Warum führe ich diesen Blog?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es ist wieder Monatsende und daher mal wieder Zeit die Hosen runterzulassen. Zumindest meine.

Kurze Vorgedanken

Wer ein Blog führt, egal, zu welchem Thema, weiß, die Beiträge benötigen Zeit. Sehr viel Zeit. Manchmal drei oder vier Stunden, manchmal sogar noch mehr. Zeit, die man eigentlich auch in die Arbeit einer Kurzgeschichte oder den nächsten Roman investieren könnte. Oder einfach im Park sitzen und nichts tun. Und trotzdem führen viele Menschen einen Blog. Neben der Arbeit, neben den vielen Hobbys, neben dem Schreiben oder der Familie.

Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht mehr, wie ich 2014 den Blog geführt habe. Auf alle Fälle habe ich 2015 die Beiträge schon fast exzessiv geschrieben. An fünf Tagen die Woche (montags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags) gab es sechs Beiträge (Sonntag waren es immer zwei). Und ja, das war eindeutig übertrieben. Gegen Ende des Jahres habe ich es auch gemerkt.

Dieses Jahr ist es um einiges besser geworden, weil ich nur noch an zwei Tagen die Beiträge veröffentliche (montags, freitags und sonntags).

Doch warum setze ich mich überhaupt hin und schreibe wöchentlich Beiträge?

Der Lerneffekt

Schon als Kind habe ich schon immer gern geschrieben. Jedoch war es noch sehr unkoordiniert. Gerade das Ende einer Geschichte hat mir sehr viele Probleme bereitet. Daher war ich dankbar, als ich irgendwann realisiert habe, dass es Schreibratgeber gibt. Und vor allem haben es mir die Amerikanischen angetan.

Doch, wer selbst einen Ratgeber mal gelesen hat (egal zu welchem Thema), weiß eines, vom Lesen allein wird man keine Expertin oder kein Experte auf dem Gebiet. Man kann theoretisch mitreden, aber nicht praktisch. Gerade, wenn man die Informationen nur einmal liest und sie nicht irgendwie aufbereitet.

Meine beste Strategie ist daher, dass ich zum einen die Informationen aufbereite und diese dann auch praktisch anwende. Damit komme ich am besten klar und gewinne daraus den größten Nutzen.

Für mich bedeutet das im ersten Schritt, mit den Informationen arbeiten, die ich im Alltag erlebe, durch Beiträge mir erarbeite oder durch Gespräche erfahre. Auch wenn Du als Schriftstellerin oder als Schriftsteller alleine schreibst, Du musst nicht alleine arbeiten. Um Dich herum sind sicherlich so viele interessante Menschen, von denen Du lernen kannst und die auch von Dir lernen können (und einige sogar wollen).

Wenn ich also zusammentrage, wie ein guter Anfang aussehen kann oder wie die Heldenreise funktioniert, dann ist das einmal ein Lerneffekt für mich.

Natürlich könnte ich jetzt sagen, kein Problem, ich arbeite mit Scrivener, trage die Informationen zusammen, wenn ich die Zeit habe, und arbeite daraus. Damit würde eindeutig ein gewisser Druck von mir abfallen und ich könnte sogar zitieren, wie ich wollte.

Der Lerneffekt hat jedoch nicht nur etwas mit dem Inhalt zu tun. Sondern auch in der Formulierung eines Satzes und dem einhalten von Deadlines. Immerhin habe ich für mich entschlossen, an bestimmten Tagen die Beiträge zu veröffentlichen. Also muss ich mich ranhalten, wenn ich unter der Woche zu beschäftigt war, um an dem nächsten Beitrag zu arbeiten.

Und bis auf einmal habe ich bisher an jeden meiner Tage die Beiträge veröffentlicht, an denen ich es mir vorgenommen habe. Wenn ich es also mit dem Blog schaffe, dann kann es auch mit anderen Dingen in meinem Leben eher klappen.

Ein gewisser Druck

Und ja, ich missbrauche diesen Blog auch ein wenig. Denn mit diesen will ich Druck aufbauen. Auf mich selbst wohlgemerkt. Wenn ich all diese Beiträge schreibe, dann sollte ich mich auch ransetzen und endlich meine Geschichten schreiben, zu Ende schreiben, überarbeiten und veröffentlichen.

Immerhin schaffe ich hier die Grundlage. Nun zeigt es sich, ob ich diese dann auch für meine eigenen Geschichten dann nach und nach anwenden kann.

Der Spaßfaktor

Und ja, ich gestehe, mir macht es verdammt viel Spaß mir Themen für die Beiträge auszudenken, zu recherchieren, sie zu schreiben, seit Neuestem die Bilder dazu zu zeichnen und letztendlich auch von den Reaktionen in den Kommentarfeldern zu lernen.

Ansonsten würde ich diesen Blog nicht seit gut zwei Jahren betreiben, wenn der Spaßfaktor dabei nicht vorhanden wäre.

Klar, es gibt immer Momente, wo ich mir denke, jetzt habe ich kein Bock auf dieses oder jenes. Wieso muss das nur so lang werden. Oder auch, es ist wieder so spät, ich muss mich sputen (gerade freitags).

Klar hat man mal solche Gedankengänge. Aber das liegt nicht daran, dass es mir kein Spaß (mehr) macht, sondern weil jede Angelegenheit im Leben mal nicht so ganz glatt läuft, wie man es möchte. So ist das Leben. Und auch wenn es in dem Moment nervig ist, ich bin dann immer dankbar und erleichtert, wenn ich mein Ziel erreicht habe.

Mein besonderer Grund

Wobei der wichtigste Grund von allem, ist eine Mischung aus den oben genannten Gründen. Denn ich schreibe die Beiträge in erster Linie für mich (mag schockierend sein, ist aber wirklich so). Denn ich will lernen und wachsen. In allen Bereichen. Und das bedeutet, dass ich mich mit bestimmten Themen immer wieder und wieder auseinandersetzen werde und muss, bis ich die Grundlagen und alles weitere verinnerlicht habe.

Denn gerade das Thema Plot bereitet mir immer wieder Kopfzerbrechen, auch wenn es eigentlich (die Betonung liegt auf eigentlich) keine große Angelegenheit ist. Aber trotzdem habe ich da eine gewisse Blockade, der ich mich stellen muss.

Daher schreibe ich die Beiträge in erster Linie für mich, um zu lernen und hoffentlich den für mich selbst perfekten Roman zu schreiben. Ob das klappt, das werde ich dann sehen, wenn ich mein Herzensprojekt endlich fertig geschrieben habe.

Und wenn ich diese ganzen Beiträge für mich schreibe, dann kann ich das, was ich gelernt habe, auch gerne mit Dir teilen. Dadurch haben wir beide was davon.

Abschlussgedanken

Jeder Mensch, der ein Blog führt, hat eigene Gründe, warum sie oder er das letztendlich tut. Bei mir steht durchaus der Lerneffekt sehr stark in Vordergrund. Aber auch der Spaß ist für mich sehr wichtig.

Ansonsten würde ich wohl nach gut zwei Jahren nicht immer noch hier sitzen und mir überlegen, was ich als Nächstes mache. Und ja, ich habe auch schon wieder ein Großprojekt für nächstes Jahr ins Auge gefasst. Neben dem einen oder anderen Großprojekt.

Es geht auf alle Fälle weiter.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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2 Antworten zu Warum führe ich diesen Blog?

  1. flgschulbibliothek schreibt:

    Solche blogger finden wir nur selten ❤

    Gefällt mir

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