Warum schreibe ich auch über feministische Themen?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

es ist wieder der letzte Montag im Monat und damit Zeit, einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Kurze Vorgedanken

Durch einige Beiträge sollte sicherlich klar sein, dass ich nicht nur die allgemeinen Tipps zusammentrage, wie man einen Roman oder eine Kurzgeschichte schreiben kann, wie man Charaktere erschafft oder alles andere, rund um die Geschichte. Es geht auch um Themen, wie man Geschichten schreibt, die bessere und, sofern möglich, wenig bis gar keine sexistischen Charaktere beinhalten. Klischees sind ein Thema für sich und können durchaus vermieden werden. Aber Sexismus finde ich persönlich noch anstrengender. Und daher ist das durchaus ein Thema, um das ich mich bemühe. Hier sind meine Gedanken dazu.

Feminismus ist doch überflüssig, oder?

Man hört oder liest immer und immer wieder, dass der Feminismus doch eigentlich völlig überflüssig geworden sei. Ganz im Gegenteil, er sei sogar schädlich für die Menschen, für die Frauen und für die Männer sowieso. Und überhaupt, warum soll man sich mit dem Thema noch beschäftigen?

Schön wäre es. Aber allein, wenn Du in diverse Medien schaust, wie Frauen (und teilweise auch Männer) präsentiert werden, sollten schon sämtliche Alarmglocken läuten. Doch Du musst noch nicht einmal den Fernseher einschalten, um das zu sehen. Die Realität ist ausreichend genug. Für die gleiche Arbeit (bei gleichen Bedingungen) verdienen Frauen immer noch weniger Geld.

Zudem wird gerne mit zweierlei Maß gemessen. Was bei Männern noch in Ordnung ist, ist bei Frauen absolut nicht in Ordnung. Und selbst wenn es für sie in einem Moment in korrekt ist, dann kann es schon im nächsten Moment wieder falsch sein.

Okay, das mag jetzt ein wenig verwirrend sein, daher möchte ich das an einem Beispiel festmachen. Das habe ich aus einem Buch gelernt, welches ich Dir nächsten Montag vorstellen möchte.

Nehmen wir Mal an, Du und ein guter männlicher Freund gehen essen. Er hat das letzte Mal gezahlt und dieses Mal möchtest Du zahlen. Einfach, weil ihr euch gut versteht und Du Dir denkst, der Gute kann ja nicht immer zahlen.

Aber so einfach ist die Sache nicht. Denn mit der Zahlung der Rechnung entmannst Du Deinen guten Freund. Du hast richtig gelesen. Auch wenn Dein bester Freund das vielleicht nicht so sieht, die Gesellschaft ist der Meinung, dass man einem Mann nicht das Vorrecht nehmen sollte, sich um Dich zu kümmern.

Gut wirst Du Dir vielleicht sagen, soll er dann zahlen. Dann kriegt er es eben auf eine andere Art und Weise zurück (und ich rede hier nicht von Sex). Du glaubst doch nicht wirklich, dass Du ungeschoren davon kommst? Zumindest im amerikanischen Raum (wo es zur Tradition gehört auswärts zu essen, wie ich in meinen beiden Urlauben dort gelernt habe) ist das nicht so einfach.

Dort würdest Du dann als Goldgräberin gelten. Also als eine Frau, die sich einen reichen Mann sucht, um sich von ihm aushalten zu lassen. Und eine neuere Bezeichnung ist scheinbar noch „Meal Whore“, also Essenshure. Das bedeutet, dass Du Dich an Männern heranmachst, um eine Gratismahlzeit zu ergattern.

Nächste Woche wirst Du sehen, dass es nicht nur bei diesem Beispiel bleibt, sondern es zu viele Doppelstandards gibt, welche das Leben einfach unschön machen.

Okay, vielleicht ist es doch nicht überflüssig, doch in Romanen?

Das war nur ein Beispiel, wie unterschiedlich Frauen und Männer gesehen werden. Und egal, was Frau macht, sie macht es sowieso falsch. Aus diesem Grund ist Feminismus noch aktuell, leider.

Und das gilt durchaus auch in Romanen oder Filmen. Häufig werden einfache Regeln für gute Charaktere nicht eingehalten. Und ich gebe zu, es ist irgendwann einfach nur noch ermüdend. Warum muss ich mich immer und immer wieder mit schlechten Charakteren, mit Klischees und Sexismus in den Medien herumschlagen? Denn das Bild, was die Medien uns vermitteln, schleicht sich in unser Unterbewusstsein ein. Und versuch mal von dort dieses Bild wieder herauszukriegen. So einfach ist das halt nicht.

Zum einen, weil die meisten von uns (einschließlich mich, ich bekenne mich) nicht kritisch genug sind. Wenn wir einen Film schauen, dann frage ich mich nicht immer, ob das wirklich so in Ordnung geht. Denn mir fehlt durchaus auch das Fachwissen und die feine Nase (das ich mir jetzt wieder nach und nach aneignen will).

Und zum anderen ist das Gehirn ganz schön faul. Er hält sich an die einfachen Dinge, die er scheinbar für logisch hält. Wenn Du ihn nun dazu bringen möchtest, die Welt anders zu sehen, musst Du Dich ganz schön anstrengen. Leider klappt dies nicht immer (wenn Du mehr über das faule Gehirn lernen möchtest, lies bitte „Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahnemann).

Ich liebe starke Charaktere – auch weibliche

Als Kind liebte ich Serien mit starken Frauen wie She-Ra oder auch Anne mit den roten Haaren. Doch irgendwann wurden die Serien um starke Mädchen und Frauen rarer, bis dann Buffy kam.

Doch trotz dieser starken Heldinnen scheint es immer noch zu sein, dass Frauen nichts in der Hauptrolle in einem Film zu suchen hat. Oder wenn, dann ist sie eine ganz schön einsame Heldin. Und natürlich kriegt sie irgendeinen Kerl ab, damit man den Frauen und Mädchen sagen kann, dass es auch ihr Traum ist, in Weiß zu heiraten.

Vereinzelt findet man immer wieder auch Heldinnen, die unabhängig bleiben oder zu ihren Bedingungen eine Beziehung eingehen. Aber das Wort sagt es bereits, vereinzelt. Mein Traum wäre es, wenn ich regelmäßig über Charaktere lese oder sie in Serien und Filmen sehe, die einfach nur gut sind und nicht vor lauter klischeehaften Sexismus triefen.

Daher möchte ich, dass wenigstens meine Charaktere allesamt stark und in sich logisch sind. Und häufig erreiche ich das, indem ich den ganzen klischeehaften Sexismus vor der Tür lasse.

Es geht definitiv weiter

Das bedeutet, dass ich mich persönlich und auch im Blog weiter mit diesem Thema beschäftigen werde. Damit möchte ich klar sagen, dass es weitere Beiträge zum Thema Sexismus gibt (auch die, die sich gegen Männer richten, keine Sorge). Denn ich finde das Thema zu wichtig, als es einfach unter dem Tisch fallen zu lassen.

Und ich hoffe, Du bist weiter dabei. Wenn Du Inspirationen für mich hast, was Dir so an sexistischen Themen aufgefallen ist, ich freue mich sehr, von Dir zu lesen.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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13 Antworten zu Warum schreibe ich auch über feministische Themen?

  1. Isa schreibt:

    Ich mag mal ein allgemeines Danke hier lassen. Inzwischen habe ich einige deiner Artikel über Sexismus gelesen, und sie waren samt und sonders eloquent und auf den Punkt. Das Thema ist eben leider wirklich noch nicht gegessen, dabei ist es so wichtig. Viele Leute sind sich gar nicht bewusst, wie sehr Fiktion bestimmte Perspektiven formt. Umso wichtiger, dass das Thema immer wieder aufgegriffen wird – und wenn es Leuten einen Anstoß gibt, ihre eigenen Denkweisen zu überprüfen, umso besser. Deshalb, Danke, dass du weiterhin darüber schreibst!
    Liebe Grüße.

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Vielen lieben Dank für Deine Worte.

      Ja, in diesem Bereich haben wir noch einiges zu tun. Daher sind Beiträge, Videos und was auch immer wichtig, um daran erinnert zu werden, was normal ist und was nicht. Das erkenne ich selbst nicht immer und brauche daher auch gelegentlich Unterstützung. Aber jeder Beitrag, jedes Video, jedes Buch zählt hier. Und vielleicht klappt es am Ende und es kommt eine neue Generation von Büchern. Sicherlich nicht durch meine Beiträge, aber durch die Masse.

      (Träumen wird man noch dürfen 😉 ).

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  2. Ina Hamburg schreibt:

    Liebe Carola,

    seit einiger Zeit schon verfolge ich deine unglaublich spannenden Artikel und amüsiere mich über deine witzigen Zeichen.

    Ich habe gesehen, dass du noch nicht für den Liebster Award nominiert wurdest und muss das daher dringend ändern!

    Hier steht alles weitere:

    http://themagicinbooks.com/index.php/2016/08/30/liebster-award/

    Liebe Grüße,
    Ina

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  3. Nora Bendzko schreibt:

    Danke, dass du diese Themen überhaupt ansprichst, sie können bisweilen ja noch ein heißes Pflaster sein 😉

    Tatsächlich würde mich, nachdem die Reihe bisher auf Frauendarstellungen fokussiert war, auch eine interessieren, die sich mit Männern im Fokus beschäftigt. Ich denke da an klassische Figuren wie den Prinz und den Reichen, der Mann mit der dunklen Vergangenheit … also überhaupt die Klischee-Darstellungen des Cis-Mannes in der Literatur. Das auseinanderzupflücken ist sicher sehr interessant, gerade mit den vielen lesenden Schreiberinnen hier lassen sich bestimmt prima Diskussionen führen.

    LG!

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    • Carola vom schreibkasten schreibt:

      Hallo Nora,

      ich gebe zu, dass ich durchaus überrascht bin, dass die Reaktionen bisher eher positiv sind. Ehrlich gesagt, ich hatte schon befürchtet, dass bestimmte Gruppen hier aufschlagen und herumtrollen.

      Aber, wie auf Twitter schon mitgeteilt, werde ich den Oktober noch einmal komplett auf das Thema Sexismus richten. Und zwar nun auch stärker auf den Mann. Da habe ich schon die eine oder andere Idee. Wobei ich an den Millionär bzw. Milliardär bisher noch nicht gedacht habe. Der kommt jetzt auch auf meine Liste. Wenn noch jemand eine Inspiration für mich hat, immer her damit.

      Danke schon einmal.

      lg

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      • Nora Bendzko schreibt:

        Ist doch prima, da können wir das Thema problem- und schmerzlos vertiefen 😉

        Ich überlege auf jeden Fall, was mir noch so einfällt! Auf jeden Fall haben Männer auch ganz schön an ihren überidealisierten Archetypen zu leiden. Der „Millionär“ ist ja eigentlich nur eine Neuauflage des „Märchenprinzen“. Einfallen würde mir noch – sehr beliebt heute – das, was ich den maskierten Prinz nenne: Ein Mann, der unfassbar toll aussieht und der totale Sexgott ist, aber innerlich eigentlich das, was traditionell als Antagonist bezeichnet würde. Da denke ich vor allem an das Bad Boys Genre. Ist ein Thema in meinem Kurz-Essay „Der hyperreale Eskapist“, kann ihn dir gerne zuschicken, wenn es dich interessiert.

        Ein ganz starkes Klischee, das mir vor allem bei Schreiberinnen unterkommt, ist die Reduzierung des Mannes auf den Sexualtrieb. Die Alle-Männer-sind-Schweine-Denke, salopp gesagt. Hatte da mal ein ganz witziges Erlebnis mit meinem Freund. Ich hatte nämlich eine Autorin darauf aufmerksam gemacht, dass das etwas zuviel genutzt wurde in ihrem Text und ihren Hauptcharakter, na ja, nicht so ganz intelligent und sympathisch hatte wirken lassen. Da war sie ganz empört und schrieb: „Männer denken ebenso, Fräulein!“ Worauf mein Freund ganz empört war: „Na, da dank ich, dass man das von uns glaubt!“ 😀

        Ich würde auch mit aufnehmen, dass mit Ausnahme einiger Genres wie dem puristischen Fantasy à la Tolkien oder der Comedy der Mann als „Heilige“ sehr selten anzutreffen ist. Und und und … Vielleicht fällt mir noch was ein, dann per PN.

        LG!

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      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Hallo Nora,

        danke für Deinen Kommentar. Es stimmt, während Frauen irgendwie hinter ihren Möglichkeiten bleiben, wird von Männern verlangt, dass sie über ihren Möglichkeiten zu stehen haben (zumindest gefühlt). Sie müssen gut aussehen, sie müssen extrem reich sein, jederzeit bereit (im Bett) und so weiter. Und ja, sie müssen auch ein Bad Boy sein. Da kann man echt nur sagen, die armen Männer.

        Aber die Geschichte zeigt, dass es nicht nur ein Klischee ist, mit denen sich fiktive Männer herumschlagen müssen, sondern sogar auch reale Männer. Sicherlich, einigen wird es gefallen, aber andere wiederherum nicht. Und ehrlich gesagt, mir ist gar nicht aufgefallen, dass es „Heilige“ in der Fantasy nicht so oft gibt. Da sollte ich mich noch mehr einlesen. Danke für den Hinweis.

        Und ich wrüde gerne Dein Essay lesen. Das hört sich interessant an.

        Vielen Dank und ich werde am Wochenende dann mal schon in die Tasten hauen 🙂

        lg

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      • Nora Bendzko schreibt:

        Ja, Übermänner quasi! 😀
        Sexualität und Fantasy sind da eh ein sehr interessantes Feld. Viele fantastische Literatur fußt auf stark patriarchalischen Darstellungen (auch von Gewalt), schließt aber Erotik so gut wie aus, wenn sie sich als All Age bezeichnet. Trotzdem werden die Männer in Sachen Männlichkeit oft stark überzeichnet, und wenn das nicht der Fall ist (zum Beispiel im Sinne einer Coming of Age Story à la „Eragon“, wo der Protagonist erst aus der Pubertät wachsen muss), dann ist im Rahmen der Quest eine heteronormative Lovestory mehr als üblich.
        Leider kann ich dir da kein Werk empfehlen, dass das so wirklich zusammenfasst, vieles habe ich jetzt aus der Erinnerung aus verschiedenen Büchern genommen. Die Literaturwissenschaft ist da auch noch sehr jung, das Phänomen „Fantasy“ gibt es ja erst seit Tolkien, und man hat dem in den ersten Jahrzenten nicht gerade viel Beachtung beschenkt, weil es nur als triviale Kinder- und Jugendliteratur galt.
        Ich schick dir mein Essay gerne per PN, das ist gar kein Problem. Und wünsche schon mal jetzt ein gutes Schreibwochenende 🙂
        LG!

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      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Ich denke, dass die Fantasy durchaus das Zeug hat, um sich ein wenig bis stark zu wandeln. Denn dort werden, zumindest habe ich das Gefühl, noch so viele Klischees bedient, dass man da einiges ändern kann, welche dann am Ende zu einem interessanten Beitrag werden kann.
        Wobei Erotik in „Games of Thrones“ (ich habe noch nicht Band 1 gesehen, noch die Serie gesehen, dass als Anmerkung) wohl durchaus ein Thema sein soll. Nur nicht im positiven Sinne. Und ehrlich gesagt, mir fällt auch keine Fantasygeschichte ein, die ich gelesen habe und wo Erotik bzw. Sex eine Rolle spielte. Nun gut, ich habe auch nur ein oder zwei Fantasybücher hier, mit lesbischen Charakteren. In dem Sinne, es gibt da wirklich noch einiges zu tun.

        Und danke noch einmal für Dein Essay ❤

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      • Nora Bendzko schreibt:

        Das denke ich auch. Ich glaube sogar, dass die Nachfrage nach neuen Inhalten, nach einer Wandung bei den Lesern sehr groß ist (und wundere mich umso mehr, warum sich so wenig getraut wird im Genre).
        Ich rechne „Game of Thrones“ sehr hoch an, dass es sich ein paar Dinge getraut hat un dadurch ein paar Grenzen locker gemacht hat. Wobei ich die „Erotik“ – bewusst in Anführungszeichen – darin auch sehr kritisch sehe. Denn wenn wir ganz genau sind, ist es oftmals keine Erotik, was in Game of Thrones dargestellt wird. Darstellung von Sex ist nicht automatisch Erotik. Und schon gar nicht, wenn sie Vergewaltigung beinhaltet. Macht-Definition über Sex. Darum dreht sich Game of Thrones vor allem, um Rape Tropes. Erotik ist was Anderes. In diesem Sinne warte ich tatsächlich erst noch auf einen großen Fantay, der auch groß Erotik mit einbindet – im Einverständnis aller Charaktere und mit Fokus auf eine sinnliche Sexualität, die auch als erotisch bezeichnet werden kann.
        Und sehr gern ❤ Bin auf deinen Artikel gespannt!

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      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Jetzt, wo ich darüber nachdenke, es gibt eine Reihe, wo Erotik relativ positiv dargestellt wird. In der „Kushiel“ Reihe von Jacqueline Carey. Die Hauptfigur ist so etwas wie eine Kurtisane und zieht ihre sexuelle Lust aus Schmerz, ergo BDSM. Wenn die Heldin nicht so eine fürchterliche Mary Sue wäre, würde ich die Buchreihe glatt empfehlen. Aber ich kann mit der nicht anfangen (das merkt man auch daran, dass mir der Name entfallen ist und ich Band 1 schon wieder zur Seite gelegt habe und einfach nicht weiterkomme zu lesen). Aber theoretisch wäre diese Reihe eine Vertreterin für erotische Fantasy.

        Und ja, nur weil man über Sex schreibt, ist das noch keine Erotik. Wobei ich in einem Beitrag gelesen habe, dass in der Serie die Vergewaltigungsszenen sogar noch schlimmer dargestellt sind, als im Film. Und sogar welche hinzugeschrieben worden sein sollen (was ich noch nicht bestätigen kann), die es in der Buchreihe nicht gibt.

        Aber ja, ich denke auch, dass viele Leserinnen und auch Leser sich nach einer anderen Art von Fantasyliteratur sehnt. Einfach, weil es etwas Neues ist. Sicherlich, der Start könnte etwas schwierig werden, weil Neues doch auch ein wenig Angst macht. Aber ich denke, dass es sich auf Dauer lohnt, wenn man es wagt. Na mal sehen, wann die nächsten Plotbunnys bei mir vorbeischauen.

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      • Nora Bendzko schreibt:

        Hi Carola, die Reihe schaue ich mir jetzt einfach mal an – frau ist trotz Mary Sue neugierig 😉

        Meintest du Unterschied Serie vs. Buch bei Game of Thrones (du hattest Film geschrieben)? „Noch schlimmer“ ist relativ. Expliziter auf jeden Fall. Und es stimmt auch, dass Vergewaltigungsszenen hinzugekommen sind und Charakteren angetan wurden, die dergleichen im Buch nicht erleben mussten. Das war der Punkt, wo ich tatsächlich aus der Serie ausgestiegen bin. Grundsätzlich applaudiere ich wagemutigeren Themen, aber Game of Thrones hat da irgendwie sein Thema verfehlt.

        Der Martin und die Produzenten verteidigen ja die Serie mit Argumenten, da ist so viel Vergewaltigung drin, weil das Medieval Fantasy ist, und im Mittelalter war das eben so. Eh, Blödsinn. Und warum werden eigentlich nur Frauen Opfer dieser Gewalt? Und warum werden die Vergewaltigungen kameratechnisch so hingedreht, dass sie theoretisch einen Male Gaze bedienen könnten? Hilfe, nicht mit mir! 😛

        Und damit gehe ich zu deinem Beziehungsstatus Beitrag!

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      • Carola vom schreibkasten schreibt:

        Hallo Nora,

        sry, da scheine ich versehentlich die Medien durcheinander gebracht zu haben. Jupp, ich meinte die Serie. Noch gibt es ja keine Filme.
        Ich muss zugeben, als ich auf diversen englischsprachigen Seiten gelesen habe, dass gerade die Vergewaltigungsszenen überhand nehmen und so starke Frauen regelrecht heruntergeputzt werden (wäre interessant, wie Feminist*innen die Serie berwerten würden), da verging mir irgendwie alles.

        Es mag sein, dass es Frauen im Mittelalter nicht gut ergangen ist, aber noch ist die Serie eine Fantasyserie. Und das bedeutet, man kann es anders schreiben, anders darstellen und anders behandeln, als das „echte“ Mittelalter. Das sie es nicht tun, sondern diese Änderungen auf diese Art und Weise verteidigen, sry, sehr schwach. Und gerade, wenn es noch so gezeigt wird, dass es Männer antörnt *kopfschüttel*.

        Und klar, die Serie kann man lesen, da sie durchaus interessante Dinge beschreiben. Wenn Du warten magst, ich versuche mich endlich durch Band 1 demnächst zu kämpfen, dann kann ich Dir gerne die Bücher nach und nach überlassen. Kannst Dich gerne bei mir melden 🙂

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