Lieber ein Bösewicht oder doch ein Monster – Deine Wahl

Hei, hallo und herzlich willkommen,

wenn man eine Geschichte schreibt, welche eine antagonistische Kraft beinhaltet, dann kann man diese als Menschen kreieren. Oder man nimmt ein Monster.

Suchen wir nach den Unterschieden bei Bösewicht und Monster

Der Bösewicht, der Antagonist oder die Antagonistin, man kann sagen, dass wir es hier am ehesten mit einem Menschen oder einer menschenähnlichen Person zu tun haben. Auf alle Fälle mit etwas, was wir eher verstehen können, weil es uns um einiges ähnlicher ist.

Dadurch können wir als Autorin oder als Autor diese Person mit Zielen, Wünschen, Motivation, aber auch Ängsten und Schwächen ausstatten, die auch unsere Helden oder Heldinnen haben. Du kannst sie auch gerne als jemand anlegen, die genau das Gegenteil Deiner Heldin oder Deines Helden ist, also eine Art böser Zwilling. Natürlich ist ein reines Spiegelbild Deiner Heldin hier nicht zwangsläufig angebracht, aber das wäre durchaus erst einmal eine Grundlage. Und dann kannst Du die Figur nach und nach ausbauen, bis sie ganz individuell und eine eigenständige Person ist beziehungsweise wird.

Der Vorteil eines Bösewichts ist ganz klar auf der Hand. Wenn Du mit menschlichen Heldinnen oder Helden arbeitest (oder sagen wir mal mit Elben, Zwergen oder was auch immer) und ein Bösewicht ihnen als Gegengewicht hinstellst, welche von der gleichen Rasse oder einer ähnlichen abstammt, dann ist die Interaktion völlig anders, als mit einem Monster.

Denn Du könntest Dein Bösewicht so freundlich anlegen, dass man das Gefühl hat, dass sie zu den Heldinnen und Helden gehören. Vielleicht arbeitet sie oder er mit ihnen sogar zusammen. Und dann passiert es, Dein Bösewicht schnappt sich ein Messer und rammt es Deiner Heldin oder Deinen Helden in den Rücken. Und niemand sieht es voraus oder ahnt etwas.

Bei einem Monster sieht das ein wenig anders aus. Idealerweise ist Dein Monster eben genau das, ein Monster. Also sowohl vom Aussehen und auch von der Natur des Wesens her. Wie Du sie oder ihn anlegst, ist Dir und Deiner Geschichte überlassen. Aber ein Monster darf ruhig völlig anders aussehen, als wir es gewohnt sind.

Zwar haben wir sicherlich alle ein Bild vor Augen, wie wir uns ein Monster vorstellen. Aber Du kannst es so erschaffen, wie Du es für richtig hältst. Und da sind Deiner Fantasie, glücklicherweise, keine Grenzen gesetzt.

Aber eine Interaktion wird hier um einiges schwieriger. Nehmen wir mal an, Dein Monster ist so etwas wie ein Zombie (ich behalte diese Kategorie als Beispiel für diesen Beitrag bei, ersetze gerne das Wort Zombie, mit was auch immer Du möchtest). Wie sollen Deine Charaktere mit ihr bzw. ihm reden? Wenn wir uns die klassischen Zombies ansehen, dann können die nicht unbedingt sehr gut mit anderen kommunizieren (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Nein, ein Monster muss natürlich nicht gleich ein Bösewicht sein. Es darf ein Bösewicht sein, muss es aber nicht. Aber auf alle Fälle sieht es anders aus. Und ein zwangloser Umgang ist hier um einiges schwieriger, als wenn der Bösewicht aussieht, sagen wir mal, wie ein Mensch (wenn Deine Heldinnengruppe aus Menschen besteht, ich bleibe im weiteren Verlauf bei den Menschen).

Als Mensch kann Dein Bösewicht jederzeit gefährlich werden. Man geht nicht sofort auf Abstand und denkt sich, der sieht komisch aus, ich möchte mit ihr oder ihm nichts zu tun haben. Bei einem Monster geht man zwangsläufig auf Distanz, weil man erst einmal Angst hat. Und die will überwunden werden. Vielleicht zurecht, vielleicht aber auch nicht.

Du kannst natürlich auch ein Bösewicht-Monster erschaffen, dass erst einmal wie ein Mensch aussieht. Doch nach einer Transformation zeigt es das wahre Gesicht. Die Vampire aus Buffy sind da ein gutes Beispiel. Sie sehen normalerweise aus wie ganz normale Menschen. Wenn sie jedoch kämpfen oder Blut trinken möchten, verwandeln sie sich und zeigen ihr wahres Gesicht.

Ein Vorteil bei den Monstern ist, Du kannst ihre (oder auch unsere) niederen Instinkte ansprechen und darstellen. Sie müssen nicht zwangsläufig Ziele, Motivationen oder auch Ängste haben. Sie können einfach aus Lust morden, verschlingen oder was auch immer Du willst. Zwar sind Ziele und Ängste durchaus interessant für einen guten Charakter. Aber bei einem Monster darfst Du das ein wenig vernachlässigen. Hauptsache, es passt gut in die Geschichte hinein.

Wann empfiehlt sich ein Bösewicht?

Schau Dir mal die Bösewichter der letzten Jahre an. Gerade was Marvel an Antagonisten herausbringt, ich persönlich bin da sehr glücklich. Gerade Loki oder auch Bucky Barnes alias The Winter Soldier (auch wenn er, technisch gesehen, gar kein Bösewicht ist). Sie sind schillernd und interessant.

Und das dürfen Bösewichter durchaus sein. Schillernd, interessant, einzigartig und faszinierend. Sie müssen nicht mehr hässlich und absolut oberflächlich sein. Sie dürfen frech, humorvoll aber auch garstig und dreist sein.

Vor allem können die Bösewichter als Gegenspieler stärker als Dein Held oder Deine Heldin sein. Durch die Bösartigkeit Deines Bösewichts (die durchaus da sein darf), kann Deine Heldin oder Dein Held wachsen. Und zwar über sich selbst hinaus. So ist es möglich, dass am Ende sie oder er so stark ist, um am Ende zu gewinnen.

Durch die Interaktion Deines Bösewichts und Deiner Heldin und Deines Helden kannst Du auch die Charaktere zeigen. Nehmen wir mal an, Deine Heldin oder Dein Held ist eine eher ängstliche Person und trifft auf einen sehr selbstbewussten Bösewicht. Normalerweise sind Bösewichter durchaus selbstbewusst (auch wenn Du mit den Charaktereigenschaften gerne spielen kannst). In der Interaktion kannst Du zeigen, wie die beiden Figuren reagieren und wie sie langsam und sicher an der Geschichte und auch miteinander wachsen.

Ein gut ausgearbeiteter Charakter ist immer eine wichtige Arbeit in Deinem Roman. Ohne gute Charaktere macht das Lesen einer Geschichte nicht unbedingt viel Spaß. Das gilt zwischenzeitlich besonders für die heutigen Geschichten und natürlich auch für Deine Antagonistinnen oder Antagonisten. Früher konnte sich der Bösewicht mitten in einen Raum hinstellen und lachend sagen „Es ist so gut böse zu sein“. Doch heutzutage halten sich die Bösewichter nicht mehr für böse, sondern sehen sich als missverstandene Heldinnen oder Helden.

Weiterhin kannst Du mithilfe des Bösewichts dafür Sorgen, dass Dein Held oder Deine Heldin besser dasteht, als wenn es kein Bösewicht gibt (und solche Geschichten gibt es durchaus). Stell Dir mal eine Szene vor, wo Dein Bösewicht ein unschuldiges Opfer bedroht und kurz davor ist, dieses Opfer zu töten. Nun kannst Du Deine Heldin ins Rennen schicken und zeigen, wie gut sie ist und wie edelmütig.

Und zudem ist es nun wirklich sehr heldenhaft, wenn der Held den Bösewicht nicht umbringt. Auch wenn dieser es regelmäßig verdient hat. Dass alles zeigt, wie vielseitig Dein Bösewicht sein kann und als guter Gegenspieler für Deine Heldin oder Dein Held funktionieren könnte.

Und wann darf es ein Monster sein?

Ein Monster ist dann eine gute Wahl, wenn Du nicht den Fokus auf die dunkle Seite eines Charakters der Geschichte lenken möchtest, sondern Dich eher auf Deinen Helden oder Deine Heldin konzentrieren willst. Monster können (und sind es auch meistens) eher einfach strukturierte Figurentypen. Nehmen wir mal wieder unser Zombie. Dieser hat nur ein Ziel, Dein Gehirn fressen. Da musst Du Dir keine Gedanken machen, ob er sich seiner Schwächen bewusst ist oder welche Ziele er hat. Denn ein Zombie will überleben. Mit allen Mitteln.

Vielleicht kennst Du den Film „The Cabin in The Woods„. Ich werde nicht spoilern, daher hier nur die Kurzfassung (kann trotzdem Spoilers enthalten). In dem Film geht es darum, dass einige Jugendliche in eine Holzhütte in den Wald geschickt werden, um nach und nach irgendwelchen Monstern geopfert zu werden. Damit sollen aber andere Monster wieder herum besänftigt werden.

Dadurch konntest Du jedoch die Charakterisierung Deiner Figuren genau betrachten und zudem auch ihr Überlebenskampf. Denn die Monster haben sich in dieser Geschichte nicht in den Vordergrund gespielt (was Bösewichter durchaus tun können und es auch machen), sondern lediglich ihre Aufgabe abgearbeitet (ich bin da mal so brachial) und das war es auch schon.

Ein klarer Vorteil hat das Monster definitiv. Aufgrund seines Aufbaus, also das er keine nachvollziehbaren Ziele hat und dadurch durchaus brutaler vorgehen kann, erzeugt er mehr Ängste.

Stell Dir mal vor, Du bist von einem Bösewicht gejagt, der als Ziel hat, Dich zu töten, weil Du nicht die Ermordung seiner Familie verhindern konntest. Das würde bei mir durchaus Mitgefühl für den Bösewicht erzeugen. Natürlich, für Dich ist das eine blöde Situation. Wer will schon gerne gejagt und ermordet werden. Erwischt Dich der Bösewicht, bist Du nicht mehr da. Aber als Leserin bin ich da durchaus zwiegespalten. Mag ich Dich, obwohl Du versagt hast oder ihn, weil er seine Familie verloren hat?

Und jetzt stell Dir vor, Du wirst von einem Zombie verfolgt. Auch dieser hat das Ziel Dich zu töten. Nur das Problem ist, während der Bösewicht eventuell noch besänftigt werden kann, geht das bei dem Zombie eher schwerlich. Unseren Familienvater kannst Du noch gut zureden, ihn überzeugen, dass seine Familie das nicht gewollt hätte und ihn wieder auf die gute Seite der Geschichte ziehen und eine Bombe entschärfen, die er irgendwann ins Spiel gebracht hat (es muss ja in der Geschichte spannend sein). Versuch das mal bei einem Zombie. Ich wünsche Dir dabei viel Spaß.

Mithilfe eines Monsters kannst Du als gnadenloser Schrecken erzeugen, wo Deine Heldin oder Dein Held ums Überleben kämpfen darf und sogar muss. Das Monster verfolgt gnadenlos sein Ziel und Deine Heldin gnadenlos ihr eigenes überleben (oder das anderer, weil sie zum Beispiel von dem Zombievirus befallen und für sie selbst kein Überleben mehr möglich ist).

Weiterhin können die Kämpfe um einiges kürzer sein, als Du es mit einem intelligenten Bösewicht schreiben könntest. Kürzer und durchaus dramatischer. Wenn so ein Zombie (oder was für ein Monster auch immer) auf Dich zukommt, dann kannst Du alle Mühe auf Dich nehmen und es vernichten. Das wird brutal, ist aber eine eher einmalige Sache. Denn Bösewichter weichen aus, stellen Dir fallen und können einfach bösartig sein (um es zusammenzufassen). Das Monster hingegen kann vielleicht noch ausweichen, aber bei einem Zombie wird das schon schwieriger (es kommt also, mal wieder, darauf an, was für ein Monster Du ins Rennen schickst). Aber aufgrund der Tatsache, dass sie eher die primitive Seite ausleben, darfst Du sie auch durchaus, sagen wir mal, dumm darstellen.

Zielst Du also mit Deiner Geschichte darauf ab, Deine Hauptfiguren mehr in den Mittelpunkt zu stellen? Oder willst Du einen kurzen und dafür heftigen Kampf? Dann könnte ein Monster das richtige dafür sein.

Beides – Beides ist gut.

Doch warum sollst Du wählen? Beide in Deine Geschichte zu stecken kann die Spannung durchaus erhöhen. Denn Dein Bösewicht kann sich durchaus das eine oder andere Monster halten.

Deine Heldin hat es also auf der einen Seite mit einem, sagen wir mal, sehr charismatischen Bösewicht zu tun, der sich mit ihr auf einer geistigen Ebene duelliert. Und dann muss sie sich auch noch mit einem Monster auf der physischen Ebene auseinandersetzen und um ihr überleben kämpfen.

Es spricht also nichts dagegen, dass Du die beiden oben aufgeführten Gründe in eine Geschichte zusammenführst. Es liegt also an Dir, wie Du es handhaben möchtest.

Theoretisch ist es auch möglich, dass Dein charismatischer Bösewicht mit einem Mal selbst zum Monster wird. Das gab es schon in Filmen und kann auch gerne in Deinem Roman geschehen. Das bedeutet also, dass Du Dir überlegen kannst, wie Dein Bösewicht als Mensch so ist und dann, wie er als Monster sein wird.

Es ist also ein entweder-oder möglich und ein sowohl-als auch.

In dem Sinne, viel Spaß beim Tüfteln.

Schau Dir mal ein paar Filme an

Vielleicht hast Du bisher noch nie den Bösewicht oder das Monster eines Films genau betrachtet. Hoffentlich kennst Du den Unterschied und kannst es beim nächsten Filmabend entsprechend berücksichtigen. Schau Dir also den nächsten Film mal genauer an und welche Wirkung der Bösewicht und/oder das Monster auf die Heldin oder den Helden hat.

Deine Geschichte

Schau Dir Deine Geschichte an. Verträgt sie nur einen Bösewicht oder vielleicht nur ein Monster? Oder am Ende doch beides? Es geht mir hierbei nicht darum, dass Du jetzt Deine Geschichte umarbeitest, sondern nur darum, dass Du es Dir genauer ansiehst. Was könnte möglich sein.

Eine Geschichte mit dem Bösewicht, mit einem Monster oder mit Beidem

Überlege Dir einfach mal eine Geschichte, die Du schreiben könntest, welche entweder ein Monster als Antagonist enthält, dann einem Bösewicht und zu guter Letzt eben beide. Das soll Deine Sinne dafür schärfen, Geschichten mit den jeweiligen Gegnerarten zu schreiben.

Eine Kurzgeschichte, eine Kurzgeschichte ist immer gut

Natürlich kannst Du die Ideen aus der vorherigen Übung dafür benutzen, um daraus zumindest eine Kurzgeschichte zu schreiben. Denn wozu sonst kann man sich diese Gedanken machen? Und wer weiß, vielleicht eignet sich die eine oder andere Kurzgeschichte auch als Grundlage für Deinen nächsten Roman.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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6 Antworten zu Lieber ein Bösewicht oder doch ein Monster – Deine Wahl

  1. Yannick Signard schreibt:

    Wie immer ein toller Beitrag. Ich persönlich habe ja ohnehin eine Schwäche für die Bösewichte oder auch Monster (es kommt natürlich auf den Schurken an. Manche sind einfach nur Scheiße und die mag ich dann auch nicht).
    Es gibt auch so manche Geschichte, bei der ich am Ende lieber den Schurken hätte siegen sehen, weil er einfach viel cooler war. 😀

    Zu deiner ‚Aufgabe‘, sich Gedanken darüber zu machen, welcher Schurke sinnvoller ist oder ob man beides benutzen kann muss ich sagen, dass ich wohl die meiste Zeit bei meinen Ideen eher den Bösewicht habe und ab und an die Kombination Bösewicht mit Monster als Handlanger. Das reine Monster an sich mag durchaus interessant sein (z. B. Alien), aber mir persönlich fehlt genau das von dir beschriebene Moment des geistigen (und moralischen?) Kampfes. Wie genial ist es, wenn du den Bösewichten in der Geschichte verstehen kannst und so das Dilemma des Helden noch größer wird. Er will das richtige tun? Aber tut er das richtige? Ist der Bösewicht wirklich böse? Oder will er – möglicherweise zu Recht – eine Ungerechtigkeit sühnen?

    Die größten Verbrechen in unserer Geschichte wurden und werden doch von eben denjenigen begangen, die sich dabei für die Guten halten und ihre bösen Taten als gerechte Handlung ansehen. Der Zweck heiligt die Mittel.
    Solche Dinge sind bei deinem Monster nicht möglich.

    Darum entscheide ich mich letzten Endes für den Bösewicht, gerne in der Kombination mit Monster – Handlanger.

    Liebe Grüße

    Yannick

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
      Ehrlich gesagt, mir gefallen auch lieber die Geschichten mit einem Bösewicht. Nicht umsonst ist mein Lieblingsvillain ja auch Loki. Eben, weil man sich in ihn rein versetzen kann, Mitleid hat und sich überlegt, wie man ihn retten könnte.

      Die Aliens sind absolut klasse. Aber sie eignen sich eher als Schreckensmaschinen. Und dafür sind sie sehr gut. Für diese Geschichte sind sie gut gewählt.

      Aber ich möchte doch lieber über einen Loki schreiben als über Aliens.

      Ansonsten, ich unterschreibe Deinen Beitrag.
      Danke Dir dafür.

      Gefällt 1 Person

  2. teaconny schreibt:

    Was mir auf der antagonistischen Seite besonders wichtig ist, sind die Motive.
    Als ich Harry Potter gelesen habe, habe ich mich im Verlauf der Bücher immer wieder und stärker gefragt: Was will Voldemort eigentlich erreichen?
    Ein Antagonist ist nicht glaubhaft, wenn er keine nachvollziehbaren Gründe für seine Schandtaten hat.
    Deshalb finde ich, können auch Zombies gute Gegner sein, weil sie eben einen guten Grund haben zu kämpfen.
    Ich persönlich würde aber immer ein intelligentes Wesen als Antagonist wählen, welches den Helden am Ende vielleicht noch auf seine Seite ziehen möchte und dadurch einen inneren Kampf im Helden auslöst.
    Das macht die Sache doch viel spannender 🙂

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Vielen Dank für Dein Kommentar und ich bin ganz Deiner Meinung.
      Überhaupt ist die Motivation bei einer Figur wichtig. Denn wenn ich nicht verstehe, warum das Böse überhaupt böse ist, warum soll ich mich dann freuen, wenn der Held oder die Heldin obsiegt. Daher bin ich zwischenzeitlich zu der Überzeugung gelangt, dass die Motivation beim Gegenspieler sogar um ein Ticken wichtiger ist, als bei der Heldin oder dem Helden.

      Wenn ich ein Krimi schreibe, dann ist es ja klar, warum der Polizist oder die Polizistin bei einem Mordfall ermittelt. Es ist deren Aufgabe. Doch warum mordet der Mörder oder die Mörderin? Da finde ich es wichtiger, sich hier mehr Mühe zu geben.

      Dazu habe ich letztes Jahr diesen Beitrag geschrieben: GMC-KE Chart

      Ich persönlich bevorzuge auch lieber einen Antagonisten, der mit dem Helden oder der Heldin diskutieren kann, deren Ziele in Zweifel zieht, wo man nicht weiß, vielleicht ist sie/er doch nicht so böse, wie man glaubt und am Ende doch scheitern muss. Mir machen solche Figuren mehr Spaß, als Zombies durch die Gegend zu schicken.

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