[Advent 2015] 5 Schlüsselelemente, damit Deine Kurzgeschichte erfolgreich schreiben kannst

Hei, hallo und herzlich willkommen,

heute ist der 24. Dezember 2015. Daher wünsche ich Dir einen schönen Heilig Abend und vor allem, dass Du den Tag mit Deinen Lieben verbringen kannst.

Und falls Du heute Abend noch ein wenig Zeit findest für eine Kurzgeschichte, liste ich Dir auf, wie Du erfolgreichere Kurzgeschichten schreiben kannst.

1. Tauche gleich in den Konflikt ein

Bei Romanen hast Du Zeit den Konflikt ein wenig vorzubereiten. Bei Kurzgeschichten hast Du weder die Zeit noch den Platz dafür. Denn in kürzester Zeit muss der Konflikt aufgezeigt werden und vor allem, muss er auch gelöst werden. Manchmal hast Du für eine Kurzgeschichte gerade mal 10.000 Zeichen (nicht Wörter) Zeit, um die Geschichte erzählen.

Je kürzer die Geschichte wird, desto schneller musst Du in den Konflikt eintauchen. Also fang am besten gleich von Anfang an damit an.

2. Erzähle, was wirklich wichtig ist – alles andere bleibt bitte weg

Deine Hauptfigur ist mit sieben Jahren in sieben verschiedenen Brunnen gefallen und hat sich dabei sieben verschiedene Knochen gebrochen? Und das ist überhaupt nicht wichtig für die Geschichte? Mag sein, dass es witzig ist, aber solange es nicht wichtig ist, brauchst Du es nicht zu erwähnen.

Führ nur Dinge in Deiner Kurzgeschichte auf, die wirklich wichtig sind. Das gilt sowohl für Verhaltensweisen als auch für die Hintergrundgeschichte. Ist etwas wichtig, führe es ein, und zwar so, dass man damit arbeiten kann. Ist es nicht wichtig, kannst Du es lediglich für Dich notieren. Aber belaste die Geschichte nicht damit. Du hast sowieso nicht viel Platz. Dann lass alles Unwichtige draußen. Das erleichtert das Schreiben und vor allem das Lesen.

3. Übertreibe es nicht mit Deiner künstlerischen Ader

Natürlich möchten wir unseren Leserinnen und Lesern zeigen, dass wir wundervoll mit den Worten umgehen können. Ihnen zeigen, dass eine Beschreibung mehr ist, als nur aneinandergereihte Wörter. Wir wollen ihnen zeigen, wozu wir wirklich in der Lage sind.

Bedauerlicherweise geht bei dieser künstlerischen Ader die Geschichte häufig verloren. Und letztendlich wollen die meisten Leserinnen und Leser nicht die Evolution eines Schmetterlings in den buntesten Wörtern lesen, sie wollen eine gute Kurzgeschichte lesen.

Konzentriere Dich erst einmal auf die Geschichte. Sie ist wichtig. Was willst Du mit ihr sagen? Wen willst Du erreichen? Natürlich kannst Du Dich auch sprachlich austoben. In der Überarbeitung kannst Du diese ganzen Sachen dann ausbügeln und dann die Geschichte schreiben. Sie steht im Fokus Deiner Arbeit.

4. Arbeite effizient – besonders am Höhepunkt

Wie die Bezeichnung schon sagt, sind Kurzgeschichten eben kurz. Das bedeutet, dass Du keine Zeit für ewig lange Ausführungen der Einleitung hast, ewig lange Szenen schreiben kannst oder unnötige Bandwurmsätze.

Jeder Absatz, jede Szene, jeder einzelne Satz muss Deine Geschichte zum Höhepunkt transportieren. Wenn das nicht passiert, ist es Zeit, dass Du diese Elemente entweder überarbeitest oder schlichtweg löscht. Was nicht der Geschichte dient (das gilt sowohl für Romane, als auch eben für Kurzgeschichten), fliegt konsequent raus.

Es gibt den Spruch Kill Your Darlings. Auch wenn Dir ein Satz oder eine Idee gut gefällt, trägt diese nicht dazu bei, dass Deine Geschichte effizient zum Höhepunkt gebracht wird, ist sie nicht tragbar. Schneide sie aus und speichere Dir diese Sachen ab. Vielleicht kannst Du sie in einer anderen Geschichte gebrauchen. In dieser haben diese Elemente jedoch nichts zu tun.

5. Sorge für ein sauberes Ende

Sorge für ein gutes Ende, das zu der Geschichte passt. Sei ruhig kreativ, vertraue aber Deiner Geschichte und dem dazugehörigen Ende. Das bedeutet also auch, dass Du nicht zu überambitioniert sein solltest. Wenn Deine Geschichte ein leises Ende braucht, Du aber ein regelrechtes Feuerwerk loslassen möchtest, lass es. Deine Geschichte weiß schon, warum es ein leises Ende haben möchte.

Genauso wie ein extrem kreatives Ende, welches nur zeigen soll, wie gut Du als Autorin oder als Autor bist. Wenn es nicht passt, dann schreibe es nicht. Manchmal ist ein solides Ende einer Geschichte die Besten. Denn sie wirken nicht gekünstelt und reißen somit mich als Leserin nicht aus dem Lesefluss heraus. Wenn ich am Ende dasitze und mich frage, was die Autorin oder der Autor mir mit dem Ende sagen will, haben sie mich verloren. Und das ist keine gute Idee.

Abschlussworte

Es sind eigentlich keine großen Punkte, die Dir helfen, dass eine Kurzgeschichte wirklich gut wird. Doch kann es durchaus schnell passieren, dass man diese im Eifer des Gefechtes falsch macht. Man möchte zeigen, was man kann, man möchte unbedingt eine wichtige Hintergrundinformation einbauen, auch wenn sie nicht wichtig ist und diese Punkte.

Du kannst natürlich erst einmal Deine Kurzgeschichte so schreiben, wie Du es gerne möchtest. Leg los und hab Spaß dabei. In der Überarbeitung solltest Du Dich dann darauf konzentrieren, dass die Geschichte gut und vor allem lesbar wird.

Und dabei wünsche ich Dir viel Spaß und viel Erfolg.
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Ich freue mich auf Dich 🙂

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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