[Ein Jahr, ein Roman] Schreiben – Schreiben am Wochenende

Hei, hallo und herzlich willkommen,

unabhängig der Tatsache, was Du gerade beruflich tust, wenn Du noch einen sogenannten 9-to-5 Job hast, wirst Du aller Wahrscheinlichkeit unter der Woche lang arbeiten. Oder auch länger. Da schaffen es nicht alle, wirklich unter der Woche zu schreiben.

Bestandsaufnahme

Du allein kannst am besten sagen, wann Du wirklich keine Zeit hast zum Schreiben oder wann Du Dir nur einredest, keine Zeit zu haben. Und Letzteres passiert leider sehr häufig, das kenne ich noch von mir. Im letzten Jahr habe ich mir sehr gerne eingeredet, dass ich keine Zeit hätte, um nicht zu schreiben. Im Nachhinein kann ich noch nicht einmal genau sagen, warum.

Daher prüfe kritisch, wann Du wirklich Zeit hast zum Schreiben. Das muss übrigens nicht nur am Nachmittag oder am Abend sein. Die Autorin Laurel K. Hamilton schrieb mal, dass sie zwei Jahre lang jeden Morgen eine Stunde früher aufgestanden ist, um zwei Seiten an ihren Roman zu schreiben. Dabei sei sie selbst keine Frühaufsteherin. Aber sie wollte den Roman schreiben, also band sie sich das Frühe Aufstehen eben ans Bein und zog es knallhart durch. Und die harte Arbeit gibt ihr Recht, heute ist sie eine Bestsellerautorin.

Prüfe also, wann könntest Du Schreiben? Reicht es aus, wenn Du am Morgen ein wenig früher aufstehst und dann Deine Wortzahl schreibst? Kurz vor dem Schlafen gehen am Laptop? Oder schaffst Du es partout nicht während der Arbeitswoche?

Schreiben am Wochenende

Wenn Du nur an Deinen freien Tagen (bei den meisten wohl am Wochenende) schreiben kannst, dann ist es halt eben so. Das bedeutet aber nicht, dass Du überhaupt nicht an Deinem Roman arbeiten sollst, nur weil Du weniger Zeit hast. Es sagt nur aus, dass Du Dich besser organisieren musst, damit Du alles unter einem Hut bekommst. Immerhin willst Du sicherlich am Wochenende ausschlafen, ein wenig Freizeit haben, vielleicht auch ein paar wichtige Aufgaben erledigen und dann halt auch Schreiben.

Ich kann Dir empfehlen, einen konkreten Plan aufzustellen, an welchem Wochenende Du was genau machen willst. Zum Beispiel kannst Du Dir notieren, dass Du für die 35. Kalenderwoche Deine Heldin charakterisierst, Schreibübungen durchführst und drei Szenen schreibst. Je nachdem, wie viel Energie Du in eine bestimmte Aufgabe steckst, kann das für ein Wochenende durchaus machbar sein. Andererseits, wenn Du sehr ausführlich bist, werden mehrere Wochenenden daran glauben müssen.

Weiterhin solltest Du Dir auch überlegen, wie viel Zeit Du grob dafür planst. Ich habe mal gelernt, es ist immer besser, wenn man sich ein Ziel setzt und dieses umsetzt, egal wie lang es dauern mag. Aber es kommt hierbei auch darauf an, was Du noch am Wochenende alles planst. Da hat man manchmal gar keine Zeit, wirklich alle Ziele umzusetzen. Aber es ist auch wichtig, dass Du nicht unnötig Zeit vertrödelst. Wenn Du also an Deinem Roman arbeitest, dann arbeitest Du auch nur an diesem. Kein Candy Crush, kein Facebook oder wo Du auch sonst gerne unterwegs bist.

Darf es ein bisschen weniger sein

Mein Tipp für Deine Wochenenden sind, nimm Dir lieber etwas weniger vor, als Du eigentlich willst. Um auf das obige Beispiel zurückzukommen, muss es wirklich die komplette Charakterisierung, einige Schreibübungen und drei Szenen sein? Reicht es nicht aus, wenn Du die Charakterisierung und die Szenen bearbeitest?

Das mag sich erst einmal anhören, als solltest Du langsamer arbeiten, als Du vielleicht am Ende könntest. Aber so meine ich das nicht. Wenn Du auf dem ersten Blick weniger schaffen sollst, als möglich wäre, dann kannst Du Dein Ziel auch erreichen. Und dann bist Du eventuell motivierter, noch etwas mehr zu machen. Du sollst Dein Unterbewusstsein und Deinen inneren Schweinehund (oder auch innere Sauhündin) einfach mal überlisten.

Wenn Du dann alles geschafft hast, dann kannst Du entweder weiter arbeiten und Dir auf die Schulter klopfen, weil Du mehr geschafft hast, als Du eigentlich wolltest. Oder Du kannst Dir sagen, ich habe alles geschafft und kann damit Feierabend machen. Denn es gibt nichts Frustrierenderes, als sich viel vorzunehmen und dann nur die Hälfte zu schaffen.

Gestern ist mir dazu der Satz rausgerutscht, dass der Tag 48 Stunden haben müsste, damit ich die Hälfte von dem schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Und ich habe mir für dieses Wochenende leider sehr viel vorgenommen. Daher kann ich schon sagen, dass das nie eine gute Idee ist, wenn man übertreibt.

Erstelle also Deinen Schlachtplan

Da wir kurz vor dem Jahreswechsel stehen, kannst Du Dir überlegen, wie Du es im nächsten Jahr handhaben möchtest. Wann soll was bearbeitet werden. Schnapp Dir Deinen Kalender und schreib für jedes Wochenende etwas ein, was Du da schaffen möchtest. Trag Dir aber auch Pufferzeiten ein, damit Du bei Bedarf immer noch nacharbeiten kannst, wenn Du spontan an einem Wochenende nicht arbeiten kannst. Denn krank können wir alle mal werden.

Und dann heißt es nur noch, arbeiten. Jedes Wochenende und das 52-mal im kommenden Jahr. Natürlich solltest Du Dir auch Schreibphasen einbauen, damit Du am Roman arbeiten kannst. Denn dieser schreibt sich nicht im NaNoWriMo allein. Davon kann ich nämlich ein Lied singen. Bisher habe ich jedes Mal im November geschafft, eine erste Fassung des Romans zu schreiben. Dieses Jahr werde ich wohl noch den kompletten Dezember mitnehmen müssen.

Zusammenfassung

Wenn Du unter der Woche nicht schreiben kannst, ist das völlig in Ordnung. Dann muss Dein Wochenende eben dafür herhalten. Das ist durchaus machbar. Und dafür drücke ich Dir alle Daumen, die ich habe. Du musst halt hierfür ein wenig Zeit und vor allem sehr viel Energie und noch mehr Sitzfleisch aufbringen, um das zu schaffen. Aber ich bin mir sicher, Du bekommst das hin.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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