Klischee – Frauen und ihr unbändiger Kinderwunsch

Hei, hallo und herzlich willkommen,

nach den ganzen langen und aufwendigen Beiträgen rund um die Männer möchte ich ein kurzes Intermezzo mit den Frauen wieder wagen, bevor es in die nächste große und durchaus schaurige Runde geht.

Dabei werden es eher kürzere Beiträge sein, in denen erst einmal erklärt wird, worum es sich bei diesem Klischee handelt. Danach gehe ich auf das Problem ein. Und zu guter Letzt, was Du vielleicht für Deine Geschichte mitnehmen kannst.

Das folgende Klischee wird auch häufig in Romanen verwendet, ohne das darüber wirklich genauer nachgedacht wird. Wobei gelegentlich ein kritische Hintergedanke leider fehlt.

Kleine Vorgedanken

Auch wenn Du die ganzen Marvelfilme nicht kennst, ich behaupte, dass Du um die Figuren der Serie nicht herumgekommen bist. Vornehmlich um die Heldin Black Widow alias Natalia Natascha Romanov.

In den ersten Filmen (Iron Man 2 und Marvels The Avengers) erleben wir sie als starke, selbstbewusste und unabhängige Frau. In dem Film „Age of Ultron“ (der zweite Avengerfilm) zeigte sie dann eine völlig andere Seite von sich. Und darum dreht sich der heutige Beitrag.

Kleiner Hinweis vorneweg: Zwar werde ich versuchen, Spoiler zum Film zu vermeiden. Solltest Du den Film noch nicht gesehen haben, könnte es sein, dass ich trotzdem Dinge verrate, die Dir die eine oder andere Szene versalzen.

Worum dreht sich das Klischee?

Die Black Widow wurde ursprünglich vom KGB ausgebildet und in einem Ritual dann sterilisiert, sodass sie keine Kinder bekommen kann. In einer Szene im Film mit Dr. Bruce Banner erzählt sie davon und fühlte sich als Monster, eben weil sie keine Kinder bekommen kann.

Und schon befinden wir uns mitten in einer Klischeesezene. Und dabei hatte ich von Joss Whedon mehr erwartet (immerhin bekennender Feminist).

Es geht dabei um den (scheinbar) unbändigen Wunsch, dass jede, aber auch wirklich jede Frau unbedingt ein Kind zur Welt bringen will. Und wenn sie es nicht kann (aus welchen Gründen auch immer), fühlt sie sich minderwertig und als halber Mensch. Oder noch Schlimmeres.

Selbst wenn Frauen zuvor verkündet haben, dass sie keine Kinder haben wollen und ohne sie auch glücklich werden können, werden sie eines besseren belehrt. Dann kommt der richtige Mann und schon fallen alle ihre Überzeugungen und Vorsätze in sich zusammen. Unsere Heldin, die zuvor ohne Kinder glücklich war, heiratet nun und kann nicht erwarten, das erste Kind zur Welt zu bringen.

Das Problem mit diesem Klischee

Natürlich haben und dürfen Frauen einen Kinderwunsch haben. Es wäre schlimm, wenn nicht. Jedoch treiben es Filme, Serien und Bücher doch ein wenig zu weit. Denn hier haben gefühlt ausnahmslos alle Frauen einen Kinderwunsch. Und das entspricht schon lange nicht mehr der Realität.

Frauen bekommen gewollt und ungewollt keine Kinder. Einige können damit umgehen, andere hingegen nicht. Das ist Fakt. Fakt ist zwischenzeitlich auch, dass es Mütter gibt, die es bereuen Kinder bekommen zu haben (über keine dieser Angelegenheiten möchte ich jetzt eine Diskussion führen, das würde definitiv zu weit führen).

Jedoch tragen kaum bis gar keine der großen Medien (Serien, Filme, Bücher) dieser Lebenstatsache Rechnung. Dort heißt es, dass alle Frauen sich unbändig Kinder wünschen (müssen). Und wenn sie keine bekommen, sind sie nur halbe Menschen, halbe Frauen, die nichts mehr vom Leben erwarten zu haben.

Dass sich solche Frauen mit ihrem Schicksal irgendwann auseinandersetzen und es akzeptieren könnten, das scheint für so gut wie alle Autorinnen und Autoren undenkbar zu sein. Dabei empfehlen viele, genau das zu tun. Natürlich bricht für solche Paare / Personen erst einmal eine Welt zusammen, wenn es heißt, dass sie keine Kinder bekommen können. Aber deswegen setzen sie sich nicht alle in eine Kiste und trauern für den Rest ihres Lebens.

Und ich halte die Black Widow durchaus für eine Frau, die sich mit dieser Angelegenheit auseinandersetzt. Das bedeutet, dass es nicht sonderlich glaubwürdig rüberkommt, wenn diese Frau sich für minderwertig hält, weil sie keine Kinder bekommen kann.

Was Du für Deine Geschichte mitnehmen kannst

In meinen Augen ist es verschenktes Potenzial, wenn Du Dich nur darauf konzentrierst, von Frauen mit einem unbändigen Kinderwunsch zu schreiben. Der übrigens am Ende natürlich in Erfüllung geht. Bisher erlebe ich es eher selten, dass dem nicht so ist.

Es gibt so viele unterschiedliche Frauen auf der Welt, die unterschiedlich mit dem Kinderthema umgehen. Erst letztens hatte ich eine Twitterdiskussion mit einigen Frauen gehabt, die über dreißig sind und keine Kinder möchten. So einfach ist das. Hier tickt keine biologische Uhr, dass man ja bald ans Kinderkriegen denken muss. Ansonsten ist es ja zu spät.

Überleg Dir, welche verschiedene Lebensentwürfe es für Frauen geben kann (bzw. für Paare) und notiere Dir alles. Dann denk darüber nach, wie die Frauen emotional darauf reagieren und dann lernen damit umzugehen. Gerade dann, wenn sie keine Kinder bekommen können.

Am Ende kannst Du dann darüber schreiben. Lass es ein Teil der Geschichte werden und schau, wie Deine Heldin (und eventuell Dein Held) damit umgehen. Gerne kannst Du Frauen mehr sein lassen, als die Summe ihrer Kinderwünsche. Denn sie sind mehr.

Ich bin mir sicher, wenn Du das berücksichtigst, dass Deine Heldinnen vielschichtiger und interessanter werden. Denn sie sehnen sich nicht heftigst nach Kindern, sondern nach dem Leben. Kinder dürfen ein Teil von diesem Leben sein, müssen es aber nicht.

Abschlussgedanken

Mir ist bewusst, dass das Thema Kinder ein durchaus Heikles sein kann. Daher ist es Wert hier mit Respekt und Vielschichtigkeit vorzugehen, was viele Autorinnen und Autoren, in meinen Augen, schlichtweg nicht tun. Bei ihnen heißt es nur, Frauen wollen Kinder. Mehr nicht. Dabei ist es egal, welche Wünsche sie vorher hatten, am Ende werden sie bekehrt und hören ihre biologische Uhr.

Schau Dir daher an, was Dein Charakter für einen Kinderwunsch hat oder haben könnte (oder eben auch nicht) und zeig es mir als Leserin. Dadurch wird sie interessanter, wenn sie nicht, wie alle anderen auch, nur träumt, ihre gesellschaftlichen und biologischen Pflichten zu erfüllen. Denn sie sind eben mehr. Und das würde ich selbst gerne in den Texten lesen.

Recherche

Vielleicht hast Du jetzt einen anderen Blick auf dieses Thema. Wenn Du das nächste Mal einen Film siehst, welches aus dem Genre Romantik, romantische Komödie oder Ähnlichem kommt, beobachte Mal, wie die Frau und ihr Kinderwunsch gezeigt werden. Aber auch in anderen Genres kannst Du genauer hinsehen (Age of Ultron ist ja eher Fantasyaction).

Gedankenspiele

Zu den Beispielen von oben: Überleg Dir, was gewesen wäre, wenn die Frauen anders mit dem Thema umgegangen wären. Wie hätte das die Geschichte geändert und was wäre am Ende daraus geworden?

Eine Kurzgeschichte

Zur Übung kannst Du Dir irgendeine andere Form von Kinderwunsch bzw. Kinderlosigkeit aussuchen, die ich oben teilweise beschrieben oder Du Dir überlegt hast. Schreib dazu eine Kurzgeschichte und schau genau hin, wie das Umfeld Deiner Heldin darauf reagiert.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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18 Antworten zu Klischee – Frauen und ihr unbändiger Kinderwunsch

  1. lele282828 schreibt:

    Ach ja, leider spiegelt das die Realität wieder. Ich gehöre zu den Frauen die keine Kinder bekommen wollen und mir wird jedes Mal gesagt, dass das nicht sein kann und dass sich mein Dneken ändern wird. Auch Leute im wirklichen Leben scheinen nicht zu glauben, dass man als Frau ein glückliches Leben ohne Kinder haben können. Um so schlimmer, dass es in Filmen und Serien genau so beschrieben wird und sich diese bestimmten Leute bestärkt in dem fühlen, was sie denken.

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo Lele,

      leider ist dem in der Tat so. Schon oft habe ich Diskussionen mitbekommen, wo ich mir einfach nur dachte, warum können die einfach nicht akzeptieren, dass nicht alle das gleiche Lebensmodell leben wollen. Mir scheint es sogar, dass viele sich persönlich angegriffen fühlen, nur weil andere keine Kinder haben möchten. Dabei ist es mir egal ob andere Kinder möchten oder nicht, sie sollen nur mich in Ruhe lassen.
      Daher wäre es in der Tat schön, wenn da ein wenig mehr Respekt von den Menschen käme und dieses Bild durchaus stärker in den Medien Beachtung findet.

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      • lele282828 schreibt:

        Hallo,
        Dass sich einige scheinbar persönlich angegriffen fühlen, merke ich auch des öfteren. Ich finde ja, dass es niemanden etwas angeht für welches Lebensmodell man sich letztendlich entscheidet. Schlimm ist auch, dass sich durch dieses „Ach du wirst deine Meinung eh noch ändern“ ein sehr komisches Gefühl ausbreitet und zwar möchte man recht haben. Man möchte anderen zeigen, dass man nicht so lebt, wie sie es sich vorstellen und das ist einfach schrecklich. Selbst wenn man es sich anders überlegt ist das doch total ok. Genau so in die andere Richtung (also erst möchte man welche, später aber dann doch nicht).
        Man muss Menschen leider immer wieder darauf aufmerksam machen, was sie da gerade sagen. Leider sehen es die wenigsten es auch nach einer gründlichen Aufklärung immer noch nicht ein.

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Das kann ich so unterschreiben. In meiner Familie ist das glücklicherweise kein Thema. Aber ich rede damit kaum bis gar nicht in der Öffentlichkeit darüber, da mir die Diskussionen eher auf die Nerven gehen. Es ist toll, wenn andere Menschen andere Lebensvorstellungen haben. Aber das bedeutet nicht, dass ich sie übernehmen muss.
        Vielleicht stellt sich heraus, dass ich mit der Meinung doch falsch liege, aber dann ist das eine Sache, mit der ich selbst klarkommen muss und niemand sonst. Daher verstehe ich nicht, warum andere sich deswegen aufregen. Aber das wird wohl ein menschliches Geheimnis sein, dass man wohl nicht ergründen muss 🙂

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  2. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Gut, dass du das ansprichst. Eine Protagonistin von mir ist eine traditionsbewusste Römerin und ich sollte ausarbeiten, wie sie zu diesem Thema steht.

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Stest zu Diensten 😉
      Gerade Römerinnen der alten Zeit hatten ja vermutlich keine andere Wahl, als dass sie Kinder bekommen mussten, weil es eben die Gesellschaft von ihr verlangte. Aber schön, dass Du ausarbeiten willst, wie sie selbst dazu steht. Das werde ich auch in den Übungsteil aufnehmen. Danke Dir für diesen Hinweis 🙂

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Exakt. Und man muss immer bedenken, wie viele Frauen dann zwar verinnerlicht haben, dass es eine gesellschaftliche Pflicht ist, emotional aber sehr distanziert der ganzen Sache gegenüberstanden.
        Rein juristisch galten Frauen mit ihren ehelich geborenen Kindern nicht als verwand, das war ein ganz anderes Verhältnis zur Familie als man es sich heute vorstellen kann.
        Wer schreibt, muss versuchen, dem nachzuspüren.

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Ich kann mich erinnern, dass ich in einem Buch über das viktorianische England gelesen habe, dass eine Frau, ich glaub es war die Tante, eine Mutter bat, eines ihrer Kinder zu ihr zu schicken. Die genauen Umstände wieso, weshalb und warum weiß ich jetzt nicht mehr. Es sollten auch nur einige Wochen sein. Am Ende hatte die Frau gar keine Lust mehr das Kind zu sich zu holen, sodass die Verwandte das Kind großzog. Am Ende sah das Kind die Verwandte auch als Mutter an.

        In dem Sinne, dass war sogar noch vor kurzem so. Und sicherlich nicht nur in England 😦

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Das glaube ich sofort. Aber das ist wieder ein Punkt, an dem man die moderne Einstellung zu Mutterschaft eben nicht als das gültige Bild für sämtliche Jahrhunderte und Gesellschaften sehen sollte.
        Das Bild, wie eine Frau sich ihrem Nachwuchs gegenüber zu verhalten hat, ist ja je nach Zeit und Land noch mal stark differenziert.
        Die klischeehafte europäische Übermutter alles, nur kein Standard.

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Das Problem, was ich hierbei sehe, ist die Leserin und gelegentlich auch der Leser. Das Bild der Übermutter hat sich so dermaßen in den Köpfen vieler, sehr vieler Menschen festgefressen, dass sie eine Geschichte ablehnen würden, in der eine Mutter freiwillig ihr Kind abgibt. Da würden einige auf die Barrikaden gehen und das Buch an die Wand klatschen (wenn man Glück hat).

        So etwas muss man dann wohl in einem Vor- oder zumindest Nachwort erklären, damit einige Gemüter sich beruhigen. Aber andere hingegen werden trotzdem ausflippen 😦

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Man kann es nicht allen Recht machen. Mit dem Gedanken im Hinterkopf schreiben sich alternative Modelle leichter.
        Ich habe in meinem aktuellen Roman eine Person, die aus der dritten Person Singular Präsens von mir mit dem Pronomen „xier“ besetzt ist. Wenn ich das durchbringen kann bei den künftigen Verlegern dann auch Nicht-Übermütter :).

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Letztendlich nicht. Aber manchmal wundere ich mich, warum Leser*innen bestimmte Bücher schlecht bewerten und dann erinnere ich mich, dass es an deren Weltbild liegt. Das vergesse ich manchmal. Solange man das aber im Hinterkopf hat, kann man (hoffentlich) leichter mit diesen negativen Bewertungen umgehen.

        Und das mit Deiner Perspektive und dem neuen Pronomen hört sich interessant an. Ich drück Dir die Daumen, dass Du es durchbekommst 🙂

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Ja – manche Menschen kann man einfach nicht ändern. Schau in die Kommentare auf der Weltenschmiede, wir wurden vor ein paar Tagen gefragt, ob man als Christ Mangas lesen darf.
        Vielen Dank!

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Okaaaaaay. Man darf natürlich auch ein wenig Eigenverantwortung übernehmen. *kopfschüttel*

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  3. LiehsaH schreibt:

    Hey. 🙂
    Wieder mal ein toller Artikel, auch wenn ich den Einstieg nicht so super finde. Denn mir kam Black Widow nie wie eine Frau mit unbändigem Kinderwunsch vor. ^-^“ Natürlich bedauert sie den Verlust. Sie hat immerhin nicht nur ihre Gebärfähigkeit, sondern auch grundsätzlich die Entscheidung für oder gegen Kinder verloren. Und selbst wenn sie sich Kinder wünscht, ist sie für mich kein klischeehafter Fall. Sie war immer allein, hatte nie eine Familie. Dass sie sich dann Geborgenheit wünscht (was mit dem Familienbild ja verbunden wird) und dem Familienideal mit Kindern was abgewinnen kann, erscheint mir logisch. Man wünscht sich doch meistens die Dinge am meisten, die man nicht haben kann, nicht wahr? 😉 Und dass sie Komplexe deswegen entwickelt, passiert Menschen durchaus. Man denke mal an die armen Frauen, deren Gesichter vernarbt sind, weil Männer ihnen Säure ins Gesicht schütteten. Keine bewusste Entscheidung dafür, keine Schuld, die das rechtfertigen würde. Komplexe haben die meisten von ihnen trotzdem. Weil ihnen gegen ihren Willen etwas genommen wurde und sie nun als „anders“ gekennzeichnet sind. Wie Black Widow, nur dass es bei ihr nicht so offensichtlich ist.
    So gesehen finde ich die Frauen klischeehafter, die einfach nur Kinder wollen, „weil sich das so gehört“. Oder weil der Partner oder die Eltern das erwarten. Die Damen denken tatsächlich nicht nach und haben keine eigene Meinung. 🙂
    Liebe Grüße
    Lisa ❤

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo Lisa,

      vielen Dank für Deine Sicht der Dinge. Bei der Black Widow ist es jedoch so, dass sie über Jahre hinweg weiß, dass sie keine Kinder hat. Und in solchen Fällen ist es wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um nicht irre zu werden. Ich kann auch keine Kinder bekommen und hab es für mich ausgemacht, dass das in Ordnung ist und eben nicht mehr einen Kinderwunsch hege. Hier wirkt es jedoch, dass sie ja unbedingt doch Kinder haben will. Ergo, sie hat sich damit nicht auseinandergesetzt. Und das finde ich irgendwie durchaus schade.

      Klar, sie kann nichts dafür. Aber sie muss danach für sich die Entscheidung treffen, wie sie damit umgeht. Dafür wieder herum kann sie etwas. Genau wie die Frauen, mit den entstellten Gesichtern. Natürlich können sie nichts dafür. Aber sie müssen danach für sich klären, wie sie damit leben. Verstecken sie sich und leben isoliert oder sagen sie sich, ja, mir ist das passiert, ein Mann hat über mein Leben entschieden, ich hol es mir zurück.

      Aber ich stimme Dir zu, dieses, ich will Kinder, weil es sich gehört, finde ich noch schlimmer. Aber eben auch die Tatsache, dass viele Frauen ja diesen ach so natürlichen und unbändigen Kinderwunsch haben. Bei mir war er auch nie so sonderlich ausgeprägt, wie bei anderen. Ich vermisse auch nichts. Und das ist für mich in Ordnung 🙂

      Liebe Grüße zurück

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      • LiehsaH schreibt:

        Hallo. 🙂

        Dass sie sich damit auseinandersetzen sollte, stimmt zweifellos. 🙂 Aber wie viele Leute machen das? Die Black Widow hat die anderen Traumata, die sie durch ihre Ausbildung (und vielleicht ihren Job?) erlitten hat, garantiert auch noch nicht verarbeitet. Vielleicht war der Kinderwunsch ein Mittel, um das darzustellen? Denn hätte sie z.B. beim Kampf Flashbacks zu früher, wäre sie keine so gute Kämpferin geworden, sondern würde sich selbst gefährden. Also schiebt sie das von sich. Aber in der vertrauten, sicheren Umgebung? Ich vermute, dass sie einfach immer weitergemacht hat, um sich eben nicht mit so etwas auseinander setzen zu müssen. Und ich kenne einige Leute, die das in der Realität auch so machen! 😉

        Wahrscheinlich würden wir nicht darüber reden müssen, wenn die Figur in den Filmen besser dargestellt würde. ^-^“ Denn eigentlich mag ich die Black Widow, nur ist sie in den Filmen eher blass und Quotenfrau. Man erfährt über sie am wenigsten, obwohl sie ein Mitglied der Avengers ist. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann einen Film über sie. 😉

        Es freut mich auf jeden Fall, dass du deinen Weg gefunden hast, mit der Situation umzugehen. ❤ Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass andere vielleicht noch nicht so weit sind. Aber das gilt ja in allen Bereichen des Lebens. 😀

        Liebe Grüße
        Lisa 🙂

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Hallo Lisa,

        in der Tat ist die Black Widow ein wenig schwach dargestellt, um es einmal nett darzustellen. Klar, sie bekommt nicht immer viel Screentime, sicherlich ist in den Comicbüchern das anders. Und klar kann es sein, dass diese Szene auch dafür genutzt werden könnte, um die negative Vergangenheit darzustellen.

        Trotzdem denke ich mir, sie ist durchaus eine starke Persönlichkeit. Warum dann nicht anders darauf reagieren? Das fand ich halt schade. Und das für Joss Whedon. Immerhin ist er ja auch bekennender Feminist.

        Aber dafür können wir es besser machen 🙂

        Liebe Grüße

        Gefällt mir

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