Frauen in Fantasyromanen und in der Geschichte

Hei, hallo und herzlich willkommen,

mein letzter Kinofilm, den ich gesehen habe, war „Warcraft – The Beginning„. Ein durchaus sehenswerter Popcornfilm und ein sehr guter Lieferant für weitere Beiträge.

Kurze Vorgedanken

Es gibt Zeiten, da möchte ich gar nicht so kritisch sein, wie ich es dann manchmal bin. Als ich diesen Beitrag schrieb, kam ich direkt aus dem Kino. Und an sich war „Warcraft – The Beginning“ durchaus ein angenehmer Film. Doch es gab ein Punkt, der mich doch sehr gestört hatte: meine eigene kritische Brille, der es mir zwischenzeitlich um einiges schwerer macht, diverse Filme zu sehen oder Bücher zu lesen.

Das bedeutet nicht, dass mir der Film keinen Spaß gemacht. Doch es gibt Punkte, bei denen ich mir denke, es hätte um einiges besser werden können, hätte man die eingehalten. Und wie die Überschrift schon vermuten lässt, ja, es geht mal wieder um die Rolle der Frau. Aber auch andere Punkte werden dann Thema eigener Beiträge werden. Das kann ich schon mal versprechen.

Ein paar Gedanken rund um das Genre Fantasy

Sicherlich können wir uns darauf einigen, dass die meisten Fantasyromane von unserer eigenen Geschichte inspiriert sind. Vornehmlich dem Mittelalter. Wenn wir einen Fantasyroman lesen, dann haben einige vielleicht das Gefühl, so ähnlich könnte es im Mittelalter unserer Welt ausgesehen haben. Auch wenn dieser Gedankengang nicht realistisch ist, so kann es durchaus passieren, dass wir viele Ideen, wie unser Mittealter einst aussah, aus Fantasyromanen übernommen haben.

Unabhängig, ob manche von uns unbewusst verführt werden, Fantasy für ein wenig ZU real zu halten oder nicht, basiert dieses Genre auf unsere Geschichte. Manche stärker, andere weniger. Und bei einigen Romanen hat man durchaus das Gefühl, reale Länder aus unserer Geschichte direkt eins zu eins zu erleben und nachvollziehen zu können.

Und doch dürfen wir von den meisten Büchern und auch Filmen aus diesem Genre gerne enttäuscht sein. Nun gut, ich kann es. Wie es bei Dir aussieht, will ich nicht entscheiden. Doch die Rolle der Frau in diesem Genre ist für mich schlicht enttäuschend.

Dabei bin ich eine leidenschaftliche Hobbyhistorikerin. Das bedeutet, dass ich gerne historische Sachbücher aller Art lese. Natürlich auch gerne aus der Zeit des viktorianischen Englands. Aber auch einfach mal so ein Buch über die Steinzeit und dem Mittelalter. Vor einigen Jahren habe ich auch, ohne große Intention, ein Buch über die Geschichte Indiens gelesen.

Was das alles zu bedeuten hat? Geschichte und Fantasy schließen sich nicht aus, obwohl sie es tun.

Frauen in der realen Geschichte – unserer Geschichte

Wenn wir in historischen Büchern lesen, dann lesen wir eines, die Geschichte über Männer, die meistens von Männern geschrieben wurden. Das bedeutet, dass die Taten von Männern mehr oder weniger in epischer Bandbreite erzählt wurden. Egal wie bedeutend die Angelegenheit wirklich für die Geschichte war, sie wurde erzählt.

So kann es durchaus vorkommen, dass ein unscheinbarer Mann so einer beachtlichen Größe gefunden hat, nur weil seine Geschichte immer und immer wieder erzählt wurde. Und dadurch wurde ihm mehr Bedeutung zuerkannt, als es letztendlich stimmte.

In den Geschichtsbüchern dieser Männer haben Frauen eine untergeordnete Rolle gespielt. Sofern sie überhaupt erwähnt wurden. Denn Frauen spielten in der Welt der Männer nicht unbedingt die Rolle, die sie eigentlich hätten einnehmen sollen.

Und diese sexistische Brille tragen viele Historikerinnen und Historiker noch heute. Und das bringt zwei Probleme mit sich. Zum einen, es wird teilweise den Berichten von damals geglaubt. Zwar gibt es heute durchaus eine kritische Beobachtung. Aber wenn ich mir zwei Beiträge im Fernsehen zu einem Thema ansehe, dann bekomme ich mindestens drei verschiedene Ansichten der gleichen Ereignisse.

Denn wir sehen die Ereignisse von damals mit einer Brille der Gegenwart (oder zumindest die Historikerinnen und Historiker). Das bedeutet, was wir heute erleben und heute kennen, wird auf die Vergangenheit angewandt (das zweite Problem). Und zwar ohne Rücksicht darauf, dass damals ganz andere Verhältnisse vorherrschten und somit die Dinge ganz anders bewertet werden müssten.

So werden Dinge, die Frauen getan haben, in einem ganz anderen Licht betrachtet. Wurden sie nicht erwähnt oder in einem Kontext, der heute eher als unschön gilt, wurde dies einfach übernommen und nicht weiter kritisch hinterfragt.

So gibt es den Dienst an die Göttin. Das bedeutete, dass Frauen mit fremden Männern eine Nacht verbrachten. Das gilt heute in einigen historischen Berichten als reine Prostitution. Denn was sind Frauen, die mit Männern schlafen und dafür Geld bekommen?

Eine andere Sicht der Dinge erlauben sich nicht alle Historikerinnen und Historiker. Leider. Denn dazu müsste man aus der Box springen und über den eigenen Tellerrand schauen. Und noch wagen das nicht alle. Und wenn, dann kann das durchaus zu Anfeindungen führen.

Fakt ist, unsere Geschichte bzw. die Männer hatten zu den verschiedenen Zeiten einen unterschiedlichen Stand zu den Frauen. Vor zwei oder drei Jahren habe ich die Biografie des Großen Kurfürsten gelesen. Unter anderem blieb mir eine Szene im Kopf. Und zwar, dass es geheißen haben soll, dass der wehrte Kurfürst seinen Kurfürstenhut (wohl das Äquivalent zu der Krone eines Königs) seiner Ehefrau Luise Henriette von Oranien zu den Füßen warf. Danach soll er gesagt haben, dass sie doch bitte die Regierungsgeschäfte übernehmen solle, wenn sie doch alles besser wisse.

Jetzt wirst Du Dich vielleicht fragen, was bitte schön der Blödsinn soll. Danach hast Du sicherlich nicht gefragt. Denn zu Zeiten des Großen Kurfürsten hörte dieser noch auf den Rat seiner Mutter, seiner Schwester und seiner ersten Ehefrau (bei seiner zweiten Ehefrau bin ich mir nicht mehr so sicher).

Erst später wurde der Rat einer klugen Frau nicht mehr geschätzt, ganz im Gegenteil. Dieser wurde abgelehnt und die Frauen sogar misstrauisch beäugt, wenn sie klüger war, als ein Mann.

Und vor allem, sie waren immer ein Teil der Geschichte. Sie waren Töchter, die man verheiraten konnte, Schwestern die gelegentlich was Eigenes auf die Beine stellte und auch Mütter, welche sich um ihre Kinder kümmerten (sowohl Söhne als auch Töchter). Sie waren Ehefrauen von berühmten Männern, unterstützten diese oder kümmerten sich um ihre eigene Sachen.

Frauen waren in der Geschichte immer zugegen. Vielleicht nicht so aktiv, wie ich es mir gewünscht hätte. Und doch hatten sie ihren Wert und waren vorhanden. Zwar waren die Männer durchaus die aktiveren. Zudem vergessen so manche Historikerinnen und Historiker, dass es Frauen gab. Aber man kann nicht um sie herumkommen. Das ist so gut wie unmöglich. Und das sollten wir niemals vergessen.

Die Rolle der Frau in der Fantasy

Wenn man sich das durchliest und sich dann anschaut, wie die Rolle der Frau in den Fantasyromanen ist, dann findet man einen gewaltigen Unterschied. Während in der Geschichte die Frau eine entscheidende Rolle spielen konnte, scheint dies in den Fantasyromanen schlichtweg vergessen zu werden.

Schauen wir uns die großen, epischen Fantasyromane an, dann sind die häufigsten Themen Krieg, Politik und die Macht. In der historischen Welt war das nicht unbedingt das Spielfeld von Frauen. Oder kennst Du eine große historische Kriegsherrin. Ja, es hat sie gegeben. Aber jetzt ganz spontan eine zu benennen, das ist durchaus schwierig, ich gebe das gerne zu (in der Überarbeitung viel mir eine große Kriegerkönigin ein, es war Boudicca).

Aber muss das bedeuten, dass wir deswegen die Frau in den Fantasyromanen einfach vor der Tür lassen müssen? Das war in dem Warcraftfilm nämlich so. Menschenfrauen spielten als Ehefrauen oder Königin eine Rolle. Aber wer war die Kriegerin? Keine Menschenfrau (und sonst kamen keine vor, die man näher hätte betrachten können).

Ich meine, wir haben es hier mit einer Fantasygeschichte zu tun. Und Fantasy entspricht nicht der Realität. Auch wenn wir vielleicht bei manchen Geschichten das Gefühl haben. Oder die Geschichten ein Teil unseres Denkens werden. Sie sind und bleiben fiktionale Geschichten.

Man kann also eine Frau durchaus in Rollen stecken, welche historische Frauen niemals hätten annehmen können oder dürfen. Gerne offen und legal oder auch unter der Hand (wie es Mulan getan hat).

Oder, wenn Du Deine Frauen nicht in den Krieg schicken möchtest, was ist mit der Magie? Physisch gesehen besteht ein Unterschied zwischen Männern und Frauen. Darüber können wir uns einig sein (warum das auch bei anderen Völkern gilt, will sich mir aber nicht erschließen). Aber warum sollte das für die Magie gelten? Oder in der Politik? Oder in anderen Bereichen?

Es gibt keinen rationalen Grund, warum das nicht in Fantasyromanen gelten soll. Natürlich, in historischen Romanen ist dies eher schwerlich möglich. Aber Fantasyromane sind einfach keine historischen Romane. Also, warum bitte schön, sollten wir nicht die Möglichkeit nutzen und weniger sexistische Elemente in diese Geschichten einbauen? Ich sehe einfach keinen Grund.

Abschlussgedanken: Was lernen wir daraus?

Aus der Geschichte und den historischen Romanen können wir folgendes lernen:

  1. Die Geschichte ist interessant. Sowohl für Fantasyautorinnen und -autoren als auch für alle anderen. Denn sie bietet eine Fülle an Material für Deine Romane.
    Lies ruhig einige Bücher zur Geschichte, die sich auch kritisch mit dem Thema auseinandersetzt. Lies Dir auch gerne Bücher über das soziale Umfeld der damaligen Zeit und nicht nur über die großen Männer der Geschichte. Dort findest Du sicherlich auch interessante Frauenfiguren und damit auch Vorbilder für Dich und Deine Figuren.
  2. Gib den Frauen durchaus größere Rollen in Deinem Fantasyroman. Gerne an der Front, aber auch hinter dem Kampfgetümmel. Gib den Frauen interessante Rollen und interessante Geschichten.
    Damit werden diese Geschichten für Deine Leserinnen und Leser interessanter. Nicht nur für Frauen, sondern im allgemein für alle, die nach Deinem Buch greifen. Denn die meisten von uns wollen interessante Charaktere lesen. Gib sie uns also.
  3. Schreib einfach bessere Bücher. Dazu gehört eine Menge. Aber ich bin mir sicher, Du schaffst das schon.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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6 Antworten zu Frauen in Fantasyromanen und in der Geschichte

  1. Nora Bendzko schreibt:

    Hallo Carola, danke für diese Gedanken! Ich überlege, mir jetzt doch Warcraft anzusehen … mein Freund und ich waren ziemlich hin- und hergerissen. Wir wollten gern, hatten aber Angst, dass das wieder der totale Hollywood-Klamauk wird. Wobei man sicher nicht mehr als gutes Popcorn-Kino erwarten kann … schade.

    Wir sind ja nach „Mad Max“ ziemlich verwöhnt, hast du den gesehen? Der Film hat tatsächlich gezeigt, dass Actionfilm nicht stupide heißen muss, und ja, dass ein Action-Film auch eine STORY haben kann und dass diese selbst in den Action-Szenen vorangetrieben werden kann. Außerdem bespricht der Film sehr interessante Frauenrollen … was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Ich würde tatsächlich sagen, es ist ein emanzipativer Film. Und einer der wenigen Action-Filme, in denen eine Frau die Hauptrolle spielt, ohne für das männliche Publikum sexualisiert zu sein.

    Aber ich schweife ab … bin etwas verwundert, dass Warcraft versäumt hat, Kriegerinnen einzubringen. Die hat es doch schon immer in dem Franchise gegeben, und ein großer Teil der Fanbase sind auch Spielerinnen. Wer weiß, was da wieder schieflief. Naja, heißt es wieder hoffnungsvoll oder auch -los auf eine Wonder Woman Verfilmung warten … 😉

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Nora,

      also Warcraft ist ein netter Popcornfilm. Das kann ich nicht anders sagen. Aber letztendlich hat er noch eine Menge Schwächen, wo ich mir doch schon dachte, dass die in DEM Ausmaßen doch nicht mehr vorkommen. Wobei ich zwischenzeitlich herausgefunden habe, dass die Kritiken eher von den Fans positiv sind, weniger von der „offiziellen“ Seite (was auch immer das letztendlich bedeuten soll). Mal sehen ob Teil 2 und Teil 3 überhaupt gedreht wird. Liegt ja letztendlich an dem Geld, was sie einnehmen werden (an den Kinokassen).

      Zugegebenermaßen habe ich bisher noch nicht geschafft den neuesten „Mad Max“ zu sehen. Wobei ich durchaus positives davon gehört habe (wenn man die richtigen Leute fragt). Daher werde ich es mir doch mal ansehen, komme was da wolle 😉 Aber schön, dass es doch solche Perlen gibt, die man auf der großen Leinwand findet und nicht immer als Indifilme. Denn dort erwarte ich eigentlich eher solche Filmperlen. Das lässt sogar hoffen, dass sich irgendwann Mal ein Film sehen lässt, über den man in dieser Hinsicht nicht mehr meckern muss. Sondern über Story oder Charakterbau oder derartiges. Das wäre doch mal was.

      Und ich gestehe, ich habe jetzt von Warcraft nicht die Ahnung. Klar, ich weiß das es ein Onlinerollenspiel ist und kannte auch einige, die das durchaus exzessiv gespielt haben. Doch mir war es auch so, dass dort durchaus Frauen eine Rolle gespielt haben. Daher war ich doch überrascht, dass eigentlich nur zwei Frauen in dem Film eine Sprechrolle hatten. Wobei man über die Orkin auch noch was schreiben könnte.

      Aber mit solchen Filmen kann man, meiner Meinung nach, nur auf zwei Arten umgehen. Entweder akzeptieren und schauen und dabei nichts ändern, oder daraus lernen und es für die eigene Geschichte besser achen :=

      Wobei ich auf eine Black Widow Verfilmung von Marvel bzw. die Captain Marvel (ebenfalls eine Frau) hoffe. Denn Jessica Jones (die Serie) soll durchaus feministisch sein und sehr gut. In dem Sinne, es besteht Hoffnung.

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  2. nikeleonhard schreibt:

    Das ist ein Thema, mit dem ich mich auch immer wieder gedanklich auseinandersetze und über das ich (wenn die Werbung gestattet ist, sonst nimm den Link einfach raus) hier schon mal gebloggt habe: https://nikeleonhard.wordpress.com/tag/liebe/
    Und ja, ich gebe dir recht, wenn man sich umsieht, findet man viel mehr Frauenrollen, als nur die passive „Gattin von…“ Sappho, Hatschepsut, Kleopatra, Cixi, Katharina die Große, Trotula, Hildegard v. Bingen, Elisabeth v. Thüringen, Jeanne d’Arc, Theophanu, Hypathia v. Alexandria, die „Amazonen“ von Dahomey, Urraca, Maria Sybille Merian, Emilia Guentilesci … die Liste ließe sich noch lange, lange fortsetzen. Frauen mit vollkommen verschiedenen Geschichte, auch wenn viele Hochgeborene darunter sind. Deren Geschichte ist nun mal besser dokumentiert, als der der einfachen Leute. Das gilt für Männer aber genauso.
    Auch die Forderung, Frauen interessantere Geschichten zu geben, unterstreiche ich sofort. Natürlich kann nicht jede den Wunsch haben, Kriegerin zu werden oder wenigstens Supermagierin. Aber mehr, als irgendeinem Kerl (auch wenn er Mr. OH-MY-GOD sein sollte) hinterherzurennen, sollte schon drin sein. Nicht mal die Protagonistinnen in den Märchen tun das. Im Gegenteil: Die sind oft sogar erstaunlich selbständig, bis sie dann um des guten Endes willen zwangsverheiratet werden.

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo,

      da Dein Link zum Thema gehört, lasse ich ihn gerne hier. Solche Werbung ist bei mir völlig in Ordnung 😉

      Du schreibst ja, dass die Märchenheldinnen mehr tun, als den Kerlen hinterher rennen. Und da hast Du vollkommen recht. Einige von ihnen sind schon verheiratet und müssen ihren Ehemann retten, weil er irgendwelche Dummheiten gemacht hat. Die gibt es. Aber in diesem Fall hat sie ja schon einen Mann an ihrer Seite und will ihn sich nur erhalten. Doch viele andere Heldinnen kämpfen um ihre Mütter, ihre eigene Sicherheit, um das eines ganzes Königreiches (oder auch Königinnenreich). Und man sollte bedenken, dass diese Märchen teilweise durchaus sexistische Zeiten unserer eigenen Geschichte überlebt haben. Die darf man sich gerne auch als Vorbild nehmen.

      Aber wenn man sich die Heldinnen der Gegenwart ansieht (oder zumindest die Rollen, die man uns als Heldinnen verkaufen will), mir fallen da sehr viele Schwächen auf. Und das finde ich traurig. Du hast sehr viele Namen aufgelistet, die man sich als Vorbild nehmen kann. Und wenn man sie nicht nehmen will, man muss sich nur ansehen, was dürfen Männer und was dürfen Frauen. Finde den Unterschied, merze ihn aus und wir befinden uns auf einen sehr guten Weg, was das betrifft. Aber dazu habe ich schon den einen oder anderen Beitrag geschrieben.

      Es wäre schön, wenn die Frauenrollen ein wenig mehr mit Respekt geschrieben werden. Immerhin können aus ihnen auch Vorbilder für die zukünftigen Frauen entstehen. Und ich finde, da darf man durchaus mit mehr Respekt herangehen.

      Gefällt 1 Person

  3. Soleil schreibt:

    Sehr gute Gedanken! Zwei Anmerkungen: Es gibt in den letzten Jahren verstärkte Ambitionen von weiblichen Wissenschaftlerinnen, die Frauen aus dem Dunkel der Geschichte zu holen. Sie haben mehr zu unserer Historie beigetragen, als wir in der Schule gelehrt bekommen. Feministische Archäologie eben. Und: Gerade in letzte Zeit gibt es Frauen, die mit dem Genre zu tun haben, die etwas daran ändern wollen. Es sind bisher nur kleine Schritte, aber immerhin.

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Soleil,

      für solche Projekte bin ich immer sofort zu haben. Denn ich denke auch, dass Frauen viel mehr für unsere Geschichte getan haben, als wir uns bewusst sind. Und vor allem, als uns beigebracht wurde. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich viel über Frauengeschichte in der Schule gelernt habe. Oder über Frauen, die etwas geleistet haben.

      Aber versuch mal zehn Wissenschaftlerinnen und zehn Wissenschaftler zu benennen. Oder für welches Gebiet Du Dich interessiert. Ich wette mit Dir, die meisten können unzählige Männer benennen, aber bei Frauen müssen wir allesamt nachdenken (leider muss ich mich auch dazu zählen).

      Und im Genre gibt es definitiv auch einiges zu tun (schau Dir mal den Link von Nile Leonhard an, auch Frauen selbst müssen noch einiges tun). Andererseits, das tolle ist, dass etwas getan wird. Das lässt definitiv hoffen 🙂

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