[Ein Jahr, ein Roman] Dein Aktionplan zum Schreiben

Hei, hallo und herzlich willkommen,

heute dreht sich alles um Planung und was Du so alles erreichen kannst, wenn Du dabei bleibst.

Vorgedanken

Dieses Zitat (ich habe nur den ersten Teil übernommen) hat Tina Folsom auf ihrer Internetseite veröffentlicht. 32 Bücher in sechs Jahren. Lass Dir bitte diese Anzahl auf der Zunge zergehen. Das ist eine Menge.

Jetzt wirst Du vermutlich einwenden, übertreib mal nicht. Sie lebt vom Schreiben und muss daher keinem Bort-und-Butter-Job nachgehen. Da schafft man einiges. Das stimmt. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass man nicht ein Teil von dem erreichen kann, was sie erreicht hat. Auch neben einer Arbeit.

Was willst Du erreichen?

Um selbst auch nur ein Bruchteil von dem zu erreichen, was Tina Folsom geschafft hat, brauchst Du natürlich Disziplin. Und um das zu erreichen, solltest Du Dir klar machen, was Du überhaupt so in einem Jahr schaffen möchtest. Reicht es Dir aus, dass Du nur ein Roman pro Jahr schreibst? Oder soll es schon mehr sein?

Allein dieser Gedanke ist schon wichtig. Nehmen wir an, dass Du nur einen Roman pro Jahr schreiben möchtest, weil Dir das reicht oder Du Dir sagst, ich schaffe momentan einfach nicht mehr. Dann benötigst Du einen Plan, der das unterstützt. Sagst Du Dir aber, ich will pro Jahr mindestens einen Roman von 500 Seiten schreiben, eine Novelle von 100 Seiten und noch sechs Kurzgeschichten mit jeweils 10.000 Zeichen, dann sieht die Sache schon anders aus.

Ich empfehle Dir ganz klar, eher einen groben Rahmen zu wählen. Denn es kann immer etwas dazwischen kommen. Aber wenn Du mehr als einen Roman pro Jahr schreiben willst, dann heißt es für Dich, planen und arbeiten.

Was kannst Du erreichen in einer Woche … ?

Mach einfach mal den Test. Am besten ist natürlich, wenn Du in der kommenden Woche arbeitest. Und gerne kannst Du heute schon damit anfangen. Setzte Dich immer dann hin, wenn Du Zeit hast und schreibe. Tue Dir bitte selbst den Gefallen und setz Dich nicht unter Druck. So im Sinne, jetzt muss ich unbedingt was schreiben, auch wenn ich eigentlich nicht kann und nicht will und sowieso keine Lust habe, oder Zeit.

Schreibe Dir jede Gesamtwortzahl eines Tages auf, bis die Woche vorbei ist. Was hast Du innerhalb einer Woche geschafft? Das ist Dein Ausgangswert. Ich würde Dir empfehlen zu versuchen, diesen Wert jede Woche mindestens zu erreichen, wenn nicht sogar zu überbieten.

Das ist auch der Grund, warum Du Dich nicht zwingen solltest zu schreiben, wenn Du keine Lust hast. Ansonsten hättest Du eine unrealistische Summe und es wäre frustrierend, wenn Du diese nicht mehr erreichen könntest, weil Du einmal einen sehr guten Lauf hattest.

Was kannst Du erreichen in … einem Monat … ?

Rechne die Wortzahl nun auf einem Monat hoch. Das ist der Wert, den Du erreichen solltest. Alternativ kannst Du auch die Wortzahl in Normseiten umwandeln, damit Du nicht nach Wörtern arbeitest, sondern nach Seitenzahlen. Dann weißt Du, wie viele Wörter Du pro Woche und pro Monat schreiben solltest, um Deinen Grundwert zu erhalten.

Was kannst Du erreichen in … einem Jahr?

Am Ende des Jahres solltest Du durchaus so viel geschrieben haben, dass Du Deine Wunschprojekte zum größten Teil erfüllt hast. Und je näher Du Deinem Ziel gekommen bist, desto toller ist es natürlich.

Zwei Seiten pro Tag

Wie viel Zeit am Tag verbrauchst Du für unsinnige Tätigkeiten? Ich meine wirklich unsinnige Tätigkeiten. Wie fernsehe gucken (natürlich Serien, die kein Mensch braucht), im Internet auf irgendwelchen Spieleseiten oder auf Facebook herum surfen und Ähnliches? Und wie viel Zeit frisst das alles?

Du sollst das nicht komplett einstellen. Da würde das Leben letztendlich auch kein Spaß mehr machen. Es geht dabei eher darum, dass Du es nur ein wenig einschränkst. Anstatt zwei Stunden Candy Crush zu spielen, reicht doch eine Stunde auch aus, oder? (Oder was auch immer Du im Internet tagtäglich machst.)

Und in der zweiten Stunde schreibst Du, sagen wir mal, zwei Seiten, also Normseiten. Oder von mir aus, auch die normalen Seiten Deines Schreibprogrammes. Das ist eine Menge. Bei 365 Tagen im Jahr (ich rechne das Schaltjahr jetzt nicht mit), macht das immerhin 730 Seiten. Das ist locker ein Roman und eine Novelle. Oder ein paar Kurzgeschichten. Und wenn Du noch eine dritte Seite schaffst, sind das 1.095 Seiten. Zwei Romane in der ersten Fassung. Wenn Du dann noch am Wochenende eine vierte oder fünfte Seite schaffst, ich rechne das jetzt nicht aus, dass Prinzip dürfte jetzt klar sein.

Definiere Deine Ziele

Es liegt an Dir und nur an Dir, welche Ziele Du in einem kompletten Jahr erreichen willst. Wenn Du sie erreichst, ist das wunderbar. Wenn nicht, mache Dir keinen zu großen Kopf. Ich finde es besser, wenn man sich einem Ziel annähert, als diesen nicht einmal im entferntesten zu erreichen.

Abschlussgedanken

Nehme Dir dieses Wochenende Zeit und überlege Dir, was Du erreichen willst. Bis zum Ende des Jahres oder auch das komplette nächste Jahr. Schreibe es auf und wenn Du willst, kannst Du sogar mit Dir einen Vertrag abschließen, damit Du es nächstes Jahr wirklich durchziehst. Überleg Dir auch eine Belohnung und eine Bestrafung, je nachdem ob Du Deine eigenen Ziele erreicht hast oder nicht.

Du solltest Dir nur eines merken, wenn Du eines Tages veröffentlichen willst, brauchst Du mindestens einen Roman. Dabei spielt es keine Rolle ob in einem Verlag oder im SelfPublishing. Ohne einen fertigen Roman geht es halt nicht. Setz Dich also hin und lebe Deinen Traum. Schreibe, jeden Tag, mindestens zwei Seiten.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß und viel Energie.
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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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