11 Ideen für den Tausch von Geschlechterrollen

Hei, hallo und herzlich willkommen,

das Thema Geschlechtertausch oder auch Gender Swap habe ich zufällig entdeckt und ich dachte mir, das könnte ein interessanter Beitrag werden und vor allem, man könnte daraus interessante Geschichten entwickeln.

Vorgedanken

Es gibt verschiedene Versionen, altbekannte Ideen einen neuen Kick zu geben. Im Internet kursieren seit einiger Zeit wirklich hervorragende Disneybilder. Hierbei handelt es sich um Zeichnungen unter anderem der Disneyprinzessinnen oder der Antagonistinnen, die schlichtweg ihre Geschlechter getauscht haben. Daher dachte ich mir, was wäre, wenn wir mit den Klischees in den Geschichten arbeiten und die Rollen austauschen? Was käme dabei heraus?

Durch solche „Was wäre wenn“ Fragen kannst Du durchaus interessante Geschichten entwickeln. Gerade, wenn Du vielleicht eine Flaute hast.

1 – Körperveränderungen für den Helden

Die traditionelle Variante

Es war einmal eine Prinzessin, die sich nichts sehnlicher wünschte, als am Land zu leben, dort wo die Menschen sind. Doch dort konnte sie nicht leben, denn sie war eine Merrjungfrau. Aus diesem Grund war ihr dieser Wunsch verwehrt. Doch dann verliebte sie sich in einen wunderschönen Prinzen und versuchte alles, u

Sicherlich kennst Du das Märchen der kleinen Meerjungfrau, welche als Arielle in die Disneygeschichte einging. Sowohl im Märchen als auch im Film verändert die Meerjungfrau ihren Körper, um zu einem dem Prinzen zu gefallen und auch bei ihm sein zu können. Und sie zögert keine Sekunde, ihren Körper letztendlich kosmetisch zu verändern, um den Prinzen zu bekommen.

Kurze Anmerkung von mir. Ich liebe diesen Film noch heute wahnsinnig. Trotz dieser eigentlich durchaus sexistischen Botschaft. Verändere Deinen Körper und verführe mit diesem den Prinzen und mehr braucht es dazu nicht.

Gender Swap – eine alternative Variante

Die kleine Meerjungfrau ist ein kleiner Meerjungmann, der sich nach einer Menschenprinzessin sehnt und gerne mit ihr zusammen sein will. Um dies zu erreichen, verändert er seinen Körper. Aus der Flosse werden zwei Beine, sodass er am Land laufen und seine Menschenprinzessin beeindrucken kann.

Alternativ könnte der Menschenprinz die Idee so klasse finden unter dem Meer zu leben, dass er unbedingt seine Beine gegen eine Flosse eintauschen will und taucht dann mit ihr unter dem Meer, heiratet sie und gemeinsam regieren sie über die sieben Weltmeere.

2 – Die Heldin rettet den König

Die traditionelle Variante

Eine junge, gut aussehende und vielleicht auch naive Königin, Kaiserin oder einfach Regentin benötigt Hilfe um ihr Reich, Heimat und den ganzen Planeten zu retten. Aus diversen Gründen ist sie nicht alleine dazu in der Lage und benötigt daher die Hilfe eines Helden. Sie entsendet entweder selbst den Helden, damit dieser sie und das Reich rettet. Oder sie wird entführt und ihre Berater entsenden den Helden, damit er die Königin rettet.

In vielen Varianten kennen wir die Version, dass wir es mit einer scheinbar allmächtigen Königin zu tun haben, die jedoch nicht in der Lage ist, ihr Reich ohne die Hilfe einer männlichen Person zu retten. Unser Held begibt sich auf die Reise und wird am Ende für seinen Mut belohnt.

Gender Swap – eine alternative Variante

Die junge, gut aussehende Heldin wird zum König gerufen, der nicht alleine sein Königreich retten kann. Daher benötigt er die Hilfe einer Heldin. Sie rettet entweder das Königreich vor dem Böse. Oder sie befreit den entführten König aus den Klauen des Feindes, damit dieser das Reich in Frieden und Liebe regieren kann. Der König (oder auch Kaiser oder einfach Regent) verliebt sich in die Heldin und bittet diese seine Frau zu werden und mit ihm gemeinsam und auf Augenhöhe über das Reich zu regieren.

Weitere Varianten

Die Königin wird von einer Heldin oder der König von einem Helden gerettet.

3 – Die verlorene Erbin tritt das Königinrecht ihrer Mutter an

Die traditionelle Variante

Der Held lebt vielleicht unter ärmlichen, aber zumindest unter bescheidenen Bedingungen. Er ahnt nicht, dass ihm noch Großes bevorsteht. Denn er ist niemand Geringeres als der Prinz eines mächtigen Reiches. Zu seinem Schutz hat man ihn jedoch zu bescheidenen Menschen gegeben, damit er ein guter Regent wird, der bescheiden ist und die Nöten der Menschen kennt. Weiterhin soll er natürlich das Erwachsenenalter erreichen, damit er die Krone entgegen nehmen kann.

Egal ob Prinz oder mächtiger Zauberer oder was auch immer gerade interessant ist, häufig finden wir die Variante, dass eine männliche Person diesen Part übernimmt (König Arthur, Harry Potter, Percy Jackson). Frauen spielen in diesen Geschichten durchaus eine Rolle, als Helferin und Unterstützerin des wahren Helden.

Gender Swap – eine alternative Variante

Unsere Heldin ist die verlorene Tochter eines Königreiches. Ihre Mutter entschied, dass sie von zu Hause fort muss, damit sie das Krönungsalter überhaupt erreicht. Weiterhin sollte sie unter bescheidenen Menschen leben, damit sie eine gute Königin wird. Als die Prinzessin herausfindet, wer sie ist, macht sie sich auf den Weg, um das Erbe ihrer Mutter, einer mächtigen Königin, anzutreten. Dabei muss sie diverse Gefahren überstehen und gegen das Urböse kämpfen.

4 – Die Präsidentin einer futuristischen Gesellschaft

Die traditionelle Variante

In einer zukünftigen, futuristischen Gesellschaft, sind alle Menschen gleich und gemeinsam streben sie die Erforschung des Universums an. Sie sind gleich, außer in der Führungsriege. Dort sind meistens noch die Männer sehr präsent (bis auf eine Quotenfrau) und die Führung der Gesellschaftsform übernimmt immer noch ein Mann.

Das gilt auch für die meisten Aliengesellschaften ebenfalls.

In vielen Science-Fiction Serien oder Filmen hört man, dass der Sexismus, der teilweise immer noch unsere Gesellschaft prägt, überwunden wurde. Und doch sieht man selten in der Führungsriege eine Frau. Oder ich schaue mir die falschen Serien oder Filme an. Und wenn, dann ist sie eher eine Randerscheinung, um die Quote zu erfüllen.

Gender Swap – eine alternative Variante

In einer zukünftigen, futuristischen Gesellschaft werden etwa fünfzig Prozent der Führungsrollen von Frauen übernommen, die restlichen fünfzig Prozent von Männern. Es gibt keine Diskussionen über Frauenquoten, weil diese alltäglich gelebt werden. Sowohl in der Regierung als auch auf den Raumschiffen. Und im Wechsel wird diese Gesellschaft sowohl von einer Frau als auch von einem Mann regiert.

Das gilt natürlich ebenso für die Aliengesellschaften.

5 – Das Mädchen muss die Mutter beeindrucken, um den Sohn zu daten

Die traditionelle Variante

Ein junger Mann verliebt sich in ein hübsches Mädchen aus seiner Schule oder aus der Nachbarschaft. Daher will er sie unbedingt ausführen, um sie zu beeindrucken. Und am Ende möchte er mit ihr zum Abschlussball. Dazu muss er jedoch an ihrem Vater vorbei, der nichts von diesem Taugenichts hält. Also hat er sich zu beweisen und einige Prüfung zu bestehen.

Mir ist natürlich bewusst, dass Väter ihre Töchter beschützen wollen und nicht jeden dahergelaufenen Burschen an sie heranlassen wollen. Doch wieso ist es für Mütter und Väter in Ordnung jede dahergelaufene Frau an ihren Sohn zu lassen? Warum wird da nicht einfach mal geprüft, ob sie einen tollen Charakter hat und etwas im Kopf besitzt?

Gender Swap – eine alternative Variante

Eine junge Frau verliebt sich in einen gut aussehenden Mann aus der Schule, der Nachbarschaft oder dem Dorf. Sie möchte ihn unbedingt daten, weiß aber, dass die Mutter eine sehr strenge Frau ist. Um ihn ausführen zu können, muss sie erst einmal die Mutter von ihrem Wert überzeugen und beweisen, dass sie sehr wohl die richtige Frau für ihren Sohn ist.

Und das betrifft nicht die Haushaltsführung.

6 – Ein gut aussehender junger Ehemann unterstütz seine ältere und brilliante Ehefrau

Die traditionelle Variante

Eine junge und sehr schöne Ehefrau hat sich entschieden, einen älteren, nicht immer hübsch anzusehenden, aber dafür genialen Wissenschaftler zu heiraten. Für ihren Ehemann stellt sie alles in den Hintergrund: ihre Karriere, ihren Kinderwunsch, ja sogar ihr eigenes Leben. Stirbt der ältere Ehemann, fällt sie meistens in ein Loch und weiß nicht mehr, was sie tun soll, denn sie hat nie etwas Eigenes auf die Beine gestellt.

In der Vergangenheit hat ein älterer Mann durchaus eine finanzielle Sicherheit geboten. Immerhin war er schon einige Jahre in Lohn und Brot. Und gerade wenn er studiert hat, bedeutete das für die Frau, dass sie durchaus ein sicheres Leben hatte. Etwas, was ihr in unserer geschichtlichen Vergangenheit nicht immer gewährt wurde. Denn in vielen Epochen durften Frauen nicht arbeiten oder kein eigenes Konto besitzen oder hatten andere Schwierigkeiten. Und starb der Ehemann, wurde entweder der älteste Sohn ihr Vormund oder der ältere Bruder oder sonst ein männlicher Verwandter. Sie war nie mündig genug, um alleine für sich Entscheidungen zu treffen.

Gender Swap – eine alternative Variante

Ein junger und schön anzusehender Ehemann heiratet eine ältere, durchaus attraktive Frau, die zudem auch noch eine geniale Wissenschaftlerin ist. Er stellt für sie alles hinten an: sowohl seine Karriere als auch sein Kinderwunsch und auch sein eigenes Leben. Er kümmert sich um seine Frau und pflegt diese, als sie schwer krank wird. Als sie stirbt, weiß er nicht, was er tun soll. Denn immer war sie sein Mittelpunkt im Leben und er hat nie überlegt, was er tun soll, wenn sie einmal nicht mehr da ist.

Weitere Variante

Sowohl die junge Ehefrau als auch der junge Ehemann heiraten jemanden, die oder der älter ist, als sie beide. Jedoch bauen sie sich etwas Eigenes auf und fallen nicht in ein tiefes Loch, wenn sie am Ende verwitwet sind.

7 – Frauen sind gefühlskalte Steine

Die traditionelle Variante

Es kommt zu einer sehr emotionalen Situation und sie hat das Bedürfnis über ihre Gefühle zu reden. Doch ihr männlicher Begleiter (einfacher Begleiter, Ehemann, Lebensgefährte, Bruder, was auch immer) möchte bloß nicht über Gefühle reden und blockt jeden Versuch ab. Er ist hart wie Granit und Gefühle könnten seine Fassade bröckeln lassen. Gar keine gute Idee, zumindest für ihn nicht.

In vielen Köpfen ist es immer noch so, dass Frauen die emotionalen Personen sind, die über alles reden können und auch wollen. Männer hingegen spricht man den Wunsch über ihr Gefühlsleben zu sprechen, völlig ab. Als ob sie überhaupt keine Gefühle hätten und daher nicht darüber sprechen müssten.

Gender Swap – eine alternative Variante

Unsere Heldin und unser Held geraten in eine sehr emotionale Situation. Das geht beiden sehr an die Nieren und der Held möchte über seine Gefühle reden, um sich über diese klar zu werden. Doch seine Begleiterin (egal, in welcher Beziehung sie zu ihm steht) will nicht einmal daran denken, dass sie überhaupt Gefühle haben könnte. Denn das wäre ein Zeichen von Schwäche. Daher blockt sie alle Versuche ab, dass er die Möglichkeit bekommt, über seine emotionale Seite zu reden und sich seiner Gefühle klar zu werden.

Alternative Ideen

Beide reden entweder nicht über ihre Gefühle oder sie reden gemeinsam über ihre Gefühle.

8 – Mann gibt Frau einen Dach über den Kopf, nach ihrem Kampf

Die traditionelle Variante

Er kämpft gegen einen scheinbar übermächtigen Feind und wird dabei schwer verletzt. Nun muss er gesund gepflegt werden, damit er im Endkampf bereit ist, dem Antagonisten in den Hintern zu treten. Wie gut trifft es sich, dass eine holde Maid in der Nähe ist, unseren Helden aufnimmt und ihn gesund pflegt.

Für ihr Ende gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sie überlebt die Geschichte und kann an der Seite unseres Helden in den Sonnenuntergang reiten oder sie stirbt, damit der Held eine Motivation hat, um den Urbösen wirklich in den Hintern zu treten.

Solch eine Konstellation bietet durchaus die Grundlage für eine romantische Beziehung zwischen dem Helden und der Heldin. Aber es ist doch schon sehr abgetragen, dass er andauernd von einer Frau gerettet oder geheilt werden muss.

Gender Swap – eine alternative Variante

Sie wird in einen Kampf verwickelt und kann sich dabei sehr gut zu Wehr setzen. Doch noch ist ihre Zeit für den Sieg nicht gekommen und das Böse kann sie schwer verletzen. Unsere Heldin schleppt sich durch eine dunkle Gasse oder einem langen Wald und ist nah an ihrem Ende. In letzter Sekunde kommt ihr Retter in der Not und bringt sie in seine Wohnung oder seinem Waldhaus. Dort pflegt er sie gesund, damit sie den Endkampf antreten kann. Entweder er erlebt diesen Kampf und reitet mit ihr in den Sonnenuntergang oder stirbt vorher.

Alternative Idee

Der Held wird von einem Mann gerettet oder die Heldin von einer Frau.

9 – Sie nimmt Rache an ihrem ermordeten Ehemann

Traditionelle Variante

Er ist auf der Arbeit, Undercover oder einfach nur fern der Heimat (und sei es, dass er die Milch holt). Auf alle Fälle ist er nicht zu Hause und somit ist seine Frau absolut schutzlos. Es kommen Einbrecher. Eigentlich wollten sie nur was klauen, sehen aber die heiße Braut und den Rest kann man sich denken. Damit sie nicht aussagen kann, wird sie noch sicherheitshalber ermordet.

Er kommt nach Hause und sieht das Blutbad. Vor allem sieht er seine ermordete Frau (gelegentlich auch Kinder). Das bringt ihn fast um den Verstand und er schwört fürchterliche Rache an den Mördern seiner Geliebten. Und er bekommt sie auch.

Für manche mag es durchaus romantisch sein, dass der Mann die Ermordung seiner großen Liebe übersteht und dafür blutige Rache nimmt. Vor allem, weil er für sie lebt und sie über ihren Tod hinaus liebt. Doch stelle ich mir durchaus die Frage, hätte die Frau sich, zum Beispiel, gegen einen Einbrecher nicht auch zu Wehr setzen können? Wie hilflos sind einige Frauen eigentlich? (Ich rede nicht von denen, die von hinten erschossen werden oder wo ein halbes Dutzend antritt, um sie zu töten.)

Gender Swap – eine alternative Variante

Sie ist unterwegs und will sich ein nettes Wochenende machen, weil die Arbeit sie sehr beansprucht hat. Als unsere Heldin nach Hause kommt, sieht sie, dass ihr Heim verwüstet ist. Sie folgt den Spuren und findet am Ende ihren ermordeten Ehemann. Das zieht ihr erst einmal den Teppich unter den Füßen weg. Doch die Polizei kann nichts machen, weil der Mörder keine Spuren hinterlassen hat oder man seiner nicht habhaft werden kann. Daher schwört unsere Heldin tödliche Rache. Und sie wird erst aufhören, bis das Böse aus ihrer Stadt vollständig eliminiert ist.

Alternative Idee

Unser Held kommt nach Hause und findet seinen Mann ermordet vor oder unsere Heldin ihre Ehefrau.

10 – Ein männlicher Roboter gibt seiner Schöpferin Liebe und Aufmerksamkeit

Die traditionelle Variante

Ein junger Wissenschaftler oder ein Nerd erfindet eine Androidin, die durchaus in der Lage ist, menschliches Verhalten nachzuempfinden oder sogar zu fühlen. Diese Androidin steht an der Seite des Wissenschaftlers und unterstützt ihm im Alltag mit Einkaufen oder putzen. Aber sie spielt notfalls auch gerne seine Ersatzehefrau und hilft ihm auch sonst, aus seinem Nerdschneckenhaus zu entkommen.

Es kommt sogar so weit, dass sie so menschlich wird, dass sie sich ineinander verlieben.

Natürlich gibt es auch Varianten, wo es männliche Roboter oder Androiden gibt, die einen festen Platz in der Familie haben. Aber ich kann mich an keinen Film erinnern, wo sie als ein sexuelles Objekt erschaffen wurden.

Gender Swap – eine alternative Variante

Eine junge Wissenschaftlerin möchte lernen, wie sie mit Männern reden kann, und erfindet einen Androiden, mit dem sie das üben kann. Gleichzeitig soll er ihr im Alltag helfen, da sie sehr viel zu tun hat. Sie bemerkt, dass ihre Erfindung besser ist, als sie bisher dachte. Denn er ist nicht nur in der Lage, ihr bei ihrer schüchternen Art zu helfen, sondern er entwickelt zudem auch noch Gefühle. Und nach und nach kommt es, dass sie füreinander mehr empfinden, als sie es zunächst angenommen hat.

Alternative Idee

Ein Wissenschaftler erfindet einen männlichen Androiden und eine Wissenschaftlerin eine Androidin.

11 – Die Heldin muss ihren Familie beschützen

Die traditionelle Variante

Der Held hat besondere Fähigkeiten, welche ihm befähigen die Welt und vor allem seine Familie zu retten. Er kann zudem von besonderer Abstammung sein, ist aber nicht zwingend notwendig. Zuerst zögert er seine Fähigkeiten einzusetzen oder wird zurückgehalten. Aber dann, wenn es notwendig ist, setzt er sie ein und wird dann zum Retter des Tages.

Häufig fangen Filme so an. Entweder darf der Held seinen Wert noch nicht zeigen, weil er zurückgehalten wird. Denn die Zeit ist noch nicht so weit, dass er sich und seine Fähigkeiten der Welt präsentiert. Oder er selbst hat Angst davor, dass er, aufgrund seiner besonderen Kräfte von anderen gemieden wird, wenn sie das erst herausfinden. Verständlicherweise.

Gender Swap – eine alternative Variante

Die Heldin hat besondere Fähigkeiten und bisher hatte man ihr angeraten, diese niemals öffentlich einzusetzen. Daher versucht sie ein ganz normales Leben zu führen, damit sie ihre Ruhe hat. Doch dann wird ihr bewusst, dass andere von ihren Fähigkeiten wissen, und wollen sie zwingen, diese zu nutzen. Denn man möchte sie klonen, um eine Armee ihresgleichen zu erschaffen. Daher haut sie erst einmal ab, damit diese Leute ihr Ziel nicht erreichen können. Aus diesem Grund wird ihre Familie als Geisel genommen und sie muss beweisen, wer sie wirklich ist und was sie wahrhaftig kann.

Abschlussgedanken

Ich gebe zu, ich lese oder sehe gerne solche Filme, die ich oben in der traditionellen Variante beschrieben habe. Aber wenn diese Geschichten immer und immer aufgetaut werden, wird es doch langweilig. Daher hoffe ich durchaus, dass mal eine andere Variante der bekannten Geschichten auftaucht. Und Gender Swap bietet diese Möglichkeit. Daher hoffe ich, dass Du was davon mitnehmen kannst, um eine völlig neue Geschichte zu schreiben.

Und wenn Du weitere Varianten kennst, die man hier aufführen könnte, ich lese gerne von Dir.

Deine Gender Swap Variante

Überlege Dir, welche der Ideen, die ich Dir hier vorgestellt habe, Dir gefallen könnte und was für eine Geschichte Du darum weben möchtest. Schreibe dazu eine kurze Idee auf oder vielleicht sogar eine Kurzgeschichte.

Verändere ein Märchen

Sicherlich hast Du ein Märchen, dass Du mehr magst, als alle anderen. Nimm Sie Dir vor und verändere die Figuren. Wer könnte die Rolle der Prinzessin übernehmen? Oder die des Helden? Schreibe das Märchen durchaus ab und ändere erst einmal nur die Geschlechter. Und dann gehe weiter, bis Du ein eigenes Märchen geschrieben hast.

Aber Achtung: Denke bitte an das Urheberrecht und veröffentliche nichts, wo Du Dir nicht sicher bist, dass es dafür nicht Ärger geben könnte.

Schau Dir Deine Geschichten an

Jetzt schau Dir das an, was Du selbst geschrieben hast. Und sei nun wirklich mutig (ja, dazugehört durchaus ein wenig Mut) und überlege Dir, ob man die Geschichte, die Du geschrieben hast, nicht mit vertauschten Rollen ebenfalls erzählen könnte. Also könnte die Rolle Deines Helden nicht Deine oder eine Heldin übernehmen und andersherum? Und was würde das für Deine Geschichte bedeuten?

Du musst die Geschichte nicht schreiben, gönn Dir aber den Spaß und überlege Dir, was wäre, wenn Du diesen Weg gehen würdest.

Dabei wünsche ich Dir viel Spaß.

Was hältst Du von der Idee des Gender Swaps? Hast Du Ideen, die Du gerne umsetzen möchtest? Oder willst Du lieber bei der traditionellen Variante bleiben? Und welche Ideen hast Du noch zum Gender Swap?
Melde Dich für meinen kostenfreien Newsletter an.

Advertisements

Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
Dieser Beitrag wurde unter Ideen, Plot abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

18 Antworten zu 11 Ideen für den Tausch von Geschlechterrollen

  1. Yannick Signard schreibt:

    Interessante Idee. Kann man ja wirklich mal drüber nachdenken. Ich muss mal bei all meinen Ideen eine Bestandsaufnahme machen, wie viele Helden und Heldinnen drin sind. Der Anteil der Männer überwiegt glaube ich nur knapp.

    Gefällt mir

    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Schöner Gedanke. Aber es kommt eigentlich nicht darauf an, wie viele Frauen oder Männer Du in Deinen Geschichten hast, sondern eher welche Rollen sie übernehmen.
      Wenn Du, als Beispiel, fünf Männer und zehn Frauen hast, aber alle die typischen Rollen spielen, dann ist das irgendwo egal. Wenn Du aber fünf Männer und eine Frau hast, diese aber eine außergewöhnliche Rolle hat, dann ist das was außergewöhnliches.

      Aber dazu kommen noch einige Beiträge, versprochen ❤

      Gefällt 1 Person

  2. Florian Eckardt schreibt:

    Interessanter Beitrag. Was vielleicht noch interessant dafür wäre: Tag-Team-Plotting von Richard Norden (hab grad keinen Link aber bei Google und Co. findet man das schnell)
    Ironischerweise kommt man beim Gender-Swap oft auf Ideen, die dann doch wieder traditionell sind. Ist mir zumindest schon passiert. Aber: Wer sich nicht an den Rollentausch wagt, kann einfach mal die Erzählperspektive ändern. So wird die Story halt nicht aus der Sicht des Helden, sondern aus der Sicht seiner treuen Begleitung (die dann gerne weiblich sein darf) erzählt.

    Gefällt mir

    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Florian,

      danke für den Buchtipp, werde ich mir mal in Ruhe ansehen.

      Es kann natürlich sein, dass man durch den Rollenwechsel sich wieder in traditionellen Gefilden wieder finden kann. Doch ich denke, dass kann seltener passieren, weil man sich durchaus intensiver mit der Geschichte beschäftigt und überlegt, was schreibe ich da.
      Und jetzt bin ich mal gaaaaanz dreist 🙂 : Warum soll der Held männlich sein und die Begleitung weiblich? 😉 Es könnte ja auch durchaus andersherum sein, nech?

      lg
      carola

      Gefällt mir

      • Florian Eckardt schreibt:

        Natürlich kann man das auch andersherum bauen, allerdings habe ich zwei Gründe, warum ich das ganz genau so mache.
        1. Mindestens ein weiblicher Perspektivcharakter = Frauenquote erfüllt
        2. Ein Experiment, bei dem der Hauptprotagonist größtenteils von außen beschrieben wird (klingt im ersten Moment vielleicht ziemlich komisch, aber ich habe mir etwas dabei gedacht)

        Gefällt mir

      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Natürlich ist es Dein Roman und da werde ich Dir nicht reinreden 🙂
        Aber da ich gerne auch über Heldinnen lese und nicht nur Helden, freue ich mich auch über gute Literatur in diesem Bereich. Und gerne auch mal über einen männlichen Sidekick an der Seite einer Frau.

        Aber da es bei Dir ein Experiment ist, freue ich mich, wenn es fertig ist. Wobei, das klingt durchaus ein wenig nach dem Großen Gatsby, oder?

        Gefällt 1 Person

  3. Yannick Signard schreibt:

    Ich versuche dort, wo Frauen die Heldenrolle übernehmen, diese nicht in die Clichée-Rolle verfallen zu lassen.
    Einerseits sollen sie noch weiblich genug sein (also keine Mannsweiber, die im Grunde genommen verkappte Männer nur mit Brüsten sind 😀 ), dabei trotzdem aber stark genug sind (oder werden), um den Konflikt zu meistern.

    Mein aktuelles Projekt hat auch eine „Heldin“, auch wenn ich nicht sicher bin, ob man wirklich „Heldin“ sagen sollte, da sie eher ein Monster ist. Aber eben nicht nur. Eigentlich eher so menschlich, wie jede Kreatur mit Licht- und Schattenseiten. Und sind nicht auch Menschen oft genug Monster? 😉

    Das ist auch ein Grund, warum mir dein Beitrag hier so gut gefällt. Über das Thema habe ich mir zuvor nie so richtig Gedanken gemacht. Es ist lohnenswert, auch mal durch die aktuelle Idee zu gehen und zu schauen, ob da vielleicht noch Änderungen möglich sind und man wirklich diese stereotype Einteilung ausversehen drin hat oder nicht.

    Liege Grüße

    Yannick

    Gefällt mir

    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Yannick,

      freut mich, dass Dir der Beitrag gefällt. Dafür lohnt sich dann die Arbeit (auch wenn man nur eine Sache mitnimmt, das freut mich immer wahnsinnig).
      Ich denke, wenn man eine Heldin anders schreiben möchte, sollte man durchaus aus der Box springen. Bei der Bearbeitung des Charakters, wie würde sie reagieren, wenn sie ein Mann wäre. Da kann man schon durchaus einige Chlichée vor der Tür lassen. Oder wenn Du einen Helden hast, wie würde er reagieren, wenn er dann doch eine Frau ist.

      Das alles kann durchaus harte Arbeit sein (häufig müssen wir in diesen Bereichen über unseren eigenen Schatten springen und die Dinge anders sehen, als wir es bisher getan haben). Aber ich bin mir sicher, dass es sich definitiv lohnt.

      lg
      carola

      Gefällt 1 Person

  4. teaconny schreibt:

    Nummer 8 hat mich auf eine geniale Idee für meine Geschichte gebracht…

    Gefällt 1 Person

  5. nikeleonhard schreibt:

    Zu Nr. 9 (Rache an der ermordeten Familie) ist Kill Bill ein schönes Beispiel und zwar in doppelter HInsicht, denn nicht nur Kiddo nimmt Rache an den Mörderinnen (und ihrem Ex), sondern auch O-Ren Ishiis, die den Mörder ihrer Eltern tötet.

    Und wenn ich ein bisschen Werbung in eigener Sache machen darf: „Steppenbrand“ hat zwar einen männlichen Protagonisten, aber dessen (durchaus gute) Ziele führen sein Volk geradewegs in die Katastrophe. Die einzige Hoffnung ist ausgerechnet die Frau, in die er seit Ewigkeiten verliebt ist, die ihn aber abgewiesen hat. Hier wären gleich zwei Motive beim Gender-Switch erfüllt: Die Frau als Retterin in der Not und die Frau als Bad Ass.

    Gefällt mir

    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Nike,

      danke Dir für den Hinweis auf Kill Bill. Ich sollte mir die Filme noch einmal in Ruhe ansehen (vor allem Teil 2, der fehlt mir bisher). Dann werde ich mal darauf genauer acht geben.

      Und Du hast mich überzeugt, ich werde mir Deine Bücher mal zu Gemüte führen und auseinandernehmen, hehe. Das hast Du jetzt davon. Danke Dir ❤

      Gefällt 1 Person

      • nikeleonhard schreibt:

        Tu das! Ich bin gespannt auf deine Meinung. 🙂

        Gefällt 1 Person

      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Werde ich Dir knallhart servieren 😉 Nein, kleiner Spaß. Du bekommst eine ehrliche Rezension von mir, versprochen.

        Gefällt 1 Person

      • nikeleonhard schreibt:

        Eine ehrliche Rezension darf auch knallhart sein. Nettigkeit in allen Ehren, aber Ehrlichkeit geht vor. 🙂

        Gefällt mir

      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Ich bevorzuge ehrliche, aber trotzdem respektvolle Rezensionen. Mit allen anderen könnte ich persönlich halt nicht leben, dass ist meine Ansicht.

        Gefällt 1 Person

      • nikeleonhard schreibt:

        Sry, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Respekt ist für mich Grundlage jeder Kommunikation, schließt aber Ehrlichkeit und Härte nicht aus.
        Respekt zeigt sich vor allem in der Form des Umgangs: Sachlich, nicht persönlich zu argumentieren, Meinungen zu begründen, fair und höflich zu bleiben.
        Ich glaube, da sind wir durchaus auf einer Linie. Was ich vorhin zum Ausdruck bringen wollte, war nur, dass du mich nicht schonen musst. Natürlich finde ich meine eigenen Sachen gut, sonst würde ich sie nicht veröffentlichen. Und natürlich hoffe ich, dass sie dir genauso gefallen. Aber wenn nicht, dann ist das eben so, und dann kannst und sollst du das auch so sagen. Dass du das mit allem Respekt tun wirst, davon gehe ich aus. ^^

        Gefällt 1 Person

      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Dann sind wir uns einig, auch wenn wir es erst einmal mit anderen Worten ausgedrückt haben ❤

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s