Was bedeutet … Plot und Subplot

Hei, hallo und herzlich willkommen,

an dieser Stelle mache ich Dir gerne ein Geständnis. Wenn ich Wörter benutze, die man als Fachsprache bezeichnen kann, dann weiß ich, was sie bedeuten. Aber manchmal fehlen mir die Worte, sie zu erklären. Das möchte ich jetzt ein wenig abändern.

Kurze Vorerklärung

Tea schrieb als Kommentar unter einem Beitrag Folgendes:

Hmmm…Kannst du mir sagen wie ich einen Subplot identifiziere? Ich tue mich immer schwer mit sowas. Ich glaube ich habe schon Subplots in meinem Roman, bin mir aber nicht sicher…

Und dieser Frage ist der heutige Beitrag gewidmet.

Der Plot

Der Versuch einer Definition

Um zu erklären, was ein Subplot ist, möchte ich kurz ausholen, und Dir erklären, was überhaupt der Plot ist. Ich denke, dass es so leichter wird, den Unterschied genauer zu verstehen.

Ganz banal gesagt, der Plot ist die Hauptgeschichte in einem Roman (oder auch Film und Serie). Hier finden wir die Hauptfigur mit ihrem Ziel, ihrer Motivation und dem Konflikt. Wir beobachten die Hauptfigur dabei, wie sie versucht ihr Ziel zu erreichen, lernen dabei die Motivation kennen und alle Hindernisse die dabei entstehen, um zu verhindern, dass die Hauptfigur ihr Ziel überhaupt erreichen kann.

Wenn Du irgendeine Geschichte in einem einzigen Satz zusammenfassen würdest, dann wäre das der Plot. Diesen einen Satz folgen wir die komplette Geschichte und wollen sehen, wo die Geschichte anfängt und am Ende aufhört.

Okay, das liest sich ein wenig abstrakt, daher versuche ich es mal direkt an einem Beispiel. Dann dürfte es Dir hoffentlich klar werden.

Eine Definition anhand eines Beispiels

Wenn wir versuchen würden, die Romanreihe „Der Herr der Ringe“ zusammenzufassen, könnte man am Ende über die eigene Zunge stolpern. Denn in diesen drei Teilen ist so viel passiert, dass man da schnell die Übersicht verlieren könnte. Aber so schlimm ist es eigentlich nicht. Denn Du kannst die Reihe in einen einzigen Satz zusammenfassen.

Ein Hobbit kommt in den Besitz eines magischen Artefakts und muss einen Weg finden, um diesen zu vernichten.

Darf ich vorstellen? Das ist der Plot dieser Romane. Alles andere, was drum herum geschieht, gehört nicht mehr zum Plot. Theoretisch hätte Tolkien nur diese Reise beschreiben können, wie eben irgendein Hobbit ein magisches Artefakt bekommen hätte und dann seine Reise antritt, um diesen zu vernichten.

Aber seien wir mal ganz ehrlich, wäre das überhaupt interessant gewesen? Wäre daraus wirklich einer der beliebtesten Bücher dieser Welt geworden? Ich glaube weniger. Daher kommen wir gleich dazu, wie man diesen einen Satz ein wenig aufwerten kann (und wenn Du jetzt an die Subplots denkst, dann bist Du natürlich auf den richtigen Weg).

Zwei oder mehr Plots – ist das möglich?

Theoretisch ja und auch nein. Dazu sage ich einfach mal meinen Lieblingssatz, es kommt darauf an. In den Romanen von „Der Herr der Ringe“ könnte man die Geschichte rund um Aragorn, Legolas und Gimli als zweiten Hauptplot bezeichnen. Andererseits könnte man das auch als einen sehr gut ausgebauten Subplot bezeichnen. Das ist meiner Meinung nach durchaus diskussionswürdig und vielleicht auch nach dem persönlichen Empfinden gerichtet.

Aber auch hier können wir ein Ziel, eine Motivation und einen Konflikt ausmachen. Die Grundlagen für einen eigenen Plot sind also durchaus gegeben. Ich wäre also die Letzte, die behaupten würde, dass die Geschichte um Aragorn nur ein sehr ausgedehnter Subplot wäre.

Zwei oder mehr Plots in einem Roman würde ich persönlich aber nur dann empfehlen, wenn Dein Werk eher epischer Natur ist. Auf dreihundert Seiten lohnt es sich nicht unbedingt, zwei Plots parallel laufen zu lassen. Ganz im Gegenteil, es könnte sogar verwirrend werden für Deine Leserinnen und Leser. Irgendwann werden sie sich Fragen, was Du da geschrieben hast und noch schlimmer, sie werden irgendwann aufgeben und Dein Buch an die Wand klatschen, weil es ihnen zu unlogisch ist.

Wenn Du aber ein episches Werk wie „Der Herr der Ringe“ schreibst oder auch „Das Rad der Zeit“ von Robert Jordan, wo die Geschichte in 14 Bände erzählt wird, dann lohnt es sich schon, darüber nachzudenken. Zwar ist es wichtig, den Hauptplot, also den roten Faden, immer im Auge und noch mehr im Fokus zu behalten. Denn letztendlich trägt jeder weitere Plot nur dazu bei, den roten Faden zu Ende zu erzählen. Wenn Du zwei verschiedene Plots in einem Roman erzählst, auch das könnte bei einem epischen Werk verwirren.

Jetzt könntest Du einwenden, dass der Aragorn Plot eigentlich nichts mit Frodos Reise zu tun hat. Da werfe ich wieder herum ein, natürlich. Wäre Aragorn nicht dort, wo er in seinem Plot ist, hätte er niemals eine Armee an seiner Seite, um Sauron abzulenken. Das ist letztendlich die Quintessenz des Plots.

Meine Quintessenz ist: je länger Deine Geschichte ist, desto eher lohnt es sich, über zwei oder auch mehr Plots nachzudenken und zu planen. Dabei empfehle ich Dir aber ganz klar, belasse es bei einem absoluten Hauptplot, dem roten faden Plot, wenn Du es so möchtest. Alle anderen Plots sind diesem roten Faden untergeordnet. Sie können zwar eine eigene Geschichte erzählen, aber sie dienen letztendlich nur dazu, dem Hauptplot zum Ziel zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger.

Der Subplot

Ich hoffe, ich habe nach dem langen Teil zum Plot noch Deine Aufmerksamkeit. Entschuldige dafür bitte, ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich so viel zu diesem Thema sagen konnte. Eigentlich lohnt es sich fast, hieraus zwei Teile zu machen. Aber ich erlaube mir, an dieser Stelle weiter zu machen.

Der Versuch einer Definition für einen Subplot

Vorab möchte ich Dich bitten, den Teil mit den zwei oder mehr Plots erst einmal außen vor zu lassen. Es könnte sonst passieren, dass Du den zweiten Plot mit dem Subplot verwechselst. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich nicht der Diskussion abgeneigt wäre, den Aragorn Teil als großen Subplot zu bezeichnen.

Man könnte sagen, jede Handlung in einem Roman, welche die Hauptfigur dabei unterstütz oder hindert ihr Ziel zu erreichen, aber nicht in dem einen Satz aufgeführt wird, ist ein Subplot.

Jetzt verstehst Du sicherlich, warum ich den Aragornplot als Subplot bezeichnen könnte. Aber trennen wir uns mal von diesem Teil der Geschichte. Ansonsten wird es vielleicht doch noch zu verwirrend.

Fangen wir noch einmal von vorne an

Oben habe ich den Inhalt von „Der Herr der Ringe“ wie folgt zusammengefasst:

Ein Hobbit kommt in den Besitz eines magischen Artefakts und muss einen Weg finden, um diesen zu vernichten.

Alles, was diesen Satz unterstützt oder hindert, gehört zum Hauptplot. Also Frodo findet den Ring, Frodo reist zum Schicksalsberg, Frodo wehrt sich gegen die Nazgul. Und natürlich, am Ende wird der Ring vernichtet.

Die Beziehung zu Sam, der Rat von Herrn Elrond oder auch die komplette Geschichte um Smeagol gehört letztendlich nicht dazu. Auch wenn sie wichtig sind. Sie sind kein Teil des Hauptplots.

Denn man könnte die Geschichte auch erzählen, ohne das Frodo bei Herrn Elrond wäre und die Ringgemeinschaft ihm ihre Treue versprechen. Zum Beispiel hätte Lady Galadriel diesen Teil auch übernehmen können. Oder die Ringgemeinschaft hätte ihm direkt die Treue geschworen. Oder eben auch gar nicht.

Ich würde glatt sagen, alles, was dem Hauptplot dient, aber jederzeit verändert werden kann, ist ein Subplot. Denn wie oben beschrieben, der Hauptplot ist unser roter Faden. Dieser führt uns komplett durch die Geschichte. Alles, was diesem Hauptplot dient, bezeichne ich selbst als Subplot. Und dieser kann jederzeit angepasst werden, wenn damit das Ziel unserer Geschichte besser unterstützt werden kann.

Ein konkretes (ausgedachtes) Beispiel

Gehen wir mal davon aus, Du schreibst über eine Heldin, die den Mord an einem reichen Geschäftsmann aufklären will. Der rote Faden dieser Geschichte wäre demnach folgender:

Eine Polizistin ermittelt im Mord eines reichen Geschäftsmannes und findet heraus, dass ihr eigener Sohn ihn getötet hat.

Dieser Teil der Geschichte bleibt von Anfang bis zum Ende unveränderlich. Warum? Weil wir es so entschieden haben. Denn theoretisch könnten wir auch die Frodogeschichte natürlich abändern. Aber dann würden wir unseren roten Faden verlieren. Und das wollen wir ja nicht. Also entscheiden wir uns, dass wir diese Geschichte so erzählen.

Jetzt suchen wir uns, für unser Beispiel, einen Subplot. Deine Polizistin bekommt eine neue Vorgesetzte. Diese ist auch noch die neue Ehefrau ihres Ex-Mannes. Dementsprechend können sie sich sofort nicht leiden.

Diesen Subplot führen wir am besten am Anfang der Geschichte ein. Denn dadurch hat unsere Polizistin immer etwas, woran sie nagen könnte. Immer wenn sie einen Fortschritt macht, oder zumindest glaubt einen gemacht zu haben, kommt ihre neue Vorgesetzte und stellt ihr ein Bein. Warum sie das macht, darüber würden wir uns separat Gedanken machen.

Solch ein Subplot kannst Du natürlich den ganzen Roman beibehalten. Und zusätzlich, sofern geplant, ein längerer Teil der Serie bleiben. Wenn dieser Subplot wegfällt, ist es durchaus empfehlenswert etwas Neues hinzuzufügen.

Vielleicht wendest Du jetzt ein, Moment Mal, das würde aber unsere Heldin nicht helfen, den Mörder des reichen Kerls zu finden. Wirklich nicht? Vielleicht aber schon. Denn unsere Polizistin könnte gerade durch diese fiesen Sticheleien ihrer Vorgesetzten dazu ermutigt werden, erst recht zu ermitteln und der Frau zu zeigen, wozu sie wirklich in der Lage ist.

Natürlich kannst Du in einem längeren Roman durchaus noch ein oder zwei weitere Subplots hinzufügen. Aber ich denke Mal, dass Du jetzt verstehen dürftest, was ein Subplot ist.

Der Sinn eines Subplots

Subplots haben, meiner Meinung nach, diverse Funktionen, die ich Dir an dieser Stelle noch erklären möchte.

  • Auflockerung: Wenn wir der Heldin oder dem Helden stur bei der Verfolgung ihrer Ziele beobachten würden, dann wäre das auf Dauer ein wenig langweilig. Denn es passiert ja nichts anderes, als das unsere Figur eben auf ihr Ziel zuläuft.
    Durch Subplots ist die Geschichte nicht so ganz so anstrengend und ermüdend. Denn es passiert mal da etwas Kleines und dort auch noch etwas. Und alles hat, über kurz oder lang, etwas mit der Geschichte selbst zu tun.
  • Unterstützung: Du bekommst an dieser Stelle wertvolle Unterstützung. Zum Beispiel bei der Charakterisierung Deiner Figuren. Nehmen wir mal an, unsere Polizistin ist nach außen hin zickig, aber innerlich eher unsicher. Wie könntest Du es zeigen? Unter anderem, indem Du es erklärst (innerer Monolog zum Beispiel). Oder, wie in unserem Fall, Du setzt eine größere Zicke ihr direkt vor die Nase und zeigst uns, wie sie darauf reagiert. Du lockerst also die Geschichte auf und kriegst noch eine Charakterisierung dazu, völlig gratis.
  • Entschleunigung: Die Geschichte selbst, also den Hauptplot könntest Du aller Wahrscheinlichkeit auf zwanzig, vielleicht auch vierzig Seiten erzählen. Damit gewinnen wir also keinen Blumentopf. Durch Subplots sorgst Du dafür, dass Deine Heldin oder Dein Held gar nicht erst die Möglichkeit hat, so schnell wie nur möglich an ihr Ziel zu kommen. Zumindest nicht vor Seite 300 von 310 Seiten. Und das macht letztendlich ja auch den Lesespaß aus.

Eine kurze Zusammenfassung zum Abschluss

Ich empfehle, den Hauptplot in einem Satz zusammenzufassen. Dann hast Du einen roten Faden, an dem Du Dich immer halten kannst, wenn Du mal nicht weißt, wohin Deine Geschichte noch gehen soll. Alles andere, was Du in Deinem Roman schreibst, sollte diesem roten Faden dienen. Wenn nicht, dann ist es durchaus eine Überlegung wert, diese Elemente regelrecht rauszuschmeißen.

Das richtige Wort zum Abschluss

Das waren meine Ausführungen zum Thema Plot und Subplot. Ich hoffe, dass es Dir geholfen hat, den Unterschied zu verstehen. Falls nicht, gib mir Bescheid, dann werde ich notfalls noch mal nachlegen (und mich dann konkret auf Deine Fragen konzentrieren). Sollte ich noch etwas zum Thema Subplot finden, werde ich darüber dann einen Extrabeitrag verfassen.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß mit den folgenden Übungen.

Subplots im Lieblingsroman

Schnapp Dir Dein Notizbuch und schreib von Deinem Lieblingsroman oder -romanen die Subplots auf. Du dürftest jetzt ja wissen, was das ist und wie sie aussehen.

Wenn Du damit fertig bist, überlege Dir, wie diese Subplots dem Hauptplot dienen. Solltest Du zu der Meinung gelangen, dass sie nicht dem Hauptplot dienen, dann prüfe, ob diese überhaupt notwendig oder ob sie nicht eventuell langweilig waren.

Ändere ein Subplot

Nun nimm mal von Deinem Lieblingsroman ein Subplot und ändere diesen komplett. Könntest Du noch die Geschichte so schreiben, wie Du sie kennst? Oder ändert sich die Dynamik? Wenn ja wie? Und würde Dir die Geschichte so gefallen?

Deine Geschichte

Nun schau Dir zum Schluss Deine eigene Geschichte an. Wie ist diese gestaltet? Hast Du den einen oder anderen guten Subplot? Oder erzählst Du, mehr oder weniger, stur die Hauptgeschichte? Wenn Letzteres zutrifft, könntest Du sie ein wenig entschleunigen, indem Du ein oder zwei Subplots hinzufügst?
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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8 Antworten zu Was bedeutet … Plot und Subplot

  1. teaconny schreibt:

    Sehr hilfreich 🙂 Danke 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Yannick Signard schreibt:

    Ein wirklich verdammt guter Artikel. Danke! 👍

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Ein Motto für meinen Roman – Tea's Geschichten

  4. Sui Akim schreibt:

    Wieder etwas dazu gelernt. Danke.

    Ganz sicher in der Unterscheidung bin ich aber noch nicht.
    Ich glaube, mein Plot ist: „Ein junger Mann nimmt an einem Segelwettkampf teil, um mit dem Preisgeld seine Rückreise in die Heimat zu finanzieren.“ und mein Subplot: „Dabei verliebt er sich in seinen Feind.“ – Oder ist das zu „groß“ für einen Subplot?

    Um die Sache mit Aragon von Herr der Ringe nochmals aufzugreifen? Subplot, weil es dem Plot dient oder zweiter Hauptplot?

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Sui,

      danke für Deine Frage. Scheinbar ist der Beitrag noch nicht komplett deutlich rübergekommen. Bei der Überarbeitung werde ich darauf noch einmal achten.

      Es kommt aber immer darauf an, was für eine Geschichte Du erzählen möchtest. Wenn Deine Geschichte ist, dass Dein Held das Preisgeld benötigt, um die Rückreise zu finanzieren, hört sich das sehr nach einer Abenteuerreise an. Da kann es durchaus ein Subplot sein, dass er sich verliebt. Nur wie stark möchtest Du die Liebesgeschichte einbauen? Willst Du aber eher Richtung Romance gehen, dann könnte es eher sein, dass die Heimreise gar nicht so wichtig ist.

      Das bedeutet, dass Du den einen Satz für Deine Geschichte benötigst. Der eine Satz, der Dich durch die ganzen Plots, Subplots und was auch immer durch manövriert. Wenn Du also weißt, was für eine Geschichte Du erzählen willst, wird es leichter die Geschichte auch zu verfolgen und den Hauptplot von dem Subplot zu unterscheiden.

      Solltest Du Dich dafür entscheiden, dass die Finanzierung der Heimreise Dein Hauptplot ist, darfst Du dem Romanceteil (also das er sich in seinen Feind verliebt) nicht DEN Raum geben. Da musst Du, wohl oder übel, auch gewisse Abstriche machen. Dient diese Geschichte aber, die Finanzierung zu erzählen, sie zu behindern (Konfliktpotenzial), dann gehört sie dazu. Aber eben, um die Hauptgeschichte zu erzählen.

      Ich drösele noch einmal auf 😉 : Dein Hauptplot wäre jetzt die Finanzierung. Dein Held tut alles, um zu gewinnen. Von mir aus betrügt er sogar (da ich Deine Geschichte nicht kenne, lasse ich meine Fantasie hier spielen). Das alles ist der Hauptplot.
      Dann verliebt er sich in seinen Feind. Dieser will auch gewinnen, um an das Preisgeld zu kommen. Dein Held verliert durch die Liebe vielleicht sogar kurzfristig sein Ziel aus den Augen. Der Feind versucht das auszunutzen. Das ist eher ein Geplänkel und kann dem Hauptplot dienen.

      Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein wenig weiterhelfen 🙂

      Gefällt mir

      • Sui Akim schreibt:

        Liebe Carola,

        vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

        Deine Rückfragen zeigen mir, dass es komplizierter ist, als ich annehmen wollte.

        Die Heimreise hat absolute Priorität, weil er sterben wird, wenn er nicht rechtzeitig zurück kommt (Hat mit seiner Magie zu tun und damit, dass er sich außerhalb seiner Heimat nicht „aufladen“ kann). Der Segelwettkampf, also besser gesagt der Sieg samt Preisgeld, ist ein Mittel zum Zweck – sein Versuch, schnellstmöglich die Heimreise zu finanzieren. Deswegen würde ich das fest als Hauptplot setzen.

        Dass er sich dabei verliebt, war sicher nicht geplant – und es ist ihm eigentlich auch nicht so recht, weil er das Geheimnis seiner Herkunft nicht teilen kann und will. Allerdings ist es genau diese Liebe (kein anderer Teilnehmer, eher ein… Jurymitglied, ein Kampfrichter), die ihn letzendlich zurück bringt, weil er das Rennen verliert (Sabotage) und von dieser Person eine Art Kredit erhält.
        Ich kann die Liebesgeschichte also nicht ganz hinten runter fallen lassen oder ihr zu wenig Raum geben. Und das bringt mich jetzt zu der Frage, ob das als Subplot zu „groß“ ist… Oder ob nicht doch die Romanze der eigentliche Plot ist – aber dafür ist die Heimreise, der Grund für die Teilnahme und somit die Gelegenheit für ihr kennen lernen, zu wichtig.

        Liebe Grüße

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      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Hallo Sui,

        vielen Dank für die weiteren Informationen. Damit wird das Bild ein wenig klarer. Es kommt letztendlich, wie schon im vorherigen Kommentar geschrieben, darauf an, was für eine Geschichte Du erzählen willst. Aber vielleicht konzentrierst / versteifst Du Dich auch zu sehr auf das Thema Plot / Subplot.
        Überlegen wir mal, welche Geschichte Du erzählen könntest.
        Was ist das Ziel Deiner Figur? – Nach Hause kommen.
        Was ist seine Motivation? – Überleben (hier könntest Du in Deiner Geschichte zeigen, wie sehr er das Leben liebt, so als Inspiration)
        Was ist der Konflikt? – Das fehlende Geld, welche er über das Rennen gewinnen will und wird dabei sabotiert.

        Wenn Du aber die Romanze in den Mittelpunkt stellen willst, dann könnte das so aussehen:

        Was ist das Ziel: die Liebe finden.
        Was ist die Motivation: seinem Herzen folgen, weil er es schon einmal nicht getan hat.
        Was ist sein Konflikt: das er stirbt, wenn er sich auf die Beziehung einlässt.

        Gut, okay, der zweite Versuch ist ein wenig schwach, weil ich Deine Figuren nicht kenne. Aber ich hoffe, Du verstehst, was ich damit meine.

        Wenn Du Deine Geschichte auf einen Punkt konzentrierst, kannst Du das andere gerne mitnehmen. In dem Fall, Dein Held will nach Hause, um zu leben. Nebenbei verliebt er sich. Sein Love Interest könnte ihm helfen, aber auch hinderlich für ihn sein. Letztendlich ist es natürlich Deine Entscheidung. Und es kommt auch darauf an, was für Dich stimmig ist und womit Du Dich wohler fühlst. Für mich hört es sich heraus, dass Du eher die Abenteuergeschichte erzählen möchtest und die Liebesgeschichte eher ein untergeordneter Teil sein soll.

        Und ich kann mir sogar gut vorstellen, dass das eine gute Geschichte werden kann. Schreib sie und konzentriere Dich mehr auf die Heimreise und weniger auf die Liebesgeschichte (wenn Du es in diese Richtung schreiben möchtest). Dann musst Du Dir auch keine allzu großen Sorgen machen, dass der Liebespart zu groß wird. Am besten planst Du ein wenig an der Geschichte. Wenn Du etwas schriftlich hast, dann siehst Du, dass es kein gigantischer Dinosaurier ist, denn Du verarbeiten musst, sondern nur ein Elefant. Und der ist schon groß genug.

        Wenn Du weitere Fragen hast, dann stehe ich Dir gerne zur Seite.

        Liebe Grüße
        Frau Schreibseele

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