine Geschichte hat.

Natürlich macht das Arbeit. Aber wenn ich sie am Anfang mache, dann erspare ich mir später bei der Überarbeitung diese Arbeit. Denn ich weiß durchaus, wann welche Person welches Kleid getragen hat. Vor allem, wenn eine Geschichte historisch korrekt sein darf, finde ich diese Idee für mich überzeugend. Vielleicht ist sie ja auch was für Dich.

Zusammenfassung

Wenn Du Deine Charaktere entsprechend auskleidest, weißt Du immer, wann sie welches Gewand tragen. Das erleichtert Dir durchaus Deine Arbeit. Wenn Du weißt, was Deine Figur trägt, weißt Du auch, wie sie sich bewegt. Und weißt Du das, erleichtert es Dir die Beschreibungen, die eine Szene bieten soll.

Es macht Spaß im Internet nach Bildern zu suchen, zumindest mir. Aber übertreibe es nicht. Denn die Bilder schreiben nicht Deine Geschichte. Hab Spaß dabei, schreibe aber auch.

Viel Spaß wünsche ich Dir dabei.

 

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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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