12 Anfänge, die Du eher vermeiden solltest

Hei, hallo und herzlich willkommen,

sicherlich hast Du schon mal gehört, dass man mit bestimmten Themen nie eine Geschichte anfangen soll. Dazu habe ich Dir einige Punkte zusammengetragen, welche Punkte das nun genau sind.

Kurze Vorgedanken

Anfänge sind immer solch ein heikles Thema. In Diskussionen habe ich schon erfahren, dass manche Menschen sich noch nicht einmal die ersten Seiten durchlesen, wenn sie ein Buch kaufen. Ihnen reicht der Klappentext völlig aus oder einige Seiten in der Mitte des Buches. Andere hingegen schwören auf die ersten Seiten oder das komplette erste Kapitel.

Doch egal warum Deine Leserinnen und Leser Deine Geschichte gekauft haben, irgendwann werden sie (hoffentlich) Deinen Roman lesen. Und wenn Du ihnen den Einstieg schwer machst, kommen sie vielleicht nie über die ersten Kapitel hinaus und werden dafür keine Werbung machen.

Und seien wir doch mal ehrlich, natürlich wollen wir, dass unsere Leserinnen und Leser an nichts anderes denken, als unseren Roman zu lesen. Wir wollen, dass sie jede Seite umblättern und die Geschichte komplett auslesen. Und idealerweise schlagen sie dann das Buch zu und fangen von vorne an (habe ich zwar nie gemacht, träumen wird man aber noch dürfen).

Daher ist es gut, wenn Du ihnen den Einstieg erleichterst und sie somit im Fluss des Lesens sind. Wenn nicht, wird das durchaus schwierig sie dazu zu bewegen, weiter zu lesen.

Doch wie weit geht der Anfang?

Unter dem Anfang verstehe ich selbst die ersten drei oder fünf Kapitel. Mehr nicht. Danach kannst Du die unten aufgeführten Punkte gerne nutzen. Doch es ist empfehlenswert (keine Pflicht), die Punkte im Hinterkopf zu behalten, wenn Du Deinen Anfang schreibst. Wenn Du die Punkte anwendest, dann auf eigene Gefahr.

1. Die Hintergrundgeschichte

Viele Autorinnen und Autoren sind der Meinung, dass wir eine Menge über die Hintergrundgeschichte der Figuren wissen müssen. Wer sind sie, woher kommen sie, wie kamen sie überhaupt in die Situation, in der wir sie gerade vorfinden? Diese und weitere Punkte werden dann in Kapitel 1 aufgeführt, bevor wir überhaupt die Figur kennenlernen dürfen.

Hier ist ganz klar das Problem, warum sollte mich die Hintergrundgeschichte interessieren? Ich kenne ja nicht die Figur dazu, zu der ich all diese Informationen erhalte. Warum sollte mich also die herzzerreißende Geschichte der Tod der Mutter interessieren? Oder das die Figur einen Abschluss an einer renommierten Universität gemacht hat?

Jetzt wirst Du vielleicht sagen, dass man diese ganzen Informationen braucht, um zu verstehen, mit wem ich es hier als Leserin zu tun habe. Dazu sage ich ganz klar, stimmt nicht.

Zeige uns Deine Figur in Aktion, zeige, wer sie ist und was sie will. Zeige uns, warum wir mit ihr mitgehen sollen. Warum wir überhaupt an ihr Interesse haben sollen. Und das schaffst Du nicht über die Hintergrundgeschichte. Denn da gehe ich noch nicht mit.

Vermeid also in den ersten Kapiteln, uns etwas über den Hintergrund zu erzählen und bleib direkt bei der Geschichte. Wenn ich als Leserin dann Deine Figur kennenlernen durfte, dann darfst Du Stück für Stück auf die Hintergrundgeschichte enthüllen. Denn dann kenne ich die Figur gut genug, um mich für sie in allen Details zu interessieren.

Achtung! Ausnahme!

Es gibt immer Ausnahmen von den Regeln. So auch hier. In einem Schreibratgeber habe ich gelesen, dass eine Autorin ihren Liebesroman durchaus mit einer Szene aus der Hintergrundgeschichte angefangen hatte. Das tat sie jedoch im Prolog und nicht im ersten Kapitel. Und hier war es wichtig, ein Verlust aus der Jugend des Helden zu berichten, um zu zeigen, warum er Bindungsängste hatte.

Solltest Du also wirklich nicht ohne die Hintergrundgeschichte auskommen, versuche es erst einmal. Das ist die wichtigste Regel hierbei. Erst einmal versuchen und sehen, was dabei herauskommt. Wenn Deine Testleserinnen dann sagen, dass sie die Handlungen einer der wichtigen Figuren nicht verstehen und sie sich doch etwas aus der Hintergrundgeschichte wünschen, dann kannst Du es Dir überlegen.

Aber ich würde in den ersten drei bis fünf Kapitel (je nach Länge Deines Romans) auf die Hintergrundgeschichte verzichten.

2. Träume

In einer Schreibgruppe, an der ich eine kurze Zeit teilgenommen hatte, stellte ein Mitautor den Anfang seiner Geschichte vor. Zuerst dachte ich, es handelte sich dabei um den normalen Anfang des Romans. Es stellte sich dann heraus, dass es sich dabei lediglich um einen Traum handelte.

Es verwirrte mich einfach zu sehr, als dass ich dann wirklich mit der Hauptfigur mitfühlen konnte. Daher hatte ich auch nicht unbedingt viel Lust gehabt, der Geschichte weiter zu verfolgen.

Daher gilt hier das Gleiche, wie bei der Hintergrundgeschichte. Stell uns einfach die Figur vor, nachdem sie aufgewacht ist. Das ist der früheste Zeitpunkt, wenn Du unbedingt etwas mit einem Traum schreiben willst. Zeig uns die Figur also in Aktion, wie sie handelt und lebt. Vermeid am Anfang durchaus die Träume.

Wobei ich noch nicht einmal sagen könnte, wann es erlaubt ist, einen Traum am Anfang zu schreiben. Daher würde ich Dir empfehlen, überhaupt auf Träume am Anfang zu verzichten. Da bist Du wirklich auf der sicheren Seite.

3. Ausufernde Beschreibungen

Die Zeiten, in denen Du erst einmal die wunderschöne Umgebung, dann ein Volk und deren Geschichte und die Hintergründe der Charaktere vorstellen konntest, sind vorbei. Punkt. Und leider.

Heutzutage hast Du nicht mehr viel Zeit, um Deine Leserinnen und Leser für Dich zu gewinnen. Gerade, wenn es sich um Deine erste Geschichte handelt. Wenn Du schon einige Romane veröffentlicht hast, sieht die Sache eventuell anders aus. Bis dahin solltest Du Deine Geschichte eher in medias res, also mitten in der Aktion beginnen.

Wenn sich Deine Leserinnen und Leser erst einmal durch gefühlt Dutzende Seiten kämpfen müssen, um zu der Handlung zu kommen, es könnte sein, dass sich viele das nicht mehr antun. Sie wollen etwas erleben. Und das so schnell wie nur möglich. Denn es warten so viele Romane darauf, von ihnen gelesen zu werden. Da haben sie keine Zeit für schlechte Romane mehr. Und wenn Du sie nicht überzeugst, dass Deine Geschichte gut ist, dann werden sie Dir eventuell keine weitere Chance mehr geben.

Es gibt natürlich Ausnahmen unter Deinen Leserinnen und Lesern. Aber die könnten zu klein sein, als dass Du mit ihnen eine Fanbase aufbauen kannst.

Achtung! Ausnahme!

Der erste BandDer Rad der ZeitSerie beginnt in Kapitel 1 in der Tat mit einer eher ausführlichen Beschreibung. Und sie ist alles andere als mitten in der Handlung. Das konnte sich der Autor Robert Jordan aber leisten, weil er sein Prolog spannend schrieb.

Dank des Prologs hatte man Lust auf die Geschichte und verzeiht dann die fast 140 Seiten Einführung (ungefähr so lange dauerte es, bis etwas Spannendes geschieht). Solltest Du also nicht mitten in der Handlung anfangen können, überlege Dir, ob Du nicht mit einem Prolog das umgehen kannst.

4. Worauf soll ich mich konzentrieren?

Anfänge, mit zu vielen Charakteren, Handlungen, Orte und keinen richtigen Fokus, bei welcher Person ich mich befinde oder befinden soll, können durchaus irritierend sein. Natürlich dürfen durchaus einige Charaktere am Anfang auftauchen und auch verschiedene Handlungen eine Rolle spielen. Vermeide aber, dass es einfach nur ein Wildes durcheinander ist, bei dem niemand mehr durchblickt, wer was tut, wo ich mich als Leserin befinde und worauf ich mich zu konzentrieren habe.

Gerade am Anfang ist es eine gute Empfehlung, wenn Du mich an die Hand nimmst und mir die Hauptfigur vorstellst. Dann ihre Umgebung und dann in ein oder zwei Handlungen mitnimmst. Gerne kannst Du im Verlauf der Geschichte so richtig loslegen und eine wilde Feier mit verschiedenen Handlungssträngen und Figuren und Charakterspringen durchführen. Doch am Anfang würde ich eine gemächlichere Gangart durchaus bevorzugen.

5. Listen über Listen

Wenn Du am Anfang irgendwelchen Listen aufstellst, könnte das eher langweilig werden. Damit meine ich nicht die Aufzählungen, wie man es in den Schreibdokumenten macht, sondern Aufzählen von Charaktereigenschaften oder irgendwelche andere Besonderheiten.

Beispiel:
Sie war wunderschön, hatte eine anmutige Handlungsweise und konnte zudem ausgesprochen gut Klavier spielen. Die Heldin hatte zwar eine schwache Konstitution, war aber eine exzellente Reiterin.

Und so weiter.

Sicherlich verstehst Du, was ich meine. Es gehört durchaus zu der Sorte „Show, don’t tell“. Zeig mir also die Figur in Aktion, wie schön sie wirklich ist und wie anmutig ihre Handlungen sind. Auf diese Weise wird die Sache durchaus interessanter, als wenn Du mir nur erzählst, wie jemand ist.

6. Deine Figuren tun … Nichts

Die ganze Zeit schreibe ich, dass wir die Figuren in Aktion sehen wollen. Das bedeutet also, dass sie irgendetwas tun sollen, was die Handlung vorantreibt. Also ist es nicht unbedingt empfehlenswert, wenn Deine Figur faul auf dem Sofa liegt, verträumt in der Gegend herumschaut oder die Wäsche wäscht.

Lasse sie irgendetwas anderes tun. Oder Sorge dafür, dass jemand diese Situation stört, damit der Charakter zur Handlung gezwungen wird. Wieso nicht die Polizei vorbeischicken und Deine Figur aus der Alltagswelt reißen?

Hauptsache ist erst einmal, dass wir sehen, dass Deine Figur etwas macht. Was dann als nächstes kommt, ist eine andere Sache. Sie kann gerne mal die Wäsche waschen oder faul auf dem Sofa sitzen, aber nicht am Anfang. Später kann ihr dann eventuell noch etwas einfallen, was wichtig für die Geschichte ist. Bis dahin ist sie halt in Bewegung.

7. Reflexion über die aktuelle Situation

Deine Figur steckt in der Patsche. Sehr schön. Vielleicht sogar wortwörtlich? Noch besser. Dann kannst Du mir ja zeigen, was für ein Typ Charakter sie oder er ist, indem Du die Figur handeln lässt.

Wie, Du willst mir zeigen, wie sie darüber denkt? Bitte nicht.

Deine Figur darf gerne eine Reflexion über die vergangenen Ereignisse machen. Aber eben nicht am Anfang. Nicht im ersten Kapitel. Dort will ich als Leserin sehen, dass die Figur handelt und in der Lage ist überhaupt zu handeln. Und wenn sie nicht handelt, dann zeig mir, warum sie es nicht tut.

Vielleicht wurde die Figur ja gefoltert und ihr Wille ist gebrochen. Das kann ja passieren. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber trotzdem lass am Anfang irgendetwas geschehen, damit ich überhaupt Lust habe, Dir zu folgen.

Also bitte keine Reflexion darüber, wie Deine Figur in diese Situation gekommen ist.

8. Rückblenden

Rückblenden stehen auf der gleichen Stufe, wie die Hintergrundgeschichte und Träume. Mit wem habe ich es zu tun, dass mich die Rückblende interessiert? Um den Wert einer guten Rückblende zu schätzen, muss ich erst einmal wissen, mit wem ich es zu tun habe.

Daher meide in den ersten Kapiteln irgendwelche Rückblenden und zeige mir erst einmal den Charakter. Was danach kommt, ist eine ganz andere Geschichte. Wenn es notwendig ist, kannst Du dann gerne Rückblenden einsetzen.

Wobei viele Autorinnen und Autoren der Meinung sind, dass Rückblenden überhaupt sehr sparsam eingesetzt werden soll. Idealerweise sollte die Anzahl bei null liegen. Das ist natürlich eine Ansichtssache. Aber versuch am besten die Geschichte zu erzählen, damit wir ans Ziel kommen. Und nicht in irgendwelchen Rückblenden uns verlieren.

9. Prologe

Du wirst auf keinen Fall von mir lesen, dass Du auf einem Prolog verzichten solltest. Aber das Thema Prolog ist sehr umstritten. Die einen sagen, dass man niemals einem Prolog schreiben sollte, die nächsten nur in Ausnahmefälle. Und andere benutzen diese für jede ihrer Geschichten.

Zum Thema Prolog und Epilog werde ich mich noch einmal ausführlicher beschäftigen. An dieser Stelle sei so viel gesagt, wenn Deine Geschichte ohne Prolog nicht funktioniert, solltest Du ihn streichen und den Inhalt in die ersten Kapitel einbauen. Wenn aber die Geschichte funktioniert und Dein Prolog noch mehr Informationen liefert, dann kannst Du es behalten.

Ansonsten musst Du selbst entscheiden, ob Du ein Prolog haben möchtest oder brauchst. Gegebenenfalls auch in Absprache mit Deiner Agentin oder Deinem Agenten, bzw. Deinem Verlag (sofern Du einen haben willst).

10. Kein Wetterbericht

Der Himmel ist grau und es regnete in Stürmen. Schön, dass Du mir zeigst, wie das Wetter ist. Aber warum sollte mich das nun wirklich interessieren? Natürlich könnte das etwas zur Charakterisierung beitragen. Wenn es regnet, dann könnte Deine Figur ein wenig deprimiert sein.

Aber es ist viel besser, wenn Du mir zeigst, dass Deine Figur niedergeschlagen ist und dann kannst Du es gerne auf das Wetter zurückführen. Fang jedoch immer bei der Figur an. Dann kann alles andere gerne kommen.

11. Keine Streitereien

Deine Heldin ist eine liebenswürdige Person, die es nicht leicht im Leben hat. Besonders, weil ihre Schwester ihr das Leben zur Hölle macht. Zudem hat sie auch noch einen zickigen Chef und eine mobbende Belegschaft. Durchaus eine gute Grundlage, dass man Mitleid mit unserer Heldin haben könnte.

Aber wenn die erste Szene ein heftiger Streit zwischen ihr und der nervigen Schwester ist, in der sie sich endlich behauptet, bei aller Liebe, das kann schmutzig werden. Und vor allem, den Rest des Romans werden wir schauen, ob die Heldin nicht wieder so austickt, wie im ersten Kapitel.

Wenn Du Deine Geschichte mit einem Streit anfängst, dann riskierst Du, dass Deine Leserinnen und Leser sich erst einmal wundern. Und wie schon geschrieben, sie werden bei Deiner Heldin immer auf der Hut sein, wie sie dann reagiert, wenn sie wieder auf die Schwester trifft.

Mit anderen Worten, Du hast es schwerer Deine Heldin als das Opfer zu verkaufen, wenn Du sie am Anfang als unsympathische Person rüberkommen lässt. Denn wir wissen nichts über sie und fragen uns daher, warum soll uns der Streit interessieren?

Zeig uns also den Charakter und ich folge Dir auch durch den heftigsten Streit. Denn sehe ich, dass sie sich behauptet, jubele ich ihr auch zu und feiere den Sieg. Ansonsten eher nicht.

Achtung! Ausnahme!

Jetzt muss ich an die Filme denken, die mit einer Katastrophe anfangen, ohne dass man die Figuren kennt. Hier könnte man sagen, dass diese Filme eigentlich dieser Empfehlung entgegensprechen. Doch die Szene wird rechtzeitig genug abgebrochen und die Vorgeschichte erzählt, sodass man versteht, was der Film überhaupt mit der Einstiegsszene sagen will.

Sicherlich ist das auch bei einem Roman möglich (auch wenn ich das so noch nie gelesen habe). Also fängst Du mit einem Streit an, brichst dann mittendrin ab, um uns dann zu zeigen, wie alles anfing. Das würde ich also nicht kategorisch ausschließen. Aber verwende es mit Vorsicht.

12. Ein Löffelchen nach dem anderen

Du kannst Deinen Leserinnen und Leser durchaus vertrauen. Auch wenn sie am Anfang nichts verstehen und keine Zusammenhänge erkennen, so wissen sie das auch. Das ist auch eine der Gründe, warum sie überhaupt Deinen Roman lesen wollen.

Wenn sie alles auf dem silbernen Tablett serviert wollen, dann würden sie sich eine Zusammenfassung der Geschichte durchlesen und könnten dabei sicherlich eine Menge Geld sparen.

Doch sie wollen erfahren, was für Geheimnisse Deine Charaktere haben, wie sich die Geschichte entwickelt und der Lösung selbst nach und nach auf die Spur kommen. Daher kannst Du alles gerne nach und nach Offenbahren und uns zeigen, was Du auf dem Kasten hast. Also zeige uns alles über den kompletten Roman. Und nicht gleich in den ersten paar Kapiteln.

Zeige also alles nach und nach und überfordere Deine Leserinnen und Leser nicht. Aber Du musst Dir keine Sorgen machen, unterfordern brauchst Du sie deswegen auch nicht.

Abschlussgedanken

Natürlich kannst Du alle Ratschläge aus diesem Beitrag in den Wind schießen und jeden dieser Anfänge benutzen. Das ist letztendlich Deine Entscheidung. Aber es ist halt so, dass Du Dir Dein Schreibleben nur unnötig schwerer machst. Und an sich ist das Schreibleben schon schwer genug.

Überlege es Dir also gut, wenn Du einen der oben aufgeführten Vorschläge benutzt. Und dann steh zu Deiner Entscheidung.

Anfänge anderer Romane

Wenn Du jetzt einen Roman liest, achte Mal, wie diese anfangen. Halten die sich an die oben aufgeführten Regeln? Und wenn ja, wie fangen diese an? Halten sie sich nicht daran? Wie geht es Dir dabei? Kommst Du leicht in die Geschichte hinein? Oder hast Du damit Schwierigkeiten?

Schreib Deine Erkenntnisse dazu auf und überlege Dir, was es für Dich und Deine Geschichte bedeuten mag.

Dein eigener Anfang

Überprüf Deinen eigenen Anfang. Ist er stark genug, um Deine Leserinnen und Leser zu fesseln? Oder musst Du da noch einiges tun? Gerne kannst Du einfach mal probieren und ein der oben aufgeführten Themen als Inspiration für einen Anfang nutzen. Und dann kannst Du einen starken Anfang schreiben, der nicht auf den oben aufgeführten Beispielen beruht.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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4 Antworten zu 12 Anfänge, die Du eher vermeiden solltest

  1. simonsegur schreibt:

    Wie Du selbst immer so schön sagst: Keine Regel ohne Ausnahme. Hier eine berühmter Romananfang zu Punkt 10: Kein Wetterbericht:

    Anmerkung von mir: Das Zitat musste ich löschen. Gründe dafür findest Du in der Antwort zu diesem Beitrag.

    (Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften).

    Gefällt mir

    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Simon,

      erst einmal Danke für Deinen Kommentar und die Zeit, die Du mit dem Schreiben verbracht hast.
      Leider muss ich mich gleich doppelt bei Dir entschuldigen. Einmal, weil die Freischaltung so lange gedauert hat. Das lag daran, dass ich den Verlag angeschrieben habe, um das Urheberrecht mit Deinem Zitat zu klären. Nach über einer Woche hat sich dieser leider nicht bei mir gemeldet.
      Und da kommen wir zur zweiten Entschuldigung. Da ich mir nicht sicher bin, wie die rechtliche Lage ist, entschied ich mich zur Löschung Deines Zitats. Schweren Herzens, das musst Du mir glauben. Denn es ist ein schöner Beweis gewesen, wie eine Geschichte auch mit einer Wetterbeschreibung anfangen kann. Und mir hat er sehr gefallen.

      Ehrlich gesagt, ich kann das Buch nicht und habe daher im Internet recherchiert. Und da viel mir auf, dass es in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts geschrieben und in den dreißigern veröffentlicht wurde. Jetzt könnte man durchaus sagen, dass damals eine völlig andere Zeit war. Immerhin wurde in diesem Dreh herum auch „Der Herr der Ringe“ geschrieben. Und der fing ja auch (soweit ich mich noch erinnere) mit einer sehr langatmigen Beschreibung an.

      Andererseits, warum sollte man nicht die Regeln brechen und durchaus eine Geschichte mit einem Wetterbericht anfangen? Wenn es gut gemacht ist, dann kann das durchaus klappen. Und sicherlich wäre es interessant zu sehen, wie es bei den Leserinnen und Lesern ankommt.

      In dem Sinne … 🙂

      Danke Dir noch einmal und entschuldige die Verstümmelung Deines Zitats.

      Liebe Grüße

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  2. simonsegur schreibt:

    Liebe Carola, danke für die lange Antwort 🙂
    Zitierangst braucht man bei Musil nicht zu haben – wie Du selbst schreibst, stammt das Buch aus den 30ern, die 70 Jahre hartes Copyright sind also vorbei. Außerdem darf jeder, mit Angabe der Quelle, ein paar Sätze aus einem Buch zitieren – das wäre ja nun noch schöner: Immerhin gibts den „Mann ohne Eigenschaften“ ja öffentlich online, etwa hier: https://archive.org/stream/MusilDerMannOhneEigenschaften/Musil%20-%20Der%20Mann%20ohne%20Eigenschaften#page/n11/mode/2up

    Und generell zu den Regeln: Regeln finde ich als Begriff für kreative Arbeiten ohnehin höchstens fragwürdig. Mit Wörtern wie „Richtlinien“ oder Orientierungen kann ich mich anfreunden, aber Regeln? Die hat Fantasie nicht. Basta 🙂
    Liebe Grüße zurück!

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Simon,

      das Problem war, ich hatte mich mit einer Freundin unterhalten, die sich ein wenig mehr mit Vertragsrecht auskennt, als ich es tue. Zumal Musil trotz allem ein Verlag hinter sich hat (der sich übrigens bis heute nicht gemeldet hat, entweder die haben viel zu tun oder die fanden die Anfrage lächerlich und haben sie gelöscht, ich weiß es nicht). Daher war es eine Vorsichtsmaßnahme (Stichwort: Abmahnanwälte).
      Aber danke Dir für den Link.

      Wobei, ich habe nachgedacht über das Wort Regeln. So fragwürdig finde ich diese Bezeichnung nicht ganz. Warum? Wenn Du Inspirationen oder Empfehlungen oder von mir aus „Richtlinien“ bekommst, dann mag es sein, dass Du Dich daran hältst, bei Regeln hingegen neigen manche Leute sich aufzusetzen und zu sagen, hei, da ist eine Regel, die muss ich jetzt brechen. Egal wie, ich will beweisen, dass es auch anders geht.

      Und wer weiß, was am Ende dabei herauskommen kann. Also so ganz unsinnig finde ich die Bezeichnung nicht 😉 Mit gewissen Einschränkungen natürlich 😉

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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