[Plot] Die Schneeflockenmethode

Hei, hallo und herzlich willkommen,

Randy Ingermanson hat vor einigen Jahren die sogenannte Schneeflockenmethode oder auch „Snowflake-Method“ als Geschichtsentwicklungsmittel entwickelt. Mithilfe dieser Methode soll Dir die Möglichkeit geboten werden, am Ende eine Geschichte zu haben, die Du nur noch tippen musst.

Und diese Methode möchte ich Dir heute näher vorstellen.

Kurze Vorgedanken

Hierbei handelt es sich nicht um eine Methode, um Ideen zu finden. Dafür benötigst Du eine fertige Idee und mithilfe dieser Methode kannst Du sie dann in eine Geschichtsform bringen. Danach kannst Du mit der Idee entsprechend arbeiten. Du solltest also vorher am besten genügend Ideen für Deine Geschichte, Dein Roman, was auch immer bereithaben und kannst dann mit dieser Methode arbeiten. Wenn nicht, dann lege die Schneeflockenmethode bitte erst einmal beiseite, sei noch etwas kreativ und dann kannst Du wieder zurückkommen und loslegen.

Im Folgenden möchte ich Dir die zehn Schritte erklären, wie Du aus einer einfachen Idee Deine Geschichte hervorholen kannst.

Kurze Anmerkung vorneweg. Die Arbeiten der einzelnen Schritte basieren immer auf den vorherigen Schritten (außer natürlich Schritt 1). Wenn Du also in einem späteren Schritt siehst, dass die Arbeit zuvor nicht mehr stimmig ist, dann kehre zurück und passe die Ergebnisse des vorherigen Schritts an. Es ist ja zum Glück nichts in Stein gemeißelt.

Schritt 1: Die Romanhandlung zusammengefasst in 15 Worten

Der erste Schritt ist ganz simpel und fordert doch gleichzeitig sehr viel von Dir ab. Denn wenn man viele Ideen zu einer Geschichte hat, möchte man sie am liebsten alle in Worte fassen. Doch bremse Dich erst einmal und fasse Deine Romanhandlung in 15 Wörtern oder weniger zusammen.

Dabei geht es nicht darum, dass Du Namen Deiner Figuren oder zu viele Orte verwendest. Es geht nur um eine simple Zusammenfassung der Geschichte.

„6 Superhelden müssen sich zusammenraufen, um die Welt vor der Eroberung durch Außerirdische zu retten.“ – 15 Wörter (Marvels The Avenger)

„Ein Hobbit muss zum Schicksalsberg um den einen Ring zu vernichten und die Welt retten.“ – 15 Wörter (Der Herr der Ringe)

Du siehst, es kann durchaus möglich sein sogar ein so episches Werk wie den Herrn der Ringe in 15 Wörter zusammenfassen. Alle anderen Subplots, Figuren und so weiter fallen zwar hier unter dem Tisch, sind aber natürlich nicht vergessen oder gar verloren. Nur sie sind momentan nicht wichtig.

Übe durchaus an bereits veröffentlichten Büchern oder Filmen, wenn Du möchtest. Und wenn es mit Deiner eigenen Geschichte nicht auf Anhieb klappt, dann probiere so lange herum, bis Du die Quintessenz Deiner Geschichte hast.

Wenn Dich dann jemand fragt, hei, worum geht es denn in Deiner Geschichte, dann kannst Du ihnen den Satz bieten und bist entsprechend vorbereitet. Du sagst viel damit und verrätst nicht alles.

Schritt 2: Drei Katastrophen und das große Finale

Für den zweiten Schritt brauchst Du Deinen Satz aus Schritt 1. Dieser wird nun zu einem kompletten Absatz ausgebaut, welcher die Ausgangssituation Deiner Geschichte beinhaltet, die größeren Katastrophen und das Ende.

Randy Ingermanson beschreibt dies Selbst als „Drei-Katastrophen-Struktur“, welche von der klassischen 3-Akt-Struktur abgewandelt ist.

Die erste Katastrophe liegt am Ende des ersten Akts. Es ist der „Punkt oder Wiederkehr“ wo der Protagonist oder die Protagonistin tief in die Handlung eintaucht, dass sie bzw. er nicht mehr umdrehen kann. Ab hier läuft also die Geschichte.

Wenn sie / er noch zurückkehren kann, dann überlege Dir eine stärkere „Katastrophe“, um das zu verhindern. Es kann durchaus noch ein wenig später die richtige Katastrophe passieren, aber zögere am besten nicht zu lange. Du kannst gerne an anderer Stelle ein wenig „Luft“ holen und Deine Charaktere langsamer agieren lassen.

Die zweite Katastrophe sollte ungefähr in der Mitte des zweiten Aktes stattfinden und damit ist sie ein gutes Mittel für den gefährlichsten Teil der Geschichte, die „durchhängende oder auch langweilige“ Mitte. Also eine Mitte wo die Figuren irgendwie irgendwas irgendwo machen und wir ihnen vielleicht nur deswegen folgen, weil gerade im Fernsehen nichts Spannenderes läuft. Und das wollen wir mit unserer Geschichte ja nicht erreichen.

Im Übergang zum dritten Akt finden wir dann die dritte Katastrophe. Ich habe schon öfters von dem sogenannten „Tod“ des Charakters hierzu gelesen. Damit wird nicht der physische Tod der Figur gemeint (wäre ja schlimm, wenn das zuträfe), sondern der emotionale Tod. Hier ist erst einmal Sense, alles ist hoffnungslos, es ist düster und der Kampf scheint an diesem Punkt verloren zu sein. Wie soll es jemals gut ausgehen für die Figur?

Der dritte Akt selbst ist dann die Auflösung der Handlung, die dramatisch, überraschend aber logisch sein sollte. Die Lösung entsteht idealerweise immer aus den Figuren selbst und nicht durch eine plötzlich erscheinenden Dritten Figur, von der man zuvor eventuell nebenbei mal was mitbekommen hat. Niemals gut (und ja, diese Geschichten gibt es und gelten als Bestseller).

Hier noch einmal zur Übersicht, was Du bitte in einem Absatz zusammenfassen sollst:

  • Die Ausgangssituation
  • Katastrophe 1
  • Katastrophe 2
  • Katastrophe 3
  • Auflösung

Notfalls notier Dir die Punkte, welche Du bearbeitet hast. Und wenn das geschafft ist, ist damit Punkt 2 erledigt.

Schritt 3: Die Hauptfiguren und ihre Ziele

Nun geht es endlich um die Hauptfiguren Deiner Geschichte. Lege für alle Figuren ein Dossier oder etwas Derartiges an, wo Du die wichtigsten Informationen zusammenträgst.

Zu den wichtigsten Informationen zählen die folgenden:

  • Name des Charakters (Vor- Nachname, Zweiter und alle weiteren und Spitzname)
  • Fasse die Handlung aus Sicht der jeweiligen Charaktere in einem Satz zusammen (nicht mehr)
  • Was ist die Motivation des Charakters (Liebe, Ehre, Wut …)
  • Das Ziel der Charaktere. Was will Deine Figur also genau erreichen?
  • Der Konflikt der jeweiligen Charaktere (was hindert Deine Figuren daran, ihr Ziel zu erreichen)
  • Die Epiphanie des Charakters: Was lernt Deine Figur und wie ändert sie sich im Laufe der Geschichte.
  • Zum Schluss fasst Du noch einmal die Handlung aus der Sicht der jeweiligen Figur zusammen. Doch dieses Mal hast Du einen ganzen Absatz Platz dafür.

Nach Schritt 3 hast Du eine Menge Informationen über Deine Charaktere. Falls Du weitere suchst, kannst Du auch hier Tarotkarten verwenden und schauen, was sie Dir dazu sagen und wo Du eventuell noch ein wenig nachbessern kannst.

Aber spätestens hier siehst Du, ob Deine Idee tragfähig ist oder ob Du noch nachbessern musst oder Dich auf ein anderes Projekt stürzen solltest. Sehr wahrscheinlich hast Du bis zu diesem Punkt einige Stunden, eventuell sogar einige Tage aufgewandt. Aber besser ein paar Tage verschwendet, als monatelang an einem Projekt arbeiten und erst dann feststellen, dass es für die Katz war.

Daher solltest Du die Arbeit bis hierhin gewissenhaft erstellen, damit Du dann mit einem guten Gefühl weitermachen kannst.

Zwar hat vermutlich Guillermo del Toro nicht mit der Schneeflockenmethode gearbeitet. Doch vor einigen Wochen veröffentlichte er ein Exposé für den Charakter Lucille Sharpe aus seinem Film Crimson Peak. Diesen Punkt benutzen also auch die großen DrehbuchautorInnen.

Schritt 4: Die Romanhandlung auf einer Seite

Wenn Du Dich also entschieden hast, Deine Geschichte weiterzuverfolgen, dann geht es nun zu Schritt 4. Hier geht es um die Erweiterung der Plots aus Schritt 2. Dieser Handlungsentwurf ist aber nicht länger als eine Seite.

Aus den jeweiligen Sätzen Deines Entwurfs (also Ausgangssituation, die drei Katastrophen und der Abschluss) werden jeweils in einem Absatz von 80 bis 100 Wörtern ausgedehnt.

Hierbei geht es nicht um Feinheiten oder um die Frage, wie etwas gelöst wird, sondern nur um die Handlung. Mehr nicht.

  • Absatz 1: Beginn hier mit der Ausgangssituation und höre mit der ersten Katastrophe auf.
  • Absatz 2: Erzähl hier die Ereignisse bis zur zweiten Katastrophe, also bis etwa zur Mitte der Handlung.
  • Absatz 3: Die zweite Hälfte des zweiten Absatzes und beginn der dritten Katastrophe.
  • Absatz 4: Der dritte Akt und das große Finale.

Solltest Du mehr als eine Seite benötigen, versuche zu streichen, bis Du wirklich auf die eine Seite kommst. Es geht um die wichtigen Eckpunkte. Alles andere behalte im Hinterkopf (oder in einer zweiten Datei). Sie sind wichtig, aber nicht in diesem Moment.

Schritt 5: Die Charaktersynopsen

Jetzt geht es wieder zurück zu den Figuren Deines Romans.

Nimm Dir Deine Informationen aus Schritt 3 hervor und erarbeite für jede Figur eine Zusammenfassung der Handlung aus der jeweiligen Sicht der einzelnen Figuren, also eine „Charaktersynopsis“.

Die Hauptfiguren bekommen hierbei etwa eine Seite und die Nebenfigur etwa eine halbe Seite.

Nimm Dir aber auf alle Fälle die Zeit alles aufzuschreiben, auch wenn Du weißt, dass eine Figur in einigen Szenen nicht dabei sein wird. Was tut sie währenddessen, das ist etwas, was Du immer wissen solltest.

Schritt 6: Die Handlung auf vier Seiten

Wir arbeiten nun wieder an der Handlung. Und die Arbeit daran wird mit jedem Schritt immer komplexer und umfangreicher. Rand Ingermanson plant für diesen Schritt schon eine Woche ein. Und ich empfehle Dir, diese Zeit durchaus zu nutzen.

Denn die Romanhandlung wird nun auf vier Seiten ausgebaut. Dazu nutzt Du die Absätze aus dem vierten Schritt. Jeder Absatz bekommt nun eine eigene Seite und wird entsprechend behandelt.

Schritt 7: Dossiers für Deine Charaktere

Wir kehren nun wieder zu den Charakteren zurück. Und auch für diesen Schritt empfiehlt es sich durchaus, eine Woche einzuplanen. Denn je sicherer Du diese Angelegenheit aufbaust, desto besser wird am Ende Deine Geschichte stehen.

Nun lege ein komplettes Dossier an, welches alles enthält, was Du über Deine Charaktere weißt und was es auch zu wissen gibt.

Dazu zählen alle Informationen aus den Charakterbögen, aus Beschreibungen zu Deinen Figuren und natürlich auch, wie sich Deine Figuren im Laufe der Geschichte verändern. Arbeite hierbei mit den Arbeiten aus Schritt 3.

Greife auch durchaus zu den Tarotkarten zurück, wenn Du weitere Inspirationen suchst.

Schritt 8: Die einzelnen Szenen Deines Romans

Jetzt gehen wir zum Szenenplan. Randy Ingermanson empfiehlt hierzu mit Excel oder OpenOffice Calc zu arbeiten. Ich habe mir die Beschreibung mehrere Male durchgelesen und fand sie (nur für mich, versteht sich) ziemlich kompliziert.

Mein Tipp ist und bleibt, verwende Scrivener. Die 50 Euro, was das Programm kostet, sind allemal Wert. Du kriegst dafür ein tolles Programm und musst Dir nicht bei irgendwelchen Gedankengängen die Finger brechen.

Aber egal ob Du am Ende mit Scrivener arbeitest, doch mit Excel oder zu handlichen Karteikarten greifst (der Vorteil bei Letzteren, sie verbrauchen keinen Strom und Du kannst immer und überall mit ihnen arbeiten), das wird eine sehr langwierige Arbeit werden.

Denn es geht hierbei um die Planung der Szenen und diese können eine sehr hohe Anzahl haben. Rechne da schon mit um die 100 Szenen (je nach länge des Romans natürlich auch mehr oder weniger).

Am Ende der Arbeit solltest Du auf der (ich bleibe jetzt mal bei der Karteikarte als Begriff) Karteikarte die Szene haben, die Zuordnung des sogenannten POV (Point of View, also aus welcher Sicht beschreibst Du die Geschichte), eventuell der Ort und die Zeit (falls sie eine wichtige Rolle spielen), eine Zuordnung zu den Kapiteln (oder wie auch immer Du Deine Geschichte aufbauen willst) und eine sehr knappe Zusammenfassung der Szene. Bleibe hierbei wirklich knapp, ein oder zwei Sätze reichen völlig aus.

Mit diesen Daten schaffst Du dann die einzelnen Szenen vorzuplanen, welche dann in Schritt 9 geschehen soll.

Schritt 9: Vorarbeit zu den einzelnen Szenen

Während alle anderen Schritte für diese Methode Pflicht waren, kommen wir zum ersten und auch einzigen optionalen Schritt der Schneeflockenmethode.

Wenn Du genügend Erfahrung hast, ist es durchaus möglich, dass Du diesen Schritt einfach überspringst und gleich zu Schritt 10 gehst. Randy Ingermanson tut nämlich genau das. Aber letztendlich ist es, wie so oft, Deine Entscheidung, ob Du als AnfängerIn diesen Schritt überspringen willst oder als Profi diesen immer noch durchführst.

Doch schauen wir uns erst einmal an, worum es hierbei geht, damit Du Deine Entscheidung treffen kannst.

Du benötigst hierfür die einzelnen Szenen aus Schritt 8, um sie auszubauen. Und zwar zu detaillierten Rohfassungen der jeweiligen Szenen. Du erarbeitest Dir die näheren Informationen zum Konflikt, welche Figur dabei ist, eventuell Dialoge oder auch Beschreibungen zu den jeweiligen Umgebungen und so weiter und noch viel mehr.

Dieses sogenannte Micro-Plotting sollst Du nach Randy Ingermanson für den kompletten Roman machen. Und hier sehe ich selbst schon eine gewisse Gefahr. Und zwar schlicht aus eigener Erfahrung.

Jetzt nehmen wir mal an, Du hast 100 Szenen, die Du Dir erarbeiten willst. Wenn Du sie dann im Mico-Plotting ausarbeitest, dann hast Du sehr wohl eine erste Fassung in der Hand. Und das kann schon einmal sehr beruhigend sein.

Jedoch kann es immer passieren, dass Du während der Arbeit eine Wendung einbaust, welche den Rest der Geschichte schlichtweg über den Haufen wirft.

Als Beispiel:

Du arbeitest alle 100 Szenen aus. Bei Szene 47 hast Du auf einmal DEN Einfall schlechthin, welche jedoch die restlichen 53 Szenen als nicht mehr stimmig darstellt. Das bedeutet also, dass Du stundenlange Arbeit (oder eventuell noch mehr) in den Müll werfen dürfest.

Wenn Du aber, zum Beispiel, in zehner Schritten arbeitest, dann wäre Szene 47 eben die siebte Szene von Deinem Zehnerschritt. Dann müsstest Du nur drei Szenen noch einmal komplett überarbeiten und den Rest arbeitest Du danach neu aus, aufgrund der neuen Idee. Du würdest aber nicht so viel Zeit verlieren.

Arbeite daher durchaus im Wochentakt. Unter der Woche, gerade nach der Arbeit / Schule / Uni nach Hause kommst und total fertig bist, wirst Du wohl kaum Lust haben zu planen, aber eventuell zu schreiben. Daher führe das Micro-Plotting am Wochenende oder an freien Tagen durch (wenn Du zum Beispiel Schichtdienst hast). Je nach Länge der Szenen, erarbeite Dir eine Handvoll bis zu zehn Szenen im Voraus.

Danach kannst Du diese Arbeit nutzen, um weiterzuschreiben. Die restliche Geschichte erarbeitest Du Dir nach der Methode aus Schritt 8.

Das ist übrigens eine Kann-Empfehlung und keine Muss-Empfehlung. Wenn Du willst, kannst Du ja diesen Schritt überspringen und gleich zu Schritt 10 gehen. Oder auch den ganzen Roman vorplotten. Schau, was Dir zusagt und arbeite danach.

Schritt 10: Endlich – Schreibe die Rohfassung

Letztendlich findest Du hier keine Anweisung mehr zur Bearbeitung Deines Romans, sondern den Hinweis – schreib Deine Geschichte.

Also schreibe nach den ersten acht bis neun Schritten die erste Fassung Deines Romans. Wenn Du alles richtig gemacht hast, solltest Du jetzt auch wesentlich schneller vorankommen, als wenn Du wenig geplant oder geplottet hättest.

Abschlussgedanken

Nach Randy Ingermanson hat er Tausende Mails von Autorinnen und Autoren erhalten, die ihn für dieses Konzept gedankt haben. Denn es hat für sie funktioniert. Und es ist in der Tat ein sehr solides Konzept, welches trotzdem Raum für die persönlichen Freiheiten lässt.

Daher schau Dir das Konzept an und überlege Dir, ist es für mich und wenn ja, ist es so wie es hier beschrieben für mich? Natürlich kannst Du auch individuelle Anpassungen vornehmen, wenn es Dir so, wie es hier oder auf den verschiedenen anderen Seiten vorgestellt ist, nicht zusagt.

Aber es kann auch sein, dass Du am Ende sagst, Nein danke, es sagt mir überhaupt nicht zu. Und auch das ist völlig in Ordnung. Denn jedes Konzept ist so gut, wie die AnwenderInnen es finden.

Es wird also nie ein Schreibkonzept geben, welchen allen zusagt und das trifft auch auf die Schneeflockenmethode zu.

Meine Empfehlung ist trotzdem: Schau es Dir genau an und probiere es ruhig mal aus. Danach entscheide Dich.

Denn gerade durch das Hin- und Herspringen zwischen den Figuren und der Geschichte hast Du am Ende eine solide Basis, um eine tolle Geschichte zu haben. Doch wer ungeduldig ist, die oder der könnte schon bald frustriert dasitzen und sich denken, was für ein *fiep*, ich will schreiben, also lasst mich in Ruhe.

Egal, zu welcher Gruppe Du gehörst, ich wünsche Dir viel Spaß bei der Schneeflockenmethode. Und vielleicht magst Du ja erzählen, wie Du mit ihr klarkommst und welche Abweichungen Du für Dich eingebaut hast.

Überlegung

Da die Schneeflockenmethode durchaus viel Zeit frisst, überleg Dir, ob Du nicht zumindest die ersten Schritte anwenden möchtest, um zu sehen, ob sie Dir liegt. Danach kannst Du schauen, ob Du sie nicht nach und nach doch komplett anwenden willst.

Elemente

Wenn die Methode nichts für Dich ist, vielleicht möchtest Du dann einzelne Elemente daraus entnehmen und damit arbeiten. Welche sind das und vor allem, warum?

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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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6 Antworten zu [Plot] Die Schneeflockenmethode

  1. Es hört sich komplex, aber sehr stimmig an. Ich werde es an einer Idee ausprobieren. Danke für die ausführliche Beschreibung!

    Gefällt mir

    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo Jürgen,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Und gern geschehen. Ja, in der Tat, es ist sehr komplex. Aber ich vermute mal, dass es durchaus seine Stärken hat. Die Schwäche ist eindeutig, es ist sehr aufwändig. Aber wenn Du magst, kannst Du ja mal erzählen, wie es bei Dir so war, damit zu arbeiten.

      lg

      Gefällt mir

  2. simonsegur schreibt:

    Vielen Dank für den schönen Beitrag! Ich frage mich jetzt nur, warum das Ding „Schneeflocken-Methode“ heißt! Hörte sich eher nach Ping-Pong-Methode (zwischen Charakteren und Story hin und herspringend) oder Schneeball/Lawinen-Methode an. Aber wahrscheinlich meint sie die Kristallisation von einem Kern bis zur ausgebildeten Schneeflockenschönheit 🙂
    P.S.: „Notfalls hacke die Punkte ab.“ Immer wenn ich solche Vertipper lese, freu ich mich sehr, stelle ich mir doch unwillkürlich vor, wie Du die Punkte (gleichsam Ästen vom Stamm) vom Papier abhackst und nicht hakst 🙂 Wünsche ein schönes Wochenende!

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo,

      da Randy Ingermanson die Methode so genannt hat, hab ich es so direkt übernommen. Damit ist es auch leichter die Methode im Internet zu suchen, wenn Du weitere Informationen dazu haben möchtest. Aber bei der Überarbeitung des Beitrages ist es mir auch aufgefallen, dass es immer zwischen der Geschichte und den Charakteren hin- und hergeht. Meine Erklärung dazu ist die, dass eine Schneeflocke von oben gesehen nur ein weißer „Klumpen“ ist. Doch je näher man den Blick heranzoomt (also die Schneeflocke vergrößert), desto detaillreicher wird sie. Und hier ist es ja genauso. Je weiter Du mit der Methode arbeitest, desto detaillierter wird alles.

      Und zu Deinem P.S.
      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich selbst über das Wort gestolpert bin, es aber leider nicht korrigiert habe, keine Ahnung warum. Jetzt hab ich den Satz geändert und das Wort komplett gestrichen. Du hast Recht, es ist absolut und so etwas von fehl am Platz. Danke Dir für diesen Hinweis. Und wenigstens konntest Du ein wenig Schmunzeln (hoffe ich doch zumindest).

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