[Samstagsgedanken] Wann solltest Du den nächsten Sequelteil veröffentlichen?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

manche fragen sich, wann sollte ich Teil 2 oder auch Teil 3 meiner Reihe veröffentlichen? Gibt es dafür Regeln? Es gibt eine ganz einfache Antwort, die wirst Du aber nicht mögen.

Es kommt nämlich darauf an …

Worauf kommt es an?

Im Grunde genommen kommt es darauf an, wie Du veröffentlichst, bzw. veröffentlichen lässt. Wenn Du Dich entschieden hast, dass Du über einen Verlag (sei es ein großer oder ein kleiner) veröffentlichen willst, dann musst Du ganz anders denken, als wenn Du als SelfPublischerin auftrittst.

Aber eins nach dem anderen.

Veröffentlichungen über den Verlag

Ich gebe es vorneweg zu, mit den ganzen Details einer Verlagsveröffentlichung kenne ich mich (noch) nicht aus. Das ist ein Fakt. Aber wenn man sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, bekommt man doch einiges mit.

Verlage haben einen Veröffentlichungsplan, der mindestens ein Jahr im Voraus geplant ist. Daher kann es durchaus sein, wenn Du heute einen Vertrag bekommst, dass Dein Roman erst in einem Jahr oder sogar noch später veröffentlicht wird.

Es kann somit schwierig werden, wenn Du einen Zweiten, dritten oder den siebten Teil schneller fertig hast, diesen in die Veröffentlichungsphase Deines Verlages zu quetschen. Vielleicht werden sie es machen, wenn Deine Reihe besonders erfolgreich ist. Aber das kann schlichtweg schwer werden.

Meine Empfehlung ist hier ganz klar, wenn Du Dich entscheidest, mit einem Verlag zu arbeiten (egal ob es sich hierbei um einen großen Publikumsverlag handelt oder einen kleinen Indieverlag), dann rede mit denen und kläre vorab die Veröffentlichungsweise Deiner Reihe ab. Damit kennst Du die Bedingungen, für Dich gelten, Du weißt, wann Du Dein Manuskript abzugeben hast und es entstehen keine Frustrationen, weil es vielleicht nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast. Denn ihr beide habt ja abgeklärt, wie es laufen soll.

Kleiner Hinweis:
Wenn Du das Gefühl hast, die Sache nicht selbst klären zu können, ist das in Ordnung. Suche Dir notfalls die Hilfe von erfahrenen Anwältinnen oder Anwälten oder lasse Dich von einer Agentur vertreten. Diese Leute helfen Dir gerne, Deine Rechte zu vertreten.
Natürlich kosten sie Geld, aber letztendlich, ab und an ist das eine sehr gute Investition. Und Agenturen helfen Dir sogar, bei den großen Verlagen überhaupt reinzukommen. Es empfiehlt sich also, da ein wenig zu recherchieren.

Wie sieht es beim SelfPublishing aus?

Wer alles in Eigenregier übernimmt (also als SelfPublisherin oder SelfPublisher auftreten möchte), hat da mehr Freiheiten, muss aber auch mehr Aufmerksamkeit walten lassen.

Wenn Du also Deine Geschichten selbst veröffentlichen möchtest, musst Du für Dich entscheiden, in welchem Rhythmus dies geschieht. Natürlich kannst Du Dich entscheiden, einmal im Jahr Deinen nächsten Roman herauszubringen. Dagegen spricht nichts. Aber ich habe von vielen SelfPublisherinnen (ja, es waren nur Frauen) gehört, dass sie diese Veröffentlichungsweise nicht empfehlen.

Sie sprechen ganz klar davon, dass Du schon zwei bis drei Bücher pro Jahr auf dem Markt bringen solltest, mindestens. Und ja, Du hast sehr wohl richtig gelesen. Das bedeutet ganz klar, dass alle drei bis vier Monate ein Roman von Dir veröffentlicht werden sollte.

Auf dem ersten Blick hört sich das durchaus erschreckend an. Gerade dann, wenn Du Deinen eigenen Schreibprozess betrachtest und vielleicht feststellst, dass Du vielleicht ein halbes Jahr oder länger für ein Projekt brauchst.

Doch atme erst einmal ruhig durch. So schlimm ist es erst einmal nicht.

Vorbereitung ist alles

Wenn Du eine Serie planst und veröffentlichen möchtest, dann solltest Du Dir durchaus überlegen, nicht schon Teil 2 und sogar Teil 3 zu schreiben, bevor Du Band 1 veröffentlichst. Ja, ich hatte geschrieben, dass man nie wissen kann, ob sich eine Serie gut verkauft. Dem ist so. Nur haben wir hier ein anderes Problem. Wenn Du sechs Monate brauchst, um einen Roman zu schreiben und Veröffentlichungsreif zu bringen, dann kann es sein, dass Deine Leserinnen und Leser irgendwann von Dir bzw. Deiner Art zu veröffentlichen genervt sind und nichts mehr von Dir wissen wollen.

Im Grunde genommen müsstest Du Dich mit jeder Veröffentlichung jedes Mal neu um Deine Leserinnen und Leser bemühen. Und das kann weitaus anstrengender sein, als den Roman zu schreiben. Schlimmer wird es, wenn Du noch länger brauchst, um Deinen Roman zu schreiben und zu überarbeiten.

Da gibt es zwei Möglichkeiten, wie Du damit umgehen kannst:

  1. Du bereitest einige Romane vor.
    Das bedeutet also, dass Du zwei, drei oder auch vier Romane in der Schublade hast und sie jederzeit veröffentlichen kannst. Also solltest Du im Vorfeld schon einmal loslegen und planen und alles vorbereiten, damit Du jederzeit nur den Uploadbutton betätigen musst, um dann die nächste Geschichte Deinem Publikum zu präsentieren.
    Natürlich ist es notwendig, dass Du währenddessen immer wieder am nächsten Band schreibst. Ansonsten hast Du alle vorbereiteten Bänder geschrieben, aber nicht für Nachschub gesorgt. Dann wären alle weg und Du stehst vor dem Dilemma, als hättest Du niemals für einen Puffer gesorgt.
  2. Du arbeitest gröber.
    Gröber, nicht schlampiger, ein kleiner und doch gewaltiger Unterschied.
    Damit will ich sagen, dass Du jetzt nicht ganz tief in die Details Deiner Figurenschöpfung gehst. Oder der Plot zu einhundert Prozent ausgearbeitet ist. Damit schaffst Du Dir einige Arbeit vom Hals (was manchmal sogar einige Wochen sind) und kannst Dich mehr aufs Schreiben konzentrieren.
    Die Bedingung ist jedoch, dass Du mit dem Ergebnis auch leben kannst. Wenn nicht, dann empfehle ich Dir, bei Punkt 1 zu bleiben (das wäre nicht bei allen Romanen mein Fall).

Bevor Du also als SelfPublisherin oder SelfPublisher auftrittst, solltest Du Dir also überlegen, wie Du das mit der regelmäßigen Nachfrage nach Deinen Büchern befriedigst. Denn je eher Du die Antwort weißt, desto besser ist es für Dich. Denn hier ist es das Gleiche, wie mit dem Verlag. Wenn Du Dich entschieden hast und weißt, wie der Weg gehen soll, gehst Du mit der Sache ganz anders um.

Abschlussgedanken

Egal, für welchen Weg Du Dich letztendlich entscheidest, Du solltest Dir durchaus vorher Gedanken machen, wie Deine Veröffentlichung aussehen soll. Denn Deine Entscheidungen haben letztendlich eine Auswirkung darauf, wie Du auftreten und veröffentlichen willst.

Du weißt dann, was Du alles tun musst, um entsprechend Deine Reihe / Serie zu veröffentlichen. Und das wird Dir, über kurz oder lang, eine gewisse Ruhe geben. Denn Du kennst Dein Ziel und weißt, welche Schritte Du unternehmen musst, um es zu erreichen. Und letztendlich bist Du auch nicht von anderen abhängig, die das dann für Dich übernehmen, also das Treffen dieser Entscheidungen.

Viel Spaß wünsche ich Dir dabei.

Wie sieht es bei Dir aus? Weißt Du schon, wie Du veröffentlichen willst? Wie oft im Jahr ein Buch aus Deiner Reihe publiziert werden soll? Und ob Du mit einem Verlag, einer Agentur oder als SelfPublisherin bzw. SelfPublisher veröffentlichen willst? Ich freue mich von Dir zu lesen.
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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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