[Werbung] Eine Webseite für Autorinnen und Autoren

Hei, hallo und herzlich willkommen,

in meinen Anfangszeiten des Internets (also vor über zehn Jahren) gehörte es zum guten Ton eine eigene Internetseite zu haben. Doch heutzutage gibt es mehrere Social Media Kanäle, welche diese eigentlich ersetzen könnte. Also Facebook oder Twitter oder auch Instagram. Da könnte man doch meinen, da wäre eine eigene Internetseite völlig überflüssig, oder?

Meine Antwort lautet ganz klar: Myspace.

Kurze Vorgedanken

Gut, die Antwort Myspace ist nicht sonderlich erschöpfend, gerade wenn Du nicht weißt, wer oder was Myspace ist bzw. war.

Myspace könnte man als eine Vorgängerversion von Facebook bezeichnen. Dort trafen sich in erster Linie zwar sehr viele Musiker*innen, aber auch alle andere waren dort zu finden. Über Myspace wurden sogar einige überhaupt erst berühmt.

Doch dann gab es einige Skandale rund um Myspace und es wurde im Allgemeinen eher unpopulär. Man zog weiter und Facebook wurde interessant. Und auch wenn viele das nicht lesen wollen, aber auch Facebook hat an Attraktivität verloren.

Gerade jüngere Menschen finden andere Plattformen um einiges cooler (zum Beispiel Snapchat). Das bedeutet, dass es schneller passieren kann, also man Facebook schreibt, dass diese Plattform ebenfalls bald in Vergessenheit gerät

Warum also jetzt genau eine Webseite?

Eine eigene Webseite ist die eigene Wohnung. Dort kannst Du (wenn Du Dich an ein paar Spielregeln hältst) im Grunde genommen machen, was Du willst. Niemand kann Dir vorschreiben, was für Möbel Du in Deine Wohnung stellst, welche Farben Du wählst oder ob Du überhaupt aufräumst (über feine Details wie Geruchsbelästigung oder die lieben Eltern, die sich doch gerne einmischen, will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen, ich denke, Du verstehst, was ich meine).

Sämtliche Social Media Kanäle hingegen sind öffentliche Plätze. Damit meine ich Parks, Kinos oder auch Einkaufszentren. Du darfst Dich dort aufhalten, aber nicht dort nach eigenen Regeln agieren, sondern musst Dich an fremde Spielregeln halten.

Den Park darfst Du nicht verschmutzen, in Kinos hast Du Dich ruhig zu verhalten und in Einkaufszentren musst Du Dich an die Centerregeln halten. Dort bist Du lediglich ein Gast, niemals die Bewohnerin oder der Bewohner.

Das gilt auch für das Internet. Wenn Du Dich an einige Spielregeln hältst, dann darfst Du auf Deiner Internetseite tun und lassen, was Du willst. Niemand kann Dir vorschreiben, wie Du Deine Seite gestalten sollst oder Dich verbannen, nur weil Du einen nackten Männerrücken zeigst.

So habe ich den Leidensweg einer Autorin verfolgt, die im letzten Jahr mehrere Male auf Facebook blockiert wurde, wegen einer unbedeutenden Kleinigkeit (den oben erwähnten nackten Männerrücken). Und das kann uns allen jederzeit passieren.

Früher hatte ich noch meinen Twitteraccount mit meiner privaten Facebook-Seite verlinkt gehabt. Das bedeutete, dass alle meine Tweets bei Facebook erschienen sind. Und einer dieser Tweets (es war ein Retweet von einem meiner Lieblingsschauspielern, wohlgemerkt in einem Anzug) wurde gelöscht.

Das bedeutet also, dass es uns allen theoretisch jederzeit passieren kann, dass wir gegen irgendwelche Richtlinien verstoßen und dann nicht mehr auf ein der Social Media Plattformen dürfen. Denn die Regeln schreiben andere und wir haben uns daran zu halten (egal wie sinnig oder unsinnig wir sie finden). Und es kann jederzeit ein Hausverbot ausgesprochen werden.

Wenn wir also unsere Kontakte nur auf Social Media Kanäle reduzieren, machen wir, zumindest sehe ich das so, einen gewaltigen Fehler. Leser*innen, Fans, wie auch immer können Dich dann nicht mehr im Internet finden oder Kontakt zu Dir halten, solltest Du gesperrt werden.

Hast Du aber eine Internetseite, sieht das definitiv anders aus. Denn solange Du Deine Gebühren bezahlst (sofern Du Dein eigenes Webspace verwendest), ist das Deine Wohnung im Internet. Und Deine Leser*innen können Dich jederzeit finden, auch wenn Deine Seiten in irgendwelchen Social Media Kanälen gesperrt sind.

Der Anfang

Vielleicht habe ich Dich jetzt überzeugt, doch an einer Internetseite zu basteln. Dann musst Du natürlich irgendwo anfangen. Bevor Du Dir Webspace mietest und eine eigene Internetseite, empfehle ich Dir erst einmal die kompletten Texte vorher offline zu schreiben.

Wenn Du offline die ganzen Texte schreibst, kannst Du auch alles immer hin- und herschieben ohne das Du Dich mit Quellcodes oder Sonstiges herumschlagen musst. Zudem kannst Du die Texte auch noch an andere schicken, damit sie Dir eine Rückmeldung geben, wie gut sie sind oder wo Du noch ein wenig nachbessern kannst.

Wenn Du das alles fertig hast, kannst Du Dich als Nächstes um die Plattform kümmern, auf denen Deine Internetseite erscheinen soll. Es kommt natürlich darauf an, ob Du eigenen Webspace haben oder Du einen Anbieter nutzen möchtest. Wobei Letzteres bedeutet, dass Du wieder nach anderen Regeln zu spielen hast.

Auf Dauer würde ich Dir empfehlen, dass Du Dir Dein eigenes Webspace anmietest. Denn dort hast Du dann alle Möglichkeiten, um Deine eigene Seite aufzubauen. Du musst Dich nur an die maximale Größe halten, die Du gemietet hast (bei den meisten kannst Du eigentlich auch ganz einfach noch ein Paket dazu mieten, wenn Du doch mehr brauchen solltest) und eben an die gesetzlichen Vorlagen (also keine rassistischen, sexistischen, antisemitischen oder sonstigen Meinungen kundtun).

Viele Webspaceanbieter haben noch den Service, dass man gleich noch die dazugehörige Webseitenadresse, also die URL gleich mitmieten kann. Ganz ehrlich? Das ist so eine Sache. Ich würde Dir empfehlen, da immer zwei verschiedene Anbieter zu nehmen.

Der Grund ist ganz einfach: Es kann immer passieren, dass Du Dich entscheidest, den Anbieter für Dein Webspace zu kündigen. Entweder sind die Preise zu teuer geworden, oder der Service geht immer mehr und mehr in die Knie. Das sind keine Seltenheiten.

Du kannst jederzeit dann Deine Webseite einpacken, zum nächsten Anbieter wechseln und diese wieder hochladen. Die URL bleibt weiterhin bestehen und Du kümmerst Dich um Deine Internetseite. Zwischenzeitlich können Deine Besucher*innen die URL weiter aufrufen und sehen eben, dass kurzfristig die Seite nicht aufrufbar ist. Denn es ist eher selten, dass man wirklich Probleme mit dem Anbieter des Namens einer Internetseite hat, eher mit dem Webspaceanbieter. Daher eben die Trennung.

Der juristische Kram

Ganz wichtig, ich bin selbst keine Juristin, also werde ich Dir an dieser Stelle keine juristische Beratung in jeglicher Art anbieten. Solltest Du Zweifel oder weitere Fragen haben, bitte wende Dich an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt. Sie können Dir jederzeit weiterhelfen.

Zumindest für Deutschland gilt, es herrscht hier Impressumspflicht. Das bedeutet, Du musst Deinen Namen und Deine private Wohnadresse preisgeben. Mit anderen Worten, eine ladungsfähige Adresse.

Sollte Dich also jemand verklagen wollen (weswegen auch immer), muss diese Person mit wenigen Klicks Deine Adresse finden können, um Dir die Klage zusenden zu können. Oder Deine Adresse dem Gericht mitteilen können, damit eine Ladung zu einer Verhandlung zugestellt werden kann.

Solltest Du also nur Dein Namen und eine E-Mail-Adresse oder ein Postfach angeben wollen, dann muss ich Dir leider sagen, es reicht nicht. Das könnte Ärger mit sich bringen.

Dein Vor- und Zuname und Deine komplette Adresse müssen angegeben werden. Aber es gibt auch sogenannte Impressumsdienste, die das für Dich übernehmen. Du schließt mit denen einen Vertrag ab (die Details erfährst Du dann von denen) und die Post wird dann an den Impressumsdienst geschickt. Und sie lassen es dann Dir schnellstmöglich zukommen. Das wäre noch eine gute Alternative für Dich, wenn Du Deine Adresse nicht preisgeben möchtest (in der Linkübersicht unten habe ich Dir ein paar interessante Links zusammengestellt).

Vor Jahren habe ich mal gelernt, dass man maximal zwei Mal auf irgendwelche Links klicken soll, um auf das Impressum zu kommen. Ob so etwas stimmt, ich weiß es nicht. Auf alle Fälle sollte das Impressum immer sehr leicht zu erreichen sein. Am besten hast Du auf der Startseite einen Link und damit Deine Ruhe.

Mit einem Impressum auf Deiner Internetseite kannst Du diesen Link auf allen Social Media Kanälen angeben, die ebenfalls ein Impressum verlangen. Einfach den Link setzen und bisher hatte ich mit keinem der Kanäle irgendwelche Probleme. Natürlich ist das schwierig, wenn Du unter einem Pseudonym Deine Geschichten veröffentlichst und niemand Deine Daten kennen soll. Dann wende Dich an einen der Impressumsdienste. Zwar kosten einige davon etwas, aber Du erfüllst damit ebenfalls die gesetzlichen Vorgaben.

Wenn Du noch den Datenschutz auf Deine Seite einfügen möchtest (was ebenfalls Pflicht ist), zwischenzeitlich gibt es diverse Seiten, die einen kostenfreien Dienst dafür anbieten. Du musst nur einige Daten eingeben und anklicken, für welche Angebote Du die Datenschutzerklärung benötigst. Dann wird Dir eine entsprechende Erklärung formuliert.

Dein Name

Wenn Du den langweiligen Teil abgearbeitet hast, wirst Du Dir vielleicht nun einen Namen für Deine Internetseite überlegen wollen. Es kann Dein Pseudonym bzw. Dein Autorinnenname sein, es kann aber auch eine Bezeichnung oder der Titel Deines Romans sein.

Wenn Du als Autor*in die Welt trittst, ich würde Dir empfehlen auch mit diesen aufzutreten. Oder ein Name, der mit Deinem Pseudonym zu tun hat. Die Autorin Ally J. Stone hat ihre Seite Stonebooks genannt. Er ist passend, kurz und sehr prägnant. Und ihr Pseudonym ist immer noch zu erkennen.

Oder TinaWritesRomance (die Internetseite der Autorin Tina Folsom). Wir haben den Vornamen der Autorin und was sie schreibt (hier Romance). Das Problem kann hier sein, sollte sich Tina Folsom überlegen einen Krimi zu schreiben, passt der Name schon nicht mehr.

Daher empfehle ich Dir, sehr genau über diesen Namen nachzudenken. Hat sich erst einmal ein bestimmter Name bei Deinen Leser*innen bekannt gemacht, wird es sehr schwer sein, einen neuen zu etablieren. Das gilt für Pseudonyme überhaupt. Wenn Du Hilfe brauchst, ich bin mir sicher, dass Deine Freund*innen und/oder Onlinekontakte Dir bei dieser Entscheidung gerne unter die Arme greifen werden. Bitte sie nur um Hilfe.

Der Inhalt Deiner Seite

Kommen wir endlich zu den (möglichen) Inhalten Deiner Webseite. Wobei das alles, was ich im Folgenden Schreibe eben nur Möglichkeiten sind. Was für Texte Du letztendlich auf Deine Seite packst, ist Dir und Deiner Idee für Deine Außenwirkung überlassen.

Über mich – Vita

Eine von zwei Seiten, die ich Dir doch sehr ans Herz legen würde. Und zwar eine Seite, in der Du Dich vorstellst. Das kann als Vita geschehen (ein kurzer Text, der in der dritten Person verfasst ist) oder ein längerer Text in der Ich-Form.

Hier erzählst Du Deinen Besucher*innen, wer Du bist, was Du tust und warum das letztendlich irgendjemanden interessieren sollte. Wenn Du also Krimis schreibst, dann sag, warum Du das tust, was Dich daran fasziniert und was Dich von anderen Krimiautor*innen unterscheidet.

Wenn Du dann noch ein Praktikum bei der Polizei oder in der Gerichtsmedizin gemacht hast, dann kannst Du so etwas auch erwähnen. Langweilige Sachen kannst Du weglassen, gerade dann, wenn sie nichts mit Deiner Tätigkeit zu tun haben.

Versuch dabei so spannend und spontan zu sein, wie nur möglich. Ich selbst möchte keine Abhandlung Deines Lebens lesen, sondern einen kurzen, erfrischenden Text, der Spaß macht und lustig ist. Bei solchen Texten darfst Du Dir gerne Mühe geben, denn hier lockst Du durchaus einige Leser*innen.

Diese Seite ist auch immer gut, für ein hübsches Potrait von Dir. Es soll Dich am besten sehr sympathisch und angenehm zeigen, daher gönne Dir ruhig ein professionelles Fotoshooting, damit das nicht in die Hose geht.

Schreibst Du in einem bestimmten Genre, kannst Du die Elemente auch in Deinem Foto widerspiegeln lassen. Schau Dir mal die Bilder der Autorin Nina C. Hasse an. An dem Bild kannst Du schnell erkennen, dass sie eine Steampunkautorin ist.

Überleg Dir also, wie Du Dein Genre auf ein Bild darstellen kannst, und nutze dann die Elemente dafür. Du wirst dann völlig anders rüberkommen, als wenn Du ein ganz normales Autor*innenfoto zur Verfügung stellst.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn das Bild Dich zeigt, so besteht auf die Arbeit des Fotos ein Urheberrecht, welche der/dem Fotograf*in gehört. Daher erkundige Dich vorab, in welcher Art und Weise Du das Foto öffentlich nutzen kannst. Gegebenenfalls musst Du die Rechte entsprechend bezahlen. Das sollte es Dir dann Wert sein, wenn das Bild wirklich gut ist.

Übersicht Deiner Werke

Die zweite Seite, die unglaublich wichtig ist, ist die Übersicht über Deine Arbeit. Letztendlich sind es die Bücher der Grund, warum viele Besucher*innen überhaupt auf Deine Internetseite kommen.

Das bedeutet, dass Du mindestens eine Seite allein für Deine Bücher reservieren solltest, egal ob Du nur eines oder einhundert Bücher veröffentlicht hast.

Wichtig finde ich immer, dass Du das Cover zu der Geschichte veröffentlichst, den Klappentext und die ISBN (sofern vorhanden). Du kannst zusätzlich noch die ganzen Onlineshops aufführen, wo man das Buch bestellen kann.

Bieten die Shops ein Programm an, an denen Du Dich für die verkauften Bücher über Deine Seite noch finanziell beteiligen, ich würde daran teilnehmen. Dann bekommst Du für jedes Buch, was Du über Deine Internetseite vermittelst, noch ein oder zwei Prozent mehr Geld. Besser als nichts.

Aber Achtung: Vor etwa einem Jahr habe ich gelesen, dass solche Affiliatelinks steuerpflichtig sind. Daher bei Bedarf erkundigen, inwiefern Du die Daten dann bei Deiner Steuererklärung angeben musst.

Im Zweifel wende Dich hier an Dein Finanzamt.

Du kannst zusätzlich auch noch eine Leseprobe aus Deinem Roman veröffentlichen, damit Deine Leser*innen einen Eindruck von Deiner Geschichte bekommen und vielleicht richtig Lust bekommen, diesen sofort zu kaufen.

Was ich noch gut finde, ist eine Reihenübersicht, sofern es notwendig ist. Häufig suche ich nämlich die Internetseiten der Autor*innen auf, um herauszufinden, in welcher Reihenfolge ich die Romane lesen sollte. Daher empfehle ich Dir, sofern Du natürlich Reihen schreibst, Deinen Leser*innen dies auch zu vermitteln.

Du kannst eine Übersicht über die Reihe aufbauen, und jedes Mal, wenn man auf eines der Covers klickt, kommt man zu den ganzen Informationen rund um Deinen Roman.

Weitere Texte von Dir

Du kannst natürlich auch noch kleine Geschenke für Deine Besucher*innen bereithalten. Das können Schnipsel aus Deinen Romanen sein, Texte, die Dir einfach nicht gelungen sind (und Du dann Deinen Leser*innen zeigst, dass auch Du nur ein Mensch bist), Kurzgeschichten und noch einiges mehr.

Natürlich besteht hier die Möglichkeit, dass jemand Deine Texte klaut. Aber das ist immer möglich. Jedoch würde ich es trotzdem machen, damit Deine ehrlichen Besucher*innen etwas haben, worüber sie sich freuen können.

Deine Hobbys

Bis zu einem gewissen Grad kannst Du noch über Deine Hobbys informieren (je ungewöhnlicher, desto besser kann das sein). Jedoch empfehle ich Dir, dass Du Deine Hobbys nur in einem kleinen Rahmen Platz auf Deiner Seite zur Verfügung stellst.

Solche Informationen sollen Dich interessanter machen, aber nicht das Gefühl vermitteln, dass es Dir wohlmöglich wichtiger ist, als das Schreiben. Willst Du Deinem Hobby mehr Platz einräumen, dann empfehle ich Dir, dafür eine eigene Seite zu basteln.

Weitere Angebote

Viele Autor*innen bieten neben ihren Romanen noch andere Dienstleistungen an. Dazu kann Lektorat, Korrektorat oder auch Autor*innencoaching gehören. Auch das kannst Du auf Deine Seite packen.

Sei aber auf alle Fälle ehrlich und sag klar, was Du dafür verlangst. Ich finde es immer anstrengend, wenn ich ein Angebot sehe, mich eventuell dafür sogar interessiere, aber keinerlei Angaben zu den Preisen finde. Und bei vielen gibt es eine Hemmschwelle anzufragen, was denn für diese Dienstleistung verlangt wird.

Wenn Du keine konkreten Angaben machen willst, dann solltest Du wenigstens eine grobe Richtung anbieten. Einfach etwas, woran man sich orientieren kann.

Weitere Punkte

Sicherlich fallen Dir noch weitere Punkte ein, die Du auf Deine Internetseite raufpacken möchtest. Schau Dir ruhig andere Internetseiten von Autor*innen an und überleg Dir, was Du davon selbst übernehmen möchtest, weil es Dir gefällt.

Übernimm aber nicht einfach irgendeine Idee, sondern garniere sie mit Deiner eigenen Persönlichkeit. Denn Du bist nicht irgendein*e Autor*in, Du bist jemand ganz Besonderes. Und zwar Du selbst. Aber klar, manche Ideen sind einfach zu gut, als dass man sie nicht einfach an sich vorbeiziehen lassen sollte.

Daher überleg Dir, wie Du die Idee so abänderst, dass man erkennen kann, dass Du dahinter steckst. Das kostet ein wenig Gehirnschmalz, aber ich bin mir sicher, dass es sich am Ende wahrhaftig lohnen wird.

Das Aussehen

Kommen wir nun zum Aussehen Deiner Internetseite. Denn diese kann ganz wichtig sein. Immerhin schauen sich Deine Besucher*innen die Internetseite an. Daher empfiehlt es sich, dass sie so angenehm wie nur möglich aufgebaut ist.

Farben

Jetzt stell Dir mal bitte folgende Internetseite vor:

Sie hat eine rosa Schrift auf weißen Hintergrund. Überall siehst Du Einhörner. Und wenn Du den Pfeil Deiner Maus über die Seite bewegst, kommen noch süße bunte, Glitzersterne hinterher.

Wenn ich Dir sage, dass die Autorin oder der Autor Hardcorethriller schreibt, ich glaube, Du würdest vom Glauben abfallen (oder zumindest von Deinem Stuhl runter). Denn das passt nicht zusammen, beim besten Willen nicht.

Früher gab es in der Tat extreme Seiten, die jenseits von Gut und Geschmack angelegt wurden. Zwischenzeitlich hat sich das doch zum Glück stark gebessert. In meinen Anfangszeiten hatte jede Seite einen eigenen Hintergrund, verschieden Farben und Fonts und eben unnötige Spielereien.

Vor Kurzem habe ich jedoch eine Autorinnenseite besucht, die einen animierten Hintergrund hatte. Die Seite empfand ich so ansprechend, dass ich Hals über Kopf wieder geflüchtet bin. Ich fand es anstrengend.

Erst einmal empfehle ich Dir, die passenden Farben auszuwählen. Wenn Du Krimis oder Thrillers schreibst, solltest Du nicht unbedingt rosa oder andere „süße“ Farben wählen. Gedeckte Farben sind da eher passend (schwarz ganz klar, oder auch ein dunkles Rot kann passen).

Du musst keine Klischeefarben verwenden (also rosa für Liebesromane), wenn Du das nicht möchtest. Aber man sollte schon darauf kommen, in was für einem Genre Du schreibst, wenn man Deine Seite besucht. Oder zumindest nicht in die Irre geführt werden. Rosa und Thriller, das passt beim besten Willen nicht zusammen. Und wenn das Rosa keinen höheren Sinn hat (vielleicht spielt die Farbe ja in Deinem Roman eine Rolle), solltest Du Dir gut überlegen, warum Du diese Farbe unbedingt verwenden willst.

Trotzdem bitte ich Dich, lass die Farben immer lesbar bleiben. Blau auf Grün zum Beispiel ist ungemein schwer zu lesen. Und es macht auf Dauer keinen Spaß. Das Einzige, was Du mit solchen Farbkombinationen erreichst, ist, dass Deine Besucher*innen keine Lust mehr haben und aufgeben, weil sie Deine Texte gar nicht lesen können.

Genauso ist es unangenehm verschiedene Schriftarten zu lesen, wohlmöglich noch auf einer Seite. Auch das hat sich in den letzten Jahren verbessert, aber ich möchte nur darauf hinweisen, dass so etwas nicht unbedingt auf eine Internetseite gehört.

Versuch Deine Seite so angenehm wie nur möglich zu gestalten, damit Deine Besucher*innen Spaß daran haben, diese zu lesen. Das gilt also auch für Absätze. Längere Texte am Monitor zu lesen sind schlichtweg anstrengend. Aus diesem Grund solltest Du idealerweise alles tun, damit es für die Augen Deiner Besucher*innen so angenehm wie nur möglich ist. Ansonsten werden sie auf Dauer keine Lust haben Deine Seite zu besuchen und die Texte zu lesen. Denn irgendwann geben sie es auf und Du hast das nachsehen, nicht sie.

Bilder

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.

Sicherlich kennst Du dieses Zitat. Und es stimmt häufig, dass Bilder eine Internetseite auffrischen können. Doch Du solltest vorsichtig mit Bildern sein.

Zum einen ist es wichtig, dass Du nur Bilder nimmst, deren Urheberrecht Du selbst innehast oder die Du frei benutzen darfst. Abmahnungen können teuer sein. Und jede unnötige Abmahnung ist genau das – unnötig.

Entweder Du verwendest nur Bilder, an denen Du selbst das Urheberrecht hast (also eigene Bilder) oder Du kaufst Bilder auf entsprechenden Seiten. Es gibt durchaus kostenfreie Bilder, die Du verwenden kannst. Da solltest Du aber nur diejenigen auswählen, die keine Personen oder öffentliche Gebäude zeigen.

Oder Du zeichnest Bildchen, wenn es notwendig ist (so wie meine Bildchen bei den Beiträgen, natürlich in eigener Ausprägung). Alternativ kannst Du dann mit den Coverbildern arbeiten und sie entsprechend auf den einzelnen Unterseiten verwenden.

Wenn Du Bilder mit Text versiehst, was durchaus faszinierend aussehen kann, dann sollte der Text natürlich lesbar sein. Auf sogenannten Expert*innenseiten habe ich durchaus gesehen, dass genau das nicht berücksichtigt wurde. Und diese Bilder wurden als Links für Blogbeiträge verwendet. Wenn ich nicht lesen kann, wohin es mich führt, warum soll ich dann das Bild anklicken? Ein kleiner, aber doch feiner Fehler.

Verspielte Sachen wie Gifs und Co.

Mit diesen ganzen Spielereien, wie Gif-Animationen oder was es auch noch heutzutage gibt, würde ich eher vorsichtig sein. Denn sie können so dermaßen ablenken, dass sich Deine Besucher*innen vielleicht am Ende gar nicht mehr für Dich und Deine Bücher interessieren. Sofern sie überhaupt so weit kommen, nach denen zu suchen.

Zurückhaltung kann auf Seiten, auf denen Du etwas anbietest (wie in diesem Fall Deine Romane) besser kommen. Ich selbst würde mich da eher zurückhalten.

Weitere Angebote

Zum Thema Newsletter und auch Blog werde ich dann noch gesonderte Beiträge schreiben, daher halte ich mich da eher kurz. Wenn Du Dich dafür entscheidest, diese Medien zu nutzen, solltest Du sie natürlich in Deine Internetseite integrieren. Alles Weitere dann in den entsprechenden Beiträgen.

Verbindung mit Social Media Kanälen

Solange die Social Media Kanäle funktionieren, solltest Du diese natürlich auch in Deine Seite integrieren. Das bedeutet, dass Du die Links jederzeit setzen kannst, damit sich Deine Besucher*innen mit Dir in Verbindung setzen können.

Denn auf Twitter oder Facebook bist Du schneller mit Deinen Leser*innen in Verbindung, als wenn Du eine starre Internetseite nutzt. Nur sei bitte vorsichtig. Zu Facebook gab es ein Urteil, dass man zum Beispiel nicht so verlinken darf, dass Du die Bilder anderer User*innen zeigen darfst. Daher solltest Du hier Vorsicht walten lassen und schauen, was Du machen darfst und was nicht. Eine Recherche im Internet sollte bei so etwas alle Fragen beseitigen.

Alternativ kannst Du einfach nur die Buttons zu den jeweiligen Kanälen setzen, damit Deine Leser*innen Dich darüber liken können. Und Du umgehst unnötige Fragen, was Du darfst und was nicht.

Aktualität

Nichts ist schlimmer, als wenn Du Deine Seite nicht aktuell hältst. So habe ich vor einiger Zeit eine Autorinnenseite aufgerufen und konnte deutlich erkennen, dass sie seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden ist. Denn die Bücherliste war einfach zu klein. Ein Blick auf Amazon hat jedoch ergeben, dass sie zwischenzeitlich weitere Bücher veröffentlicht hatte.

Daher meine klare Empfehlung halte Deine Internetseite immer aktuell. Ansonsten sehe ich selbst keinen Sinn dabei, diese überhaupt zu führen. Dabei ist es nicht schwer, die Covers einzufügen, ein paar Links zu setzen und Texte zu schreiben. Und schon machst Du Deine Besucher*innen glücklicher.

Abschlussgedanken

Es ist nicht viel, was man eigentlich tun muss, um eine Internetseite zu gestalten und zu pflegen. Der Anfang, ja, das stimmt, der kostet ein wenig Zeit und Energie. Aber danach läuft sie, mehr oder weniger, nebenbei. Und trotzdem kann und sollte sie nicht vernachlässigt werden. Denn für viele ist es immer noch DIE zentrale Anlaufstelle. Gerade dann, wenn man sich einigen Social Media Kanälen verweigert. Und ja, die gibt es wirklich.

Deine Texte, Dein Aufbau

Egal ob Du in nächster Zeit oder erst in ferner Zukunft eine eigene Internetseite planst. Fange heute schon an mit der Planung. Welche Texte sollen überhaupt auf Deine Internetseite und wie soll Deine Seite aufgebaut sein? Du kannst zeichnen und grobe Pläne machen. Das erspart Dir die Arbeit, wenn es wirklich losgeht.

Deine Recherche

Dann recherchiere oder erkundige Dich, welche Anbieter für Dein Webspace oder Deine URL infrage kommen. Rechne durch, wie viel Dich das alles kostet und welche Alternativen es gibt.

Leg los!

Genauso wie ein Roman, schreibt sich auch eine Internetseite nicht von selbst. Leg also los und fang an. Notfalls hol Dir Hilfe. Im Internet gibt es genügend Angebote von kostenfrei bis kostenpflichtig. Du bist nicht allein und Deine Leser*innen werden es Dir danken.

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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