#Autorinnenzeit – Eine kritische Betrachtung

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seit einer Woche läuft die Autorinnenzeit. Und ich verfolge dabei auf Twitter die ganzen Tweets dazu und bin der Meinung, dass die Aktion größtenteils positiv angenommen wird. Aber natürlich gibt es sie, die Personen, welche diese Aktion als sexistisch, abartig und was auch immer finden. Daher nehme ich mir heute Zeit und betrachte die Autorinnenzeit aus der kritischen Perspektive.

Kurze Vorgedanken

Wer eine Aktion startet, muss immer damit rechnen, dass man kritisiert wird. Sowohl allgemein für die Aktion als auch auf der persönlichen Ebene. Darüber sollte man sich keine Illusionen machen. Und so ist es auch hier. Jedoch habe ich persönlich das Gefühl, dass Aktionen, die von oder für Frauen gestartet werden, besonders viel Kritik ausgesetzt sind.

Daher möchte ich eine allgemeine Übersicht zu der Aktion geben, welche Kritik ich so erlebt habe und meine Meinung dazu kundtun, ob sie berechtigt ist.

Noch einmal genau, was ist die Autorinnenzeit?

Wenn Du in einigen Social Media Kanälen unterwegs bist und den Hashtag #Autorinnenzeit folgst, erlebst Du im Mai eine Flut von Autorinnen und deren Werke. Es geht hierbei darum, dass Frauen und Männer die Möglichkeit haben, Autorinnen (also wirklich Frauen die Schreiben) zu unterstützen, auf sie aufmerksam zu machen und zu zeigen, was man liest.

Der Hintergrund ist der, dass Männer automatisch die komplette Aufmerksamkeit bekommen. Und das zwölf Monate im Jahr. Es werden mehr Bücher in den Zeitungen von Männern besprochen, sie bekommen eher Preise (unter anderem auch den Nobelpreis für Literatur) oder auch höhere Tantiemen bei Verlagen (hab ich tatsächlich mal gelesen, wobei Du mich da gerne vom Gegenteil überzeugen kannst).

Daher hat sich der Autor Sven Hensel überlegt, einen Monat die Aufmerksamkeit komplett auf die Autorinnen zu konzentrieren. Männer dürfen gerne eine Rolle spielen, doch das Hauptaugenmerk gebührt den kompletten 31 Tagen im Mai nur den Damen der Literatur.

Hierbei geht es nicht nur darum, auf die Autorinnen aufmerksam zu machen, sondern auch den eigenen Blickwinkel zu schärfen. Was lese ich normalerweise und was habe ich bisher gelesen. Gerade die Literatur in der Schule. Denn bei mir war es zum Beispiel so, dass ich von allen Schulbüchern, die ich lesen musste, nur zwei Frauen dabei waren. Das waren Anne Frank und „Die Wand“ von Marlen Haushofer.

Dabei soll es Listen geben, auf denen mehr Bücher von Frauen stehen, welche in der Schule gelesen werden können. Wieso werden diese dann nicht auch gelesen? Und zwar exakt zu fünfzig Prozent?

Auch auf solche Missstände (und ja, in meinen Augen ist das sehr wohl ein Missstand) möchte diese Aktion aufmerksam machen.

An sich ist das doch alles gut, wieso daher überhaupt Kritiken aussprechen?

Die Initiatorin: Ein Mann

Für viele ist es Wert sich zu äußern, dass die Initiatorin eben ein Mann ist. Denn viele haben das Gefühl, dass sie von den Männern auf diese Art und Weise bevormundet werden.

Und ja, ich kann diese Argumentation durchaus nachvollziehen. Denn häufig hab ich schon gelesen, wenn Frauen einen Vorschlag machen, dass dieser nur nett belächelt wird. Macht ein Mann exakt den gleichen Vorschlag, handelt es sich dabei um den größten Wurf aller Zeiten. Und das passiert nicht selten.

Aber auch die Aktion „He for She“ der Schauspielerin Emma Watson (Hermine Granger) schlägt in eine ähnliche Kerbe. Emma holte sich in erster Linie Männer ins Boot, damit sie helfen, dass Frauen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen. Zwar ist die Aktion von einer Frau gestartet, aber sie holt sich Unterstützung von Männern und nicht von Frauen.

Hier zeigt sich eben das oben erwähnte Problem, dass man immer noch eher Männern zuhört, als Frauen. Und auch mir ist es schon passiert, dass man mir kein Gehör geschenkt hat, obwohl ich durchaus gute Ideen hatte. Aber Männern in meinem Team hingegen schon. Dabei waren deren Ideen von anderer Qualität (und nicht immer besser).

Daher sehen viele hier den Kritikpunkt, dass diese Aktion nicht von einer Frau gestartet wurde. Aber hätte diese Aktion dann das gleiche Gehör gefunden? Das wäre durchaus eine interessante Frage. Vielleicht magst Du mir berichten, wie Du es empfändest.

Fakt ist jedoch, ein Mann hat diese Aktion gestartet. Doch ist das wirklich ein so großes Problem?

Auch Männer können und identifizieren sich als Feminist*innen. Ob es jetzt Sven Hensel tut, darüber möchte ich jetzt kein Urteil abgeben. Darüber möge er selbst Auskunft geben, wenn er möchte.

Was ich aber damit sagen will, auch Männern geht der alltägliche Sexismus auf die Nerven. Denn der richtet sich nicht nur gegen Frauen. Sondern auch Männer sind davon betroffen, das vergessen nur viele.

Warum ist es also schlimm? Dass ein Mann diese Aktion gestartet wurde? Gut, er wurde eher gehört, als die einer Frau. Aber bisher ist keine Frau auf die Idee gekommen, Autorinnen so in den Mittelpunkt zu stellen. Ist es daher wirklich so schlimm?

Klickrate erhöhen

Ein weiterer Vorwurf, den sich Sven Hensel öfters ausgesetzt sah, war die Tatsache, dass er damit die Klickzahl auf seiner Internetseite erhöhen will. Oder das er damit bekannter wird.

Fakt ist, sein Beitrag wurde in der Tat öfters geteilt (zum Beispiel auch in diesem Beitrag). Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Und sicherlich hat sich die Klickrate erhöht. Das will ich auch nicht bestreiten. Aber ist es wirklich so wichtig?

Denn man ist nicht gezwungen sich auf die Internetseite zu begeben, um daran teilzunehmen. Du kannst Deine eigene Challenge daraus basteln und Dich daran halten. Oder auch andere Vorgaben, die es sicherlich im Internet gibt. Oder Du erstellst eine eigene Challenge für Dich allein und teilst alles mit den anderen.

Zudem findet die Aktion nicht auf seiner Internetseite statt. Sie wurde dort gestartet, das stimmt. Aber sie findet überall im Internet (oder auch in der realen Welt) statt, wo man möchte. So kannst Du Bilder auf Instagram hochladen oder auf Facebook längere Beiträge schreiben. Auf Twitter kannst Du kurze Infos schreiben und auf Deinem Blog darüber posten.

Zu keinem Zeitpunkt bist Du gezwungen, der Seite Sven Hensel irgendeinen Klick zu geben. Du kannst, musst es aber nicht. Zumal ich in einem Gespräch mit dem Autor erfahren habe, dass das noch nicht einmal sein Ziel war. Ab und an ist es gut, wenn man sich mit den Menschen einfach unterhält.

Die Autorinnenzeit diskriminiert Männer

Wenn in einem Monat nur über Frauen geschrieben oder gesprochen wird, dann ist es klar, dass da kein Platz für Männer ist. Zumindest nicht hauptsächlich. Immerhin sollen sich alle gerne mal ein paar Tage um das weibliche Geschlecht kümmern.

Und scheinbar bekommen da einige eine regelrechte Panikattacke und beißen wie wild um sich. Da sprechen sie sofort von Sexismus und das man doch auch Männer unterstützen soll und Ähnliches.

Werden dadurch männliche Autorinnen in der Tat vergessen?

Natürlich ist es nicht Ziel der Autorinnenzeit, sich um männliche Autorinnen zu kümmern. Das sagt schon die Bezeichnung. Warum auch nicht?

Doch ist es nicht wirklich sexistisch und diskriminiert Männer?

Fakt ist, es gab bisher noch keinen Monat, der sich speziell um Männer drehte. Also keine Autorenzeit oder Ähnliches. Es wurde nie hervorgehoben, welche tollen Bücher Männer schreiben. Und vor allem auch Bücher, die eher untypisch für Männer sind (ich denke da an den klassischen Liebesroman).

Es gab bisher noch nie einen Monat, in denen Männer ermuntert wurden, eine andere Seite an sich zu suchen und zu finden, literarisch gesehen. Da könnte man in der Tat davon sprechen, dass es diskriminierend ist.

Zumindest könnte man es auf den ersten Blick meinen.

Doch diese Argumentation hat für mich durchaus einige Schwächen. Und die möchte ich hier nach und nach erläutern.

Zum einen handelt es sich im deutschsprachigen Raum um das erste Mal, dass solch eine Aktion gestartet wurde. Das bedeutet, es gibt bisher kein Vorbild in dieser Hinsicht. Daher kann man das noch gar nicht so genau bewerten, wie es ankommt oder nicht. Gegenüber Sven Hensel hab ich schon den Vorschlag gemacht, dass wir jeden Mai zur Autorinnenzeit erklären.

Es ist ein erster Versuch und letztendlich entscheiden die User*innen, inwiefern es weitergeht.

Ein weiterer Grund ist auch der, dass das Jahr zwölf Monate hat. Und zumeist wird die ganze Aufmerksamkeit eher auf Autoren gerichtet. Warum bekommen dann viele regelrechte Beißreflexe, wenn es mal darum geht, dass eine Frau im Mittelpunkt steht? Haben sie Angst, dass Frauen mehr vom Kuchen abbekommen? Dabei haben viele bisher eher Krümel bekommen.

Irgendwie scheint es mir bei solchen Leuten, dass sie froh wären, wenn Frauen wieder hinter dem Herd stehen. Aufmerksamkeit? Bitte nicht, es könnte ja sein, dass man mitbekommt, wie Frauen immer noch benachteiligt werden. Schau Dir mal die Nobel-Preisliste für Literatur an. Wie oft hat ein Mann den Preis bekommen und wie oft eine Frau? Gut, ich verrate es Dir, es waren lediglich vierzehn Frauen (neben 99 Männern).

Aber auch sonst bekommen Frauen weniger Aufmerksamkeit als Männer. Egal in welchem Bereich. Wenn sich als mal 31 Tage im Jahr (von immerhin 365 Tagen), sich mal ein paar Tweets oder Beiträge mehr um Frauen drehen, warum deswegen sich jetzt aufregen? So ganz will mir das nicht in den Sinn gehen.

Zumal niemand Dir verbietet, eine Autorenzeit ins Leben zu rufen. Wenn Du der Meinung bist, dass Männer zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, dann schnapp Dir den Juni oder den Juli und initiiere selbst eine Autorenzeit. Nicht jammern, machen. So einfach ist das.

Vorschriften

Es gibt aber genügend Frauen und auch Männer, welche die Autorinnenzeit sehr stark unterstützen. Und ich persönlich finde es toll. Doch die Autorin Sandra Schwab bemerkte dabei, dass viele, sehr viele schon fast mantramäßig Vorschriften machen, was Frau doch bitte zu schreiben hat.

Dazu zählt, dass Frauen doch bitte mehr Science-Fiction und weniger Liebesromane schreiben sollen. Weiterhin sollen sie doch bitte mehr für Männer und weniger für Frauen schreiben. Und so weiter und so fort.

Sie hat mit der Forderung völlig recht, dass man nicht die Autorinnenzeit nutzen soll, um Frauen vorzuschreiben, was sie zu schreiben haben und was nicht. Es geht in erster Linie um Unterstützung des geschriebenen Werkes.

Gut, ich stimme zu, dass es schön wäre, wenn mehr Frauen Science-Fiction schreiben würde. Dem ist so. Aber ich würde Frauen nie vorschreiben, dass sie nun mehr Science-Fiction zu schreiben haben.

Wenn sie mehr schreiben wollen, ist es toll. Ermutigen wir sie doch auch gerne. Aber es als toll hinzustellen und Liebesromane als schlecht, das ist eindeutig der falsche Weg.

Wenn Du möchtest, dass Frauen mehr in einem bestimmten Genre schreiben, dann unterstütze die Frauen, die dort schon unterwegs sind. Dann zeigst Du allen anderen, dass es sich lohnt, sich mit diesem Genre auseinanderzusetzen.

Abschlussgedanken

Vielleicht ist die Autorinnenzeit noch nicht so ausgereift, wie man es sich wünschen mag. Es kann auch sein, dass es besser gewesen wäre, wenn einige Punkte anders abgelaufen wäre. Darüber können wir gerne diskutieren.

Worüber wir aber meiner Meinung nach nicht diskutieren können, ist die Tatsache, dass solche Aktionen leider notwendig sind. Gerade habe ich auf Twitter einen sexistischen Tweet gelesen, der zugleich auch noch eine erschreckende Gewaltbereitschaft zeigt.

Daher finde ich es wichtig, dass Frauen positiv in den Mittelpunkt gerückt werden. Männer werden sich sowieso nie an den Rand verdrängen lassen. Das ist auch in Ordnung so. Aber in der Mitte ist genügend Platz für beide Geschlechter. Man muss nur ein wenig zur Seite rücken.

Und keine Sorge, das tut auch nicht weh.
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Über Frau Schreibseele

eine schreibende, die auf den weg zu ihrer ersten geschichte ist. und bis dahin gibt es beiträge rund ums schreiben, lesen und erleben auf meinem blog :)
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10 Antworten zu #Autorinnenzeit – Eine kritische Betrachtung

  1. jdarque schreibt:

    Ich finde, du hast ein paar sehr schöne Punkte aufgefasst in diesem Artikel. 🙂
    Besonders gefallen hat mir der Hinweis, dass wir natürlich Frauen ermutigen wollen auch in männerdominierten Genre Fuß zu fassen, sofern es sie interessiert, aber es auch heißt die Werke zu würdigen, die Frauen aktuell schreiben. Denn nur weil etwas „typisch weiblich“ ist (wie zum Beispiel der Liebesroman) muss es nicht schlechter angesehen werden, das hat auch etwas mit Feminismus zu tun. –> Frauen dürfen alles, was Männer dürfen –> Wenn etwas überwiegend von Frauen ausgeführt/konsumiert wird, ist es noch lange nicht schlecht
    Was ebenfalls mit Feminismus zu tun hat und in deinem Beitrag sehr schön aufgefasst wurde, ist der Gedanke, auch mal Männer zu würdigen, die in „Frauendomänen“ ihre Bücher verfassen. Ich finde den Ansatz gerade sehr reizvoll, leider bin ich kein großer Aktionen-Starter. ^^ Natürlich ist es wie bei den Frauen auch so, dass Männer, die einen Krimi schreiben, genauso gewürdigt werden sollen wie Männer, die einen Liebesroman schreiben, allerdings dürfte doch der eine Mann bereits mehr Anerkennung bekommen als der andere, der sich vielleicht auch noch belächeln lassen oder seine Männlichkeit in Frage stellen muss. (Natürlich wird hier pauschalisiert, Ausnahmen bestätigen die Regel) Und auch das ist Diskreminierung, die aus einem ungleichen Geschlechterbild resultiert. –> wenn Männer etwas tun, was Frauen „normalerweise“ tun, hat das nicht Schlechtes

    Liebe Grüße und danke für den Artikel, der zum Denken anregt. Ich mag solche Beiträge. ^^

    Joan Darque

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Hallo Joan,

      vielen Dank für Deinen Kommentar, den ich so unterschreiben kann.

      Mir ist auch aufgefallen, dass Männer, die in Frauengenres schreiben, eher Anerkennung finden können, als Frauen. Rosamunde Pilcher zum Beispiel, wurde nur für das Fernsehen verfilmt. Ihr männlicher Kollege (hab nach dem Namen recherchiert, finde den aber nicht), wurde automatisch fürs Kino verfilmt. Das ist auch ein Unterschied.

      Ansonsten ist es so, beide Geschlechter werden diskriminiert. Auf unterschiedliche Art und Weise. Und aus diesem Grund wäre es schön, wenn wir gemeinsam miteinander arbeiten, um das zu minimieren und aufzulösen. Und nicht gegeneinander.

      Danke Dir 🙂

      lg

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  2. elenoravelle schreibt:

    Dein Beitrag ist klasse. Ich mache mir auch meine Gedanken zu der Aktion. Ich finde es traurig, dass solche Kampagnen immer noch nötig sind, damit es nicht einfach totgeschwiegen wird, wie ungerecht Frauen im Vergleich zu Männer im Berufsleben behandelt werden.
    Die Kritik, dass eine Aktion für mehr Gleichberechtigung von einem Mann gestartet wurde, ist Satire pur. Sich daran aufzureiben, dass es ein Mann war, ist selbst sexistisch.
    Das mit der egoistischen Klickrate hat mich sehr zum Lachen gebracht. Zum einen ist doch der Sinn von Social-Media Aufmerksamkeit zu generieren, aber hey, machen wir doch zukünftig Beiträge, die niemanden interessieren und nichts bedeuten ^^ Mal abgesehen davon, dass die Aktion offen für alle ist und ich schon mehrfach gehört habe, dass die Teilnehmer selbst höhere Klickraten bei sich verzeichnen.
    Diskriminierung der Männer durch Aufmerksamkeit für Frauen? 11 Kuchenstücke im Jahr reichen eben nicht. Da ist es schon sehr unfair, wenn einer ankommt und das 12 Kuchenstück für die anderen beiseite legt.
    Wen der Nachteil nicht trifft, braucht kein Extra. Das ist der Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.
    Beim Gedanken, dass die Aktion bevormundend ist, weil Dinge zur Sprache kommen wie Genreausrichtung ist auch drollig. Frauen sollten mehr Sci-Fi etc. schreiben. Als Sci-Fi Autorin dachte ich sofort an die Empfehlung, sich bei diesem Genre einen Namen zu wählen, der geschlechtsneutral ist, da Bücher mit femininen Autorennamen in diesem Genre nicht gut verkauft werden. Lediglich im Genre Romantik kommt niemand auf die Idee einer Autorin so einen Gedanken nahezubringen.

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Im Grunde genommen kann ich Deinen Beitrag so unterschreiben.

      Es heißt ja immer wieder, dass wir allesamt gleichberechtigt sind und der Feminismus keine Rolle mehr spielt. Leider doch. Denn, wenn der Feminismus keine Rolle mehr spielen würde, wären solche Aktionen nicht notwendig. Und viele bemerken ja, dass sich an der Aktion auch mehrheitlich nur Frauen beteiligen. Warum? Das finde ich auch interessant. Lesen Männer tatsächlich keine Autorinnen oder was?

      Das mit den Namen und den Genres möchte ich mich noch gesondert äußern. Denn ich finde, dass es noch sehr viel Potenzial für Diskussionen bietet.

      In dem Sinne, dass letzte Wort ist noch nicht gesprochen 🙂

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      • elenoravelle schreibt:

        Die geringe Beteiligung durch Männer finde ich leider wenig überraschend. In dem Bezug ist es sehr interessant wie unangenehm es empfunden wird, wenn sich Frauen durch solche Aktionen in den Vordergrund stellen. Wieso werden Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Tatkraft und extrovertiertes Auftreten bei Frauen negativ aufgenommen? Gleichzeitig wird so ein Verhalten aber auch verlangt. Ich habe schon einige Beiträge gelesen, in denen Frauen empfohlen wird sich selbstbewusster zu verhalten, ihnen geradezu unterstellt wird selbst dafür verantwortlich zu sein, wenn sie nicht gleichberechtigt wahrgenommen werden, weil sie sich selbst zurückhalten. Aber wehe eine kommt aus sich heraus.

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Wobei letztendlich Dein Kommentar sagt, lass die Gesellschaft links liegen und tue, was Du für richtig hältst. Du wirst eh dafür gehasst. 🙂

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      • elenoravelle schreibt:

        Irgendwen stört es immer. Selbst Gandhi hatte seine Gegner 😉

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      • Frau Schreibseele schreibt:

        Deswegen, zieh Dein Ding durch und leb nach Deinen eigenen Regeln 🙂

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  3. Mela schreibt:

    Es gibt genug Frauen, die Sciencefiction schreiben. Die fordernden Männer sollen sich doch bitte mal ansehen, wen sie da alles übersehen haben, nur weil kein großer Name. Kein großer Name, weil eine Frau. Die Science Fiction schreibt. Oh.

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    • Frau Schreibseele schreibt:

      Klar. Eine Facebook-Freundin erzählte mal, dass ein Amerikaner wohl meinte, es gäbe keine guten Autorinnen im Science-Fiction und meinte, dass ein Autor (leider weiß ich den Namen nicht) der beste Beispiel sei. Nur das Problem, der Autor ist eine Autorin und der Name ist in der Tat ihr richtiger Name. Nur das er nicht sooo weiblich klingt.

      In dem Sinne … genauer hinschauen und einfach mal lesen 🙂

      Gefällt 2 Personen

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