Lektorat: Ja oder Nein

Hei, hallo und herzlich willkommen,

jede Geschichte braucht ein Lektorat, bevor man diese veröffentlicht. Zumindest hieß das bisher so. Doch stimmt das? Darüber möchte ich heute mit Dir diskutieren. Wobei der Beitrag sehr subjektiv ist.

Eine kurze Definition: Was ist ein Lektorat

Ein Lektorat ist eine Überarbeitung Deiner Geschichte, was Plotlöcher betrifft, Fehler in den Charakteren und weitere Schwächen. Idealerweise ist am Ende Deine Geschichte besser, als vorher. Dafür benötigst Du eine Lektorin und durchaus ein wenig mehr Geld. Denn ein Lektorat kann durchaus zwischen fünfhundert und tausend Euro kosten. Wenn nicht sogar mehr, je nachdem mit wem Du arbeitest.

Welche Ausbildung hat eine Lektorin?

Im Grunde genommen muss sie gar keine Ausbildung haben. Denn Lektorat bzw. Lektorin ist kein geschützter Begriff. Das bedeutet, dass sich jede und jeder sofort Lektorin bzw. Lektor nennen kann, wer dazu Lust hat. Ja, auch Du darfst das, wenn Du willst.

Idealerweise weiß aber eine Lektorin, was zu tun ist. Das bedeutet, dass sie etwas Literarisches studiert hat, zum Beispiel Germanistik. Und zudem sollte sie auch eine Menge lesen, und wenn es ganz gut kommt, dann schreibt sie auch selbst an Geschichten. Damit kennt sie die Grundlagen eines Romans besser, als wenn sie nur die Angelegenheit aus der Theorie kennt.

Die Grundlage der Diskussion

Doch warum gibt es jetzt eine Diskussion zum Thema Lektorat? Das hat etwas mit dem Beitrag der Autorin Anja Bagus zu tun. Kurz geschrieben, sie erklärte, warum sie kein Lektorat in Anspruch nehmen möchte und nennt dafür auch die Gründe.

Als Reaktion darauf erklärte die Lektorin Vera Nentwich, warum ein Lektorat doch wichtig ist. Zumindest aus ihrer Sicht. Aber auch andere Lektorinnen haben ihre Meinung dazu kundgetan. Und wenige schreiben sogar pro und kontra Beiträge dazu.

Natürlich verteidigen beide Seiten mit guten Argumenten ihre Sicht der Dinge und man kann sie verstehen, wenn man sich mit der Angelegenheit eingehend beschäftigt. Aber darum geht es nicht, denn es geht um Deine ganz persönliche Entscheidung, wie Du an diese Sache herangehst.

Im Folgenden möchte ich Dir mögliche Argumente geben, die für ein Lektorat oder auch dagegen sprechen.

Zum Beitrag selbst

Im Folgenden werde ich die häufigsten Punkte zum Lektorat aufführen und aus der Sicht einer fiktiven Autorin und einer fiktiven Lektorin beantworten. Zumindest so, wie ich es mir denke und wie ich es häufig im Internet gelesen und auch in Gesprächen mit anderen Autorinnen und Autoren erfahren habe. Dabei ist trotzdem alles fiktional und teilweise sehr überspitzt. Zudem sind die meine beiden Damen auch Fähnchen im Wind. Das bedeutet, dass sie ihre Meinung regelmäßig der Frage anpassen.

Wie geschrieben, die Antworten sind überspitzt, entsprechen nicht alle meine persönliche Meinung, auch wenn ich in der Ich-Version schreibe.

Argumentation zum Lektorat

Frage: „Warum sollte ich ein Lektorat in Anspruch nehmen?“

Aus der Sicht der Lektorin …

„Als Lektorin ist es meine Aufgabe, das Beste in dem Text einer Autorin zu suchen, zu finden und zu bergen. Ich will der Autorin helfen, den bestmöglichsten Text, die bestmöglichste Geschichte zu schreiben, die man aus dem Rohmaterial, welches ich bekommen, schaffen kann.

Autorinnen sind durchaus in der Lage gute bis sehr gute Texte zu schreiben. Aber irgendwann werden sie betriebsblind und können nicht mehr sehen, wo man noch den Text verbessern kann. Gerade wenn sie schon einige Male über ihre Geschichte gelesen und diesen schon einige Male überarbeitet haben.

Da kommen wir ins Spiel und helfen den Autorinnen bei ihrer Arbeit. Wir schauen aus einer neutralen Perspektive auf die Geschichte, welche Familie und Freunde niemals einnehmen können. Denn als Lektorin bin ich nicht emotional mit der Autorin verbunden. Sie ist meine Auftraggeberin, und ich versuche diesen Auftrag so gut wie nur möglich abzuschließen. Und daher gebe ich mein Bestes bei meiner Arbeit.“

Aus der Sicht der Autorin …

„Als Autorin gebe ich mir alle Mühe, meine tollste, schönste und beste Geschichte zu schreiben, zu der ich gerade in der Lage bin. Mir ist aber bewusst, dass ich als Erstautorin da sicherlich noch ein wenig Hilfe benötigen kann.

Natürlich hole ich mir vorher durchaus Hilfe von Familie und Freunden, auch wenn ich weiß, dass ich ihre Ratschläge nicht zu sehr vertrauen sollte. Weiterhin suche ich mir auch eine Beta-Leserin, damit sie mir hilft, weitere inhaltliche Fehler zu finden und mitsamt den Rechtschreibfehlern die Geschichte zu verbessern.

Mir ist aber bewusst, dass eine Lektorin, die schon entsprechende Erfahrung in dieser Arbeit hat, hier unverzichtbar ist. Denn sie hat viele Romane nicht nur gelesen, sondern auch lektoriert und damit gesehen, was gut ankommt und wie ich auch auf dem Markt bestehen kann. Das ist mir als angehende Autorin wichtig.“

Welche Leistungen kann ein Lektorat bringen?

Aus der Sicht der Lektorin …

„Als Lektorin versuche ich natürlich jedes Plotloch zu stopfen, und glaubwürdige Charaktere zu erschaffen. Weiter gehört es zu meinen Aufgaben, einen guten Satzbau und die Grammatik zu überprüfen.

Mein Ziel ist es am Ende, dass der bestmöglichste Text veröffentlicht werden kann, den es gibt.

Weiterhin kann ich auch auf unlogische Sätze hinweisen, Bandwurmsätze oder auch unglaubwürdige Handlungen, Wendungen oder Situationen. Alles, was man als Autorin irgendwann nicht mehr sieht.“

Aus der Sicht der Autorin …

„Sicherheit. Ich denke, Sicherheit ist hier ein gutes Stichwort. Denn woher soll ich als Autorin, gerade mit einer Erstveröffentlichung wissen, was gut ist, was gut ankommt und wo ich selbst noch Fehler gemacht habe?

Da bietet sich ein Lektorat an, um mir die Sicherheit zu geben, damit ich weiß, was ich tun kann und was nicht. Denn ich will ja nicht, dass mein Erstlingswerk auch mein Letztes ist, weil die Leute mich am Ende meiden.“

Welche Kosten können entstehen?

Aus der Sicht der Lektorin …

„Jedes Lektorat ist absolut individuell. So kann ein Roman auf meinem Tisch landen, der kaum, bis gar keine Arbeit benötigt. Da ist es nur natürlich, dass ich nicht so viel berechne. Doch dann kommt ein Buch auf meinem Tisch, der nur so von Fehlern strotzt. Dafür benötige ich mehr Zeit, mehr Aufmerksamkeit und am Ende kann das natürlich teuer werden.

Daher ist es nicht möglich zu sagen, wie viel letztendlich ein Lektorat kosten kann. Das ist absolut individuell zu sehen.“

Aus der Sicht der Autorin …

„Das ist der ärgerliche Teil an der ganzen Geschichte. Ich kann grob sagen, wie viel mich ein Cover kostet. Oder auch die Zeit, die ich mit dem Schreiben verbringe. Oder auch meine Werbematerialien. Aber ich kann nicht damit rechnen, wie viel mich so ein Lektorat kostet. Da fällt es mir schon schwer, die Kosten zu kalkulieren und zu sparen.

Wenn es wenigstens eine grobe Orientierung haben könnte, wäre das schon einmal. Aber selbst das bieten nur wenige Internetseiten an. Ich soll anfragen. Schön. Da würde ich schon gerne vorher eine grobe Orientierung haben.

Von zehn Lektorinnen bieten vielleicht die Hälfte eine Preisorientierung an, die ich so im Internet gefunden habe. Und bisher habe ich nur einen einzigen Anbieter entdeckt, die klar benennen, was sie kosten.“

Lektorinnen arbeiten nicht gut

Aus der Sicht der Lektorin …

„Natürlich sind nicht alle Lektorinnen gut, leider. Aber wer sich beim „Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren“ umschaut, findet dort Kolleginnen und Kollegen, denen man durchaus vertrauen kann. In dieser Hinsicht wird man nicht allein gelassen.

Und natürlich kann man sich auch mit anderen Autorinnen und Autoren über Empfehlungen unterhalten. Es gibt also genügend Möglichkeiten.“

Aus der Sicht der Autorin …

„Klar gibt es durchaus gute Lektorinnen. Darüber muss man wohl nicht diskutieren. Aber gleichzeitig gibt es genügend Lektorinnen, die nicht die Geschichte im Fokus haben, sondern ihr eigenes Ego. Und daraus soll am Ende eine gute Geschichte werden? Ich glaube weniger.

Da ja jede sich Lektorin bezeichnen darf, die darauf Lust hat, kann man da wirklich nicht wissen, ob man jemand wirklich Gutes erwischt. Und dann ist das Geld auch schon futsch und ich sitze da und muss zusehen, wie ich dann zu einem wirklich guten Lektorat komme.“

Natürlich sind das nur exemplarische Punkte. Aber ich denke, Du hast ein Gefühl dafür bekommen, welche Gedanken dazu führen können, sich für oder gegen ein Lektorat zu entscheiden.

Warum solltest Du ein Lektorat in Anspruch nehmen?

Es sprechen durchaus Punkte für ein Lektorat. Dazu gehören unter anderem, dass Du teilweise nicht in der Lage bist, die ganzen Fehler in Deiner Geschichte zu erkennen. Denn ich kenne mich diesbezüglich. Ich liebe meine Geschichten und natürlich sind sie für mich perfekt.

Daher werde ich nicht unbedingt alle Schwächen sehen, die meine Geschichte letztendlich unleserlich machen könnten. Aus diesem Grund ist es schon gut, wenn mir jemand über die Schulter schaut und sagt, was ich besser machen kann, was gut ist und wo ich die Wahl habe, was ich lassen und was ich ändern könnte.

Und die meisten Lektorinnen haben dafür einen Blick. Immerhin haben gute Lektorinnen damit Erfahrungen gesammelt. Idealerweise mit mehr als nur einem Buch. Daher darf man durchaus erwarten, dass sie wissen, was sie tun.

Und dieses Wissen kannst Du Dir jederzeit zunutze machen und damit Deinen Roman verbessern, wenn nicht sogar retten. Wer weiß das schon.

Lektorinnen arbeiten idealerweise nicht nur mit der einen oder anderen Person gelegentlich zusammen. Sondern mit verschiedenen Autorinnen, sowohl im Selfpublishing als auch mit Verlagsautorinnen (sofern sie Selfpublishingautorinnen nicht von vornherein ablehnen, was vorkommt). Dadurch haben sie einen Einblick mit einer Vielzahl von Arbeiten. Aber es ist besser, wenn sie in einen oder wenigen Genres arbeiten. Denn dadurch haben sie einen Einblick in das Genre und wissen, worauf es ankommt.

Ich habe mir einige Internetseiten von Lektorinnen angesehen. Und diese haben sich auf wenige Genres konzentriert. Gleichzeitig haben sie auch die Genres aufgelistet, die sie nicht bearbeiten oder lektorieren möchten. Dadurch kannst Du noch am ehesten herausfinden, mit wem Du, zumindest theoretisch arbeiten könntest.

Aber natürlich ist nicht alles gut, was Lektorat heißt. Denn häufig habe ich bei Facebook gelesen, dass manche einfach nur gut in der Rechtschreibung sind und ein wenig Erfahrung in dieser Arbeit haben. Und schon nennen sie sich Lektorinnen und Lektoren.

In wiefern die Qualität hier gegeben ist, kann ich selbst nicht beurteilen. Einige scheinen gut zu sein, da sie sehr viel Lob erhalten. Zugleich sind ihre professionelle Kolleginnen auch nicht immer besser als sie. Ich lese so oft negative Geschichten mit Lektorinnen, dass man sich schon fragt, was da hinter den Kulissen abgeht.

Gute Lektorinnen geben Dir letztendlich nur Vorschläge, wie Du Deine Geschichte am Ende besser schreiben kannst. Sie schreiben Dir nicht vor, wie Du Deinen Roman zu verändern hast, sondern sagen Dir, wie Du das Beste aus der Geschichte herausholst.

Natürlich gibt es einige Horrorgeschichten über Lektorinnen und ihre Arbeit. Doch die guten Geschichten von ihrer Arbeit wird dagegen viel zu selten erwähnt. Das kannst Du für Dich nur herausfinden, wenn Du es einfach versuchst.

Abschlussgedanken – Deine Entscheidung

Letztendlich kann Dir niemand die Entscheidung abnehmen, ob Du ein Lektorat in Anspruch nimmst oder nicht. Es kann eine finanzielle Entscheidung sein, eine persönliche, man könnte sogar sagen, im kleinen Rahmen eine politische.

Wenn Du gute Betaleserinnen hast, kann das durchaus ein Lektorat ersetzen. Aber natürlich ist es auch wichtig, die Richtigen zu finden.

Entscheidest Du Dich gegen ein Lektorat, dann solltest Du auf alle Fälle mit entsprechendem Gegenwind rechnen. Das ist leider ein Fakt. Denn viele halten Dich prinzipiell für eine schlechte Autorin, nur weil Du kein Lektorat in Anspruch genommen hast. Dabei ist es denen egal, wie gut oder wie schlecht Dein Buch ist. Haben sie erfahren, dass Du eben kein lektoriertes Buch veröffentlicht hast, bist Du unten. Und zwar aus Prinzip.

Und wenn Du ein Lektorat in Anspruch genommen hast, dann ist das leider nicht immer eine Garantie, dass die Arbeit danach perfekt ist. Denn Lektorinnen gestehen selbst, dass sie von hundert Fehlern, einen übersehen. Das mag nicht viel sein, aber das zeigt schlicht, dass auch sie nicht perfekt sind. Und letztendlich kann das auch auf Dich zurückfallen. Mit dem Stichwort hat die sich nicht ein Lektorat geleistet?

Zudem, wie oft habe ich Verlagsbücher gelesen, wo ich mich gefragt habe, wie das Buch durch das Lektorat gekommen ist. Denn, gerade wenn ich Rechtschreibfehler finde, dann hat das definitiv eine Bedeutung.

Egal wie Du Dich entscheidest, mach Dir Gedanken darum, wieso Du so entschieden hast und steh dazu. Das kann ich Dir nur empfehlen. Alles andere liegt an Dir. Und niemand sonst sollte Dir da reinreden.

Deine Überlegung

Überleg Dir, ob Du ein Lektorat in Anspruch nehmen möchtest oder nicht. Dazu kannst Du eine Tabelle mit zwei Spalten fertigmachen. In die eine Spalte kommen alle Argumente rein, die für ein Lektorat sprechen und in die andere, die dagegen sprechen. Wie sieht es am Ende aus. Wie würdest Du Dich entscheiden.

Deine Lektorin?

Auch wenn Du noch keine Geschichte fertig hast, kannst Du schon mal im Internet nach einer geeigneten Lektorin oder einem geeigneten Lektor für Dich suchen. Wer spricht Dich an? Was sind die Bedingungen für deren Arbeit? Was für Kosten könnten auf Dich zukommen? Ab wann solltest Du sparen?

Markiere Dir die Seite und arbeite dann weiter an Deinem Roman.
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  • Erste Fassung: 29. Juli 2016
  • Zweite Fassung: 04. August 2016

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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2 Antworten zu Lektorat: Ja oder Nein

  1. Nike Leonhard schreibt:

    Hallo liebe Carola,
    gratuliere zu dem schönen Artikel, der das Für und Wieder sehr gut beleuchtet.
    Für mich als Autorin ist das Lektorat eine ganz fiese Gewissensfrage. Einerseits weiß ich, was es leisten kann, andererseits was es kostet. Bei meinen Kurzgeschichten sehe ich aktuell noch nicht, dass sie diese Kosten wieder einbringen und habe ich mich deshalb gegen ein Lektorat entschieden. Allerdings würde ich – trotz deutlich höherer Kosten – keinen Roman ohne Lektorat veröffentlichen wollen, weil das Fehlerpotential schon aufgrund des Umfangs im Roman erheblich höher ist.
    Aus Sicht der Lektorin hätte ich aber noch einen ganz anderen Punkt angemerkt: Nicht nur, dass auch eine Lektorin nicht gegen Fehler gefeit ist – sie schreibt den Text auch nicht um, sondern weist nur auf Plotlöcher, Inkonsistenzen in der Handlung, Anschlussfehler, unglaubwürdige Charakterentwicklung, Bandwurmsätze, misslungene Formulierungen usw. hin und nennt Lösungsansätze. Das sind aber nur Vorschläge. Diese Hinweise anzunehmen und aufzugreifen, ist Sache der Autorin. Wenn sie sich dagegen entscheidet, bleibt der Text (an dieser Stelle) wie er ist. Ein schlechter Text ist deshalb nicht unbedingt auf ein nachlässiges Lektorat zurückzuführen.
    Liebe Grüße
    Nike

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Nike,

      natürlich muss man immer überlegen, ob sich ein Lektorat wirklich lohnt. Das gilt auch schon fast für ein gutes Cover für eine Kurzgeschichte oder eine Novelle. Aber spätestens bei einem Roman sollte man sich zumindest überlegen, will ich ein Lektorat oder will ich es nicht. Und hier scheiden sich eben die Geister. Die einen nehmen das Geld in die Hand und lektorieren ihr Buch. Die anderen hingegen sagen sich, dass sie es sich nicht leisten könnten. Und beides ist völlig richtig (zumindest in meinen Augen), wenn sie aus der persönlichen Überzeugung her entstanden sind.

      Danke Dir noch für Deine Anmerkungen. Daran habe ich gar nicht gedacht (also das mit den Bandwurmsätzen). Daher habe ich die Anmerkungen heute noch teilweise eingearbeitet.

      Wobei ich von Joanne K. Rowling eine Geschichte (auf ihrer Seite vor einigen Jahren) gelesen habe. Damals wollte die Lektorin die Szene aus Band 1 herausschneiden, wo Harry, Hermine und Ron auf der Toilette mit dem Troll kämpften. Rowling setzte sich durch, dass diese Szene erhalten bleibt. Und letztendlich zurecht. Vermutlich sind Verlagslektorate anders, als freie Lektorate.

      Für mich habe ich auf alle Fälle entschieden, dass ich ein Lektorat in Anspruch nehmen werde. Zumindest für meine längeren Sachen. Alles andere hingegen werde ich dann entsprechend entscheiden. Mit anderen Worten, es wird Zeit zum sparen 🙂

      lg
      carola

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