Mein Wochenende auf der BuchBerlin und der QueerCon

Hei, hallo und herzlich willkommen,

vergangenes Wochenende (also der 19. und 20. November) war die dritte BuchBerlin und zugleich die erste Queer Convention. Eigentlich wollte ich schon vor zwei Jahren auf die BuchBerlin, aber es gab genügend Ausreden, warum ich dann doch nicht hingegangen bin.

Dieses Jahr habe ich dann entdeckt, dass es eben auch die QueerCon gab und da habe ich mich entschieden, gut, ich kaufe mir ein Kombiticket für das komplette Wochenende. Und aus diesem Grund habe ich mich (angestiftet von Nike Leonhardt) entschieden, heute darüber zu bloggen.

Kurze Vorgedanken

Wie ich auf der Messe erfahren habe, ist die BuchBerlin die viergrößte Buchmesse in Deutschland. Die Größte ist natürlich die in Frankfurt und dann kommt die in Leipzig. Wer auf dem dritten Platz ist, haben wir nicht herausgefunden.

Dabei ist die BuchBerlin selbst sehr günstig bezüglich des Eintrittpreises. Man kann zumindest 2016 die Summe noch an einer Hand abzählen. Wer jedoch, wie ich, das Kombiticket für beide Veranstaltungen und über das komplette Wochenende gekauft hat, musste durchaus tiefer in die Tasche greifen.

Doch es kann sich definitiv lohnen, wenn man nicht gerade die Frau Schreibseele ist.

Samstag, der 19. November 2016

Einige Leute und ich haben uns zuvor in einem Cafè in der Nähe des Estrel Hotels getroffen. Eigentlich wollten wir frühstücken, aber das wurde ganz locker gehandhabt, wie jede bzw. jeder von uns lustig war. Bei mir gab es ein Kakao und gut war es.

Wobei ich dann mitbekommen habe, dass in der Zeit, in der wir im Cafè saßen, einen interessanter Panel mit Susann Julieva lief, den ich so leider verpasst habe. Aber nun gut, man kann nicht alles haben.

Danach gingen wir zur Messe. Wer noch kein Ticket hatte, kaufte sich eines an dem Stand der Messe Berlin und bekam dafür ein Armband. Ein Schwarzes, wenn man nur am Samstag da war, ein Rotes für den Sonntag, ein graues für das komplette Wochenende.

Da ich mein Ticket bereits im Vorfeld bezahlt hatte, musste ich zuerst zu der QueerCon hin, mich melden und bekam ein Namensschild und ein grünes Armband. Danach konnte ich mich bei der Messe Berlin noch einmal melden und bekam dann noch mein graues Armband.

Zuerst hatte ich den Rest eines Panels zugehört. Es ging dabei um die Vorausschau der Programme einzelner Verlage, die sich besonders im Gay Romance Bereich tummeln. Dabei habe ich doch das eine oder andere Thema mitbekommen, welche mich dann zu einem Beitrag inspiriert hat. Diese werde ich dann nächstes Jahr veröffentlichen.

Danach habe ich mich auf der BuchBerlin getummelt und hab mich beim Stand von Fiona Schwarz gemeldet, weil wir das im Internet abgesprochen hatten. Ihre Standkollegin hatte dann eine vom Treffen wiedererkannt und wir kamen ins Gespräch. Doch da kam halt das typische Problem von mir zu tragen.

Ich bin absolut introvertiert und absolut schüchtern. Auf Fionna zu zugehen und mich ihr vorzustellen hat mich ganz schön Überwindung gekostet. Und damit hatte es sich leider für den restlichen Tag auch alles ergeben. Denn ich konnte mich nicht mehr überwinden auf jemand anderen zu zugehen, obwohl ich einige über das Internet gekannt habe.

Das erinnert mich an ein Bild, dass auf Facebook öfters geteilt wird. Und zwar, dass introvertierte Personen sich denken, es ist Freitag, Zeit rauszugehen und Menschen treffen. Dann geht die Person raus und trifft Menschen und sie bzw. er denkt, nein, das gefällt mir nicht, ich will nach Hause.

Danach bin ich wieder zu den Panels der QueerCon geblieben. Dabei lernte ich einiges und natürlich, ich nahm auch wieder verschiedene Ideen mit. So stellte die Chefin von Schreibhain vor, wie man zum eigenen Schreibthema kommt (und ich hab meines gefunden) und es gab noch eine Diskussion mit einigen Verlagen bezüglich der Übersetzungen ihrer Titel.

Der letzte Beitrag ging dann um die Heldenreise für Stroypreneure. Also wie man die Heldenreise dafür benutzen kann, damit wir als Autorinnen und Autoren unseren Weg finden. Per se war dieser Beitrag gut und ich habe einiges mitgenommen. Leider waren es ZU viele Informationen auf einmal und irgendwann habe ich, ehrlich gesagt, abgeschaltet.

Danach entschied ich mich, dass mein Tag auf der BuchBerlin beendet war. Am nächsten Tag will ich mich auf alle Fälle am Stand des Dead Soft Verlages einfinden, weil dort Nora Bendzko Standwache hält. Und wir haben abgesprochen, dass wir uns dort treffen. Mal sehen, ob ich mich traue.

Sonntag, der 20. November 2016

Der Sonntag ging ein wenig ruhiger zu. Das könnte wohl daran gelegen haben, dass ich mich eher auf der QueerCon getummelt habe. Dort gab es Hinweise zu Social Media und den Umgang mit dem großen A. Dabei habe ich durchaus einige interessante Dinge erfahren. Und ja, ich bin mit einer weiteren Blogidee da wieder rausgegangen. Na wer hätte das gedacht.

Danach wollte und habe ich mich mit Nora Bendzko getroffen. Wie lange ich um den Stand herumgeschlichen bin, bis ich mich getraut habe, sie anzusprechen, nein, das werde ich nicht verraten.

Aber es war wirklich toll sie Live und in Farbe zu sehen. Dadurch bekommen Namen und Beiträge auf einmal eine Persönlichkeit, ein Gesicht. Total klasse.

Den Rest des Tages habe ich mich dann auf der Queer Con eher getummelt. Besonders die Runde, wer denn Gay Romance liest und schreibt, fand ich interessant. Danach bin ich ein wenig größenwahnsinnig geworden. Klar, mit einer Idee. Mal sehen, ob ich die umsetze.

Da die QueerCon dann, mehr oder weniger, vorbei war und ich eben zu feige für alles Weitere war, war der Tag so um 14 Uhr für mich vorbei.

Mein Eindruck von der Buch Berlin

Es war das zweite Mal, dass ich auf einer Buchmesse war. Und es war durchaus beeindruckend, auch wenn die Buch Berlin eher familiär ist. Schön ist es auch, dass Verlage neben Selfpublisher stehen, ohne das man sich beißt oder ankeift. Alles ist schön miteinander vermischt und harmonierte. Zumindest wirkte es auf mich so.

Klar, die großen Neuerscheinungen fehlten. Aber vermutlich haben noch nicht alle die Buch Berlin auf dem Plan und organisieren daher die Erscheinungen noch nicht um sie herum. Vielleicht ändert sich das in der Zukunft noch stärker.

Natürlich ist eine Buchmesse für Menschen wie mich nicht unbedingt der ideale Ort. Aber immerhin hatte ich doch zwei, drei schöne Gespräche gehabt. Vielen Dank dafür.

Auf alle Fälle kann ich Leser*innen und Autor*innen nur empfehlen, dort hinzugehen. Es ist klein, es ist familiär und ich denke, man kommt schnell ins Gespräch. Vielleicht sogar noch schneller, als auf den anderen Buchmessen.

Mein Eindruck von der Queer Con

Es war die erste QueerCon und daher will ich nicht zu streng sein. Denn es gab viele Punkte, die ich gut fand. Gleichzeitig gab es aber auch Punkte, die ich schade fand.

Zum Beispiel stand auf den Plakaten, dass es um LGBT Literatur ging. Also Lesbian, Gay, Bisexuality und Transsexuality. Doch geredet wurde nur über Gay Literatur. Klar, es ist ein Teil der Queeren Literatur. Aber genau das, es ist nur ein Teil. Da würde ich mich freuen, wenn in den kommenden Jahren mehr auf die anderen drei Buchstaben eingegangen wird.

Ansonsten habe ich sehr viel gelernt, was ich dann auch in meinem Gay Romance Beitrag einfügen werde. Und zudem habe ich konkretere Ideen für drei meiner Projekte gewonnen. Dazu zählt auch die Geschichte, die ich bereits fertig geschrieben und demnächst überarbeiten werde.

Mein Fazit

Auch wenn ich sicherlich die Buch Berlin besser hätte nutzen können, so hatte ich doch Freude an der Messe. Besonders die QueerCon hat mir persönlich Spaß gemacht. Denn ich lasse mich gerne inspirieren und lerne zudem auch noch gerne dazu. Besonders, wenn es sich ums Schreiben oder alles drum herum dreht.

Zudem ist die Buch Berlin und die QueerCon durchaus günstig (gut, ich schreib jetzt hier nur von den Eintrittspreisen). Daher kann ich nur sagen, trotz allem, nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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13 Antworten zu Mein Wochenende auf der BuchBerlin und der QueerCon

  1. Michael Behr schreibt:

    Was du in Bezug auf die Introvertiertheit und Schüchternheit schreibst, treibt mich jetzt schon in Sorge bzgl. meines Besuchs auf der Leipziger Buchmesse im nächsten Jahr um. Ich werde mir bis dahin irgendeine Methode einfallen lassen müssen, um das zu überwinden.

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo Michael,

      lies Dir mal den Vorschlag von Evanesca durch. Vielleicht hilft Dir der weiter. Denn ich ziehe mich auch öfters einfach raus und tanke auf. In die andere Richtung ist es für ich halt häufig sehr schwierig. Ansonsten, schnapp Dir jemand, die oder der offener ist und geht gemeinsam hin. Das könnte auch klappen. Die extrovertierte Person fängt an und Du steigst ein. Vielleicht hilft das.

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  2. Evanesca Feuerblut schreibt:

    Dieses Jahr wollte ich – aber die Mehrbelastung aus NaNo, Uni und Job plus „eins meiner freien Wochenenden opfern, um ans andere Ende von Deutschland zu tingeln“ hätte mir den Rest gegeben. Also musste ich dieses Jahr verzichten.
    Aber nächstes Jahr bin ich dabei. Obwohl ich dann noch weiter weg wohnen werde. Wozu gibt es Flugzeuge.

    Was Introvertiertheit angeht, habe ich auf dem BuCon so schön gemerkt, dass es zwei Dinge gibt, die mich „retten“ und dafür sorgen, dass ich mit Kollegen quasseln und Leute an Ständen ansprechen kann, ohne vorher und hinterher ein emotionales Wrack zu sein.
    Punkt 1: Ich habe immer jemanden dabei, mit dem ich mich zurückziehen kann. Dieses Jahr meine Schwester, letztes Jahr mein Freund. Am Besten, es ist jemand genauso Introvertiertes – dann kann man sich kurz an jemanden anlehnen und Ruhe tanken.
    Punkt 2: Pausen machen. Es ist vollkommen okay, dich für eine halbe Stunde hinzusetzen und einfach mal mit niemandem zu kommunizieren (und stattdessen zu essen oder dich in ein frisch gekauftes Buch zu vertiefen). Da kommt Punkt 1 ins Spiel – wenn du mit deinem Begleiter auch gut schweigen kannst, ist alles gut :).

    Ich bin nämlich eigentlich auch so. Außer auf kleinen Buchmessen. Da mutiere ich zum Quasselmonster – aber mit schnell leerwerdenden Batterien.

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo,

      dass mit dem rausziehen mache ich regelmäßig und hatte ich auf der BuchBerlin auch gemacht und geschafft. Denn ich gehe davon aus, dass ich Hochsensibel bin und daher benötige ich diese Auszeit durchaus. Das bedeutet leider nicht, dass ich trotzdem auf die Leute zugehen kann 😉 Das bedeutet nur, dass mein System (wie ich es immer nenne) nicht abstürzt.

      Leider ist mein Freundes- und Bekanntenkreis eher klein ausgeprägt und alle haben unterschiedliche Interessen, als das ich mit denen auf Cons gehen kann, aber wenn ich mich rausziehe, klappt das. Nur das reinholen, das ist für mich eine Herausforderung 🙂 Denn wenn ich mal Feuer gefangen habe, dann geht es durchaus los. Bis dahin ist es eben ein Akt.

      Aber danke für Deinen Beitrag und Deine Tipps ❤

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      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Alle Menschen sind ja verschieden und was mir hilft, ist nicht zwingend das Patentrezept auch für andere.
        Und schade, dass du niemanden mitschleppen kannst :(. Mein Freundes- und Bekanntenkreis außerhalb des Internets beschränkt sich auf meine Familie, die meines Freundes und ein paar Menschen… die ich aus dem Internet kenne und ein paar Mal getroffen habe… Aber das sind dafür alles Menschen, die was mit Schreiben machen. Es kommt also nicht nur auf die Quantität an :).

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Klar, lieber einen kleinen und konstanten Freundeskreis, als einen großen, auf den man sich nicht verlassen kann. Und was noch nicht ist, kann ja noch werden ❤

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  3. effieweka schreibt:

    Am Sonnabend, den 19. November war ich auch auf der BuchBerlin. Schade, dass wir uns in diesem Jahr nicht getroffen haben! Ich hoffe sehr,dass es beim nächsten Mal klappt und schicke liebe Grüße. 🙂 🙂

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  4. nikeleonhard schreibt:

    Nachdem ich dich zu diesem Post angestiftet habe, will ich mich doch wenigstens auch ganz offiziell dafür bedanken: Danke!
    Hört sich an, als könne sich die Buch Berlin wirklich lohnen. 🙂
    Wenn Berlin bloß nicht so weit weg wäre.

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