[Werbung] Geschenke

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seien wir mal ganz ehrlich, irgendwo lieben wir doch alle Geschenke. AutorInnen wissen das und beschenken daher ihre LeserInnen regelmäßig. Das können kleine Aufmerksamkeiten sein wie ein Lesezeichen oder eine Postkarte. Aber es können auch richtige Verlosungen mit Reisen und Derartigem sein.

Es kommt hierbei aber auf die zielgerichteten Geschenke an und nicht irgendetwas, Hauptsache es ist ein Geschenk.

Kurze Vorgedanken

Wenn Du direkten LeserInnenkontakt hast, dann kann es durchaus passieren, dass Du das Bedürfnis verspürst, ihnen etwas zu geben, was nicht gerade das Buch selbst ist. Denn Bücher werden idealerweise gekauft und gelesen. Aber irgendwie wäre es ja toll, wenn Du Dich bei Deinen LeserInnen längerfristig in Erinnerung halten kannst.

Das Buch landet irgendwann im Regal und schlimmstenfalls wird es vergessen. So entdeckte ich heute ein Printbuch in meinem Regal, welches ich zwischenzeitlich noch einmal als E-Book gekauft habe. So schnell kann es passieren. Doch wenn (idealerweise) Dein kleines Geschenk in die Hände Deiner LeserInnen fällt, erinnern sie sich an Dich und sind eher geneigt mal zu schauen, was Du sonst so zwischenzeitlich getan hast.

Voraussetzung für ein gutes Geschenk

Für mich ist die Voraussetzung immer, dass das Geschenk auch passt. Das trifft nicht nur auf meine Familie oder Freundschaften zu, sondern würde dann auch auf meine Buchgeschenke zutreffen. Wenn ich ein Printbuch habe, dann lohnt sich ein Putztuch für einen Reader überhaupt nicht. Es passt einfach nicht. Genauso wenig würde ein Rezeptbuch als Geschenk geeignet sein, wenn im aktuellen Roman (oder auch in den vorherigen) nichts mit Kochen vorkommt.

Eine gute Idee ist es also schon einmal zu schauen, was kommt in Deinem Buch vor, was sich als Werbegeschenk eignet. Häufig habe ich schon gesehen, dass viele Schmuckanhänger basteln oder herstellen, weil es eine direkte oder zumindest indirekte Verbindung zur Geschichte hat.

Sagen wir mal, Deine Heldin putzt sich andauernd die Brille, weil sie permanent dreckig wird (also vielleicht ein Running Gag). Was würde dazu passen? Ganz klar, ein Brillenputztuch. Dabei ist es sogar egal, ob Deine LeserInnen eine Brille tragen oder nicht. Es kommt auf die Verbindung an.

Es gibt einige Krimis, die sich um Lebensmittel drehen. Zum Beispiel Tee, Kekse oder auch Gebäck. Du kannst Dir sicherlich denken, was hier das passende Werbegeschenk sein könnte.

Wenn Du also schon eine Grundlage in Deinen Roman eingebaut hast, dann nutz sie. Du musst Dich natürlich jetzt nicht hinsetzen und mit aller Gewalt ein Werbemittel einbauen. Das wäre nicht Sinn führend. Aber wenn Du von vornherein was Passendes hast, dann nutz diese Möglichkeit. Die LeserInnen werden es Dir auf ihre Art und Weise danken.

Liegt eine solche Verbindung nicht auf der Hand, hilft Dir Brainstorming sicherlich weiter. Was ist auf dem Cover, was Du nutzen kannst? Oder gibt es ein Thema, dass immer wieder auftaucht und es für Dich erst einmal nicht offensichtlich ist? Denn es passiert häufig, dass man über etwas schreibt und erst einmal gar nicht die Möglichkeiten sieht, die sich dadurch eröffnen.

Sagen wir mal, Du schreibst zwar über Deine Heldin und ihrem Putzwahn mit ihrer Brille. Aber aus irgendwelchen Gründen siehst Du das noch nicht als Werbemöglichkeit. Schreib daher einfach alles auf, was Deine Heldin so macht und welche Eigenheiten sie an den Tag legt. Sicherlich wird es Dir dann irgendwann auffallen und Du kannst es nutzen.

Und wenn es kein Brillenputztuch ist, dann kannst Du auch anders damit arbeiten. Sicherlich wird Dir etwas einfallen. Ansonsten frag einfach Deine FreundInnen und/oder SchreibkollegInnen. Sie können Dir vielleicht ein paar Hinweise geben.

Eher sinnfreie Geschenke

Wobei dieses sinnfrei eine von mir persönliche Meinung ist und nicht als allgemeine Regel gilt. Das vorneweg erwähnt.

Als sinnfreie Geschenke sehe ich Geschenke an, die nicht genutzt werden. Das bedeutet, Du gibst hier Geld aus, aber haben keinen höheren Erinnerungswert für Deine LeserInnen.

Wenn sie irgendwann gar keinen Bezug mehr über das Geschenk zu Deinen Romanen, zu Dir und eventuell sogar zum Zeitpunkt herstellen können, wann sie es bekommen haben. Daher solltest Du Dir rechtzeitig Gedanken machen, was Du überhaupt verschenken möchtest und auch warum. Dann verhinderst Du sinnlose Ausgaben.

Für mich persönlich gehören Lippenstifte (also die Pflegestift) zu den sinnfreien Geschenken. Warum? Auf der Verpackung stehen keine Inhaltsangaben drauf. Und ich gehöre zu denen, die empfindlich auf bestimmte Produkte reagiert. Wenn ich mich an eine Creme oder ein Lippenstift gewöhnt habe, dann neige ich nicht gerne dazu, das Produkt zu wechseln. Denn ich entwickele durchaus leichten Ausschlag, wenn es nicht mit meiner Haut oder den Lippen harmoniert.

Zwar habe ich mal einen Lippenstift als Werbegeschenk mitgenommen. Aber zwischenzeitlich dürfte der auch zu alt sein, als das man diesen bedenkenlos benutzen könnte. Denn ich hab ihn in der Geschenktasche gelassen und einfach vergessen. Das kann auch passieren.

Alles, was vergessen werden kann, ist für mich ebenfalls sinnfrei. Natürlich könntest Du jetzt sagen, dass Dein Held einen Tick mit dem Lippenstift hat. Dann ist das wieder herum etwas anderes. Trotzdem würde ich Dir empfehlen, hier ein wenig Vorsicht walten zu lassen. Das liegt halt an den Inhaltsstoffen.

Um jetzt mal ein weit hergeholtes Beispiel zu nehmen (einfach, damit Du verstehst, worauf ich hier hinaus will), könnte ja in einem der Produkte Nussbestandteile drinnen sein. Was glaubst Du, was passiert, wenn Deine LeserInnen das nutzen, die eine schöne Nussallergie haben? Um es kurz zu machen, das ist nicht lustig.

Weitere sinnfreie Geschenke sind, dass Du anderen nachmachst. Wenn eine Autorin oder ein Autor irgendetwas verschenkt, sagen wir mal eine Schreibfeder, dies aber nichts mit Dir und/oder Deinen Roman zu tun hat, warum das also verschenken? Klar, so eine Feder kann durchaus hübsch aussehen. Und vielleicht laufen sie auch bei Deinen KollegInnen. Wenn sie aber nichts mit Dir zu tun hat, dann wird es bei Dir nicht so erfolgreich laufen, wie bei Deinen KollegInnen.

Natürlich darfst Du Dir Inspirationen besorgen. Warum nicht? Aber passe diese Inspiration dann auf Deine Geschichte und auf dich an. Du willst unbedingt diese Schreibfeder haben, schreibst aber eher Science-Fiction? Dann mach doch daraus eine futuristische Feder. Dann hast Du wieder einen Bezug zu dem, was Du tust und kannst Dein Lieblingsutensil benutzen.

Klassische Geschenke

Es gibt Geschenke, die eigentlich so gut wie immer gehen. Daher möchte ich Dir die einige Klassiker vorstellen.

Lesezeichen

Dazu muss ich wohl nicht viel sagen. Das Cover sollte durchaus drauf sein und vielleicht ein Zitat aus Deinem Buch oder ein Satz, der als eine Art Klappentext funktionieren kann.

Auf der Rückseite würde ich dann die wichtigen Eckdaten durchaus drucken lassen. Damit meine ich die ISBN-Nummer (sofern vorhanden), ob es die Geschichte als Print und/oder auch als E-Book gibt und den Link zu der entsprechenden Seite.

Da viele LeserInnen immer noch Printbücher haben, werden sie eher geneigt sein, das Lesezeichen auch zu benutzen. Und dadurch bleibst Du eher in Erinnerung.

Postkarten

Zugegeben, ich verwende Postkarten durchaus auch als Lesezeichen. Da kommt es auf das Motiv der Karte an, ob es sich lohnt sie längerfristig zu behalten oder nicht. Daher würde ich Dir empfehlen, hier auch ein wenig Arbeit zu investieren (oder von entsprechenden DesignerInnen investieren zu lassen) und damit eher in den Büchern oder Briefkästen der Leute zu landen.

Kleiner Tipp: Eine Kollegin war letztes Jahr auf einen der großen Messen und verteilte dabei auch Postkarten als Geschenke. Die EmpfängerInnen schauten sich erst die Vorderseite an und schwupps, drehten sie es um und schauten nach, was es denn Schönes auf der Rückseite gab. In dem Fall nichts. Daher will sich die Autorin das nächste Mal etwas für die Rückseite einfallen lassen. Daher würde ich Dir empfehlen, wenn Du es machst, spare eben nicht dort. Viele drehen die Karte nämlich um.

Visitenkarten

Das hat nur indirekt mit Deinem Buch zu tun. Aber viele Leute sammeln zwischenzeitlich sogar Visitenkarten. Und warum auch nicht? Du kannst ein Logo entwerfen, es auf eine Visitenkarte drucken lassen und schon bleibst Du in Erinnerung. Denn natürlich werden auch Visitenkarten auch als Lesezeichen verwendet.

Zudem musst Du es nicht mit einer speziellen Geschichte in Verbindung bringen, sondern kannst es allgemein halten.

Abschlussgedanken

Zu den einzelnen, möglichen Geschenken werde ich mich noch einmal gesondert äußern. Das würde an dieser Stelle zu weit führen. Aber ich kann Dir nur empfehlen, dass Du Dir beim Schreiben die ersten Gedanken machst, was für kleine Geschenke Du Deinen LeserInnen und eventuell auch den BloggerInnen zur Verfügung stellst.

Je individueller Du auftrittst, desto eher bleibst Du in Erinnerung Deiner LeserInnen. Und das ist sicherlich, über kurz oder lang, das Ziel dieser Kleinen, ich schreib es mal so, Bestechungen.

Was verschenken denn die anderen so … und warum?

Schau Dir an, was Deine (zukünftigen) KollegInnen so alles verschenken oder auch verlosen. Du musst nicht alles nachmachen, aber es ist durchaus gut zu wissen, was überhaupt gemacht wird.

Dann notier Dir alles, was Du faszinierend findest und es auf Deine Art und Weise übernehmen willst. Das müssen übrigens nicht immer reale Geschenke sein. Vielleicht stolperst Du auch über ein paar virtuelle Geschenke.

Deine Vorlagen

Nun überleg Dir, was Deine Geschichte für mögliche Vorlagen bietet, um als Geschenk zu dienen. Es können auch ganz abgefahrene Sachen sein. So hatte eine Autorin auf der letzten LoveLetter Convention gezeigt, wie man zu Jane Austens Zeiten Briefe geschrieben hat. Und ja, das war damals durchaus eine Besonderheit.

Du musst jetzt noch nichts produzieren oder herstellen lassen. Aber Du kannst Dir jetzt schon einmal Gedanken machen.

Heute möchte ich Dir zwei Blogbeiträge von Nike Leonhardt empfehlen. Zum einen stellt sie fünf Aktionen vor, die man sich sparen kann (zumindest nach ihren Erfahrungen). Und zwölf Ideen, die sich eher lohnen.

Wobei hier angemerkt sei, die Beiträge beziehen sich allein auf das E-Book Marketing.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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