Appvorstellung: JotterPad

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seit ich mein neues Handy habe und zudem auch noch WLAN, bin ich durchaus neugierig, was es alles für mein Smartphone und für meine kreative Seite so gibt. Und heute stelle ich Dir eines meiner Downloads vor.

Kurze Vorbemerkung

Es gibt verschiedene Schreibapps für das Handy (und auch die ganzen anderen Medien wie Computer, Laptop und so weiter). Der folgende Beitrag ist eine rein subjektive Meinung von mir. Daher gilt, mach Deine eigene Erfahrung und schau, wie Dir die App gefällt. Und beim Download gilt, alles auf eigene Gefahr und vorsicht, dass Du die richtige App erwischst, denn es gibt eine kostenfreie Variante und eine kostenpflichtige.

Die App JotterPad – meine Geschichte (ganz kurz)

Die App JotterPad habe ich zufällig entdeckt, als ich in dem Appstore meines Handyanbieters gestöbert habe. Zuerst lese ich mir immer die Bewertungen durch und schaue, ob diese eher positiv sind und was die negativen Kommentare für einen Inhalt haben. Erst dann entscheide ich mich, ob sich die App lohnt oder nicht. Wobei ich das bei so gut wie allen Produkten mache.

In diesem Fall empfand ich die Bewertungen als überzeugend und habe mir das Programm heruntergeladen. Doch erst einmal habe ich das Programm gar nicht angerührt. Auch das ist typisch für mich. Erst einmal herunterladen und dann nicht damit spielen. Aber das sagt nichts über die App aus.

Während einer Pause in meiner Berufsschule habe ich einfach die App aufgerufen und geschaut, was man mit der machen kann. Also erst einmal einen Ordner angelegt, damit ich dort die Dateien für meine aktuelle Geschichte ablegen kann und dann eine Datei erstellt. Und dann habe ich drauf losgeschrieben.

Und ich muss zugeben, seit ich angefangen habe damit zu schreiben, liebe ich diese App. Denn sie hat durchaus viele angenehme Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte. Daher ist sie zwischenzeitlich sogar auf meinen Startbildschirm gelandet. Und diesen versuche ich, eigentlich, so frei wie nur möglich von Spielereien zu halten.

Wie funktioniert die App?

Dieses kurze Video (ohne Ton) erklärt eine Menge zu der Funktionsweise der App. Aber auch wenn sie in Englisch ist, sie ist größtenteils selbsterklärend. Und das sage gerade ich, die sich manchmal doch sehr schwer tut, mit solchen Sachen. Also, wenn ich damit klarkomme, kommst Du sicherlich auch damit klar.

Kurz gesagt, Du erstellst einen Ordner für alle Dateien zu einem Thema. Zumindest empfehle ich es Dir. Und in diesem Ordner selbst erstellst Du dann Deine Datei oder Dateien. Je nachdem wie viel Du Dir so erarbeitest oder wie Du Deinen Text aufteilst. Dieser Datei gibst Du eine eindeutige Überschrift. Die Überschrift ist dann auch der Dateiname. Ich habe mich selbst einfach für die Kapitelüberschrift entschieden. Das reicht mir momentan aus. Aber wenn Du viele Dateien hast, solltest Du natürlich genau überlegen, wie Du sie benennst, damit nicht die große Suche anfängt.

Und dann kannst Du auch schon losschreiben. Das Schreibfeld ist sehr übersichtlich gestaltet und enthält keinen unnötigen Schnickschnack, der Dich von der eigentlichen Arbeit abhält. Das Feld ist einfach weiß und im oberen Teil ist eine blaue Leiste. Das war es auch schon. Und geschrieben wird wie eine SMS. Nur das diese mehrere Tausend Wörter lang sein kann.

Während des Schreibens siehst Du auch nur den Text und keine Leiste, die Dich ablenkt. Denn in der Leiste selbst siehst Du die Gesamtwortzahl der Datei. Also schreibst Du diesbezüglich durchaus blind los, ohne zu wissen, wie viel Du geschafft hast. Das könnte ablenken. Aber am besten konzentrierst Du Dich aufs Schreiben und schon interessiert das nicht mehr.

Wenn Du die Datei verlässt, dann wird das Geschriebene automatisch gespeichert. Du kannst das aber auch manuell machen. Dazu drückst Du einfach in den oberen Bereich, wo dann die Leiste eingeblendet wird und dann auf das Häkchen und schon wird das Geschriebene gespeichert. Das war es auch schon.

Was ist das Besondere an JotterPad?

Doch warum solltest Du Dich gerade für JotterPad entscheiden und nicht für eine der vielen anderen Schreibapps, die es auf dem Markt gibt? Das kann man mit einem Wort erklären: Dropbox.

Einige meiden die Arbeit auf einem Smartphone oder Tablet, weil danach die Übertragung der Daten ansteht. Zu denen habe ich bisher immer gehört. Damit meine ich, schreiben auf einem anderen Gerät und dann entweder dem Kabel einstecken und mit dem PC verbinden, damit die Daten übertragen werden können. Oder auch einen USB-Stick verwenden, was genauso aufwendig sein kann.

Und wenn man das nicht sofort macht, kann es natürlich passieren, dass man es vergisst und dann schreibt man weiter und muss sich danach erinnern, wo der Text, den man bereits geschrieben hat, einfügt und so weiter. Es kann also mehr Arbeit machen, als man einsparrt. Ja, leider spreche ich auch hier aus leidlicher Erfahrung.

Die Verwendung von Dropbox

Bei JotterPad ist eine Funktion eingefügt, dass Du Deinen geschriebenen Text in Deine Dropbox kopierst und von dort kannst Du überall auf diese Datei zugreifen und bearbeiten. Das habe ich ausprobiert und es funktioniert einwandfrei. Und so schnell, dass ich sogar überrascht war.

Du musst die Datei selbst aufrufen, da Du nur Dateien und keine Ordner verschieben kannst. Bei mehreren Dateien musst Du also jede einzeln verschieben. Da ist ein bisschen Arbeit notwendig, geht aber ansonsten recht flott. Im Grunde genommen markierst Du nur die Datei und rufst ein Kontextmenü im oberen Bereich, also der Leiste, auf. Dann befiehlst Du dem Programm, dass die Datei verschoben werden soll. Dafür musst Du ein Format auswählen. Ich habe mich für eine txt.-Datei entschieden. Und dann sagst Du nur noch, an welchen Account es geht (zumindest beim ersten Mal) und das war es auch schon.

Bei meinem ersten Versuch hatte ich meinen PC an und gleichzeitig mein Handy. Wenn Du WLAN hast, geht das superschnell und verbraucht auch nicht Deine Internetbandbreite Deines Handytarifs.

Meine persönliche Meinung

Einmal diese intensive Arbeit mit JotterPad und ich will mit keinem anderen Schreibprogramm mehr arbeiten (abgesehen von Scrivener). Es lädt zum Arbeiten ein und die Übertragung der Daten geht durchaus schnell (und wenn ich das sage, hat das durchaus eine Bedeutung).

Natürlich bedeutet das, dass Du ebenfalls aufpassen musst, an welcher Stelle Du Deiner Geschichte bist. Immerhin kann es dann auch verwirrend sein, wenn Du mit drei oder vier Geräten arbeitest und am Ende an drei oder vier Stellen Deiner aktuellen Geschichte bist. Aber eventuell entscheidest Du Dich ja dafür, nicht an Deinem Roman zu schreiben, sondern vielleicht an einer Kurzgeschichte. Hauptsache Du bleibst im Fluss des Schreibens.

Ich bin total zufrieden mit diesem Programm und ich denke, es wird für andere Schreibprogramme schwer sein, mich da noch einmal zu überzeugen, zu denen zu wechseln. Aber ich bin trotzdem gespannt, was für Schreibprogramme Du auf Deinem Handy so hast.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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8 Antworten zu Appvorstellung: JotterPad

  1. Yannick Signard schreibt:

    Hallo Carola,

    ich selber benutze ganz einfach Google Docs. Damit komme ich am besten klar. Alles ist immer und überall dort verfügbar, wo ich gerade bin. Ob in der Pause in der Firma am Terminal, oder unterwegs mit Handy / Tablet oder zu Hause.

    Vor allem praktisch, wenn ich nur hier mal fünf Minuten Zeit habe und trotzdem noch einen Satz schreiben will.

    Liebe Grüße

    Yannick

    Gefällt mir

    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Yannick,

      vielen Dank für Deinen Hinweis auf Google Docs. Bisher habe ich mich damit noch gar nicht beschäftigt. Das werde ich mal nachholen.
      Das ist doch ein Nachteil bei JotterPad. Man braucht die App um schreiben zu können. Und die gibt es nicht für alle Systeme. Aber fürs schnelle Schreiben trotzdem klasse.

      Lg Carola

      Gefällt 1 Person

  2. teaconny schreibt:

    Hallo 🙂
    Das ist für die meisten anderen Leute wahrscheinlich nichts, aber ich benutze LaTeX. Ich schreibe meine Texte immer per Hand zuerst. Dann tippe ich sie in LaTeX ab. Das besondere an LaTeX: Du musst dir ums Layout keine Gedanken machen. Das hat mich an Word und Co. immer tierisch genervt.
    Das Programm funktioniert im Prinzip wie eine Programmiersprache. Es gibt Befehle und Kommandos für alles Mögliche, womit du deinen Text umgestalten kannst.

    Ich gebe zu, dass LaTeX sehr schwer zu erlernen ist und auch recht kompliziert ist. Deshalb für Leute, die am Computer schreiben nix. Aber wenn du nen Text schön formatiert abschreiben willst ist es ideal.
    Hier mal ein Beispiel, wie das dann aussieht:

    \documentclass[11pt]{article}
    \title{\textbf{Welcome to bla}}
    \author{Teaconny\\}
    \date{20.03.2016}
    \begin{document}
    \maketitle
    \section{kapitel 1}
    blablabla \\
    \end{document}

    Ich wollts nur mal vorstellen, für die die sich eventuell mal damit befassen wollen 🙂

    Grüße
    Conny

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo und danke für Deinen Beitrag. Ich gehe mal davon aus, dass Du von dem Programm unter diesem Link sprichst:

      http://www.latex-project.org/ftp.html

      Es sieht durchaus interessant aus, gebe ich zu, aber ich denke mal, da muss man wirklich ein Gefühl für diese „Programmiersprache“ haben. Ich bin und bleibe lieber bei meinem geliebten Scrivener 🙂

      Aber danke für Deine Vorstellung. Ich werde es mir auf alle Fälle mal näher ansehen. Ausprobieren gehört dazu 🙂

      lg
      carola

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  3. teaconny schreibt:

    Ich habe noch eine hübsche App gefunden, die wahrscheinlich für den Großteil der Menschen hier nützlich wäre 🙂
    Sie heißt Writeometer. Kostenlos erhältlich für Android. Ich weiß nicht ob auch für iOS.
    Sie ist in Englisch.
    Man trägt seine Schreibprojekte ein und legt fest, wieviel man bereits geschrieben hat, wieviele Worte oder auch Zeichen man geplant hat sowie ein Datum für wann es fertig sein soll. Dann kann man einen Timer starten (25min) und nach 25min trägt man ein, wieviele Worte/Zeichen man geschafft hat. Ich finde das ist die nützlichste Funktion.
    Ich denke wenn man die App täglich benutzt ist sie wirklich sehr hilfreich.
    Man hat auch einen Synonymsucher(leider Englisch) und andere nützliche Gimmiks(ist das richtig geschrieben?) zur Verfügung.
    Die App sagt dir sogar, wieviele Wörter du täglich schreiben müsstest, um die Deadline einhalten zu können.
    Grü0e 🙂

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Du wirst lachen, ich benutze auch den Writeometer seit einiger Zeit. Und das wird die nächste App sein, die ich noch einmal vorstellen möchte.
      Aber vielen Dank für Deine Empfehlung 🙂

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