[NaNoWriMo 2015] 28ter Tag – Die Angst vor dem Ende

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das letzte Wochenende des NaNoWriMo 2015 ist da. Jetzt heißt es, alles oder nichts. Wenn Du einen kurzen Roman schreiben möchtest, dann reichen 50.000 Wörter grob aus. Daher könntest Du am Montag bereits am Ende sein.

Aber willst Du das auch?

Die Angst vor dem Ende

Es mag sich paradox anhören. Wir alle wollen, über kurz oder lang, dass unsere Geschichten veröffentlicht und gelesen werden. Aber bei vielen ist tief im Inneren irgendwo eine gewisse Angst zu finden, genau das zu erreichen. Denn wer veröffentlicht, setzt sich damit automatisch der Kritik der anderen aus. Die kann im Idealfall positiv sein. Aber sie ist es nicht immer. Und das kann man schon fast garantieren.

Daher kann es passieren, dass man immer wieder neue Ideen bekommt oder ab der Mitte sich regelrechte Schreibblockaden einschleichen. Also alles Mittel, die letztendlich verhindern, dass Du Deine Geschichte beendest.

Lass Dich nicht beirren

Diese Ängste kommen von unserem inneren Kritiker oder unserer inneren Kritikerin, je nachdem wie Du diese Instanz in Dir betrachtest. Das bedeutet, dass sie oder er Dir sagen, hei, Du bist gar nicht so gut, wie Du glaubst, noch nicht einmal annähernd. Warum glaubst Du, sollten die Leute gerade Deine Geschichte lesen wollen?

Fakt ist, die Leute wollen nicht Deine erste Fassung lesen. Denn die ist wirklich meistens schlecht. Und das ist wieder herum gut. Denn die erste Fassung willst Du sicherlich nicht veröffentlichen. Wenn doch, dann hier mein Tipp, lass es.

Das bedeutet also auch, dass Du noch genügend Zeit hast. Du kannst in aller Ruhe Deine erste Fassung beenden und vor allem, Du kannst sie in aller Ruhe überarbeiten. Eben, weil niemand die erste Fassung veröffentlichen oder lesen will. Da brauchst Du Dir also keinen Druck zu machen.

Schreib erst einmal, alles andere kommt danach

Motiviere Dich selbst, erst einmal die erste Fassung zu schreiben. Sie ist schlecht, sie bedarf mehr Überarbeitung als alles andere und sie wird Dir nicht gefallen. Das ist in Ordnung. Aber wenn Du etwas in den Händen hältst, dann ist das mehr Wert, also zehn gute Ideen. Denn Du hast etwas, was Du danach überarbeiten kannst. Und darauf kommt es letztendlich an.

Daher versuche Dein Projekt so schnell wie nur möglich abzuschließen, damit Deine Kritikinstanz nicht genügend Zeit hat, um Dich selbst fertigzumachen. Denn die Kritiker und Kritikerinnen dürfen bei der Überarbeitung gerne ihren Senf dazugeben. Bis dahin sollen sie einfach schön den Mund halten. Doch wir selbst sind gar nicht dazu in der Lage ihnen den Mund zu verbieten, weil wir glauben, dass wir sofort perfekt schreiben müssen. Das stimmt aber nicht.

Kein Werk ist perfekt

Hand aufs Herz, wann hast Du mal ein Buch gelesen oder ein Film gesehen, mit dem Du einhundert Prozent zufrieden warst. Es gab bestimmt immer etwas, wo Du Dir gesagt hast, das hätte ich besser/anders gemacht. Zumindest ergeht es mir. Und das zeigt mir, dass das Werk für mich persönlich nicht perfekt ist. Denn so etwas gibt es nicht. Glücklicherweise!

Es wird immer jemanden geben, der oder die Dein Werk nicht gut finden. Oder anders ausgedrückt, es wird immer jemand geben, der oder die Dein Werk bei einem gewissen Onlinehändler mit einem Stern bewerten. Das ist völlig normal und völlig in Ordnung.

Es wird Leserinnen und Leser geben, die lieben Dein Werk und unterstützen es auf jeder erdenklichen Art und Weise. Und gleichzeitig wird es auch welche geben, die es eben nicht lieben und nicht verstehen können, warum andere es so positiv bewerten. Das liegt schlichtweg daran, dass wir verschiedene Geschmäcker haben. Und nein, über Geschmäcker lässt sich definitiv nicht streiten.

Dein Werk ist für Dich perfekt

Solange Du selbst mit dem Ergebnis zufrieden bist, ist alles in Ordnung. Natürlich musst Du nicht mit dem Mindestmaß zufrieden sein. Aber definiere für Dich, was Du erreichen möchtest. Wenn das klar ist, dann weißt Du auch, was für ein Werk für Dich perfekt ist. Und wenn Du eine Geschichte geschrieben hast, die für Dich perfekt ist, dann musst Du Dich mit niemandem messen lassen und kannst andere Meinungen über Dein Werk ruhiger angehen. Denn sie verletzten Dich nicht. Sie haben lediglich eine andere Meinung, das ist alles.

Hab keine Angst

Hab keine Angst Dein Werk zu beenden. Schreibe Deine erste Fassung, überarbeite sie und sehe dann, was auf Dich zukommt. Alles andere kommt danach. Hauptsache ist erst einmal, dass Du Deine erste Fassung geschrieben hast. Und das kannst Du dann auch gerne feiern.
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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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