[Advent 2015] Wie viele Szenen hat so eine Kurzgeschichte, eine Novelle, ein Roman?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

eine Kurzgeschichte ist kurz. Darüber müssen wir sicherlich nicht diskutieren. Doch wie kurz ist sie jetzt eigentlich wirklich?

Eine kurze Definition zum Thema „Szene“

Eine Szene ist ein zusammenhängender Text, indem die Figuren, der Ort und die Zeit konstant bleiben. Man kann also sagen, wenn sich eines dieser Elemente ändert (eine Figur kommt hinzu oder geht weg), haben wir eine neue Szene. In Romanen erlebe ich selbst aber meistens, dass Ort und Zeit konstant sind, Figuren hingegen sind eher variabel.

Im Idealfall sollte in Deiner Szene auch etwas passieren. Eine Handlung. Und diese Handlung sollte die Geschichte vorantreiben. Dabei ist es vollkommen egal, in welchem Medium wir uns befinden (also Kurzgeschichte, Novelle oder Roman).

Die Länge ist Deine Entscheidung

Es ist eine gute und zugleich auch eine schlechte Nachricht. Du entscheidest selbst, wie lang Deine Geschichten werden. Das gilt sowohl für die Kurzgeschichte als auch für den Roman. Zwar heißt es, dass eine Kurzgeschichte durchschnittlich um die 10.000 Wörter haben kann. Aber wenn Du das doppelte benötigst, dann ist es eben so. Und normalerweise heißt es, dass ein Roman um die 90.000 Wörter hat. Aber es gibt auch die Wälzer, die ohne Weiteres das Dreifache und mehr an Wörtern haben.

Die Infografik soll Dir eine grobe Richtlinie geben. Gehen wir davon aus, dass eine Szene durchschnittlich 1.500 Wörter hat. Durchschnittlich deswegen, weil sie durchaus mal mehr Wörter haben kann und dann auch mal weniger.

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass eine Kurzgeschichte etwa sieben Szenen hat, dann weißt Du, dass Du ca. 10.000 Wörter für eine Kurzgeschichte verwenden kannst. Diese Rechnung gilt natürlich auch für die anderen Medien.

Wenn man es so will, ist das durchaus eine übersichtliche Angelegenheit. Du kannst jeder Szene der Kurzgeschichte (ich bleibe als Beispiel dort), eine bestimmte Handlung zuweisen. Und dann schreibst Du diese Szene.

Beispiel für ein einen Whodunit

Nehmen wir mal an, Du schreibst einen Krimi, eben den erwähnten whodunit. Es gibt eine Szene, wo der Leichnam gefunden wird. Oder man von einem Mord erfährt (nicht immer wird mit der Hilfe einer Leiche ermittelt). Dann gibt es einige Szenen, wo unsere Ermittlerin oder unser Ermittler arbeitet. Es gibt Fäden, denen gefolgt werden kann und irgendwann kommt es Richtung Lösung. Und die große Szene, die Auflösung, das ist für die letzte Szene vorbehalten.

In einem Roman darf es auch noch eine oder mehrere Szenen nach der Auflösung geben, in der Kurzgeschichte ist es durchaus eine gute Sache, wenn Du mit der Auflösung auch die Geschichte beendest. Aber das ist eine Entscheidung, die du treffen darfst, ob Du es so willst oder nicht.

Übung macht die Meisterin und den Meister

Egal wie wie viele Zeichen oder Wörter Du letztendlich Deine Kurzgeschichte verwendest, es wird am Anfang immer zu wenig sein. Gerade dann, wenn Du Erfahrung mit längeren Novellen oder Romanen hast. Das ist ein gefühlter Fakt. Und Deine ersten Kurzgeschichten werden, um es mal nett auszudrücken, nicht die Besten sein. Auch das ist ein Fakt. Sie werden zu lang sein, zu linkisch und einiges mehr.

Doch je mehr Du übst, desto besser wirst Du. Das gilt für Deinen Roman genauso, wie für Deine Kurzgeschichte. Am Anfang mag die vorgegebene Zeichenanzahl nicht ausreichen. Am Ende wirst Du Dich fragen, warum Du jemals Probleme mit der Zeichen- bzw. Wortbegrenzung hattest.

Aus diesem Grund schreib einfach und sieh, was am Ende dabei herauskommt. Dabei wünsche ich Dir eine Menge Spaß und Erfolg.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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