7 Lügen über das Leben als Schriftstellerin oder Schriftsteller

Hei, hallo und herzlich willkommen,

erst einmal wünsche ich Dir ein gesundes und hoffentlich auch sehr erfolgreiches neues Jahr. Vielleicht hast Du Dir überlegt Deinen ersten Roman zu schreiben, vielleicht bist Du schon fleißig dabei. Doch dann kommt da eine kleine, leise Stimme, die Dir sagt, das wird sowieso nichts. Also kannst Du sofort aufhören mit dem Schreiben. Aus Dir wird sowieso keine Schriftstellerin.

Aber stimmt das wirklich? Hier sind 7 Lügen/Märchen, die Dir Deine innere Stimme oder andere Menschen einreden (wollen), welche Dich daran hindern können, erfolgreich zu werden.

1. Du musst auf Deine Muse oder Deine Inspiration warten, um zu schreiben

Sehr oft hört man, dass viele Schriftstellerinnen darauf warten, dass eine Muse daher kommt und sie küsst, damit sie schreiben können. Oder das sie auf eine Inspiration warten. Nun, das kannst Du, wenn Du möchtest. Aber dann wirst Du niemals eine Schriftstellerin werden.

Denn die Muse ist leider durchaus zickig und kommt nicht dann vorbei, wenn Du es brauchst, sondern wann sie möchte. Natürlich kannst Du gerne auf sie warten, zwischenzeitlich solltest Du aber schreiben.

Viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die bereits veröffentlicht haben, sagen ganz klar, dass nur Amateurinnen darauf warten, bis sie die Inspiration finden. Alle anderen setzen sich hin und schreiben drauf los. Und zwar jeden Tag.

Akzeptiere daher, dass Du nicht jeden Tag inspiriert genug bist, um zu schreiben. Es kann sogar Tage geben, an denen empfindest Du es eher als Qual, Dich hinzusetzen und zu schreiben. Tu es trotzdem. Am Ende wird es sich für Dich lohnen.

2. Du musst eine Rechtschreibexpertin sein, um überhaupt schreiben zu dürfen

Es ist sicherlich keine schlechte Idee, ein paar Grundregeln der Grammatik und der Rechtschreibung zu beherrschen. Aber das bedeutet nicht, dass Du deswegen ein Hochschulstudium in diesen Bereichen absolvieren musst, um überhaupt einen literarischen Satz schreiben zu dürfen.

Ich selbst bin eine Verfechterin der, schreib die erste Fassung, egal wie. Dabei ist es nebensächlich, ob der eine Satz zu viele passive Sätze hat, Du den Akkusativ falsch gesetzt hast oder ein Komma zu viel im Satz zu finden ist. Hauptsache Du kannst mit dem, was Du geschrieben hast, am Ende selbst etwas anfangen.

Es ist also erst einmal egal, wie Du die Sätze schreibst, Hauptsache Du schreibst sie. Danach kannst Du sie immer noch korrigieren oder korrigieren lassen. Hier ein paar Ideen, auf die Du dann zurückgreifen kannst.

  • Der Korrektor in Deinem Schreibprogramm
    Ja, ich weiß, Du hast sicherlich schon mal gehört, dass man dem Korrekturprogramm niemals vertrauen soll. Und das stimmt. Aber seien wir mal ehrlich, besser den vertrauen, als überhaupt nicht korrigieren. Und ein oder zwei Dinge macht dieses Programm auch richtig. Und für den Anfang ist er erst einmal gut genug.
  • Der Duden-Korrektor
    Es gibt ein Programm aus dem Haus Duden, der sowohl für OpenOffice als auch für Word geeignet ist (bitte das richtige Programm auswählen, wenn Du es kaufst). Mithilfe eines solchen Programms kannst Du nicht nur die falschen Wörter herausfiltern, sondern auch Satzbau, Stilelemente und einiges mehr.
    Ich habe das Programm auf meinem letzten Computer genutzt und bin davon begeistert. Die knapp 20 Euro lohnen sich meiner Meinung nach durchaus.
    Anmerkung: Ich habe gerade ein Gespräch mit einer Nutzerin des Programms gehabt und sie war Wordmäßig sehr gut aufgestellt. Und zwar hatte sie Word 2016. Und scheinbar hat Duden seine Entwicklung eingestellt, was das Programm betrifft. Daher kam es zu Problemen bei der Installation, bzw. es konnte überhaupt nicht installiert werden.
    Daher meine Bitte: BEVOR Du Dir das Programm gönnst, überprüf erst einmal, ob es mit Deinem System überhaupt kompatibel ist. Wenn nicht, da lohnen sich die knapp 20 Euro Investition nicht. Das wäre in der Tat rausgeschmissenes Geld. Falls doch, dann wieder herum schon.
    Ob Dein System kompatibel ist, kannst Du unter den FAQs nachlesen.
  • Rechtschreibexpertinnen in Deiner Umgebung
    Ich bin mir sicher, dass Du jemanden kennst, die sich in der deutschen Grammatik gut auskennt. Und sei es über die sozialen Medien. Notfalls gibt es auch die Möglichkeit einfach mal einen Aufruf zu starten, damit sich jemand meldet. Und dann kann sie für Dich Deine Geschichte korrigieren.
    Und als kleines Dankeschön gibt es von Dir ein Blech Kekse oder was auch immer da genehm ist.
  • Korrektorat
    Wenn Du auf ein Lektorat verzichtest, ist es Deine Entscheidung. Aber gerade wenn Du Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung und Grammatik hast, solltest Du niemals auf ein Korrektorat verzichten. Gute Korrektorinnen finden 99 Prozent der Fehler (den einen Prozent geben sie selbst zu und ist der Menschlichkeit geschuldet) und können somit Deine Geschichte deutlich aufwerten.
    Natürlich ist diese Dienstleistung mit gewissen Kosten verbunden. Willst Du das aber professionell angehen, dann fängst Du heute schon an zu sparen. Und ganz klar, es empfiehlt sich durchaus, so viele Fehler wie möglich im Vorfeld zu finden und zu korrigieren. Aber Du kannst jederzeit Hilfe von einer guten Korrektorin bekommen.
    Kleine Anmerkung: Wenn Du eine Rechtschreibschwäche hast, bedeutet das nicht, dass Du nicht schreiben darfst. Sag nur Deiner Korrektorin vorher Bescheid, dass sie sich nicht wundern soll. Denn auch Korrektorinnen sind nur Menschen und einige von ihnen kann man durchaus als zickig bezeichnen, wenn ein Text mit zu vielen Rechtschreibfehlern auftaucht. Du kannst Dich jederzeit auch für jemand anderen entscheiden.

Gute Grammatik- und Rechtschreibkenntnisse erleichtern das Leben. Das fehlen dieser Kenntnisse bedeutet aber noch lange nicht, dass Du deswegen nicht schreiben darfst. Es bedeutet bloß nur, dass Du ein wenig mehr in der Korrekturphase daran arbeiten darfst. Mehr nicht.

3. Du musst introvertiert sein, um schreiben zu können

Introvertierte Menschen sind Menschen, die eher ruhiger sind. Sie denken erst nach, bevor sie was sagen oder handeln. Gerne sind sie auch eher mit sich alleine oder eher mit kleineren Gruppen. Dagegen sind extrovertierte Menschen, die quasi kein Problem haben, sich mitten auf einen Platz zu stellen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ihnen liegt es eher, dass sie mit Menschen umgeben sind.

Es ist komplett egal, ob Du introvertiert oder extrovertiert bist. Weder das eine noch das andere macht aus Dir eine gute oder schlechte Schriftstellerin. Wichtig ist, dass Du Dich jeden Tag hinsetzt und schreibst, was das Zeug hält. Und das können beide Gruppen genauso gut bzw. genauso schlecht.

Es mag sein, dass Introvertierte eher Zeit finden werden, um zu schreiben. Denn man findet sie nicht immer in der nächsten Menschenmasse, Feierlichkeit oder in sonstigen Gruppen. Aber dafür fehlt ihnen (bzw. uns, ich zähle zu dieser Gruppe) diese Dynamik, die Kommunikation und auch der Austausch zwischen den Menschen. Und das kann durchaus interessant für eine Geschichte sein.

Und die Extrovertierten mögen sich in Gruppen leichter austauschen, vielleicht sogar eher eine Schreibgruppe finden, in der sie Gleichgesinnte treffen. Doch im Rahmen ihrer Geselligkeit kann es natürlich passieren, dass sie das Schreiben völlig vergessen bzw. aus den Augen verlieren.

Akzeptiere, wenn Du Dich als introvertiert oder extrovertiert bezeichnen kannst, und überlege Dir, wie Du damit umgehst in Bezug auf Deine Schreibzeit. Solange Du als extrovertierte Person nicht den ganzen Tag mit anderen Menschen beschäftigst, ohne auch nur einen Satz zu schreiben, kannst Du genauso gut zum Ziel kommen, wie eine introvertierte Person. Daran wird es nicht scheitern.

4. Als Bestsellerautorin verdienst Du ein Haufen Geld

Sehr häufig denken die Leute, wenn man einen Roman veröffentlicht oder es gar bis in die Bestsellerlisten geschafft hat, dass man auch wirklich davon leben kann. Doch noch immer ist es so, dass Autorinnen, die in Publikumsverlage veröffentlichen, eben nicht automatisch von ihrer Arbeit leben können. Leider.

Je nachdem, was für ein Vertragstyp Du hast, kannst Du schon rechnen, ungefähr zehn Prozent des Buchpreises zu bekommen. Jedoch sind da noch nicht die Steuern bezahlt. Und weitere Kosten wie Strom und Telefon und Wasser müssen davon auch noch bezahlt werden. Am Ende bleibt nicht gerade viel übrig.

Eine Autorin sagte, dass sie von einem verkauften Buch noch nicht einmal eine Kugel Eis kaufen könnte. Da müssen also einige Bücher verkauft werden, um die Miete zu bezahlen. Und leider ist es auch so, dass nicht alle Bücher auf die Bestsellerliste schaffen. Auch wenn sie es bei Weitem verdient hätten.

Eine Alternative ist zwischenzeitlich das sogenannte Selfpublishing geworden. Das bedeutet, dass Du in Eigenregie die Veröffentlichung, das Marketing und alles, was da eine Rolle spielt, übernimmst. Es ist eindeutig viel Arbeit und nicht alle möchten diese Arbeit übernehmen. Auch wenn einige Distributoren teilweise bis zu 70 Prozent des Buchpreises an die Autorinnen und Autoren auszahlen. Aber ich empfehle Dir, dass Du Dich mit dieser Thematik durchaus beschäftigen solltest.

Damit will ich Dich nicht demotivieren, es überhaupt zu versuchen. Wenn Du nicht gerade eine Millionärin werden willst, kann der Verdienst durchaus für ein normales Leben ausreichen. Aber es ist nun einmal so, dass es nicht für die Villa am weißen Strand automatisch ausreicht. Akzeptiere das und Du wirst keine großen Enttäuschungen erleben.

5. Das Beenden eines Buches ist der härteste Teil am Schreiben

Glaub mir, dem ist nicht so. Als ich meinen ersten Roman abgeschlossen habe, war das durchaus ein seltsames Gefühl, aber es war nicht schwer. Das, was danach kommt, das ist schwer.

Denn zum einen musst Du Dich nun motivieren, Deine Geschichte zu überarbeiten, die Rechtschreibfehler zu korrigieren, Testleserinnen zu organisieren, eventuell ein Anschreiben für einen Verlag verfassen, Werbung machen und all diese Dinge. Nachdem Du Dein Buch beendet hast, musst Du Dich als Autorin geben und dafür Sorgen, dass man Dich liest. Ansonsten landest Du ganz hinten im Regal und weder Verlag noch Leserinnen wollen noch einmal was mit Dir zu tun haben.

Und viele Verlage haben nicht immer das große Budget für Dich übrig, damit sie Dein Buch bewerben können. Das bedeutet für Dich, dass Du über Deinen eigenen Schatten springen musst, um Dich selbst zu vermarkten. Dich und vor allem Dein aktuelles Buch sowie gleichzeitig auch Deine zukünftigen Projekte. Und je erfolgreicher Du bist, desto mehr werden die Leute Deine Romane lesen.

Ein Buch plotten ist schwer, ein Buch schreiben ist schwer, ein Buch abschließen ist schwer, ein Buch veröffentlichen ist schwer, ein Buch bewerben ist schwer. Und den ganzen Prozess zu wiederholen ist schwer. Aber wenn das Deine Leidenschaft ist, wirst Du es gerne machen.

6. Du hast tolle Ideen, schreib doch einen Roman

Sehr häufig lese oder höre ich den Satz, wenn jemand kreative Ideen hat, soll sie doch bitte einen Roman schreiben. Schön wäre es, wenn allein die fantastischsten Ideen ausreichen würden, um Schriftstellerin zu werden. Das ist natürlich ein guter Anfang und eine wichtige Grundlage, aber es gehört einiges mehr um einen Roman zu schreiben.

Kreative Ideen jeglicher Art erleichtern den Einstieg in den Roman. Aber wenn Du keine Ahnung hast, wie man ein Roman schreibt, einen spannenden Dialog, eine schöne Beschreibung oder die Spannung innerhalb der Geschichte organisiert, bleibt es bei der tollen Idee.

Auch Profis haben viele Ideen, die sie gerne umsetzen würden. Aber es ist nun einmal so, dass es eine Idee ist. Mehr nicht. Es entwickeln sich dazu keine Figuren, keine Handlung oder sonst etwas, was man braucht, um weiter machen zu können. Daher verwerfen auch viele Profis ihre Ideen, wenn diese sie nicht weiterbringen.

Wenn Du gute Ideen hast, dann ist das eine tolle Sache. Aber was danach kommt, das ist die harte Arbeit. Wenn Du das alles schaffst, dann wirst Du erst zu einer Schriftstellerin. Vorher nicht.

7. Ich werde niemals eine Schriftstellerin

Egal ob Du die oben aufgeführten Punkte glaubst oder nicht, es liegt an Dir, ob Du eine Schriftstellerin wirst. Wenn Du für Dich entschieden hast, dass Du niemals eine Autorin wirst, weil Du vielleicht die Punkte glaubst oder weil es andere Überzeugungen gibt, die Dich davon abhalten, dann wird auch genau das eintreffen, Du wirst niemals eine Schriftstellerin werden.

Tut mir leid, wenn das hart klingt, aber wir selbst erschaffen unsere Realitäten. Und unsere Entscheidungen bestimmen auch, ob wir innerlich bereit sind, einen Weg zu gehen. Der Weg eine Schriftstellerin zu werden, ist also abhängig von Deiner persönlichen Entscheidung.

Wenn Du für Dich also entscheidest, ich werde Schriftstellerin, egal was kommt, dann bist Du es bereits. Natürlich noch keine Autorin, die ein Werk veröffentlicht hat. Aber seien wir doch mal ehrlich, darauf kommt es erst einmal nicht an. Du bist mit dieser Entscheidung automatisch eine Autorin. Und das ist schon einmal ein gewaltiger Schritt für einige.

Daher akzeptier alle negativen Gedanken, Vorurteile und Einstellungen, die Du gegenüber dem Schreiben und der Schriftstellerei hast. Und damit letztendlich gegenüber Dir und Deinem Talent. Etwas anderes geht in diesem Fall nicht. Wirf sie dann über Bord (siehe weiter unten, da habe ich einige Ideen für Dich, wie Du das schaffen kannst) und gehe Deinen Weg. Entscheide Dich dafür, eine Schriftstellerin zu werden und dann schreibe.

Sicherlich hast auch Du Deine eigenen negativen Affirmationen, Vorurteile oder Einstellungen, warum Du selbst keine Schriftstellerin werden kannst. Daher habe ich mir Folgendes überlegt, wie Du dem begegnen kannst, um erfolgreich ins neue Jahr zu starten.

Benenne und identifiziere Deine Einstellung.

Egal was Deine Einstellung oder negative Vorurteile sind, schreibe sie auf. Hier ein paar Beispiele, was ich meine:

  • Ich bin eine Frau und kann daher keine Hard-Science-Fiction schreiben.
  • Als Mann kann ich keine Liebesromane schreiben.
  • Ich bin zu jung / alt, um Schriftstellerin zu werden.
  • Mir fehlt einfach die Zeit.

Sicherlich hast Du den einen oder anderen Satz schon mal selbst gehört. Identifiziere nun Dein Problem und schreibe es in einem kurzen und prägnanten Satz auf. Wenn Du mehrere hast, notier Dir alle Sätze und arbeite dann mit diesen nach und nach.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Dein Problem sein könnte oder Du bisher noch nicht bereit bist, es Dir einzugestehen (das Unterbewusstsein hat so manche Tricks drauf, um Dich zu ärgern), schreibe darüber einen Tagebucheintrag. Oder schreib am Morgen drei Morgenseiten. Schreib einfach drauf los und zensiere Dich nicht selbst. Es wird vielleicht nicht gleich beim ersten Eintrag funktionieren. Aber nach und nach kommst Du dem Problem sicherlich auf die Schliche.

Such Dir dann den Satz aus, der Dir gerade am meisten zu schaffen macht, und schreibe diesen entweder auf einem Extrablatt, in Dein Notizbuch oder in Dein Tagebuch. Und dann notiere Dir alle Punkte, welche für dieses Argument spricht.

Du sollst diese negative Einstellung nicht frönen. Aber wenn Du leugnest, dass Du da ein gewisses Problem hast, wirst Du nicht in der Lage sein, dieses Problem zu lösen. Daher ist es wichtig, dass Du die Gründe für Deine Einstellung findest. Und daher schreib alle Punkte auf, warum Du der festen Überzeugung bist, dass dieser Satz stimmen könnte.

Tu Dir selbst den Gefallen und schreibe wirklich alles auf, was Dir einfällt. Auch wenn der nächste Teil ein wenig dazu verführt, da etwas limitierend zu arbeiten.

Denn für jeden Punkt, den Du gefunden hast, warum Du etwas nicht kannst, sollst Du jetzt einen Punkt finden, warum Du etwas kannst. Wenn Du also der Meinung bist, keine Science-Fiction Geschichten zu schreiben, nur weil Du eine Frau bist (Stichtwort Sexismus), dann finde nun Gründe, warum es doch geht. Zum Beispiel, weil viele Frauen gute Geschichten in diesem Bereich schreiben. Probleme mit der Technik durch Recherche gelöst werden können und so weiter.

Mach dies auch mit allen anderen Sätzen, die Du Dir notiert hast. Am Ende hast Du hoffentlich alle Pro Gründe, warum etwas nicht geht, mit guten Contra Gründen, warum es doch geht, entkräftet. Es kann natürlich sein, dass Du dafür ein wenig brauchst. Aber schreib alles auf. Denn diese Zeit für Dich sollte Dir Wert sein.

Schreibe Dir Deine eigenen Affirmationen auf

Du solltest nach der ersten Übung gesehen haben, dass es durchaus möglich ist, Dinge zu tun, die auf dem ersten Blick vielleicht nicht möglich waren. Doch nun muss Dein Unterbewusstsein das ebenfalls akzeptieren. Daher kannst Du Affirmationen verwenden, um dem ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Ich bin eine kreative Schriftstellerin, die gute Hard-Science-Fiction schreibt.

Das ist eine Beispielaffirmation. Sie spricht immer in der Gegenwart und verneint niemals etwas. Also schreibe bitte niemals, was Du nicht bist. Sondern schreibe immer, was Du bist. Und zwar jetzt, hier und sofort. Damit hat Dein Unterbewusstsein keine Chance mehr, Dir irgendwelche Steine in den Weg zu legen.

Wenn Du mit Deiner Affirmation zufrieden bist, schreibe sie auf kleinen Karteikarten und verteile sie überall in Deiner Wohnung, wo Du sie definitiv täglich siehst. An Deinem Badezimmerspiegel, auf Deinem Schreibtisch, in Deinem Auto oder auch in Deinem Kalender. Egal wo. Hauptsache Du siehst die Karteikarte regelmäßig und kannst dann auch regelmäßig den darauf geschriebenen Satz sagen, lesen und wahrnehmen.

Als ich einmal diese Affirmationsübung mit anderen Sätzen gemacht habe, half es mir ungemein. Nach einer gewissen Zeit konnte ich damit dann aufhören, da die Wirkung sehr lange bei mir anhielt. Doch dann habe ich, als die Wirkung dann doch nachließ (das lag auch daran, dass ich eher unsicher auf meine Person bin), habe ich es nicht wieder aufgenommen, sodass die Affirmationen mir nicht langfristig geholfen haben.

Daher hier ein Tipp für Dich: Wenn Du das Gefühl hast, dass es hilfreich war, kannst Du erst einmal eine Pause machen, um zu sehen, wie sich Deine Einstellung geändert hat. Brauchst Du aber wieder die Hilfe Deiner Affirmationen, hol sie entweder hervor oder schreibe neue.

Schreib nun

Die schönsten Übungen werden Dir niemals helfen, wenn Du Dich nicht täglich hinsetzt und schreibst. Das bedeutet also, nachdem Du diesen Beitrag gelesen hast (vielen Dank dafür) schließe Deinen Internetbrowser, öffne Dein Schreibprogramm und schreibe Deine Tageswortzahl, welche Du Dir für dieses Jahr vorgenommen hast.

Also setz Dich jetzt hin und schreib. Denn Ergebnisse helfen Dir am besten, über Deine eigenen Zweifel und Ängste hinwegzukommen.

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Originalpost: 01.01.2016
Aktualisierung: 02.01.2016

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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