[Schreibsonntag] Mein Mai 2017

Hei, hallo und herzlich willkommen,

bloß nicht bewegen, denn ein weiterer Monat ist vorbei und es ist Zeit, ein wenig zurückzublicken.

Kurze Vorgedanken

Dieser Monat war für mich um einiges erfolgreicher, als der Letzte, auch wenn ich noch nicht alles geschafft habe, was ich mir vornahm. Aber manchmal ist das auch völlig in Ordnung, solange man weiter auf dem richtigen Weg ist.

Und ich behaupte mal, dass ich mich selbst durchaus auf dem richtigen Weg befinde.

Was habe ich geschafft?

Gestern hab ich offiziell die Hälfte meines Romans erreicht und die eine oder andere Bombe platzen lassen. Gut, es kommt noch einiges mehr, aber für mich ist das durchaus ein ordentlicher Meilenstein.

Wenn es so weiter geht, werde ich zwar nicht bis zum Ende des Monats meine Deadline einhalten. Aber ich plane, in naher Zukunft die Rohfassung abzuschließen. Wenn man den Gipfel erreicht hat, dann kann es ja nur noch besser und schneller vorangehen. Zumindest rede ich es mir ein, damit ich weiterhin motiviert bleibe.

Weiterhin hab ich durch die Autorinnenzeit einige neue Autorinnen für mich entdeckt, die ich mir demnächst gönnen möchte. Und vielleicht wirst Du lachen, aber ich habe auch Autoren entdeckt, die ich vorher nicht kannte. Wer also sagt, dass es diskriminierend ist, sich einen ganzen Monat nur auf Autorinnen zu konzentrieren, hat keine Ahnung von dieser Energie. Und ich bin dankbar dafür.

Zudem hab ich beschlossen, dass ich mehr Science-Fiction lesen werde. Denn in diesem Genre gibt es so viele interessante Geschichten, die ich unbedingt kennenlernen will. Über eBay hab ich eine Romanreihe ersteigert, die zwischenzeitlich nicht mehr aufgelegt wird. Und auf diese Reihe freue ich mich schon. Sobald ich mehr berichten kann, werde ich es tun.

Weiterhin bin ich eine der Mitbegründerinnen des Nornennetzes. Ein Zusammenschluss von Autorinnen, die im Bereich der Fantastik schreiben und sich gegenseitig dabei unterstützen möchten. Noch ist das Netzwerk noch jung. Aber immerhin haben wir eine schöne Schwesternschaft. Und ich freue mich schon darauf zu sehen, wie es sich noch weiter entwickelt.

Zudem plane ich Anfang nächsten Jahres eine erneute Umstrukturierung meines Blogs. So ganz mit eigenem Webspace und Domain und so weiter. Grob weiß ich schon, wie das Ganze aussehen soll. Zumal ich auch wieder rezensieren möchte. Und die Autorinnenzeit spielte bei der Planung auch eine gewaltige Rolle.

Zudem hab ich privat den Kurs zur „Heilpraktikerin für Psychotherapie“ begonnen. Für mich persönlich ist diese Entscheidung sehr wichtig, da ich die Überprüfung schon seit einigen Jahren machen möchte. Daher werde ich nächstes Jahr dieses Projekt angehen. Und ich freue mich schon wahnsinnig darauf.

Was habe ich nicht geschafft?

Ganz klar, meinen Roman fertig geschrieben, obwohl ich den Ende Mai 2017 fertig haben wollte. Aber gut, immerhin hab ich die fünfzig Prozent geschafft. Das ist immerhin etwas, oder?

Ansonsten muss ich gestehen, dass ich diesen Monat nicht viel verpatzt habe. Gut, da ich aktuell Urlaub habe, entspanne ich auch ein wenig und hätte durchaus fleißiger sein können. Aber ich sag mal so, immerhin komme ich weiter. Das ist mir persönlich sehr wichtig.

Aussicht für Juni 2017

Natürlich will ich erst einmal die Rohfassung für meinen Roman fertig schreiben. Dann versuche ich mich daran, die ersten Kapitel zu überarbeiten. Mal sehen, ob es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle.

Weiterhin bin ich in einem Spezialprojekt, über den ich dann im Juli ausführlich berichten werde. Bis dahin schweige ich, weil ich selbst noch total aufgeregt bin.

Abschlussgedanken

Zugegeben, es fühlt sich nicht so an, aber eigentlich war der Mai für mich durchaus erfolgreich. Warum ich aber das Gefühl habe, irgendwie versagt zu haben, kann ich mir nicht so ganz erklären. Vielleicht, weil ich meinen Roman nicht abgeschlossen habe.

Aber ich werde nicht zurückschauen, sondern nach vorne blicken. Und dort wartet das Ende meiner Rohfassung. Also, ich lege dann mal los.

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Das Nornennetz

Hei, hallo und herzlich willkommen,

während der Autorinnenzeit ist so einiges passiert. Zwischenzeitlich sollen die Verkäufe der Autorinnen hochgegangen sein. Einige haben ihre Bücherschränke hinterfragt und es gründete sich ein neues Netzwerk.

Kurze Vorgedanken

Manchmal passiert es, dass sich Energie regelrecht anstaut und freigelassen werden will. In der Autorinnenzeit scheint sich ebenfalls solche Energie gesammelt zu haben. Denn viele haben ihre Bücherregale ausgeräumt und nachgeschaut, was sich dort so tummelt. Und ich meine nicht, dass sie drei oder vier Bücher hervorgeholt haben. Es ging dabei durchaus um einige Hundert Bücher.

Andere wieder herum haben beschlossen, dass sie zukünftig mehr Autorinnen lesen wollen. Denn sie stellten fest, dass ihre Bücherstapel mehr oder weniger nur aus Autoren bestehen. Ich selbst hab für mich beschlossen, dass ich zukünftig mehr Science-Fiction von Autorinnen lesen werde.

Zudem hat sich ein Netzwerk gegründet, welche sich das Nornennetz nennt. Und darüber möchte ich heute ein wenig berichten.

Wer oder was ist das Nornennetz?

Das Nornennetz ist ein Zusammenschluss verschiedener Autorinnen, die aus dem Bereich der Fantastik kommen. Denn über die Autorinnenzeit haben wir festgestellt, ja, es gibt sie, die Fantastikautorinnen. Aber nein, sie bekommen nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

Hans Peter Roentgen hat in einem Kommentar erwähnt, dass er selbst einschätzt, dass es genügend Autorinnen in dem Genre Fantasy gibt. Darauf antwortete ich, dass es quantitativ wohl sein mag. Also würden wir wirklich die Autorinnen einfach nur durchzählen, mag es sein, dass es mehr Frauen als Männer gibt, die solche Geschichten schreiben.

Doch die Wirkung von diesen Autorinnen ist aktuell eher schwach. Was ich damit meine? Kannst Du jetzt spontan fünf Autorinnen nennen, die High Fantasy schreiben? Nach der kleinen Diskussion mit Herrn Roentgen kann ich natürlich Ursula LeGuin nennen. Doch wer sonst?

Daher haben sich einige Autorinnen zusammengeschlossen, um deutschsprachige Autorinnen sichtbarer zu machen, welche in der Fantastik schreiben. Denn es gibt sie, die unsichtbaren Autorinnen, die da sind und die niemand sieht.

Aus diesem Grund möchten wir mit dem Netzwerk ganz klar sagen, dass wir da sind. Wir sind deutschsprachige Autorinnen und wir schreiben. Gut und schlecht und wild und ordentlich und wir schreiben.

An wen richtet sich das Nornennetzwerk

Die Nornen sind drei Schicksalsfrauen, welche mit den Parzen und den Moiren verwandt sind. Sie heißen Urd (Schicksal), Verdandi (das Werdende) und Skuld (Schuld, dass was sein soll). Man kann sagen, sie stehen für die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft und sie entscheiden über das Schicksal der Menschen und Gottheiten. Man kann sagen, dass wir über unser Schicksal selbst entscheiden und nun sichtbar werden. Eben als Frauen, welche Fantastik schreiben.

Und an wen richten wir uns? Es ist egal, ob Du eine biologische Frau bist, Dich als Frau fühlst, Transgender bist oder wie auch immer, erst einmal reicht die Selbstbezeichnung weiblich. Wie weit das Thema noch gehen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Wir sind noch ein recht junges Netzwerk, welche sich erst vor Kurzem gegründet hat. Damit will ich sagen, dass wir noch sehr viel diskutieren und für kritische und offene Anregungen offen sind.

Und was ist mit den Männern?

Männer haben den Vorteil, dass sie per se in der Fantastik nicht unsichtbar sind. Denn nicht umsonst werden Autorinnen immer noch geraten, unter einem männlichen Pseudonym zu veröffentlichen. Daher haben wir uns erst einmal entschieden, nur Frauen aufzunehmen.

Was aber die Zukunft bringt, darüber können wir jetzt noch keine Aussage machen. Und nein, wir hassen keine Männer, nur weil wir ohne sie netzwerken wollen. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Wenn Du aber sagst, dass das unfair ist, immerhin haben Männer in einigen Genres auch einen schweren Stand, zum Beispiel als Liebesromanautor, dann sage ich, stimmt. Und hiermit bist Du eingeladen, selbst ein Netzwerk zu gründen. Findet euch zusammen und legt los. Ihr könnt das auch.

Wen nimmt ihr denn so auf?

Autorinnen, Bloggerinnen, Buchhändlerinnen, die sich hauptsächlich oder stark auf alle Genres konzentrieren, die nicht zu den realistischen Genres gehören. Also zum Beispiel Science-Fiction, Steampunk, Fantasy, magischer Realismus, Space Opera und was es noch alles gibt. Mit anderen Worten, Geschichten der Fantastik.

In dieser Hinsicht sind wir sehr offen.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Dein Genre zu uns passt, frag einfach nach. Du bekommst eine Antwort. Vielleicht nicht sofort, aber Du kriegst sie, versprochen.

Butter bei die Fische: Wie sieht es mit Kosten aus

Aktuell verlangen wir noch kein Mitgliedsbeitrag. Wie das in der Zukunft aussehen wird, sehen wir dann, wenn wir in der Zukunft angekommen sind.

Die einzige Investition, die Du bitte leistest, ist ein wenig Zeit und Deine kreative Energie. Denn wir arbeiten gemeinsam daran, dass dieses Netzwerk wächst, gedeiht und groß wird. Und zwar so, wie wir alle Schwestern dieses Netzwerk (hoffentlich) für uns wünschen.

Wie kann ich mich bewerben?

Einfach anschreiben und jede Schwester leitet Deine Anfrage intern weiter. In unserer Gruppe wird dann darüber diskutiert und Du bekommst anfänglich eine Patin an Deiner Seite. Sie hilft Dir, Dich zurechtzufinden und steht Dir für jede Frage zur Verfügung.

Und dann kannst Du eigentlich zeitnah schon netzwerken.

In dem Sinne verfolge unseren offiziellen Twitter– und Facebook-Kanal und netzwerke mit. Wir freuen uns auf Dich.

Abschlussgedanken

Ab und an muss man halt ins eiskalte Wasser springen, um etwas Neues zu wagen. Wir haben es getan und werden sehen, was sich daraus entwickelt. Und wenn Du möchtest, kannst Du auch ein Teil davon sein. Einfach anschreiben und es kann losgehen.

Auf Dich freuen wir uns heute schon.

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#Autorinnenzeit : Wieso immer angehende Autorin?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

im Rahmen der Autorinnenzeit gibt es immer wieder interessante Diskussionen auf Twitter. Ein Thema hab ich für den heutigen Beitrag aufgegriffen.

Kurze Vorgedanken

Die folgenden Ausführungen erlebe ich entweder an anderen, besonders bei Frauen, oder auch bei mir selbst. Woran das jetzt genau liegen mag, darüber könnte ich jetzt spekulieren. Doch das würde wohl nicht nur den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Daher führe ich in erster Linie nur auf, was ich selbst beobachtet habe und dann, wie ich diese Angelegenheit nun selbst betrachte.

Angehende Autorin vs. Autorin

Wer jetzt wirklich die Diskussion vom Zaun gebrochen hat, da bin ich mir nicht sicher, behaupte aber, dass es Textflash war. Ihr viel auf, dass in ihrer Timeline sehr viele angehende Autorinnen zu finden sind, aber kaum bis gar keine Autorinnen. Also als jemand, die von sich behauptet, dass sie zur schreibenden Zunft gehört.

Viele schrecken vor dem Gedanken zurück, sich Autorin zu nennen. Und bis vor Kurzem gehörte ich auch dazu. Doch nachdem ich mir Gedanken dazu gemacht habe, sehe ich die Sache ein wenig anders.

Doch warum ist das so?

Wenn Du auch zu den angehenden Autorinnen gehörst, kann ich natürlich nur spekulieren, warum Du Dich so bezeichnest. Daher möchte ich hier erklären, warum ich mich bis vor einigen Tagen nicht getraut habe, mich als Autorin zu bezeichnen.

Es war schlichtweg die Angst, die mich zurückhielt. Wenn ich erklären würde, ich wäre jetzt eine Autorin, müsste ich doch genau das beweisen. Als Autorin hat man doch Bücher veröffentlicht. Oder zumindest Kurzgeschichten in diversen Anthologien. Gut, Letzteres hab ich geschafft. Immerhin eine Kurzgeschichte in einer Anthologie.

Stehe ich nach außen offen zu dem, was ich bin bzw. wie ich mich sehe, verlangen viele einen Beweis dafür. Gerade in Deutschland scheint es mir, dass wir für alles Zertifikate, Zeugnisse oder Urkunden benötigen. Auch für Dinge, die man eigentlich so nicht lernen oder lehren kann. Aber trotzdem, dafür hätte ich gerne eine Urkunde.

Im November 2016 habe ich an einem sogenannten Speed Reading Kurs teilgenommen. Und obwohl es keine Überprüfung gab, ob wir denn wirklich allesamt wirklich gelernt haben, schneller zu lesen und wenn ja, in welchem Umfang, gab es ein Zertifikat dafür.

Daher war es wohl unbewusst auch bei dem Thema Autorin bei mir so, dass ich zuerst einmal zurückgeschreckt bin. Immerhin kann ich mich nicht offen als solche bezeichnen, wenn ich doch nichts vorzuweisen habe. Aber wenn dann mein erster Roman veröffentlich ist, so meine Gedankengänge weiter, dann sieht das alles natürlich ganz anders aus.

Mich würde es nicht wundern, wenn viele aus diesen oder ähnlichen Gründen ebenfalls zurückschrecken, sich als Autorin zu bezeichnen. Wenn man sich dann als angehende Autorin tituliert, hat man eine Hintertür offen. Man ist ja nur auf den Weg, aber eben noch nicht angekommen. Und wenn mir dann jemand zu nahe tritt, kann ich sagen, hei, da steht angehend. Also ruhig Blut.

Was ist denn eine Autorin?

Wenn man im Duden nachschlägt, steht dort, dass man eine Verfasserin von Literatur oder Texten ist. Dort steht nichts über die Veröffentlichung. Mit anderen Worten, sobald Du ein Text verfasst hast, bist Du eine Autorin.

Sobald Du also eine Szene, eine Kurzgeschichte oder einen Blogbeitrag geschrieben hast, kannst Du Dich als Autorin bezeichnen. Und wenn Du beweisen musst, dass Du wirklich eine bist, verweist Du auf Deine Texte. Dabei ist es nicht notwendig, sie in irgendeiner Art und Weise zu veröffentlichen. Immerhin ist das ja kein Bestandteil des Autorinnenlebens.

„Ist das nicht anmaßend?“

Während der Diskussion erwähnte ich, dass Männer (von meinem Gefühl her), scheinbar weniger Probleme haben, sich als Autor zu bezeichnen. Oder wie auch immer sie sich definieren mögen.

In dem Buch von Martin WehrleHerr Müller, Sie sind doch nicht schwanger?„, habe ich Folgendes gelesen (von mir zusammengefasst):

Nehmen wir an, eine Frau und ein Mann würden die gleiche Stellenanzeige lesen. Und nehmen wir an, dort sind fünf Fähigkeiten aufgeführt, welche die zukünftige Kollegin oder der zukünftige Kollege bitte haben möge.

Sagen wir mal, beide beherrschen vier der fünf angeforderten Fähigkeiten, was glaubst Du, wer würde sich bewerben? Also der Mann oder die Frau?

Als ich las, dass Frauen immer darauf warten, alle Qualitäten oder Anforderungen zu erfüllen und Männer sich einfach bewerben, sind mir die Schuppen von den Augen gefallen. Denn genau das hab auch ich gemacht. Dabei war es egal, wie toll sonst die Beschreibung war. Konnte ich einen Punkt nicht, war die Stellenanzeige für mich gestorben.

Doch was hat das jetzt bitte schön mit der Bezeichnung Autorin oder angehenden Autorin zu tun? Durchaus eine Menge. Männer scheinen weniger Probleme zu haben, sich als jemanden zu sehen oder auf eine Stelle zu bewerben, auch wenn sie nicht alle Qualifikationen dafür erfüllen. In dieser Hinsicht sind sie mutiger.

Frauen hingegen scheinen erst einmal mindestens drei Studienabschlüsse zu wollen, um sich überhaupt zu bewerben. Oder sich als etwas zu bezeichnen, was sie eventuell sein könnten. Und das einfach nur deswegen, weil sie durchaus ein Anrecht darauf haben.

Nein, halt und kurz durchgeatmet. Das soll nicht bedeuten, dass Du Dich ab sofort Ingenieurin bezeichnen sollst, auch wenn Du gar keine Ahnung hast, was die überhaupt machen. Es gibt Berufe, die sind geschützt. Das bedeutet, wenn Du Dich als Ärztin oder eben Ingenieurin bezeichnen möchtest, musst Du die Voraussetzungen erfüllen.

Zurzeit mache ich einen Fernkurs zur „Heilpraktikerin begrenzt auf dem Gebiet der Psychotherapie„. Um mich offiziell so nennen zu dürfen, muss ich eine Überprüfung vor dem Gesundheitsamt vornehmen. Und ich selbst würde niemals auf die Idee kommen, mich heute als HP’in Psych zu bezeichnen. In diesem Fall ist die Bezeichnung „angehende“ durchaus passend.

Doch hierbei handelt es sich nicht um eine Bezeichnung, die einen genauen Rahmen hat, wie man diesen füllen muss. Wann ist man nun eine Autorin oder eine Künstlerin oder eine Musikerin oder was auch immer? Dafür gibt es, in meinen Augen, keine genauen Definitionen.

Du willst ja nicht als Ärztin die Welt retten, sondern eine Geschichte schreiben. Ein gewaltiger Unterschied. Daher sehe ich es nicht als anmaßend an, in dieser Hinsicht ein wenig selbstbewusster zu sein.

Daher sehe ich das nicht als eitel oder arrogant an. Denn ich verändere oder beeinflusse damit nicht die Welt. Oder begehe eine Straftat, weil ich mir einen Titel anmaße, den ich gar nicht führen darf. Hier geht es nur darum, ob ich mich als Autorin bezeichne oder nicht. Das war es auch schon.

Abschlussgedanken – Wie bezeichnest Du Dich?

Nachdem ich die Diskussion erlebt habe, bezeichne ich mich selbst nun als Autorin und als Künstlerin.

Als Autorin eben deswegen, weil ich durchaus eine Kurzgeschichte in einer Anthologie veröffentlichen durfte. Aber auch, weil ich schreibe. Jeden Tag. An meinen Geschichten. Und an diesem Blog.

Als Künstlerin, weil ich male. Nicht jeden Tag, aber immer und immer wieder. Nein, ich studiere keine Kunst. Aber das haben viele auch nicht getan. Vielleicht braucht es aber auch ein paar Querköpfe in dieser Szene.

Und was bist Du?

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Tschechows Gewehr

Hei, hallo und hzerzlich willkommen,

es gibt eigentlich eine ganz einfache Regel, die Du beim Romanschreiben berücksichtigen kannst und vielleicht sogar solltest. Gib Deinen Charakteren niemals eine Waffe, wenn Du nicht bereit bist, diese abfeuern zu lassen.

Kurze Vorgedanken

Vielleicht hast Du schon einmal von Tschechows Gewehr gehört oder gelesen. Sehr häufig wird es ganz simpel mit folgender Erklärung zusammengefasst.

Wenn Du in Kapitel 2 eine Waffe erwähnst, dann musst diese Waffe spätestens, aber wirklich aller spätestens im letzten Kapitel abgefeuert werden. Tust Du es nicht, so weiter die simple Erklärung, verschwendest Du nicht nur Potenzial, sondern kannst auch Deine Leserinnen verärgern.

Aber schauen wir uns doch mal genauer an, was es mit dieser Waffe auf sich hat.

Wer war Anton Tschechow

Anton Pawlowitsch Tschechow lebte von 1860 bis 1904 und war ein russischer Arzt, Autor und Theaterschreiber. Man bezeichnet ihn als ein Meister der Kurzgeschichtenerzählungen. Auf alle Fälle hat er es geschafft, sowohl seine Arbeit als Doktor und auch als Autor zu leben und unter einem Hut zu bekommen. Er sagte einmal „Medizin ist meine Ehefrau und die Literatur ist meine Herrin.“

Die Bezeichnung „Tschechows Gewehr“ soll in den 1880er Jahren entstanden sein und wir haben Ilia Gurliand (oder auch Gurland, wie ich recherchiert habe) die Aufzeichnung zu verdanken. „Wenn in Akt I an der Wand eine Waffe hängt, dann musst diese im letzten Akt abgefeuert werden.“ Dieser Ausspruch hat sich zu dem entwickelt, was wir heute eben kenne.

Meine eigene Erfahrung mit Tschechows Gewehr

Vor Jahren habe ich einen Steampunkroman gelesen. Die Grundidee hat mir sogar relativ gut gefallen. Und der Anfang war auch sehr gut. Nur leider hat die Autorin doch einige Fehler gemacht.

Auf alle Details möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, sondern nur auf einen, der mich dann letztendlich am meisten enttäuscht hatte.

Eine der vielen Charaktere besaß hellseherische Fähigkeiten. Und sie sagte aus, wenn die Heldin der Geschichte ein bestimmtes geblümtes Kleid trägt, wird sie an diesem Tag sterben. Und was war? Sie trug eines Tages eben jenes geblümte Kleid. Denn sie wollten allesamt fein ausgehen. Und der Held entschied, kein Problem, wir bleiben zu Hause.

Und da war Schluss mit lustig. Zumindest bei mir.

Warum? Die Vision hatte der Charakter relativ am Anfang des Buches, soweit ich mich noch erinnern kann. Die ganze Zeit warte ich darauf zu sehen, was passiert, wenn die Heldin eben jenes Kleid trägt. Dann trägt sie dieses Kleid, ich meine durchaus gegen Ende des Buches. Und was tut die Autorin? Sie bügelt mich mit einer feigen Entscheidung ab. Die zudem auch noch sehr unlogisch ist.

Zum einen habe ich selbst die ganze Zeit gewartet, wie die Heldin sich aus dieser Gefahr manövriert. Immerhin hätte das dem Buch durchaus eine gewisse Spannung gegeben. Immerhin gab es durchaus Potenzial, dass diese durch finstere Mächte ausgeschaltet werden musste, weil sie eine Gefahr darstellte. Jedoch hatte die Autorin entschieden, diesen Faden nicht weiterzuverfolgen.

Weiterhin hätte die Heldin auch zu Hause den Tod finden können. Die finsteren Mächte hätten ins Haus eindringen können. Zudem kann man durch eine Fensterscheibe ohne Probleme eine Kugel durchfeuern. Und so weiter und so fort. Nur, weil die Charaktere zu Hause geblieben sind, heißt das nicht zwangsläufig, dass man sicher ist oder sein muss.

Nach dieser Enttäuschung hatte ich das Interesse an das Buch verloren und auch an der Autorin. Sollte sie mir noch einmal über den Weg laufen, ich werde mir zumindest sehr genau überlegen, ob ich mir einen weiteren Roman antue.

Warum solltest Du Dich mit diesem Thema beschäftigen?

Aus einem einfachen Grund. Wenn Du nicht möchtest, dass Deine Leserinnen den Roman beiseitelegen und sich denken „Will die Frau mich verarschen?“, dann ist es besser, wenn Du weißt, wie Du das minimieren kannst.

Natürlich gibt es noch genügend andere Gefahrenquellen. Aber wenn Du vermeidest, eine unnötige Waffe in Deine Geschichte einzufügen, dann kannst Du diese Form der Frustration verhindern. Denn ich hab das Buch unter anderem deswegen weiter gelesen, um zu sehen, wie die Autorin das mit dem Kleid gelöst hat. Sie hat es nicht gelöst und damit machte sich Enttäuschung bei mir breit.

Wie man das Gewehr von Tschechow richtig anwendet

Das Gewehr ist natürlich nur ein Symbol und Du musst nicht reale Waffen einführen. Es geht dabei darum, dass Du etwas erwähnst, was auf Dauer eine besondere Bedeutung in Deiner Geschichte hat (wie das oben erwähnte Kleid). Das kann übrigens auch eine Person sein, die Du einführst und näher vorstellst. Erwähnst Du etwas, weckst Du damit Erwartungen bei Deinen Leserinnen, die auch erfüllt werden wollen.

Im Grunde genommen gibt es drei Regeln oder Hinweise, die es zu beachten gilt.

Erstens, was auch immer Du in der Geschichte erwähnst, muss eine Bedeutung haben. Wenn nicht, dann entferne es.

Nehmen wir an, Du erwähnst irgendwann, dass die Tapete im Haus eines Mordopfers oder der Heldin ein ganz besonderes Muster hat. Das kannst Du jederzeit gerne tun. Nur muss das auf Dauer eine besondere Bedeutung haben. Warum sonst sollte Dein Charakter das überhaupt erwähnen?

Jetzt könntest Du sagen, es gibt Menschen, die eben für alles einen gewissen Blick haben. Stimmt, ich gehöre auch dazu. Nur das Problem ist, in einer Geschichte erwarten Deine Leserinnen, dass jede Erwähnung auf Dauer eine gewisse Bedeutung hat.

Vielleicht ist das Tapetenmuster kein gutes Beispiel. Vor Jahren hab ich mal eine Kritik über den neuesten Roman einer durchaus erfahrenen Krimiautorin gelesen. Dort hieß es, dass der Roman nicht an ihre früheren Geschichten heranreichte. So beschrieb sie ein Mittagessen sehr ausführlich. Nicht nur, dass die Charaktere überhaupt aßen, sondern was und in welcher Reihenfolge und so weiter. Und dieses Mittagessen hatte dann keine weitere Bedeutung.

In diesem Fall hätte die Autorin schreiben können, sie aßen zu Mittag und fertig. Dann wäre das ein Teil der Geschichte und hätte die Leserinnen nicht auf eine falsche Spur gebracht.

Durchsuch also solche Elemente in Deiner Geschichte und überprüf, ob sie eine Bedeutung haben. Wenn ja, dürfen sie bleiben, wenn nein, überleg Dir ihnen später eine entsprechende Bedeutung zu geben oder sie rauszuschmeißen.

Zweitens, mach niemals ein Versprechen, dass Du nicht bereit bist einzuhalten.

Du hast Dich also dafür entschieden, eine geladene Waffe in Deine Geschichte einzubauen. Dann sei bitte so gut und feuere sie ab.

Das oben erwähnte Kleid, welche die Heldin trug und damit ihren Todestag markierte, ist eine solch geladene Waffe. Die Autorin packte also eine geladene Waffe in die Geschichte. Doch sie war zu feige, um sie abzufeuern. Wenn ich spekulieren darf, dann scheint es mir so zu sein, dass sie sich nicht getraut hat, dies zu tun. Oder sie wusste einfach keinen Ausweg, aus dem von ihr aufgebauten Dilemma.

Jetzt könnte man sagen, sie hat doch die Waffe abgefeuert. Immerhin trug die Heldin dieses Kleid und man entschied sich zu Hause zu bleiben, damit sie überlebt. Und genau das bezeichne ich als die feige Variante.

Wie oben schon ausgeführt, auch in den eigenen vier Wänden kann man den Tod finden. Oder zumindest eine Gefahr, welche die Heldin an den Rand des Todes gebracht hätte. Daher hätte sie die Erwartungen ihrer Leserinnen nutzen können, um noch eine ordentliche Portion Spannung einzubauen. Eine Verfolgungsjagd, Magie, Technik, was auch immer. Das alles hätte sie einbauen können, um das Kleid noch einmal zu nutzen.

Oder sie hätte den ersten Rat befolgen können und das Kleid streichen sollen. Dann wäre dieses Erlebnis nicht so enttäuschend gewesen.

Und drittens, wenn Du eine Pistole an die Wand hängst, dann benutze sie auch. Ansonsten hänge sie nicht an die Wand.

Nach den ganzen Ausführungen muss ich das sicherlich nicht noch einmal näher erläutern. Nur kurz. Wenn Du irgendwann etwas erwähnst, dann muss es wirklich eine Bedeutung für die Geschichte haben.

Das muss aber nicht bedeuten, dass es im gleichen Band unbedingt eine höhere Bedeutung haben muss. Wenn Du eine Reihe schreibst, dann kannst Du einige Elemente gerne in Band 1 erwähnen und in Band 2 oder noch später auflösen. Das ist durchaus möglich.

Nur empfehle ich, dass Du es bei eher kleineren Elementen machst. Denn bei großen Elementen sollte es dann schon wieder eine Bedeutung haben.

Dazu möchte ich zwei Beispiele aus dem Marveluniversum aufführen. In dem Film „Ant-Man“ erwähnte Hope van Dyne immer wieder, sie sei bereit die Rüstung des Ant-Man zu tragen. Und es stimmt, denn sie ist trainierter als Scott Land (der die Rüstung dann tragen darf) und kann besser mit den Ameisen umgehen. Daher war es schon enttäuschend, dass sie nicht ihre Rüstung bekam. Da diese Bereitschaft von Hope stark im Vordergrund stand, hätte diese Pistole direkt schon in diesem Film abgefeuert werden können und auch sollen.

In dem Film „Captain America: The Winter Soldier“ (in Deutschland als „The Return of the First Avenger“ bekannt) spielt ein USB-Stick eine Bedeutung. Am Anfang lädt die Black Widow einige Daten auf eben diesen USB-Stick, der dann später einen Supercomputer aktiviert. Als die Räumlichkeiten in die Luft gesprengt wurden, sieht man noch, wie die Black Widow eben diesen USB-Stick rettet.

Dieser USB-Stick hat in dem vorherigen Teil eine Rolle gespielt. Auf diesen wurden Daten heruntergeladen, Fury hat sich diese angesehen und übergab diesen an Captain Rogers weiter, damit die Black Widow ihn rettet und entschlüsselt, damit sie am Ende den Supercomputer aktivieren können. Dass er dann noch gerettet wurde, weckt nur die Neugierde, wann er noch einmal ins Spiel kommt. Aber er hatte seine Bedeutung. Die Waffe wurde also abgefeuert.

Wie kannst Du nun die Hinweise am besten anwenden?

  • Suche nach den falschen „Waffen“. Jede Waffe, die Du in Deiner Geschichte an die Wand hängst, muss von dort abgenommen und abgefeuert werden. Wenn nicht, dann überleg Dir, wie Du das noch schaffen kannst, oder entferne diese falschen Waffen.
  • Es müssen keine realen Gegenstände sein, die Du einfügst. Es können auch Worte, eine Prophezeiung oder was auch immer sein, die Du erwähnst. Egal was Du erwähnst, auf Dauer sollte alles in irgendeinem höheren Zusammenhang stehen, wenn Du Deine Leserinnen darauf regelrecht triggerst.
  • Notier Dir am besten alle Elemente auf Karten, in Dateien, wo auch immer, von denen Du ausgehst, es könnte sich um eine „Waffe“ handeln. Schreib ruhig auf, in welchem Kapitel und auch in welcher Szene Du sie an die Wand gehängt hast. Und dann, wenn es so weit ist, wann Du sie heruntergenommen hast, um sie abzufeuern. Schau nach, ob Du das Magazin leer gefeuert hast, oder noch Munition vorhanden sind. Mit anderen Worten, ob Du das Potenzial wirklich ausgenutzt hast, oder Du sie noch später nutzen kannst.
  • Du kannst sogar Chekovs Pistole als Lösung für Schreibblockaden benutzen. Wenn Du nicht weiterweißt, kannst Du Dir anschauen, welche Pistolen noch so an Deinen Wänden hängen. Und dann schau genau hin, ob Du nicht die eine oder andere abnehmen kannst, um sie abzufeuern. Auf diese Weise kannst Du auch auf Lösungen kommen, wie es weiter geht. Immerhin hast Du ja schon einige Fäden ausgelegt. Du musst sie nur noch verbinden.

Muss ich denn wirklich jedes Element erwähnen?

Durch den Beitrag kam die Frage auf, ob man wirklich jedes Element in der Geschichte eine Bedeutung geben muss. Auch zum Beispiel einer schönen Landschaftsbeschreibung. Wenn dieses Gefühl nach dem Lesen des Beitrages aufkam, bitte ich um Entschuldigung. Das war natürlich nicht meine Absicht.

Nehmen wir an, Dein Charakter läuft einen Weg entlang und bemerkt die Umgebung, wie schön sie doch ist. Dann ist es auch völlig in Ordnung, wenn sie kurz anhält und diese in sich aufnimmt. Du kannst die Beschreibung der Umgebung durchaus nutzen, um auf das Innenleben des Charakters Rückschlüsse zu ziehen.

Dabei ist es nicht nötig, dass Du später dann die Umgebung noch einmal erwähnst. Zwar bin ich der Meinung, dass eine Beschreibung einer Umgebung oder einer Landschaft durchaus eine Bedeutung haben sollte. Sei es, dass sie eine friedliche Szene zeigen. Oder auf das Innenleben Deiner Figur Rückschlüsse ziehen kann. Aber sie muss hier nicht als ein Gewehr verstanden werden.

Doch bitte Vorsicht. In meinen Augen kann der Übergang von einer einfachen Beschreibung zu einem Gewehr fließend sein. Dazu ein Beispiel.

Bleiben wir bei einer Landschaftsbeschreibung. Dein Charakter läuft über Wald und Wiesen und beschreibt, wie schön doch alles ist (den Sinn in der Beschreibung sollte sich natürlich aus Deiner Geschichte ergeben). Da Dein Charakter vielleicht sogar in sich ruht, ist alles in Ordnung und daher ist die Beschreibung positiv. Wenn nicht, eher negativ. Am besten fände ich, wenn man herausliest, dass eben die Beschreibung auf den emotionalen Zustand Rückschlüsse ziehen kann.

Doch dann trifft Dein Charakter auf einen bedrohlichen Baum. Sie oder er hat Angst vor diesem, denn er sieht Angst einflößend aus, hässlich und wie eine alte Hexe. Spätestens jetzt hast Du ein Gewehr geholt und an die Wand gehängt. Denn ich würde jetzt als Leserin wissen wollen, was es mit diesem Baum auf sich hat. Irgendwie musst Du das dann erklären. Dabei ist es egal, ob Du es auf das Innenleben beziehst oder daraus eine reale Gefahr ableistest.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob es sich dabei um eine einfache Beschreibung handelt oder ob Du Erwartungen in Deinen Leserinnen weckst, frage einfach Deine Betaleserinnen. Wenn sie Dir sagen, dass sie da mehr erwartet haben und enttäuscht sind, weißt Du Bescheid, dass Du gerade hier noch nachbessern musst.

Vorsicht – ein Red Herring

Im Zusammenhang mit Tschechows Gewehr wird auch der Red Herring erwähnt. Hierbei handelt es sich, wenn ich es an dieser Stelle schlicht schreiben darf, um eine falsche Fährte. Du streust also Hinweise in Deine Geschichte ein, welche Deine Leserinnen bewusst auf eine falsche Spur bringen soll.

Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die Serien von „Inspector Barnaby„. In einer Folge benahm sich ein potenzieller Täter so dermaßen auffällig, dass ich mir absolut sicher war, das ist unser Mörder. Das waren Gesten, Verhaltensweisen und auch Aussagen, die er tätigte. Und die waren so auffällig, dass ich darauf hereingefallen bin. Zu meiner Verteidigung möchte ich anmerken, das war meine erste Folge gewesen. Ich wusste es nicht besser.

Red Herrings sind also falsche Fährten, die Du als Autorin ausstreust. Um auf das Waffenbeispiel zurückzukommen. Hierbei handelt es sich um eine Attrappe. Dabei betätigst Du den Abzug und raus kommt eine Stange mit der Fahne „Peng„. Du triggerst also Deine Leserinnen auf etwas, was sich dann als falsche Fährte herausstellt.

Doch eines solltest Du bitte beachten. Während das Gewehr abgefeuert werden muss, muss der Red Herring eingezogen werden. Das bedeutet ganz einfach, wenn Du eine falsche Spur auslegst, musst Du auch irgendwann einmal sagen, dass es eben eine falsche Spur war. Ansonsten warten Deine Leserinnen, dass einer Deiner Red Herrings noch eine Bedeutung hat. und werden dann ebenfalls enttäuscht.

Noch ein kleiner Hinweis – Abschlussgedanken

Jetzt könnte es sein, dass Du denkst, dass wirklich jeder noch so kleiner Hinweis eine Pistole sein könnte. Da kann ich Dich beruhigen. Ein Mittagessen ist ein Mittagessen. Und wenn Dein Charakter eine Möwe beobachtet, kannst Du daraus eine einmalige philosophische Abhandlung machen. Mehr nicht.

Es gibt also Sachen, die Du einfach so hinnehmen kannst, ohne diese noch einmal zu erwähnen. Aber es gibt auch Sachen, die durchaus ihre Bedeutung haben. Und hier wäre es schön, wenn Du den Bogen schließen könntest. Denn so machst Du Deinen Leserinnen eine wirkliche Freude.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß beim Verteilen Deiner Waffen.

Hattest Du schon mal eine Waffe gefunden, die nicht abgefeuert wurde?

Vermutlich bist Du schon das eine oder andere Mal über eine Chekovs Pistole gestolpert. Erinnere Dich an die Geschichte und wie es sich anfühlte, als Du gesehen hast, dass die Waffe nicht abgefeuert wurde. Es geht dabei um das hineinversetzen in Deine Leserinnen, sollte Dir passieren, dass Du eine Waffe vergisst.

Deine Waffen

In der ersten Fassung kannst Du gerne die eine oder andere Waffe vergessen. Das ist völlig in Ordnung. Aber in der Überarbeitung wäre es schön, wenn Du genauer hinsiehst. Was hast Du an die Wand gehängt, wo sind sie zum Einsatz gekommen und ist das Magazin völlig leer am Ende der Geschichte. Oder hat die Waffe noch eine Munition für einen späteren Band? Überprüf bitte alles und füll die Lücken.
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  • Originalbeitrag: 19. Mai 2017
  • Erste Überarbeitung: 20. Mai 2017
    (vielen Dank für Eure Hinweise ❤ )
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#Autorinnenzeit – Liebe Autorin, schreib doch mal mehr …

Hei, hallo und herzlich willkommen,

die zweite Woche der Autorinnenzeit ist um und mir ist immer wieder aufgefallen, dass viele Teilnehmerinnen sich etwas wünschen. Und zwar, dass Autorinnen doch bitte weniger in Frauengenres schreiben sollen, dafür doch lieber in Männergenres. Doch ist diese Aufforderung berechtigt?

Kurze Vorgedanken

Als typische Frauengenres dürften die meisten wohl den Liebesroman, Chick Lit Romane oder alles, was die Gefühle betont gesehen werden. Dagegen wird Fantasy, besonders High Fantasy, oder auch Science-Fiction als Männergenres angesehen.

Diese Genres sind nicht deswegen Frauen- bzw. Männergenres, weil jemand aus dem Geschlecht diese „erfunden“ hat. Es liegt eher daran, dass in den jeweiligen Genres eben mehr Frauen oder eben mehr Männer zu finden sind. So gehe ich davon aus, dass Du mehr Liebesromanautorinnen kennst, als Männer in diesem Genre. In Fantasy und Science-Fiction dürfte es anders herum genauso sein.

Daher haben sich einige Userinnen auf Twitter nun gemeldet und den Wunsch geäußert, dass man Autorinnen ermutigen soll, dass sie sich in den sogenannten Männergenres austoben mögen. Dagegen meinte eine andere Autorin, dass sie es nicht richtig findet, die Frauengenres abzuwerten und die Männergenres dagegen aufzuwerten.

Wer hat nun von beiden recht?

Zwei Lager

In der einen Ecke haben wir die Gruppe, welche die sogenannten Frauengenres als etwas betrachten, was man überwinden darf. Damit meine ich, es ist in Ordnung, wenn man in diesem Genre schreibt, aber auf Dauer sollte man sich dann doch der „höheren“ Literatur widmen.

Unter der höheren Literatur verstehen viele nicht unbedingt das, was Goethe oder Schiller verfasst hat. Damit meine ich Fantasy oder Science-Fiction. Also die Genres, in denen aktuell Männer dominieren. Und ja, das habe ich bewusst überspitzt dargestellt.

Warum ich diese Genres als „höhere“ Literatur bezeichne? Immerhin soll man sich ja eher mit diesen auseinandersetzen, wenn man eben schreibt. Daher kann man die anderen Genres als nicht höhere Literatur verstehen. Diese Personen möchten ja, dass die Autorinnen sich nicht mehr so intensiv dort bewegen.

Wenn man sich diese Genres genauer ansieht, dann erkennt man schon, dass es durchaus ein Geschlechterdefizit gibt. Darüber müssen wir uns nicht unterhalten. Bedauerlicherweise ist es auch so, dass Frauen dort auch nur schwer Fuß fassen.

Nicht umsonst gab und gibt es Diskussionen, warum Frauen nicht so gut wie Männer schreiben. Und wenn Frauen in einem bestimmten Genre schreiben, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie eher gemieden werden. Immerhin stammt das Buch von einer Frau. Und sie schreibt, zum Beispiel, Science-Fiction. Damit kann es automatisch nicht gut sein.

Nicht umsonst wurde der Name von Joanne K. Rowling auf J. K. Rowling gekürzt, als die ersten Harry Potter Bücher veröffentlicht wurden. Man erhoffte sich so, dass auch Jungs und Männer diese Romane lesen. So wollte man die Vorurteile umgehen.

In der anderen Ecke haben wir die Autorinnen, die klar sagen, dass man ihnen nicht vorschreiben soll, ob sie denn nun Liebesromane oder Science-Fiction zu schreiben haben. Zumindest kommt es den meisten so vor. Denn die ganzen Vorurteile, dass zum Beispiel Liebesromane keine echte Literatur sei, hören sie schon von Zeitungen und anderen „seriösen“ Medien. Da müssen die Leserinnen nicht in die gleiche Kerbe schlagen.

Vielleicht fühlen sich einige sogar in die Ecke gedrängt, weil das Genre, was sie mehr als alles andere lieben, so respektlos behandelt wird. Andere dürften einfach nur genervt sein. Nicht nur die Zeitungen schlagen auf ihr Genre ein, nun auch die Leserinnen.

Daher halten sie dagegen, dass man sie doch in dem Genre schreiben lassen soll, in dem sie sich wohlfühlen.

Wer hat denn nun Recht?

Irgendwo haben beide Seiten recht und zugleich auch Unrecht. Aber dröseln wir es langsam auf.

Warum könnte die Gruppe Recht haben, die sagt, bitte liebe Autorinnen schreibt auch in anderen Genres.

Zumindest auf dem ersten Blick scheint es so, dass Autorinnen in einigen Genres häufiger anzutreffen sind, als in anderen. In Liebesromanen gibt es keinen Mangel an Autorinnen. Wenn ich aber in meinem Gehirn herumkrame, dann kann ich spontan nur zwei Science-Fiction-Autorinnen benennen: Octavia E. Butler und Marion Zimmer-Bradley.

Wenn ich weiter krame, werde ich sicherlich noch einige andere Namen finden, aber da muss ich mich schon mehr bemühen. Bei High Fantasy sieht es genauso aus. Gerade, weil ich hier viel lese, fallen mir eher Autoren ein, als eben Autorinnen.

Daher kann ich den Wunsch verstehen, dass eben Frauen gerne von mehr Autorinnen in den Männergenres lesen würden. Doch ich denke, das ist auf zwei Ebenen ein wenig zu kurz gegriffen.

Dieser Wunsch, dass Frauen in anderen Genres schreiben, berücksichtigt nicht, dass sie eben andere Wünsche haben. Damit meine ich, dass jeder Mensch Vorlieben hat, Wünsche, Eigenheiten und so weiter besitzt. Wenn die Autorinnen also lieber Liebesromane schreiben möchten, dann werden sie in diesem Bereich eher glücklich werden, als wenn man sie zwingt, High Fantasy zu schreiben.

Als ein weiteres Problem sehe ich, dass die bestehenden Autorinnen keine Unterstützung finden. Teilweise auch von denen, die sagen, dass Frauen doch mehr dieses oder jenes schreiben sollen.

Vielleicht hat ja jemand wirklich Interesse daran, neben dem Liebesroman noch ein High Fantasy Buch zu schreiben. Doch wenn sie befürchten muss, kaum bis gar keine Unterstützung zu bekommen oder gar abgelehnt zu werden, überlegen sich das doch einige. Klar, nicht alle, aber sicherlich doch die eine oder andere Autorin.

Daher kann ich schon verstehen, wenn einige Frauen sagen, danke, aber nein danke.

Welchen Lösungsvorschlag mache ich?

Suche heute nach Autorinnen, die in den Genres schreiben, in denen Du mehr Autorinnen lesen möchtest. Kauf Dir das eine oder andere Buch, lese es, mache es öffentlich und zeige den anderen Autorinnen, dass es sich lohnt, sich mit diesen Genres auseinanderzusetzen.

Wenn ich sehe, dass Leserinnen und Leser gerne auch Frauen in den eigentlich so typischen Männergenres lesen, dann werde ich vielleicht auch als Autorin ermutigt, mich dort zu bewegen.

Daher unterstütze Deine Lieblingsautorin nicht nur damit, dass Du ihnen sagst, wo sie schreiben könnten. Sondern eben auch, dass es sich durchaus lohnenswert wäre. Man kann Autorinnen auf viele Arten unterstützen.

Noch wichtiger finde ich, dass man aber auch die Entscheidung der Autorinnen für ihr Genre respektieren sollte. Frauen bekommen sowieso immer wieder Gegenwind, egal was sie tun und für was sie sich entscheiden. Wenn sie dann noch von den Leserinnen und Lesern zu hören bekommen, sie haben sich für das falsche Genre entschieden. Das tut keiner Seele gut.

Abschlussgedanken

Natürlich kann ich den Wunsch verstehen, mehr Autorinnen in bestimmten Genres zu lesen. Zugleich aber auch den Widerstand, sich nicht vorschreiben zu lassen, was man zu schreiben hat und was nicht.

Gerne kannst Du Deine Lieblingsautorinnen ermutigen, etwas Neues zu wagen. Dagegen spricht sich sicherlich niemand aus. Aber respektiere bitte auch ihren Wunsch, wenn sie es nicht möchten. Und zugleich kannst Du ihnen auch zeigen, es lohnt sich auch, über den Tellerrand zu schauen.
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Solltest Du plotten?

Hei, hallo und herzlich willkommen,

sollst Du plotten oder nicht? Diese Frage stellen sich Autorinnen, seit sie schreiben. Gibt es aber gute Gründe, die fürs Plotten sprechen oder dagegen? Darüber möchte ich heute mit Dir sprechen.

Kurze Vorgedanken

Plotten ist ein Thema für sich. Manche brauchen es, um überhaupt schreiben zu können. Andere hingegen kriegen regelrechte Schnappatmung, wenn sie ihre Geschichte in einen Rahmen pressen sollen. Der beiden Gruppen nennt man zwischenzeitlich als Pantserinnen (die einfach nur drauf losschreiben) und Plotterinnen (spricht für sich selbst).

Gerade für Pantserinnen stellt sich die Frage, lohnt es sich vielleicht doch zu plotten und ein wenig mehr Arbeit zu investieren? Und ist der Plot nicht doch mehr eine Zwangsjacke als ein Pfad zur Geschichte?

Schauen wir uns mal das Thema ein wenig genauer an.

Warum wird überhaupt die Diskussion geführt?

Jetzt könnte man sagen, warum überhaupt diese Diskussionen führen? Soll doch jede Autorin glücklich sein, wie sie es will. Und doch führen einige die Diskussion auf einer Ebene, bei der ich mich doch schon zu wundern wage.

Gelerntes versus Kunst

Es geht bei der Diskussion dabei, dass einige Menschen der festen Überzeugung sind, dass man schreiben lernen kann. Es handelt sich hierbei um etwas, was man lernen und die Fähigkeiten sich aneignen kann. Für sie ist es in erster Linie etwas, was man in harten Stunden sich erarbeitet und dabei sehr viel Sitzfleisch mitbringen muss.

Andere hingegen sind der festen Überzeugung, dass man nur mit Talent eine Geschichte schreiben kann. Diese Gruppe glaubt, dass man Schreiben nicht lernen kann. Entweder man kann es oder man kann es nicht.

Daher ist die Geschichte auch irgendwo tief in ihnen drinnen. Man kann es nicht mit einem Plot erarbeiten, sondern muss sie herauskitzeln.

Das Wichtige dabei ist, dass die Plotterinnen der Überzeugung sind, dass sie einen Plot benötigen, um überhaupt schreiben zu können. Alles ist geplant und alles ist vorhersehbar. Dagegen sehen die Pantserinnen das Schreiben als eine Art mystische Angelegenheit.

Wenn man beide Seiten so ansieht, dann kann man sich vorstellen, warum es diese Diskussion gibt. Beide Seiten möchten nicht, dass man quasi ihre Wertvorstellung beschädigt oder gar zerstört. Die Plotterinnen sehen sich weiterhin im Recht, dass ihr Schreiben erlernbar ist. Und die Pantserinnen möchten weiterhin die Angelegenheit als einen mystischen Akt betrachten.

Problemlösung versus Große Träume

Wer plottet, sieht sich durchaus als Problemlöserin. Das Problem ist das weiße Blatt Papier. Wenn sie also einen Plot haben, dann lösen sie die Ängste vor dem ersten Satz oder auch dem nächsten.

Unsere Pantserinnen hingegen träumen von dem großen Plot und davon, dass sie ihre ganzen Ideen und Träume miteinander verbinden. Sie haben keine Angst vor dem weißen Blatt, weil sie dort ihre Träume sehen.

Doch die Trennung zwischen diesen beiden Ideen kann man nicht so stark aufrechterhalten. Denn viele Pantserinnen haben durchaus Angst vor dem weißen Blatt Papier. Und auch wenn die Plotterinnen einen Plot haben, so muss das noch lange nicht bedeuten, dass sie deswegen mutiger dem ersten Satz entgegenstehen.

Die Vorteile des Plotten

Doch welche Vorteile hat denn es nun, sich hinzusetzen und zu plotten?

Bekannter Pfad

Wer plottet, weiß genau, wohin die Charaktere gehen und was sie als Nächstes tun. Sie müssen nicht überlegen, was passiert oder passieren könnte. Und viele fühlen sich auf diese Art und Weise sicher.

Man kann den Plot als eine Art Fahrplan betrachten. Man weiß, wohin es theoretisch gehen könnte, es ist aber kein Muss, diesen Plan minutiös zu folgen. Es ist immer möglich, eine Abweichung nach links und nach rechts zu gehen. Aber das theoretisch kann man auch in eine andere Richtung gehen oder eben dem Pfad folgen.

Aber solange Du etwas hast, womit Du arbeiten kannst, kannst Du Dir andere entsprechende Gedanken machen. Wenn Du aber nichts hast, dann weißt Du nicht, wohin es gehen soll. Du bist quasi führungslos.

Das bedeutet also, Du weißt ganz genau, dass Dein Charakter von A nach B zu gehen hat. Und darüber machst Du Dir dann keine Gedanken mehr. Denn dieser Punkt ist eben klar. Du musst Dir vielleicht (je nachdem wie ausgereift Dein Plot ist) nur noch darüber Gedanken machen, wie Dein Charakter von A nach B kommt.

Es hilft Dir bei der Analyse Deiner Geschichte

Stell Dir bitte vor, Du bist mitten im Getümmel (zum Beispiel auf einer Buchmesse). Du siehst nur die Menschen um Dich herum. Und wenn es besonders eng ist, dann hast Du vermutlich das Gefühl, dass es überall so aussehen könnte. Wenn Du hinaus möchtest, dann ist das eher ein Suchen und ein Tasten, in der Hoffnung, dass Du in einem Bereich kommst, in denen es weniger Menschen gibt.

Würdest Du aber jetzt oben in der ersten Etage stehen und Dir die ganzen Menschenmassen ansehen, wüsstest Du genau, wo es sehr eng und wo mehr Platz ist. Du könntest notfalls jemanden unten dann dirigieren, dass die Person schneller zu der richtigen Stelle kommt.

Was hat das jetzt mit Deiner Geschichte bitte schön zu tun? Eine ganze Menge.

Wenn Du Dich mitten in Deine Geschichte hineinwirfst, kannst Du nicht immer sehen, was als Nächstes passiert oder passieren könnte. Du hast so viele Ideen und keinen Plan, wie alles in eine schöne, strukturierte Geschichte passt. Man kann also sagen, Du bist mitten in der Menschenmasse und weiß eigentlich gar nicht, wohin es als Nächstes gehen soll.

Hast Du aber einen Plot, dann weißt Du genau, wo es die ruhigen Momente gibt, wo die Action stattfindet und so weiter. Du hast hier die komplette Übersicht. Selbst dann, wenn Du Dich nur auf den Hauptplot konzentrierst und den Nebenplot während des Schreibens einfügen möchtest, hast Du immer noch die Kontrolle.

Du kannst im Vorfeld sehen, ob die Auftritte der Charaktere harmonisch sind. Oder ob nicht doch noch ein Kapitel fehlt, um etwas Wichtiges einzuführen, ein Geheimnis oder eine Lösung zum Beispiel.

Mit einem Plot fällt Dir die Analyse zu Deiner Geschichte um einiges leichter.

Es reduziert den Stress

Wenn Du besonders kreativ bist, dann kennst Du vielleicht das Problem. Man schreibt und schreibt und dann hat man auf einmal eine ganz tolle neue Idee. Und aus dieser Idee wird ein ganzes Wespennest. Man möchte noch mehr Ideen einfügen und hat dann noch mehr kreative Ideen und man kommt dann nicht einmal annähernd ans Ende.

Wenn Du ein Plot hast, dann gerätst Du nicht in Gefahr, unzählige Ideen in Deine Geschichte unterzubringen, für die in dem Roman gar kein Platz ist. Das war bei mir auch so. Jedes Mal, wenn ich ein Kapitel geschrieben habe, hatte ich noch mindestens zehn weitere Ideen. Seit ich meinen Plot jedoch fertig habe, hat sich der Stress damit reduziert.

Zuerst hatte ich gar keine unnötige neuen Ideen mehr. Und letztens kam mir eine, die sich jedoch nicht durchgesetzt hat. Denn der Plot steht und ich bin zufrieden damit. Es beruhigt mich ungemein.

Zudem hat es einen weiteren Vorteil im kreativen Prozess. Mit einem Plot brichst Du die Geschichte auf Teile herunter. Das können Abschnitte sein, das können Kapitel oder auch Szenen sein. Somit wird das Projekt übersichtlicher. Und Du musst Dir keine Gedanken machen, ob Du das überhaupt schaffst.

Wenn Du eine Plotmethode benutzt, die aus drei, fünf oder zwölf Schritten besteht, dann musst Du Dich nur um diese Schritte kümmern. Das reduziert ebenfalls den Stress, weil alles übersichtlicher wird. Aus einem Roman mit 1.000 Seiten wird ein Projekt mit zwölf Schritten.

Hier noch ein kleiner Tipp von mir schreib zuerst die Geschichte, danach den Roman. Was ich damit meine? In meinem aktuellen Roman schreibe ich wirklich nur, wie die Figuren handeln und was sie sagen. Du findest kaum bis gar nichts zu der Umgebung, zu der Kleidung oder zu deren Innenleben.

Würde ich den Roman so veröffentlichen, ein Verriss wäre mir garantiert. Aber das ist die Rohfassung. Wenn ich damit fertig bin, kann ich mich in der ersten Überarbeitung darum kümmern, dass alles harmonischer wird.

Mach Dir daher bitte in der Rohfassung keine Gedanken darum. Ja, mir ist bewusst, dass das durchaus schwierig ist, kenne ich nur zu gut. Aber schick Deine innere Kritikerin wirklich zum Spielen nach draußen. Die Rohfassung gehört Deiner Kreativität.

Die Einschränkungen des Plottens

Natürlich hat das Plotten nicht nur Vorteile, sondern auch gewisse Schwächen. Und diese Schwächen würden vielleicht dann eher dafür sprechen, dass wir doch eher zu Pantserinnen werden.

Eine schlechte Geschichte bleibt eine schlechte Geschichte

Egal ob Du einen Plot vorher geschrieben hast oder nicht, wenn Deine Geschichte von vornherein schlecht ist, ist sie es eben. Da rettet auch Dein Plot diese nicht. Du siehst es nur schwarz auf weiß, dass Du entweder eine schlechte oder gar keine Geschichte hast. Und im schlimmstenfalls siehst Du das noch nicht einmal, weil Du betriebslind bist (das kann leider schneller passieren, als man es möchte).

Daher ist es wichtig, dass Du die Grundlagen für eine gute Geschichte kennst und auch anwenden kannst. Ansonsten hast Du eine Geschichte, die Du komplett überarbeiten oder gar neu schreiben darfst.

Ein Plot ist leider kein Allheilmittel, sondern nur ein Mittel zum Zweck, wenn Du die Grundlagen beherrschst.

Der Plot ist nicht die Geschichte

Wenn man sehr intensiv am Plot arbeitet, könnte man fast den Gedanken haben, es handelt sich hierbei um die Geschichte selbst. Dabei ist es eben noch nicht so. Und manche haben durchaus die Schwierigkeit, den Sprung aus dem Plot in die Erzählung zu schaffen.

Daher ist es wichtig, wenn auch Du dieses Problem hast, dass Du Dir immer bewusst machst, dass es sich beim Plot eben nur darum handelt. Schreib Deine Geschichte so, wie Du sie am Ende lesen möchtest.

Und als Unterstützung für Dein schreiben, kannst Du auch Schreibübungen zu der Welt, zu den Charakteren und all diese Bereiche machen. Damit kommen sie eher in die Geschichte hinein, als wenn sie sich nur auf den Plot verlassen würden.

Es reduziert die Flexibilität

Ganz ehrlich, wenn Du weißt, dass Dein Charakter von A nach B soll, dann ist C, D oder der komplette Rest des Alphabets aus dem Rennen. Und das kann manchmal sehr hinderlich sein.

Denn es schränkt doch die Flexibilität ein, weil man sich auf einen Plot und damit auf einen roten Faden konzentriert. Da kann es sogar passieren, dass man für alle anderen Möglichkeiten regelrecht blind wird (eben die Betriebsblindheit).

Somit können besondere Wendungen nicht mehr in die Geschichte kommen, weil man einfach kein Auge mehr dafür hat. Und letztendlich auch kein Platz. In diesem Fall ist ein Plot eher hinderlich als förderlich.

Es frisst Zeit, manchmal sehr viel Zeit

Eines ist sicher, wenn ich an einen Plot schreibe, schreibe ich nicht an einem Roman. Damit fehlt mir Zeit. Und das kann manchmal eine Menge sein.

Je nachdem wie genau Du plottest, kann das Ganze schon mal über Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis Du fertig bist. In dieser Zeit haben manche sogar schon zwei kurze Romane verfasst.

Mit anderen Worten, es dauert und noch schlimmer, Du könntest dabei die Liebe zu Deinem Projekt verlieren. Das kann natürlich ein Problem sein.

Wähle weise

Eins kann ich Dir jetzt schon sagen, die Entscheidung, ob Du plotten oder nicht plotten sollst, kannst nur Du treffen.

Du lernst besser zu schreiben

Wie überall im Leben lernst Du durch Anwendungen. Wenn Du also die Theorie der Plotarbeit immer wieder neu erlenst wirst Du darin bessern. Und wenn Du Deine Geschichte bis auf die Knochen ausziehst und sezierst, wirst Du ebenfalls besser und schaffst es, die bestmögliche Geschichte zu verfassen, zu der Du aktuell in der Lage bist.

Daher beschäftige Dich gerne mit der Theorie des Schreibens und, was noch wichtiger ist, mit der Praxis. Denn je mehr Du lernst und je mehr Du schreibst, desto besser wirst Du.

Aus diesem Grund ist es auch wichtig zu lesen. Wenn Du siehst, wie andere es machen, dann lernst Du automatisch für Deine eigene Erzählung. Zudem baut es den Druck ab. Denn manchmal hab ich das Gefühl, dass ich eine epische Geschichte erzählen muss, in der es keine Längen geben darf. Lese ich dann einen veröffentlichen Roman, und es kommen ruhige Passagen vor, erlaube ich es mir dann auch, selbst solche Stellen zu verfassen.

Es spart doch Zeit

Natürlich ist es ein Widerspruch, wenn ich oben schreibe, dass es Zeit frisst, aber nun schreibe, dass es Zeit spart.

Wenn Du Dich intensiv mit Deinen Charakteren und der Welt auseinandergesetzt hast, kannst Du Dich an den Plot machen. Dann läuft die Geschichte fasst, wie von selbst. Denn Deine Charaktere wissen schon, wie sie in der entsprechenden Situation handeln, und geben es Dir vor.

Nur dazu musst Du wissen, wer sie sind, in was für einer Welt sie sich bewegen und was für eine Geschichte ihr zusammen erleben wollt. Dann ist das Schreiben nur noch eine Formsache.

Du musst eigentlich nur noch die Szenen schreiben, die erzählt werden wollen. Und wenn die Rohfassung fertig ist, geht es weiter mit den Details.

Erst die Geschichte, dann das Plot

Eine andere Möglichkeit wäre auch, erst die Geschichte zu schreiben und darauf hin den Plot zu erstellen (was ich übrigens mit meinem aktuellen Roman gemacht habe). Das bedeutet einfach, dass Du die Rohfassung schreibst und mit dem Material dann zum Plot kommst.

Wenn Du dann fertig bist, hast Du schon einen Roman, der Deine Pantserseele zufriedenstellt und danach einen Plot, der Deine Plotterseele beruhigt. Und mithilfe des Plots kannst Du dann Deinen Roman überarbeiten.

Natürlich wird es passieren, dass Du einige Szenen komplett neu schreiben musst, weil Du komplett neue Ideen hast. Aber die Überarbeitung ist etwas anderes, als den Roman neu zu schreiben.

Abschlussgedanken

Letztendlich liegt es an Dir, ob Du plotten willst oder nicht. Ich selbst habe zwischenzeitlich die besseren Erfahrungen mit dem Plot gemacht. Denn ohne bin ich meinen vielen Ideen ausgeliefert und komme nicht an mein Ziel an.

Du kannst gerne beide Methoden einfach mal ausprobieren und sehen, was für Dich am besten funktioniert. Und denk daran, Du kannst Dich bei jedem Projekt neu entscheiden.

Deine Vor- und Nachteile

Erstell für Dich eine Liste mit Deinen Vor- und Nachteilen, warum Du plotten würdest, oder eben auch nicht. Wichtig hierbei ist, dass diese Liste auf Deine persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Versuch es

Egal ob Du lieber einfach drauf losschreibst oder plottest, versuch einfach mal die andere Methode. Es reicht völlig aus, wenn Du eine Kurzgeschichte schreibst. Da kannst Du schon sehen, welcher Weg Dir eher liegt.

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#Autorinnenzeit – Eine kritische Betrachtung

Hei, hallo und herzlich willkommen,

seit einer Woche läuft die Autorinnenzeit. Und ich verfolge dabei auf Twitter die ganzen Tweets dazu und bin der Meinung, dass die Aktion größtenteils positiv angenommen wird. Aber natürlich gibt es sie, die Personen, welche diese Aktion als sexistisch, abartig und was auch immer finden. Daher nehme ich mir heute Zeit und betrachte die Autorinnenzeit aus der kritischen Perspektive.

Kurze Vorgedanken

Wer eine Aktion startet, muss immer damit rechnen, dass man kritisiert wird. Sowohl allgemein für die Aktion als auch auf der persönlichen Ebene. Darüber sollte man sich keine Illusionen machen. Und so ist es auch hier. Jedoch habe ich persönlich das Gefühl, dass Aktionen, die von oder für Frauen gestartet werden, besonders viel Kritik ausgesetzt sind.

Daher möchte ich eine allgemeine Übersicht zu der Aktion geben, welche Kritik ich so erlebt habe und meine Meinung dazu kundtun, ob sie berechtigt ist.

Noch einmal genau, was ist die Autorinnenzeit?

Wenn Du in einigen Social Media Kanälen unterwegs bist und den Hashtag #Autorinnenzeit folgst, erlebst Du im Mai eine Flut von Autorinnen und deren Werke. Es geht hierbei darum, dass Frauen und Männer die Möglichkeit haben, Autorinnen (also wirklich Frauen die Schreiben) zu unterstützen, auf sie aufmerksam zu machen und zu zeigen, was man liest.

Der Hintergrund ist der, dass Männer automatisch die komplette Aufmerksamkeit bekommen. Und das zwölf Monate im Jahr. Es werden mehr Bücher in den Zeitungen von Männern besprochen, sie bekommen eher Preise (unter anderem auch den Nobelpreis für Literatur) oder auch höhere Tantiemen bei Verlagen (hab ich tatsächlich mal gelesen, wobei Du mich da gerne vom Gegenteil überzeugen kannst).

Daher hat sich der Autor Sven Hensel überlegt, einen Monat die Aufmerksamkeit komplett auf die Autorinnen zu konzentrieren. Männer dürfen gerne eine Rolle spielen, doch das Hauptaugenmerk gebührt den kompletten 31 Tagen im Mai nur den Damen der Literatur.

Hierbei geht es nicht nur darum, auf die Autorinnen aufmerksam zu machen, sondern auch den eigenen Blickwinkel zu schärfen. Was lese ich normalerweise und was habe ich bisher gelesen. Gerade die Literatur in der Schule. Denn bei mir war es zum Beispiel so, dass ich von allen Schulbüchern, die ich lesen musste, nur zwei Frauen dabei waren. Das waren Anne Frank und „Die Wand“ von Marlen Haushofer.

Dabei soll es Listen geben, auf denen mehr Bücher von Frauen stehen, welche in der Schule gelesen werden können. Wieso werden diese dann nicht auch gelesen? Und zwar exakt zu fünfzig Prozent?

Auch auf solche Missstände (und ja, in meinen Augen ist das sehr wohl ein Missstand) möchte diese Aktion aufmerksam machen.

An sich ist das doch alles gut, wieso daher überhaupt Kritiken aussprechen?

Die Initiatorin: Ein Mann

Für viele ist es Wert sich zu äußern, dass die Initiatorin eben ein Mann ist. Denn viele haben das Gefühl, dass sie von den Männern auf diese Art und Weise bevormundet werden.

Und ja, ich kann diese Argumentation durchaus nachvollziehen. Denn häufig hab ich schon gelesen, wenn Frauen einen Vorschlag machen, dass dieser nur nett belächelt wird. Macht ein Mann exakt den gleichen Vorschlag, handelt es sich dabei um den größten Wurf aller Zeiten. Und das passiert nicht selten.

Aber auch die Aktion „He for She“ der Schauspielerin Emma Watson (Hermine Granger) schlägt in eine ähnliche Kerbe. Emma holte sich in erster Linie Männer ins Boot, damit sie helfen, dass Frauen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen. Zwar ist die Aktion von einer Frau gestartet, aber sie holt sich Unterstützung von Männern und nicht von Frauen.

Hier zeigt sich eben das oben erwähnte Problem, dass man immer noch eher Männern zuhört, als Frauen. Und auch mir ist es schon passiert, dass man mir kein Gehör geschenkt hat, obwohl ich durchaus gute Ideen hatte. Aber Männern in meinem Team hingegen schon. Dabei waren deren Ideen von anderer Qualität (und nicht immer besser).

Daher sehen viele hier den Kritikpunkt, dass diese Aktion nicht von einer Frau gestartet wurde. Aber hätte diese Aktion dann das gleiche Gehör gefunden? Das wäre durchaus eine interessante Frage. Vielleicht magst Du mir berichten, wie Du es empfändest.

Fakt ist jedoch, ein Mann hat diese Aktion gestartet. Doch ist das wirklich ein so großes Problem?

Auch Männer können und identifizieren sich als Feminist*innen. Ob es jetzt Sven Hensel tut, darüber möchte ich jetzt kein Urteil abgeben. Darüber möge er selbst Auskunft geben, wenn er möchte.

Was ich aber damit sagen will, auch Männern geht der alltägliche Sexismus auf die Nerven. Denn der richtet sich nicht nur gegen Frauen. Sondern auch Männer sind davon betroffen, das vergessen nur viele.

Warum ist es also schlimm? Dass ein Mann diese Aktion gestartet wurde? Gut, er wurde eher gehört, als die einer Frau. Aber bisher ist keine Frau auf die Idee gekommen, Autorinnen so in den Mittelpunkt zu stellen. Ist es daher wirklich so schlimm?

Klickrate erhöhen

Ein weiterer Vorwurf, den sich Sven Hensel öfters ausgesetzt sah, war die Tatsache, dass er damit die Klickzahl auf seiner Internetseite erhöhen will. Oder das er damit bekannter wird.

Fakt ist, sein Beitrag wurde in der Tat öfters geteilt (zum Beispiel auch in diesem Beitrag). Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Und sicherlich hat sich die Klickrate erhöht. Das will ich auch nicht bestreiten. Aber ist es wirklich so wichtig?

Denn man ist nicht gezwungen sich auf die Internetseite zu begeben, um daran teilzunehmen. Du kannst Deine eigene Challenge daraus basteln und Dich daran halten. Oder auch andere Vorgaben, die es sicherlich im Internet gibt. Oder Du erstellst eine eigene Challenge für Dich allein und teilst alles mit den anderen.

Zudem findet die Aktion nicht auf seiner Internetseite statt. Sie wurde dort gestartet, das stimmt. Aber sie findet überall im Internet (oder auch in der realen Welt) statt, wo man möchte. So kannst Du Bilder auf Instagram hochladen oder auf Facebook längere Beiträge schreiben. Auf Twitter kannst Du kurze Infos schreiben und auf Deinem Blog darüber posten.

Zu keinem Zeitpunkt bist Du gezwungen, der Seite Sven Hensel irgendeinen Klick zu geben. Du kannst, musst es aber nicht. Zumal ich in einem Gespräch mit dem Autor erfahren habe, dass das noch nicht einmal sein Ziel war. Ab und an ist es gut, wenn man sich mit den Menschen einfach unterhält.

Die Autorinnenzeit diskriminiert Männer

Wenn in einem Monat nur über Frauen geschrieben oder gesprochen wird, dann ist es klar, dass da kein Platz für Männer ist. Zumindest nicht hauptsächlich. Immerhin sollen sich alle gerne mal ein paar Tage um das weibliche Geschlecht kümmern.

Und scheinbar bekommen da einige eine regelrechte Panikattacke und beißen wie wild um sich. Da sprechen sie sofort von Sexismus und das man doch auch Männer unterstützen soll und Ähnliches.

Werden dadurch männliche Autorinnen in der Tat vergessen?

Natürlich ist es nicht Ziel der Autorinnenzeit, sich um männliche Autorinnen zu kümmern. Das sagt schon die Bezeichnung. Warum auch nicht?

Doch ist es nicht wirklich sexistisch und diskriminiert Männer?

Fakt ist, es gab bisher noch keinen Monat, der sich speziell um Männer drehte. Also keine Autorenzeit oder Ähnliches. Es wurde nie hervorgehoben, welche tollen Bücher Männer schreiben. Und vor allem auch Bücher, die eher untypisch für Männer sind (ich denke da an den klassischen Liebesroman).

Es gab bisher noch nie einen Monat, in denen Männer ermuntert wurden, eine andere Seite an sich zu suchen und zu finden, literarisch gesehen. Da könnte man in der Tat davon sprechen, dass es diskriminierend ist.

Zumindest könnte man es auf den ersten Blick meinen.

Doch diese Argumentation hat für mich durchaus einige Schwächen. Und die möchte ich hier nach und nach erläutern.

Zum einen handelt es sich im deutschsprachigen Raum um das erste Mal, dass solch eine Aktion gestartet wurde. Das bedeutet, es gibt bisher kein Vorbild in dieser Hinsicht. Daher kann man das noch gar nicht so genau bewerten, wie es ankommt oder nicht. Gegenüber Sven Hensel hab ich schon den Vorschlag gemacht, dass wir jeden Mai zur Autorinnenzeit erklären.

Es ist ein erster Versuch und letztendlich entscheiden die User*innen, inwiefern es weitergeht.

Ein weiterer Grund ist auch der, dass das Jahr zwölf Monate hat. Und zumeist wird die ganze Aufmerksamkeit eher auf Autoren gerichtet. Warum bekommen dann viele regelrechte Beißreflexe, wenn es mal darum geht, dass eine Frau im Mittelpunkt steht? Haben sie Angst, dass Frauen mehr vom Kuchen abbekommen? Dabei haben viele bisher eher Krümel bekommen.

Irgendwie scheint es mir bei solchen Leuten, dass sie froh wären, wenn Frauen wieder hinter dem Herd stehen. Aufmerksamkeit? Bitte nicht, es könnte ja sein, dass man mitbekommt, wie Frauen immer noch benachteiligt werden. Schau Dir mal die Nobel-Preisliste für Literatur an. Wie oft hat ein Mann den Preis bekommen und wie oft eine Frau? Gut, ich verrate es Dir, es waren lediglich vierzehn Frauen (neben 99 Männern).

Aber auch sonst bekommen Frauen weniger Aufmerksamkeit als Männer. Egal in welchem Bereich. Wenn sich als mal 31 Tage im Jahr (von immerhin 365 Tagen), sich mal ein paar Tweets oder Beiträge mehr um Frauen drehen, warum deswegen sich jetzt aufregen? So ganz will mir das nicht in den Sinn gehen.

Zumal niemand Dir verbietet, eine Autorenzeit ins Leben zu rufen. Wenn Du der Meinung bist, dass Männer zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, dann schnapp Dir den Juni oder den Juli und initiiere selbst eine Autorenzeit. Nicht jammern, machen. So einfach ist das.

Vorschriften

Es gibt aber genügend Frauen und auch Männer, welche die Autorinnenzeit sehr stark unterstützen. Und ich persönlich finde es toll. Doch die Autorin Sandra Schwab bemerkte dabei, dass viele, sehr viele schon fast mantramäßig Vorschriften machen, was Frau doch bitte zu schreiben hat.

Dazu zählt, dass Frauen doch bitte mehr Science-Fiction und weniger Liebesromane schreiben sollen. Weiterhin sollen sie doch bitte mehr für Männer und weniger für Frauen schreiben. Und so weiter und so fort.

Sie hat mit der Forderung völlig recht, dass man nicht die Autorinnenzeit nutzen soll, um Frauen vorzuschreiben, was sie zu schreiben haben und was nicht. Es geht in erster Linie um Unterstützung des geschriebenen Werkes.

Gut, ich stimme zu, dass es schön wäre, wenn mehr Frauen Science-Fiction schreiben würde. Dem ist so. Aber ich würde Frauen nie vorschreiben, dass sie nun mehr Science-Fiction zu schreiben haben.

Wenn sie mehr schreiben wollen, ist es toll. Ermutigen wir sie doch auch gerne. Aber es als toll hinzustellen und Liebesromane als schlecht, das ist eindeutig der falsche Weg.

Wenn Du möchtest, dass Frauen mehr in einem bestimmten Genre schreiben, dann unterstütze die Frauen, die dort schon unterwegs sind. Dann zeigst Du allen anderen, dass es sich lohnt, sich mit diesem Genre auseinanderzusetzen.

Abschlussgedanken

Vielleicht ist die Autorinnenzeit noch nicht so ausgereift, wie man es sich wünschen mag. Es kann auch sein, dass es besser gewesen wäre, wenn einige Punkte anders abgelaufen wäre. Darüber können wir gerne diskutieren.

Worüber wir aber meiner Meinung nach nicht diskutieren können, ist die Tatsache, dass solche Aktionen leider notwendig sind. Gerade habe ich auf Twitter einen sexistischen Tweet gelesen, der zugleich auch noch eine erschreckende Gewaltbereitschaft zeigt.

Daher finde ich es wichtig, dass Frauen positiv in den Mittelpunkt gerückt werden. Männer werden sich sowieso nie an den Rand verdrängen lassen. Das ist auch in Ordnung so. Aber in der Mitte ist genügend Platz für beide Geschlechter. Man muss nur ein wenig zur Seite rücken.

Und keine Sorge, das tut auch nicht weh.
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Blogparade: Starke Frauen in der Literatur

Hei, hallo und herzlich willkommen,

aktuell wird viel über weibliche Charaktere diskutiert und über ihr Verhalten. Dabei wünschen sich immer mehr Leserinnen, über starke Charaktere zu lesen. Doch was genau ist ein starker, weiblicher Charakter?

Kurze Vorgedanken

Büchververschlinger“ hat zu einer Blogparade der starken Frauen aufgerufen. Eigentlich soll man um die zehn Bücher vorstellen, in denen starke Frauen vorkommen.

Natürlich könnte ich das sicherlich schaffen. Aber ich möchte das Ganze ein wenig anders aufziehen. Und zwar stelle ich Dir heute vor, was ICH unter einer starken Frau bzw. einem starken Frauencharakter verstehe.

Das ich wird hier besonders betont, um klar zu machen, dass der folgende Beitrag keine allgemeingültigen Aussagen beinhaltet. Es geht dabei darum, was ich darunter momentan verstehe. In einigen Wochen, Monaten oder auch Jahren könnte das wieder anders aussehen.

Lass Dich gerne davon inspirieren, sowohl für Deine Suche nach starken Frauen in Romanen, als auch bei der Erschaffung einer starken Frauenfigur für Dein Projekt.

Was ist für mich kein starker Frauencharakter

Damit ich definieren kann, was für mich ein starker Frauencharakter ist, möchte ich das Pferd von hinten satteln. Was empfinde ich also nicht als einen starken Frauencharakter? Und gibt es so etwas überhaupt?

Prinzipiell kann man Frauen (und auch Männer) nicht in eine Schublade stecken. Haben sie diese oder jene Eigenschaften, kann man nicht sagen, sie ist ein starker Charakter oder eben nicht. Aber ich finde, man kann sagen, wenn sie gewisse Eigenschaften besitzt, tendiert sie eher zu einem starken Charakter, oder eben auch nicht.

Charaktere, die keine Entwicklung durchmachen, tendieren bei mir eher dazu, sie nicht als stark anzusehen. Wenn sie am Anfang der Geschichte genauso sind, wie am Ende, dann haben die Ereignisse keinen Einfluss auf die Figur gehabt. Nehmen wir an, viele Menschen sind um sie herum gestorben und trotzdem bleibt sie gleich, kann man sie dann als empathisch bezeichnen?

Ein weiteres Indiz dafür, dass ich es mit keinen starken Frauencharakter zu tun habe, ist ihre Hörigkeit. Hörigkeit gegenüber jemand anderen. Das kann sowohl eine Frau sein, aber zumeist ist es ein Mann.

Was meine ich damit? Wenn sie ihr ganzes Leben danach ausrichtet, ihm zu gefallen, es ihm recht zu machen und zu tun oder zu lassen, was er will, wo bleibt sie? Wo bleibt die Frau hinter den ganzen Wünschen des Mannes?

Darum drehen sich scheinbar gerade zu viele Liebesromane. Sie hat eigentlich ein Leben mit Arbeit, Familie und Freundinnen. Dann taucht er auf, der Mann ihrer Träume und schon ist alles vergessen, was sie eigentlich ausgemacht hat. Hauptsache er ist zufrieden.

Nein, ich meine nicht damit, dass sie nicht ein wenig ihr Leben ändert, damit er dort seinen Platz findet. Das gehört zu einer Beziehung dazu. Ich meine ganz klar, dass sie alles aufgibt. Ihre Arbeit vernachlässigt sie, ihrer Familie verrät sie überhaupt nichts und ihre Freundinnen kommen nicht mehr an sie heran. Und wenn er sagt, hüpf, fragt sie nur noch, wie hoch.

Für mich ist ein weiterer Punkt, dass sie scheinbar perfekt ist. Egal was sie macht, wie gut sie in etwas ist oder ob es jemand besseren gibt, sie rettet letztendlich den Tag. Unrealistische Charaktere sind nicht automatisch starke Charaktere. Sie sind eben genau das, absolut unrealistisch. Und leider gibt es genügend davon in der Literatur.

Ein starker Charakter ist eine Mischung aus starken und schwachen Eigenschaften. Von mir aus kann sie die ganze Welt in den Hintern treten. Doch danach ist es in Ordnung, wenn sie sich hinsetzt und weint, weil ihr alles zu viel geworden ist. Und danach darf sie sich von ihren Freundinnen helfen, um sich wieder aufzurappeln, um dann weiterzumachen.

Was macht für mich ein starker Frauencharakter aus?

Jetzt könnte ich sagen, dass es das Gegenteil des obigen Teils ist. Wobei der noch nicht einmal erschöpfend ausgeführt wurde. Denn allein zu diesem Teil könnte ich einen endlosen Beitrag schreiben.

Ein starker Charakter ist nicht jemand, die sich hinstellt und laut ihre Meinung hinausbrüllt. Auch introvertierte und schüchterne Charaktere können stark sein. Für manche mag das ein Widerspruch sein, doch einige introvertierte und schüchterne Charaktere haben sogar die Welt verändert. Das bekannteste Beispiel dürfte Rosa Parks sein.

Für mich ist ein starker Charakter jemand, die weiß was sie will und was sie nicht will. Das muss nicht von Anfang an sein. Denn auch sie darf lernen und erfahren, was wichtig für sie und für ihr persönliches Leben ist. Aber spätestens am Ende sollte sie doch wissen, wer sie ist und was sie von ihrem Leben möchte.

Zudem finde ich, dass ein Charakter immer eine Entwicklung durchmachen sollte. Wenn sie wirklich gleich bleibt, wo ist sie dann stark? Wenn sie anfänglich von einem Mann völlig abhängig und ihm hörig ist, dann kann die Entwicklung dahin gehen, dass sie sich am Ende von ihm lossagt.

Aber sie kann auch gerne physisch stark sein, wenn es die Geschichte erfordert und hergibt. Solange sie eben auf der psychischen Ebene wie ein normaler Mensch (oder was auch immer sie ist) wirkt. Das bedeutet, dass sie mal gute Tage haben darf oder auch schlechte. Und bei den Schlechten muss es nicht gleich heißen, dass sie ihre Menstruation hat. Denn Frauen dürfen auch so einfach mal miese Laune haben.

Zudem darf sie sich auch gerne mal an der Schulter eines Mannes anlehnen. Aber sie muss sich nicht zwangsläufig von ihm retten lassen. Starke Frauen sind für mich Frauen, die es auch schaffen, den Karren alleine aus dem Dreck zu ziehen. Und nein, sie muss sich nicht immer von Männern helfen lassen. Ab und an ist es in Ordnung. Aber es ist auch in Ordnung, wenn sie es alleine schafft.

Zudem neigen starke Frauen auch mal mit anderen Frauen über Themen zu sprechen, die nicht männlich geprägt sind. Das bedeutet ganz klar, dass ihre ganze Welt sich nicht um die eines Mannes oder seine Themen dreht. Es darf ab und an und immer wieder gerne auch mal um sie oder um die weiblichen Themen gehen. Überschneiden sich beide, geht das in Ordnung. Aber sie darf auch gerne mal im Mittelpunkt ihrer Welt stehen.

Abschlussgedanken

Dieser Beitrag ist nur ein kleiner Ausblick auf mögliche starke Charaktere, wie ich sie mir vorstelle. Dabei kann es vorkommen, dass ich eine Frauenrolle durchaus als stark empfinde, die andere eher als schwach definieren würden. Aber es kommt auf die persönliche Ansicht an, wie man etwas sieht oder auch nicht.

Schreib doch Deine Gedanken zu starken Frauen in der Literatur auf. Wie sieht es bei Dir aus? Und verlink es bitte beim Originalbeitrag. Danke Dir.

Deine persönliche Definition

Wie sieht es bei Dir aus? Wie würdest Du für Dich einen starken Frauencharakter definieren? Was gehört dazu und was gehört nicht dazu? Schreib es auf, damit Du jederzeit darauf zurückgreifen kannst.

Literarische Beispiele

Find literarische Beispiele, damit Du für Dich noch einmal Deine Definition genauer definieren kannst. Und vielleicht findest Du darüber noch weitere Punkte, mit denen Du Dein Text ergänzen möchtest.

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Liebster Award von The Magic in Books

Hei, hallo und herzlich willkommen,

heute geht es in die dritte Runde des Liebster Awards. Auch The Magic in Book war so lieb und hat mich für den Liebster Award nominiert. Dafür danke ich recht herzlich.

Daher sage ich einfach mal, legen wir gleich los. Hier ist der Originallink und hier die Regeln zum Liebster Award.

  1. Worüber schreibst du so?
    In meinen Romanen schreibe ich über die Genres Steampunk, Steamfantasy oder auch Fantasy, gelegentlich auch Science-Fiction. Dazu gehört aber auch der Liebesroman und ein wenig Krimi. Es kommt immer darauf an, worauf ich gerade Lust habe. Einschränken lasse ich mich da eher ungerne.
    In meinem Blog schreibe ich hauptsächlich über das Schreiben von Romanen und versuche dabei so viele Tipps und Ratschläge zu geben, wie nur möglich. Und das auch Abseits des Mainstreams (bisher habe ich in keinem deutschen Schreibblog Beiträge zum Thema Sexismus und Rassismus wirklich entdeckt, und wenn, dann eher vereinzelt).Aber es ist für nächstes Jahr noch ein Buchblog geplant. Aber dazu mehr, wenn es mehr zu berichten gibt.
  2. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
    Ich blogge eigentlich schon seit einigen Jahren in verschiedenen Blogs. Doch diese hatten nie ein Oberthema gehabt. Das hat sich erst mit diesem Blog hier geändert.Wobei ich, ehrlich gesagt, im ersten Jahr ziemlich viele Fehler gemacht habe. Daher bin ich gerade dabei diese nach und nach auszuräumen. Das bedeutet auch, dass unzählige Beiträge bisher den Weg in den Mülleimer gefunden haben. Und es werden noch einige folgen.Weiterhin werden andere Beiträge ordentlich überarbeitet und bekommen ein hübscheres Kleid. Und demnächst werde ich die Übersichtsseite überarbeiten. Zwar hab ich sie angelegt, aber bisher sträflich vernachlässigt. Das wird sich auch bald ändern.
  3. Was ist dein (Haupt-)Beruf neben dem Bloggen?
    Will ich wirklich darüber reden? Sagen wir mal so, der Beruf ist alles andere als kreativ. Aber ich kann auch die Einsteinnummer durchziehen. 🙂
  4. Wie sieht dein Morgen aus?
    Früh aufstehen, mich fertigmachen, dann frühstücken (ohne Frühstück gehe ich nie raus) und dann bin ich eigentlich auch schon aus der Tür. Mein Morgen unter der Woche sieht alles andere als spektakulär aus.
  5. Was ist dein größter Traum?
    Schriftstellerin zu werden, also mit Veröffentlichung und so. Aber ich könnte mir zwischenzeitlich auch vorstellen, als Künstlerin zu arbeiten. Also, wer weiß.
  6. Der schönste Ort der Welt?
    Keine Ahnung, ich hab die Welt noch nicht so intensiv gesehen.
  7. Hast du Haustiere?
    Nicht mehr. Früher hatte ich zwei Katzen. Aber sie sind an Altersschwäche verstorben. Seit dem hab ich mir noch keine neuen Haustiere geholt. Das bring ich immer noch nicht übers Herz.
  8. Wer ist dein Idol?
    Alle, die ihren Traum folgen. Ja, ich weiß, klingt ein wenig klischeehaft, ist aber letztendlich wirklich so. Denn den eigenen Träumen zu folgen erfordert sehr viel Mut. Und viele trauen sich nicht, diesen zu zeigen oder ihre Träume zu leben. Daher sind sie allesamt meine Idole.
  9. Hast du ein Lieblingsbuch oder sogar ein Lieblingszitat?
    Bis heute liebe ich „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler und natürlich „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren. Aber auch das Buch von Hans Bemmann „Stein und Flöte und das ist noch nicht alles“ hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.Ansonsten bin ich eine Vielleserin und hab für sehr viele Bücher eine gewisse Schwäche. Gerade, wenn sich die Charaktere über viele Jahre regelrecht in mein Gehirn eingebrannt haben. Und da gibt es einige Beispiele.“Das Rad der Zeit“ von Robert Jordan oder auch „Sarahs Lust“ von Regina Hoffmann. Und viele, viele mehr. Gilt übrigens auch für Sachbücher.
  10. Lieber Filme oder lieber Serien?Beides, beides ist gut.Nein, im Ernst. Da kann und möchte ich mich nicht entscheiden. Es gibt sehr gute Filme und auch schlecht. Gleichzeitig gibt es sehr gute Serien und eben auch schlechte.

    An Serien schaue ich momentan total „Detective Laura Diamond“ und „Rizzoli und Isles“ total gerne. Vielleicht auch deswegen, weil hier Powerfrauen gezeigt werden, die eben auch sehr viele Alltagsschwächen haben.

    Aber auch die ganzen Marvelserien haben es mir angetan (ich gestehe, ich bin ein totaler Marvelfan). Demnächst möchte ich mir auch endlich „Sherlock“ und „Downtown Abbey“ ansehen. Immerhin haben beide sehr gute Bewertungen erhalten.

    Bei Filmen stehen die von Marvel ganz weit vorne. Und bisher wurde ich auch nie enttäuscht. Klar, nicht alle Filme sind Überflieger. Aber ich saß nie im Kino und dachte mir, dafür hast Du jetzt wirklich Geld ausgegeben? Bei anderen Filmen sah das schon anders aus.

    Und mir gefallen auch Filme, die häufig verrissen werden. Wie der neue „Ghostbusters“ Film. Wobei ich glaube, dass viele ihn nur deswegen nicht mögen, weil die Hauptrollen von Frauen gespielt werden.

    Und häufig wurde ich auch von Filmen überrascht, wie „Interstellar“ oder enttäuscht (da fang ich erst gar nicht an, sonst platzt der Beitrag aus allen Nähten).

    Mit anderen Worten, ich schaue alles. Auch Dokumentationen.

  11. Welchen Tipp möchtest du neuen Bloggern mitgeben?Es gibt sehr viele Tipps rund um das Thema, wie man anfängt, welches Thema man auswählen soll und so weiter. Ich denke, darüber muss ich an dieser Stelle nicht schreiben.Der wichtigste Tipp, den ich geben kann und möchte, ist ganz klar, fang an und schreib regelmäßig.

    Häufig sehe ich viele gute Blogstarts, die dadurch enden, dass eben nicht regelmäßig geschrieben wird. Und viele andere gute Blogs werden wir nie kennenlernen, weil nicht der erste Schritt getan wurde.

    Daher, fang an und schreib regelmäßig.

    Und natürlich lerne auch, wie man einen guten Blog führt.

Du bist dran

Dir haben die Fragen gefallen? Dann darfst Du sie gerne mitnehmen. Verlink dabei gerne diesen und den Originalbeitrag von Magic in the Book. Ich würde mich freuen.

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